Welcher ist das gerade? Oder sollte ich das "weekly recap" nennen? Und ja, ich komme derzeit beruflich nicht hinterher... aber was soll's...
Der Freitag Abend:
RB Leipzig - FC Augsburg: Die Augsburger werden sagen: Da ist so viel drin!!! So viele Emotionen!!! Wir gegen das Feindbild! So ist das halt, wenn man selber keine Tradition und dadurch kein ordentliches Derby hat... Da muss man sich an RB fest beißen... Denn die werden behaupten: Naja, alles wie immer, die Gegnerische Fans hassen uns halt...
Der Samstag:
Borussia Dortmund - Hamburger SV: Das faszinierndste ist ja... dass derzeit im Kicker 2 Zeilen auf die Vorgänge auf dem Feld verschwendet werden... und 2 Namen, die den Verein "retten" könnten, genannt werden... die restliche Debatte ging um Intrigen und Putschversuche im Aufsichtsrat... In der naiven Hoffnung, dass Dr. Ab Surd den Verein irgendwie rettet... Aber hey, zum Glück kommt jetzt ja Dortmund als Aufbaugegner... Und dazu kommt noch der ganz große Hoffnungsträger:
TSG Hoffenheim - 1.FSV Mainz 05: Der Karnevalsverein ist derzeit in spezieller Mission unterwegs: Kommando Rettungstrupp für den HSV... Völlig absurder Weise... steht Hoffenheim in der Rückrundentabelle hinter den Mainzern... wtf?
Eintracht Frankfurt - 1.FC Köln: Es ist schon faszinierend, dass bisher nur die Augsburger den Offiziellen Frankfurt Konter erkannt haben: Gebt denen einfach den Ball, damit können sie eh nichts anfangen... Ernsthaft: Frankfurt hatte in beiden Spielen gegen Augsburg über 65% Ballbesitz... und es gab trotzdem 2 Niederlagen... Und ja, Frankfurt präsentiert sich gerade als Spitzenmannschaft...
Bayer Leverkusen - Hertha BSC Berlin: Wo wir schon beim Thema sind... Bayer Leverkusen findet es fies, dass die Gegner seit neustem einfach zurück rennen, wenn die Werkself den Ball hat... damit kommen die so richtig gar nicht klar... Und deswegen gehen die jetzt mit sorgenvoller Miene in die Duelle mit Hertha und dem HSV... Das sind sie, die schweren Prüfungen der gefühlten Nummer 2 in Deutschland... Aber hey... der Kicker Talk heute Abend will uns über die Spannung hinter den Bayern aufklären... Stimmt allerdings auch... die Lage hinter den Bayern ist unfassbar spannend. Man weiß nie genau, welcher Spitzenklub sich diese Woche unfassbar dumm anstellt... und wenn wir alle ehrlich sind, schalten wir nur deswegen ein...
Hannover 96 - SC Freiburg: So ein Stimmungsboykott hat auch seine guten Seiten... so macht sich in Hannover niemand ernsthaft Sorgen darüber, dass Felix Klaus für seinen Wechsel zum "Definitiv Nicht Derby Rivalen" Wolfsburg ausgepfiffen werden könnte... Und dann merken sie, dass wahrscheinlich genau deswegen der Stimmungsboykott mit 51:49% aufgehoben wurde... oh shit.
Das Spitzenspiel am Abend:
Bayern München - Schalke 04: Und Leon Goretzka so: Puh, wenigstens ist es ein Auswärtsspiel...
BTW: Das wirklich faszinierende am Deutschen TV System ist ja, dass die Spitzenspiele am Ende von weniger Leuten wahr genommen werden als die restlichen Spiele, da die Sportschau Einschaltquote immer noch bei über 5 Millionen liegt...
Der Sonntag:
VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach: Ich weiß gar nicht, was die Stuttgarter gegen ihren "1 Punkt Pro Spiel" Trainer Tayfun Korkut haben... die sind sich schon bewusst, dass man damit mindestens die Relegation erreicht und sich somit den Klassenerhalt sichert? Was wollen die denn mehr?
Werder Bremen - VfL Wolfsburg: Wenn man sich die Nachrichtenlage in Wolfsburg so anguckt... gibt es einen einzigen Verein auf der Welt, der sich den Niedergang des HSVs über mehrere Jahre anguckt und sich denkt: Super Konzept, warum hat das eigentlich noch niemand rekonstruiert?
Freitag, 9. Februar 2018
Donnerstag, 8. Februar 2018
Da geben die sich am Dienstag so richtig viel Mühe...
Also gut, bei genauerem Hingucken musste Werder Bremen zurück in den "Wir spielen gut, gewinnen aber nicht" Konzept zurückkehren, den sie am Wochenende eigenglich überwunden haben wollten...
Und Bayer Leverkusen musste in den Bayern-Modus wechseln... also der "Wir lassen den Gegner 2 Tore Vorsprung, damit es wenigstens spannend aussah" Modus... Oder habt ihr eine bessere Erklärung, wie es zu dem Elfmeter nach Doppelpass von Max Kruse und einem Leverkusener Verteidiger...
Und auch beim 2:0... presst Bayer Leverkusen extrem geschickt... ok, tief in der eigenen Hälfte... und bei eigenem Ballbesitz... aber irgendwo in China verdrückt Roger Schmidt eine Träne und denkt sich: Ständiges Pressing... das habe ich denen beigebracht...
Das Ergebnis war trotz (oder eigentlich wegen) der anfänglichen Unzulänglichkeiten ein richtig gutes Fußballspiel. Und da sich auch Paderborn wie ein ordentlicher Bundesligist präsentierte und das Positive an einer 0:6 Klatsche gegen den Rekordmeister herausstellte... wurden jede Menge Argumente gesammelt, dass man als Öffentlich Rechtliche im DFB Pokal nicht unbedingt und bei jeder Gelegenheit die Bayern zeigen muss... sondern dass es durchaus auch andere interessante Spiele gibt...
Aber dann... kam der Mittwoch... Von den 3 Mannschaften am Mittwoch spielte eine keinen grauenvollen Fußball... und das war Eintracht Frankfurt... Und so sehr jetzt alle auf der Leistung der Mainzer rum hacken... gegen Wolfsburg hätte das zum Sieg gereicht, gegen Schalke zumindest für die Verlängerung...
Also wenn selbst der Kicker, deren Hauptberuf es ist den deutschen Fußball in einem guten Licht zu präsentieren, von einem richtig schlechten Spiel "ohne prickelnde K.O. Atmosphäre" schreibt...
Anders ausgedrückt: Alle Beteiligten fragen sich im nachhinein, ob das Werfen von Bonbons nicht vielleicht doch ein Grund für einen Spielabbruch gewesen wäre... Die allgemeine Reaktion der Mainzer Fans dürfte ein "Shit, die schmecken ihn, können wir sonst noch was werfen um dieses Elend zu beenden? Nein? Verdammt!" gewesen sein...
Und die St.Pauli Fans denken sich "Aha, damals ist bei uns das Spiel also abgebrochen, weil der Linienrichter Weintrinker ist... woher sollten wir denn das wissen?"
Aber so traurig das klingt: Der Mittwoch war ein eindeutiger Beweis, dass es am Ende doch besser ist die Bayern live zu zeigen... dann kann man wenigstens davon ausgehen, dass eine Mannschaft ordentlichen Fußball spielt...
Das wirklich faszinierende daran ist ja... dass Dominico Tedesco immer behauptet "nicht auf die Tabelle" (oder die Ergebnisse) zu gucken, sondern dass es viel wichtiger ist, eine Spielidee und eine Mannschaft zu entwickeln... ähm... ich will ja nichts sagen... aber im Wesentlichen ist dessen Ruf gerade so gut, weil die Mannschaft im DFB Pokal Halbfinale steht und die Hinrunde auf Platz 2 beendet hat... und das hatte verdammt wenig mit dem angebotenen Fußball zu tun...
Anders ausgedrückt: Wenn er sich an seinen eigenen Ansprüchen messen würde...
Und Bayer Leverkusen musste in den Bayern-Modus wechseln... also der "Wir lassen den Gegner 2 Tore Vorsprung, damit es wenigstens spannend aussah" Modus... Oder habt ihr eine bessere Erklärung, wie es zu dem Elfmeter nach Doppelpass von Max Kruse und einem Leverkusener Verteidiger...
Und auch beim 2:0... presst Bayer Leverkusen extrem geschickt... ok, tief in der eigenen Hälfte... und bei eigenem Ballbesitz... aber irgendwo in China verdrückt Roger Schmidt eine Träne und denkt sich: Ständiges Pressing... das habe ich denen beigebracht...
Das Ergebnis war trotz (oder eigentlich wegen) der anfänglichen Unzulänglichkeiten ein richtig gutes Fußballspiel. Und da sich auch Paderborn wie ein ordentlicher Bundesligist präsentierte und das Positive an einer 0:6 Klatsche gegen den Rekordmeister herausstellte... wurden jede Menge Argumente gesammelt, dass man als Öffentlich Rechtliche im DFB Pokal nicht unbedingt und bei jeder Gelegenheit die Bayern zeigen muss... sondern dass es durchaus auch andere interessante Spiele gibt...
Aber dann... kam der Mittwoch... Von den 3 Mannschaften am Mittwoch spielte eine keinen grauenvollen Fußball... und das war Eintracht Frankfurt... Und so sehr jetzt alle auf der Leistung der Mainzer rum hacken... gegen Wolfsburg hätte das zum Sieg gereicht, gegen Schalke zumindest für die Verlängerung...
Also wenn selbst der Kicker, deren Hauptberuf es ist den deutschen Fußball in einem guten Licht zu präsentieren, von einem richtig schlechten Spiel "ohne prickelnde K.O. Atmosphäre" schreibt...
Anders ausgedrückt: Alle Beteiligten fragen sich im nachhinein, ob das Werfen von Bonbons nicht vielleicht doch ein Grund für einen Spielabbruch gewesen wäre... Die allgemeine Reaktion der Mainzer Fans dürfte ein "Shit, die schmecken ihn, können wir sonst noch was werfen um dieses Elend zu beenden? Nein? Verdammt!" gewesen sein...
Und die St.Pauli Fans denken sich "Aha, damals ist bei uns das Spiel also abgebrochen, weil der Linienrichter Weintrinker ist... woher sollten wir denn das wissen?"
Aber so traurig das klingt: Der Mittwoch war ein eindeutiger Beweis, dass es am Ende doch besser ist die Bayern live zu zeigen... dann kann man wenigstens davon ausgehen, dass eine Mannschaft ordentlichen Fußball spielt...
Das wirklich faszinierende daran ist ja... dass Dominico Tedesco immer behauptet "nicht auf die Tabelle" (oder die Ergebnisse) zu gucken, sondern dass es viel wichtiger ist, eine Spielidee und eine Mannschaft zu entwickeln... ähm... ich will ja nichts sagen... aber im Wesentlichen ist dessen Ruf gerade so gut, weil die Mannschaft im DFB Pokal Halbfinale steht und die Hinrunde auf Platz 2 beendet hat... und das hatte verdammt wenig mit dem angebotenen Fußball zu tun...
Anders ausgedrückt: Wenn er sich an seinen eigenen Ansprüchen messen würde...
Montag, 29. Januar 2018
Worst of des "Training für Europa" Wochenendes
Ja, es ist offiziell so weit... die Bayern machen sich Sorgen darüber, dass man in der Champions League keine Topleistungen abliefern kann, wenn es reicht in der Bundesliga mit "80, 90 Prozent" zu spielen...
Die einfachste Problemlösung hier für sollen offensichtlich künstlich erzeugte Drucksituationen durch Rückstände sein... nach dem man gegen Werder Bremen selber dafür gesorgt hat und trotzdem nicht wirklich gefordert wurde, erhöhte man diesmal durch einen Elfmeter und einen Distanzschuss auf 0:2, bevor man sich dafür entschied doch noch am Spiel teilzunehmen... Und den Rückstand dann innerhalb von 5 Minuten zu reparieren...
Ganz ehrlich: Da zeigt sich doch das eigentliche Problem an der Bundesliga: Selbst bei einem überraschenden 0:2 Rückstand geht es hinterher nur darum, dass es eigentlich viel zu einfach ist die Bundesliga zu dominieren...
Am aller besten fasst ja Julian Nagelsmann das Geschehen zusammen... schließlich spricht der davon, dass man "ein drittes Tor" machen muss... ähm... so wie sie (gerade bei Standarts) verteidigt haben, hätten sie eher ein 6. oder 7. Tor machen müssen um die Bayern wirklich ins Schwitzen zu bringen...
Aber hey... immerhin... gibt es mittlerweile einen legitimen Verfolger in Form von Leon Bailey... Und jetzt folgt eine Statistik, die viel zu absurd ist um im Kleingedruckten des Kickers unterzugehen: Bayer Leverkusen war der erste Tabellenzweite, der sein Bundesligaspiel gewinnen konnte, sei... haltet euch fest... Bayern München. Das war am 10. Spieltag...
Während man Dortmunds Niederlage gegen den dann neuen Spitzenreiter noch nachvollziehen kann... Ist gerade RB Leipzigs Bilanz als Tabellenzweiter bezeichnend... erst verteidigte man die Position durch ein 0:4 in Hoffenheim... Dann spielte man zu Hause 2:2 gegen Mainz... und war danach immer noch Zweiter.... Erst nach einem 1:1 in Wolfsburg konnte man diesen unbeliebten Platz wieder loswerden...
Anders ausgedrückt: Unsere designierten Bayern-Jäger präsentieren eher wie ein Abstiegskandidat... Und das über 10 Spieltage hinweg... Autsch...
Aber was will man erwarten... also am deutlichsten wurde ja die Verzweiflung der Konkurrenz dieses Wochenende an der Personalie Nuri Sahin. Der wollte wahrscheinlich einfach seinen Fans mal wieder einen Grund zum Jubeln geben... am besten durch ein Tor des Monats... mit Dortmunder Beteiligung... das Problem daran: So wie die sich derzeit präsentieren... war der Pass auf Nils Petersen die einzige Chance, die Sahin hatte um dieses Ziel zu erreichen...
Aber Roman Bürki hat da ja vollkommen recht: Die Mannschaft auszupfeifen, wenn die Spieler wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen um ihnen einen Grund zum Jubeln zu geben, ist einfach nicht fair...
Super Random Fun Fact: Seit dem Peter Stöger in Dortmund ist, hat der 1.FC Köln mehr Punkte geholt als der BvB... Ich dachte, ich erwähn's...
Aber hey, den größten Offenbarungseid legte diese Woche Hannes Wolf hin... oder der VfB Stuttgart... je nach dem, wie viel Wahrheit in den derzeitigen Aussagen steckt...
Also dieses "Er konnte die Mannschaft nicht mehr erreichen" ist ja DIE Standartsausrede für einen Trainerwechsel. Keine Begründung wird so oft herangezogen, wenn man einen Trainerwechsel erklären muss... Wenn jetzt Wolf selber und von sich aus eingeräumt hat, dass er diesen Tatbestand erfüllt zu haben... gibt er ja auch nur selber zu, dass er als Bundesliga-Trainer gescheitert ist...
Denn genau genommen ist "Seine Mannschaft erreichen" die einzige Aufgabe, die ein Trainer wirklich hat. Und den Zugriff auf die Mannschaft zu verlieren ist das schlechteste Zeugnis, dass man einem Trainer ausstellen kann. Sich dieses Zeugnis selber auszustellen... kann kein guter Karriereplan sein...
Oder aber man fragt sich, wieso man als Verein den Trainer so schnell in Frage stellt... also sachlich betrachtet kann Wolf wenig dafür, dass (was in der Berichtserstattung völlig unter ging) der eine Weltmeister im Kader in einem Spiel mehr Patzer produziert, als ein richtiger Deutscher Nationaltorwart in einer gesamten Saison... und ja, das Spiel Mainz - Stuttgart war ein ganz großes Kacktorfestival... aber was willst du als Trainer da machen?
Jetzt... steht man immer noch 3 Punkte vor dem Relegationsrang... oder anders ausgedrückt: man ist voll im Soll... aber Michael Reschke hat halt völlig unmotiviert die Position des Trainers nach dem Mainz Spiel untergraben...
In Stuttgart gucken sie ja immer neidisch nach Freiburg... und fragen sich dann, warum ihnen das nicht gelingt. Die Antwort muss man halt in den Aussagen von Reschke nach dem Mainz Spiel suchen...
Aber hey, wenn der VfB jetzt die Klasse hält, kann er sich dafür feiern lassen, dass er die Probleme gleich erkannt und sofort gehandelt hat...
Zu guter Letzt noch eine besonderer Auftritt von Tite: Der lässt sich jetzt schon aus psychologische Kriegsführung mit Jogi Löw ein... in dem er damit droht, den Deutschen Naldo wegzuschnappen... Das wird ein Jogi ja zu verhindern wissen... auch wenn er dafür die Fifa Regeln brechen muss... NALDO GEHÖRT UNS!!! Der ist so deutsch, der hat in Wolfsburg ein Haus gebaut... Freiwillig...
Die einfachste Problemlösung hier für sollen offensichtlich künstlich erzeugte Drucksituationen durch Rückstände sein... nach dem man gegen Werder Bremen selber dafür gesorgt hat und trotzdem nicht wirklich gefordert wurde, erhöhte man diesmal durch einen Elfmeter und einen Distanzschuss auf 0:2, bevor man sich dafür entschied doch noch am Spiel teilzunehmen... Und den Rückstand dann innerhalb von 5 Minuten zu reparieren...
Ganz ehrlich: Da zeigt sich doch das eigentliche Problem an der Bundesliga: Selbst bei einem überraschenden 0:2 Rückstand geht es hinterher nur darum, dass es eigentlich viel zu einfach ist die Bundesliga zu dominieren...
Am aller besten fasst ja Julian Nagelsmann das Geschehen zusammen... schließlich spricht der davon, dass man "ein drittes Tor" machen muss... ähm... so wie sie (gerade bei Standarts) verteidigt haben, hätten sie eher ein 6. oder 7. Tor machen müssen um die Bayern wirklich ins Schwitzen zu bringen...
Aber hey... immerhin... gibt es mittlerweile einen legitimen Verfolger in Form von Leon Bailey... Und jetzt folgt eine Statistik, die viel zu absurd ist um im Kleingedruckten des Kickers unterzugehen: Bayer Leverkusen war der erste Tabellenzweite, der sein Bundesligaspiel gewinnen konnte, sei... haltet euch fest... Bayern München. Das war am 10. Spieltag...
Während man Dortmunds Niederlage gegen den dann neuen Spitzenreiter noch nachvollziehen kann... Ist gerade RB Leipzigs Bilanz als Tabellenzweiter bezeichnend... erst verteidigte man die Position durch ein 0:4 in Hoffenheim... Dann spielte man zu Hause 2:2 gegen Mainz... und war danach immer noch Zweiter.... Erst nach einem 1:1 in Wolfsburg konnte man diesen unbeliebten Platz wieder loswerden...
Anders ausgedrückt: Unsere designierten Bayern-Jäger präsentieren eher wie ein Abstiegskandidat... Und das über 10 Spieltage hinweg... Autsch...
Aber was will man erwarten... also am deutlichsten wurde ja die Verzweiflung der Konkurrenz dieses Wochenende an der Personalie Nuri Sahin. Der wollte wahrscheinlich einfach seinen Fans mal wieder einen Grund zum Jubeln geben... am besten durch ein Tor des Monats... mit Dortmunder Beteiligung... das Problem daran: So wie die sich derzeit präsentieren... war der Pass auf Nils Petersen die einzige Chance, die Sahin hatte um dieses Ziel zu erreichen...
Aber Roman Bürki hat da ja vollkommen recht: Die Mannschaft auszupfeifen, wenn die Spieler wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen um ihnen einen Grund zum Jubeln zu geben, ist einfach nicht fair...
Super Random Fun Fact: Seit dem Peter Stöger in Dortmund ist, hat der 1.FC Köln mehr Punkte geholt als der BvB... Ich dachte, ich erwähn's...
Aber hey, den größten Offenbarungseid legte diese Woche Hannes Wolf hin... oder der VfB Stuttgart... je nach dem, wie viel Wahrheit in den derzeitigen Aussagen steckt...
Also dieses "Er konnte die Mannschaft nicht mehr erreichen" ist ja DIE Standartsausrede für einen Trainerwechsel. Keine Begründung wird so oft herangezogen, wenn man einen Trainerwechsel erklären muss... Wenn jetzt Wolf selber und von sich aus eingeräumt hat, dass er diesen Tatbestand erfüllt zu haben... gibt er ja auch nur selber zu, dass er als Bundesliga-Trainer gescheitert ist...
Denn genau genommen ist "Seine Mannschaft erreichen" die einzige Aufgabe, die ein Trainer wirklich hat. Und den Zugriff auf die Mannschaft zu verlieren ist das schlechteste Zeugnis, dass man einem Trainer ausstellen kann. Sich dieses Zeugnis selber auszustellen... kann kein guter Karriereplan sein...
Oder aber man fragt sich, wieso man als Verein den Trainer so schnell in Frage stellt... also sachlich betrachtet kann Wolf wenig dafür, dass (was in der Berichtserstattung völlig unter ging) der eine Weltmeister im Kader in einem Spiel mehr Patzer produziert, als ein richtiger Deutscher Nationaltorwart in einer gesamten Saison... und ja, das Spiel Mainz - Stuttgart war ein ganz großes Kacktorfestival... aber was willst du als Trainer da machen?
Jetzt... steht man immer noch 3 Punkte vor dem Relegationsrang... oder anders ausgedrückt: man ist voll im Soll... aber Michael Reschke hat halt völlig unmotiviert die Position des Trainers nach dem Mainz Spiel untergraben...
In Stuttgart gucken sie ja immer neidisch nach Freiburg... und fragen sich dann, warum ihnen das nicht gelingt. Die Antwort muss man halt in den Aussagen von Reschke nach dem Mainz Spiel suchen...
Aber hey, wenn der VfB jetzt die Klasse hält, kann er sich dafür feiern lassen, dass er die Probleme gleich erkannt und sofort gehandelt hat...
Zu guter Letzt noch eine besonderer Auftritt von Tite: Der lässt sich jetzt schon aus psychologische Kriegsführung mit Jogi Löw ein... in dem er damit droht, den Deutschen Naldo wegzuschnappen... Das wird ein Jogi ja zu verhindern wissen... auch wenn er dafür die Fifa Regeln brechen muss... NALDO GEHÖRT UNS!!! Der ist so deutsch, der hat in Wolfsburg ein Haus gebaut... Freiwillig...
Mittwoch, 24. Januar 2018
Warum schießt der Kicker jetzt eigentlich so scharf gegen Leon Goretzka
Die sollten sich doch freuen... also der Junge hat anscheinend ein Kicker-Abo und die letzte Serie gelesen, verstanden und jetzt angewendet...
Aber jetzt soll sich Goretzkas Argument als Haltlos erweisen... warte was?
Vor allen Dingen legen sie ja als nächstes wieder Artikel nach, die belegen, dass Goretzkas Entscheidung komplett richtig ist.
Also falls der Kicker das nicht mitbekommen hat: Schalke ist eben keine wirkliche Spitzenmannschaft. Sie ist nur Winter-Vizemeister, weil sonst keiner wollte... Sie durften 2 Mal gegen die abgeschlagenen Kölner antreten... und gewannen dieses Duell gerade so mit 3:2 dank eines Kacktores...
Oder wie Goretzka es ausdrücken würde: Wir sind 4 Punkte von Platz 10 entfernt. Die Champions League ist weit entfernt von einer sicheren Sache... Und selbst wenn... das reicht halt für Goertzkas Ansprüche nicht.
Wenn man dann noch bedenkt, dass man eigentlich weniger Punkte auf dem Konto haben sollte... weil man gegen Dortmund und Frankfurt schon sicher verloren geglaubte Spiele noch drehte... Aber natürlich wird daraus eine "Diese Mentalitätsmonster" Geschichte gemacht... anstatt mal zu erwähnen, dass eine Spitzenmannschaft nicht ständig in Rückstand geraten sollte...
Lasst uns mal das Optimum der Schalker für 2018/19 angucken... das läuft im wesentlichen auf: Wenn alles optimal läuft, erreichen sie das Achtelfinale der Champions League... Und dann brauchen sie verdammt viel Logglück.
Anders ausgedrückt: Es ist wahrscheinlicher, dass Schalke nächste Saison gar nicht International spielt, als dass sie im April noch International spielen... Und das realistischte Szenario lautet: Mal schauen, wie viel Bock wir auf die Europa League haben.
Der Kicker ignoriert das alles. Er ignoriert seine eigene "Die Bundesliga ist so schwach wie nie" Serie... Die zu dem Schluss kam, dass es nur eine einzige Spitzenmannschaft gibt: Bayern München... Dabei ist Schalke doch das beste nationale Symptom für den Leistungsabfall: Leistungstechnisch haben die nach der Hinrunde nichts auf Platz 2 verloren.
Und es ist ja nicht so, dass Goretzka zu Tottenham, Arsenal, Sevilla, Neapel, Inter oder AC Mailand wechselt... Wobei gerade die ersten beiden Vereine belegen dürften, dass es ihm nicht, wie die Schalker Fans ihm jetzt vorwerfen, um die Kohle geht... Er wechselt eben nicht zu den Vereinen, deren realistischtes Szenario das Ausscheiden im Achtelfinale wäre... Er wechselt zu einem der Vereine, wo ein Ausscheiden im Viertelfinale eine persönliche Endtäuschung wäre...
Dabei kann niemand ausschließen, dass er sich die Entscheidung wirklich schwer gemacht hat... und dass erst das 1:3 gegen Leipzig die letzte Bestätigung war, dass er seine persönlichen Ziele auf Schalke zeitnah nicht erreichen wird. Das können wir alle nicht beurteilen. Ich würde es nicht ausschließen.
Wir wissen halt nicht, wie er reagiert hätte, wenn Nabil Bentaleb wirklich mal auf die Beine gekommen wäre und wie eine 19 Millionen Verstärkung spielen würde... stattdessen wurde die teuerste Verpflichtung von einem Jugendspieler verdrängt. Natürlich ist ein Goretzka mit solchen Entwicklungen unzufrieden...
Dazu kommt der Bonusfaktor, dass der einzige wirklich gute Verteidiger steinalt ist... Und jetzt davon auszugehen, dass Naldo nächste Saison auch in englischen Wochen konstant den Abwehrchef geben kann, ist ziemlich naiv...
Das faszinierndste ist ja, wie schnell der Kicker seine eigene Serie aus der Winterpause wieder vergessen hat. Also nach dem eigenen Narrativ ist ein Wechsel zu den Bayern Alternativlos. Und das einzige, was man Goretzka vorwerfen kann, ist... dass er so lange gebraucht hat um das zu erkennen... Und ja, das kann man ihm vorwerfen: Er hätte durchaus seinen Wechsel am 3. Januar bekannt geben können... Dann hätte man ein paar Wochen Zeit gehabt die Wogen zu glätten... Aber vielleicht hat Goretzka sich die Entscheidung einfach nicht so einfach gemacht...
Dass die Schalker Fans ihn deswegen jetzt auspfeifen... dieselben Schalke Fans, die sich freuen, dass Mark Uth als Hoffenheimer genau dasselbe macht... nur ohne sich sicher sportlich zu verbessern... Aber den werden sie mit offenen Armen empfangen...
Genau so absurd ist es nebenbei, dass die Frankfurter angeblich sauer sind, weil Lukas Hradecky seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern will... Und sie auf ein Mal ein "Entweder du verlängerst, oder du gehst jetzt" Szenario aufbauen wollen... Beide machen doch genau das, was alle immer fordern: Sie erfüllen ihre Verträge und bringen (abgesehen von Verletzungen) bis zum Schluss ihre Leistung für ihren Verein. Sie hängen sich voll rein.
Also auch ein Goretzka wird alles versuchen, um sich als Pokalsieger zu verabschieden. Und Schalke als Champions League Teilnehmer zu verlassen... allein schon um seine WM Teilnahme zu sichern... mehr ist halt nicht drin. Sich jetzt darüber aufzuregen, weil sich ausnahmsweise mal ein Profi an seinen Vertrag halten will, anstatt sich freizustreiken...
Und gerade der Kicker könnte das mal in Zeiten, wo sich gefühlt alle 6 Monate ein Dortmunder raus aus dem Pott streikt, mal hervorheben, dass man dem Spieler in diesem Fall keinerlei Vorwürfe machen muss. Man könnte mal herausstellen, dass dort genau das passiert, was an allen anderen Stellen immer verlangt wird. Man könnte Goretzka da mal als vorbildlich hinstellen... anstatt jegliche Berichtserstattung mit einem negativen Unterton zu unterlegen... und Clemens Tönnies unwidersprochen seinen Blödsinn verbreiten zu lassen... Der Kommentar zu dem Wechsel sollte eher lauten: Schalke droht einen Spieler mit der Tribüne, der sich absolut nichts zu Schulden kommen lassen hat... Warum sollten sie das tun? Warum bringen sie sich jetzt in die Position, dass ein Wechsel im Winter, der die Saisonziele gefährden würde, ein Thema wird? Anstatt die Situation zu deeskalieren und zu versuchen, eine Brücke zwischen Fans und Spieler zu bauen?
Stattdessen... muss ich auf ein Mal einen Spieler verteidigen, der zu den Bayern wechselt... Das gehört auch zu den Dingen, die ich nicht erwartet hätte... Aber hey, es gibt mir Möglichkeit auf Tönnier rumzuhacken... das ist doch wenigstens etwas... Und ja, Tönnies belegt wieder mal, warum es auf Schalke seit Jahren immer wieder unnötige, die Saisonziele gefährdende Unruhen gibt... die gehen halt vom Chef persönlich aus...
Dabei ist die sachliche Rechnung, die alle auf Schalke mal aufmachen sollten, ganz einfach: Mit einem motivierten (und das wird er ja sein, er will ja nicht seine WM Teilnahem riskieren) Goretzka hat Schalke die Chance auf die Champions League. Ohne ihn nehmen sie auf keinen Fall an diesem Wettbewerb teil.
Und wenn man das mal erkennen würde, fällt einem auch auf, dass ein Verkauf von ihm, den man ja plötzlich selber ins Laufen gebracht hat, wirtschaftlich kompletter Wahnsinn wäre. Denn man wird nie so viel Ablöse generieren, wie man in der Champions League verdienen kann...
Vergleicht das einfach mal mit dem Robert Lewandowski Wechsel... Dass der sich intensiv mit den Bayern beschäftigt hat, war gefühlt ein Jahr lang ein offenes Geheimnis. Dann wurde der ablösefreie Wechsel irgendwann bestätigt... und die Zusammenarbeit zwischen Verein und Stürmer erfolgreich und harmonisch beendet. Einfach nur, weil die Dortmunder wesentlich sachlicher reagiert haben.
Aber jetzt soll sich Goretzkas Argument als Haltlos erweisen... warte was?
Vor allen Dingen legen sie ja als nächstes wieder Artikel nach, die belegen, dass Goretzkas Entscheidung komplett richtig ist.
Also falls der Kicker das nicht mitbekommen hat: Schalke ist eben keine wirkliche Spitzenmannschaft. Sie ist nur Winter-Vizemeister, weil sonst keiner wollte... Sie durften 2 Mal gegen die abgeschlagenen Kölner antreten... und gewannen dieses Duell gerade so mit 3:2 dank eines Kacktores...
Oder wie Goretzka es ausdrücken würde: Wir sind 4 Punkte von Platz 10 entfernt. Die Champions League ist weit entfernt von einer sicheren Sache... Und selbst wenn... das reicht halt für Goertzkas Ansprüche nicht.
Wenn man dann noch bedenkt, dass man eigentlich weniger Punkte auf dem Konto haben sollte... weil man gegen Dortmund und Frankfurt schon sicher verloren geglaubte Spiele noch drehte... Aber natürlich wird daraus eine "Diese Mentalitätsmonster" Geschichte gemacht... anstatt mal zu erwähnen, dass eine Spitzenmannschaft nicht ständig in Rückstand geraten sollte...
Lasst uns mal das Optimum der Schalker für 2018/19 angucken... das läuft im wesentlichen auf: Wenn alles optimal läuft, erreichen sie das Achtelfinale der Champions League... Und dann brauchen sie verdammt viel Logglück.
Anders ausgedrückt: Es ist wahrscheinlicher, dass Schalke nächste Saison gar nicht International spielt, als dass sie im April noch International spielen... Und das realistischte Szenario lautet: Mal schauen, wie viel Bock wir auf die Europa League haben.
Der Kicker ignoriert das alles. Er ignoriert seine eigene "Die Bundesliga ist so schwach wie nie" Serie... Die zu dem Schluss kam, dass es nur eine einzige Spitzenmannschaft gibt: Bayern München... Dabei ist Schalke doch das beste nationale Symptom für den Leistungsabfall: Leistungstechnisch haben die nach der Hinrunde nichts auf Platz 2 verloren.
Und es ist ja nicht so, dass Goretzka zu Tottenham, Arsenal, Sevilla, Neapel, Inter oder AC Mailand wechselt... Wobei gerade die ersten beiden Vereine belegen dürften, dass es ihm nicht, wie die Schalker Fans ihm jetzt vorwerfen, um die Kohle geht... Er wechselt eben nicht zu den Vereinen, deren realistischtes Szenario das Ausscheiden im Achtelfinale wäre... Er wechselt zu einem der Vereine, wo ein Ausscheiden im Viertelfinale eine persönliche Endtäuschung wäre...
Dabei kann niemand ausschließen, dass er sich die Entscheidung wirklich schwer gemacht hat... und dass erst das 1:3 gegen Leipzig die letzte Bestätigung war, dass er seine persönlichen Ziele auf Schalke zeitnah nicht erreichen wird. Das können wir alle nicht beurteilen. Ich würde es nicht ausschließen.
Wir wissen halt nicht, wie er reagiert hätte, wenn Nabil Bentaleb wirklich mal auf die Beine gekommen wäre und wie eine 19 Millionen Verstärkung spielen würde... stattdessen wurde die teuerste Verpflichtung von einem Jugendspieler verdrängt. Natürlich ist ein Goretzka mit solchen Entwicklungen unzufrieden...
Dazu kommt der Bonusfaktor, dass der einzige wirklich gute Verteidiger steinalt ist... Und jetzt davon auszugehen, dass Naldo nächste Saison auch in englischen Wochen konstant den Abwehrchef geben kann, ist ziemlich naiv...
Das faszinierndste ist ja, wie schnell der Kicker seine eigene Serie aus der Winterpause wieder vergessen hat. Also nach dem eigenen Narrativ ist ein Wechsel zu den Bayern Alternativlos. Und das einzige, was man Goretzka vorwerfen kann, ist... dass er so lange gebraucht hat um das zu erkennen... Und ja, das kann man ihm vorwerfen: Er hätte durchaus seinen Wechsel am 3. Januar bekannt geben können... Dann hätte man ein paar Wochen Zeit gehabt die Wogen zu glätten... Aber vielleicht hat Goretzka sich die Entscheidung einfach nicht so einfach gemacht...
Dass die Schalker Fans ihn deswegen jetzt auspfeifen... dieselben Schalke Fans, die sich freuen, dass Mark Uth als Hoffenheimer genau dasselbe macht... nur ohne sich sicher sportlich zu verbessern... Aber den werden sie mit offenen Armen empfangen...
Genau so absurd ist es nebenbei, dass die Frankfurter angeblich sauer sind, weil Lukas Hradecky seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern will... Und sie auf ein Mal ein "Entweder du verlängerst, oder du gehst jetzt" Szenario aufbauen wollen... Beide machen doch genau das, was alle immer fordern: Sie erfüllen ihre Verträge und bringen (abgesehen von Verletzungen) bis zum Schluss ihre Leistung für ihren Verein. Sie hängen sich voll rein.
Also auch ein Goretzka wird alles versuchen, um sich als Pokalsieger zu verabschieden. Und Schalke als Champions League Teilnehmer zu verlassen... allein schon um seine WM Teilnahme zu sichern... mehr ist halt nicht drin. Sich jetzt darüber aufzuregen, weil sich ausnahmsweise mal ein Profi an seinen Vertrag halten will, anstatt sich freizustreiken...
Und gerade der Kicker könnte das mal in Zeiten, wo sich gefühlt alle 6 Monate ein Dortmunder raus aus dem Pott streikt, mal hervorheben, dass man dem Spieler in diesem Fall keinerlei Vorwürfe machen muss. Man könnte mal herausstellen, dass dort genau das passiert, was an allen anderen Stellen immer verlangt wird. Man könnte Goretzka da mal als vorbildlich hinstellen... anstatt jegliche Berichtserstattung mit einem negativen Unterton zu unterlegen... und Clemens Tönnies unwidersprochen seinen Blödsinn verbreiten zu lassen... Der Kommentar zu dem Wechsel sollte eher lauten: Schalke droht einen Spieler mit der Tribüne, der sich absolut nichts zu Schulden kommen lassen hat... Warum sollten sie das tun? Warum bringen sie sich jetzt in die Position, dass ein Wechsel im Winter, der die Saisonziele gefährden würde, ein Thema wird? Anstatt die Situation zu deeskalieren und zu versuchen, eine Brücke zwischen Fans und Spieler zu bauen?
Stattdessen... muss ich auf ein Mal einen Spieler verteidigen, der zu den Bayern wechselt... Das gehört auch zu den Dingen, die ich nicht erwartet hätte... Aber hey, es gibt mir Möglichkeit auf Tönnier rumzuhacken... das ist doch wenigstens etwas... Und ja, Tönnies belegt wieder mal, warum es auf Schalke seit Jahren immer wieder unnötige, die Saisonziele gefährdende Unruhen gibt... die gehen halt vom Chef persönlich aus...
Dabei ist die sachliche Rechnung, die alle auf Schalke mal aufmachen sollten, ganz einfach: Mit einem motivierten (und das wird er ja sein, er will ja nicht seine WM Teilnahem riskieren) Goretzka hat Schalke die Chance auf die Champions League. Ohne ihn nehmen sie auf keinen Fall an diesem Wettbewerb teil.
Und wenn man das mal erkennen würde, fällt einem auch auf, dass ein Verkauf von ihm, den man ja plötzlich selber ins Laufen gebracht hat, wirtschaftlich kompletter Wahnsinn wäre. Denn man wird nie so viel Ablöse generieren, wie man in der Champions League verdienen kann...
Vergleicht das einfach mal mit dem Robert Lewandowski Wechsel... Dass der sich intensiv mit den Bayern beschäftigt hat, war gefühlt ein Jahr lang ein offenes Geheimnis. Dann wurde der ablösefreie Wechsel irgendwann bestätigt... und die Zusammenarbeit zwischen Verein und Stürmer erfolgreich und harmonisch beendet. Einfach nur, weil die Dortmunder wesentlich sachlicher reagiert haben.
Montag, 22. Januar 2018
Worst of des "Ist es schon wieder so weit?" Wochenendes
Ja... ist es...
Das sicherste Zeichen, dass der Abstiegskampf begonnen hat: Der Hamburger SV wechselt seinen Trainer... Weil die Lage mal wieder Hoffnungslos erscheint...
Also dieses mal aber wirklich... ich meine, die haben gegen Köln verloren... nicht weil Köln "gut" war... sondern weil man derzeit mal wieder einfach nicht gut sein muss, um gegen den HSV zu gewinnen...
Also Simon Terodde wie einen legitimen Bundesligastürmer aussehen zu lassen... ist schon eine Leistung... zumindest werden sich die Stuttgart Fans das einreden... und nicht, dass es ziemlich dämlich war den Kölnern ihren Retter zu verkaufen, während man selbst noch unten drin steht...
Aber zurück zum HSV... die haben gerade echt den unmöglichen Spagat vollbracht... Sie konnten ein Symbol der "guten, alten Zeit" verpflichten, ohne dass sie auf Bruno Labbadia zurückgreifen mussten... oder Felix Magath... Glückwunsch...
Bernd Hollerbach könnte genau der Trainer sein, den die Hamburger brauchen... dass er im Profifußball genau ein gutes Jahr abgeliefert hat... also die eine Rückrunde und die folgende Hinrunde mit Würzburg 2016... macht ihn genau genommen überqualifiziert... Ich meine ernsthaft, wann hat das letzte Mal ein Trainer mit einer derartigen "Erfolgsbilanz" eine Chance in der Bundesliga bekommen?
Und hey, dass der Mann bei Felix Magath gelernt hat... also sowohl als Spieler, als auch als Co-Trainer... kann doch kein schlechtes Zeichen sein... Magath ist ja bekannt für moderen Methoden... und für die Ausbildung großartiger Trainer... Ich sehe nicht, wie das schief gehen könnte...
Dummer Weise sehe ich das wirklich nicht... es wird am Ende doch wieder für die Relegation reichen... und dort kennt man sich ja bestens aus...
Die wirklich spannende Frage ist ja: Wäre es nicht taktisch cleverer von den Kölnern gewesen, auf Unentschieden zu spielen? Damit Markus Gisdol noch ne Weile Trainer bleibt? Man kann halt in der Situation der Kölner nicht nur an sich selbst denken... man muss sich auch Fragen, was man machen kann, um die Konkurrenz unten zu halten... Also zumindest, wenn man 17. werden will...
Was man an der Stelle festhalten muss: Wer dachte, Köln gegen Hamburg wäre das schlechteste Bundesligaspiel der Saison... den muss ich endtäuschen... nächstes Wochenende spielt die eine Mannschaft, die genau so viele Siege wie die abgeschlagenen Kölner haben... gegen die eine Mannschaft, die weniger Minuten in Führung lag als die Kölner... und passender Weise nennt man das dann "Niedersachsenderby"...
Ernsthaft... Hannovers Saison wird in 10 bis 15 Jahren als eines der großen Mysterien der Fußballgeschichte gelten... also dann werden Archäologen die Interviews auspacken, in denen Niclas Füllkrug nach seinen WM Chancen gefragt worden ist... weil er 4 Tore in 2 Spielen erzielt hat...
Also es gab ja in der jüngeren Bundesligageschichte unzählige Absurditäten, die einem an der Qualität der Liga hätten Zweifeln lassen können... aber Füllkrug für Deutschland ist da ganz vorne mit dabei...
Und sonst... versuchen sich die Bayern ihre Aufgaben irgendwie wenigstens minimal Anstrengend erscheinen zu lassen... damit sie sich am Ende auch über die Meisterschaft freuen können... also ernsthaft, das "Wir erzielen einfach wahllos ein Eigentor um uns selber zu fordern" könnte der neuste Matchplan vom Trainergenie Jupp Heynckes sein... oh warte, der Mann nutzt keine Matchpläne... und 75% der Gegner kommen nicht mal in denr 16er der Bayern, wodurch es dann schwierig wird ein halbwegs unauffälliges Eigentor zu erzielen...
Aber ja. wundert euch nicht, wenn die Angriffsversuche der Gegner demächst regelmäßig so enden:
Onrej Duda: Eine der spannendsten Fragen derzeit ist ja: Wer wird der Nachfolger von Pierre-Emerick Aubameyang... Und ja, ich werde den Mann vermissen... einerseits, weil er genau genommen der Maßstab für den Titel "Gomez der Woche" war... andererseits, weil man immer seinen halben Artikel voll hatte, wenn man den Namen ein mal geschrieben hat... der einzige Profi, der da noch besser für geeignet ist, ist Jan-Ingwer Callsen-Bracker... Der müsste eigentlich viel mehr spielen...
Aber die Aubameyang Nachfolge... die naheliegendste Antwort für den perfekten Arsenal-Stürmer (ernsthaft, hat es jemals eine bessere Kombination aus "Wir tragen den Ball ins Tor" Verein und "Ich schieße den dann trotzdem deneben" Stürmer gegeben? Ich kann dem Gabuner nicht mal böse sein, dass er da unbedingt hin will... das ist einfach Schicksal...) wäre natürlich ein gut ausgebildeter Arsenal-Stürmer... aber auch (jetzt kommen wir endlich zurück zum eigentlichen) Onrej Duda hat am Wochenende die Gelegenheit genutzt, sich ins Dortmunder Blickfeld zu spielen... also die wichtigsten Aufgaben beherrscht er: Dortmunder Angreifer tief in der gegnerischen Hälte in Szene setzen und den Ball aus 8 Metern ins Tor schieben... wenn er jetzt noch das Problem mit dem Abseits gelöst bekommt... Oh und nicht für im Hertha Trikot spielt... Aber vom Ansatz her passt der echt perfekt ins System...
Nigel de Jong ist zurück!!! Und mit ihm das taktische Foul... also wie er Mario Gomez aus dem Spiel nahm um die WM Chancen seiner Niederländer zu steig... never mind... Gomez fällt noch nicht mal wirklich aus...
Uh... und der VfB hat es wirklich geschafft, die Aufenthaltsgenemigung für Cadrac Akolo nicht ordnungsgemäß bei der DFL zu hinterlegen... Läuft bei denen...
Am Wochenende war ja mal so richtiges Pisswetter in Deutschland. Was nirgends so deutlich wurde wie bei Daniel Operes Reaktion auf seinen eigentlich vielleicht sogar angebrachten Platzverweises... als Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus für seine "Das kann man auch als Notbremse auslegen" Aktion nur Gelb zeigte, hob er verzweifelt die Arme... Mit einem "Was soll ich denn noch machen, um endlich warm duschen zu können?" Ausdruck im Gesicht... Also sein Trainer Martin Baum scheint das zumindest genau so verstanden zu haben und lies ihn sicherheitshalber zur Pause in der Kabine... und gerüchteweise hat er hinterher das gesamte warme Wasser verbraucht...
Das sicherste Zeichen, dass der Abstiegskampf begonnen hat: Der Hamburger SV wechselt seinen Trainer... Weil die Lage mal wieder Hoffnungslos erscheint...
Also dieses mal aber wirklich... ich meine, die haben gegen Köln verloren... nicht weil Köln "gut" war... sondern weil man derzeit mal wieder einfach nicht gut sein muss, um gegen den HSV zu gewinnen...
Also Simon Terodde wie einen legitimen Bundesligastürmer aussehen zu lassen... ist schon eine Leistung... zumindest werden sich die Stuttgart Fans das einreden... und nicht, dass es ziemlich dämlich war den Kölnern ihren Retter zu verkaufen, während man selbst noch unten drin steht...
Aber zurück zum HSV... die haben gerade echt den unmöglichen Spagat vollbracht... Sie konnten ein Symbol der "guten, alten Zeit" verpflichten, ohne dass sie auf Bruno Labbadia zurückgreifen mussten... oder Felix Magath... Glückwunsch...
Bernd Hollerbach könnte genau der Trainer sein, den die Hamburger brauchen... dass er im Profifußball genau ein gutes Jahr abgeliefert hat... also die eine Rückrunde und die folgende Hinrunde mit Würzburg 2016... macht ihn genau genommen überqualifiziert... Ich meine ernsthaft, wann hat das letzte Mal ein Trainer mit einer derartigen "Erfolgsbilanz" eine Chance in der Bundesliga bekommen?
Und hey, dass der Mann bei Felix Magath gelernt hat... also sowohl als Spieler, als auch als Co-Trainer... kann doch kein schlechtes Zeichen sein... Magath ist ja bekannt für moderen Methoden... und für die Ausbildung großartiger Trainer... Ich sehe nicht, wie das schief gehen könnte...
Dummer Weise sehe ich das wirklich nicht... es wird am Ende doch wieder für die Relegation reichen... und dort kennt man sich ja bestens aus...
Die wirklich spannende Frage ist ja: Wäre es nicht taktisch cleverer von den Kölnern gewesen, auf Unentschieden zu spielen? Damit Markus Gisdol noch ne Weile Trainer bleibt? Man kann halt in der Situation der Kölner nicht nur an sich selbst denken... man muss sich auch Fragen, was man machen kann, um die Konkurrenz unten zu halten... Also zumindest, wenn man 17. werden will...
Was man an der Stelle festhalten muss: Wer dachte, Köln gegen Hamburg wäre das schlechteste Bundesligaspiel der Saison... den muss ich endtäuschen... nächstes Wochenende spielt die eine Mannschaft, die genau so viele Siege wie die abgeschlagenen Kölner haben... gegen die eine Mannschaft, die weniger Minuten in Führung lag als die Kölner... und passender Weise nennt man das dann "Niedersachsenderby"...
Ernsthaft... Hannovers Saison wird in 10 bis 15 Jahren als eines der großen Mysterien der Fußballgeschichte gelten... also dann werden Archäologen die Interviews auspacken, in denen Niclas Füllkrug nach seinen WM Chancen gefragt worden ist... weil er 4 Tore in 2 Spielen erzielt hat...
Also es gab ja in der jüngeren Bundesligageschichte unzählige Absurditäten, die einem an der Qualität der Liga hätten Zweifeln lassen können... aber Füllkrug für Deutschland ist da ganz vorne mit dabei...
Und sonst... versuchen sich die Bayern ihre Aufgaben irgendwie wenigstens minimal Anstrengend erscheinen zu lassen... damit sie sich am Ende auch über die Meisterschaft freuen können... also ernsthaft, das "Wir erzielen einfach wahllos ein Eigentor um uns selber zu fordern" könnte der neuste Matchplan vom Trainergenie Jupp Heynckes sein... oh warte, der Mann nutzt keine Matchpläne... und 75% der Gegner kommen nicht mal in denr 16er der Bayern, wodurch es dann schwierig wird ein halbwegs unauffälliges Eigentor zu erzielen...
Aber ja. wundert euch nicht, wenn die Angriffsversuche der Gegner demächst regelmäßig so enden:
Onrej Duda: Eine der spannendsten Fragen derzeit ist ja: Wer wird der Nachfolger von Pierre-Emerick Aubameyang... Und ja, ich werde den Mann vermissen... einerseits, weil er genau genommen der Maßstab für den Titel "Gomez der Woche" war... andererseits, weil man immer seinen halben Artikel voll hatte, wenn man den Namen ein mal geschrieben hat... der einzige Profi, der da noch besser für geeignet ist, ist Jan-Ingwer Callsen-Bracker... Der müsste eigentlich viel mehr spielen...
Aber die Aubameyang Nachfolge... die naheliegendste Antwort für den perfekten Arsenal-Stürmer (ernsthaft, hat es jemals eine bessere Kombination aus "Wir tragen den Ball ins Tor" Verein und "Ich schieße den dann trotzdem deneben" Stürmer gegeben? Ich kann dem Gabuner nicht mal böse sein, dass er da unbedingt hin will... das ist einfach Schicksal...) wäre natürlich ein gut ausgebildeter Arsenal-Stürmer... aber auch (jetzt kommen wir endlich zurück zum eigentlichen) Onrej Duda hat am Wochenende die Gelegenheit genutzt, sich ins Dortmunder Blickfeld zu spielen... also die wichtigsten Aufgaben beherrscht er: Dortmunder Angreifer tief in der gegnerischen Hälte in Szene setzen und den Ball aus 8 Metern ins Tor schieben... wenn er jetzt noch das Problem mit dem Abseits gelöst bekommt... Oh und nicht für im Hertha Trikot spielt... Aber vom Ansatz her passt der echt perfekt ins System...
Nigel de Jong ist zurück!!! Und mit ihm das taktische Foul... also wie er Mario Gomez aus dem Spiel nahm um die WM Chancen seiner Niederländer zu steig... never mind... Gomez fällt noch nicht mal wirklich aus...
Uh... und der VfB hat es wirklich geschafft, die Aufenthaltsgenemigung für Cadrac Akolo nicht ordnungsgemäß bei der DFL zu hinterlegen... Läuft bei denen...
Am Wochenende war ja mal so richtiges Pisswetter in Deutschland. Was nirgends so deutlich wurde wie bei Daniel Operes Reaktion auf seinen eigentlich vielleicht sogar angebrachten Platzverweises... als Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus für seine "Das kann man auch als Notbremse auslegen" Aktion nur Gelb zeigte, hob er verzweifelt die Arme... Mit einem "Was soll ich denn noch machen, um endlich warm duschen zu können?" Ausdruck im Gesicht... Also sein Trainer Martin Baum scheint das zumindest genau so verstanden zu haben und lies ihn sicherheitshalber zur Pause in der Kabine... und gerüchteweise hat er hinterher das gesamte warme Wasser verbraucht...
Donnerstag, 18. Januar 2018
Trollt Jupp Heynckes uns eigentlich?
Also... habt ihr bei genauerem Hinsehen eine bessere Erklärung?
Das faszinierendste am Jupp Heynckes Comeback ist ja, dass es seit dem die Idee das erste Mal aufkam nur positive Resonanz gab. Also allein der Gedanke, dass eine derart rückwärts gerichtete Entscheidung den Bayern langfristig Schaden könnte, durfte nirgends ausgesprochen werden... außer natürlich hier.
Nun kann man, da Jupp seit dem alles richtig gemacht zu haben scheint, jetzt noch zu dieser Meinung stehen, oder es lassen... aber dass es so gar keine Kritik an dem Mann gibt... egal was er macht...
Am deutlichsten wurde das bei dem Vergleich der Berichtserstattung der Paris St.Germain Spiele... also wenn Carlo Ancelotti in einem derart wichtigen Spiel auf Kingsley Coman anstelle von Arjen Robben bringt, fragen sich alle, ob der mit einer derart absurden Aufstellung nicht seinen Rauswurf provozieren wollte... Wenn Jupp Heynckes dasselbe macht, sagen alle nur "Genial, wie der die Jugend fördert."
Natürlich hat der Trainer, der gewinnt am Ende immer recht... aber sollte kritische Berichtserstattung nicht anders funktionieren?
Also ja, Heynckes hat diese Mannschaft stabilisiert. Und er hat ein genau genommen belangloses Spiel gegen Paris gewonnen. Und 2 mal gegen 10 Leipziger... dazu gegen nen Haufen Laufkundschaft... Aber ist er deswegen der Heiland? Fällt niemanden auf, dass die Bayern die 4 Spiele vor der Winterpause gerade so gewonnen haben? Also jeweils mit einem Tor Vorsprung? Obwohl es unter anderem gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten ging?
Wenn Ancelotti im eigenen Stadion die Kölner 90 Minuten lang von einem Punkt durch nen Lucky Punch träumen lassen würde... wäre hinterher das "Das ist nicht gut genug" Gejammer groß.
Und auch die Beurteilung der einzelnen Spieler... wird unter Jupp Heynckes alles schön geschrieben...
Wenn Franck Ribery auch unter seinem Lieblingstrainer noch nicht wirklich auf die Beine gekommen ist... hat er ja noch Zeit... Mal sachlich betrachtet hat der Mann bisher 1 Saisontor erzielt... aber die Bayern müssen unbedingt mit ihm verlängern...
Wenn Thomas Müller auch unter Heynckes keinen unumstrittenen Stammplatz hat, ist er halt noch verletzt und muss erst langsam wieder aufgebaut werden... Anstatt drauf zu verweisen, dass Müller auch unter Heynckes nur noch am Mitlaufen ist...
Wenn ein Ancelotti Müller erst Mal aufbauen wollen würde... bekäme er sofort von allen Seiten Gegenwind.
Aber seit dem Heynckes wieder in Amt und Würden ist, dürfen alle nur noch darüber berichten, wie genial es doch wäre, wenn der länger bleibt... anstatt mal kritisch zu fragen, ob es nicht vielleicht im Jahr 2018 bessere Lösungen geben müsste... aber dann müsste man ja positiv über Thomas Tuchel schreiben... oder man fängt selber die "Wird Jogi Löw jetzt Bayern Trainer" Geschichte an, die zu Unruhe bei unserem Lieblingskind führt... (Falls ich nicht mehr dazu komme... das wird Teil 5 der "Wie wird Jogi die Titelverteidigung verkacken" Serie... Dann doch lieber 3 Mal bei Jupp nachfragen, ob er nicht vielleicht doch...
Ganz ehrlich, der Kicker führt sich derzeit wie die schlimmsten Speichellecker auf... wie Geheimagenten von Rumenigge und Hoeneß, die nur ein Ziel haben: Heynckes vom Bleiben zu überzeugen...
Wobei man sachlich erwähnen muss: Von dem Tripple, dass die jetzt alle herbeireden wollen, ist man noch nen gutes Stück entfernt.
Faszinierend ist ja dabei, wie das eine Narrativ das andere komplett ignoriert. Also die Bayern gewinnen gerade so gegen die schwächste Konkurrenz seit Jahren, sollen aber gut genug für den großen Wurf sein? Entweder Köln, Stuttgart und Frankfurt sind gut genug um die Bayern wirklich zu fordern (dann kann man sich die ganze Qualitätsfrage sparen) oder die Bayern sind Stand Jetzt nicht gut genug für den ganz großen Wurf...
Und wo ich schon im Prognosen Modus bin: Gegen Manchester City oder Barcelona werden die kein Land sehen. Es sei denn die Leistungssteigerung setzt wirklich ein... Und schon davor gibt es einen Haufen Mannschaften, gegen die es verdammt eng wird...
Aber zur eigentlichen Frage: Trollt uns Jupp Heynckes jetzt... also meine Theorie ist ja, dass ihm das alles bewusst ist... und er mal guckt, wie weit er das übertreiben kann, ohne dass es jemanden auffällt...
Und noch fällt es niemanden auf... Also im großen Kicker-Interview vom Montag wird großspurig angekündigt, dass es keine "Trainer-Sprech" geben wird... stattdessen fallen die ganze Zeit nur Begriffe wie... phyischer und taktischer Bereich... Homogenität der Mannschaft... fußballerische Harmonie... Rhythmus ändern... Substanzverluste... Angriffsschemen, die perfektioniert werden müssen... klare Inhalte... präzises und perfektioniertes Passpiel... instinktiv ausgeführte Laufwege im Gesamtgefüge...
Also ganz normale Gesprächsfloskel... Die man auch als nicht Trainer verwenden würde und ohne Fußballkenntnis verstehen kann... aber definitiv kein Trainer-Sprech...
Und natürlich spricht Heynckes nicht den neusten Jargon. Den noch zu lernen, hat er einfach nicht mehr nötig. Genau genommen ist das Heynckes Interview der (erneute) Beweis, dass das Phänomen "Trainer-Sprech" gar nicht so neu ist. Nur die Vokabeln haben sich ein wenig entwickelt... was völlig normal ist. Also früher sprach man vom Libero vor der Abwehr, heute vom Abkippenden Sechser, obwohl beide exakt dasselbe machen... Früher hat man von "Kontrollierter Offensive" gesprochen, wenn man das 1:0 einfach nur verteidigen wollte, heute spricht man von "Falscher Neun"... Alles nichts ungewöhnliches...
Dass der Kicker jetzt versucht der gesamten neuen Generation eins reinzuwürgen, weil ihr Lieblingstrainer ja ohne Trainer-Sprech auskommt... dann aber ein Interview führt, dass voll davon ist... ist eigentlich völlig absurd... Da fragt man sich, ob der Autor seinen eigenen Artikel überhaupt mal gelesen hat... Aber man muss das ganze ja so aufziehen, weil man verdeutlichen will, dass Jupp Heynckes was ganz besonderes ist.
Was nicht bedeuten soll, dass alles, was Heynckes gemacht hat, totale Grütze war. Aber genau genommen hat er nur eine Mannschaft, die keinen Bock mehr auf ihren Trainer hatte (was man auch mal ansprechen könnte...) stabilisiert... Das ist nicht mehr als ein ganz normaler Dead Coach Bounce, den man aber auch erst mal auslösen muss... es ist aber nicht auszuschließen, dass Michael Oenning das bei den Bayern hinbekommen hätte. Aus ihm jetzt deswegen den größten Heiland seit Jesus Christus zu machen, erscheint mir einfach ein bisschen übertrieben.
Das faszinierendste am Jupp Heynckes Comeback ist ja, dass es seit dem die Idee das erste Mal aufkam nur positive Resonanz gab. Also allein der Gedanke, dass eine derart rückwärts gerichtete Entscheidung den Bayern langfristig Schaden könnte, durfte nirgends ausgesprochen werden... außer natürlich hier.
Nun kann man, da Jupp seit dem alles richtig gemacht zu haben scheint, jetzt noch zu dieser Meinung stehen, oder es lassen... aber dass es so gar keine Kritik an dem Mann gibt... egal was er macht...
Am deutlichsten wurde das bei dem Vergleich der Berichtserstattung der Paris St.Germain Spiele... also wenn Carlo Ancelotti in einem derart wichtigen Spiel auf Kingsley Coman anstelle von Arjen Robben bringt, fragen sich alle, ob der mit einer derart absurden Aufstellung nicht seinen Rauswurf provozieren wollte... Wenn Jupp Heynckes dasselbe macht, sagen alle nur "Genial, wie der die Jugend fördert."
Natürlich hat der Trainer, der gewinnt am Ende immer recht... aber sollte kritische Berichtserstattung nicht anders funktionieren?
Also ja, Heynckes hat diese Mannschaft stabilisiert. Und er hat ein genau genommen belangloses Spiel gegen Paris gewonnen. Und 2 mal gegen 10 Leipziger... dazu gegen nen Haufen Laufkundschaft... Aber ist er deswegen der Heiland? Fällt niemanden auf, dass die Bayern die 4 Spiele vor der Winterpause gerade so gewonnen haben? Also jeweils mit einem Tor Vorsprung? Obwohl es unter anderem gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten ging?
Wenn Ancelotti im eigenen Stadion die Kölner 90 Minuten lang von einem Punkt durch nen Lucky Punch träumen lassen würde... wäre hinterher das "Das ist nicht gut genug" Gejammer groß.
Und auch die Beurteilung der einzelnen Spieler... wird unter Jupp Heynckes alles schön geschrieben...
Wenn Franck Ribery auch unter seinem Lieblingstrainer noch nicht wirklich auf die Beine gekommen ist... hat er ja noch Zeit... Mal sachlich betrachtet hat der Mann bisher 1 Saisontor erzielt... aber die Bayern müssen unbedingt mit ihm verlängern...
Wenn Thomas Müller auch unter Heynckes keinen unumstrittenen Stammplatz hat, ist er halt noch verletzt und muss erst langsam wieder aufgebaut werden... Anstatt drauf zu verweisen, dass Müller auch unter Heynckes nur noch am Mitlaufen ist...
Wenn ein Ancelotti Müller erst Mal aufbauen wollen würde... bekäme er sofort von allen Seiten Gegenwind.
Aber seit dem Heynckes wieder in Amt und Würden ist, dürfen alle nur noch darüber berichten, wie genial es doch wäre, wenn der länger bleibt... anstatt mal kritisch zu fragen, ob es nicht vielleicht im Jahr 2018 bessere Lösungen geben müsste... aber dann müsste man ja positiv über Thomas Tuchel schreiben... oder man fängt selber die "Wird Jogi Löw jetzt Bayern Trainer" Geschichte an, die zu Unruhe bei unserem Lieblingskind führt... (Falls ich nicht mehr dazu komme... das wird Teil 5 der "Wie wird Jogi die Titelverteidigung verkacken" Serie... Dann doch lieber 3 Mal bei Jupp nachfragen, ob er nicht vielleicht doch...
Ganz ehrlich, der Kicker führt sich derzeit wie die schlimmsten Speichellecker auf... wie Geheimagenten von Rumenigge und Hoeneß, die nur ein Ziel haben: Heynckes vom Bleiben zu überzeugen...
Wobei man sachlich erwähnen muss: Von dem Tripple, dass die jetzt alle herbeireden wollen, ist man noch nen gutes Stück entfernt.
Faszinierend ist ja dabei, wie das eine Narrativ das andere komplett ignoriert. Also die Bayern gewinnen gerade so gegen die schwächste Konkurrenz seit Jahren, sollen aber gut genug für den großen Wurf sein? Entweder Köln, Stuttgart und Frankfurt sind gut genug um die Bayern wirklich zu fordern (dann kann man sich die ganze Qualitätsfrage sparen) oder die Bayern sind Stand Jetzt nicht gut genug für den ganz großen Wurf...
Und wo ich schon im Prognosen Modus bin: Gegen Manchester City oder Barcelona werden die kein Land sehen. Es sei denn die Leistungssteigerung setzt wirklich ein... Und schon davor gibt es einen Haufen Mannschaften, gegen die es verdammt eng wird...
Aber zur eigentlichen Frage: Trollt uns Jupp Heynckes jetzt... also meine Theorie ist ja, dass ihm das alles bewusst ist... und er mal guckt, wie weit er das übertreiben kann, ohne dass es jemanden auffällt...
Und noch fällt es niemanden auf... Also im großen Kicker-Interview vom Montag wird großspurig angekündigt, dass es keine "Trainer-Sprech" geben wird... stattdessen fallen die ganze Zeit nur Begriffe wie... phyischer und taktischer Bereich... Homogenität der Mannschaft... fußballerische Harmonie... Rhythmus ändern... Substanzverluste... Angriffsschemen, die perfektioniert werden müssen... klare Inhalte... präzises und perfektioniertes Passpiel... instinktiv ausgeführte Laufwege im Gesamtgefüge...
Also ganz normale Gesprächsfloskel... Die man auch als nicht Trainer verwenden würde und ohne Fußballkenntnis verstehen kann... aber definitiv kein Trainer-Sprech...
Und natürlich spricht Heynckes nicht den neusten Jargon. Den noch zu lernen, hat er einfach nicht mehr nötig. Genau genommen ist das Heynckes Interview der (erneute) Beweis, dass das Phänomen "Trainer-Sprech" gar nicht so neu ist. Nur die Vokabeln haben sich ein wenig entwickelt... was völlig normal ist. Also früher sprach man vom Libero vor der Abwehr, heute vom Abkippenden Sechser, obwohl beide exakt dasselbe machen... Früher hat man von "Kontrollierter Offensive" gesprochen, wenn man das 1:0 einfach nur verteidigen wollte, heute spricht man von "Falscher Neun"... Alles nichts ungewöhnliches...
Dass der Kicker jetzt versucht der gesamten neuen Generation eins reinzuwürgen, weil ihr Lieblingstrainer ja ohne Trainer-Sprech auskommt... dann aber ein Interview führt, dass voll davon ist... ist eigentlich völlig absurd... Da fragt man sich, ob der Autor seinen eigenen Artikel überhaupt mal gelesen hat... Aber man muss das ganze ja so aufziehen, weil man verdeutlichen will, dass Jupp Heynckes was ganz besonderes ist.
Was nicht bedeuten soll, dass alles, was Heynckes gemacht hat, totale Grütze war. Aber genau genommen hat er nur eine Mannschaft, die keinen Bock mehr auf ihren Trainer hatte (was man auch mal ansprechen könnte...) stabilisiert... Das ist nicht mehr als ein ganz normaler Dead Coach Bounce, den man aber auch erst mal auslösen muss... es ist aber nicht auszuschließen, dass Michael Oenning das bei den Bayern hinbekommen hätte. Aus ihm jetzt deswegen den größten Heiland seit Jesus Christus zu machen, erscheint mir einfach ein bisschen übertrieben.
Dienstag, 16. Januar 2018
Warum haben eigentlich alle so viel Angst vor "Challenges"?
Also nach dem die Probephase zur Hälfte "durchgestanden" ist, gibt es ja nur 2 Dinge, die definitiv fest stehen:
1.) Mit der derzeitigen Anwendung ist niemand wirklich zufrieden. Wir müssen dringend an der Optimierung des Videobeweises arbeiten
2.) "Challenges" stehen definitiv nicht zur Debatte. Nicht mal als Denkmodell. Sie sind keine Option.
Um das Konzept der Challenges kurz zu erklären: Man gibt in einem solchen System den Trainern die Möglichkeit, einen Videobeweis einzufordern. In der NFL hat dies jahrelang erfolgreich funktioniert.
Die spannende Frage ist: Warum ist dies im Fußball so unvorstellbar? Also wieso kann man die Idee nicht mal debattieren und die Vorteile eines solchen Systems hervorheben.
Und die Vorteile sind zumindest für mich offensichtlich. Also ganz einfach: Ein Christian Streich kriegt einen seiner Anfälle, weil seine Mannschaft einen Einwurf nicht bekommen hat. Also rennt er wild mit dem Armen fuchtelnd zu Bibiana Steinhaus... diese schaltet automatisch in den Barney Stinson Modus und antowertet "Ok, Challenge accepted"...
Und Jürgen Klopp dann so: Warte was? Nein! Also so wichtig ist der Einwurf dann doch nicht... Aber dann ist es schon zu spät... Damit hat Thomas Tuchel dann eine seiner 2 Challenges für einen sinnlosen Einwurf verschwendet... und das nächste Mal wird Pep Guardiola sich überlegen, ob er sich wirklich wieder über die scheinbare Ungerechtigkeit eines bedeutungslosen Pfiffs aufregt...
Und geht mal in euch, wie oft sich die Trainer an der Seitenlinie aufregen, als wären sie gerade offensichtlich betrogen worden. Was ja jeder gesehen haben muss... Und überlegt euch, wie viel Unruhe die damit ins Spiel bringen können...
Wenn dieses Verhalten eine Challenge auslösen würden... würden sie die Situation auf ein Mal ganz anders beobachten. Und Funkkontakt zum Co-Trainer im VIP Bereich mit Videobildern aufnehmen...
Was meint ihr, wie sich die Stimmung auf den Trainerbänken plötzlich ändern würden. Weg von den Pausenclowns, die bei jeder Gelegenheit zum Schiedsrichter rennen. Hin zu einer sachlichen und produktiven Analyse der Entscheidungen auf dem Spielfeld. Was soll daran schlecht sein?
Und wenn man schon dabei ist: Auch die Spieler, die sich lauthals und mit ausgestreckten Armen beim Schiedsrichter beschweren, lösen dadurch eine Challenge aus. Was meint ihr wie ein Trainer seinen Spieler hinterher in der Kabine zur Sau macht, wenn er nach einem offensichtlich sauberen Zweikfampf eine Challenge auslöst... und dem Trainer damit in der 89. Minute die Möglichkeit fehlt die wirklich strittige Szene im Strafraum nochmal analysieren zu lassen... Auf ein Mal hätte man als Trainer ein gesteigertes Interesse daran, dass sich die Spieler um ihr eigentliches Aufgabenfeld kümmern anstatt sich mit Schiedsrichterentscheidungen zu befassen... Was auch definitiv viel zu häufig passiert...
Warum darf man über so ein Konzept und seine Auswirkungen nicht mal nachdenken?
Wichtig ist dabei natürlich, dass ausschließlich Challenges zu einer Überprüfung der Szenen führen. Also in der NFL gibt es mittlerweile das Problem, dass haufenweise Spielzüge automatisch überprüft werden... Also jeder erzielte Punkt und jedes Turnover... was dazu führt, dass die Trainer ihre Challenges verwenden können um wirklich belanglosen Scheiß kontrollieren zu lassen. Weil sie es für die wichtigen Entscheidungen eigentlich nicht mehr brauchen.
Und natürlich müssen die Challenges auch entsprechend rar sein. 2 pro Spiel. Eventuell eine 3., wenn man 2 Mal richtig gelegen hat. Aber definitiv nicht mehr, damit die Trainer sich wirklich genaustens überlegen, ob sie dieses taktische Mittel jetzt verwenden.
Apropos taktisches Mittel: Eine Challenge würde natürlich immer dazu führen, dass die Zeit angehalten wird. Allein schon um zu verhindern, dass es in der Schlussphase als Mittel zum Zeitspiel eingesetzt wird. Aber das lässt sich definitiv einfach lösen. Genau genommen sollte der Einsatz des Videoschiedsrichters jetzt schon zu einem Anhalten der Uhr kommen...
Andererseits... öffnet man damit natürlich auch die Büchse der Pandora... also wenn man erst Mal anfängt die Uhr bei der einen Gelegenheit anzuhalten... müsste man sie dann nicht auch bei Verletzungsunterbrechungen stoppen? Also prinzipiell wäre ich da definitiv dafür, dann könnte man sich die letzten 10 Minuten eines Fußballspiels auch wieder angucken, weil nicht mehr ein Team effektiv verteidigt, in dem es am Boden liegt... Aber das ein Spiel 90 Minuten dauert... und absehbar ist, wann diese 90 Minuten vorbei sind... ist immer eine Grundlage des Spieles gewesen...
An der Stelle muss man sich allerdings auch fragen: Wäre das Ende der fortlaufenden Spielzeit wirklich eine größere Veränderung für den Sport als das, was in den letzten 2 Jahren mit Torlinientechnologie und Videobeweis passiert ist? Und wenn man die Zeit im ungünstigsten Falle 4 Mal pro Spiel anhält, wird der Unterschied ja nicht sooo relevant werden... Man kann ja als Kompromiss einführen, dass die Uhr in den letzten 10 Minuten angehalten werden kann, wenn ein Videobeweis eingefordert wird.
Was ebenfalls noch wichtig wäre: Eine gescheiterte Challenge muss auch irgendwie zu einer Strafe führen. Also sagen wir ein Eckball für den Gegner. Oder ein Freistoß vom Flügel. Also auf jeden Fall die Gelegenheit einen ruhenden Ball in den Strafraum zu schlagen. Allein schon um zu verhindern, dass man versucht das Spiel zu unterbrechen um einen Gegenangriff zu stoppen. Oder ähnliche Unruhe aufs Spielfeld zu bringen...
Wäre das die Lösung aller Probleme beim Videobeweis? Bestimmt nicht. Aber es ist doch zumindest mal ein diskussionswürdiger Ansatz. Ich würde es wirklich als spannend empfinden, wie sich eine solche Reglung auf das Klima im Fußball auswirkt...
Und ja, ich gehe felsenfest davon aus, dass dies erstmal zu haufenweise Überprüfungen führen würde.. die in 90% der Fälle nur die Entscheidung des Schiedsrichters belegen... Bis dann irgendwann mal wirklich einem Trainer im entscheidenden Moment eine Challenge fehlt und er sich ärgert, dass er die schon verschwendet hat.
Als Schritt 2 führt diese Änderung zur Einführung eines Videoassistenten. Den es schon längst geben sollte. Also ein zusätzlichen Blickwinkel, der über Funk dem Trainer aus seiner Perspektive auf Auffälligkeiten hinweist. Und halt nebenbei kritische Szenen blitzschnell beurteilen muss... Wenn Fußball ein gut gecoachter Sport wäre, würde es so was schon längst geben. Aber im Fußball wird man ja ausgelacht, wenn man sich die erste Halbzeit von der Tribüne aus angucken will, weil man von dort einen besseren Blick hat...
Das aller größte Problem wäre natürlich, dass man dieses "Ok, du hast dass jetzt gechallenged." auch wirklich durchziehen muss. Und daran wird es am Ende scheitern. Denn genau genommen haben die Schiedsrichter schon alle Möglichkeiten um zumindest für Ruhe auf dem Platz zu sorgen. Sie müssten nur das Vorhandene Regelwerk konsequent anwenden und den Spieler, der eine persönliche Strafe für seinen Gegner verlangt, ebenfalls verwarnen. Genau so wie fürs vehemente Beschweren... Das macht aber halt keiner und deswegen ist die Stimmung auf den Plätzen ja so, wie sie ist...
Wahrscheinlich dürften die Spieler der etablierten Verein weiterhin vor sich hin jammern, ohne dass die Challenges ausgelöst werden... weil... wer will wirklich, dass ein etablierter Nationalspieler plötzlich wie ein Depp dasteht?
Ich sag das mal so: Über die Vor- und Nachteile eines Challenge-Systems sollte man wenigstens mal in aller Konsequenz nachdenken, anstatt es von vorne herein auszuschließen. Denn es könnte wirklich interessante Auswirkungen auf die Reaktionen auf dem Feld haben, die anscheinend einfach niemand bedenkt.
1.) Mit der derzeitigen Anwendung ist niemand wirklich zufrieden. Wir müssen dringend an der Optimierung des Videobeweises arbeiten
2.) "Challenges" stehen definitiv nicht zur Debatte. Nicht mal als Denkmodell. Sie sind keine Option.
Um das Konzept der Challenges kurz zu erklären: Man gibt in einem solchen System den Trainern die Möglichkeit, einen Videobeweis einzufordern. In der NFL hat dies jahrelang erfolgreich funktioniert.
Die spannende Frage ist: Warum ist dies im Fußball so unvorstellbar? Also wieso kann man die Idee nicht mal debattieren und die Vorteile eines solchen Systems hervorheben.
Und die Vorteile sind zumindest für mich offensichtlich. Also ganz einfach: Ein Christian Streich kriegt einen seiner Anfälle, weil seine Mannschaft einen Einwurf nicht bekommen hat. Also rennt er wild mit dem Armen fuchtelnd zu Bibiana Steinhaus... diese schaltet automatisch in den Barney Stinson Modus und antowertet "Ok, Challenge accepted"...
Und Jürgen Klopp dann so: Warte was? Nein! Also so wichtig ist der Einwurf dann doch nicht... Aber dann ist es schon zu spät... Damit hat Thomas Tuchel dann eine seiner 2 Challenges für einen sinnlosen Einwurf verschwendet... und das nächste Mal wird Pep Guardiola sich überlegen, ob er sich wirklich wieder über die scheinbare Ungerechtigkeit eines bedeutungslosen Pfiffs aufregt...
Und geht mal in euch, wie oft sich die Trainer an der Seitenlinie aufregen, als wären sie gerade offensichtlich betrogen worden. Was ja jeder gesehen haben muss... Und überlegt euch, wie viel Unruhe die damit ins Spiel bringen können...
Wenn dieses Verhalten eine Challenge auslösen würden... würden sie die Situation auf ein Mal ganz anders beobachten. Und Funkkontakt zum Co-Trainer im VIP Bereich mit Videobildern aufnehmen...
Was meint ihr, wie sich die Stimmung auf den Trainerbänken plötzlich ändern würden. Weg von den Pausenclowns, die bei jeder Gelegenheit zum Schiedsrichter rennen. Hin zu einer sachlichen und produktiven Analyse der Entscheidungen auf dem Spielfeld. Was soll daran schlecht sein?
Und wenn man schon dabei ist: Auch die Spieler, die sich lauthals und mit ausgestreckten Armen beim Schiedsrichter beschweren, lösen dadurch eine Challenge aus. Was meint ihr wie ein Trainer seinen Spieler hinterher in der Kabine zur Sau macht, wenn er nach einem offensichtlich sauberen Zweikfampf eine Challenge auslöst... und dem Trainer damit in der 89. Minute die Möglichkeit fehlt die wirklich strittige Szene im Strafraum nochmal analysieren zu lassen... Auf ein Mal hätte man als Trainer ein gesteigertes Interesse daran, dass sich die Spieler um ihr eigentliches Aufgabenfeld kümmern anstatt sich mit Schiedsrichterentscheidungen zu befassen... Was auch definitiv viel zu häufig passiert...
Warum darf man über so ein Konzept und seine Auswirkungen nicht mal nachdenken?
Wichtig ist dabei natürlich, dass ausschließlich Challenges zu einer Überprüfung der Szenen führen. Also in der NFL gibt es mittlerweile das Problem, dass haufenweise Spielzüge automatisch überprüft werden... Also jeder erzielte Punkt und jedes Turnover... was dazu führt, dass die Trainer ihre Challenges verwenden können um wirklich belanglosen Scheiß kontrollieren zu lassen. Weil sie es für die wichtigen Entscheidungen eigentlich nicht mehr brauchen.
Und natürlich müssen die Challenges auch entsprechend rar sein. 2 pro Spiel. Eventuell eine 3., wenn man 2 Mal richtig gelegen hat. Aber definitiv nicht mehr, damit die Trainer sich wirklich genaustens überlegen, ob sie dieses taktische Mittel jetzt verwenden.
Apropos taktisches Mittel: Eine Challenge würde natürlich immer dazu führen, dass die Zeit angehalten wird. Allein schon um zu verhindern, dass es in der Schlussphase als Mittel zum Zeitspiel eingesetzt wird. Aber das lässt sich definitiv einfach lösen. Genau genommen sollte der Einsatz des Videoschiedsrichters jetzt schon zu einem Anhalten der Uhr kommen...
Andererseits... öffnet man damit natürlich auch die Büchse der Pandora... also wenn man erst Mal anfängt die Uhr bei der einen Gelegenheit anzuhalten... müsste man sie dann nicht auch bei Verletzungsunterbrechungen stoppen? Also prinzipiell wäre ich da definitiv dafür, dann könnte man sich die letzten 10 Minuten eines Fußballspiels auch wieder angucken, weil nicht mehr ein Team effektiv verteidigt, in dem es am Boden liegt... Aber das ein Spiel 90 Minuten dauert... und absehbar ist, wann diese 90 Minuten vorbei sind... ist immer eine Grundlage des Spieles gewesen...
An der Stelle muss man sich allerdings auch fragen: Wäre das Ende der fortlaufenden Spielzeit wirklich eine größere Veränderung für den Sport als das, was in den letzten 2 Jahren mit Torlinientechnologie und Videobeweis passiert ist? Und wenn man die Zeit im ungünstigsten Falle 4 Mal pro Spiel anhält, wird der Unterschied ja nicht sooo relevant werden... Man kann ja als Kompromiss einführen, dass die Uhr in den letzten 10 Minuten angehalten werden kann, wenn ein Videobeweis eingefordert wird.
Was ebenfalls noch wichtig wäre: Eine gescheiterte Challenge muss auch irgendwie zu einer Strafe führen. Also sagen wir ein Eckball für den Gegner. Oder ein Freistoß vom Flügel. Also auf jeden Fall die Gelegenheit einen ruhenden Ball in den Strafraum zu schlagen. Allein schon um zu verhindern, dass man versucht das Spiel zu unterbrechen um einen Gegenangriff zu stoppen. Oder ähnliche Unruhe aufs Spielfeld zu bringen...
Wäre das die Lösung aller Probleme beim Videobeweis? Bestimmt nicht. Aber es ist doch zumindest mal ein diskussionswürdiger Ansatz. Ich würde es wirklich als spannend empfinden, wie sich eine solche Reglung auf das Klima im Fußball auswirkt...
Und ja, ich gehe felsenfest davon aus, dass dies erstmal zu haufenweise Überprüfungen führen würde.. die in 90% der Fälle nur die Entscheidung des Schiedsrichters belegen... Bis dann irgendwann mal wirklich einem Trainer im entscheidenden Moment eine Challenge fehlt und er sich ärgert, dass er die schon verschwendet hat.
Als Schritt 2 führt diese Änderung zur Einführung eines Videoassistenten. Den es schon längst geben sollte. Also ein zusätzlichen Blickwinkel, der über Funk dem Trainer aus seiner Perspektive auf Auffälligkeiten hinweist. Und halt nebenbei kritische Szenen blitzschnell beurteilen muss... Wenn Fußball ein gut gecoachter Sport wäre, würde es so was schon längst geben. Aber im Fußball wird man ja ausgelacht, wenn man sich die erste Halbzeit von der Tribüne aus angucken will, weil man von dort einen besseren Blick hat...
Das aller größte Problem wäre natürlich, dass man dieses "Ok, du hast dass jetzt gechallenged." auch wirklich durchziehen muss. Und daran wird es am Ende scheitern. Denn genau genommen haben die Schiedsrichter schon alle Möglichkeiten um zumindest für Ruhe auf dem Platz zu sorgen. Sie müssten nur das Vorhandene Regelwerk konsequent anwenden und den Spieler, der eine persönliche Strafe für seinen Gegner verlangt, ebenfalls verwarnen. Genau so wie fürs vehemente Beschweren... Das macht aber halt keiner und deswegen ist die Stimmung auf den Plätzen ja so, wie sie ist...
Wahrscheinlich dürften die Spieler der etablierten Verein weiterhin vor sich hin jammern, ohne dass die Challenges ausgelöst werden... weil... wer will wirklich, dass ein etablierter Nationalspieler plötzlich wie ein Depp dasteht?
Ich sag das mal so: Über die Vor- und Nachteile eines Challenge-Systems sollte man wenigstens mal in aller Konsequenz nachdenken, anstatt es von vorne herein auszuschließen. Denn es könnte wirklich interessante Auswirkungen auf die Reaktionen auf dem Feld haben, die anscheinend einfach niemand bedenkt.
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