Mittwoch, 31. Juli 2013

Saisonvorschau: Eintracht Frankfurt

Ausgangslage: Die Frankfurter Eintracht war DIE Überraschungsmannschaft der letzten Saison. Als Aufsteiger startete man direkt in die Europa League durch und bewies somit, dass die Horrorrückrunde 2011 wirklich nur ein Betriebsunfall war. Schneller und besser wurde so ein Betriebsunfall Abstieg wohl noch nie verkraftet... wobei die wirklich schwere Aufgabe erst noch kommt: Den Erfolg bestätigen.

Wen werden sie vermissen? Sebastian Rode? Pirmin Schwegler? Marco Russ? Wie jetzt, die sind alle noch da? Das funktioniert doch sonst nicht? Können sich diese Überraschungsspieler mal bitte an die Gesetze des Marktes halten und auf der Bank eines besser bezahlenden Vereins einreihen? Aber irgendwie hat Bruno Hübner es geschafft, den kompletten Erfolgskader zusammen zuhalten... zumindest für ein weiteres Jahr...
Außer natürlich... Oka Nikolov. Der Großmeister der Voodoo Puppen wechselte nach gefühlt 120 Jahren im Eintracht-Trikot in die USA...

Wer soll's richten? Das schöne an den fehlenden Abgängen: Man musste sich auch nicht groß verstärken. Gleichzeitig nutzte man die Marktgesetze im Johannes Flum für die Back-Up Rolle im Defensiven Mittelfeld zu holen... was allein schon deswegen clever ist, weil es ihnen kaum ein zweites Mal glücken dürfte, alle zu halten. Nur dass man immer noch keinen brauchbaren Bundesliga-Stürmer gefunden hat, dürfte den Frankfurtern schaden... Aber im großen bleibt alles beim Alten. Die Frankfurter dürften die einzige Mannschaft der Bundesliga sein, deren Idealformation ohne Neuzugang auskommt... jetzt müssen nur alle so gut spielen, wie in der Vorsaison... oder im Fall von Srdjan Lakic so gut wie vor ein paar Jahren... nur um mal zu verdeutlichen, wie wahrscheinlich das ist...

Leischtungschträgscher: Armin Veh. Auch wenn's komisch klingt. Veh dürfte der Trainer sein, der sich seiner neu erworbenen Macht am ehesten zu bewusst ist. Und so wird es auch im nächsten Winter/Frühjahr die große Debatte geben, zu welchen Konditionen er denn verlängern würde. Wenn er dann überhaupt noch Trainer ist... Denn sein wir ehrlich: im wesentlichen lebt Veh's Ruf von der einen Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart 2007. Und das ist genau genommen schon verdammt lang her... und vorher war er quasi auf dem besten Weg raus aus der Bundesliga (beim VfB wurde er von Interims- zum Meistertrainer...). Seit der Meisterschaft hat er genau 2 Bundesliga-Saisons bis zum Ende gecoacht: Die Nach-Meister Saison in Stuttgart, als man ihn quasi auch nicht entlassen konnte, und die letzte Saison in Frankfurt. Noch viel schlimmer: Bisher war immer spätestens während der dritten Saison Schluss... Andererseits ist Veh ein Trainer, der sich ständig und auch über die Medien so positioniert, dass er Druck auf den Verein und dessen Neuverpflichtungen ausübt... Und er unterschreibt nur noch Ein-Jahres-Verträge... man hat die Debatte also jedes Jahr... Ob ein Trainer mit einem Maximalen Haltbarkeitsdatum wirklich so viel Stress wert ist? Das müssen zum Glück die Frankfurter entscheiden...

Best Case Szenario: Das verflixte zweite Jahr. Wie viele sind daran schon gescheitert. Und für die Frankfurter wird das alles noch mal um einiges schwieriger, weil man am Donnerstag noch durch die europäischen Dörfer ziehen muss... Und dementsprechend steht knallharter Überlebenskampf auf dem Programm. Abstiegskampf in seiner reinsten Form. Aber am Ende sind sie erfolgreich und lassen 3 Dümmere hinter sich. Und das beste daran: auf Grund der doch recht desaströsen Saison will hinterher niemand mehr das Frankfurter Tafelsilber kaufen... und man kann mit einigen wenigen Verstärkungen ganz entspannt die 3. Bundesligasaison in Folge antreten...

Worst Case Szenario:Das verflixte zweite Jahr... meistert Frankfurt auch mit Leichtigkeit. Nichts kann sie mehr aufhalten. So glauben es zumindest die Verantwortlichen und Fans nach Platz 7. Man träumt schon wieder von den ganz großen Zeiten und den Europäischen Titeln... weshalb man Armin Veh im Herbst 2014 auf Platz 9 liegend etwas überraschend entlässt... noch viel überraschender hatte der doch verdammt viel mit den Frankfurter Erfolgen zu tun... Und die Frankfurter stürzen ohne ihn wieder ab...

Dienstag, 30. Juli 2013

Saisonvorschau: Hamburger SV

Ausgangslage: Und täglich grüßt der HSV. Das Murmeltier der Liga. Seit April 2010 will der Hamburger SV wieder nach Europa. Seit 2010 tut sich da aber so wirklich nichts. Auch diese Saison sind die Voraussetzungen genau genommen nicht besser geworden. Denn während sich die Konkurrenten aus Stuttgart und Gladbach auf dem Transfermarkt verstärken konnten, musste der HSV Geld verdienen. Im wesentlichen sind die Hamburger jetzt ein Jahr älter, was wenn dein Hoffnungsträger dadurch die 30 überschreitet nur bedingt ein gutes Zeichen ist.

Wen werden sie vermissen? Offiziell niemanden. Denn laut Vorsitzenden Carl-Edgar Jarchow musste man definitiv keinen Leistungsträger verkaufen. Was ja auch nur bedeutet, dass Heung Min Sons 12 Saisontore (nebenbei mit Atjoms Rudnevs die meisten der letzten Saison) nicht als Leistung betrachtet wurden... Und der Hamburger Jugendspieler mit asiatischen Wurzeln nicht auch noch als Identifikationsfigur und Werbefigur fehlen wird... Ignoranz kann eine Gabe sein...
Wo wir schon bei Hoffnungsträgern mit Identifikationspotenzial sind: Levin Öztunali zog ebenfalls nach Leverkusen weiter. Und der ist Uwe Seelers Enkel mit türkischen Wurzeln. Öztunali und Son hätten für eine bessere Zukunft stehen können... aber egal.
In Hamburg vermissen sie stattdessen lieber Eren Derdiyok und Roque Santa Cruz. Also Spieler, die als Offensivverstärkung diskutiert wurden. Und Zwei Stürmer, die bei wirklichen Europa League Aspiranten bisher nur Ergänzungsspieler waren...

Wer soll's richten? Heiko Westermann ist dann endlich in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und als Führungsspieler zu agieren. Zumindest hat er sein jährliches Sommerinterview zu dem Thema im Kicker gegeben. Und der Kicker macht sich mittlerweile nicht mal mehr die Mühe, nachzufragen ob der das letztes Jahr nicht auch schon behauptet hat. Das lustigste: Es ist immer im Wechsel die Kapitänsbinde. Also vom "ich brauche die Binde nicht" übers "jetzt, wo ich die Binde habe, kann ich endlich" zu "jetzt ohne Binde kann ich aber endgültig"...
Aber der Hauptgrund für Westermanns Leistungsschwankungen war ja nicht er selbst, sondern die ständig wechselnden Partner in der Innenverteidigung. Mal abgesehen davon, dass ein Führungsspieler genau diesen wechselnden Partnern den Halt geben sollten und nicht anders herum, hat der HSV dieses Problem jetzt elegant behoben. Diese Saison werden Johan Djourou (Verteidigte letzte Saison 14 Spiele für die zweit schlechteste Abwehr der Bundesliga) und Lasse Sobiech (Mit Fürth im Verbund immerhin 2 Gegentore besser als Hannover) um Westermann herum rotieren. Damit sind doch alle Probleme gelöst.
Die einzige wirkliche Verstärkung könnte Hakan Calhanoglu werden. Dort macht sich das nächste Problem breit: Er ist ein klassischer 10er... und auf der 10 spielt halt schon der Heiland, Blonde Engel und nicht mehr Ehemann von Sylvie... nicht, dass der van der Vaart Transfer so falsch war... denn sein wir ehrlich, ohne ihn wäre der Abstieg eine viel zu wahrscheinliche Option gewesen... Aber nach dem Milan Badelj ein halbes Jahr lang eindrucksvoll nachgewiesen hat, dass er die 6 nicht alleine bearbeiten kann, hat der HSV eine Position weiter vorne auf ein Mal einen Stau.
Oh, und Maximilian Beister, der nach seiner lustlosen Roten Karte gegen Augsburg am liebsten vom Hof gejagt hätte, ist jetzt der neuste Hoffnungsträger als Son-Ersatz... wie wir sind noch gar nicht bei den

Leischtungschträgschern: All of the above. Und der Vorstand... und der Aufsichtsrat... Und Rafael van der Vaart, weil er Sylvie betrogen hat... wie das hatten wir schon? Sein wir kurz ehrlich: Der HSV in seiner derzeitigen Version ist das reinste Chaos. Und dass man ohne wenn und aber die Europa League fordert, wird nur bedingt helfen. Turbulenzen sind auch in dieser Saison vorprogrammiert... Denn wirklich besser als die Mannschaft, die sich von den Bayern 2:9 abschießen ließ, ist man immer noch nicht.

Best Case Szenario: Am 33. Spieltag heißt es: Hoffentlich zeigen die Bayern Gnade. Denn der HSV  nach 5 Trainerwechseln (am Ende übernimmt Investor Klaus-Michael Kühne) braucht man unbedingt 2 Siege, um wenigstens den Relegationsplatz zu ergattern. Aber die Bayern brauchen die Punkte selber... Also geht der HSV bitteren Gang in die 2. Liga. Für die all das Tafelsilber keinen Vertrag besitzt... der nach seiner Entlassung enttäuschte Kühne verlangt derweil all sein Geld zurück. Nach einer mittelmäßigen Zweitligasaison muss der HSV auf ein Mal sogar Insolvenz anmelden... und darf sich auf Grund seiner Tradition als Bezirksligist neu gründen. Und damit kommt dann endlich das reinigende Gewitter und es werden Leute mit Ahnung vom Fußball in entsprechende Funktionen gesetzt. Der Durchmarsch bis in Liga 2 gelingt problemlos. Dort wird man dann zwar 3 Jahre aufgehalten, aber Tradition lässt sich halt nicht dauerhaft stoppen. Und schließlich, im Jahre 2036 (also zum 100. Geburtstag von Uwe Seeler) schießt der inzwischen steinalte Öztunali den HSV zu seiner ersten Meisterschaft seit 1983. Und hey, die Schalker warten auch im Jahre 2036 noch auf ihre nächste Meisterschaft...

Worst Case Szenario: Ok, wirklich überzeugen kann der HSV nicht. Aber der Rest ist mehr mit sich selbst beschäftigt, als mit der Bundesliga. Schalke erreicht das Achtelfinale der Champions League und muss darauf hin Jens Keller entlassen... Obwohl man auf Platz 4 liegt... Werder Bremen holt alle Trainerentlassungen der letzten 14 Jahre in einer Saison nach. VfL Wolfsburg stellt fest. dass Klaus Allofs sein Goldenes Händchen irgendwo im Jahrzehnt ohne Namen liegen gelassen hat. Von Freiburg und Frankfurt ist nichts anderes als der Absturz zu erwarten. Gladbach bricht zum Ende der Saison ein... und bereitet so den Abstiegskampf 2015 vor. Stuttgart und Hannover sind einfach nicht gut genug besetzt... und am Ende wird der HSV 4.. VIERTER!!! Dass das mit dem eigenen Leistungen wenig zu tun hatte, fällt niemanden auf. Jarchow sieht sich bestätigt und der Chaos-Kurs wird beibehalten... Obwohl man in der Champion League Qualifikation an Red Bull Salzburg scheitert, in der Europa League kein Bein auf die Erde bekommt und in der Liga 2015 am Ende 14. wird... Und auch in den kommenden 5 Jahren keinen Einstelligen Tabellenplatz erreichen kann... Das eine Jahr in dem man fast Champions League gespielt hätte reicht als Bestätigung aus...

Montag, 29. Juli 2013

Saisonvorschau: Borussia Mönchengladbach

Ausgangslage: Es ist schon irre, wie schnell das gehen kann. Kaum zu glauben, aber vor 2 1/2 Jahren stand die Borussia mit mehr als einem Bein in der Zweiten Liga. Aber der Relegation sei dank (ich verspreche euch, es ist das LETZTE Mal in diesem Jahr, dass ich die Relegation erwähne...), konnte man sich doch noch retten und danach richtig durchstarten. Jetzt hat man eine Mannschaft zusammen, die einen durchaus von Europa träumen lässt. Was ist passiert? Nun ja, hauptsächlich Lucien Favre und Marco Reus. Der eine legte den Grundstein für den Fußball auf dem Platz, der andere finanzierte mit den 17 Millionen, die Dortmund für ihn zahlte, quasi den kompletten Kader. Und diese Saison muss man nicht eine komplette Achse ersetzen. Im Gegenteil, es kamen sogar Offensivspieler, die den Hochgeschwindigkeitsfußball, von dem Favre immer träumt (wie jetzt, das Gegurke, mit dem Hertha 2009 auf Platz 4 stürmte, war gar nicht Favre's Idealvorstellung von Fußball?), umsetzen können. Anders ausgedrückt: von all den Traditionsvereinen, die wieder nach Europa wollen, hat Gladbach die besten Voraussetzungen.

Wen werden sie vermissen? Wenn sie ehrlich sind, immer noch Reus und Dante... denn die beiden haben letzte Saison endgültig nachgewiesen, wie gut sie wirklich sind... diese Saison verlässt die Borussia nur Igor de Camargo. Und das die Hoffenheimer für das Weiterreichen nach Lüttich 1,4 Millionen nach Gladbach überweisen, dürfte Max Eberls größter Geniestreich gewesen sein. Apropos...

Wer soll's richten? Kann es sein, dass Eberl still und heimlich der zweitbeste Manager der Bundesliga ist? Seine Transferbilanz liest sich erstaunlich gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass weder Reus, noch Patrick Herrman, Havard Nordveit oder Branimir Hrgota bei den Gladbachern ausgebildet worden sind. Eberl scheint wirklich ein Gespür für junge, günstige und entwicklungsfähige Spieler zu haben. Und wenn ihn seine Nase nicht täuschen sollte, können wir von Max Kruse noch einiges erwarten. Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er selbst in Krisenzeiten zu lange an seinen Trainern festhält... aber will man das wirklich?

Leischtungschträgscher: Juan Arango. Seit 2009 ist man im wesentlichen von den Launen und dem genialen linken Fuß Arangos abhängig. Jetzt wird er der sein, der am ehesten hinten runter fällt... und von den neuen oder jüngeren Hochgeschwindigkeitsfußballern überholt wird. Und wie er darauf reagiert, könnte die "spannendste" Story in Gladbach werden...

Best Case Szenario: Das Comeback der 90er war ja schon ganz nett anzuschauen. Aber die Beste Zeit der Bundesliga bleiben die 70er Jahre. Nicht nur als Gladbach-Fan. Aber gerade dort. Deswegen verteilt Lucien Favre auch seiner gesamten Mannschaft diese beschissenen Frisuren. Das wir ihm aber verziehen. Schließlich lautet das Motto: Wenn schon Fohlenelf, dann auch richtig. Inklusive Meisterschaft. Und Patrick Herrman wird ab dieser Saison verehrt, wie sonst nur Günther Netzer. Was ihn nicht daran hindert, in dessen Fußstapfen zu treten... also zu Real Madrid zu wechseln.

Worst Case Szenario: Früher war alles besser. Vor allem in Mönchengladbach, wo man sich Jahrelang auf Augenhöhe mit den großen Bayern befand. Da will man natürlich wieder hin. Und deswegen studiert man auch das Spiel der Mannschaft von damals. Ganz besonders fällt Raffael dabei dieser Günther Netzer auf. So will er auch spielen. Also vor allem so wenig laufen will der auch. Leider bringt es Lucien Favre nicht übers Herz, seinen Lieblingsschüler aus der Mannschaft zu nehmen... und die Zeiten der Stehgeiger sind halt vorbei. Raffael hat zwar alle 4 Spiele einen genialen Moment, die für ihn arbeitende Mannschaft wird trotzdem nur Vierzehnter...

Samstag, 27. Juli 2013

Saisonvorschau: Hannover 96

Ausgangslage: Irgendetwas ist in Hannover passiert. Und keiner kann so genau erklären, was. Irgendwie gehen sie in Hannover davon aus, dass die letzte Saison ein Ausreißer nach unten war... und nicht die 2 Jahre zuvor ein überraschender Ausreißer nach oben. Obwohl Hannover in 50 Jahren Bundesliga ganze 2 Mal besser als Platz Sieben war. Dennoch redet man ganz offen von der Europa League als Saisonziel. Obwohl Schalke, Leverkusen, Dortmund und die Bayern offensichtlich eine ganze Klasse besser sind. Und Borussia Mönchengladbach sich ordentlich verstärkt hat... und der Hamburger SV den aus Tradition gewachsenen Anspruch hat... Und obwohl der VfL Wolfsburg eigentlich in den Einzelteilen auch besser besetzt ist... aber ganz ehrlich: Was sollen sie in Hannover auch sonst machen? Die 12. Saison am Stück spielen sie jetzt schon Bundesliga. In wirklicher Abstiegsnot geriet man nur im Jahr der Robert Enke Tragödie. Wenn man dann als Saisonziel "Wir wollen eine ordentliche Saison spielen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben" ausgibt...

Wen werden sie vermissen? Mohammed Abdellaoue? Sein wir kurz ehrlich: Hannover hatte letztes Jahr definitiv so viele gute Stürmer, dass der eine weniger kaum auffallen wird. Und da ein Mame Diouf Wechsel lange Zeit im Raum stand, hätte es sie schlimmer treffen können... Dann schon eher Sergio Pinto, den man ablösefrei ziehen ließ. Natürlich ist der alt... aber war halt auch ein Führungsspieler... und vor allem setzt man jetzt auf die Entwicklung der Jungen Talente und die Fitness von Leon Andreasen und Co. Beides sind nicht unbedingt die herausragenden Stärken von Hannover...

Wer soll's richten? Die Neuzugänge haben alle eines Gemeinsam: Sie sind jung und entwicklungsfähig. Und wenn Edgar Prib mit 23 dein ältester Neuzugang ist, muss man das wohl so ausdrücken. Andererseits muss sich erst noch herausstellen, ob die Hannoveraner nicht am Ende die Dummen waren, weil sie das meiste Geld in einen Fürther Bundesligaprofi gesteckt haben. Die anderen Kandidaten waren zumindest günstiger zu haben. Hier kommen wir aber zum eigentlichen Thema: Ist Mirko Slomka wirklich der richtige Mann um Spieler weiterzubilden? Versteht mich nicht falsch, Slomkas Erfolge weisen ihn definitiv als guten Trainer aus. Aber wie viele Spieler hat er wirklich weiter entwickelt? Christian Schulz, Christian Pander und Jan Schlaudraff kamen allesamt als Deutsche Nationalspieler nach Hannover. Hat irgendeiner von denen unter Slomka den Sprung zurück in die Nationalmannschaft geschafft? Der einzige Deutsche Nationalspieler ist aktuell Ron Robert Zieler. Und da bleiben 2 Fragen offen: 1. Warum findet Jogi Löw den eigentlich so viel besser als Roman Weidenfeller? 2. Wie viel hat ein Chef-Trainer mit der Ausbildung seines Spezialisten zu tun?
Diouf, Abdellauoe und Didie Ya Konan waren halt genau genommen Perlen, für die sich Slomka bei Jörg Schmadkte bedanken hätte sollen... und zwar nicht nur per E-Mail...
Nicht falsch verstehen, Slomka ist definitiv ein guter Trainer. Aber er ist halt eher aus der "Gebt mir euren Müll, ich mache daraus eine funktionierende Mannschaft" Kategorie als aus der "Gebt mir eure Jungs, ich forme daraus eine faszinierende Truppe".

Leischtungschträgscher: Und jetzt, wo Slomka den Machtkampf mit Schmadkte gewonnen hat... ist zumindest diese Unterhaltsame Episode endgültig beendet. Die Frage ist, wie sich Martin Kind, jetzt wo er als Babysitter Moderator seiner leitenden Angestellten nicht mehr gebraucht wird, jetzt einbringt. Und abgesehen von diesem Brandherd ist aus dem ehemaligen Chaos-Club Hannover (genau genommen seit 2006) ein richtig gut geführter Bundesligist geworden. Quasi das, was Köln immer sein wollte...

Best Case Szenario: Slomka ist doch ein Genie. Und Schmadtke hat ihn am Ende nur aufgehalten. Wieso hat man diesen Mann nicht früher mit hoffnungsvollen Talenten versorgt? Sondern nur mit Angreifern, die nicht ohne Grund nur in Norwegen erfolgreich waren? Die Europa League? Wird trotzdem verpasst. Aber man spielt begeisternden nur leider teilweise etwas chaotischen Offensivfußball. Und wer jetzt denkt, dass sie dass doch schon letzte Saison gemacht haben... stimmt, aber diese Mannschaft hat das Potenzial sich noch zu einer richtig guten zu entwickeln... und davon konnte man vorher nicht sprechen.

Worst Case Szenario: Slomka ist doch ein Genie. Leider fällt ihnen das in Hannover erst auf, als sie ihn nach 20 Spieltagen auf Platz 11 liegend, entlassen. Hannover holt danach nie wieder einen Bundesligasieg... Aber Slomka wird neuer Bayern-Trainer. Frei nach dem Motto: wie soll jemand, der diese Gurkentruppe 3 Jahre in Folge auf einen Einstelligen Tabellenplatz führt, mit einem Elitekader wie dem der Bayern jemals wieder ein Spiel verlieren?

Freitag, 26. Juli 2013

Saisonvorschau: 1.FC Nürnbgerg

Ausgansglage: Da sind sie wieder. Zum genau genommen Siebten Mal seit ihrer letzten Meisterschaft im Jahre 1968 versucht sich der 1.FC Nürnberg als Bundesligist endgültig zu etablieren. 5 Saisons in Folge ohne Abstieg gab es zuletzt zwischen 1988 und 94. Immer, wenn man danach kurz davor stand, passierte irgendetwas dummes. Im Zweifelsfall etwas ganz dummes. So auf dem Frank Baumann steht alleine vor dem leeren Tor und trifft nicht Niveau... Und ja, Nürnberg ist auch der einzige Verein, der als amtierender Meister abstieg... und um das Double komplett zu machen, auch als amtierender Pokalsieger 2007/08.
Logisch, dass bei so einer Vereinshistorie das große Träumen ausbleibt. Neben Augsburg und Braunschweig sind die Nürnberger die einzigen, die den Klassenerhalt zum Saisonziel erklären.

Wen werden sie vermissen? Eigentlich müsste man Timmy Simmons und Tim Klose schreiben... Aber Simmons ist ein 6er der ganz alten Schule, der wenn er nicht das Abseits aufheben würde, den eigenen Strafraum kaum verlassen würde... und er ist auch schon steinalt. Tim Klose hat bisher nur eine einzige ordentliche Bundesligasaison gespielt. Für diese beiden Spieler insgesamt 7 Millionen zu kassieren (und Emanuel Pogatetz als Gratiszugabe.) ist nicht die schlechteste Entschädigung. Vor allem, wenn man das Geld auch noch zu großen Teilen reinvestieren konnte.

Wer soll's richten? In Nürnberg tut sich was. Junge Spieler stellen fest, dass z.B. ein Ilkay Gündogan beim Club seinen Feinschliff bekommen hat. Und so wechseln, nach Timo Gebhardt letzte Saison, mit Daniel Ginczek und Josip Drmic die nächsten Hoffnungsvollen Talente ins Frankenland. Und während man sich solche Spieler früher ausleihen musste, konnte man sie sich jetzt (Klaus Allofs sei Dank) fest verpflichten. Wenn nur einer der beiden richtig einschlägt und für mehr Geld weiterverkauft werden kann, haben sich die 4,5 Millionen Euro Ablöse schon gelohnt.
Und das solche Marktwertsteigerungen in Nürnberg durchaus möglich sind, beweist Hiroshi Kiyotake gerade, für den ein englischer Verein 10 Millionen geboten haben soll. Und in Nürnberg haben sie genügend junge Leute, denen der nächste Schritt zuzutrauen ist...

Leischtungschträgscher: andererseits... was passiert, wenn sie diesen Schritt allesamt verpassen? Gerade in der Offensive hat man nicht all zu viel Spielraum für Fehlgriffe. Denn den Druck von hinten soll Alexander Esswein ausüben... und Esswein ist so was wie ein Andre Schürrle für Arme. Am Ende sagt eine Statistik alles aus: Per Nilsson war letztes Jahr der Top Torjäger... und der ist immer noch Innenverteidiger...

Best Case Szenario: Alles läuft nach Plan. In Wolfsburg beweist Dieter Hecking, dass er mehr von den Nürnbergern profitiert hat, als sie von ihm. Michael Wiesinger wird das neue von Schalke begehrt Trainertalent. Und am letzten Spieltag schafft man es durch eine 1:5 Klatsche gegen genau diese Schalker sogar gerade so, der Europa League Falle aus dem Weg zu gehen. Und spielt Nürnberg auch auf Jahre hinaus noch Bundesliga.

Worst Case Szenario: Den Gegner fällt in der Saisonvorbereitung etwas entscheidendes auf: Die Nürnberger haben in der letzten Saison eh nur dürftige 39 Tore erzielt... aber mehr als die Hälfte davon durch Standards. Jetzt weigern sich die Gegner einfach, die Nürnberger zu foulen. Was teilweise zu absurden Situationen führt: Die Verteidiger lassen die Nürnberger Angreifer lieber alleine aufs Tor zu laufen und gehen aus dem Weg als eine Kiyotake Standard zu riskieren... und das ganze funktioniert auch noch... mit 21 erzielten Toren steigt Nürnberg am Ende ab...

Donnerstag, 25. Juli 2013

Saisonvorschau: VfL Wolfsburg

Ausgangslage: Irgendwo in Wolfsburg wird Dr. Francisco Sanz sitzen und sich fragen: wie konnte Borussia Dortmund uns eigentlich so krass überholen? Die Älteren unter uns werden sich erinnern: 2009 stand der ehemalige Retortenklub VfL Wolfsburg auf dem Nationalen Gipfel. Mit dem erstmaligen erreichen der Champions League und einem der potentesten Geldgeber in Deutschland als Sponsor war man in der Pole-Position, die großen Bayern auf Jahre herauszufordern... Aber anstatt Neuzugänge mit Spielen in Barcelona zu locken, kann man derzeit noch nicht mal mit den Touren durch die Europäischen Dörfer werben... was ist passiert?
Nun ja, zunächst entschied sich Meistermacher Felix Magath gegen Erfolge und Investitionsmöglichkeiten und für Tradition und Schulden... Und da große Trainer bekanntlich große Lücken hinterlassen, schaffte es nach Magath, dem Meistertrainer, keiner mehr eine komplette Saison in Wolfsburg zu überstehen. Obwohl Magath selbst, in der Hybris Version, einer der Nachfolger war...
Das logische Ergebnis der mangelnden Konstanz: Man hat genügend Spieler um 3 Mannschaften zu stellen, aber keine Mannschaft, die wirklich oben angreifen kann. Jetzt sollen Klaus Allofs und Dieter Hecking endlich für Ruhe und Ordnung sorgen... dafür muss Allofs besser einkaufen als zuletzt in Bremen... und Hecking darf halt kein noch interessanteres Angebot bekommen...

Wen werden sie vermissen? Hmm... bei dem aufgeblähten Kader? Würden die Wolfsburger Fans eigentlich ihre aussortierten Tribünenhocker auf der Straße wieder erkennen? Wohl eher nicht. Also bleibt Alexander Madlung, der genau genommen seit seiner Ankuft in Wolfsburg 2006 als Auslaufmodell gilt und trotzdem am Ende immer gebraucht wurde... Wenn dieses Ende naht wird Madlung dieses Mal fehlen...

Wer soll's richten? Luiz Gustavo? "Wie jetzt Wolfsburg will mich? Nee, da bleibe ich dann doch lieber in München..." Pirmind Schwegler und Sebastian Jung? Spielen lieber jetzt schon mit Frankfurt Europa League als vage darauf zu hoffen, dass das nächste Saison was wird... Heung-Min Son? Mittelmaß könnte der auch in Hamburg haben... und dann fragte auch noch Leverkusen an... Dass die Mannschaft nur punktuell verstärkt worden ist, muss nicht unbedingt am Vertrauen ins vorhandene Personal liegen... So bleiben Max Grün, Daniel Caliguiri und Tim Klose als Neuzugänge übrig... und 15 Spieler die man in der letzten Saison ausgeliehen hat und für die man eigentlich keiner Verwendung mehr hat. In Worten FÜNFZEHN. Ok, es fehlt ein Torwart, aber theoretisch könnte man mit dem Kader der verliehenen eine eigene Bundesligamannschaft stellen... schlechter als Braunschweig würden die auch nicht besetzt sein...

Leischtungschträgscher: Diego ist jetzt offiziell Führungsspieler. Oder aber auf dem Absprung Richtung Atletico Madrid. Eins von beidem. Bei allem fußballerischen Talent steht aber eins fest: Wer eine Diva wie Diego als Führungsspieler braucht, hat ein Problem. Denn egal wo er bisher war, durchs vorne weg marschieren ist er noch nie aufgefallen.
Ivan Perisic: Er war die erste große Verpflichtung von Klaus Allofs als Wolfsburger... und wenn die Rückrunde der Indikator ist, dann setzt sich eher seine Serie aus "Nicht so Geniestreichen" fort.

Best Case Szenario: Stell dir vor, Wolfsburg spielt Bundesliga, und niemand kriegt es mit. Genau das passiert den Wolfsburgern: Sie spielen einfach nur eine Normale Bundesligasaison. Nichts herausragendes, aber auch nichts, wofür man den Trainer entlassen könnte. Auf dieser neu gefundenen Ruhe und Stabilität bauen sie dann in der nächsten Saison ihren großen Angriff auf Europa auf. Einzig Diego ist enttäuscht, weil er in so einer Saison natürlich keine Eigenwerbung in Sachen Heim-WM machen konnte... nach seinem ablösefreien Wechsel im Sommer wird aber auf ein Mal klar, dass Diego eher das Problem und Ja-Chael Koo die Lösung ist...

Worst Case Szenario: Die Saison beginnt eigentlich viel zu gut. Nach dem man am 7. Spieltag die großen Bayern schlägt, ist man auf ein Mal ungeschlagener Tabellenführer. Dummer Weise beendet man damit auch die Ära Guardiola... und auch wenn er sich eigentlich als loyaler Arbeitnehmer, der seine Verträge erfüllt, ausgibt, so kann Dieter Hecking das Angebot der Bayern natürlich nicht ablehnen. Kein Problem, sagt Klaus Allofs, er hat da einen Trumpf in der Hinterhand... und während Thomas Eichin und Robin Dutt einen eindrucksvollen Neuanfang in Bremen hinlegen, beweist das wiedervereinte Duo Allofs-Schaaf, dass genau genommen beide am Ende das Problem an der Weser waren... so stürzt der VfL in eine neue Ära des Chaos.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Saisonvorschau: VfB Stuttgart

Ausgangslage: Beim VfB Stuttgart passierte in dieser Saison etwas seltsames: Die Rückrunde war wesentlich schwächer als die Hinrunde. Und wenn selbst dein Wikipedia-Artikel über die letzten Jahre mit der Schlagzeile "Schwache Hinrunden, starke Rückrunden" beginnt, ist das schon was besonderes. Spätestens nach dem der Einzug in die Europa League über den DFB-Pokal feststand, schenkte die Mannschaft der Liga nicht mehr Aufmerksamkeit als unbedingt nötig. Antonio Rüdiger sah sogar den vielleicht dümmsten Platzverweis der Saison... für eine Tätlichkeit abseits des Balles aber innerhalb des Strafraums... In der Bundesliga ist er deswegen noch für 3 Spieltage gesperrt. Das DFB Pokal Finale konnte er trotzdem bestreiten.
Aber es passierte noch etwas seltsames. Der VfB Vorstand bewahrte die Ruhe und verlängerte den Vertrag mit Bruno Labbadia.Nur um das mal in Relationen zu setzen: Bei seinen 3 vorherigen Stationen wurde Labbadia jeweils nach dem verpassen des Saisonziels in seiner ersten Rückrunde zum Vereinswechsel bewegt. Auch wenn er nur in Hamburg wirklich entlassen worden ist...
Beim VfB durfte seit der Ära Felix Magath nur noch Armin Veh 3 Saisonvorbereitungen in Folge antreten. Und das auch nur, weil er in der ersten Saison zufälliger Weise Meister wurde...
Was hat sich seit dem verändert? Nun ja... Horst Heldt flüchtete in Richtung Schalke und wurde durch Fredi Bobic ersetzt. Denn schnellen Abschussfinger musste also inzwischen Huub Stevens erleben, während Bobic auf den Klopp-Effekt setzt: Dass die Verlängerung mit einem jungen Trainer zu langfristig außerordentlichen Erfolgen führt. Wer von den beiden Recht behält, muss die neue Saison zeigen. Aber es könnte sein, dass Stuttgart das eigentliche Problem gelöst hat, als Heldt nach Schalke ging... nur so ein Gedanke...

Wen werden sie vermissen? Dank der erneuten Europa League Teilnahme kann der VfB seinen Kader weitestgehend zusammen halten. Denn es mangelte nicht an Qualität, sondern an Breite. Deswegen vermissen sie auch nur das Talent Raphael Holzhäuser, dass in Augsburg beigebracht bekommen soll, wie ordentliche Rückrunden funktionieren, und das eine Tor von Shinji Okazaki. Wenn am Ende allerdings genau ein Tor zur Europa League fehlen sollte...

Wer soll's richten? Im Kern ein Hannoveraner Angreifer und 5 ablösefreie Spieler. Was erst Mal nicht soo beeindruckend klingt... bis einem Auffällt, dass Mohamed Abdellaoue genau der Stürmertyp ist, der einen "Boah, heute geht eigentlich gar nichts, weil gestern Europa League war" Spiele mit einer einzigen Aktion gewinnt... Und die 5 ablösefreien Spieler sind Thorsten Kirschbaum (wer will wirklich Geld in seinen Ersatztorwart stecken), Konstantin Rausch (jung, deutsch, seit Jahren Stammspieler), Daniel Schwaab (jung, deutsch, und halt unzufrieden damit bei der drittbesten Mannschaft nur Aushilfe zu sein), Sercan Sararer (ja, klar, ein Fürther Offensivspieler... Aber sein wir ehrlich: andere Mannschaften haben zusammen 5 Millionen für Fürther Bundesligaprofis ausgegeben...) und Marcos Rojas (hey, der Mann schießt mich gerade beim Fifa Manager zur Australischen Meisterschaft... der MUSS gut sein...). Ablösefrei kann man kaum besser einkaufen.

Leischtungschträgscher: Hab ich schon der Platzverweis von Rüdiger erwähnt? Und wie dumm der war? Und dass der als 20 Jähriger laut Transfermarkt.de schon 3 Mal vom Platz geflogen ist? Klar, der ist erst 20... und noch Entwicklungsfähig... aber mit den richtigen Mentoren (ich denke da an Maik Franz und Jermaine Jones) kann er alle Platzverweisrekorde der Bundesliga brechen, bevor er 25 ist...
Das eigentliche Problem beim VfB liegt aber nicht mehr auf dem Platz, sondern auf der Tribüne. Die VfB Fans hatten z.B. Cristiano Molinaro nach seinem Fehlpass zum 0:1 gegen die Bayern so krass auf dem Kieker, dass Bruno Labbadia den bei Heimspielen nicht mehr bringen konnte...Bedingungslose Unterstützung sieht anders aus.

Best Case Szenario: Wie heißt es im Schwabenland so schön: Schaffe, schaffe, Häusle Baue. Und die neue Führungsriege erkennt, dass das nur funktioniert, wenn man einen Stein auf den anderen setzt. In einem dramatischen Saisonfinale verpasst man Platz 6 nur ganz knapp. Und die Europa League Teilnahme versaut einen ausgerechnet Borussia Dortmund, weil sie das sicher geglaubte Pokal Finale gegen Hoffenheim verlieren... Aber die Schwaben erkennen, dass es trotzdem verkehrt wäre, den Architekten und seinen Chefingenieur wegen eines Pfostentreffers in der 93. Minute des 34. Spieltages zu entlassen... Und so bauen sie in Stuttgart aus einer eigentlichen Endtäuschung ihre bessere Zukunft. Im Jahre 2020 ist Labbadia schon längst nach Dortmund weitergezogen, aber Stuttgart ist inzwischen zum 6. Mal in Folge an der Champions League teil.

Worst Case Szenario: Was für ein Wahnsinn! Die Bayern und die Dortmunder sind so in mit ihren eigenen Giftpfeilen beschäftigt, dass sie gar nicht merken, dass sich die Stuttgarter an ihnen vorbei gemogelt haben. Und am Ende völlig überraschend Meister werden... Wieso jetzt Worst Case? Nun ja, nicht für die Stuttgarter... aber Jogi Löw kann einfach nicht aus seiner Haut und nominiert den halben Stuttgarter Kader zur WM... Serdar Tasci lässt in der Innenverteidigung Shinji Okazaki wie Kagawa aussehen... und Georg Niedermeier jenen Kagawa wie Lionel Messi. Phillip Lahm Verdränger Antonio Rüdiger fliegt im entscheidenden Gruppenspiel vom Platz. Rani Khedira spielt so überzeugend, dass er nach der WM direkt ein Angebot von Real bekommt... nur leider vom Zweitligisten Real Mallorca und nicht den königlichen aus Madrid... Und Cacau vergibt so viele Großchancen, dass er nie wieder nach Deutschland einreisen darf... Deutschland scheidet in der Vorrunde aus... und auf Grund der sonst reihenweise schwächelnden Favoriten wird Mexico Weltmeister... Im Jahr 2064 wird ein steinalter Bastian Schweinsteiger zugeben müssen: Die Chancen auf einen Weltmeistertitel waren nie so gut wie 2014... aber Jogi Löw musste auf die ganzen Stuttgarter Sensationsmeister setzen...