Frei nach Farin Urlaub...
Natürlich kann man sich als Bayern-Fan jetzt einreden, dass Jupp Heynckes immer eine Gute Wahl ist. Und dass es halt verdammt wenige Möglichkeiten für die Bayern gibt, einen angemesseneren Trainer zu finden... zumindest nicht, wenn es gerade Oktober ist...
Bei genauerem Hingucken... müssen sich die Bayern-Bosse auf die allerletzte Notlösung berufen... Eine progressive Führungsphilosophie sieht definitiv anders aus...
Das viel größere Problem ist doch aber: Jetzt kommt der Trainer zurück, der mit dem Kern dieser Mannschaft Champions League Sieger wurde. Nur dass dieser Kern mittlerweile ein bedenkliches Alter erreicht hat... Und jetzt soll Jupp Heynckes derjenige sein, der diesen ominösen Umbruch, den die Bayern seit 2 Jahren vor sich herschieben, endlich umsetzt?
Genau genommen... kommt jetzt doch einer dieser Trainer, die sich noch an einen Leistungsträger Thomas Müller erinnern können... ja, genau den Thomas Müller. der gerade in der Länderspielpause zwar 153 Minuten spielen durfte... dort aber auch nur ein "War stets bemüht" in seinem Abschlusszeugnis stehen hat...
Anders ausgedrückt: Selbst gegen Aserbaidschan kommt Müller auf keine Torbeteiligung (gegen Nordirland gab es zumindest einen Assist)... selbst das vollschte Vertrauen und Zweitklassige (höchstens) Gegner schaffen es, dass Müller gut aussieht...
Das vollste Vertrauen wird er jetzt auch von Heynckes bekommen... genau so wie Robben und Ribery...
Das Problem ist: Das wird am Ende des Frühjahres nicht reichen... Obwohl es zumindest für die Bundesliga zumindest reichen dürfte. Aber ein Julian Nagelsmann wird sich dann im Sommer schon fragen, ob er ausgerechnet jetzt, wo der Umbruch nicht mehr aufgeschoben werden kann, den Rekordmeister mit seinen absurden Ansprüchen übernehmen will... oder ob er das nicht lieber jemand anderes machen lässt...
Denn wenn der nächste Bayern-Trainer wirklich auf Coman-Gnabry als Flügelzange setzen muss... dann hat er Stand Heute keine Chance den Job wirklich lange zu halten. Und ob Heynckes im Jahr 2018 noch der Mann sein kann, der einen Coman wirklich nach vorne bringt...
Aber das ist es ja, was der aktuelle Bayern Trainer eigentlich leisten können muss... oder die Bayern geben ihre (relative) Zurückhaltung auf dem Transfermarkt auf und geben im Sommer doch 100 Millionen für einen Flügelspieler aus...
Wenn dies allerdings der Fall sein muss, dann liegt das hauptsächlich daran, dass Rummenigge und Hoeneß sich in diese Sackgasse manövriert haben...
Das passiert ihnen natürlich nicht zum ersten mal... man denke an den Sommer, in dem sie Ribery und Luca Toni für verdammt viel Geld verpflichten mussten. Genau an so einem Sommer arbeiten die Bayern gerade wieder...
Und das halt auch, weil sie sich gegen progressive Trainer entschieden haben. 2 Mal in Folge...
Auf Nationaler Ebene kann man sich das sicherlich auch leisten. Aber das ist ja gar nicht der Maßstab. Die Frage ist ja, wie man unter den besten 4en in Europa bleibt... und derzeit sieht es da eher finster aus. Also zumindest, wenn man in der Champions League wirklich auf die Offensivreihe Ribery-Müller-Robben setzt... wird man dort früher Probleme bekommen, als einem lieb sein kann...
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Montag, 9. Oktober 2017
Mittwoch, 13. September 2017
Das Große Problem an der "Cause Müller"
Nur eines? Dabei gibt es doch so viele...
Fangen wir erst Mal mit dem Offensichtlichen an: Es ist anscheinend für all unsere Experten unmöglich, eine sachliche Debatte über Thomas Müller zu führen. Also über den Fußballer... Schließlich ist er als Persönlichkeit unantastbar. Die letzte übrig gebliebene absolute, bedingungslos geliebte Identifikationsfigur beim FC Bayern. Und als designierter WM-Rekordtorschütze auch ein Nationalheld. Dazu kommt das "Bonus-Feature", dass selbst der Kicker mit dem Mann interessante Interviews führen kann... Auch wenn ich irgendwie das Gefühl habe, das ich 80% des Interviews schon im Februar in der Socrates gelesen habe... In einem der schwächeren Socrates Interviews... Aber Details...
Das Problem ist halt: Die Persönlichkeit Müller überstrahlt alles. Also sogar den Fakt, dass das eigentlich kein wirklich guter Fußball ist.
Da. Ich habe es ausgesprochen. Müller ist jedes Wochenende der schwächste Fußballer im Bayern-Kader... Ok, Sven Ulreich dürfte er im 1gegen1 im Dribbling besiegen... aber selbst ein Manuel Neuer könnte rein fußballerisch betrachtet mehr drauf haben, als Thomas...
Und ja, die "freundliche" Interpretation dieses Fakts lautet "Müller ist ein Unikat". Der findet Räume, die sonst niemand findet. Damit sind auch die 2 herausragenden Eigenschaften von Müller erwähnt worden; Antizipation und Handlungsschnelligkeit.
Die bittere Wahrheit ist aber: Diese Fähigkeiten hat er jahrelang ausgereizt, in dem er extrem von seinen überragenden Mitspielern (sowohl im Verein, als auch im Nationalteam) profitiert hat...
Also... geht einfach mal ein kurzes Gedankenexperiment durch: Stellt euch vor, Müller wäre bei 1860 München groß geworden... und Österreicher... glaubt ihr, für den hätte sich irgendjemand interessiert... Klar, Bundesligastürmer wäre er wahrscheinlich trotzdem geworden... aber mehr auch nicht...
Am Ende... müssten die Uli Hoeneß eigentlich immer noch Dankesreden auf Louis van Gaal halten, der damals in einem Akt absurder Genialität erkannt hat, dass Müller (der in der Jugend nie ein großer Name war... siehe seine 9 U-Länderspiele... die zu Zeiten kamen, bevor wir 2 U21 Nationalmannschaften stellen konnten) im richtigen Umfeld perfekt funktionieren kann... solange er am eigenen Limit spielt...
Es ist nebenbei nicht so, dass ich das Müller vorwerfen will. Im Gegenteil. Um ein weiteres Beispiel zu bringen: Wer bringt eigentlich eher die Voraussetzungen mit ein absoluter Superstar zu werden? Lukas Podolski mit seinem überragenden Linken Fuß? Der mit den Ding halt Sachen anstellen kann, von dem wir alle nur träumen können? Oder Thomas Müller, der eigentlich nichts überragend kann? Aber Müller war halt Jahrelang gewillt, sich so weit zu quälen, dass er immer das Maximum heraus geholt und abgerufen hat. Und solche Spieler kriegen (selbst wenn sie das für Deutschland und Bayern tun) immer erst Mal Respekt...
Und dass Müller jahrelang weit über seinem eigentlich fußballerischen Horizont verdammt erfolgreich war, muss man halt einfach mal hoch anerkennen.
Aber... Müller muss halt auch dieses Maximum abrufen, um relevant zu bleiben. Und da kommen wir zur nächsten bitteren Wahrheit: Der Junge war in der letzten Saison richtig Scheiße. Also der ist halt letzte Saison wirklich von seinen Mannschaftskameraden durch geschleppt worden.
Und natürlich ist ein Kicker Notenschnitt von 3,44... nun ja, bei anderen Mannschaften wäre er damit wahrscheinlich in der Top 5 der Saison... Und 19 Scorerpunkte sind doch auch mehr als beeindruckend. Aber bei genauerem Hingucken... Hat er 14 dieser Scorerpunkte bei den 6+X:0 Schützenfesten gegen Bremen, Wolfsburg (da gleich 2 Mal), Hamburg und Augsburg gesammelt... diese Vereine müssen sich schon fragen, wie das ausgegangen wäre, wenn die Bayern zu 11. aufgelaufen wären...
Und diese Spiele treiben ja auch seinen Notenschnitt nach oben... auf der anderen Seite... Stehen 8 Spiele, in denen Müller die Note 4,5 oder schlechter bekommen hat... während er von absoluten Spitzenspielern umgeben ist... Besonders hervorgehoben soll hier sein Rückrundenauftakt... in dem er in 3 von 4 Spielen die Note 5,0 bekam... Autsch...
Trotzdem... um den Bogen zu schlagen... fragen sich alle, warum Müller dann in den wichtigen Spielen nicht spielt... Obwohl er im Hinspiel gegen Real Madrid gespielt hat... und zwar schlecht... Nun ja... ähm... Leistungsprinzip?
Und wenn er denn eingewechselt wird... Beginnt sein Spielbericht mit einem "Im Mittelfeld verliert der soeben eingewechselte Müller einen wichtigen Zweikampf gegen Casemiro". Die Bayern haben ja nach dem Ausscheiden gegen Real Madrid so exzessiv auf den Schiedsrichter geflucht, dass sie die eigentlich entscheidende Information verpasst haben: Wenn Müller Normalform erreicht, kommen die Bayern souverän weiter.
Genau der Müller, den "ihr alle" unbedingt in der ersten Elf sehen wolltet...
Und bevor ihr jetzt mit "Naja, Müller musste im Hinspiel halt Mittelstürmer spielen... das liegt ihn halt nicht" 1. Genau. Wenn Müller keinen Weltklasse Mittelstürmer neben sich hat, von dem er profitiert, ist er nicht gut genug. 2. 2015 hätte er da trotzdem funktioniert. Wenigstens halbwegs.
Und nur um mal zu erwähnen, dass beim jetzt endlich ausgeruhten Müller nicht alles besser wurde... das 0:2 gegen Hoffenheim muss genau genommen auch er verhindern. Hätte er vor 2 Jahren auch... jetzt... kommt er wieder nicht in den Zweikampf... Für jemanden, der Fußball genau genommen arbeitet, ist das ein verdammt schlechtes Zeichen...
Und ja, gerade in engen Spielen ist Müller derzeit eher ein Risikofaktor. Und das ist der einzige Müller, den Carlo Ancelotti kennt. Natürlich setzt er den derzeit lieber auf die Bank. Er wird sich ärgern, dass er es nicht häufiger gemacht hat... Und auf ein Mal kommt eine absurde Unruhe auf, weil Ancelotti eine Entscheidung trifft, die sachlich betrachtet zwingend notwendig ist. Müller hat derzeit einfach nicht das Niveau für die Bayern. Und er muss erst Mal nachweisen, dass er wieder auf dieses Niveau kommt.
Das ist halt die nächste bittere Wahrheit: Müller ist dichter an einem Bastian Schweinsteiger als an Philipp Lahm. Er ist einer dieser Spieler, die man bei den Bayern halt aussortieren muss, wenn sie einen Schritt langsamer werden. Oder er findet sich mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler ab... Danach sieht es derzeit eher nicht aus...
Also um mal eine Prognose abzugeben: Müller wird die Bayern verlassen, bevor er 31 ist. Die Frage ist dann, ob er sich das Jahr im europäischen Ausland bei einer Mannschaft wie Manchester United in ihrer Umbruchphase antut... oder ob er direkt ins exotische Ausland wechselt...
Und wo wir schon dabei sind: Wenn der seine Form nicht wieder findet, aber unbedingt spielen muss... wird er erst den Bayern die Meisterschaft kosten... und danach Deutschland den Weltmeistertitel... weil... Jogi Löw und Oliver Bierhoff ja felsenfest davon überzeugt sind, dass es "nur" das fehlende Vertrauen ist... wie absurd ist das eigentlich... da spielt jemand 3 von 4 Spielen richtig schlecht, wird im wichtigsten Hinspiel trotzdem in der ersten Elf aufgestellt... enttäuscht wieder... aber er darf sich auf fehlendes Vertrauen berufen? What the fuck?
Und dann... kommen all die Leute aus ihren Verstecken gekrochen und behaupten, dass es ja Wahnsinn war den Müller überhaupt aufzustellen...
Und wenn ihr jetzt denkt: Das ist doch absurd. Das wird uns doch nicht passieren... dann müsst ihr allerdings auch ehrlich sein und behaupten "Das wird uns nicht schon wieder passieren." 2016 hätten wir dieselbe Debatte über Schweinsteiger führen müssen. Löw hat sie mit einem "Natürlich ist Schweinsteiger bei der EM gesetzt, das ist mein Kapitän" beantwortet... Nur um dann an einem von Schweini verursachten Handelfmeter zu scheitern... Also wenn Löw (und Bierhoff) wirklich was aus der EM gelernt haben...
Fangen wir erst Mal mit dem Offensichtlichen an: Es ist anscheinend für all unsere Experten unmöglich, eine sachliche Debatte über Thomas Müller zu führen. Also über den Fußballer... Schließlich ist er als Persönlichkeit unantastbar. Die letzte übrig gebliebene absolute, bedingungslos geliebte Identifikationsfigur beim FC Bayern. Und als designierter WM-Rekordtorschütze auch ein Nationalheld. Dazu kommt das "Bonus-Feature", dass selbst der Kicker mit dem Mann interessante Interviews führen kann... Auch wenn ich irgendwie das Gefühl habe, das ich 80% des Interviews schon im Februar in der Socrates gelesen habe... In einem der schwächeren Socrates Interviews... Aber Details...
Das Problem ist halt: Die Persönlichkeit Müller überstrahlt alles. Also sogar den Fakt, dass das eigentlich kein wirklich guter Fußball ist.
Da. Ich habe es ausgesprochen. Müller ist jedes Wochenende der schwächste Fußballer im Bayern-Kader... Ok, Sven Ulreich dürfte er im 1gegen1 im Dribbling besiegen... aber selbst ein Manuel Neuer könnte rein fußballerisch betrachtet mehr drauf haben, als Thomas...
Und ja, die "freundliche" Interpretation dieses Fakts lautet "Müller ist ein Unikat". Der findet Räume, die sonst niemand findet. Damit sind auch die 2 herausragenden Eigenschaften von Müller erwähnt worden; Antizipation und Handlungsschnelligkeit.
Die bittere Wahrheit ist aber: Diese Fähigkeiten hat er jahrelang ausgereizt, in dem er extrem von seinen überragenden Mitspielern (sowohl im Verein, als auch im Nationalteam) profitiert hat...
Also... geht einfach mal ein kurzes Gedankenexperiment durch: Stellt euch vor, Müller wäre bei 1860 München groß geworden... und Österreicher... glaubt ihr, für den hätte sich irgendjemand interessiert... Klar, Bundesligastürmer wäre er wahrscheinlich trotzdem geworden... aber mehr auch nicht...
Am Ende... müssten die Uli Hoeneß eigentlich immer noch Dankesreden auf Louis van Gaal halten, der damals in einem Akt absurder Genialität erkannt hat, dass Müller (der in der Jugend nie ein großer Name war... siehe seine 9 U-Länderspiele... die zu Zeiten kamen, bevor wir 2 U21 Nationalmannschaften stellen konnten) im richtigen Umfeld perfekt funktionieren kann... solange er am eigenen Limit spielt...
Es ist nebenbei nicht so, dass ich das Müller vorwerfen will. Im Gegenteil. Um ein weiteres Beispiel zu bringen: Wer bringt eigentlich eher die Voraussetzungen mit ein absoluter Superstar zu werden? Lukas Podolski mit seinem überragenden Linken Fuß? Der mit den Ding halt Sachen anstellen kann, von dem wir alle nur träumen können? Oder Thomas Müller, der eigentlich nichts überragend kann? Aber Müller war halt Jahrelang gewillt, sich so weit zu quälen, dass er immer das Maximum heraus geholt und abgerufen hat. Und solche Spieler kriegen (selbst wenn sie das für Deutschland und Bayern tun) immer erst Mal Respekt...
Und dass Müller jahrelang weit über seinem eigentlich fußballerischen Horizont verdammt erfolgreich war, muss man halt einfach mal hoch anerkennen.
Aber... Müller muss halt auch dieses Maximum abrufen, um relevant zu bleiben. Und da kommen wir zur nächsten bitteren Wahrheit: Der Junge war in der letzten Saison richtig Scheiße. Also der ist halt letzte Saison wirklich von seinen Mannschaftskameraden durch geschleppt worden.
Und natürlich ist ein Kicker Notenschnitt von 3,44... nun ja, bei anderen Mannschaften wäre er damit wahrscheinlich in der Top 5 der Saison... Und 19 Scorerpunkte sind doch auch mehr als beeindruckend. Aber bei genauerem Hingucken... Hat er 14 dieser Scorerpunkte bei den 6+X:0 Schützenfesten gegen Bremen, Wolfsburg (da gleich 2 Mal), Hamburg und Augsburg gesammelt... diese Vereine müssen sich schon fragen, wie das ausgegangen wäre, wenn die Bayern zu 11. aufgelaufen wären...
Und diese Spiele treiben ja auch seinen Notenschnitt nach oben... auf der anderen Seite... Stehen 8 Spiele, in denen Müller die Note 4,5 oder schlechter bekommen hat... während er von absoluten Spitzenspielern umgeben ist... Besonders hervorgehoben soll hier sein Rückrundenauftakt... in dem er in 3 von 4 Spielen die Note 5,0 bekam... Autsch...
Trotzdem... um den Bogen zu schlagen... fragen sich alle, warum Müller dann in den wichtigen Spielen nicht spielt... Obwohl er im Hinspiel gegen Real Madrid gespielt hat... und zwar schlecht... Nun ja... ähm... Leistungsprinzip?
Und wenn er denn eingewechselt wird... Beginnt sein Spielbericht mit einem "Im Mittelfeld verliert der soeben eingewechselte Müller einen wichtigen Zweikampf gegen Casemiro". Die Bayern haben ja nach dem Ausscheiden gegen Real Madrid so exzessiv auf den Schiedsrichter geflucht, dass sie die eigentlich entscheidende Information verpasst haben: Wenn Müller Normalform erreicht, kommen die Bayern souverän weiter.
Genau der Müller, den "ihr alle" unbedingt in der ersten Elf sehen wolltet...
Und bevor ihr jetzt mit "Naja, Müller musste im Hinspiel halt Mittelstürmer spielen... das liegt ihn halt nicht" 1. Genau. Wenn Müller keinen Weltklasse Mittelstürmer neben sich hat, von dem er profitiert, ist er nicht gut genug. 2. 2015 hätte er da trotzdem funktioniert. Wenigstens halbwegs.
Und nur um mal zu erwähnen, dass beim jetzt endlich ausgeruhten Müller nicht alles besser wurde... das 0:2 gegen Hoffenheim muss genau genommen auch er verhindern. Hätte er vor 2 Jahren auch... jetzt... kommt er wieder nicht in den Zweikampf... Für jemanden, der Fußball genau genommen arbeitet, ist das ein verdammt schlechtes Zeichen...
Und ja, gerade in engen Spielen ist Müller derzeit eher ein Risikofaktor. Und das ist der einzige Müller, den Carlo Ancelotti kennt. Natürlich setzt er den derzeit lieber auf die Bank. Er wird sich ärgern, dass er es nicht häufiger gemacht hat... Und auf ein Mal kommt eine absurde Unruhe auf, weil Ancelotti eine Entscheidung trifft, die sachlich betrachtet zwingend notwendig ist. Müller hat derzeit einfach nicht das Niveau für die Bayern. Und er muss erst Mal nachweisen, dass er wieder auf dieses Niveau kommt.
Das ist halt die nächste bittere Wahrheit: Müller ist dichter an einem Bastian Schweinsteiger als an Philipp Lahm. Er ist einer dieser Spieler, die man bei den Bayern halt aussortieren muss, wenn sie einen Schritt langsamer werden. Oder er findet sich mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler ab... Danach sieht es derzeit eher nicht aus...
Also um mal eine Prognose abzugeben: Müller wird die Bayern verlassen, bevor er 31 ist. Die Frage ist dann, ob er sich das Jahr im europäischen Ausland bei einer Mannschaft wie Manchester United in ihrer Umbruchphase antut... oder ob er direkt ins exotische Ausland wechselt...
Und wo wir schon dabei sind: Wenn der seine Form nicht wieder findet, aber unbedingt spielen muss... wird er erst den Bayern die Meisterschaft kosten... und danach Deutschland den Weltmeistertitel... weil... Jogi Löw und Oliver Bierhoff ja felsenfest davon überzeugt sind, dass es "nur" das fehlende Vertrauen ist... wie absurd ist das eigentlich... da spielt jemand 3 von 4 Spielen richtig schlecht, wird im wichtigsten Hinspiel trotzdem in der ersten Elf aufgestellt... enttäuscht wieder... aber er darf sich auf fehlendes Vertrauen berufen? What the fuck?
Und dann... kommen all die Leute aus ihren Verstecken gekrochen und behaupten, dass es ja Wahnsinn war den Müller überhaupt aufzustellen...
Und wenn ihr jetzt denkt: Das ist doch absurd. Das wird uns doch nicht passieren... dann müsst ihr allerdings auch ehrlich sein und behaupten "Das wird uns nicht schon wieder passieren." 2016 hätten wir dieselbe Debatte über Schweinsteiger führen müssen. Löw hat sie mit einem "Natürlich ist Schweinsteiger bei der EM gesetzt, das ist mein Kapitän" beantwortet... Nur um dann an einem von Schweini verursachten Handelfmeter zu scheitern... Also wenn Löw (und Bierhoff) wirklich was aus der EM gelernt haben...
Mittwoch, 26. April 2017
Es ist faszinierend, wie schlecht Spitzentrainer ihre Mannschaft managen können
Heute: Carlo Ancelotti und seine Aufstellung in Mainz. Wie versprochen.
Und ja, ich frage mich wirklich, wie sich ein derart hoch dekorierter Trainer sich so dumm anstellen kann... und das Große Ganze so ignorieren kann. Sollte Ancelotti nicht genau darin gut sein? Dass seine Spieler in den wirklich wichtigen Spielen frisch und fit sind...
Anscheinend hatte Ancelotti bis Samstag das Ausscheiden gegen Real Madrid vollständig verarbeitet. Also zumindest hat er verdrängt, dass das Spiel in die Verlängerung ging und eine ziemliche Abnutzungsschlacht war.
Und einen Blick auf die Tabelle hat er genau so vermieden, wie ein Blick in den Kalender. Anders ist die Aufstellung einfach nicht zu erklären...
Schließlich... haben die Bayern im Idealfall noch 3 relevante Spiele: Das Halbfinale gegen Borussia Dortmund heute Abend, das Spitzenspiel gegen RB Leipzig und danach dann das Finale. Dass sind die Spiele, in denen die Bayern fit und frisch sein müssen.
Denn sie hatten vor dem Spiel gegen Mainz 8 Punkte Vorsprung. Die Meisterschaft ist also kaum noch zu verlieren... selbst wenn man gegen Mainz verloren und RB am Sonntag gewonnen hätte... Wäre selbst bei einer Niederlage in Leipzig der Vorsprung auf 2 Punkte geschmolzen.
Vor dem Spiel stand also fest: Wenn man gegen Wolfsburg, Darmstadt und Freiburg gewinnt, wird man garantiert Meister. Spiele, die unter günstigeren Voraussetzungen ausgetragen werden als das Spiel gegen Mainz. Schließlich, so ärgerlich das für sie ist, stehen die Bayern vor ihrer letzten englischen Woche der Saison.
Das Spiel gegen Mainz ist für die Bayern also vollkommen egal. Es geht einzig und allein darum sich nicht zu verletzen, weil du ja bereits weißt, dass am nächsten Mittwoch eines der wenigen verbliebenen wirklich wichtigen Spiele ansteht. Was... faszinierende 17 Minuten lang wunderbar funktioniert hat. Danach musste der erste Held von Madrid ausgewechselt werden...
Und ja, an Heldenmythen arbeiten sie gerade Konstant. Mit aussagen wie "Wir brauchen eine Mannschaft, die auf dem Platz bereit ist, zu sterben." Hauptsächlich wegen der unnötigen Erschöpfung dank sinnloser Überbelastung... Wenn ich jetzt lese, dass sich Mats Hummels gesamte Rechte Seite "nicht so gut" anfühlt... warum spielt so jemand in einem völlig bedeutungslosen Spiel?
Und ja, wenn die Bayern heute (am besten noch nach Verlängerung) ausscheiden, wird es hauptsächlich an Ancelottis fehlender Weitsicht liegen...
Hier ist die Aufstellung, die ein "vernünftiger" Coach gegen Mainz gewählt hätte:
Ulreich - Rafinha - Kimmich - Der Beste Verteidiger deiner 2. Mannschaft - Bernat - Renato Sanchez - Aturo Vidal - Coman - Benko - Ribery - Müller. Eventuell könnte man Benko durch Lewandowski ersetzen, aber so fit, wie der derzeit wirkt, würde ich keine unnötigen Minuten auf seine Schulter packen...
Was würde diese Mannschaft auszeichnen? Keiner von ihnen musste am Dienstag unter höchster Belastung 120 Minuten antreten. Und die Spieler, wie Hummels und Alaba, die dies mussten, sind heute wieder voll belastbar.
Und ja, so ein Profispiel über 120 Minuten geht an die Substanz. Das hat man am Samstag ja gesehen...
Da kommen wir direkt zum großen Vorwurf dieser Aufstellung: Aber das wäre doch Wettbewerbsverzerrung!!!1!ELF! Natürlich. Aber das, was am Wochenende passierte, war doch auch nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung.
Man könnte sogar behaupten, dass meine Formation die Aufstellung der Bayern vom Wochenende besiegt hätte. Schlechter ausgesehen hätten sie jedenfalls auch nicht. Es ist ja nicht so, dass das eine absolute Gurkentruppe gewesen wäre... abgesehen von den 2 Talenten aus der Zweiten Mannschaft sind das immer noch 8 Nationalspieler.
Und der enge Terminkalender sorgt doch eh schon dafür, dass es zu Wettbewerbsverzerrungen kommt. Also es gab einfach keinen günstigeres Datum gegen die Bayern zu spielen als den 22.4.. Und irgendjemand musste an diesem Datum gegen die Bayern antreten. Glücklicher Weise war dies Mainz, die einen vielleicht entscheidenden Punkt gegen die Bayern geholt haben... in den Jahren davor waren es Freiburg und Augsburg, auch wenn nur einer der beiden die Klasse halten konnte, holten beide in den Ausruhphasen der Bayern überraschende Siege.
Solche Vorgänge sind völlig normal. Und es beschwert sich niemand darüber. Also solange der Trainer trotzdem seine Müde A-Elf aufstellt. Auch wenn dies langfristig definitiv die dämlichere Entscheidung ist.
In der NBA nennt man so was "Scheduled Losses". Also da gucken sich die Trainer den Spielplan an und markieren sich die Daten, wo sie de facto einfach nicht gewinnen können, weil es das 4. Spiel ind 5 Tagen ist. Und die guten Trainer nehmen diese Niederlage dann hin, verbrennen aber ihre wichtigen Stars nicht dabei. Die schlechten klagen über Verletzungspech in der Playoffs...
Dieses Duell mit Mainz war halt so ein "Scheduled Loss". Also nach der Auslosung konnten sich die Bayern diesen Tag im Kalender markieren. Als "Da müssen wir ganz genau auf die Belastung aufpassen und die richtig dosieren." Ein guter Trainer hätte das ergebnisunabhängig gemacht.
Und ja, wenn RB 2 Punkte hinter den Bayern stehen würde... dann wäre der ganze "das ist die Zeit der Auf-die-Zähne-Beißer", mit dem der Kicker voll gepackt wurde, vollkommen angemessen. Dann wäre die Debatte eine ganz andere. Aber die Bayern hätten den Luxus. Sie sind in der Position sich das zu ersparen. Sowohl von der Breite des Kaders als auch dank der Situation in der Tabelle.
Dabei ist meine Aufstellung vielleicht wirklich ein bisschen radikal. Aber dass Sanchez und Kimmich nur auf der Bank sitzen... wann wenn nicht in so einem Spiel will man die mal bringen?
Jetzt wird ein Ancelotti natürlich behaupten, dass er ja von den Ergebnissen abhängig ist. Und dass er jetzt nur 1 der letzten 6 Spiele gewonnen hat... da hat er vollkommen recht. Aber seine Aufstellung hat die Fortsetzung dieser Serie ja eher gefördert als vermieden.
Und ja, falls die Bayern ihre letzten Kraftreserven nicht finden und heute Abend (am besten wieder nach Verlängerung) ausscheiden, ist das einzig und allein Ancelotti anzukreiden... Und seinem katastrophalen Missmanagement.
Aber was mache ich mir da eigentlich so viele Gedanken drüber, Ancelotti ist derzeit der wichtigste Mensch der Liga, schließlich ist er der einzige, der die wieder spannend machen kann. Hoffentlich lassen die Bayern Bosse ihn das einfach mal machen...
Und ja, ich frage mich wirklich, wie sich ein derart hoch dekorierter Trainer sich so dumm anstellen kann... und das Große Ganze so ignorieren kann. Sollte Ancelotti nicht genau darin gut sein? Dass seine Spieler in den wirklich wichtigen Spielen frisch und fit sind...
Anscheinend hatte Ancelotti bis Samstag das Ausscheiden gegen Real Madrid vollständig verarbeitet. Also zumindest hat er verdrängt, dass das Spiel in die Verlängerung ging und eine ziemliche Abnutzungsschlacht war.
Und einen Blick auf die Tabelle hat er genau so vermieden, wie ein Blick in den Kalender. Anders ist die Aufstellung einfach nicht zu erklären...
Schließlich... haben die Bayern im Idealfall noch 3 relevante Spiele: Das Halbfinale gegen Borussia Dortmund heute Abend, das Spitzenspiel gegen RB Leipzig und danach dann das Finale. Dass sind die Spiele, in denen die Bayern fit und frisch sein müssen.
Denn sie hatten vor dem Spiel gegen Mainz 8 Punkte Vorsprung. Die Meisterschaft ist also kaum noch zu verlieren... selbst wenn man gegen Mainz verloren und RB am Sonntag gewonnen hätte... Wäre selbst bei einer Niederlage in Leipzig der Vorsprung auf 2 Punkte geschmolzen.
Vor dem Spiel stand also fest: Wenn man gegen Wolfsburg, Darmstadt und Freiburg gewinnt, wird man garantiert Meister. Spiele, die unter günstigeren Voraussetzungen ausgetragen werden als das Spiel gegen Mainz. Schließlich, so ärgerlich das für sie ist, stehen die Bayern vor ihrer letzten englischen Woche der Saison.
Das Spiel gegen Mainz ist für die Bayern also vollkommen egal. Es geht einzig und allein darum sich nicht zu verletzen, weil du ja bereits weißt, dass am nächsten Mittwoch eines der wenigen verbliebenen wirklich wichtigen Spiele ansteht. Was... faszinierende 17 Minuten lang wunderbar funktioniert hat. Danach musste der erste Held von Madrid ausgewechselt werden...
Und ja, an Heldenmythen arbeiten sie gerade Konstant. Mit aussagen wie "Wir brauchen eine Mannschaft, die auf dem Platz bereit ist, zu sterben." Hauptsächlich wegen der unnötigen Erschöpfung dank sinnloser Überbelastung... Wenn ich jetzt lese, dass sich Mats Hummels gesamte Rechte Seite "nicht so gut" anfühlt... warum spielt so jemand in einem völlig bedeutungslosen Spiel?
Und ja, wenn die Bayern heute (am besten noch nach Verlängerung) ausscheiden, wird es hauptsächlich an Ancelottis fehlender Weitsicht liegen...
Hier ist die Aufstellung, die ein "vernünftiger" Coach gegen Mainz gewählt hätte:
Ulreich - Rafinha - Kimmich - Der Beste Verteidiger deiner 2. Mannschaft - Bernat - Renato Sanchez - Aturo Vidal - Coman - Benko - Ribery - Müller. Eventuell könnte man Benko durch Lewandowski ersetzen, aber so fit, wie der derzeit wirkt, würde ich keine unnötigen Minuten auf seine Schulter packen...
Was würde diese Mannschaft auszeichnen? Keiner von ihnen musste am Dienstag unter höchster Belastung 120 Minuten antreten. Und die Spieler, wie Hummels und Alaba, die dies mussten, sind heute wieder voll belastbar.
Und ja, so ein Profispiel über 120 Minuten geht an die Substanz. Das hat man am Samstag ja gesehen...
Da kommen wir direkt zum großen Vorwurf dieser Aufstellung: Aber das wäre doch Wettbewerbsverzerrung!!!1!ELF! Natürlich. Aber das, was am Wochenende passierte, war doch auch nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung.
Man könnte sogar behaupten, dass meine Formation die Aufstellung der Bayern vom Wochenende besiegt hätte. Schlechter ausgesehen hätten sie jedenfalls auch nicht. Es ist ja nicht so, dass das eine absolute Gurkentruppe gewesen wäre... abgesehen von den 2 Talenten aus der Zweiten Mannschaft sind das immer noch 8 Nationalspieler.
Und der enge Terminkalender sorgt doch eh schon dafür, dass es zu Wettbewerbsverzerrungen kommt. Also es gab einfach keinen günstigeres Datum gegen die Bayern zu spielen als den 22.4.. Und irgendjemand musste an diesem Datum gegen die Bayern antreten. Glücklicher Weise war dies Mainz, die einen vielleicht entscheidenden Punkt gegen die Bayern geholt haben... in den Jahren davor waren es Freiburg und Augsburg, auch wenn nur einer der beiden die Klasse halten konnte, holten beide in den Ausruhphasen der Bayern überraschende Siege.
Solche Vorgänge sind völlig normal. Und es beschwert sich niemand darüber. Also solange der Trainer trotzdem seine Müde A-Elf aufstellt. Auch wenn dies langfristig definitiv die dämlichere Entscheidung ist.
In der NBA nennt man so was "Scheduled Losses". Also da gucken sich die Trainer den Spielplan an und markieren sich die Daten, wo sie de facto einfach nicht gewinnen können, weil es das 4. Spiel ind 5 Tagen ist. Und die guten Trainer nehmen diese Niederlage dann hin, verbrennen aber ihre wichtigen Stars nicht dabei. Die schlechten klagen über Verletzungspech in der Playoffs...
Dieses Duell mit Mainz war halt so ein "Scheduled Loss". Also nach der Auslosung konnten sich die Bayern diesen Tag im Kalender markieren. Als "Da müssen wir ganz genau auf die Belastung aufpassen und die richtig dosieren." Ein guter Trainer hätte das ergebnisunabhängig gemacht.
Und ja, wenn RB 2 Punkte hinter den Bayern stehen würde... dann wäre der ganze "das ist die Zeit der Auf-die-Zähne-Beißer", mit dem der Kicker voll gepackt wurde, vollkommen angemessen. Dann wäre die Debatte eine ganz andere. Aber die Bayern hätten den Luxus. Sie sind in der Position sich das zu ersparen. Sowohl von der Breite des Kaders als auch dank der Situation in der Tabelle.
Dabei ist meine Aufstellung vielleicht wirklich ein bisschen radikal. Aber dass Sanchez und Kimmich nur auf der Bank sitzen... wann wenn nicht in so einem Spiel will man die mal bringen?
Jetzt wird ein Ancelotti natürlich behaupten, dass er ja von den Ergebnissen abhängig ist. Und dass er jetzt nur 1 der letzten 6 Spiele gewonnen hat... da hat er vollkommen recht. Aber seine Aufstellung hat die Fortsetzung dieser Serie ja eher gefördert als vermieden.
Und ja, falls die Bayern ihre letzten Kraftreserven nicht finden und heute Abend (am besten wieder nach Verlängerung) ausscheiden, ist das einzig und allein Ancelotti anzukreiden... Und seinem katastrophalen Missmanagement.
Aber was mache ich mir da eigentlich so viele Gedanken drüber, Ancelotti ist derzeit der wichtigste Mensch der Liga, schließlich ist er der einzige, der die wieder spannend machen kann. Hoffentlich lassen die Bayern Bosse ihn das einfach mal machen...
Dienstag, 25. April 2017
Die Bayern hätten Carlo Ancelotti entlassen müssen
Und ich kann euch sogar die genau Uhrzeit sagen, wann: Am Samstag, den 22. April 2017 um 14:35. Denn in genau diesem Moment wurde die Aufstellung gegen den 1.FSV Mainz bekannt gegeben... Und damit einfach mal bewiesen, dass er einfach unfähig ist die Aufgabe, die Bayern München ihm aufgegeben hat, zu erfüllen...
Dass heißt natürlich nicht, dass Carlo Ancelotti ein schlechter Trainer ist. Der Mann hat 3 Mal die Champions League gewonnen. Das können nur ganz wenige von sich behaupten. Dazu kommen zeitnah Meistertitel in den 5 größten europäischen Ligen. Das Resümee ist einfach nur beeindruckend.
Aber wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe: Ancelotti ist als Trainer eher ein Verwalter als ein Gestalter. Was nur bedeutet, dass er vor 3 Jahren der perfekte Bayern-Trainer gewesen wäre: Der hätte diese Mannschaft in 3 Jahren garantiert ins Champions League Finale geführt. Damals, als Phillip Lahm und Arjen Robben noch zarte 30 Jahre alt waren.
Das Problem ist halt... dass die Bayern jetzt einen Trainer brauchen, der einen Umbruch leiten kann. Und das ist Ancelotti halt definitiv nicht. Schließlich ist Ancelotti am ehesten dafür bekannt, dass er aus 38 Jährigen Spielern wie Paolo Maldini und Alessandro Costacurta noch Leistung heraus quetschte... Genügend Leistung um den Champions League Titel zu holen... Was ihn halt auch eigentlich zum perfekten Mann macht um diese definitiv Alte Mannschaft zu coachen... Das Problem ist halt: Phillip Lahm ist eben kein Maldini. Und das hat er auch frühzeitig bekannt geben. Also das aller spätestens mit 34 seine Karriere beenden will. Trotzdem schien Ancelottis einziger Plan ein "Ach, der wird schon noch mal verlängern und doch spielen, bis er 40 ist" lautet... Und ja, gefühlt lautet er immer noch so, obwohl die Faktenlage eine andere ist: Im Sommer wird es bei Lahm schon noch kribbeln und dann kommt er zurück... Denn meine Talente sind halt noch nicht so weit...
Und ja, bei Ancelotti ist man mit Mitte 20 noch ein Talent... Da kommt man so langsam auf seinem Radar an... da er ja auch noch 10 Jahre mit dir plant... Und wehe, du gehst früher in den Ruhestand...
Und Spoiler: auch Franck Ribery und Arjen Robben werden nicht spielen, bis sie 40 sind... Die haben maximal noch 2 Jahre... Aber Ancelottis Wunschformation für die Saison 2020 besteht immer noch aus Lahm, Xabi Alonso, Robben und Ribery...
An der Stelle zeigt sich auch das eigentliche Problem, dass Ancelotti gerade auslöst: Anstatt sich auf die anstehenden Abschiede ordentlich vorzubereiten... lässt er einen 31 jährigen Rafinha auflaufen... Obwohl Karl-Heinz Rummenigge ihm mitgeteilt hat, dass er sich für einen anderen Lahm-Nachfolger entschieden hat... der auch schon im eigenen Kader steht...
Joshua Kimmich soll die Rolle übernehmen. Und Kimmich kann das auch... also er konnte es mal... zumindest gut genug um gegen Mainz souverän zu verteidigen, während er sich die Feinheiten schon mal aneignet... Ancelotti... denkt sich: Ach, da stelle ich doch lieber Rafinha auf... obwohl so ziemlich jeder weiß, dass der niemals zu einer seriösen Option gegen Real Madrid sein wird. Kimmich könnte die werden... wenn er jetzt einen ordentliche Trainer hätte, der ihn ordentlich fördert.
Stattdessen wird er vom Trainer regelrecht zerlegt, weil er zu viel Engagement zeigt... Also daran mag sich jetzt keiner mehr erinnern, aber zum Saisonauftakt hat Kimmich wettbewerbsübergreifend 7 Tore erzielt. Der ist richtig gut in die Saison gestartet... im April reicht sein Selbstvertrauen nur noch aus, um einem Marcelo den Ball in den Fuß zu spielen. Als frischster Spieler auf dem Rasen... Ein Pass, der so graumsam war, dass Manuel Neuer sich beim Zugucken den Fuß gebrochen hat...
Und das sind die Fragen, die sich die Bayern eigentlich stellen müssten, anstatt auf den Schiedsrichter zu fluchen: Wie kann es sein, dass sich so hoch veranlagte Talente so krass zurück entwickeln? Was läuft da falsch bei uns.
Und Kimmich ist ja kein Einzelfall: Kingsley Coman und Douglas Costa waren ebenfalls schon mal weiter. Beide wurden eigentlich als Robbery Nachfolger verpflichtet. Costa scheint endgültig den Glauben daran verloren zu haben, dass er dies jemals wird. Coman wird sich unter Ancelotti auch nie durchsetzen, weshalb dieser Trainer den Verein dann "dazu zwingt" für teures Geld komplett fertige Spieler wie Alexis Sanchez zu holen... Die Ausbildung können ja andere übernehmen.
Genau so scheint das Jahr 1 von Renato Sanchez zu verlaufen... Und an der Stelle fragt man sich, wie sich Niklas Süle eigentlich für die Bayern entscheiden konnte... der wird da doch unter Ancelotti nie zum Einsatz kommen, bevor er nicht 24 ist...
Und ja, die Bayern können sich es sich leisten, fertige Spieler zu verpflichten... Und sie werden es schaffen sowohl Coman als auch Süle gewinnbringend weiterzuverkaufen... aber ihrem eigentlichen Ziel kommen sie so nicht wirklich näher...
Für den Rest der Liga ist das natürlich schön... also dass die Bayern so lange auf den Frischzellenkurverweigerer Ancelotti setzen werden, bis ein anderer mal Meister werden kann, weil die Bayern nur noch aus einer Altherrenmannschaft besteht..
Oh und auch im kleineren Rahmen betrachtet war die Aufstellung gegen Mainz eine absolute Katastrophe... aber warum dies so war, erkläre ich euch morgen...
Dass heißt natürlich nicht, dass Carlo Ancelotti ein schlechter Trainer ist. Der Mann hat 3 Mal die Champions League gewonnen. Das können nur ganz wenige von sich behaupten. Dazu kommen zeitnah Meistertitel in den 5 größten europäischen Ligen. Das Resümee ist einfach nur beeindruckend.
Aber wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe: Ancelotti ist als Trainer eher ein Verwalter als ein Gestalter. Was nur bedeutet, dass er vor 3 Jahren der perfekte Bayern-Trainer gewesen wäre: Der hätte diese Mannschaft in 3 Jahren garantiert ins Champions League Finale geführt. Damals, als Phillip Lahm und Arjen Robben noch zarte 30 Jahre alt waren.
Das Problem ist halt... dass die Bayern jetzt einen Trainer brauchen, der einen Umbruch leiten kann. Und das ist Ancelotti halt definitiv nicht. Schließlich ist Ancelotti am ehesten dafür bekannt, dass er aus 38 Jährigen Spielern wie Paolo Maldini und Alessandro Costacurta noch Leistung heraus quetschte... Genügend Leistung um den Champions League Titel zu holen... Was ihn halt auch eigentlich zum perfekten Mann macht um diese definitiv Alte Mannschaft zu coachen... Das Problem ist halt: Phillip Lahm ist eben kein Maldini. Und das hat er auch frühzeitig bekannt geben. Also das aller spätestens mit 34 seine Karriere beenden will. Trotzdem schien Ancelottis einziger Plan ein "Ach, der wird schon noch mal verlängern und doch spielen, bis er 40 ist" lautet... Und ja, gefühlt lautet er immer noch so, obwohl die Faktenlage eine andere ist: Im Sommer wird es bei Lahm schon noch kribbeln und dann kommt er zurück... Denn meine Talente sind halt noch nicht so weit...
Und ja, bei Ancelotti ist man mit Mitte 20 noch ein Talent... Da kommt man so langsam auf seinem Radar an... da er ja auch noch 10 Jahre mit dir plant... Und wehe, du gehst früher in den Ruhestand...
Und Spoiler: auch Franck Ribery und Arjen Robben werden nicht spielen, bis sie 40 sind... Die haben maximal noch 2 Jahre... Aber Ancelottis Wunschformation für die Saison 2020 besteht immer noch aus Lahm, Xabi Alonso, Robben und Ribery...
An der Stelle zeigt sich auch das eigentliche Problem, dass Ancelotti gerade auslöst: Anstatt sich auf die anstehenden Abschiede ordentlich vorzubereiten... lässt er einen 31 jährigen Rafinha auflaufen... Obwohl Karl-Heinz Rummenigge ihm mitgeteilt hat, dass er sich für einen anderen Lahm-Nachfolger entschieden hat... der auch schon im eigenen Kader steht...
Joshua Kimmich soll die Rolle übernehmen. Und Kimmich kann das auch... also er konnte es mal... zumindest gut genug um gegen Mainz souverän zu verteidigen, während er sich die Feinheiten schon mal aneignet... Ancelotti... denkt sich: Ach, da stelle ich doch lieber Rafinha auf... obwohl so ziemlich jeder weiß, dass der niemals zu einer seriösen Option gegen Real Madrid sein wird. Kimmich könnte die werden... wenn er jetzt einen ordentliche Trainer hätte, der ihn ordentlich fördert.
Stattdessen wird er vom Trainer regelrecht zerlegt, weil er zu viel Engagement zeigt... Also daran mag sich jetzt keiner mehr erinnern, aber zum Saisonauftakt hat Kimmich wettbewerbsübergreifend 7 Tore erzielt. Der ist richtig gut in die Saison gestartet... im April reicht sein Selbstvertrauen nur noch aus, um einem Marcelo den Ball in den Fuß zu spielen. Als frischster Spieler auf dem Rasen... Ein Pass, der so graumsam war, dass Manuel Neuer sich beim Zugucken den Fuß gebrochen hat...
Und das sind die Fragen, die sich die Bayern eigentlich stellen müssten, anstatt auf den Schiedsrichter zu fluchen: Wie kann es sein, dass sich so hoch veranlagte Talente so krass zurück entwickeln? Was läuft da falsch bei uns.
Und Kimmich ist ja kein Einzelfall: Kingsley Coman und Douglas Costa waren ebenfalls schon mal weiter. Beide wurden eigentlich als Robbery Nachfolger verpflichtet. Costa scheint endgültig den Glauben daran verloren zu haben, dass er dies jemals wird. Coman wird sich unter Ancelotti auch nie durchsetzen, weshalb dieser Trainer den Verein dann "dazu zwingt" für teures Geld komplett fertige Spieler wie Alexis Sanchez zu holen... Die Ausbildung können ja andere übernehmen.
Genau so scheint das Jahr 1 von Renato Sanchez zu verlaufen... Und an der Stelle fragt man sich, wie sich Niklas Süle eigentlich für die Bayern entscheiden konnte... der wird da doch unter Ancelotti nie zum Einsatz kommen, bevor er nicht 24 ist...
Und ja, die Bayern können sich es sich leisten, fertige Spieler zu verpflichten... Und sie werden es schaffen sowohl Coman als auch Süle gewinnbringend weiterzuverkaufen... aber ihrem eigentlichen Ziel kommen sie so nicht wirklich näher...
Für den Rest der Liga ist das natürlich schön... also dass die Bayern so lange auf den Frischzellenkurverweigerer Ancelotti setzen werden, bis ein anderer mal Meister werden kann, weil die Bayern nur noch aus einer Altherrenmannschaft besteht..
Oh und auch im kleineren Rahmen betrachtet war die Aufstellung gegen Mainz eine absolute Katastrophe... aber warum dies so war, erkläre ich euch morgen...
Dienstag, 31. Januar 2017
Es ist schon ein krasser Unterschied zu bemerken.
Was wirklich faszinierend ist. Also... es haben ja alle immer behauptet, dass der Pep Guardiola es mit seiner Fußballphilosophie übertreibt... und dann kommt Carlo Ancelotti und macht das alles innerhalb eines halben Jahres wieder kaputt...
Nicht, dass Ancelotti ein schlechter Trainer wäre. Seine Vita ist da schon sehr eindeutig. Der hat die Champions League noch häufiger gewonnen, als sein Vorgänger. Was nur verdammt wenige von sich behaupten können...
Aber... er ist halt auch nur ein Verwalter. Und das wurde in einer Aussage im Montags-Kicker so deutlich wie noch nie: "Ich rotiere, um Verletzungen zu vermeiden."
Ein Pep würde bei einem solchen Vorschlag die Hände über den Kopf zusammenschlagen und voller Überzeugung behaupten, dass er "super, super" spielen lassen muss. Er war halt immer auf der Suche nach dem perfekten Spiel. Egal, ob es gegen Mainz oder Madrid ging. Das hat irgendwie auch immer dazu geführt, dass die Bayern in den entscheidenden Momenten nicht annähernd so frisch wirkten, wie die von Ancelotti trainierte Konkurrenz.
Dem Italiener ist es aber anscheinend egal, wie man Werder Bremen und Freiburg schlägt. Also zumindest fast egal. Der will im April seine Spieler auf dem höchsten Leistungsniveau sehen, aber bis dahin zählen für ihn halt nur die 3 Punkte. Und die sichere Defensive, er ist halt Italiener...
Und ja, es ist faszinierend wie sehr Ancelottis DNA jetzt schon in der Mannschaft angekommen ist: Die wirken scheinbar wirklich verwundbar und schlagbar. Aber das ist halt wirklich nur der Schein. Denn am Ende hat man doch 7 Spiele in Folge gewonnen.
Gejammert wird irgendwie trotzdem, weil halt nur 2 dieser Siege mit mehr als einem Tor Vorsprung errungen worden sind...
Ein gutes Ancelotti Pferd springt halt nur so hoch, wie es muss... oder es spielt gegen sich auflösende Wolfsburger, oder gegen einen Gegner, der sich erdreistet einen wirklich (tabellarisch) herauszufordern... da macht man dann kurz ernst und weist die so richtig in die Schranken...
Und ja, seit dem Leipzig Spiel hat man das Gefühl, dass die Bayern im Zweifelsfall durchaus mehr können, als sie gegen Darmstadt zeigen. Also dass sie mehr können, steht ja fest, aber dass sie dieses Mehr auch abrufen können, ist nicht so selbstverständlich.
Und seine Spieler auf solche Duelle einzustellen kann Ancelotti anscheinend richtig gut. Und daran ist Pep am Ende (also in den Halbfinalspielen) immer gescheitert.
Macht das die Bayern besser oder schlechter als letztes Jahr? Gute Frage. Die wird aber am Ende erst im April beantwortet werden. Wie das halt so ist, bei den Bayern: Ob eine Bayern Saison gut oder schlecht war, wurde noch nie an den gegen Darmstadt erzielten Toren fest gemacht.
Fakt ist: Die alten Bayern waren unterhaltsamer. Weil die jedem Gegner 5 Tore einschenken wollten. Dazu wurden sie von ihrem Trainer permanent angetrieben.
Das wirklich schöne daran ist ja: Jetzt sieht man wirklich, wie gut die Arbeit vom in den Medien irgendwie immer kritisch betrachteten Guardiola eigentlich war. Also damals wurde ja ständig gefragt, ob der Trainer seine Spieler nicht überfordere... jetzt ist irgendwie das Gegenteil der Fall.
Und man sieht halt auch, wie viel Aufwand und Arbeit das wunderbare Positionsspiel der Bayern gebraucht hat. Klar, indirekt wusste man das immer, schließlich hat schon Barcelona und Pep immer aufs nächste Tor gespielt... und war richtig Scheiße, wenn die Spieler mal 2 Wochen nicht unter der ständigen Obhut des Katalanen stand... Schon da konnte man erahnen, wie wichtig die tägliche Arbeit dieses Trainers wirklich ist.
Jetzt... ist nach einem halben Jahr gefühlt alles, was diese Mannschaft so richtig besonders gemacht hat, weg. Es wurde durch einen eiskalten Pragmatismus ersetzt.
Dadurch wird auch irgendwie dieses "Der Pep hat sich bisher immer ins gemacht Nest gesetzt... mit den Spielern könnte doch jeder so spielen lassen" endlich widerlegt: Ein Ancelotti kann nur von der überragenden Vorarbeit schwärmen, er schafft es aber nicht, sie einfach so aufrecht zu halten. Oder er will es halt nicht.
Nicht, dass Ancelotti ein schlechter Trainer wäre. Seine Vita ist da schon sehr eindeutig. Der hat die Champions League noch häufiger gewonnen, als sein Vorgänger. Was nur verdammt wenige von sich behaupten können...
Aber... er ist halt auch nur ein Verwalter. Und das wurde in einer Aussage im Montags-Kicker so deutlich wie noch nie: "Ich rotiere, um Verletzungen zu vermeiden."
Ein Pep würde bei einem solchen Vorschlag die Hände über den Kopf zusammenschlagen und voller Überzeugung behaupten, dass er "super, super" spielen lassen muss. Er war halt immer auf der Suche nach dem perfekten Spiel. Egal, ob es gegen Mainz oder Madrid ging. Das hat irgendwie auch immer dazu geführt, dass die Bayern in den entscheidenden Momenten nicht annähernd so frisch wirkten, wie die von Ancelotti trainierte Konkurrenz.
Dem Italiener ist es aber anscheinend egal, wie man Werder Bremen und Freiburg schlägt. Also zumindest fast egal. Der will im April seine Spieler auf dem höchsten Leistungsniveau sehen, aber bis dahin zählen für ihn halt nur die 3 Punkte. Und die sichere Defensive, er ist halt Italiener...
Und ja, es ist faszinierend wie sehr Ancelottis DNA jetzt schon in der Mannschaft angekommen ist: Die wirken scheinbar wirklich verwundbar und schlagbar. Aber das ist halt wirklich nur der Schein. Denn am Ende hat man doch 7 Spiele in Folge gewonnen.
Gejammert wird irgendwie trotzdem, weil halt nur 2 dieser Siege mit mehr als einem Tor Vorsprung errungen worden sind...
Ein gutes Ancelotti Pferd springt halt nur so hoch, wie es muss... oder es spielt gegen sich auflösende Wolfsburger, oder gegen einen Gegner, der sich erdreistet einen wirklich (tabellarisch) herauszufordern... da macht man dann kurz ernst und weist die so richtig in die Schranken...
Und ja, seit dem Leipzig Spiel hat man das Gefühl, dass die Bayern im Zweifelsfall durchaus mehr können, als sie gegen Darmstadt zeigen. Also dass sie mehr können, steht ja fest, aber dass sie dieses Mehr auch abrufen können, ist nicht so selbstverständlich.
Und seine Spieler auf solche Duelle einzustellen kann Ancelotti anscheinend richtig gut. Und daran ist Pep am Ende (also in den Halbfinalspielen) immer gescheitert.
Macht das die Bayern besser oder schlechter als letztes Jahr? Gute Frage. Die wird aber am Ende erst im April beantwortet werden. Wie das halt so ist, bei den Bayern: Ob eine Bayern Saison gut oder schlecht war, wurde noch nie an den gegen Darmstadt erzielten Toren fest gemacht.
Fakt ist: Die alten Bayern waren unterhaltsamer. Weil die jedem Gegner 5 Tore einschenken wollten. Dazu wurden sie von ihrem Trainer permanent angetrieben.
Das wirklich schöne daran ist ja: Jetzt sieht man wirklich, wie gut die Arbeit vom in den Medien irgendwie immer kritisch betrachteten Guardiola eigentlich war. Also damals wurde ja ständig gefragt, ob der Trainer seine Spieler nicht überfordere... jetzt ist irgendwie das Gegenteil der Fall.
Und man sieht halt auch, wie viel Aufwand und Arbeit das wunderbare Positionsspiel der Bayern gebraucht hat. Klar, indirekt wusste man das immer, schließlich hat schon Barcelona und Pep immer aufs nächste Tor gespielt... und war richtig Scheiße, wenn die Spieler mal 2 Wochen nicht unter der ständigen Obhut des Katalanen stand... Schon da konnte man erahnen, wie wichtig die tägliche Arbeit dieses Trainers wirklich ist.
Jetzt... ist nach einem halben Jahr gefühlt alles, was diese Mannschaft so richtig besonders gemacht hat, weg. Es wurde durch einen eiskalten Pragmatismus ersetzt.
Dadurch wird auch irgendwie dieses "Der Pep hat sich bisher immer ins gemacht Nest gesetzt... mit den Spielern könnte doch jeder so spielen lassen" endlich widerlegt: Ein Ancelotti kann nur von der überragenden Vorarbeit schwärmen, er schafft es aber nicht, sie einfach so aufrecht zu halten. Oder er will es halt nicht.
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