Posts mit dem Label Corona werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Corona werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Dezember 2021

Ein großes Danke an Kimmich und Choupo-Moting

 Ernsthaft, die beiden verdienen keine Häme. Sie haben sich geirrt und bezahlen jetzt den Preis für diesen Fehler. Gerade dass Joshua Kimmich ja anscheinend schon vor der Infektion einen Impftermin hatte, beweist, dass er nie die Impfverweigerer-Koryphäe war, die die Querdenker in ihm sehen wollten. Und das gesteht er jetzt auch öffentlich ein.

Klar steht Kimmich damit auch repräsentativ für das eigentliche Problem: Dass zu viele Menschen bei der Impfung zögern. Aber diese Menschen können sich jetzt an diesem prominenten Beispiel orientieren. Und wenn sich wirklich nur die Querdenker nicht impfen ließen, hätten wir den Scheiß schon längst hinter uns.

Vor allem beweist Kimmichs "Ich dachte, ich kann mich selbst vor der Krankheit schützen, wenn ich mich an die entsprechenden Maßnahmen halte." jetzt ja, dass Vorsicht nicht hilft. Selbst wenn man sich an alle Maßnahmen hält und persönliche Einschnitte in seinem Leben in Kauf nimmt, kann man Covid bekommen. Genauso, wie man geimpft Covid bekommen kann, es ist dann nur wesentlich unwahrscheinlicher. Kimmich belegt die "Wer sich nicht impfen lässt, wird früher oder später Corona bekommen" These.

Jetzt hat Kimmich aber 2 großartige Dinge für die Pandemie-Diskussion geleistet: Erstens wurde dank ihm die Problematik von den Langzeitfolgen ordentlich und auf Tagesschau.de erörtert. Ich selber habe den Begriff Langzeitfolgen vorher falsch verwendet, konnte mich also dank ihm weiterbilden. Ich bin immer dankbar, wenn Menschen dafür sorgen, dass ich mich weiterbilde. Und wenn jetzt jemand kommt und was in die Richtung schwadroniert, sage ich ihm:
Ja, es kann Langzeitfolgen geben, aber die treten dann sofort auf. Sie bleiben dann halt aber lange erhalten. Dass nach Monaten oder Jahren noch was auftaucht, ist ausgeschlossen. Und die Impfstoffe werden derzeit wegen der Pandemie und einigen Erfahrungen, die man vor Jahren gemacht hat, so gut untersucht, dass es auch extrem unwahrscheinlich ist, dass diese Langzeitfolgen unerkannt bleiben. Also das war ja das Problem bei der Narkolepsie damals: Sie ist gleich bei etwa 500 Personen aufgetreten, es kam aber niemand auf die Idee, dass dies an der Impfung gegen die Schweinegrippe liegt. Aber aus solchen Erfahrungen lernt man als Wissenschaft halt.

Und der 2., fast noch wichtigere Punkt sind die Langzeitfolgen, an denen sowohl Joshua Kimmich als auch Eric Maxim Choupo-Moting jetzt leiden. Wobei diese auf den ersten Blick halt wirklich perfekt sind. Also zumindest gehe ich davon aus, dass beide im Januar wieder spielen könnten. Hoffen wir das beste. Trotzdem redet jetzt selbst die Bild (Vorsicht, Link geht zu... nun ja... der Bild...) mit den möglichen Folgen einer Infiltration der Lunge. Anscheinend schrammt Kimmich gerade relativ knapp an der Rune Jarstein Variante vorbei. Jetzt kann ich auf 2 Beispiele verweisen und sagen: "Guck mal, selbst bei Leistungssportlern hat die Infektion solche Folgen. Das ist halt schon gefährlich, was ihr da macht!"

Gleichzeitig verpasst er keine relevanten Spiele und hat hoffentlich keine ernsthaften Konsequenzen zu befürchten.

Wobei ja gerade die ernsthaften Konsequenzen beweisen, wie pervers die Debatte mittlerweile ist. Also dies zeigte sich an den Kommentarspaltern im Fall Kun Aguero. Also der musste ja seine Karriere wegen Herzproblemen beenden. Und alle so: Schon auffällig, wie viele Fußballer jetzt nach der Impfung Herzprobleme haben! Und schmeißen dann noch Christian Erikssen in den Topf, obwohl der nachweislich ungeimpft war, als er zusammenbrach

Hier ein kurzer Faktencheck zu Aguero: Er hatte definitiv Corona. Und ob er geimpft ist, wissen wir nicht. Es kann also durchaus sein, dass Aguero der erste Profi ist, der wegen Corona seine Karriere beenden muss, da diese Krankheit zu genau den Problemen führen kann, die er jetzt hat. Natürlich kann es auch sein, dass Aguero eine der 50.000 Impfdosen aus China, die bei der Copa America verteilt worden sind, abbekommen hat, aber wie viel davon wirklich verteilt worden ist, weiß keiner.
Das ist auch im Rahmen des Möglichen, nur halt unwahrscheinlicher. Trotzdem stürzen sich alle auf "DAS MUSS AN DER IMPFUNG LIEGEN!!!" Also alle ist hier natürlich die laute Minderheit im Netz... 

Aber hey, Kimmich hat sich immerhin persönlich darum bemüht, Argumente für eine Impfung und gegen die Querdenker bereitzustellen. Unter Einsatz seiner eigenen Gesundheit. Und er hatte die Eier einzugestehen, dass er falsch lag, was ihn endgültig von Querdenkern, die ja teilweise noch auf der Intensivstation Corona leugnen, unterscheidet.

Montag, 25. Oktober 2021

Die endlosen Probleme mit Joshua Kimmichs freier Entscheidung

 Ihr habt es ja alle mitbekommen. War ja nicht zu ignorieren. Unser Volksheld und unsere Führungspersönlichkeit Joshua Kimmich hat "persönlich noch ein paar Bedenken". 

Als allererstes muss man eines festhalten: Kimmich ist bestimmt kein Querdenker. Ganz sicher nicht. Er nimmt die Pandemie schon ernst. Er ist sich der schwierigen Lage bewusst. Was ihm aber nicht bewusst zu sein scheint: Die Impfverweigerer werden ihm für seine Haltung applaudieren, auch wenn er das gar nicht will.

Und das ist halt das Problem von jedem Prominenten von Kimmich bis Nena: Wenn sie in solchen Momenten eine Anti-Haltung zeigen, denken sich die ebenfalls zweifelnden Fans "Guck mal, wenn der damit Probleme hat... dann will ich das Risiko auch nicht eingehen." 

Da kommen wir auch zu dem eigentlichen Problem: Warum recherchiert die Bild überhaupt in diese Richtung? Also eine Impfung soll ja eine freie und private Entscheidung bleiben. Und klar, diese Entscheidung hat dann Konsequenzen. Zum Beispiel, dass Kimmich jetzt in vielen Stadien nicht als Gast erscheinen darf. Oder dass er sich von Clubs, Diskotheken und Konzerten fernhalten muss. Dessen ist Kimmich sich bewusst. Er nimmt die persönlichen Einschränkungen aufgrund seiner Bedenken an. Wenn er sich jetzt darüber beschweren würde, dass er sich ständig testen lassen muss und nicht in die Münchener Nobelschuppen kommt, dann könnten wir über ihn urteilen. Macht er aber nicht.

Das einzige, was die Bild mit ihrer Recherche erreicht, ist... dass eine private Entscheidung in die Öffentlichkeit kommt. Und diese Information bestärkt dann ausschließlich die Zweifler. Herzlichen Glückwunsch Springer, ihr habt es geschafft, dass 50 bis 50000 Menschen jetzt ihre Impfung weiter aufschieben, weil der Kimmich ja auch Bedenken hat. Der muss es ja wissen, das ist so ein netter und intelligenter Junge... Und dann jammert ihr im Dezember, weil wir dann in einen neuen Lockdown müssen, da zu wenige geimpft sind. Obwohl ihr gerade aktiv dran gearbeitet habt, dass dies so bleibt.

Und wenn jetzt der Kimmich als Reaktion auf die Veröffentlichung sagt: "Ok, ich bin mir meine Vorbildfunktion bewusst, ich lasse mich doch impfen!", dann denken diese Skeptiker: Jetzt gibt er dem Druck nach! Also doch die Impfpflicht, uns ist doch versprochen worden, dass es das nicht gibt! Scheiß Diktatur!

Kommen wir zu etwas wirklich albernen: Ein Multimillionär sagt "In meinem Fall zahlt das zum Glück noch der FC Bayern, aber falls das nicht mehr so wäre, würde ich das natürlich auch selbst machen." Direkt nachdem er irgendwie anerkennt, dass es problematisch ist, dass die Tests nicht mehr kostenlos sind und sich viele Geimpfte nicht mehr testen lassen... Was für ein Held. Er würde die 75 Euro die Woche, die er gar nicht wahrnimmt, tatsächlich selber bezahlen.

Wenn Kimmich wirklich ein auf "WeKickCorona" machen würde, würde er jeden Tag 500 Tests bezahlen, damit sich die Leute in seiner Stadt weiterhin kostenlos testen lassen können. Dann machen die anderen Bayern Profis auch noch mit und schon kann man das Heimspiel der Bayern mit "1G, wir sind alle getestet" stattfinden lassen. DAS wäre die wirklich konsequente Umsetzung seiner Haltung.

Kommen wir zu dem wirklich hässlichen Rattenschwanz: 2G im Stadion. Also dass der privilegierte Kimmich ungeimpft seiner Arbeit nachgehen kann, während der primitive Pöbel sich stechen lassen musste. Es ist sowieso schon schwierig genug 2G zu rechtfertigen. Also abgesehen vom: Ihr habt die freie Entscheidung getroffen, diese hat Konsequenzen. Eine davon ist, dass ihr bis Mai nicht ins Stadion dürft. Wenn das irgendwann eine Endemie wird, könnt ihr aber gerne wieder kommen.

Aber das wollen ja all die "Meinungsfreiheit! Das würd man ja wohl noch sagen dürfen!" Experten dabei nicht bedenken: Ja, ihr dürft die Meinung haben, dass die Impfungen gefährlich sind und ihr die deswegen vermeiden wollt. Ihr müsst aber damit rechnen, dass es für diese Meinung Gegenwind gibt. Und dass die Umsetzung dieser Meinung Konsequenzen nach sich zieht. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass euch niemand widersprechen darf.

Jedenfalls kommt da jetzt endgültig die schwierige Frage auf: Sollte man als DFL nicht auf "2G, auch auf dem Rasen" verlangen? Also bestimmt nicht gleich, aber vielleicht zum Rückrundenauftakt. Kann man als DFB ungeimpfte Spieler nominieren? Ich sage nebenbei nicht, dass dies einfache Fragen sind. Denn einerseits wäre ein "Wir sind alle geimpft, macht es auch" eine wunderbare Unterstützung für derartige Kampagnen. Oder aber es führt dazu, dass sich die Skeptiker abwenden und weiter isolieren. Dann von der "gechippten Fußballmafia DFB" reden. Es ist halt am Ende eine verdammt schwierige Debatte.

Aber nur um zu beweisen, dass dies gehen würde: New York und San Francisco haben genau diese Regeln. Wer sich als New Yorker in einer öffentlichen Halle aufhalten will, der muss geimpft sein. Auch als 30 Millionen im Jahr verdienender Starspieler. Keine Ausnahmeregeln, sondern eine konsequente Umsetzung. Man muss dann aber auch damit rechnen, dass die Leute vor deinem Stadion protestieren...

All die Probleme haben wir nur, weil die Querdenker gewonnen haben. Das muss man einfach so akzeptieren. Denn machen wir uns nichts vor: Ein wesentlicher Grund, warum die Dänen den Scheißt zur Endemie erklären konnten, ist deren Impfquote. Wenn wir die auch auf 75 % steigen könnten, wären wir da auch schon weiter. Aber es wurden halt so viele Zweifel gesät und die Debatte derart überhitzt, dass Kimmich kein zu ignorierender Einzelfall ist, sondern einer von 25 bis 30 %. Und um das nochmal festzuhalten: Von diesen 30 % sind die wenigsten Querdenker. Aber es sind halt viele "Ich vertraue den Ärzten nicht... und dem Staat auch nicht mehr!" Menschen. Also da kommt ja das Gerede von den fehlenden Langzeitstudien her, obwohl einem alle Ärzte erzählen, dass eine Impfung wesentlich ungefährlicher ist als eine Infektion, die man ohne langfristig bekommen wird. Und da können einem Wissenschaftler noch so oft erklären, dass wir den Begriff "Langzeitfolgen" vollkommen falsch verwenden. Die Idee, dass einem noch Monate nach der Impfung wegen dieser etwas passieren kann, hat sich halt in den Köpfen festgesetzt. Und sie wurde von der Querdenker-Bewegung etabliert. Wie gesagt: Die haben gewonnen.

Oh und um die "Wer sagt's ihm?" Frage aus der Sportschau Meinung zu beantworten: Das wäre die Aufgabe des Teamarztes. Wenn der seinen Job richtig machen würde, wäre Kimmich aufgeklärt. Aber anscheinend konnte Dr. Müller-Wohlfahrt ihn nicht mit Fakten überzeugen.

Zu guter Letzt würde ich ja Kimmich einen persönlichen Tipp geben: Rede mal mit Rune Jarstein. Also Jarstein ist ja mein trauriges Lieblingsbeispiel, wenn Leute mit der "Ich bin gut durchtrainiert, was soll mir passieren, all der Fußballprofis ist ja auch nichts passiert!" Haltung kommen. Denn Jarstein beweist, wie Scheiße so eine Covid-Infektion verlaufen kann. Denn Jarstein hat offiziell seit April Corona. Und jetzt, 6 Monate später, darf er langsam wieder an Leistungssport denken. Und er sagt ganz klar: Lasst euch alle impfen! Sonst ergeht es euch vielleicht so wie mir...

Mittwoch, 29. September 2021

2G spaltet die Gesellschaft nicht

 Es bringt uns zurück zur Normalität.

Aber kurz ein paar Worte vorneweg: Persönlich bin ich ja kein Stadiongänger. Nie gewesen. Aber ich gehe auch mindestens 30 Konzerte im Jahr und betreibe in meiner Freizeit einen Studentenklub mit 60 anderen Bekloppten. Deswegen kann ich mich durchaus zum Unterschied zwischen 2 und 3G äußern, denn ich weiß, was in der sächsischen Coronaschutzverordnung steht. Und ich habe in der letzten Woche im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg sehnsüchtig in die Clubs gucken dürfen, in denen am Freitag und Samstag 2G angesagt war. Zum Glück lief da beschissene Musik. Denn in den Clubs mit der guten Musik, in denen ich war, musste ich Maske tragen und exzessive Bewegungen konnten zum Abbruch des Konzertes führen. Da hab ich halt absolut kein Bock mehr drauf.

2G heißt halt (in Sachsen) ganz praktisch, dass man wieder mit voller Kapazität öffnen darf. Ich gehe mal ganz dreist davon aus, dass das in Stadien genau so wäre, wie in Konzertlocations.

Und nur um dann mal zu verdeutlichen, was das heißt. 2G bedeutet:

Ihr könnt euch endlich wieder im Stadion umarmen, wenn ein Tor fällt. Szenen wie in Freiburg, wo Christian Streich vor einem vollen Block ins Megafon brüllt, kann man wieder ohne Bedenken sehen. Das Stadion kann wieder ausverkauft sein, ihr könnt endlich wieder wildfremden Menschen eure Jubelarien ins Ohr schreien.

Ihr müsst dann endlich wieder in der 35. Minute Bier holen gehen, damit ihr pünktlich zur 2. Halbzeit zurück seid. Gleichzeitig müsst ihr 2 Bier mehr bestellen, weil es so voll ist, dass ihr unterwegs eh was verschüttet. Am besten holt ihr für jeden gleich 2 Bier, denn wer weiß, wie lange man das nächste Mal ansteht.

Ihr könnt endlich wieder die gegnerischen Spieler rassistisch beleidigen, denn es stehen so viele gleichgesinnte um euch herum, dass ihr persönlich nicht auszumachen seid. Und es ist so laut im Stadion, dass das nicht sofort auffällt...

Ihr könnt endlich wieder Bengalos in den gegnerischen Fanblock schießen, denn da stehen auch wieder Fans... und die stehen so eng, dass ihr sie auch treffen könntet...

Kurz gesagt: All das, was die Ultras von den Erfolgsfans und Kunden abhebt, ist dann endlich wieder möglich. Und ja, das klingt alles eher furchtbar. Und es ist hoffentlich auch gnadenlos übertrieben. Aber es ist halt auch genau das, was wir vermisst haben. All das können wir jetzt zurückbekommen. Also die Mutigen unter uns.

Und hier muss ja auch zwingend festgehalten werden: 2G ist eine Überganglösung, bis das alles irgendwann zur Endemie erklärt wird... also bis es wirklich wie eine Grippe ist. Wenn jetzt also irgendjemand behauptet, dass er 20 Jahre lang in der Kurve stand, dies aber nie wieder darf, weil er sich nicht impfen lassen will... dann ist diese Person unfassbar dumm. Also nicht nur, weil sie sich nicht impfen lassen will, sondern weil sie anscheinend felsenfest davon überzeugt ist, dass wir für den Rest unseres Lebens unsere Impfausweise überall vorzeigen müssen. Das ist aber absoluter Quatsch. Euch hat ja in den letzten Jahren auch niemand nach eurer Grippe Impfung gefragt.

Trotzdem sagen die Fußballfans in Dresden offiziell: wenn die auf St.Pauli 2G machen, dann boykottieren wir das. Wir wollen die alte Stimmung nicht zurück! Das soll möglichst lange Scheiße bleiben!

Und dann tun die alle so, als würden sie für die Freiheit kämpfen. Gerade die Sachsen. Also ich bin da ja nur zugezogen, aber was ich da über die Wendezeit gehört habe... also meine Elterngeneration hatte Angst, dass auf sie mit scharfer Munition geschossen wird, aber die sind trotzdem auf die Straße. Oder genau deswegen. Die jetzige Generation ist nicht mal gewillt 2 Tage Nebenwirkungen zu ertragen, will aber trotzdem ihre Freiheit wieder... Und ja, wir können es uns nicht vorstellen, wie es ist, wenn man Angst davor hat, dass die eigene Armee auf einen schießt. Noch nicht... Aber 1989 in Dresden und Leipzig war das eine realistische Bedrohung.

Versteht mich nicht falsch: Es gibt durchaus Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Die wirklich gute Gründe haben, aber das sind nicht 1/3 aller Deutschen. Und gerade die müssen wir doch schützen. Aber 1/3 sind immer noch ungeimpft, weil die Querdenker und der Wendler halt zu viel Erfolg hatten und zu viele Zweifel gesät haben.

Man kann ja an Dänemark sehen, wie sich eine erfolgreiche Impfquote auswirkt. Dort sind schon 3 von 4 vollständig geimpft, deswegen können die jetzt schon alle Maßnahmen abschaffen. Wenn wir uns nicht mit den Ungeimpften solidarisieren würden, könnten wir das auch... Aber wir schicken ja Millionen Impfdosen zurück... Das könnte echt alles schon erledigt sein.

Wir müssen am Ende noch kurz über Impfdurchbrüche reden. Und ja, die wird es geben. Aber genau deswegen ist es wichtig, dass man auf 2G hochschaltet, bis wir uns der Herdenimmunität nähern. Denn ganz wichtig ist dabei, dass die Geimpften dann zwar Corona bekommen, aber überwiegend leichte Verläufe haben. Sprich: Man überlebt das ohne Krankenhausaufenthalt. Und die paar unglücklichen, die wirklich ins Krankenhaus müssen, finden genügend freie Betten.

Machen wir mal eine ganz einfache Rechnung: In einem Stadion kommt es zu einem Impfdurchbruch. Es gibt 100 positive Fälle. Im 2G System bedeutet dies, dass vielleicht einer ins Krankenhaus muss. Wenn jetzt aber 33 Ungeimpfte dabei sind, die sich die Delta-Variante einfangen, dann müssen plötzlich 5-10 Leute ins Krankenhaus.

Dass sich gerade die Ultras dann mit den Verweigerern solidarisieren, überrascht mich ehrlich gesagt wenig. Sowohl im Rahmen des Reeperbahn Festivals, als auch in der Leipziger Studentenklub Szene, war die Stimmung eher ein: Wann kommt endlich dieses 2G? Wir wollen wieder richtig feiern! Aber auf Nena-Konzerten dürfte dies natürlich anders aussehen...
Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen: Wer ein Mal auf einer 2G Veranstaltung war und mitbekommt, wie viel schöner das ist, der will nie wieder zu 3G zurück. Sondern der macht bis zum Ende der Pandemie nur noch 2G. Und der sagt dann den Impf-Skeptikern: Macht das, aber macht das bei euch zu Hause. Ich will meine Freiheit zurück und kann da auf euch keine Rücksicht nehmen. Also bleibt weg.

Morgen gibt's wieder Fußball, aber das musste mal raus... Manchmal ist dieser Blog halt doch auch Eigentherapie...

Freitag, 12. Februar 2021

Das ist dann das Worst Case Szenario

 Also vor allem deshalb, weil es ich mich jetzt doch mit der Klub-WM beschäftigen muss, was ich eigentlich aus Prinzip vermeiden wollte. Denn das einzige wirksame Mittel gegen solche Wettbewerbe ist ja sie zu ignorieren. Wenn wir das alle machen würden, würde man sie auch abschaffen.

Was dann aber wieder dazu führt, dass der Kommentar von Karlheinz Wild den entscheidenden Punkt verfehlt. Denn bei der Klub-WM geht es nicht um spannende Spiele und einen sportlich fairen Wettbewerb, sondern darum, dass auch die Vereine aus den sportlichen "Entwicklungskontinenten" den Traum von einem Pflichtspielsieg gegen eine europäische Spitzenmannschaft leben können. Mehr muss man daraus aber auch nicht unbedingt machen.

Und natürlich ist es sportlich mehr als fragwürdig, wenn sich in 13 von 15 Fällen eh der Champions League Sieger durchsetzt. Aber ich sag das mal so: In der Relegation gibt es eine ähnliche Quote und das stört auch keinen, obwohl die Konsequenzen wesentlich gravierender sind.

Das faszinierendste ist aber das Ende des Kommentars. Denn da fällt Wild dann plötzlich auf, dass die "Bedenken, ob dieser marginale Wettbewerb trotz der Pandemie und der aktuellen Virus-Bedrohung in den Jahreskalender gequetscht werden musste, absolut berechtigt" sind. Interessant, dass ihnen das hinterher auffällt. Also nach dem positiven Corona-Test von Thomas Müller... den er sich auf einer absurd sinnlosen Dienstreise eingefangen hat. Wo waren diese Bedenken eigentlich vor dem Turnier?

Wenn der Kicker Eier in der Hose hätte, hätte er vor der Klub-WM ein eindeutiges Statement gegen diese abgegeben: Man werde abgesehen vom nötigen Ergebnisdienst, keinerlei Berichtserstattung zu diesem Turnier machen, da man es in Zeiten der Pandemie mit dem Meister aus Neuseeland hält und solche unnötigen Wettbewerbe einfach absagen sollte. Der Kicker hat aber keine Eier. Er steckt tief im Arsch der Bayern.

So tief, dass niemand Karlheinz Rummenigge daran erinnern wird, was seine Bayern alles während der Pandemie unbedingt ausspielen mussten, wenn er sich das nächste Mal über die Nationalmannschaften echauffiert. Und genau das müsste dann kommen: Kalle, dein Spieler hat sich während der Klub-WM mit Corona infiziert, du hast jegliches recht aufs Jammern über unnötige Reisen, Spielansetzungen oder Turniere auf Lebenszeit verloren. 

Ich meine, stellt euch mal vor, ein Bayern Profi hätte sich während der Nations League infiziert und müsste dann 9 Tage in Quarantäne. Die Bayern würden Schadensersatz fordern. Über die Wettbewerbsverzerrung jammern, falls die Ausfallzeit mit einem Champions League Spiel kollidiert. Und die Gesundheit der Spieler auf ein Mal ganz großschreiben...

Aber wenn es um 4 Millionen Euro Preisgeld für einen selber geht... da kann man dann halt nichts machen. Da muss man dieses Risiko auch in Kauf nehmen. Und das Risiko ist ja kaum höher als bei einem normalen Champions League Spiel, da sagt ja auch keiner was.

Da gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Für die Champions League interessieren sich die Fans. Also praktisch alle europäischen Fußballfans. Selbst die meisten derer, die eigentlich nur noch zu Regionalligaspiele ihrer Traditionsvereine gehen, schalten halt heimlich doch die Champions League ein. Oder ihre Zahl ist im Großen und Ganzen gesehen so gering, dass sie nicht auffallen.

Plus: Ohne die Champions League Fernsehgelder bricht halt das ganze System zusammen und der eine oder andere Verein wie Barcelona geht pleite. Außerdem hängen halt haufenweise Arbeitsplätze an der Champions League und den nationalen Meisterschaften. Damit sind die dann Systemrelevant... und damit ist es auch nachvollziehbar, dass man für solche Wettbewerbe ein höheres Risiko eingehen will.

Auch wenn die Frage, ob man beide Mannschaften dafür reisen lassen muss, weil die Einreise nach Deutschland zu gefährlich ist, noch beantwortet werden muss. Aber dass man dafür Ausnahmen macht, ist halbwegs nachvollziehbar.

Dass aber der reichste Sportverband der Welt, der es sich mit Milliarden in der Hinterhand echt leisten könnte die Verluste ein Mal auszugleichen, unbedingt dieses Turnier durchdrücken muss... In einem Pandemie Risiko Gebiet...

Und wo wir schon bei Eiern in der Hose sind: Wenn das Gesundheitsamt in München diesen hätte, würden sie die gesamte Bayern-Mannschaft in Quarantäne schicken. Mit der Begründung: Wer sich als Konzern bei einer völlig unnötigen Auslandsreise einen Coronafall anlacht, muss damit rechnen. Aber das hätte man natürlich vorher ankündigen müssen.

Aber das könnte man ja mal vor den Champions League Wochen machen: Hey, wenn ihr unbedingt gegen Mannschaften aus Ländern mit Corona Mutation spielen müsst und wir das nicht verhindern können, dann seid euch einer Sache bewusst: Wenn einer von euch sich bei diesen Trips Corona anfängt, geht ihr alle geschlossen für 14 Tage in Quarantäne. So wie man es bei Normalsterblichen auch machen würde.

Wenn die Bayern Eier in der Hose hätten, hätten sie mit Verweis auf die Pandemie, von sich aus verzichtet. Öffentlich gesagt: Wir wissen, dass wir als Fußballer eine Ausnahmestellung genießen. Dass wir verdammt viel machen dürfen, was anderen verboten ist. Aber in dieser Ausnahmestellung muss man halt auch mal eingestehen: Dieses Turnier ist ein vollkommen unnötiges Risiko, welches wir einfach vermeiden wollen. Macht das ohne uns.

Dafür hätte es von europaweit von den Fans Applaus gegeben. Wir hätten uns alle während des Finales zwischen Tigres und Al-Ahly auf den Balkon gestellt und 90 Minuten lang applaudiert... obwohl es gerade bitterkalt und mein Balkon komplett eingeschneit ist. Das Problem daran ist natürlich: Man kann bei den Pflegekräften nachfragen, wie gut man sich von Applaus ernähren kann... Also nehmen die Bayern doch lieber die 4 Millionen Euro Preisgeld.

Nebenbei wird auch offensichtlich, wie bigott unsere Fußballberichterstattung wieder ist. Also wenn einzelne Spieler wie Tolisso mit unnötigen und egoistischen Eskapaden auffallen, wird groß darüber diskutiert, dass die Spieler sich ihres Sonderstatus bewusst sein müssen. Dass sie viel bessere Vorbilder sein müssen. Dass sie mit Anfang 20 keine Dummheiten machen dürfen. 

Aber, wenn dann die Bayern mit als Verein geschlossen durch einen Egotrip auffallen... dann schicken wir unsere Reporter dahin und berichten darüber. Also unkritisch und zu 85 % über das Geschehen auf dem Platz und nicht darüber, wie krass Fehl am Platz das eigentlich gerade ist. Wenn man unnötige Aktionen unbedingt kritisieren will, sollte man dies auch konsequent machen.

Oh und um zu beweisen, dass man durchaus unpopuläre Meinungen gegen den Veranstalter vertreten kann, auch wenn ohne den angeblich gar nichts geht: LeBron James als immer noch bester Basketballer der Welt hat gerade sehr eindeutig Stellung gegen ein geplantes All Star Game der NBA bezogen. Öffentlich bekannt, dass gerade gar keinen Bock auf so einen sinnlosen Scheiß hat. Das ist nicht ganz sein Wortlaut, aber es ist dicht dran. Mehrere NBA Stars haben bereits verlauten lassen, dass sie dort nur auflaufen werden, weil sie sonst Strafen befürchten... Warum hat man aus dem Bayern-Kader keine ähnlichen Ansagen gehört? Ich frag ja nur...

Montag, 5. Oktober 2020

Jetzt zeigt sich der Fußball von seiner perversesten Seite

 Wie soll man es anders nennen?

Also klar, man könnte jetzt ein Worst Of darüber machen, wie schwach Köln, Mainz und Schalke gerade sind. Mit einem "Kann es eigentlich sein, dass 9 Punkte zum direkten Klassenerhalt reichen, weil es nicht so aussieht, dass diese 3 mehr als 3 Siege holen?" am Ende.

Oder wie die absoluten Wahnsinnsergebnisse weiter gehen, wenn Liverpool mit 2:7 bei Aston Villa verliert. Aber das ist alles irrelevant, wenn man sich das große Bild anguckt.

Zunächst mal springt Hansi Flick für die Bayern dann doch auf den "die Belastung ist für alle problematisch" Zug auf. Wo er dann als Schlüsselzitat ein "Ich habe den Spielplan nicht gemacht." kommt.

ABER DU HAST IHN VERDAMMT NOCH MAL MITGETRAGEN!

Ehrlich, wer Robert Lewandowski in beiden vollkommen unnötigen Supercup-Finalen aufstellt, darf sich danach nicht mehr über eine zu hohe Belastung aufregen. Der Zug ist abgefahren. Und es hätte ja einen einfach Hotfix gegeben, um den Engpass zwischen Länderspielen, Pokalspiel und Bundesliga zu lösen: Einfach den Supercup absagen und stattdessen in der Woche im Pokal antreten. Aber dann hätten die Bayern ja auf Einnahmen verzichten müssen und das geht halt gar nicht.

Oder er wäre aus Protest mit einer B-Mannschaft im Supercup angetreten und hätte die A-Mannschaft in der Woche DFB Pokal spielen lassen. Und kann sein, dass ich da falsch liege, aber was hätte die UEFA machen können, wenn die Bayern ihre Drittligamannschaft für das Spiel in Budapest nominiert hätten? Aber zugegeben: Das wäre das größere Problem gewesen als einfach ein Mal den deutschen Supercup abzusagen. Dass man sich danach über den Spielplan aufregt, ist einfach nur dreist.

Da könnte man nebenbei als Journalist auf der Pressekonferenz auch mal nach harken. Also das wäre eigentlich deren Aufgabe, da mal drauf hinzuweisen. Aber eine gute Beziehung zu den Bayern ist halt wichtiger als eine kritische Berichtserstattung...

Nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass natürlich Christian Streich darauf hinweist, dass die Verbände auch wirtschaftliche Konsequenzen zu tragen haben. Und das die ihre Spiele genau so dringend brauchen, wie die Vereinsmannschaften. Streich ist und bleibt halt ein Guter.


Aber hier kommt das wirklich absurde: Im Internationalen Vergleich ist das alles Kleinscheiß. Also wenn man sich ansieht, wie sich die italienische Liga um Juventus Turin gerade präsentiert. Italien ist ja ein Land, das viel viel härter von Corona geprägt worden ist, als wir. Und die auch wissen müssten, dass Fußballspiele durchaus auch zu Superspreader Events werden können. Dennoch ist die Reaktion auf Corona-Fälle beim vielleicht härtesten Konkurrenten aus Neapel kein "gute Besserung und alles Gute..." sondern ein "Bewegt euren Arsch hier her, uns ist egal, dass das gefährlich sein könnte. Und wenn ihr das nicht schafft, kriegen wir die 3 Punkte am Grünen Tisch." Weniger Solidarität geht gar nicht.

Und selbst wenn sich in Neapel leichtfertiger Weise nicht an die Corona-Vorschriften gehalten hat und der Versuch dieses Fehlverhalten auszunutzen vielleicht noch zu rechtfertigen ist... so ist das immer noch eine extrem perverse Nachricht an die eigenen Spieler: Uns ist egal, ob ihr euch beim Gegner mir Corona anstecken könntet... also außer das passiert bei den Nationalteams, da geht das ja gar nicht. Und wie das ausgeht, wenn man unbedingt Spiele gegen Mannschaften wie Neapel austragen muss... sehen wir in Fall 3:

Da fällt mir halt als erstes auf: Mea Culpa. Ich hätte anscheinend doch schon für meinen letzten Beitrag mehr auf die Champions League Qualifikation achten müssen. 

Denn im Duell Maccabi Tel Aviv - Nicht RB Salzburg passierte all das, was ich da prognostiziert habe... nur noch viel schlimmer. Also das Spiel fand statt, obwohl die Stadt im Lockdown ist... und obwohl es bei den Israelis 9 Corona-Fälle im Kader gab. VOR dem Spiel. Aber hey, wenn es darum geht, sich seinen Platz an den Fleischtöpfen der Gruppenphase zu sichern, ist einem alles egal. Da wird dann trotzdem gespielt.

Das wenig überraschende Ergebnis: Dann doch wieder RB Salzburg hat jetzt selber 3 Corona Fälle in seinem Kader. Wer hätte denn damit gerechnet? 

Gut, die sachliche Frage lautet: Wie konnte man dieses Spiel überhaupt stattfinden lassen? Also nur um das mal im ganz großen Rahmen festzuhalten: Wenn eine einzelne Dame in Garmisch-Papenkirchen zur Superspreaderin wird, sprechen wir von Hohen Bußgeldern. Wenn man trotz einer möglichen Infektion einfach unter Menschen geht, spricht man von "Körperverletzung". Aber wenn Fußballvereine dieses Risiko bei internationalen Reisen leichtfertig eingehen und das Virus von Israel nach Österreich transportieren... da kann man halt nichts machen.

Jetzt darf sich RB zur Belohnung jetzt erholen und muss keine Spieler zu den Nationalmannschaften abstellen. Also praktisch gesehen passiert da jetzt genau das, wovor die Bundesligisten gewarnt haben... nur das halt die Nationalmannschaften "die Zeche" zahlen müssen und nicht die Vereine.

Und das mag gerade noch gehen, weil es "nur" die Nations League ist. Aber stellt euch mal vor, es wäre WM Qualifikation und man verliert ein wichtiges Spiel, weil die Vereinsmannnschaften derart unvernünftig gehandelt haben und dein Starspieler deswegen zu Hause sitzen muss. Wenn das anders herum passieren würde, wäre das Geschrei endlos. Aber Nationalmannschaften müssen das halt einfach ertragen. Und es stellt auch keiner die Sinnhaftigkeit dieser Ansetzung in Frage.

Wenn der Vereinsfußball als europäischer Corona-Verteiler agieren darf, ohne dass sich irgendjemand darüber aufregt, hat er keinerlei Argument, wenn es die Nationalmannschaften auch machen wollen.

Nebenbei frage ich mich ja, ob das heimlich der Plan der Bayern war... also nur um das mal festzuhalten: Das jetzt offensichtliche "Worst Case Szenario" nach dem sicherlich riskanten Supercup in Budapest war... dass die Bayern an diesem Wochenende mit so vielen, positiven Testergebnissen um die Ecke kommen, dass sie ihre Spieler eben nicht abstellen können... Just saying. 

Sowohl die Salzburger, als auch Juve, beweisen gerade jedenfalls eindrucksvoll, dass es den Mannschaften ziemlich egal ist, ob ihre Spieler sich vielleicht doch anstecken. Da geht es wirklich ausschließlich um den eigenen Profit und nicht um die Sicherheit oder gar Gesundheit der Spieler. Und von dem schönen neuen Fußball, den uns alle einreden wollten, ist bereits in diesem Herbst nichts mehr übrig.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Es ist wieder so weit

Wir haben den Zeitpunkt des Jahres erreicht, in dem hier die Abschaffung der Relegation gefordert wird. War ja auch aller höchste Zeit.

Wobei es dieses Mal, ich bin ja kompromissbereit, nur um ein einmaliges Aussetzen der Relegation gehen würde. Also ernsthaft, dass der  Scheißt jetzt trotz Corona unbedingt durchgezogen werden muss, ist mal wieder absoluter Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass die erst jetzt geklärt haben, wer das jetzt übertragen soll...

Der Grund, warum es absoluter Wahnsinn ist Dynamo Dresden und deren Zwangsquarantäne. Denn langsam wird ja deutlich, wie die Auswirkungen dieser Pause und der daraus folgenden Spielabsagen sind. Das Ergebnis: 9 Spiele in 29 Tagen. Mit effektiv 7 Tagen Vorbereitung. Das ist ein völlig absurder Plan.

Lustige Nebennotiz: Die DFL hat ja den Vereinen den guten Tipp gegeben, ihre Kader möglichst breit aufzustellen, damit sie auf solche Sondersituationen angemessen reagieren können... ähm... denen ist bewusst, dass es für eine Profimannschaft praktisch unmöglich ist sich während der Saison in der Breite zu verstärken? Die einzige Möglichkeit lautet: Seinen Kader mit Jungprofis, die überfordert sein werden, aufzufüllen. Guter Tipp.

Jedenfalls gibt es praktisch nur einen einzigen Grund, warum Dynamo unbedingt auf diese 9 Spiele kommen muss: Es gibt praktisch keine Möglichkeit die Saison noch um eine Woche nach hinten zu verlegen, weil in dieser Woche ja bereits die Relegation ausgetragen werden muss.

Nun werden einige darauf hinweisen, dass die Verträge ja am 30.6. auslaufen und die Saison deswegen an genau dem Wochenende beendet werden muss. Das würde natürlich stimmen. Aber dass die Relegationsteilnehmer dann nur mit ihrer halben Mannschaft auflaufen können, ist ja auch egal.
Anders ausgedrückt: Man hätte praktisch eine Lösung dafür gefunden die Zweitliga Saison um eine Woche zu verlängern. Und für die auslaufenden Verträge hätte man eine angemessene Lösung gefunden, mit der alle Einverstandgen gewesen wären.
Also praktisch sollte ein Spieler mit auslaufenden Vertrag für die Idee, dass er eine Woche Extraschichten schiebt, dafür aber sein Verletzungsrisiko sinkt, begeistern lassen.

Die vernünftige Lösung wäre also gewesen... Den Re-Start und das Ende der Zweitligasaison um 1 Woche nach hinten zu verschieben. Dadurch bei Dynamo den Druck vom Kessel zu nehmen, da sie dann ein Spiel weniger nachholen müssen. Und wenn es hinterher keine Interaktion zwischen 1. und 2. Liga gibt, ist es ja auch kein Problem, wenn die asynchron enden.

Und hey. wahrscheinlich hätten es sogar die TV-Anbieter verstanden, wenn dieses eine Mal auf Grund der höheren Umstände auf die Relegation verzichtet wird. Aber wie immer wurde darüber nicht mal nachgedacht.

Völlig absurder Weise wären Dynamos Chancen auf den Klassenerhalt wahrscheinlich sogar gestiegen, wenn es 3 direkte Absteiger geben würde. Obwohl dieser Vorschlag erst Mal dazu führt, dass sie einen weiteren Platz gut machen müssen. Da bringt einem direkt zum nächsten Detail:

WARTE WAS? Die wollen auch die Relegation zwischen Zweiter und Dritter Liga durchziehen? Was konsumieren die eigentlich? Also nur um den Idioten mal beim Zählen zu helfen: Es stehen noch 11 Spieltage in der Dritten Liga aus. Es gibt noch keinen Plan, wie der Re-Start der Dritten Liga aussieht. Aber vor Juni dürfte das nichts werden. Dann haben wir 30 Tage um 11 Spieltage durchzuziehen, damit man rechtzeitig zur angedachten Relegation fertig wird. Dafür müsste man alle 2,7 Tage spielen. Erscheint das irgendwie sinnvoll?

Das ist wieder einer dieser "Warum hat das niemand angesprochen?" Details. Warum gab es nicht mal den "Lasst uns mal über Auf- und Abstieg ohne Relegation für dieses Jahr reden" Vorschlag? Können wir mal mit den TV Stationen (oder mit unseren Rechtsanwälten) reden, wie viel uns das wirklich kosten würde?

Aber hey, man muss halt alle Hebel in Bewegung setzen, damit Werder Bremen trotz Florian Kohfeld die Klasse halten kann... Und buchstäblich alle möglichen Konflikte wurden einfach ignoriert oder bei Seite geschoben...

Montag, 27. April 2020

Welche Konsequenzen wird die Corna Krise haben?

Also es gab ja schon die ersten hoffnungsvollen Ansagen, dass der Fußball hinterher ein anderer sein wird. Dass die Zeit der Transferrekorde erst Mal vorbei sein wird. Dass das Hockrisikowirtschaften durch Vernunft ersetzt wird. Und dass tatsächlich mal ein paar Schrauben zurück gedreht werden...

Spoiler: Das wird alles nicht passieren. Und der Grund dafür liegt nicht mal in den 100 Millionen, die Manuel Neuer gerne mitten in der Krise bekommen würde... und der Frage, ob Neuer dieses Geld wirklich wert ist. Das sind genau genommen nur unwichtige Details.

Denn wenn sich im Fußball (und im Sport allgemein) etwas ändern sollte, muss man ganz andere Diskussionen geführt werden. Ganz praktisch muss man sich die Frage stellen, warum Liverpool gegen Atletico Madrid vor Zuschauern ausgetragen werden durfte. Und warum Atalanta Bergamo gegen den FC Valencia antreten musste. Beide Spiele sind gerade im Fokus der Untersuchungen über die Verbreitung des Virus. Es gibt Theorien, dass diese Ansetzung der Grund sein soll, warum gerade diese Region am härtesten vom Corona Virus getroffen worden ist. Und hier ist der absolute Wahnsinn: Das Bergamo Valencia Spiel fand 21 Tage vor Liverpool Madrid statt. Trotzdem meinte irgendjemand, dass dieses Spiel mit 3.000 Gästefans stattfinden kann... während es in Spanien bereits eine Ausgangssperre verhängt worden ist.

Nun ist es für mich als Blogger natürlich einfach vorher darauf hinzuweisen, dass das Wahnsinn ist. Ich habe ja keinerlei Verantwortung zu tragen. Aber die spannende Frage ist ja: Welche Konsequenzen ziehen die Verantwortungsträger daraus, dass sie die wirtschaftlichen Faktoren vor die Gesundheit der Spieler, Fans und Allgemeinheit gestellt haben? Denn dass die Uefa nicht frühzeitig die Internationalen Wettbewerbe ausgesetzt hat, lag einzig und allein am Geld.

Die eigentliche Frage, die jetzt also gestellt werden muss, lautet: Wer hat diese Ansetzungen genehmigt. Und wie gehen wir damit um.
Wobei natürlich auch vorne weg erwähnt werden muss, dass hier niemand gesetzlich verfolgt werden kann. Das ist ja das absurd schöne daran: Zum ersten Mal seit Ewigkeiten geht es nicht um Korruption oder Vetternwirtschaft, sondern um eine katastrophale Fehleinschätzung der Situation: Anstatt auf Vernunft und Führungsstärke zu setzen, hoffte man, dass das alles schon nicht so schlimm sein wird und es nur so ne leichte Grippewelle wird. Was halt mal so gar nicht funktioniert hat. Solche Fehleinschätzungen können durchaus passieren. Gerade weil wir Europäer ja so was seit gefühlt 100 Jahren nicht mehr in der Extremform hatten.

Trotzdem muss man ganz sachlich klären, wer das durchgewunken hat. Und da muss man halt Aleksander Ceferin anfangen. Also der ist ja praktisch Funktionär, Lobbyist und Sportpolitiker in einem. Und er hat seine Führungsaufgabe richtig in den Sand gesetzt. Denn er hätte den Arsch in der Hose haben und das Liverpool Madrid Spiel komplett absagen müssen. Gemeinsam mit dem restlichen europäischen Spieltag. Also spätestens in dem Moment, wo klar war, dass die italienischen Vertreter die Internationalen Wettbewerbe definitiv nicht regulär zu Ende spielen können. In dem Moment hätte es Ceferin auffallen müssen, dass er keine Sportmannschaften quer durch Europa fliegen lassen kann. Selbst wenn die lokalen Behörden, über die man vor Ort auch diskutieren muss, den Spaß genehmigt haben.

Aber gibt es irgendwo eine Diskussion, ob Ceferin jetzt noch der richtige Mann ist? Ich sag das mal so: Wenn ich Ceferin und Rücktritt google, kommt ein "Er war naiv, ja, er hat Fehler gemacht."... von Ceferin über Reinhard Grindel dem der Rücktritt nahe gelegt wurde. Wenn Ceferin jetzt den Grindel-Maßstab auf sich selber anwenden würde... aber so was macht man ja nicht.

Wobei ja ein Rücktritt noch nicht mal zwingend notwendig ist. Aber für eine vernünftige Aufklärungsarbeit wäre halt eine "Vertrauensfrage" elementar wichtig. Auf aufzuarbeiten wie die Uefa mit dieser Krise umgegangen ist und um zu klären, was man besser machen muss, wenn so was nochmal passiert. Aber stattdessen geht die Uefa dem "Wir könnten ein Brandbeschleuniger bei der Verbreitung der Pandemie gewesen sein" (also quasi ein 2. Ischgl) geschickt aus dem Weg. Und Ceferin regelt lieber, wie es weiter gehen soll und unter welchen Umständen die internationalen Wettbewerbe noch beendet werden könnten... 
Um das an der Stelle nochmal zu verdeutlichen: Während der Rest der Welt sich mehr oder weniger damit abgefunden hat, dass es bis 2021 keine unnötigen Auslandsreisen geben wird. plant Ceferin weiterhin einen großen Kongress der europäischen Spitzenspieler... Die danach dann alle zurück in ihre Heimatländer fahren, um dort dann die nationalen Ligen zu beenden.
Schon die Nationalen Ligen zu Ende zu spielen, ist ein gewisses gesellschaftliches Risiko. Und man muss halt irgendwie abwiegen, ob die Ablenkung Sport dieses Risiko wert ist. Was auch schon schwierig genug ist.
Die Champions League lässt sich praktisch nur auf eine Variante durchziehen: Man trifft sich nach der Meisterschaftssaison in einem Land wie Weißrussland, die es mit Corona Schutzmaßnahmen nicht so haben. Gute Idee.

Eine vernünftige Debatte für die Uefa wäre gerade, wie man die nächste Europacup Saison angehen kann... denn genau genommen dürfte es unmöglich werden im Juni mit der Qualifikation für die Gruppenphase zu beginnen. Vernünftig wäre es jetzt nach einer Variante zu suchen, eine verkürzte Europacup Saison für 2020/21 zu planen, anstatt irgendwie zu hoffen, dass man im August noch ein Finale austragen kann... Da frage ich mich ja schon: Planen die die nächste Champions League Qualifikation schon anlaufen zu lassen, während der aktuelle Titelträger noch gesucht wird?

Und genau jetzt wird es halt richtig bitter, dass der Rahmenterminkalender keinerlei Freiräume mehr hat. Also um das mal zu verdeutlichen: Die Champions League Saison läuft planmäßig vom 26.6. - 1.6. Zumindest war das der Rahmen für die 2018/19er Saison. Denn selbst wenn man den Meister Gibraltars einmalig ausschließt, beginnt der Spaß immer noch Anfang Juli und dauert 11 Monate. Diese 11 Monate wird man vor der EM im folgenden Sommer einfach nicht haben.
Genau genommen sollte sich die Uefa jetzt dringend mit der Frage beschäftigen, ob man für die nächste Saison einmalig zu reinen K.O. Spielen zurückkehrt und die Gruppenphase jeweils streicht.

Und als Bawful Bonus Feature droht Ceferin den Funktionären, die Verantwortung übernehmen und zu dem Schluss kommen, dass Gesundheit wichtiger ist als die Frage, wer Meister wird. Denjenigen, die gewillt sind die wirtschaftlichen Folgen eines Saisonabbruchs, vor denen Ceferin sich drückt, zu tragen. 

Nebenbei ist Ceferin nicht der einzige Name, dessen Rolle man kritisch durchleuchten sollte. Thomas Bach vom IOC ist auch so ein Experte. Dass der, angeblich im Sinne der Sportler, noch lange nach dem Ausbruch der Pandemie davon geredet hat, dass in diesem Sommer olympische Spiele stattfinden sollen... Auch wenn die Mehrheit der Sportler das für nicht darstellbar hielten... Aber auch der muss sich dafür nicht wirklich rechtfertigen.

Wenn wir in Zukunft einen anderen Sport erleben wollen, müssen wir halt genau jetzt über die Entscheidungsträger reden... und uns einigen, ob wir deren Krisenmanagement und ihre Schwerpunkte für angemessen halten oder nicht. 

Aber diese Debatte wird so schnell nicht geführt werden. Damit sollten wir auch jegliche Hoffnung begraben, dass sich irgendetwas ändern wird, wenn der Scheiß irgendwann vorbei ist.

Sonntag, 5. April 2020

Wie weit werden wir gehen?

Nur um rauszukriegen, wer am Ende absteigt... denn Meister werden eh die Bayern.

Also so langsam wird ja darüber diskutiert, wie und wann es weitergehen könnte. Und wie ein Terminplan aussehen könnte... während an anderen Stellen darüber geredet wird, dass uns das schlimmste noch bevorsteht. Und das Geisterspiele die einzige Option sind, ist allen Beteiligten klar.

Die Frage ist: Reicht das? Oder brauchen wir am Ende Geisterspiele in Isolation. Werden unsere Bundesligaprofis sich zwischen den Spielen komplett in Quarantäne begeben müssen um sicher zu stellen, dass sie sich nirgends anstecken?
Wäre es dann nicht sogar am sinnvollsten, die gesamte Bundesliga in eine geschlossene Sperrzone zu stecken, in der sie dann ihre Meisterschaft austragen ohne mit der Außenwelt in Berührung zu kommen? Ist es am Ende wirklich so wichtig?

Also das mag jetzt erst Mal absurd klingen, aber... also die NBA denkt anscheinend genau darüber nach und will ihre Play Offs geschlossen (im buchstäblichen Sinne) in Las Vegas abhalten.
Und wenn man ganz ehrlich ist: In Geisterspielen ist ja das Heimrecht sowieso nicht ganz so wichtig.
Was einem dann auch irgendwie bewusst wird: Wie will man in einem föderalistischen System eigentlich sicher stellen, dass überall gespielt werden kann, wenn das praktisch von den einzelnen Ländern entschieden wird? Wie gehen wir damit um, wenn Berlin und Bremen als einzige Städte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes verweigern? Müssen die beiden Vereine dann halt immer Auswärts spielen, weil das die einzige Möglichkeit ist? Legen wir dann die Spieltage so, dass deren Heimspiele zum Schluss kommen? Müsste ein Spiel Werder vs Hertha dann auf Neutralem Boden ausgetragen werden? Also klar, das Spiel gab es schon, aber die Städte sind ja nur theoretische Platzhalter.

Aber die Stadt Bremen bringt schon das nächste Problem mit. Denn in deren Fortlaufenden Bestreben den Abstieg des Kostenfaktors Bundesligaverein zu beschleunigen, hat der Senat beschlossen, dass die Bremer als einzige nicht trainieren dürfen... was dem eh schon angeschlagenen Verein einen weiteren Wettbewerbsnachteil im Abstiegskampf einbringt. Es ist echt faszinierend, was die Stadt Bremen alles so unternimmt um ihren einzigen Bundesligisten loszuwerden... Vor allem wenn man bedenkt, wie viele Städte sich um einen Bundesligavertreter in ihren Stadtgrenzen reißen würde. Also Essen, Hannover, Nürnberg und Dresden sein hier mal als Beispiele genannt.

Jedenfalls stellt sich damit wieder die Frage: Muss sich Werder am Ende ein Trainingsareal vor den Toren Bremens, also in Niedersachsen, mieten, damit sie sich auf die letzten Spiele vorbereiten können. Eine Idee, die ich lose schon eingeworfen habe, als das Thema Werder vs Bremen das erste Mal aufkam: Wenn die Stadt Bremen all die Einnahmen, die ein Fußballverein für sie generiert, nicht wert schätzt, dann zieht doch nach Delmenhorst und generiert euren Umsatz dort.
Jetzt frage ich mich, ob die Gemeinde Delmenhorst ihren Rettungsfond für Covid-19 mitfinanzieren kann, in dem sie Werder Bremen für eine Wuchermiete ein Trainingsgelände anbieten... Inklusive Hotel daneben... Und dann stellt Werder plötzlich einen Antrag bei der DFL, weil es ja irgendwie fies ist, dass sie als einzige einen Trainingsplatz mieten müssen, weil die Stadt Bremen ihre Prioritäten als einzige woanders gesetzt haben...

Und klar, erst Mal klingt das alles völlig absurd. Aber die Szenarien sind irgendwie trotzdem erschreckend real, auch wenn noch keiner auf sie gekommen ist.
Allein schon dass Werder sich jetzt noch mit der Stadt rumschlagen muss, wann sie wieder auf den Trainingsplatz dürfen, während alle anderen zumindest in kleinen Gruppen wieder trainieren, ist ein heftiger Wettbewerbsnachteil. Und im Gegensatz zu dem "Wir reden uns ein, dass Florian Kohfeldt ein guter Trainer ist" Wettbewerbsnachteil, der schon schlimm genug ist, kann man dieses Mal einfach auch überhaupt nichts dafür.
Was Werder dann einen entscheidenden Joker in der Geschichtsschreibung geben könnte: Kohfeldt ist doch ein überragender Trainer, aber er konnte halt nichts dafür, dass die Stadt ihn nicht hat arbeiten lassen und man ist ja nur deswegen abgestiegen...
Wirklich genial wäre es ja nebenbei, wenn die Werder Profis jetzt in Quarantäne ihr Problem beim Verteidigen von Standards lösen würden. Und hinterher im Interview zugeben: "Ich habe halt Fifa 20 gespielt und dabei festgestellt: Dicht an seinem Mann stehen, den nicht wegrennen lassen und ins Kopfball Duell gehen, hilft... Und das machen wir jetzt einfach."

Die nächste offene Frage ist: Wie schlecht wird das Niveau auf dem Platz sein? Also wir haben jetzt ja die einmalige Situation, dass wir mitten in der Saison eine zweiwöchige Trainingspause einlegen mussten. Und nicht nur einzelne Spieler in ihrer Reha nach einer Verletzung, sondern die gesamte Mannschaft. Und man kann sich auch nicht vorstellen, dass die derzeitigen Trainingsbedingungen wirklich für Profis ausreichend sind. Wie viel Rost werden wir also auf dem Platz zu sehen bekommen? Wie lange will man die Mannschaften eigentlich wieder vernünftig trainieren lassen, bevor man sie aufeinander loslässt?
Gerade wenn man dann auf ein Mal ständig in Englische Wochen muss um wenigstens eine Chance zu haben die Relegation auch noch durchzudrücken. Welche Fitnessrückstände werden da auf dem Platz zum Vorscheinen kommen? Wir am Ende derjenige Meister (oder sichert sich den Klassenerhalt), der auf die Kombination von Fitnessproblemen und englischen Wochen die praktikabelste Antwort finden wird? Ist eine der praktikabelen Antworten: Wir werfen gewisse Spiele gegen übermächtige Bayern oder Dortmunder komplett weg und treten da mit einer B-Elf auf, damit unsere Leistungsträger sich mal erholen können?

Dann kommt der nächste Fragenblock: Die Medizinische Situation! Wie oft müssen Spieler auf Covid-19 getestet werden? Wären diese Tests nicht woanders sinnvoller aufgehoben? Wenn es regelmäßige Tests gibt... muss dann nur der eine positiv getestete in Quarantäne oder brechen wir beim ersten positiven Text den ganzen Spaß wieder ab? Wie viele Spieler verpasst Superstar X eigentlich, wenn er 14 Tage lang Krank geschrieben ist? Wie viele Ärzte werden da eigentlich sinnlos gebunden?

Was einen zu den eigentlichen Fragen bringt: Lohnt sich das ganze eigentlich? Was ist ein Meistertitel, der unter diesen Umständen errungen wird, eigentlich wert? Wie brutal wäre ein Einbruch zum Saisonende, der zu einem Abstieg führt? Also gehen wir mal das "Best Case Scenario" für Werder Bremen durch: Mainz 05 kommt mit dieser neuen Situation überhaupt nicht klar und verliert 5 Spiele in Folge... dadurch eröffnen sie dann Werder eine Chance auf den Klassenerhalt, obwohl man eigentlich 8 Punkte Vorsprung auf Werder hatte. Die Mainzer können dann wirklich behaupten: Sie sind nur wegen diesem Scheiß abgestiegen...

Und sein wir ganz ehrlich: Die Frage des Auf- und Abstieges sind (neben dem Rennen um Platz 4 zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen) die eigentlichen Dramen in dieser Geschichte. Denn ob die Bayern jetzt Erster oder Zweiter ist ihnen gerade genau genommen Scheißegal, solange sie sich für die Champions League qualifizieren. Klar, es würde sie minimal ärgern, wenn ihre historische Serie reißt... aber solange die Millionen gesichert sind, kommen sie klar. Aber ein Abstieg kombiniert mit den folgenden Einschnitten könnte einem Verein wie Mainz halt völlig unschuldig komplett das Genick brechen...

Andererseits... ist nicht weiter spielen auch keine Option. Also nicht spielen bringt genau so einen Rattenschwanz an Fragen mit sich: Muss die Liga dann aufgestockt werden? Haben sich Werder und Paderborn nicht ihren Abstieg verdient? Findet man eine Regelung, in der der HSV nicht aufsteigt? Wer darf dann am Internationalen Wettbewerb teilnehmen? Sah es nicht so aus, als würde Bayer Gladbach noch abfangen? Wer "muss" als letzter in die Europa League um 2021 in den Abstiegskampf zu rutschen?

Am Ende bleibt nur die Hoffnung, dass genügend dieser Fragen halbwegs ordentlich beantwortet werden können, so dass man ein halbwegs vernünftiges Saisonende ohne große Klagewellen findet. Man sollte sich aber halt auch, so deprimierend das ist, mit allen eventuell entstehenden Problemen vorher beschäftigen.

Oh und das sind nur die Nationalen Fragen... falls die sich wirklich dafür entscheiden einen Champions League Sieger zu suchen...

Freitag, 13. März 2020

Jetzt haben wir den Salat

UPDATE: Jetzt wissen es auch die Kicker.de Leser... also abgesehen von der fehlenden Selbstreflektion/ Journalistenschelte liest man jetzt bei Karlheinz  Wild quasi dasselbe wie hier in den letzten 2 Tagen...

Natürlich. Was hätte auch sonst passieren sollen. Es war ja nicht abzusehen. Aber spätestens jetzt wird deutlich, wie abgefuckt es ist, dass die Europapokal-Wettbewerbe durchgezogen worden sind.
Nicht wegen der beschissenen Stimmung in den Stadion... Das sind halt so Probleme, die die Rudi Völlers der Welt haben. Oder weil es auch eine gewisse Form der Wettbewerbsverzerrung ist, wenn Eintracht Frankfurt auf seine beeindruckende Stimmungskulisse verzichten muss. Aber ja, es ist schon ziemlich absurd, dass die 2 Tore, die Wolfsburg vor leeren Rängen kassiert hat, jetzt im Zweifelsfall "doppelt" gegen sie zählen. Und dass sie dann im Mai im Rückspiel vor einem feindlich gesinnten Publikum mit einem 1:0 ausscheiden würden. Aber who fucking cares.

Mikael Arteta wurde positiv auf Corona getestet. Also als erster, der wirklich an der internationalen Maschinerie beteiligt ist. Und jetzt... boah.

Das Worst Case Szenario ist ja, dass Arteta den Virus schon seit 2 Wochen mit sich rumschleppt. Das bedeutet praktisch... Alle Gegner von Arsenal der letzten 14 Tage sollten mal über einen Corona Test nachdenken. Also sich fragen, wo man in der Wirtschaftsmacht Europa so ein Ding herbekommt.

Und hier ist die extreme Katastrophe, für die die Uefa mitverantwortlich ist: Zu diesen Gegnern gehört Olympiakos Piräus. Eine Mannschaft, die gestern in Wolverhampton gespielt hat. Hey, die Uefa hat relatives Losglück, immerhin liegt das auch in England.

Also praktisch gesehen ist genau das der Grund, warum die NBA ihre Saison unterbrochen hat: Es hatten so viele Leute Kontakt mit Rudy Gobert, dass 4 Mannschaften nach einer Diagnose unter Quarantäne gestellt werden sollten. Aber hier wird immer noch darüber diskutiert, ob man vielleicht eine Absage in Erwähnung ziehen sollte. Go fuck yourself.

In Amerika, dem Land des Turbokapitalismus, wurden mittlerweile alle Sportveranstaltungen abgesagt. Teilweise ersatzlos. Um das mal festzuhalten: Die NCAA bezieht 75% ihrer Einnahmen aus der jetzt eigentlich anstehenden "March Madness". Die haben die Veranstaltung trotzdem abgesagt. Nicht, dass ich da Mitleid habe, das sind asoziale Arschlöcher, die 900 Millionen Dollar auf den Rücken von Amateuren machen, die sofort gesperrt werden, sobald sie 10.000 Dollar mit ihrem eigenen Gesicht verdienen. Was gerade zu einem Grundsatzurteil in California geführt hat. Es geht nur darum zu verdeutlichen, dass selbst die gierigsten und asozialsten Verbände mittlerweile ihre Eierlegende Wollmilchsau abgesagt haben. Und das ohne einen Infizierten in ihren Reihen. Einfach nur weil das Risiko zu groß ist, falls jemand positiv getestet wird...

Also alle außer die Uefa. Und die DFL.

Nur um noch mal auf die Panik Bremse zu treten: Es ist nicht davon auszugehen, dass Gobert, Donovan Mitchell oder Orteta an Corona sterben werden. Oder dass man als halbwegs gesund lebender Zivilist daran stirbt. Das Problem ist aber, dass der Virus extrem ansteckend ist. Und was sollte man machen, um eine Ausbreitung zu verhindern?

Nun ja... wie wäre es mit: Körperliche Auseinandersetzungen mit anderen Menschen vermeiden. Was ist ein Fußballspiel? Verdammt viel Körperkontakt zwischen 22 Menschen. Mindestens. Eher mehr. Und es ist mit Reisen verbunden. Verdammt vielen, internationalen Reisen. Auch das gehört zu den Dingen, die man eindämmen sollte.

Aber die DFL so: Ach, dieses Wochenende geht das noch. Wir machen erst ab Dienstag Pause. Warum? Damit wir, falls einer Positiv getestet wird, mehr davon haben? Bringt es wirklich irgendwas, diesen einen Spieltag noch zu absolvieren? Und dann reden die von der "Gesundheit der gesamten Bevölkerung"...
Oh und wo wir schon dabei sind: Der Kicker wirft Fans und Spieler "Verantwortungslosigkeit" vor. Sach mal geht's noch?
Also warum sollten die Fans vernünftiger sein als die Journalisten? Die haben das ganze "Wir ziehen das irgendwie durch" Narrativ mitgetragen, anstatt darauf verweisend, dass gerade internationale Fußballspiele für alle Beteiligten ein unnötiges und relativ hohes Risiko sind. Auf den Absage Zug sind die erst relativ spät aufgesprungen. Die ersten Meldungen dazu kamen von den Managern der Vereine, nicht von den Aufklärern hinter den Mikrofonen.
Wenn man über Verantwortungslosigkeit redet, muss man bei den Uefa Offiziellen anfangen. Die drücken sich ja vor einer Entscheidung, die längst hätte fallen müssen.

Nebenbei sind die Bilder vor dem Gladbacher Stadion nicht gefährlicher als die Bilder aus den Kölner Kneipen. Aber nur mit einem von beidem hat der Kicker ein Problem. Und ganz ehrlich: Die Fans, die sich Reihe an Reihe vor den Bus stellen und dann friedlich in eine Kneipe gehen, sind das geringste Problem. Ob man sich dabei oberkörperfrei zeigen muss, ist natürlich eine andere Frage. Aber dass auch ein paar Idioten zu Fußballspielen gehen, ist keine neue Erkenntnis, damit hätte man also rechnen müssen. Das ist nen bisschen wie... nen G7 Gipfel nach Hamburg zu verlegen anstatt in die Provinz und dann überrascht tun, wenn St.Pauli brennt...
An der Stelle muss man nicht die Leute zur Verantwortung ziehen, die sich mit der außerordentlichen Situation arrangiert haben und dann dumme Entscheidungen treffen, sondern diejenigen, die mit ihren Entscheidungen für diese Situation gesorgt haben.

Donnerstag, 12. März 2020

Zeit für Vernunft (Passives Abseits Leser wissen es früher Teil... wer zählt da noch mit?)

Ernsthaft.

Wie sich die Uefa und Fifa gerade anstellen, ist unfassbar. Also nur mal zum Vergleich: In der NBA gab es gestern den ersten bestätigten Corona Fall mit Rudy Gobert. Und die haben die Liga noch am selben Abend unterbrochen. Auf unbestimmte Zeit. Selbst ein Saisonabbruch ist nicht auszuschließen.

Ein Schritt, den andere schon vollzogen haben. Andere Sportarten haben eingesehen, dass die "wirtschaftliche Katastrophe" vorzeitiges Saisonende die einzige Option ist. Ist natürlich beschissen, aber ist halt so. Alle anderen Wettbewerbe werden gefühlt ausgesetzt. Nur die ganz großen Fabriken müssen unbedingt weiter produzieren, koste es, was es wolle.
Dass es eigentlich sinnvoller wäre, die kleinen Wettbewerbe stattfinden zu lassen... Details.


Die Nachrichten, dass die ersten Fußballer infiziert sind, erreichten uns gestern. Und gerade der Fall Daniele Rugani zeigt ja, wie beschissen die Situation ist. Denn Inter Mailand hat darauf hin beschlossen, sich aus allen Wettbewerben zurückzuziehen. So, wie ich unsere alten Herren in den hohen Gremien einschätze, kriegen die dafür eine saftige Strafe aufgebrummt.

Und ihr so: Moment mal, Rugani spielt doch für Juventus. Beziehungsweise der sitzt doch bei Juventus auf der Bank. Aber er hatte halt Kontakt zu fast allen Inter Spielern. Was auch nur bedeutet: Die müssen jetzt 2 Wochen lang in Quarantäne.

Und die Reaktion von Fifa und Uefa? Wir fliegen weiter munter Menschen in Scharen durch ganz Europa. In Liverpool mit Fans. Während um uns herum eine Pandemie ausbricht. Ich sehe nicht, wie das schief gehen könnte.
Weil es so lustig ist, machen wir das in 11 Tagen dann auch noch weltweit. Das wir bestimmt großartig.

Währenddessen gibt es überall Geisterspiele. Auch wenn das praktisch nicht die Lösung sein kann. Also die Menschen von den Stadien in die Kneipen zu verschieben, damit sich der Scheiß dort verbreitet, kann nicht die Lösung sein. Und hey, die Fans treffen sich danach vor dem Stadion und singen so laut, dass man es deutlich im Stadion hört.
Für die Romantiker ein wunderschönes Bild. Aber Seuchenexperten kriegen da das Kotzen.

Aber selbst wenn, wie in Paris, wirklich keiner kommt... dann sind da immer noch 2 große Kolonnen quer durch Europa unterwegs. Und das sind ja Kolonnen, die regelmäßig um die Welt reisen. Oder zumindest durch Europa. Das ist eine ganz andere Lage, als wenn man 8 Stunden am Tag mit denselben Leuten im selben Büro sitzt.

Also ja, es gibt wenig Gründe für uns Normalsterbliche Panik zu schieben. Es gilt da immer noch das Prinzip: Es ist in Deutschland wahrscheinlicher, dass man an Rechtsextremen Terror stirbt, als an Corona. Aber Profisportler haben da halt ein ganz anderes Arbeitsumfeld. Und sie ziehen nebenbei Hunderttausend Fans in ihrem Schlepptau mit.

Also das Spiel Basel gegen Frankfurt ist ja vor allem deswegen abgesagt worden, weil die Stadt Basel davon ausgeht, dass die Frankfurt Fans auch dann kommen, wenn sie nicht ins Stadion dürfen... Und das kann sich die Stadt Basel derzeit einfach nicht leisten.

Die erste elementar wichtige Entscheidung ist jetzt: Die Länderspiele absagen.  Das hätte eigentlich gestern passieren müssen. Spätestens. Jetzt ein Mal alles global durchzurotieren, damit wirklich jeder was abkriegen könnte, sobald es eine Diagnose gibt, ist echt das Dümmste, was man machen kann.

Also nur um das mal zu verdeutlichen: Wenn jetzt ein Profi von einem Europa League Teilnehmer mit Corona diagnostiziert wird... dann müssen alle Spieler, die mit diesem Individuum in den letzten 14 Tagen in Kontakt kamen, erst Mal unter Quarantäne gestellt und getestet werden. Das zieht, all den internationalen Terminen, erschreckend schnell erschreckend weite Kreise. Also bei Bayer Leverkusen wären das direkt mal 5 Spiele, die dann betroffen sind.

Aber hier ist wieder das Grundproblem: Absagen ist keine Option. Schließlich beginnt in der nächsten Länderspielpause schon die Qualifikation für die WM in Katar. Der Zeitrahmen ist wie immer extrem eng gesteckt.

Gleichzeitig träumt die UEFA halt auch davon, eine EM im Sommer zu veranstalten. Ein großes Fest für ganz Europa, welches auf dem gesamten Kontinent gefeiert werden soll. Und welches halt auch als Fixpunkt für das Saisonende herhalten muss. Also 14 Tage vor Turnierbeginn müssen alle anderen Wettbewerbe durch sein. Oh und das Teilnehmerfeld muss auch noch finalisiert werden. Weil wir ja dringend raus kriegen müssen, ob sich Mazedonien oder der Kosovo für die EM qualifiziert.

Und ja, ihr habt das hier als erstes gelesen, dass Corona, auf Grund des engen Terminkalenders, zu einem absoluten Chaos führen könnte... Denn selbst einen einzelnen Wetter bedingten Spielausfall kann man kaum noch kompensieren...
Um das mal kurz zu verdeutlichen, weil es ja immer wieder Frankfurt trifft: Wenn man die Saison unbedingt noch durch prügeln will, muss man jetzt eigentlich die Gelegenheit, die die Absage der Partie in Basel eröffnet hat, nutzen und in der Woche das Spiel gegen Werder nachholen. Damit man danach dann vielleicht und auf neutralem Boden das Basel Spiel während der Länderspielpause ansetzen kann. Bleibt zu hoffen, dass keiner der Spieler zu den Pflichtspielen in den Qualifikationen eingeladen wird... Aber nach der Länderspielpause soll es ja direkt mit dem Europa League Viertelfinale weiter gehen, die müssen da schon wissen, wer von den beiden noch dabei ist. Absoluter Wahnsinn.

Damit gibt es eigentlich nur einen logischen Schluss. Einen verantwortungsvollen Schritt: Die EM absagen und auf Sommer 21 verlegen. Also heute bekannt geben, dass die in diesem Sommer nicht gespielt werden wird. Das ist die einzige vernünftige Lösung.
Dann setzt man die Europa Cup Spiele aus und "plant" mit einem Champions League Finale irgendwann im Juli. Oder man muss halt am Ende zugeben, dass es dieses eine Jahr keinen Titel gibt, das würden wir auch überleben.
Aber dadurch gibt man dann auch den nationalen Verbänden den nötigen Spielraum vernünftige Entscheidungen zu treffen: Ist uns das Risiko egal und wir spielen einfach weiter? Sind uns die Fans egal und wir setzen auf Geisterspiele? Oder nutzen wir den entstandenen Freiraum um selber eine Pause einzulegen?

Aber derzeit ist das Prestigeobjekt EM im Sommer wichtiger als die Vernunft. Die Hoffnung, dass sich das schon irgendwie in Luft auflösen wird, dominiert die Entscheidungsfindung. Oder es will halt keiner in unangenehmen Zeiten die Verantwortung übernehmen.

Das Ergebnis: Geisterspiele, die niemand will. Wir müssen den Scheiß halt durchziehen, egal wie bitter es ist. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Die Show muss weiter gehen, auch wenn es unverantwortlich ist.

Dabei will ich gar keine "Wir werden alle sterben" Panik verbreiten. (True Story: Meine Shuffle Playlist begann heute morgen mit "We aint gonna die today"... "Hell aint nothing but a place in Michigan.") Wenn jetzt auf verschiedensten Ebenen entsprechende Entscheidungen getroffen werden, kann man dieses Virus in den Griff kriegen. Also das eigentlich faszinierende für mich persönlich ist ja, wie überfordert unsere zivilisierte Welt mit dieser Krise ist. Und wie absehbar das eigentlich war.
Und ja, ich halte es für möglich, dass wir den Scheiß im Juni überstanden haben. Dass eine EM Austragung dann wieder technisch machbar wäre. Aber diese Lösung ist halt nur in Sicht, wenn alle frei von Egoismus vernünftige Entscheidungen treffen. Was halt zu einem logischen Paradoxon führt: Um die Grundlage dafür zu schaffen im Sommer eine EM auszutragen, muss diese EM jetzt abgesagt werden, damit man seinen Beitrag dazu leistet, die Ausbreitung einzudämmen.

Aber vernünftige Entscheidungen hat es bei der Fifa und Uefa ja seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Dort geht es praktisch nur darum den eigenen finanziellen Schaden, der durch das Verschieben einer EM garantiert entstehen würde, zu vermeiden... koste es, was es wolle.