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Donnerstag, 26. Februar 2026

Niko Kovac bleibt ein Vollidiot

Es fehlt diesem Menschen einfach die nötige Größe, um einmal klar zu sagen, dass das halt ein berechtigter Elfmeter für den Gegner war. Und dass es da auch gar nichts zu diskutieren gibt.

Stattdessen eiert er wieder rum und behauptet, dass er ja "inzwischen auch nicht mehr weiß, was ein Elfmeter ist." Also gut, hier als kleine Erklärung: Wenn man den Gegner mit dem Stollen im Gesicht trifft, ist das in 90 % der Fälle ein Elfmeter. Solange der Stürmer nicht auf Kniehöhe mit dem Kopf zum Ball geht, gibt es da wenig zu diskutieren.

Das bei WAZ gepostete Bild zeigt eindeutig, dass Mario Pasalic nicht im ungewöhnlichen Tiefflug unterwegs ist. Was Ramy Bensebaini da macht, fällt definitiv unter "gefährliches Spiel". Und wenn man beim gefährlichen Spiel den Gegner im Gesicht trifft, ist das Elfmeter. Eindeutig. Da gibt es dann auch nichts zu diskutieren.

Ich zitiere hier mal das Regelwerk, welches Kovac anscheinend nie gelesen hat:
Gefährliches Spiel unter "Indirekter Freistoß"
Als gefährliches Spiel gilt beim Versuch, den Ball zu spielen, jede Aktion, durch die jemand verletzt werden könnte (einschließlich des Spielers, der die Aktion begeht) und die einen in der Nähe befindlichen Gegner am Spielen des Balls hindert, weil er eine Verletzung befürchtet.
Ein Fallrückzieher oder Scherenschlag ist erlaubt, sofern dadurch kein Gegner gefährdet wird. 

Also nur um das mal festzuhalten: Selbst wenn Bensebaini in nicht trifft, muss es da eigentlich einen indirekten Freistoß geben. 

Ein Vergehen mit Körperkontakt wird mit einem direkten Freistoß geahndet.
• „Fahrlässig“ bedeutet, dass ein Spieler unachtsam, unbesonnen oder unvorsichtig in einen Zweikampf geht. Es ist keine Disziplinarmaßnahme erforderlich.
• „Rücksichtslos“ bedeutet, dass ein Spieler die Gefahr oder die Folgen für einen Gegner außer Acht lässt. Ein solches Vergehen ist mit einer Verwarnung zu ahnden.
• „Übermäßig hart“ bedeutet, dass ein Spieler im Zweikampf mehr Kraft einsetzt als nötig und/oder die Gesundheit eines Gegners gefährdet. Ein solches Vergehen ist mit einem Feldverweis zu ahnden. 

Die Zweikampfführung hier ist demonstrativ "rücksichtslos", weil Bensebaini ja gar nicht versucht, hinzugucken... Damit ist es aber auch egal, ob er da den Ball spielt oder nicht. Und es ist auch egal, ob es sich hier um Absicht handelt. Wer auf der Höhe mit einem ausgestreckten Bein zum Ball geht, muss damit rechnen, dass der Schiedsrichter pfeift. Das Risiko, den Gegner im Gesicht zu treffen, geht er fahrlässig ein. Und nur weil der Schiedsrichter den Kontakt nicht sofort erkennt, gibt er nicht direkt den Elfmeter.

Das beweist nebenbei auch, warum es richtig war, dass der VAR da eingreift, weil offensichtlich ein Wahrnehmungsfehler vorliegt. Die Dortmund Fans diskutieren ja auch darüber.
Das sind nebenbei dieselben Dortmund Fans, die behaupten, dass Julian Baumgartner bei seinen Treffern am Wochenende im Abseits stand, weil sie nicht wussten, dass man nicht im Abseits stehen kann, wenn man hinter dem Ball steht. Die pflegen ihre Opfer-Mentalität gerade sehr ausgiebig.

Aber die Dortmund Fans bringen uns zu dem eigentlich Problem an Kocac Aussagen und Haltung: Denn bei WAZ vor der Paywall wird nur die Frage in den Raum geworfen, ob der Kopf nicht zu tief ist. Für die Antwort müssten wir ein Abo abschließen. Aber diese Frage steht in Dortmund jetzt tatsächlich im Raum. Und Kovac befeuert sie weiter, indem er sich so schwammig positioniert.

Wenn Kovac einfach mal eindeutig sagen würde, dass es natürlich Elfmeter geben muss, wenn ein Spieler, der relativ normal zum Kopfball geht, mit dem Stollen in Gesicht getroffen wird, nimmt er damit der gesamten Dortmunder Fanszene den Wind aus den Segeln. Nebenbei schützt er dadurch den Schiedsrichter, der seinen ursprünglichen Fehler korrigieren konnte. Und er könnte, auch wenn man selbst nicht profitiert, erwähnen, dass der VAR hier eine Fehlentscheidung korrigiert hat. Aber Kovac schafft es ja nicht, Fehlentscheidungen gegen Dortmund überhaupt zu sehen.

Das ist nebenbei kein Einzelfall bei ihm, sondern seine grundlegende Haltung. Bereits am 23. Dezember habe ich ihn aus genau diesem Grunde zum "Vollidioten der Woche" gekürt. Kovac ist ein notorischer "Ich lege jede Szene so aus, dass es meinem Verein passt" Experte. Nebenbei kann man daran auch erkennen, wie Kovac reagieren würde, wenn sein Stürmer in einer vergleichbaren Situation wäre: "Was wollen sie von mir, er trifft ihn im Gesicht. Klarer Elfmeter!"

Was mich ja an der Stelle am meisten stört, ist der mangelnde Widerspruch, auf den Kovac bei den Journalisten trifft. Kein einzelner harkt da mit einem "Was Bensebaini da macht ist die Definition von einem rücksichtslosen Einsteigen. Da er den Gegner im Gesicht trifft, muss es zwingend Elfmeter und Gelb geben."  nach.

Eigentlich müssten die Journalisten jetzt offiziell verkünden, dass sie Niko Kovac einfach nicht mehr zu Regeln und Elfmetern befragen werden, denn er hat ja offiziell zugegeben, dass er davon keine Ahnung hat. Und er hat mehrmals bewiesen, dass er jede noch so offensichtliche Szene immer nur durch seine Vereinsbrille analysieren kann. Dadurch schwächt er konsequent die Schiedsrichter, die von ihm auch für richtige, gegen Dortmund ausfallende, Entscheidungen kritisiert werden. Oder er verschlimmert die "Niemand weiß, wann der VAR eingreifen sollte" Diskussion, weil er 2 quasi identische Szenen komplett unterschiedlich interpretiert. Solchen Menschen unwidersprochen eine Plattform zu geben, ist durchaus gefährlich, auch wenn es hier nur um Fußball geht.

Dienstag, 23. Dezember 2025

Worst of eines unfassbar schlechten Spieltages

 Vielleicht der schlechteste aller Zeiten. Es war schon absurd. Aber immerhin gibt es dann genügend Stoff für einen ordentlichen Beitrag.

Das ganze ging schon am Freitag richtig beschissen los. Denn nach dem "Borussia gegen Borussia" Duell wurde wieder mal nur über den VAR geredet. Das überschattet dann ein nicht mal so richtig gutes Spiel.

Das bringt uns auch direkt zu Niko Kovac, Vollidiot der Woche. Können wir bitte aufhören, den zu irgendwelchen Schiedsrichterentscheidungen zu befragen? Denn spätestens seit dieser Woche wissen wir, dass wir keine vernünftigen Antworten von ihm bekommen. Wir werden nur erfahren, dass Dortmund beschissen wurde, während alle kritischen Entscheidungen pro BvB richtig waren.
Man muss sich einfach mal die Stimmen zum Spiel gönnen. Da bewertet Kovac es innerhalb von 2 Minuten 2 "Da MUSS der VAR eingreifen" Szenen völlig unterschiedlich. Beim Dortmunder Tor ignoriert er komplett, dass Julian Brandt nur so frei zum Abschluss kommt, weil Guirassy vorher Sander vorher gefoult hat. Da gibt es auch nichts zu diskutieren. Auch die Frage, ob der VAR beim Foul an Beier eingreifen muss, ist eindeutig mit "Ja" zu beantworten. 

Kovac hätte, wo es ja am Ende in der Summe gut für ihn ausgegangen ist, dieses eine Mal die Größe zeigen können und offen zugeben, dass es in beiden Fällen eine Fehlentscheidung war. Dass der VAR, wenn er eine größere Akzeptanz erreichen will, bei beiden Szenen eingreifen muss. Aber anscheinend kann Kovac das einfach nicht. Schade eigentlich. 

Der Sportschau-Samstag war dann ein absoluter Fiebertraum. Das fing mit den animierten, tanzenden Lebkuchenmännchen an. Da muss man sich schon fragen, was für Drogen so eine KI eigentlich nimmt. Vor allem haben diese "Dinger" dieselben "Tanzbewegungen" gemacht... aber zeitlich leicht versetzt, sodass es damit auf keinen fiktiven Takt passt. 

Dann müssen wir dringend über den Pullover von Lukas Kwasniok reden. Denn der war so hässlich, dass sogar im Doppelpass 5 Minuten darüber geredet werden musste. Ich muss an der Stelle einschieben, dass das für mich einfach ein absoluter Mindfuck war. Denn als Barkeeper habe ich in den letzten Wochen viel zu viele solcher hässlichen Weihnachtspullis gesehen. Eigentlich sollte sich das für dieses Jahr erledigt haben, als Freitagnacht um 3 der letzte Gast gegangen ist. Dann schalte ich zur Sportschau ein und bekomme direkt PTSD... danke dafür.

Viel schlimmer ist aber, dass es sonst auch einfach nichts zu besprechen gab, denn die Spiele waren fast alle furchtbar. Die Highlights liefen echt auf ein "Wir würden auch lieber guten Fußball zeigen, aber hier gibt es nur Zweikämpfe und Fehlpässe." Und einen unfassbar dummen Platzverweis.

Selbst Stuttgart und Hoffenheim, die ja an sich richtig guten Fußball spielen können, stolperten sich ein uninspiriertes 0:0 zusammen. Das einzige Spiel, in dem wirklich was passierte, war Wolfsburg gegen Freiburg. Und hier muss man festhalten, dass viele Tore nicht zwingend bedeutet, dass man ein hochklassiges Spiel gesehen hat. Schon beim ersten Tor von Dzenan Pejcinovic muss man irgendwie festhalten, dass Noah Atubolu den eigentlich halten muss. Beim 2. Tor liefert er, das kann man einfach nicht anders sagen, direkt die Vorlage. Er spielt dem Angreifer relativ unbedrängt den Ball in den Fuß. Beim 3. Pejcinovic-Treffer hebt Anthony Jung das Abseits auf, weil er unbedingt reklamieren muss. Es wurde einem Angreifer noch nie so einfach gemacht, einen Hattrick zu erzielen...

Aber... Wolfsburg hat ja trotzdem verloren. Denn es gab einen Elfmeter aus der Kategorie "So dumm stellt sich nicht mal ein Kreisklasse-Verteidiger an." Und ein Billard Eigentor: Ginters Kopfball hält Grabara an sich gut, aber der Ball springt halt an den Rücken von Jensons Seelt und von dort ins Tor... Und die Statistiker so: Torvorlage für Ginter, wir können ja nicht beide Scorerpunkte den Wolfsburgern zuschieben.

Bleiben am Ende 2 Tore, die nicht aus der Kategorie "Unfall" kommen... Die Freiburger sagten hinterher ja auch, dass sie nicht die bessere Mannschaft waren, sondern einfach nur weniger Fehler gemacht haben. Also zum Mitschreiben: Die Mannschaft, deren Torwart dem gegnerischen Angreifer im Strafraum den Ball in den Fuß gespielt hat, hat trotzdem irgendwie weniger Fehler gemacht. 

Samstagabend gab es dann wahrscheinlich das qualitativ beste Spiel des Wochenendes. Aber es war halt RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen. Dose gegen Pille. Wenn eine dieser Mannschaften die Bayern jagen würde... aber so interessiert sich kaum ein "neutraler Fan" für dieses Spiel. Das ist eher aus der Kategorie "Da laufe ich doch lieber über einen überfüllten Weihnachtsmarkt, anstatt mir das anzugucken." Und um den absurden Samstag richtig rundzumachen, wurde Timo Werner als letzter Hoffnungsträger eingewechselt... im Jahr 2025... 

Das erste Spiel am Sonntag kam auch direkt aus der: "Hätte ich das Mainz-Spiel im Fernsehen gesehen, ich hätte nach zehn Minuten ausgeschaltet." Kategorie. Also das sage nicht ich, das sagt St. Paulis Hauke Wahl. Wahl wurde nebenbei "Spieler des Spieles"... mit einer 3,0. Der beste Mann auf dem Rasen war wirklich der Schiedsrichter... Auch wenn er es "versäumte, Kohr Gelb zu geben." Wie kann man das bitte als Schiedsrichter versäumen?

Abgeschlossen wurde der Spieltag dann durch einen uninspirierten Pflichtsieg der Bayern in Heidenheim. Nach spätestens 32 Minuten stand fest, dass die Bayern sich das Ding nicht nehmen lassen. Aber in Schützenfestlaune waren sie auch nicht, deswegen wurde das Spiel "offiziell" erst in der 86. Minute entschieden. Weil es anscheinend irgendwie vorstellbar war, dass Heidenheim 2 Tore erzielt... bestimmt.

Das war in der Summe DER Spieltag, bei dem die Unterhaltung aus dem reinen Zynismus kamen. Wahrscheinlich, um das ganze etwas sachlicher einzuordnen, ist es einfach doch so, dass die Mannschaften auf der letzten Rille in Richtung Winterpause unterwegs waren. Jetzt können und müssen alle erstmal ihre Wunden lecken und neue Energie tanken, bevor es dann im Januar weitergeht.

Donnerstag, 6. Februar 2025

Das Niko Kovac Experiment, Teil 2

 Oder: Joachim Watzke liest meinen Blog! Zumindest geht er plötzlich auf all das ein, worauf ich hingewiesen habe. Die Zusammenarbeit des Führungstrios ist also "optimierungsbedürftig". Und man könnte auch 2 Jahre ohne Champiosn League überleben

Eigentlich ist es nicht überraschend, weil ich ja hier gerade nur versuche, die allgemeinen Schlagzeilen und Debatten aus einem etwas anderen Winkel zu betrachten. Eher überrascht es, dass wir beide von den Aussagen auf dem neuen Textor-Album irritiert sind. Was sagt denn der Philosoph Andi Brehme dazu?

Wobei das Kleingedruckte in dem "wir halten 2 Jahre ohne Champions League aus" interessant ist. Denn das Zitat geht mit einem "Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers, dann ist wieder alles im Lot. Wir haben ein, zwei Spieler, die schon sehr begehrt sind in Europa" weiter. Damit spricht Watzke relativ offen aus, dass der BvB ans Tafelsilber muss, wenn man die Champions League verpasst. Dann verkauft man halt Jamie Gittens und Niko Schlotterbeck. Dass man dann das Geld nicht in neue Spieler stecken kann, könnte problematisch werden. Dass diese neuen Spieler dann auch eher auf dem Julian Brandt Niveau sind, als der nächste Erling Haaland, wird das nächste Problem, dass Watzke ignoriert.

Aber hier möchte ich, obwohl ich vorgestern selber noch den Vergleich gezogen habe, festhalten: Die Lage wird nicht annähernd so dramatisch, wie bei der fast Insolvenz 2005. Ich glaube nicht, dass die Dortmunder kurzfristig in eine extreme Schieflage gelangen könnten, dafür wirtschaften die zu seriös. Ich befürchte eher einen schleichenden Niedergang.

Also mein Szenario sieht eher so aus: Im Sommer ist dann, weil man schon wieder nur auf Platz 5 landete, Gittens weg. Man kommt aber, weil der Kader trotzdem durchaus gut besetzt ist, in der Europa League überraschend weit. Nur verdient man halt im Halbfinale dieses Wettbewerbes weniger, als im Achtelfinale der Champions League. Aber die Zusatzbelastung hat man ja trotzdem und so landet man dieses Mal sogar nur auf Platz 6. Man redet sich ein, dass das aufgrund der komplizierten Vorbereitung mit der Klub-WM und dank der Halbfinalteilnahme gar nicht schlecht war. Aber Schlotterbeck geht, weil er konstant in der Champions League spielen will. Wie auch vorher Gittens wird er nicht gleichwertig ersetzt. Dafür bietet man Julian Brandt immerhin einen leistungsbezogenen Vertrag an, was ein Fortschritt ist. 

So scheidet man Jahr für Jahr etwas früher aus der Europa League aus. Beim einmaligen Comeback in der Champions League ist auch schon nach den Playoffs Schluss, weil man halt den Anschluss verpasst hat. Plötzlich muss man froh sein, dass man überhaupt an der Europa League teilnimmt. Aber Julian Brandt steigt 2034 in Management auf, weil der ja schon immer da war.

Wenn RB und Bayer nicht nachlassen, wird Dortmund zeitnah "nur noch" um den 4. Startplatz in der Champions League kämpfen. Also der legendären Wenger Trophy. Und die Voraussetzungen in Frankfurt sind, was Umfeld und Infrastruktur betrifft, nicht schlechter als in Dortmund. RB und Bayer haben als Dosen-Werks-Elf wirtschaftlich klare Vorteile. Irgendwann müssen die Borussen beten, dass Beyoncé im Signal Iduna Park spielt und bezahlen mir dann das VIP Ticket. Dass genau dieses Szenario eintritt, soll Niko Kovač verhindern.

Und hier kommt etwas völlig Absurdes: Kovač ist der erste externe "Neuzugang" im leitenden Personal seit Marco Rose. Rose war dabei ja eher ein einjähriges Intermezzo, dass die Ära Edin Terzić unterbrochen hat. 5 Jahre mit nur einem kurzfristig beschäftigten externen Mitarbeiter? Das wäre selbst im hintersten Bayern zu inzestuös. 

Also ja, sie folgen damit technisch gesehen dem Vorbild der Bayern. Aber die hatten halt einen Uli Hoeneß. Mit dem besten Manager aller Zeiten kann man das machen.
Nebenbei hat ein Hoeneß einen Christian Nerlinger auch sehr schnell entlassen, als er merkte, dass der nicht in seine Fußstapfen passt. Auch Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić waren sehr schnell wieder weg vom Fenster. Hoeneß gibt ehemaligen Spielern eine Chance und die Möglichkeit, sich zu profilieren. Aber sobald er merkt, dass das nichts wird, greift er auch ein. Und vor allem holt er sich dann doch externe Hilfe: Matthias Sammer und Max Eberl. Und ja, technisch gesehen war Eberl auch mal kurz Bayern-Spieler. Aber geholt haben sie den, weil er in Gladbach überragende Arbeit geleistet hat. Und weil man nebenbei RB Leipzig schwächen konnte.

Und vor allem hat man, wenn man das Management weitgehend "intern" besetzt hat, dafür immer externe Trainer geholt. Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti und Thomas Tuchel waren international extrem anerkannte Namen, die keinerlei Verbindung zum Verein hatten, Jupp Heynckes kam das erste Mal als Ende der 80er als externer Trainer. Und zwischen den Amtszeiten legte er eine verdammt erfolgreiche Karriere hin und gewann unter anderem die Champions League mit Real Madrid. Kovač holte vorher wenigstens einen Titel. So kam immer wieder externe Expertise in den Verein.

Der einzige in Dortmunds Führungsriege, der relevante externe Erfahrungen vorweisen kann, ist Sven Mislintat. Und der hat primär in Erfahrung gebracht, dass seine exzentrische und komplizierte Art nur in Dortmund toleriert wird. Bei Arsenal London und dem VfB Stuttgart konnte er nie wirklich Fuß fassen. In Amsterdam wurde er verdammt schnell vom Hof gejagt. Dortmund hat ihn wieder mit offenen Armen empfangen, weil man sich auf sein Diamantenauge verlassen muss. Da muss man aber auch festhalten: der ist nur wieder da, weil er auf allen anderen Stationen gescheitert ist.

Sebastian Kehl kennt 22 Jahren ausschließlich den BvB. Der hat seine "gute Kinderstube" aus der Freiburger Zeit doch schon längst verdrängt. Lars Ricken hatte nicht mal eine gute Kinderstube. Der kam als 14-jähriger zum BvB und hatte seit dem de facto keinen anderen Arbeitgeber. Ok, er war 3 Jahre Experte bei Sky. Aber das war's.

Das hat bei Michael Zorc damals natürlich gut funktioniert. Aber das ist kein Grund, diese einmalige Idee bedingungslos zu kopieren. Und vor allem sollte man dieses Konzept nicht auf alle Positionen anwenden.

Kovač ist jetzt der Erste, der dieses Inzest-Konstrukt komplett aufbricht. Der nicht einfach nur in seine derzeitige Position befördert wurde, weil er ja schon immer da war und sonst keiner konnte. Allein deswegen wird er einen frischen Wind in diese Büros bringen.

Die aufmerksamen Zyniker werden hier jetzt anmerken, dass Dortmund doch beim Trainer das macht, was ich ihnen bei den Führungsspielern vorwerfe: Sie holen den Kandidaten, der bei den Bayern gewogen und als zu leicht empfunden wurde. Das stimmt. Trainer haben halt eine wesentlich geringere Halbwertszeit als Spieler in einem Verein, da ist es nichts Ungewöhnliches, dass man sich den ehemaligen Cheftrainer der Konkurrenz holen kann. Aber dass Kovač Karriere seit der Entlassung bei den Bayern eher auf dem absteigenden Ast war, ist suboptimal. Wenn man Anfang Januar plötzlich einen Trainer sucht, findet man nur ganz selten die optimale Lösung. 

Kovač bringt etwas anderes mit, was den Dortmundern gerade chronisch fehlt: Titel. Und eben nicht nur Titel mit dem FC Bayern, wo ja außer Jürgen Klinsmann jeder was holt. Er hat den DFB-Pokal gegen die Bayern gewonnen. Das ist jemand, der nicht in Ehrfurcht erstarrt, wenn der Rekordmeister vor ihm steht.

Also um das mal zu verdeutlichen: Seit der Saison 2017/18, als dem offiziellen Ende der Ära Zorc, hat der BvB einen einzigen Titel geholt: den DFB Pokal 2021. Im selben Zeitrahmen haben RB Leipzig, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt je 2 Trophäen in ihre Vitrinen gestellt. Nur um festzuhalten, dass "Die Bayern sind ja so übermächtig" keine Ausrede ist. Niko Kovač selbst hat 3 Titel geholt. 

Kovač wird sich nicht mit Finalteilnahmen und Vize-Meisterschaften zufriedengeben, wenn es am Ende um die Wurst geht. Er wird auch nicht nach Ausreden suchen, warum es am Ende nicht klappen konnte. Und das hat den Dortmundern, die es sich in ihrer Rolle als "Nummer 2 in Deutschland" bequem gemacht haben, wirklich gefehlt hat.

Dienstag, 4. Februar 2025

Das Niko Kovac Experiment wird interessant.

 Auch wenn der Fußball eher nicht schmecken wird.

Zunächst mal müssen wir dafür nochmal einen letzten Blick auf die Azubi-Ära Nuri Şahins werfen. Denn der kommt mir tatsächlich gerade etwas zu gut weg. Das Narrativ fokussiert sich ja doch schon stark darauf, dass die Führungsebene in Dortmund gerade kaputt ist. Bei den ständigen Streitigkeiten mit verwirrenden Fronten kann man gar nicht gut arbeiten. Die ganzen Konfliktherde zwischen Joachim Watzke, Matthias Sammer, Sebastian Kehl, Lars Ricken und Sven Mislintat sind schuld an der ganzen Misere. Şahin ist da nur das Opfer.

Und die haben ihren Anteil. Gerade im Dreieck Kehl - Ricken - Mislintat scheint ja jeder gegen den anderen zu arbeiten, damit er dessen Platz übernehmen kann. Ein gutes Dreieck funktioniert halt anders: "Zwei Punkte bilden die Basis, der in der Mitte die Spitze. Welcher das ist, hängt davon ab, wo sich der Betrachter befindet." Gute Gruppen funktionieren so. Und ja, für einen Trainerneuling sind das keine optimalen Bedingungen.

Trotzdem kann das keine Ausrede für die tägliche Arbeit mit der Mannschaft sein. Und da wirkt das Zeugnis für Sahin eben richtig beschissen. Lasst uns das mal an einem scheinbar unwichtigen Detail festmachen, der es aber trotzdem in die Sportschau Zusammenfassung geschafft hat: Waldemar Anton blieb gegen Heidenheim am Ende mit einem Krampf am Boden liegen. Der Optimist sieht da einen aufopferungsvollen Kampf. Die Mannschaft hat alles gegeben und alles reingeworfen. Großartig. Und das stimmt auch irgendwie. Aber das dieses "alles" so verdammt wenig ist, ist ein verdammtes Problem.

Überlegt einfach mal, wie oft ihr Krämpfe in einem "normalen Bundesligaspiel" seht. Das passiert sowieso nur sehr selten. Denn das sind ja Profis, die bereiten sich monatelang darauf vor, diese Belastung zu überstehen.
Und wenn es doch mal einen Krampf gibt, dann kommt der meist auf der Außenseiter-Seite. Bei der Mannschaft, die sich aufopferungsvoll in jeden Zweikampf geworfen hat. Die den ganzen Tag lang dem Ball hinterherjagen mussten. Und eben nicht bei der Mannschaft, die in der ersten Halbzeit 80 % Ballbesitz hatte. 

Dortmund hatte das Spiel komplett im Griff. Sie beherrschten Ball und Gegner. Trotzdem ging ihnen nach 60 Minuten die Luft aus und Heidenheim konnte die individuellen Nachteile immer besser kaschieren. Am Ende hätte Anton fast noch den Ausgleich erzielt.

Und Anton ist halt auch "nur" 11 Kilometer gelaufen. Das spricht nicht für die körperliche Verfassung dieser Mannschaft. Şahin hatte ja am Ende Glück, dass seine Vorgesetzten so zerstritten war, denn wenn die sich früher mit der Verfassung dieser Mannschaft beschäftigt hätten, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Trainer mit einer seiner Grundaufgaben "Fitness" überfordert ist. Dann hätten sie vielleicht rechtzeitig reagiert. Denn der körperliche Zustand dieser Mannschaft ist einfach inakzeptabel.

Das ist ja nicht nur der Krampf von Anton. Wenn man sieht, wie die versuchen, den sprintenden Gegnern zu folgen. Es sei da nochmal demonstrativ auf das 1:0 der Frankfurter verwiesen. Ich habe da nicht den Eindruck, dass Ramy Bensebaini da nicht hinterher sprinten will, weil er gegen den Trainer agiert. Ich habe eher den Eindruck, dass der einfach nicht schneller kann, was ein vernichtendes Urteil für die Arbeit des Trainers ist. Und dass die Dortmunder in ungefähr dem Tempo nachsetzen, wenn die Pressinglinie überspielt worden ist, war ja kein bedauerlicher Einzelfall.

Die Mannschaft in dieser Verfassung gegen spielstarke Gegner wie Bayer Leverkusen hoch pressen zu lassen, ist taktischer Wahnsinn. Das die Mannschaft physisch nicht in der Lage ist, dieses Pressing zu spielen, ist ein ganz anderes Problem.

Da muss man dann ja auch noch all die Muskelverletzungen erwähnen, die irgendwie pro Şahin ausgelegt wurden. Der kann ja nichts dafür, dass seine Mannschaft nicht fit ist. Ist ein Software-Problem, da kann man nichts machen. Aber es ist selbst Sport1 aufgefallen, dass es kein Zufall sein kann, wenn 10 Spieler gleichzeitig mit leichten Verletzungen ausfallen. Die stehen jetzt nicht für tiefgründige Analysen und gründliche Recherche.

An der Stelle muss man festhalten, dass bereits Nuri Şahins Spielerkarriere durch viele kleine Verletzungen ausgebremst worden ist. Man musste irgendwie einplanen, dass der zwischen 2 und 5 Spielen wegen Kleinigkeiten verpassen wird. Nur 2017/18 war er offiziell immer einsatzbereit. Also als er in Dortmund meistens auf der Bank saß, hat er sich beinah nicht verletzt. Immerhin. Und oftmals standen irgendwelche, nicht näher definierten "Probleme" in der Krankenakte. Genau diese Kleinigkeiten hat der von ihm trainierte Kader jetzt auch ständig. Aber da gibt es bestimmt keine Zusammenhänge.

Die Dortmunder Mannschaft ist offensichtlich nicht fit genug, um die für sie ganz normale Belastung zu überstehen. Überrascht es da jemanden, dass in der einen Verlängerung, die sie spielen mussten, nichts mehr von ihnen kam? Und all diese Probleme waren schon im November offensichtlich, da ist es eher Wahnsinn, dass der überforderte Şahin so lange weiterwursteln durfte. Die Streitereien in der Vereinsspitze haben ihm also eher geholfen.

Und da kommt jetzt Niko Kovač. Das ist schon eher der Typ Schleifer. Jemand, der eine Büffelherde auf die Gegner loslässt. Bei ihm war die körperliche Fitness immer die nicht verhandelbare Grundlage. Mit einem Laissez Faire Profi wie Max Kruse konnte er noch nie was anfangen. Und langfristig ist das gut für die Dortmunder. Aber die spannende Frage: kann ein Dead Coach Bounce die Fitness einer Mannschaft reparieren? Kann ein Kovač während der Saison die vernachlässigte Grundlagenarbeit nachholen, ohne dass es weitere Verletzte gibt? Wenn er planmäßig in den ersten 6 Wochen 4-mal in der Champions League antreten "darf"? Also davon ausgehend, dass man sich zumindest gegen Sporting Lissabon durchsetzt, hat Kovač erstmal nur 2 komplette Trainingswochen zur Verfügung, um die grundlegenden Probleme zu lösen. 

Dabei halte ich Kovač, tatsächlich für die beste Option, um Stabilität, Disziplin und Zug in diese Mannschaft zu bringen. Mir würde aus dem Stegreif keine andere Option einfallen, der ich das zutrauen würde und die verfügbar ist. Außer dem, der nicht genannt werden darf, weil sich selbst das unheilige Dreieck einig ist, dass man jetzt nicht über Edin Terzić nachdenken darf. 

Dortmund MUSS jetzt ja irgendwie Vierter werden. Vielleicht kann man dank der Klub-WM eine Saison ohne Champions League finanzieren. Das wäre aber eher ein Notfallplan. Und eine erfolgreiche Klub-WM bedeutet dann wiederum eine komplizierte Vorbereitung auf 2026. In diesem Sommer die fehlenden Grundlagen aufzuarbeiten wird auch nicht leicht. Wenn man dann erstmal raus ist aus der Champions League, könnte die Rückkehr plötzlich schwierig werden. Denn die Offensivdiamanten werden im Zweifelsfall, Stand jetzt, lieber nach Frankfurt gehen, als in Dortmund Europa League zu spielen. Denn die kommen ja alle nicht nach Dortmund, weil die Landschaft so schön restauriert wurde, sondern weil sie sich in der Champions League präsentieren wollen. Das ist, nüchtern betrachtet, das einzige, was Haaland und Bellingham ins Ruhrgebiet gezogen hat.

Das klingt alles nach übertriebener Panik, aber Dortmund wäre nicht der erste Verein, der durch das Verpassen der Königsklasse in eine Negativspirale gerät. Genaugenommen ist es Dortmund selbst schonmal passiert.

Ob Kovač der diese total kaputte Mannschaft reparieren kann, ist plötzlich die spannendste Frage der Rückrunde. Oder ob er wenigstens einen brutal pragmatischen Fußball präsentieren kann, mit dem man dann irgendwie die nötigen Punkte für Platz 4 holt. Und wenn diese Mission scheitert, wird die 2025-26er Saison die wichtigste der letzten 20 Jahre. Denn in der Saison muss man sich zwingend wieder für die Champions League qualifizieren, sonst ist man faktisch in der Abwärtsspirale.

Aber warum Kovač da der richtige Mann sein dürfte, kläre ich morgen. Man kann ja nicht nur negatives über Dortmund schreiben.

Montag, 5. September 2022

Worst of des "Eine Tabelle zum Einrahmen" Wochenendes

 Warte was? Der SC Freiburg stürzt mit der Hilfe von Union Berlin die Bayern von der Tabellenspitze? Union und Freiburg stehen damit beide unter den Top 4? Und als wirkliche Überraschung: Effiziente und souveräne Dortmunder stehen auch noch vor den Bayern? Wann wird Julian Nagelsmann eigentlich entlassen?

Aber fangen wir mal genau da an: Beim Vollidioten der Woche: Julian Nagelsmann. Der war ja nie sympathisch, was auch nicht seine Aufgabe ist, sondern nur ein guter Trainer. Aber wenn man auf jeder Position individuell besser besetzt ist als der Gegner (und Hasan Salihamidžićs Aussage, dass die Trainingsspiele der Bayern ein höheres Niveau haben, als manche Bundesligapartie, entspricht ja einfach nur der Wahrheit) und einen Trainer hat, der einen detailliert auf den Gegner einstellt... dann darf man sich nicht über einen falschen Pfiff im Mittelfeld aufregen. Denn halten wir auch kurz fest: Der Freistoß war an sich nicht in einer gefährlichen Position. Wenn Union den wie Aaron gegen Gladbach direkt und unhaltbar in den Winkel malt, kann man sich beschweren, dass der Freistoß unberechtigt war. Wenn man hinterher noch genügend Chancen hatte, das Tor zu verhindern, ist das halt albern. Und ganz ehrlich: Wenn wir, wie Nagelsmann das ja indirekt fordert, jeden Pfiff im Mittelfeld vom VAR überprüfen lassen, kommen wir gar nicht mehr zum Spielen. 

Nur um mal festzuhalten, wie absurd diese Position von Nagelsmann ist: Wenn, wo ich ja eindeutig dafür bin, ein Challenge System eingeführt werden würde und jeder Coach 2 Mal pro Spiel die Möglichkeit hätte, eine Überprüfung anzufordern... dann hätte Nagelsmann bei der Szene gesagt: Ist nicht so wichtig, die spare ich mir auf. Wir können die Standardsituation ja souverän weg verteidigen. Aber weil seinen Männern dies jetzt nicht gelungen ist, fordert er hinterher den Eingriff des VARs? Das ist einfach nur erbärmlich. Und wenn man bedenkt, dass er sich schon letzte Woche alles andere als souverän präsentiert hat...

Aber gut, der Mann ist ja noch verdammt jung... und Bundesligatrainer... da kann man keine Souveränität erwarten.

Wo wir schon bei den Trainern sind: Ab wann übernimmt Niko Kovac die Position von Armin Veh? Also falls einige das vergessen haben: Armin Veh ist der schlechteste Meistertrainer aller Zeiten. Ok, zumindest der Moderne, ich habe ja keine Ahnung, was in den 60ern und 70ern so abgegangen ist. Er hatte diese eine unerklärliche Saison, in der alles gepasst hat... aber ansonsten meistens versagt. Also zumindest auf Bundesliganiveau, da kommt halt noch die eine gute Saison mit den Frankfurtern dazu. Trotzdem hat er halt immer wieder Angebote bekommen, weil er halt diesen Meistertitel im Lebenslauf hatte.
Jetzt... lässt Niko Kovac Floran Kohfeldt wie ein verdammtes Genie aussehen. Man bekommt eine Ahnung davon, wie das in Monaco für und mit ihm gelaufen ist. Wenn man dann noch bedenkt, welche Entwicklungen sowohl die Eintracht als auch die Bayern genommen haben, nachdem sie Kovac verabschiedet haben... Es ist irgendwie schon komisch, wenn die niemand eine Träne nachweint, obwohl du den ersten Titel seit 30 Jahren geholt hast. Frankfurt hatte das "Glück", dass das Angebot der Bayern genau im richtigen Moment kam.

Wobei nebenbei nochmal erwähnt werden muss, dass Kovac per se kein schlechter Trainer ist. Also in der "Ich bringe erstmal Disziplin rein, stabilisiere die Mannschaft und führe sie zum Klassenerhalt" Rolle. Also das, was Felix Magath jahrelang gemacht hat. Das, was der FC Augsburg eigentlich braucht. Oder was den Schalkern vielleicht auch helfen würde. Aber Wolfsburg braucht gerade jemanden, der das durchaus vorhandene spielerische Potenzial entfaltet. Aber hey, so haben Augsburg und Bochum wenigstens noch Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Denn die beiden stellen gerade fest: Scheiße, die richtig überforderten Mannschaften sind bereits abgestiegen. Und die Vorzeigekandidaten für übermäßige Inkompetenz stellen sich auch nicht so richtig dumm an. Also abgesehen von den Wolfsburgern... Selbst die Hertha, man mag es kaum glauben, wehrt sich angemessen. Da muss man sich in Augsburg und Bochum schon mit der Frage beschäftigen, wen man da eigentlich hinter sich lassen will. Also jeweils den anderen, klar. Aber das reicht ja nicht, sie müssen ja noch einen weiteren Kandidaten finden, um sich dann in der Relegation gegen den Hamburger SV durchzusetzen. Wer soll dieser andere Kandidat sein? Bayer Leverkusen

Um mal ganz kurz festzuhalten, wie schlimm die Lage ist: Werder Bremen könnte zurück sein. Also das gute alte Werder aus der frühen Schaaf Zeit. Eine Mannschaft, die berauschenden Offensivfußball spielen konnte... die aber auch 10 Gegentore in 4 Spieltagen kassiert und wie ein Absteiger verteidigt. Außer natürlich man spielt in Bochum, dann verteidigt man auf einmal souverän... und freut sich über den Fortschritt. Ich sage das mal so: Das kann auch einfach nur am Gegner gelegen haben.

Dienstag, 31. Mai 2022

Die wichtigste Frage in Gladbach gerade: Was wäre schlimmer?

 Also zunächst mal große Anerkennung an Lucien Favre. Das ist ein absoluter Überzeugungstäter. Es hätte echt keine weiteren Beweise mehr gebraucht, der wäre auch so als größter Zögerer und Zauderer in die Fußballgeschichte eingegangen. Aber er entschied sich dann nach 2-wöchigen Verhandlungen doch dafür, dass er nicht mehr in Deutschland arbeiten will. Also nicht nur nicht mehr für Gladbach, sondern allgemein nicht mehr in diesem Land. Da geht es ihm ein bisschen wie Toni Kroos oder Mesut Özil... 

Aber ihn kann es ja auch egal sein, dass er Gladbach jetzt in einer wirklich beschissenen Situation hinterlässt... obwohl er doch gleich gewusst haben muss, dass er eigentlich kein Bock mehr auf dieses Land hat. Denn Gladbach muss jetzt mit der Trainersuche von vorne anfangen, obwohl sie eigentlich schon längst mit dem Neuen an den Stellschrauben des Kaders drehen sollten. Das ist richtig schlecht für die.

Es ist natürlich auch richtig schlecht, dass der eine oder andere begehrte Kandidat schon weg ist. Niko Kovac als nicht nur Meistertrainer, sondern nebenbei auch als Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt. Also klar, der kam bei seinen letzten beiden Stationen am Ende nicht so wirklich gut weg. Aber er hat nachgewiesen, dass er in Deutschland Titel gegen die Bayern holen kann. Überlegt euch einfach mal, wie klein dieser Kandidatenkreis ist... Also Julian Nagelsmann steht nicht auf dieser Liste. Jürgen Klopp und Thomas Tuchel natürlich. Aber die zu verpflichten, dürfte schwierig werden. Dann bleiben auch nur noch Dieter Hecking, Felix Magath, Edin Terzic und Domenico Tedesco übrig. Und eben Kovac. Wenn ich also als Verein wie Gladbach mal auf einen Titel spekuliere, hätte statistisch gesehen Kovac mehr Sinn ergeben als Favre. Der holt nämlich bekannterweise keine Titel.

Hecking und Magath sind im Jahr 2022 keine realistischen Kandidaten mehr und Tedesco sitzt fest im Sattel und Dortmund hat gerade sichergestellt, dass ihnen niemand den Terzic wegnimmt... was macht man also als Gladbach, wo man jetzt zur ungünstigsten Zeit einen Trainer suchen muss?

Nun ja, es gibt da halt 2 Kandidaten, die verfügbar wären. Beide haben durchaus einen guten Ruf. Und beide lassen angeblich tollen Offenisvfußball spielen. Einer würde sogar in die "Hat ohne die Bayern einen Titel geholt" Kategorie fallen... aber beide wären eine Katastrophe.

Der erste Kandidat ist offensichtlich Florian Kohfeldt. Obwohl, jetzt hat ja das letzte halbe Jahr nachgewiesen, dass selbst Max Kruse dem nur bedingt hilft. Dessen Lack hat ganz schön gelitten, seit dem er vor 3 Jahren als das größte Trainertalent der neusten Generation galt. 

Ich wollte mal so ganz nebenbei erwähnen, dass der "Trainerpreis des deutschen Fußballs" nicht mehr vergeben wird, seitdem Kohfeldt den bekommen hat. Falls das ein Wanderpokal war, steht der immer noch bei ihm im Regal. Es gibt da auch keinerlei Informationen zu. Der DFB verschweigt einfach, dass er diesen Preis jemals vergeben hat. Das hat nicht mal Barack Obama geschafft, obwohl er sich alle Mühe gegeben hat den "Friedensnobelpreis" ins Lächerliche zu ziehen...

Aber machen wir uns nichts vor: Nur weil ich hier seit Jahren auf dem armen Jungen rumhacke, bedeutet dies nicht, dass sich der eine oder andere Bundesliga-Manager in ihn verlieben wird. Also dass sich der Max Eberl Nachfolger (wer ist das eigentlich?) einredet, dass er zusammen mit diesem eine neue Ära einleiten wird. Der wird dann einfach sagen, dass er in Wolfsburg ja nur als Feuerwehrmann im Einsatz war und auch gar nicht wirklich gescheitert ist... und dass das alles viel besser wird, wenn man gleich die ganze Saison mit ihm plant und ihm den richtigen Kader zusammenbastelt. Da muss er nur noch rauskriegen, wie viel Ablöse Max Kruse gerade kostet...

Kohfeldt wird noch eine weitere Chance in der 1. Liga bekommen. Es wird immer noch nicht bei allen angekommen sein, dass der nur eine einzige gute Saison in seiner Trainerkarriere erlebt hat...

Aber es gibt noch einen anderen Kandidaten mit einem viel besseren Resümee. Jemanden, der bei all den Trainerposten überhaupt nicht auf dem Radar war, bis der Kicker ihn dann plötzlich in Gespräch gebracht hat. Dem einzigen Trainer auf der Welt, der DFB Pokalsieger und Weltmeister wurde. Ok, das behaupte ich jetzt so, aber wenn man bedenkt, wie wenige Titel unser Nationalmannschaftstrainer im Allgemeinen sonst so geholt haben....

Die Rede ist ganz offensichtlich von Jogi Löw. Wem auch sonst. Und für mich gibt es ja 2 Varianten, warum Löw nirgendwo im Gespräch ist:

1.) Er sucht sich seinen nächsten Job sehr gezielt aus und sagt selber direkt nein. Und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass Löw einen riskanten Job wie bei der Hertha annehmen würde... auch wenn Bild das irgendwann mal behauptet hat. (Ihr könnt da ruhig draufklicken, der Link führt nicht zur Bild). Da müsste Löw ja mal so wirklich arbeiten und genaugenommen könnte er nur verlieren. Also gerade bei der Hertha kann man ja derzeit nur zurücktreten. Die sind 2 Tage nach Beendigung der Mitgliederversammlung immer noch nicht mit allen Rücktritten durch. 

Aber ganz ehrlich, selbst im Idealfall... so ein "Projekt", bei dem man vielleicht in 4 bis 5 Jahren Titel holen kann, wird sich Löw nicht antun. Also da bin ich persönlich überzeugt von. Damit bleiben in Deutschland ja nur Bayern, Dortmund und RB übrig. Da wird er sich einen interessanten Job im Ausland suchen müssen.

2.) Er ist wirklich nirgends im Gespräch, weil niemand Interesse an ihm hat. Dann würde es ihm richtig auf die Füße fallen, dass er nicht früher zurückgetreten ist. Klarer Fall von "Den Zeitpunkt zum Absprung verpasst." Denn mittlerweile ist er halt nicht mehr der Weltmeistertrainer, sondern hat halt seinen letzten Titel vor 8 Jahren geholt... Sein letzter Titel als Vereinstrainer ist 19 Jahre her, sein einziger Titel in Deutschland 25. Das ist ein Vierteljahrhundert ohne Trophäe... 

Es ist halt faszinierend, weil ihm nach 2014 definitiv alle Türen offen standen. Da hätte er es sich echt aussuchen können, welchen Champions League Aspiranten in Bayern oder im Ausland er übernimmt. Damals glaubten wir alle halt, dass dieser Titel wirklich was mit ihm als Trainer zu tun hatte... mittlerweile wissen wir, dass eher die ganzen vercoachten Titelchancen auf ihn zurückzuführen waren.

Für mich persönlich ist das natürlich schade. Ich hätte gerne gesehen, wie Löw eine deutsche Vereinsmannschaft übernimmt und dann allen auffällt, dass der nur ein Scharlatan ist. Und nie mehr gewesen ist. Das würde nicht so dramatisch eskalieren, wie der Versuch mit Jürgen Klinsmann bei den Bayern... aber auch ein langsamer, aber unaufhaltsamer Zerfall kann doch etwas sehr Schönes sein. Also zumindest als Unbeteiligter, alle Werder Fans werden berechtigterweise das Gegenteil behaupten.

Es ist aber schon bezeichnend: Das ist ja die 2. große Trainerrotation in Folge. Und klar, direkt nach der EM war es unwahrscheinlich, dass Löw sofort was macht. Aber, dass er diesen Sommer nirgends ernsthaft im Gespräch ist... Er muss fast schon darauf hoffen, dass Gladbach mal bei ihm anruft, sonst könnte der Zug endgültig abgefahren sein.

Montag, 4. November 2019

Das hat ja länger gedauert, als erwartet.

Also für den Kicker sogar zu lange, in deren Druckausgabe ist Niko Kovac noch Trainer. Immerhin wissen wir jetzt ziemlich genau, wann die ihren Abgabetermin haben... vor halb 10. Aber darum geht es ja gar nicht.

Die Frage ist schon, warum die Bayern so lange gebraucht haben, um mal auf den Spielplan zu sehen. Wahrscheinlich lief die Analyse so ab: Kovac so: "Ich werde das und das ändern, so und so umstellen, Thiago von der 6 nehmen."
Rummenigge so: "Ok, das sieht vernünftig aus, das können wir so versuchen."
Dann hat der Hoeneß hinterher mal mit dem Kalle geredet und wollte wissen, wie der Stand der Dinge ist und ob er mal beim Heynckes anrufen sollte. Und Kalle so: "Na, ich hab mit Kovac geredet, der kriegt das hin."
Und dann der Hoeneß so: "Hast du mal auf den Spielplan geguckt. Weißt du, wer nächste Woche kommt?"
Kalle so: "Ok, ruf mal den Jupp an, ich rede noch mal kurz mit Kovac..."

Ernsthaft, als ich nach dem 1:5 das erste mal gehört habe, dass nächste Woche Borussia Dortmund in München antritt... dachte ich mir: Auf keinen Fall werden die Bayern mit Kovac in dieses Spiel gehen, denn in der derzeitigen Verfassung sind sie dann auf ein Mal der Außenseiter. Wenn überhaupt...

Denn es ist ja auch nicht so, dass dieses Spiel ein Ausrutscher war. Das wirkliche Problem sind Manuel Neuers "Es war kein Wunder, sondern hat sich angebahnt" Aussage. Im derzeitigen Zustand, und die Tendenz unter Kovac ist ja seit Wochen fallend, stehen die Bayern gegen einen mittelmäßigen Zweitligisten am Rande einer Niederlage (wtf, Bochum ist Vorletzter... also nicht mal Mittelmäßig...)...
Und sind gegen halbwegs ambitionierte Bundesligisten chancenlos. Trotz Neuer und Robert Lewandowski, die viele Schwächen durch individuelle Klasse überdecken. Unter diesen Voraussetzungen wäre es schon naiv gewesen in ein Normales Bundesligaduell zu gehen und dann zu hoffen, dass sich das schon wieder einpegelt. Aber gegen den individuell stärksten Konkurrenten? In den Superclassico der Bundesliga? Warum verwenden wir eigentlich nicht einen Deutschen Begriff wie "Gipfeltreffen" sondern kopieren den Begriff aus Spanien? Anderes Thema.

Dass die Bayern-Bosse nicht so blauäugig sind, war eigentlich abzusehen. Warum sie trotzdem bis Sonntag halb 10 gewartet haben... nun gut, die werden halt alt...

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Passives Abseits Leser wissen es exklusiv

Also weil der Autor halt einfach mal daneben gelegen hat... Zum Beispiel hat sich der Hamburger SV doch nicht in Wiesbaden blamiert... da verlässt man sich ein Mal auf die...

Und ja, bevor ihr jetzt selber anfangt als Reaktion auf die große Beweihräucherung der letzten Tage alte Beiträge zu durchforsten um hervorzuheben, wo ich falsche Prognosen getroffen habe... Und dann feststellt, dass Jogi Löw auf ganz andere Art und Weise die Titelverteidigung verkackt hat, als hier vorher gesagt... Spreche ich einige der offensichtlichen Fehltritte einfach mal selber an.

Sei es nur um Heiko Herrlich und Bruno Labbadia Mut zu machen. Denn genau genommen geht es vorrangig um 3 Trainer, deren Entwicklung ich nicht kommen sah:

Niko Kovac ist mittlerweile Bayern-Trainer und DFB-Pokalsieger. Und klar, ich könnte mir einreden, dass Eintracht Frankfurt am Ende doch eingebrochen ist und so die einfache Teilnahme an der Europa League verspielt hat. Aber am Ende kann man den Erfolg nicht leugnen.

Pal Dardai lässt auf einmal attraktiven Fußball spielen. Mit hohem Tempo und viel Esprit. Selbst den Duda hat er zum funktionieren gebracht. Man sieht doch deutliche Fortschritte in dem Spiel der Hertha.

Und Manuel Baum hat mit Augsburg auch letzte Saison souverän den Klassenerhalt geschafft. Und ist stand jetzt wieder auf dem Weg zu einer sorgenfreien Saison. In Augsburg muss man sich derzeit eher mit der Frage beschäftigen, wie lange man sich selbst noch "eine sorgenfreie Saison" als großen Erfolg verkaufen kann...

Allen 3 Trainern habe ich für die letzte Saison einen harten Abstiegskampf prognostiziert. Wobei, Baum noch nicht mal das, meine Worte gingen in die Richtung: Die werden abgeschlagen Letzter... ähm... ja...

Und ja, die 10 absurden Thesen von damals waren bewusst übertrieben angelegt. Dass überhaupt welche davon zugetroffen haben, überrascht mich ehrlicher Weise. Aber gerade bei den 3 angesprochenen Trainern ging es ja hauptsächlich darum, dass ich einfach nicht geglaubt habe, dass die "gut" sind... sind sie anscheinend.

Die Beurteilungen von Trainerleistungen sind ja allgemein etwas verdammt schwieriges. Klar, es gibt einige wenige Fälle wie Julian Nagelsmann, bei dem nicht nur einen "Dead Coach Bounce" erlebt, sondern wirklich substanzielle Verbesserungen in der Mannschaft, die eindeutig auf den Trainer zurückzuführen sind, wahrnehmen kann.
Und es gibt auf der anderen Seite Michael Oenning, der irgendwie 2 Vereine davon überzeugen konnte, dass man ihm die erste Mannschaft anvertraut... was macht der eigentlich mittlerweile?
Der Rest der Trainer bewegen sich irgendwo dazwischen: Sie machen nicht wirklich was kaputt, aber sie bringen die Mannschaft irgendwie auch nicht wirklich vorwärts. Deswegen werden die Trainer ja so oft ausgetauscht: Es gibt verdammt viele austauschbare Trainer und dann eine wenige, die wirklich den Unterschied ausmachen.

Aber der wirkliche Einfluss eines Trainers ist halt immer schwer zu fassen. Weil sich die Frage "Würde ein anderer Trainer aus der selben Mannschaft mehr raus holen" immer schwer zu beantworten ist.

Das kann man ja auch ganz praktisch an Tayfun Korkut fest machen: Der war im Frühjahr angeblich der Schlüssel für eine überragende Rückrunde... und ist dann im Herbst alleine an der Talfahrt Schuld... obwohl sich an seiner Trainingsarbeit wenig bis nichts geändert haben wird. Ist Korkut jetzt überragend oder furchtbar?
Hätte ein beliebiger anderer Trainer denselben Effekt auslösen können? War es für die Stuttgarter Profis einfach nur wichtig, eine andere Stimme in der Kabine zu hören und was die sagt ist vollkommen egal? Warum brauchen die Stuttgarter Profis anscheinend so häufig eine neue Stimme?
Und natürlich die aller spannendste Fragen: Wie würde Korkut in dem Umfeld, welches die Berliner für Dardai geschaffen haben, funktionieren? Und wie lange würde ein Dardai sich ohne Legendenstatus in Stuttgart halten?
Vielleicht sollte man die Beurteilungen von Trainern daran fest machen, wie lange sie in Stuttgart funktioniert haben...

Ein weiteres prominentes Beispiel spielt sich gerade bei Real Madrid ab: Dort hat Zinedine Zidane gefühlt überragende Arbeit geleistet, in dem er... ja was eigentlich... das glücklich gerade so gewinnen perfektioniert hat? Sich auf die überragenden individuellen Fähigkeiten eines Cristiano Ronaldos verlassen hat? Als er erkannt hat, dass beides aufgebraucht sein könnte, hat er sich jedenfalls direkt verabschiedet. Und gilt deswegen immer noch als überragender Trainer. Seine Erfolge sprechen halt für sich.
Den übersättigten Scherbenhaufen durfte Julen Lopetegui verwalten. Was einem im Sommer noch als großen Coup angekündigt worden ist. Weil der ja als amtierender Weltmeister kommen sollte... Hat nicht so ganz funktioniert. Und ungefähr genau so gut funktioniert jetzt Real Madrid. Ob dies aber wirklich an der Arbeit des Trainers liegt... oder daran, dass der große Real Zyklus einfach zu Ende geht und man danach selbst als Real erst Mal ein gewisses Tief durchmachen muss? Oder anders ausgedrückt: Würde ein anderer Trainer wirklich so viel besser aussehen?

Letztes Prominentes Beispiel: Pep Guardiola. Der gilt im Allgemeinen als Genie. Einer der großartigsten Trainer aller Zeiten. Und er brachte mit der "Falschen 9" die letzte ganz große Innovation... Dass sich diese Innovation eher als Trugbild herausstellte? Details... Genau so wie der Fakt, dass Guardiola genau genommen immer einen überragenden Kader zur Verfügung hatte, mit der man auch einfach mal Nationaler Meister werden muss... und dass er International nur etwas gerissen hat, als er Xavi, Andres Iniesta und einen gewissen Lionel Messi zur Verfügung hatte. Anders ausgedrückt: Mit den Leuten holt auch ein Luis Enrique den Champions League Titel...
Wie gut oder schlecht Guariola als Fußball-Lehrer wirklich ist, lässt sich schwer nachvollziehen. Weil man halt auch nicht beurteilen kann, ob ein anderer Trainer mit diesen Möglichkeiten größere oder ähnlich große Erfolge feiern würde...

Aber im Wesentlichen sind das alles nur Ausflüchte, die rechtfertigen sollen, dass ich bei 3 guten Trainern offensichtlich daneben lag. Und nachdem Kovac schon befördert worden ist, bleibt festzuhalten: Auch Dardai und Baum werden, wenn es mal dazu kommt, nach dem Ende ihrer derzeitigen Tätigkeit Angebote von besseren Vereinen bekommen...

Vielleicht ist dies der einzig wirklich Maßstab, mit dem man die Arbeit eines Trainers beurteilen kann: Ist deine nächste Anstellung besser als deine Letzte? Dann scheinst du bei deinem vorherigen Job irgendwen beeindruckt zu haben? Ist dein neuer Verein eher schlechter aufgestellt als dein alter Arbeitgeber, hofft halt irgendein verzweifelter Verein auf deinen gute Ruf...