Bevor das Tagesgeschehen diese Geschichte überholt... schreibt man lieber etwas, am Samstag.
Meinem derzeitigen Lieblingstrainer Florian Kohfeldt ist etwas unfassbares gelungen: Er hat anscheinend den Rückhalt der Medien verloren. Und wie hat er das geschafft? Nun ja, er hat offenbar das, was der Kicker über ihn geschrieben hat und was seine Vorgesetzten bei Werder Bremen ihm die ganze Zeit über gesagt haben, tatsächlich geglaubt... und jetzt im Wesentlichen eins zu eins zurück gegeben.
Wobei
er ja genau genommen wenig neues sagt. Also dass er seinen Stuhl räumen
würde, wenn Werder jemand besseres findet, fiel, glaube ich, vor
Monaten schon. Dass er sich immer noch für den Besten Trainer für Werder
hält, ist weder größenwahnsinnig noch "tollkühn"... es ist praktisch
der einzige Weg, wie er als Bundesligatrainer seine Arbeit machen kann.
Also wenn er selber diesen Glauben an seine Arbeit und damit auch an
sich nicht mehr vermitteln kann, dann wird seine Mannschaft ihm auf
keinen Fall folgen.
Nur um an der Stelle nochmal meine
persönliche Position zu Kohfeldt zu verdeutlichen: Ich halte den Mann
offensichtlich für überschätzt. Das bedeutet aber nicht, dass ich ihn
für einen schlechten Trainer halte. Es ist halt verdammt leicht
überschätzt zu werden, wenn alle so tun, als wäre man der nächste Jürgen Klopp oder, weil es halt logisch ist, der nächste Thomas Schaaf. Dabei ist er realistisch eher der nächste Bruno Labbadia.
Und ja, ich musste meine Position zu Labbadia neulich auch revidieren. Also Hertha BSC Berlin
den als neuen Trainer vorgestellt hat, dachte ich "Unnötig, denn die
Klasse halten sie auch so... aber an sich ein guter Move von Hertha"...
Aber Labbadia dürfte die Rückschläge in Form von Entlassungen halt auch
gebraucht haben. Und jetzt ist er mindestens ein sehr solider
Bundesligatrainer.
Kohfeldt ist halt ein interessantes
Trainertalent. Er bringt hervorragende Anlagen mit. Und er hat den
Anspruch selbst unter schwierigen Umständen wirklichen Fußball spielen
zu lassen. Aber er hat diese Saison halt auch richtig in den Sand
gesetzt. Wenn man es nicht schafft seine Talente weiter zu entwickeln
und bei Standards immer dieselben Fehler macht, muss man das genau so
nennen. Und mir kann keiner erzählen, dass Werder wirklich den 2.
schlechtesten Kader der Liga hat. Auch mit den Verletzungssorgen gibt es
andere, die schwächer besetzt sind. Aber Kohfeldt hat es nie geschafft
das vorhandene Potenzial auf den Rasen zu bringen.
Werder Bremen selber hat ja in den letzten Tagen den Christian Streich
Vergleich ins Spiel gebracht. Ok, lasst uns das mal machen: Also
Streich hat unter schwierigsten Voraussetzungen nach einer Hinrunde mit
13 Punkten den direkten Klassenerhalt gefeiert. Ohne jegliche
Relegation, weil der SC Freiburg so was halt nicht braucht. In der Rückrundentabelle war er auf Platz 7. Im Jahr darauf hat er Freiburg in die Europa League geführt.
Zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte. Nur ein Mal stand man in der
Bundesligaabschluss-Tabelle besser da... da dies vor der Einführung der 3
Punkte pro Sieg Regel war, kann Streich behaupten: Nie holte ein
Freiburger Trainer in einer Saison mehr Punkte. Wobei auch festzuhalten
bleibt: An die 27 Punkte seiner ersten Halbserie kam er dabei gar nicht
ran... Nach 1 1/2 historisch spielte Freiburg eine ganz normale Saison,
was für einen Verein wie dem SC Freiburg halt Platz 14 bedeutete. Aber
dieser "Rückfall aufs Normale Niveau". Erst nach 1 1/2 historisch guten
Jahren und einer normalsterblichen Saion stieg der SC Freiburg dann ab.
Hierbei
muss man aber auch mal dringend erwähnen, dass ein Abstieg mit dem SC
Freiburg etwas ganz anderes ist als ein Abstieg mit Werder Bremen.
Und das wird einem halt beim Vergleich deutlich. Denn Kohfeldt startete genau so beeindruckend wie Streich mit 29 Punkten in 17 Spielen.
Seine erste Mission als Retter erledigte er mit Bravour. Dass kann ein
Bruno Labbadia allerdings auch von sich behaupten. Oder, oder, oder. Es
gibt genügend "Dead Coach Bounces."
Das Jahr darauf führte er Werder dann ins Mittelmaß.
Das ist ordentlich. Aber halt auch nicht mehr. Vor allem wenn man
bedenkt, dass er den "Klassenerhalt" mit einer Serie von 5 Spielen ohne
Sieg endgültig sicherte.
Und letztes Jahr hätte er seine Mannschaft, auf dem Rücken eines überragenden Individualisten im "Contract Year Modus" fast nach Europa geführt.
Es war am Ende echt knapp. So, wie Werder sich derzeit präsentiert,
sollten sie echt froh sein, dass sie nicht nebenbei noch über die
europäischen Dörfer tingeln müssen...
Und hier ist das
entscheidende Problem im Streich-Vergleich: Mit Werder die Europa League
zu erreichen ist keine überragende Leistung. Also historisch
betrachtet. Eigentlich sollte es für einen jahrelangen Werder Trainer
der Mindestanspruch sein, Werder ein Mal alle 4 Jahre nach Europa zu
führen.
Nehmen wir da mal zur Verdeutlichung seinen Emotionalen Vorgänger Thomas Schaaf
als Vergleich: Der führte Werder bereits im ersten vollen Jahr fast
nach Europa. Und dann 2 Mal in Folge auf Platz 6, was ein Mal zur
Teilnahme an der Europa League reichte. Werder hatte damals Probleme mit
der Balance zwischen Offensive und Defensive... und brach in der
Rückrunde immer ein. Aber trotzdem war jede der ersten 3 Jahre in der
Abschlusstabelle erfolgreicher als alles, was Kohfeldt jemals
abgeliefert hat. Und danach wurde Werder dann Doublesieger.
Und Thomas Schaaf wurde zum Heiligen. Danach durfte er sich dann
praktisch einen auf Jahre angelegten schleichenden Niedergang leisten,
ohne dass irgendjemanden auffiel, dass der moderne Fußball irgendwie an
Schaaf vorbei gezogen ist... Nen bischen, als spontaner Vergleich, wie
bei Arsene Wenger und Arsenal London...
Kohfeldt
darf dagegen ohne historische Vorleistungen eine der schlechtesten
Werder-Saisons aller Zeiten spielen lassen, ohne dass er irgendwie in
Frage gestellt wird. Und bis Mitte Mai wurde er ja nicht mal von den
Medien oder den Alteingesessenen in Frage gestellt.
Aber mal als
spekulative Frage: Glaubt irgendjemand, Thomas Schaaf hätte Werder
anstatt zur Meisterschaft auf Platz 17 führen dürfen ohne entlassen zu
werden?
An der Stelle fällt mir dann auf: Kohfeldt ist
gar nicht das Problem, er ist das Symptom. Die Personalie, an der halt
allen deutlich wird, dass bei Werder eigentlich fundamental etwas falsch
läuft. Dass die eigene Genügsamkeit und die mangelnden Ansprüche zu
einer kaum noch aufzuhaltenden Negativspirale, die über kurz oder lang
in Liga 2 enden wird, geführt hat.
Denn hier kommt mal das kurze Realitäts-Update: Eigentlich sollte sich Bremen mit Borussia Mönchengladbach
vergleichen. Mindestens. Denn eigentlich hat man dank der doch
überraschend zahlreichen Abstiege der Gladbacher einen extremen
Vorsprung. Den man auf beeindruckende Art und Weise verspielt hat.
Und
ja, auch Gladbach steht für ruhiges, kontinuierliches Arbeiten und
seriöses Wirtschaften in einem familiären Umfeld. Nur wird in Gladbach
ein Dieter Hecking für Arbeit, die sich im normalen Rahmen des
erwartbaren Erfolges bewegt, nicht zum Heiligen verklärt... sondern am
Ende einfach ersetzt um neue Impulse zu setzen.
Die bittere Realität lautet: Man kann sich noch nicht mal mit dem FC Augsburg messen. Also zumindest was die Europa League Teilnahmen der letzten 10 Jahre betrifft.
Eigentlich
sollte es Bremens Anspruch sein, dass man zumindest selber diese eine
Mannschaft ist, die in die Internationalen Plätze rein rutscht, wenn die
wirtschaftlich stärkeren Teams dies verkacken. Stattdessen haben
Augsburg, Mainz, Freiburg und Hannover diese Rolle übernommen. Genau genommen auch Eintracht Frankfurt,
die jetzt versuchen sich auf dem Erfolg der letzten Jahre eine
konstante Basis für eine bessere Zukunft zu erarbeiten. Also genau das,
was Werder in den letzten 20 Jahren verkackt hat...
Bremen
sollte eigentlich über diesen Mannschaften stehen. Stattdessen
vergleicht man sich mit dem SC Freiburg, deren Anspruch es ist zu den 25
besten Mannschaften in Deutschland zu gehören. Wo eine schlechte Saison
eigentlich erst beginnt, wenn man nicht zur Spitzengruppe der 2. Liga
gehört, wo aber ein Abstieg halt auch mal passieren kann. Werder sollte
aber den Anspruch haben zu den 10 besten Mannschaften in Deutschland zu
gehören. Die Voraussetzungen dafür sollten immer noch gegeben sein.
Zumindest wenn man den Abstieg noch vermeidet. Aber stattdessen gibt man
sich mit wesentlich weniger zufrieden.
Und so erhöht man dann
auch einen Trainer, der ganz normale Ergebnisse erzielt, zur Legende...
und wundert sich, dass die Leistungen nicht besser werden, wenn man die
Ansprüche runter schraubt.
Das ist halt Schade, weil
Werder eigentlich echt der einer der sympathischen Bundesligisten ist.
Eigentlich stehen wir alle auf offensiv ausgerichteten Fußball und
seriös geführte Vereine. Selbst ich, der ja eigentlich vom Zynismus lebt
und gar nichts zu schreiben hätte, wenn alle Vereine wie Werder geführt
werden würden.
Aber, als interessante These, wahrscheinlich wurde
Kohfeldt deswegen so viel verziehen, anstatt diese Saison als das zu
beschreiben, was sie eigentlich ist: Eine extrem schlechte
Trainerleistung. Deswegen will auch keiner glauben, dass Kohfeldt
irgendwie Schuld an der mangelnden Fitness hat. Irgendwie wissen wir
alle, dass es für die Liga im Allgemeinen das beste wäre, wenn Werders
Weg zum Erfolg führt. Denn wenn man gute Trainer in einem ruhigen Umfeld
ihre Arbeit machen lässt, muss dies zwangsweise zu einem besseren
Produkt auf dem Rasen führen.
Nur wird halt allen langsam deutlich, dass die Arbeit von Kohfeldt unangemessen wenig Früchte trägt.
Das
wirkliche Problem für Werder lautet aber: Wenn man jetzt Kohfeldt
einfach entlässt, aber an sonsten genau so Selbstzufrieden weiter macht,
wird das genau so wenig helfen, wie ein Wiederaufstieg mit Kohfeldt,
für den man sich dann auf die Schulter klopft. Nur wenn man selber sein
Weltbild wieder richtig ausrichtet, wird es in Bremen wirklich vorwärts
gehen.
Samstag, 23. Mai 2020
Freitag, 22. Mai 2020
Das Borussia Dortmund Paradoxon
Nur um das nochmal fix festzuhalten. Und ja, es ist schon ein wenig absurd. Oder es sagt Leuten, die wesentlich mehr von Fußball, Trainingsdosierung und Medizin haben wirklich etwas. Für den Laien mit Master in Ferndiagnostik ist es jedenfalls einfach nur... interessant.
Also: Borussia Dortmund hatte ja genau genommen vor dem Derby gegen Schalke extreme Probleme mit der Muskulatur. Emre Can, Alex Witsel und Nico Schulz fielen frühzeitig mit größeren oder kleineren Wehwehchen aus. Frühzeitig heißt hier: Es stand bereits im Donnerstags-Kicker.
Dazu kamen dann "spontan" Jadon Sancho, den man als Vorsichtsmaßnahme zunächst mal auf der Bank ließ und Giovanni Reyna, dessen Startelf-Debüt, auf das sich gerade die Amerikaner besonders gefreut haben, spontan abgesagt werden musste. Also bei Reyna sind beim Aufwärmen "Probleme aufgetreten."
Nach einer "normalen Vorbereitung" sollten an der Stelle alle Alarmglocken schrillen. Wenn da zu dem "Jetzt sollten alle fit sein" Moment 5 Leute mit Muskelproblemen ausfallen, hat man in der Trainingsdosierung wohl etwas falsch gemacht... Werder Bremen würde an der Stelle irgendwann den Athletik-Coach austauschen, weil der ja allein dafür verantwortlich ist, in welchem körperlichen Zustand die Mannschaft ist... Auch wenn das Problem mit neuen Athletik-Coach noch nicht wirklich besser geworden ist. Aber was Werder dieses Jahr vor hat, wird eines der größten Rätsel der Fußballgeschichte bleiben...
Zurück zu Dortmund: Für den weiteren Saisonverlauf sollten diese Muskelverletzungen durch aus einen Anlass zur Sorge geben. Also wenn die bereits vor dem ersten Spieltag auftreten, wie soll das dann erst in den anstehenden englischen Wochen werden?
Auf der anderen Seite der Medaille lieferte Dortmund allerdings ein Feuerwerk, welches selbst Euphoriker Lucien Favre ein "War ganz okay" entlockte. Ernsthaft, Favres Reaktion nach dem Derby war so großartig, das kann man gar nicht genug erwähnen. Der würde wahrscheinlich vor Beyoncé Knowles Konzerten stehen und sagen "War ganz Ok." Die Pyramiden und die Große Mauer würde er wohl als "nett und interessant" beschreiben. Genug Füller.
Hier ist eine der spannenden philosophischen Fragen, die ebenfalls über den Re-Start schweben: War Dortmund trotz, oder wegen der Muskelverletzungen so gut? Das "Trotz" wäre die symapthischere Antwort. Denn an sonsten ist der logische Schluss folgende: Um in dieser Saison noch was zu reißen, muss man sich Muskeln reißen. Also mehr als sonst. Man musste sich in der Vorbereitung so sehr quälen, dass einige Spieler gesundheitliche Schäden von sich trugen. Und die Leistung, die man dafür anbieten konnte, geben der "Folter" sogar recht.
Nun ist das nur bedingt eine Neuigkeit. Dass Profisport an sich wirklich ungesund ist, kann einem jeder Toni Schumacher und Stefan Kießling bestätigen. Überraschend viele Fußballer sind hinterher froh, wenn sie nach der Karriere wenigstens noch Golf spielen können. Andere brauchen mit Ende 30 eine neue Hüfte... Oder tragen ewig die Narben der Karriere auf den Gelenken. Die derzeitige Situation in Dortmund könnte aber darauf hinweisen, dass dieser an sich normale Zustand jetzt noch extremer als gewöhnlich ist.
Oder aber Dortmund ist nur einfach wesentlich besser als Schalke... und in Zeiten ohne Fans könnte so was vielleicht noch relevanter sein als sonst...
Ernsthaft, dass der Kicker diese Woche tatsächlich eine "ob das Spielstärkeren Mannschaften mehr helfen könnte" Debatte lostreten will.
Natürlich profitieren fähige Mannschaften von den derzeitigen Umständen am meisten. Sie würden dies auch tun, wenn nach der Pause Fans ins Stadion dürften. Denn die Bayern sind halt in der Lage ein Bundesligaspiel zu gewinnen, in dem sie 9 Kilometer laufen. Weil sie als einer der wenigen Mannschaften der Bundesliga in der Lage sind den Gegner laufen zu lassen... ohne sich selber groß anzustrengen.
Die tapfer mit viel Aufwand dagegen haltenden Normalsterblichen Bundesligisten werden durch die Unterbrechung, die mangelnde Fitness und die für sie ungewohnten englischen Wochen noch schneller Müde als sonst. Und als gratis Bonbon für die an Theaterpublikum gewöhnten Bayern fehlt der emotionale Push der Fans, die den Außenseiter in den Schlussphasen über seine Grenzen hinausgehen lässt...
Natürlich werden die Bayern am aller meisten von den Geisterspielen und der Corona-Pause profitieren. Gefolgt von Dortmund. Deswegen werden die Bayern auch mit ziemlicher Sicherheit Meister. Die spannende Frage ist: Welcher der Konkurrenten um die Champions League Plätze präsentiert sich dahinter am Spiel stärksten? Und hat die nötige Reife in der Spielanlage. Wo sich RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ja auch durchaus ordentlich präsentieren. Wer von denen kann seine Qualität am konstantesten auf den Platz bringen? Und wer von den 3en muss in die Europa League?
Und die andere spannende Geschichte wird sein: Welcher der Abstiegskandidaten versetzt sich auch ohne Publikum in dieses absurde Delirium, in dem man dann doch die nötigen zusätzlichen Meter geht um die nötigen Punkte irgendwie zu erreichen? Oder wer hat dann doch die nötige Fußballerische Qualität um sich durchzusetzen?
Diese beiden Punkte könnten den Abstiegskampf noch ein Mal ordentlich durch wirbeln. Wenn man halt zum Beispiel die vorherige negative Tendenz der Frankfurter mit der bekannten Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen kombiniert... ähm... ich sag das mal so: Da sollten die Frankfurter hoffen, dass sich Rune Bratseths Meinung doch nicht durchsetzt.
Also: Borussia Dortmund hatte ja genau genommen vor dem Derby gegen Schalke extreme Probleme mit der Muskulatur. Emre Can, Alex Witsel und Nico Schulz fielen frühzeitig mit größeren oder kleineren Wehwehchen aus. Frühzeitig heißt hier: Es stand bereits im Donnerstags-Kicker.
Dazu kamen dann "spontan" Jadon Sancho, den man als Vorsichtsmaßnahme zunächst mal auf der Bank ließ und Giovanni Reyna, dessen Startelf-Debüt, auf das sich gerade die Amerikaner besonders gefreut haben, spontan abgesagt werden musste. Also bei Reyna sind beim Aufwärmen "Probleme aufgetreten."
Nach einer "normalen Vorbereitung" sollten an der Stelle alle Alarmglocken schrillen. Wenn da zu dem "Jetzt sollten alle fit sein" Moment 5 Leute mit Muskelproblemen ausfallen, hat man in der Trainingsdosierung wohl etwas falsch gemacht... Werder Bremen würde an der Stelle irgendwann den Athletik-Coach austauschen, weil der ja allein dafür verantwortlich ist, in welchem körperlichen Zustand die Mannschaft ist... Auch wenn das Problem mit neuen Athletik-Coach noch nicht wirklich besser geworden ist. Aber was Werder dieses Jahr vor hat, wird eines der größten Rätsel der Fußballgeschichte bleiben...
Zurück zu Dortmund: Für den weiteren Saisonverlauf sollten diese Muskelverletzungen durch aus einen Anlass zur Sorge geben. Also wenn die bereits vor dem ersten Spieltag auftreten, wie soll das dann erst in den anstehenden englischen Wochen werden?
Auf der anderen Seite der Medaille lieferte Dortmund allerdings ein Feuerwerk, welches selbst Euphoriker Lucien Favre ein "War ganz okay" entlockte. Ernsthaft, Favres Reaktion nach dem Derby war so großartig, das kann man gar nicht genug erwähnen. Der würde wahrscheinlich vor Beyoncé Knowles Konzerten stehen und sagen "War ganz Ok." Die Pyramiden und die Große Mauer würde er wohl als "nett und interessant" beschreiben. Genug Füller.
Hier ist eine der spannenden philosophischen Fragen, die ebenfalls über den Re-Start schweben: War Dortmund trotz, oder wegen der Muskelverletzungen so gut? Das "Trotz" wäre die symapthischere Antwort. Denn an sonsten ist der logische Schluss folgende: Um in dieser Saison noch was zu reißen, muss man sich Muskeln reißen. Also mehr als sonst. Man musste sich in der Vorbereitung so sehr quälen, dass einige Spieler gesundheitliche Schäden von sich trugen. Und die Leistung, die man dafür anbieten konnte, geben der "Folter" sogar recht.
Nun ist das nur bedingt eine Neuigkeit. Dass Profisport an sich wirklich ungesund ist, kann einem jeder Toni Schumacher und Stefan Kießling bestätigen. Überraschend viele Fußballer sind hinterher froh, wenn sie nach der Karriere wenigstens noch Golf spielen können. Andere brauchen mit Ende 30 eine neue Hüfte... Oder tragen ewig die Narben der Karriere auf den Gelenken. Die derzeitige Situation in Dortmund könnte aber darauf hinweisen, dass dieser an sich normale Zustand jetzt noch extremer als gewöhnlich ist.
Oder aber Dortmund ist nur einfach wesentlich besser als Schalke... und in Zeiten ohne Fans könnte so was vielleicht noch relevanter sein als sonst...
Ernsthaft, dass der Kicker diese Woche tatsächlich eine "ob das Spielstärkeren Mannschaften mehr helfen könnte" Debatte lostreten will.
Natürlich profitieren fähige Mannschaften von den derzeitigen Umständen am meisten. Sie würden dies auch tun, wenn nach der Pause Fans ins Stadion dürften. Denn die Bayern sind halt in der Lage ein Bundesligaspiel zu gewinnen, in dem sie 9 Kilometer laufen. Weil sie als einer der wenigen Mannschaften der Bundesliga in der Lage sind den Gegner laufen zu lassen... ohne sich selber groß anzustrengen.
Die tapfer mit viel Aufwand dagegen haltenden Normalsterblichen Bundesligisten werden durch die Unterbrechung, die mangelnde Fitness und die für sie ungewohnten englischen Wochen noch schneller Müde als sonst. Und als gratis Bonbon für die an Theaterpublikum gewöhnten Bayern fehlt der emotionale Push der Fans, die den Außenseiter in den Schlussphasen über seine Grenzen hinausgehen lässt...
Natürlich werden die Bayern am aller meisten von den Geisterspielen und der Corona-Pause profitieren. Gefolgt von Dortmund. Deswegen werden die Bayern auch mit ziemlicher Sicherheit Meister. Die spannende Frage ist: Welcher der Konkurrenten um die Champions League Plätze präsentiert sich dahinter am Spiel stärksten? Und hat die nötige Reife in der Spielanlage. Wo sich RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ja auch durchaus ordentlich präsentieren. Wer von denen kann seine Qualität am konstantesten auf den Platz bringen? Und wer von den 3en muss in die Europa League?
Und die andere spannende Geschichte wird sein: Welcher der Abstiegskandidaten versetzt sich auch ohne Publikum in dieses absurde Delirium, in dem man dann doch die nötigen zusätzlichen Meter geht um die nötigen Punkte irgendwie zu erreichen? Oder wer hat dann doch die nötige Fußballerische Qualität um sich durchzusetzen?
Diese beiden Punkte könnten den Abstiegskampf noch ein Mal ordentlich durch wirbeln. Wenn man halt zum Beispiel die vorherige negative Tendenz der Frankfurter mit der bekannten Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen kombiniert... ähm... ich sag das mal so: Da sollten die Frankfurter hoffen, dass sich Rune Bratseths Meinung doch nicht durchsetzt.
Donnerstag, 21. Mai 2020
Es ist wieder so weit
Wir haben den Zeitpunkt des Jahres erreicht, in dem hier die Abschaffung der Relegation gefordert wird. War ja auch aller höchste Zeit.
Wobei es dieses Mal, ich bin ja kompromissbereit, nur um ein einmaliges Aussetzen der Relegation gehen würde. Also ernsthaft, dass der Scheißt jetzt trotz Corona unbedingt durchgezogen werden muss, ist mal wieder absoluter Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass die erst jetzt geklärt haben, wer das jetzt übertragen soll...
Der Grund, warum es absoluter Wahnsinn ist Dynamo Dresden und deren Zwangsquarantäne. Denn langsam wird ja deutlich, wie die Auswirkungen dieser Pause und der daraus folgenden Spielabsagen sind. Das Ergebnis: 9 Spiele in 29 Tagen. Mit effektiv 7 Tagen Vorbereitung. Das ist ein völlig absurder Plan.
Lustige Nebennotiz: Die DFL hat ja den Vereinen den guten Tipp gegeben, ihre Kader möglichst breit aufzustellen, damit sie auf solche Sondersituationen angemessen reagieren können... ähm... denen ist bewusst, dass es für eine Profimannschaft praktisch unmöglich ist sich während der Saison in der Breite zu verstärken? Die einzige Möglichkeit lautet: Seinen Kader mit Jungprofis, die überfordert sein werden, aufzufüllen. Guter Tipp.
Jedenfalls gibt es praktisch nur einen einzigen Grund, warum Dynamo unbedingt auf diese 9 Spiele kommen muss: Es gibt praktisch keine Möglichkeit die Saison noch um eine Woche nach hinten zu verlegen, weil in dieser Woche ja bereits die Relegation ausgetragen werden muss.
Nun werden einige darauf hinweisen, dass die Verträge ja am 30.6. auslaufen und die Saison deswegen an genau dem Wochenende beendet werden muss. Das würde natürlich stimmen. Aber dass die Relegationsteilnehmer dann nur mit ihrer halben Mannschaft auflaufen können, ist ja auch egal.
Anders ausgedrückt: Man hätte praktisch eine Lösung dafür gefunden die Zweitliga Saison um eine Woche zu verlängern. Und für die auslaufenden Verträge hätte man eine angemessene Lösung gefunden, mit der alle Einverstandgen gewesen wären.
Also praktisch sollte ein Spieler mit auslaufenden Vertrag für die Idee, dass er eine Woche Extraschichten schiebt, dafür aber sein Verletzungsrisiko sinkt, begeistern lassen.
Die vernünftige Lösung wäre also gewesen... Den Re-Start und das Ende der Zweitligasaison um 1 Woche nach hinten zu verschieben. Dadurch bei Dynamo den Druck vom Kessel zu nehmen, da sie dann ein Spiel weniger nachholen müssen. Und wenn es hinterher keine Interaktion zwischen 1. und 2. Liga gibt, ist es ja auch kein Problem, wenn die asynchron enden.
Und hey. wahrscheinlich hätten es sogar die TV-Anbieter verstanden, wenn dieses eine Mal auf Grund der höheren Umstände auf die Relegation verzichtet wird. Aber wie immer wurde darüber nicht mal nachgedacht.
Völlig absurder Weise wären Dynamos Chancen auf den Klassenerhalt wahrscheinlich sogar gestiegen, wenn es 3 direkte Absteiger geben würde. Obwohl dieser Vorschlag erst Mal dazu führt, dass sie einen weiteren Platz gut machen müssen. Da bringt einem direkt zum nächsten Detail:
WARTE WAS? Die wollen auch die Relegation zwischen Zweiter und Dritter Liga durchziehen? Was konsumieren die eigentlich? Also nur um den Idioten mal beim Zählen zu helfen: Es stehen noch 11 Spieltage in der Dritten Liga aus. Es gibt noch keinen Plan, wie der Re-Start der Dritten Liga aussieht. Aber vor Juni dürfte das nichts werden. Dann haben wir 30 Tage um 11 Spieltage durchzuziehen, damit man rechtzeitig zur angedachten Relegation fertig wird. Dafür müsste man alle 2,7 Tage spielen. Erscheint das irgendwie sinnvoll?
Das ist wieder einer dieser "Warum hat das niemand angesprochen?" Details. Warum gab es nicht mal den "Lasst uns mal über Auf- und Abstieg ohne Relegation für dieses Jahr reden" Vorschlag? Können wir mal mit den TV Stationen (oder mit unseren Rechtsanwälten) reden, wie viel uns das wirklich kosten würde?
Aber hey, man muss halt alle Hebel in Bewegung setzen, damit Werder Bremen trotz Florian Kohfeld die Klasse halten kann... Und buchstäblich alle möglichen Konflikte wurden einfach ignoriert oder bei Seite geschoben...
Wobei es dieses Mal, ich bin ja kompromissbereit, nur um ein einmaliges Aussetzen der Relegation gehen würde. Also ernsthaft, dass der Scheißt jetzt trotz Corona unbedingt durchgezogen werden muss, ist mal wieder absoluter Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass die erst jetzt geklärt haben, wer das jetzt übertragen soll...
Der Grund, warum es absoluter Wahnsinn ist Dynamo Dresden und deren Zwangsquarantäne. Denn langsam wird ja deutlich, wie die Auswirkungen dieser Pause und der daraus folgenden Spielabsagen sind. Das Ergebnis: 9 Spiele in 29 Tagen. Mit effektiv 7 Tagen Vorbereitung. Das ist ein völlig absurder Plan.
Lustige Nebennotiz: Die DFL hat ja den Vereinen den guten Tipp gegeben, ihre Kader möglichst breit aufzustellen, damit sie auf solche Sondersituationen angemessen reagieren können... ähm... denen ist bewusst, dass es für eine Profimannschaft praktisch unmöglich ist sich während der Saison in der Breite zu verstärken? Die einzige Möglichkeit lautet: Seinen Kader mit Jungprofis, die überfordert sein werden, aufzufüllen. Guter Tipp.
Jedenfalls gibt es praktisch nur einen einzigen Grund, warum Dynamo unbedingt auf diese 9 Spiele kommen muss: Es gibt praktisch keine Möglichkeit die Saison noch um eine Woche nach hinten zu verlegen, weil in dieser Woche ja bereits die Relegation ausgetragen werden muss.
Nun werden einige darauf hinweisen, dass die Verträge ja am 30.6. auslaufen und die Saison deswegen an genau dem Wochenende beendet werden muss. Das würde natürlich stimmen. Aber dass die Relegationsteilnehmer dann nur mit ihrer halben Mannschaft auflaufen können, ist ja auch egal.
Anders ausgedrückt: Man hätte praktisch eine Lösung dafür gefunden die Zweitliga Saison um eine Woche zu verlängern. Und für die auslaufenden Verträge hätte man eine angemessene Lösung gefunden, mit der alle Einverstandgen gewesen wären.
Also praktisch sollte ein Spieler mit auslaufenden Vertrag für die Idee, dass er eine Woche Extraschichten schiebt, dafür aber sein Verletzungsrisiko sinkt, begeistern lassen.
Die vernünftige Lösung wäre also gewesen... Den Re-Start und das Ende der Zweitligasaison um 1 Woche nach hinten zu verschieben. Dadurch bei Dynamo den Druck vom Kessel zu nehmen, da sie dann ein Spiel weniger nachholen müssen. Und wenn es hinterher keine Interaktion zwischen 1. und 2. Liga gibt, ist es ja auch kein Problem, wenn die asynchron enden.
Und hey. wahrscheinlich hätten es sogar die TV-Anbieter verstanden, wenn dieses eine Mal auf Grund der höheren Umstände auf die Relegation verzichtet wird. Aber wie immer wurde darüber nicht mal nachgedacht.
Völlig absurder Weise wären Dynamos Chancen auf den Klassenerhalt wahrscheinlich sogar gestiegen, wenn es 3 direkte Absteiger geben würde. Obwohl dieser Vorschlag erst Mal dazu führt, dass sie einen weiteren Platz gut machen müssen. Da bringt einem direkt zum nächsten Detail:
WARTE WAS? Die wollen auch die Relegation zwischen Zweiter und Dritter Liga durchziehen? Was konsumieren die eigentlich? Also nur um den Idioten mal beim Zählen zu helfen: Es stehen noch 11 Spieltage in der Dritten Liga aus. Es gibt noch keinen Plan, wie der Re-Start der Dritten Liga aussieht. Aber vor Juni dürfte das nichts werden. Dann haben wir 30 Tage um 11 Spieltage durchzuziehen, damit man rechtzeitig zur angedachten Relegation fertig wird. Dafür müsste man alle 2,7 Tage spielen. Erscheint das irgendwie sinnvoll?
Das ist wieder einer dieser "Warum hat das niemand angesprochen?" Details. Warum gab es nicht mal den "Lasst uns mal über Auf- und Abstieg ohne Relegation für dieses Jahr reden" Vorschlag? Können wir mal mit den TV Stationen (oder mit unseren Rechtsanwälten) reden, wie viel uns das wirklich kosten würde?
Aber hey, man muss halt alle Hebel in Bewegung setzen, damit Werder Bremen trotz Florian Kohfeld die Klasse halten kann... Und buchstäblich alle möglichen Konflikte wurden einfach ignoriert oder bei Seite geschoben...
Montag, 18. Mai 2020
Worst of des "Zurück zur Normalität" Wochenendes
Ernsthaft, einigen Mannschaften hat man die 2 monatige Pause kaum angemerkt. Ok, hauptsächlich den Mannschaften, die wie Schalke und Frankfurt vorher schon eher "grausamen Fußball" angeboten haben.
Ich freue mich jetzt schon auf den Moment, in dem die Frankfurter Corona und die Geisterspiele als Grund für einen Absturz angeben und dabei ignorieren, dass man in den Wochen vorher gegen Borussia Dortmund, Union Berlin und Bayer Leverkusen mit insgesamt 1:10 Toren verloren hat. Unterbrochen von einem Sieg gegen Werder Bremen, was nur verdeutlichen sollte, wie gut Bremen vor der Krise war.
Und auch Schalke war schon vor der Zwangspause auf dem besten Weg ihre gute Hinrunde komplett zu verspielen. Man kam auch vor Corona nur auf eher erbärmliche 4 Tore in 8 Spielen.
Anders ausgedrückt: Der im Winter abgegebene vorzeige "Schalke-Angreifer" Mark Uth hat, seit dem er dieses für Offensivspieler anscheinend verfluchte Trikot ausgetauscht hat, alleine Tore erzielt UND mehr Vorlagen gesammelt als die gesamte Schalker Offensive. Jeweils 5.
Aber der erst Blitzeindruck des Re-Starts lautet: Es hat sich wenig geändert. So sind Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn weiterhin nur bedingt in der Lage ein wirkliches Bundesligaspiel auf den Rasen zu zaubern. Freiburg verteidigt weiterhin taktisch geschickt, ist nach Standards gefährlich... und erzielt in bester Bundesligamanier das 0:1 ohne jemals aufs Tor zu schießen. Die Bayern spielen souverän und humorlos ihren Stiefel herunter. Dortmund spielt sich in einen gelegentlichen Rausch, den Lucien Favre als "ganz okay" beschreibt, und verschwendet all ihr Pulver an einem Wochenende. Und Hoffenheim... der geilste Satz des Wochenendes fiel in der Sportschau Zusammenfassung zum Hoffenheimspiel: "Hoffenheim kassiert das 34. Gegentor vor eigenem Publikum." Die gute Nachricht für die Hoffenheimer: Diese Kategorie wird bis zum Saisonende nicht mehr erweitert werden... Gegentore in heimischen Stadion dagegen... vielleicht sollten die Hoffenheimer sich wirklich für neutrale Spielorte auf dem Dorf einsetzen... oh warte, das könnte bedeuten, dass alle Spiele bei ihnen ausgetragen werden...
Die Änderungen fanden sich eher im Detail. So wurde die Werbung praktisch an die Krisenzeiten angepasst. Vorbildlich. Die Offensive von RB Leipzig stellten eine größere Bedrohung für die Kameraleute hinter dem Tor als für den SC Freiburg da... und die Sportschau kürte spontan "Das Tor des Jahrzehnts"... Wenig überraschend gewann Mario Götze... was traurig ist. Es war die letzte Gelegenheit für Lukas Podolski zu stimmen. Aber dass die Sportschau so clever auf den Fakt, dass es 8 Wochen einfach keine Tore gab, reagierte... Das ist genau die Flexibilität, die wir in der Krise brauchen.
Nebenbei ist mir an diesem Samstag etwas anderes völlig absurdes aufgefallen. Denn in Sachsen sind ja die ersten Lockerungen in Kraft. Was wiederum bedeutet, dass man auf die ersten kleineren Konzerte gehen konnte. Und dass direkt ums Stadion der Trödelmarkt "Kleinmesse" wieder einen Trödelmarkt eröffnet hat. Wo die Leute dann laut Kicker Reporter Oliver Hartmann ohne Masken einkaufen konnten. Oh und die Kneipen und Cafes waren den ganzen Tag über voll besetzt. Die Menschen haben halt 2 Monate darauf gewartet wieder irgendwo hingehen zu dürfen...
Anders ausgedrückt: Nachdem wir wochenlang darüber diskutiert haben, ob der Fußball einen Sonderstatus genießt, waren die Vorsichtsmaßnahmen im Stadion auf ein Mal wesentlich härter als vor den Stadien. Da fällt einem all das Jammern schon wesentlich schwerer.
Nebenbei entschied der gemeine Konsument mit Rekordquoten für Sky dieses Projekt flächendeckend zu unterstützen. Da können sich die Ultras noch so sehr darüber aufregen, dass das System "krank" sein soll... Solange sie das auf dem Sofa während der Sky-Übertragung machen, interessiert das keinen...
Dennoch...
Vedad Ibisevic, Vollidiot der Woche: Stellt euch vor, ihr seid der Co-Star in einem so genannten Skandalvideo, welches ganz alleine jegliche Bemühungen der DFL untergräbt... und welches ganz alleine für einen Stimmungsumschwung in der Bevölkerung sorgt. Und welches das Bild des abgehobenen und realitätsfernen Fußballers befeuert.
Ihr habt aber das unfassbare Glück, dass sich die ganze Wut und alle Sanktionen auf den Typen mit der Kamera fokussiert und nicht auf dich, der ihm die Brofist reicht. Ihr dürft also am Wochenende spielen. Ihr führt eure Mannschaft als Kapitän aufs Feld Und ihr macht das sogar gut. Wie nutzt ihr diesen Umstand jetzt?
Ein vernünftiger Mensch würde die Gelegenheit nutzen um eine symbolische "ich habe verstanden" Nachricht an die Welt zu schicken. Ganz einfach und pragmatisch, in dem man sich an die "Jubelvorschriften" hält. Ibisevic... hat sich vorher informiert, rausgefunden, dass das Tor nicht annulliert wird und fleißig alle umarmt.
Und so ist es schon wieder die Hertha, die sich als einzige in der Samstag-Abend-Sportschau nicht an die Cornona-Maßnahmen hält... Und weil wir von der Herha im Jahr 2020 reden, werden sie dabei natürlich auch von ihrem Trainer unterstützt. Und garantiert auch von Jens Lehmann.
Nun gehöre ich natürlich auch zur "Falcao-Fraktion", die die Jubelvorschriften für absolut albern hält. Aber ganz ehrlich: Wenn ich Teil des Salomon Kalou Videos bin, dann halte ich mich doch wenigstens für eine Woche an solche Ansagen... Alle anderen haben es ja auch hinbekommen...
Und wo wir schon dabei sind:
Rouwen Hennings, Honorable Mentions. Es ist ja vorher viel darüber diskutiert worden, ob die Fußballwelt nach der Krise eine andere sein wird. Diese Hoffnung wurde bei mir in der 88. Minute von Düsseldorf - Paderborn begraben. Und das hatte nur bedingt was damit zu tun, dass ich dieses Spiel live gesehen habe... Was war passiert? Nun ja, wie fast im gesamten Spiel praktisch nichts. Also es gab einen heftigeren Zweikampf 35 Meter vor dem Tor der Paderborner, welcher nicht als Foulspiel geahndet worden ist. Das brachte Rouwen Hennings dazu sich vor Schiedsrichter Frank Willenborg aufzubauen und diesem seine Unzufriedenheit aus 10 cm Entfernung deutlich zu artikulieren. Anders ausgedrückt: Das sind genau die Szenen, in denen sich Covid-19 am wohlsten fühlt: Wenn wir uns gegenseitig aus nächster Nähe anschreien. Der Kicker verharmlost das als "aufrichtige Empörung." Ich frage mich ja, warum der Schiedsrichter ihn dafür nicht sofort verwarnt hat. Das wäre allein schon zum Schutz seiner eigenen Gesundheit die richtige Maßnahme gewesen.
Wenn es sich hierbei im einen möglichen Elfmeter gehandelt hätte. Aber wir reden echt von einem völlig belanglosen Foulspiel, welches zu einem Freistoß in bescheidenster Position geführt hätte. Lustiger Weise bekamen die Düsseldorfer kurz darauf einen Freistoß in besserer Position, weil man den Ball zumindest vom Flügel gezielt in den Strafraum schlagen konnte. Der Ball wurde zielsicher zum ersten Verteidiger gespielt. So zielsicher, dass nur Hünemeiers Gelbe Karte und nicht der Freistoß danach im Kicker Ticker auftaucht... Wenn Hennings seinen Freistoß, den er so aufrichtig empört gefordert hat, bekommen hätte... hätte einer der Düsseldorfer Standardspezialisten all seinen Mut zusammengenommen, den Ball mit voller Wucht grob Richtung Tor geschlagen und die Balljungen hätten den hinterher auf der Tribüne gefunden und desinfiziert...
Das ist ja immer eines der Grundprobleme, die ich mit lamentierenden Profis habe: Ich kann es nachvollziehen, wenn Michael Ballack den Schiedsrichter bedroht, weil er in der Schlussphase eines Champions League Halbfinales eigentlich einen Elfmeterpfiff erwartet hat. An der Stelle sogar erwarten muss. Aber wie oft echauffieren sich Fußballer wegen an sich bedeutungslosen Fehlentscheidungen, die in so einem Spiel halt zu Hauf vorkommen.
Angeblich soll es dieses Wochenende ja besser gewesen sein als sonst. Hennings Ausbruch belegt aber, dass sich diese Unsitte auch durch Corona nicht ausgerottet worden ist.
Ich freue mich jetzt schon auf den Moment, in dem die Frankfurter Corona und die Geisterspiele als Grund für einen Absturz angeben und dabei ignorieren, dass man in den Wochen vorher gegen Borussia Dortmund, Union Berlin und Bayer Leverkusen mit insgesamt 1:10 Toren verloren hat. Unterbrochen von einem Sieg gegen Werder Bremen, was nur verdeutlichen sollte, wie gut Bremen vor der Krise war.
Und auch Schalke war schon vor der Zwangspause auf dem besten Weg ihre gute Hinrunde komplett zu verspielen. Man kam auch vor Corona nur auf eher erbärmliche 4 Tore in 8 Spielen.
Anders ausgedrückt: Der im Winter abgegebene vorzeige "Schalke-Angreifer" Mark Uth hat, seit dem er dieses für Offensivspieler anscheinend verfluchte Trikot ausgetauscht hat, alleine Tore erzielt UND mehr Vorlagen gesammelt als die gesamte Schalker Offensive. Jeweils 5.
Aber der erst Blitzeindruck des Re-Starts lautet: Es hat sich wenig geändert. So sind Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn weiterhin nur bedingt in der Lage ein wirkliches Bundesligaspiel auf den Rasen zu zaubern. Freiburg verteidigt weiterhin taktisch geschickt, ist nach Standards gefährlich... und erzielt in bester Bundesligamanier das 0:1 ohne jemals aufs Tor zu schießen. Die Bayern spielen souverän und humorlos ihren Stiefel herunter. Dortmund spielt sich in einen gelegentlichen Rausch, den Lucien Favre als "ganz okay" beschreibt, und verschwendet all ihr Pulver an einem Wochenende. Und Hoffenheim... der geilste Satz des Wochenendes fiel in der Sportschau Zusammenfassung zum Hoffenheimspiel: "Hoffenheim kassiert das 34. Gegentor vor eigenem Publikum." Die gute Nachricht für die Hoffenheimer: Diese Kategorie wird bis zum Saisonende nicht mehr erweitert werden... Gegentore in heimischen Stadion dagegen... vielleicht sollten die Hoffenheimer sich wirklich für neutrale Spielorte auf dem Dorf einsetzen... oh warte, das könnte bedeuten, dass alle Spiele bei ihnen ausgetragen werden...
Die Änderungen fanden sich eher im Detail. So wurde die Werbung praktisch an die Krisenzeiten angepasst. Vorbildlich. Die Offensive von RB Leipzig stellten eine größere Bedrohung für die Kameraleute hinter dem Tor als für den SC Freiburg da... und die Sportschau kürte spontan "Das Tor des Jahrzehnts"... Wenig überraschend gewann Mario Götze... was traurig ist. Es war die letzte Gelegenheit für Lukas Podolski zu stimmen. Aber dass die Sportschau so clever auf den Fakt, dass es 8 Wochen einfach keine Tore gab, reagierte... Das ist genau die Flexibilität, die wir in der Krise brauchen.
Nebenbei ist mir an diesem Samstag etwas anderes völlig absurdes aufgefallen. Denn in Sachsen sind ja die ersten Lockerungen in Kraft. Was wiederum bedeutet, dass man auf die ersten kleineren Konzerte gehen konnte. Und dass direkt ums Stadion der Trödelmarkt "Kleinmesse" wieder einen Trödelmarkt eröffnet hat. Wo die Leute dann laut Kicker Reporter Oliver Hartmann ohne Masken einkaufen konnten. Oh und die Kneipen und Cafes waren den ganzen Tag über voll besetzt. Die Menschen haben halt 2 Monate darauf gewartet wieder irgendwo hingehen zu dürfen...
Anders ausgedrückt: Nachdem wir wochenlang darüber diskutiert haben, ob der Fußball einen Sonderstatus genießt, waren die Vorsichtsmaßnahmen im Stadion auf ein Mal wesentlich härter als vor den Stadien. Da fällt einem all das Jammern schon wesentlich schwerer.
Nebenbei entschied der gemeine Konsument mit Rekordquoten für Sky dieses Projekt flächendeckend zu unterstützen. Da können sich die Ultras noch so sehr darüber aufregen, dass das System "krank" sein soll... Solange sie das auf dem Sofa während der Sky-Übertragung machen, interessiert das keinen...
Dennoch...
Vedad Ibisevic, Vollidiot der Woche: Stellt euch vor, ihr seid der Co-Star in einem so genannten Skandalvideo, welches ganz alleine jegliche Bemühungen der DFL untergräbt... und welches ganz alleine für einen Stimmungsumschwung in der Bevölkerung sorgt. Und welches das Bild des abgehobenen und realitätsfernen Fußballers befeuert.
Ihr habt aber das unfassbare Glück, dass sich die ganze Wut und alle Sanktionen auf den Typen mit der Kamera fokussiert und nicht auf dich, der ihm die Brofist reicht. Ihr dürft also am Wochenende spielen. Ihr führt eure Mannschaft als Kapitän aufs Feld Und ihr macht das sogar gut. Wie nutzt ihr diesen Umstand jetzt?
Ein vernünftiger Mensch würde die Gelegenheit nutzen um eine symbolische "ich habe verstanden" Nachricht an die Welt zu schicken. Ganz einfach und pragmatisch, in dem man sich an die "Jubelvorschriften" hält. Ibisevic... hat sich vorher informiert, rausgefunden, dass das Tor nicht annulliert wird und fleißig alle umarmt.
Und so ist es schon wieder die Hertha, die sich als einzige in der Samstag-Abend-Sportschau nicht an die Cornona-Maßnahmen hält... Und weil wir von der Herha im Jahr 2020 reden, werden sie dabei natürlich auch von ihrem Trainer unterstützt. Und garantiert auch von Jens Lehmann.
Nun gehöre ich natürlich auch zur "Falcao-Fraktion", die die Jubelvorschriften für absolut albern hält. Aber ganz ehrlich: Wenn ich Teil des Salomon Kalou Videos bin, dann halte ich mich doch wenigstens für eine Woche an solche Ansagen... Alle anderen haben es ja auch hinbekommen...
Und wo wir schon dabei sind:
Rouwen Hennings, Honorable Mentions. Es ist ja vorher viel darüber diskutiert worden, ob die Fußballwelt nach der Krise eine andere sein wird. Diese Hoffnung wurde bei mir in der 88. Minute von Düsseldorf - Paderborn begraben. Und das hatte nur bedingt was damit zu tun, dass ich dieses Spiel live gesehen habe... Was war passiert? Nun ja, wie fast im gesamten Spiel praktisch nichts. Also es gab einen heftigeren Zweikampf 35 Meter vor dem Tor der Paderborner, welcher nicht als Foulspiel geahndet worden ist. Das brachte Rouwen Hennings dazu sich vor Schiedsrichter Frank Willenborg aufzubauen und diesem seine Unzufriedenheit aus 10 cm Entfernung deutlich zu artikulieren. Anders ausgedrückt: Das sind genau die Szenen, in denen sich Covid-19 am wohlsten fühlt: Wenn wir uns gegenseitig aus nächster Nähe anschreien. Der Kicker verharmlost das als "aufrichtige Empörung." Ich frage mich ja, warum der Schiedsrichter ihn dafür nicht sofort verwarnt hat. Das wäre allein schon zum Schutz seiner eigenen Gesundheit die richtige Maßnahme gewesen.
Wenn es sich hierbei im einen möglichen Elfmeter gehandelt hätte. Aber wir reden echt von einem völlig belanglosen Foulspiel, welches zu einem Freistoß in bescheidenster Position geführt hätte. Lustiger Weise bekamen die Düsseldorfer kurz darauf einen Freistoß in besserer Position, weil man den Ball zumindest vom Flügel gezielt in den Strafraum schlagen konnte. Der Ball wurde zielsicher zum ersten Verteidiger gespielt. So zielsicher, dass nur Hünemeiers Gelbe Karte und nicht der Freistoß danach im Kicker Ticker auftaucht... Wenn Hennings seinen Freistoß, den er so aufrichtig empört gefordert hat, bekommen hätte... hätte einer der Düsseldorfer Standardspezialisten all seinen Mut zusammengenommen, den Ball mit voller Wucht grob Richtung Tor geschlagen und die Balljungen hätten den hinterher auf der Tribüne gefunden und desinfiziert...
Das ist ja immer eines der Grundprobleme, die ich mit lamentierenden Profis habe: Ich kann es nachvollziehen, wenn Michael Ballack den Schiedsrichter bedroht, weil er in der Schlussphase eines Champions League Halbfinales eigentlich einen Elfmeterpfiff erwartet hat. An der Stelle sogar erwarten muss. Aber wie oft echauffieren sich Fußballer wegen an sich bedeutungslosen Fehlentscheidungen, die in so einem Spiel halt zu Hauf vorkommen.
Angeblich soll es dieses Wochenende ja besser gewesen sein als sonst. Hennings Ausbruch belegt aber, dass sich diese Unsitte auch durch Corona nicht ausgerottet worden ist.
Freitag, 15. Mai 2020
Bundesliga-Re-Start: The gift that keeps on giving.
Ernsthaft... Es kommt gerade so viel zusammen, ich hatte noch nicht mal die Gelegenheit mich über Jens Lehmann lustig zu machen. Aber ja, die Hertha ersetzt anscheinend den einen durchgeknallten Visionär durch den Nächsten... Nur dass dieser Nächste sich irgendwie ständig zu Corona äußert...
Nur um das mal festzuhalten: Lehmann war derjenige, der glaubte, man könnte ja Social Distancing in vollen Stadien betreiben. Man verkauft einfach entsprechend weniger Tickets und dann hält sich natürlich jeder an die 2 Meter Abstand. Und genau der Typ sitzt jetzt im Hertha-Aufsichtsrat. Da muss man sich schon fragen: Hatten Atti Hildmann und Xavier Naidoo keine Zeit?
Oh und Lehmanns Vorqualifikation für diesen Job ist... ähm... Er hat bei RTL freundlich lächelnd den gesponserten Kaffee getrunken? Er wurde von Arsene Wenger trainiert? Also damals schon, als das noch ein Qualitätsmerkmal war...
Obwohl... Lehmann war immer der natürlich Gegenspieler zu Oliver Kahn. Sowohl im Tor, als auch im Fernsehen. Und jetzt halt als Funktionär. Der einfachste Weg für die Hertha zu den Bayern aufzuschließen, ist doch sich deren persönlichen Antagonisten zu holen. Damit geht es nächstes Jahr garantiert in die Champions League... Das hat damals mit Dieter Hoeneß doch auch funktioniert...
Aber in der Liga werden jetzt natürlich die wichtigen Fragen gestellt. So in etwa: Was machen wir eigentlich, falls wir doch abbrechen müssen? Können wir das Heimrecht kurzfristig aussetzen? Welche Regeländerungen sind vielleicht nötig um auf die neue Situation zu reagieren? Gut, dass man das kurz vor der Aufnahme des Spielbetriebes klärt...
Gerade das Ding mit dem "Heimrecht" hätte ich ja angesprochen, bevor wir über eine Wiederaufnahme abstimmen... Als wichtiges Sicherheitsnetz, falls in einzelnen Spielorten nicht angepfiffen werden kann.
Dann entscheidet sich Thüringen dafür, die Dritte Liga auszusetzen. Falls ihr euch fragt, wo Thüringen liegt... Das ist eines dieser Bundesländer, die am Besten zum Durchfahren geeignet sind. Dauert so etwa 2 Stunden. Aber angeblich ist der eine oder andere Prominente da schon mal drüber geflogen...
Oh und es wurde rekordverdächtige 48 Stunden von einem gewissen Kemmerich regiert. Da schrieben sich die "Das Comeback des Endes der Weimarer Republik" Witze von alleine.
Jedenfalls sagt Thüringen jetzt im Wesentlichen, dass die Dritte Liga woanders spielen sollte, wenn sie wirklich vor 5. Juni wieder beginnen will.
Allgemein zeigt sich in der Dritten Liga, wie unterhaltsam das alles werden kann, wenn man nicht geschlossen an einem Strang in eine Richtung zieht. Denn das ist ja das eine, worauf man sich bei der Bundesliga verlassen kann: Alle sind sich einig, dass es irgendwie weiter gehen muss. Koste es, was es wolle. Selbst Werder Bremen, die von einem Abbruch am ehesten profitieren, wollen doch sportlich die Klasse halten. Und auch wenn sie am lautesten Kritik äußern, stellen sie nicht grundlegendes in Frage.
Das nächste "Highlight" sind ja die zahlreichen Muskelverletzungen. Claudio Pizarros Karriereende könnte tatsächlich bei einem 35 Minütigen Trainingsspiel stattgefunden haben. Dortmund muss wegen Faserrissen auf ihr Herzstück Emre Can und Alex Witsel verzichten. Und all das schon vor der ersten richtigen Härteprobe. Man darf gespannt sein, wie viele Profis sich nach dem Wochenende mit "Muskelproblemen" abmelden.
Und da kann ja auch niemand was dafür. Das sind halt offensichtliche Symptome für eine improvisierte Saisonvorbereitung mitten im Mai. Solche Ausfälle werden den Ausgang der Meisterschaft am Ende genau so beeinflussen, wie potenzielle Corona-Krankschreibungen.
Aber dann... kam ja noch die aller größte Perle. Heiko Herrlichs persönliches Bewerbungsschreiben als Hertha-Trainer. Während ein Oliver Fink mit der Geburt seiner Tochter gute Gründe angab... und sich auch offiziell abmeldte... vermisste Herrlich Handcreme und Zahnpasta. Und ging deswegen wohl ohne Mundschutz einkaufen.
Das ist in so fern praktisch, als dass die DFL jetzt klären kann, wie sie reagiert, wenn jemand gegen die Quarantäne verstößt... was hier auch schon frühzeitig angesprochen worden ist, worüber aber keiner redet. Anscheinend wird man dann für das anstehende Bundesligawochenende gesperrt.
Ist doch schön, dass Heiko Herrlich das für uns geklärt hat. Irgendwie ging ich davon aus, dass es eher einen undisziplinierten Youngstar treffen würde, als einen doch schon recht gestandenen Trainer aus der Risikogruppe... aber anscheinend lernt man die aus.
Aber ja: Dies ist der erste Bundesligaspieltag, an dem schon die "Vorschau" wie ein "Worst of" aussieht. Da kann man sich doch richtig auf all die Fehlleistungen am Wochenende freuen... Das wird definitiv episch.
Oh und 2 Worte zum "Aussetzen des Abstieges": Auf den ersten Blick wäre das die vernünftigste Variante. Gerade wo Dynamo Dresden doch diesen extremen Wettbewerbsnachteil hat. Aber hier ist das Problem (welches auch die Premiere League schon sehr direkt angesprochen hat): Wenn es keine Absteiger gibt, wird die Liga sehr schnell sehr belanglos. In der Bundesliga würde dies dazu führen, dass im Endeffekt 9 Vereine nur noch aus Spaß an der Freude an diesem Wettbewerb teilnehmen. Von der Europa League sind sie realistisch gesehen zu weit weg, aber der Klassenerhalt ist noch nicht endgültig gesichert. Oder man ist halt noch nicht sicher abgestiegen. Diese Mannschaften müssten sich dann bei unsicherer Gesamtlage und Geisterspielen irgendwie selbst motivieren...
In der Zweiten Liga würde die Zahl dieser Mannschaften auf 14 ansteigen. Oder zumindest 12, wenn man Greuther Fürth und Darmstadt noch Chancen auf einen Aufstieg gibt. Das dürfte zahlreiche interessante Spiele geben...
Nur um das mal festzuhalten: Lehmann war derjenige, der glaubte, man könnte ja Social Distancing in vollen Stadien betreiben. Man verkauft einfach entsprechend weniger Tickets und dann hält sich natürlich jeder an die 2 Meter Abstand. Und genau der Typ sitzt jetzt im Hertha-Aufsichtsrat. Da muss man sich schon fragen: Hatten Atti Hildmann und Xavier Naidoo keine Zeit?
Oh und Lehmanns Vorqualifikation für diesen Job ist... ähm... Er hat bei RTL freundlich lächelnd den gesponserten Kaffee getrunken? Er wurde von Arsene Wenger trainiert? Also damals schon, als das noch ein Qualitätsmerkmal war...
Obwohl... Lehmann war immer der natürlich Gegenspieler zu Oliver Kahn. Sowohl im Tor, als auch im Fernsehen. Und jetzt halt als Funktionär. Der einfachste Weg für die Hertha zu den Bayern aufzuschließen, ist doch sich deren persönlichen Antagonisten zu holen. Damit geht es nächstes Jahr garantiert in die Champions League... Das hat damals mit Dieter Hoeneß doch auch funktioniert...
Aber in der Liga werden jetzt natürlich die wichtigen Fragen gestellt. So in etwa: Was machen wir eigentlich, falls wir doch abbrechen müssen? Können wir das Heimrecht kurzfristig aussetzen? Welche Regeländerungen sind vielleicht nötig um auf die neue Situation zu reagieren? Gut, dass man das kurz vor der Aufnahme des Spielbetriebes klärt...
Gerade das Ding mit dem "Heimrecht" hätte ich ja angesprochen, bevor wir über eine Wiederaufnahme abstimmen... Als wichtiges Sicherheitsnetz, falls in einzelnen Spielorten nicht angepfiffen werden kann.
Dann entscheidet sich Thüringen dafür, die Dritte Liga auszusetzen. Falls ihr euch fragt, wo Thüringen liegt... Das ist eines dieser Bundesländer, die am Besten zum Durchfahren geeignet sind. Dauert so etwa 2 Stunden. Aber angeblich ist der eine oder andere Prominente da schon mal drüber geflogen...
Oh und es wurde rekordverdächtige 48 Stunden von einem gewissen Kemmerich regiert. Da schrieben sich die "Das Comeback des Endes der Weimarer Republik" Witze von alleine.
Jedenfalls sagt Thüringen jetzt im Wesentlichen, dass die Dritte Liga woanders spielen sollte, wenn sie wirklich vor 5. Juni wieder beginnen will.
Allgemein zeigt sich in der Dritten Liga, wie unterhaltsam das alles werden kann, wenn man nicht geschlossen an einem Strang in eine Richtung zieht. Denn das ist ja das eine, worauf man sich bei der Bundesliga verlassen kann: Alle sind sich einig, dass es irgendwie weiter gehen muss. Koste es, was es wolle. Selbst Werder Bremen, die von einem Abbruch am ehesten profitieren, wollen doch sportlich die Klasse halten. Und auch wenn sie am lautesten Kritik äußern, stellen sie nicht grundlegendes in Frage.
Das nächste "Highlight" sind ja die zahlreichen Muskelverletzungen. Claudio Pizarros Karriereende könnte tatsächlich bei einem 35 Minütigen Trainingsspiel stattgefunden haben. Dortmund muss wegen Faserrissen auf ihr Herzstück Emre Can und Alex Witsel verzichten. Und all das schon vor der ersten richtigen Härteprobe. Man darf gespannt sein, wie viele Profis sich nach dem Wochenende mit "Muskelproblemen" abmelden.
Und da kann ja auch niemand was dafür. Das sind halt offensichtliche Symptome für eine improvisierte Saisonvorbereitung mitten im Mai. Solche Ausfälle werden den Ausgang der Meisterschaft am Ende genau so beeinflussen, wie potenzielle Corona-Krankschreibungen.
Aber dann... kam ja noch die aller größte Perle. Heiko Herrlichs persönliches Bewerbungsschreiben als Hertha-Trainer. Während ein Oliver Fink mit der Geburt seiner Tochter gute Gründe angab... und sich auch offiziell abmeldte... vermisste Herrlich Handcreme und Zahnpasta. Und ging deswegen wohl ohne Mundschutz einkaufen.
Das ist in so fern praktisch, als dass die DFL jetzt klären kann, wie sie reagiert, wenn jemand gegen die Quarantäne verstößt... was hier auch schon frühzeitig angesprochen worden ist, worüber aber keiner redet. Anscheinend wird man dann für das anstehende Bundesligawochenende gesperrt.
Ist doch schön, dass Heiko Herrlich das für uns geklärt hat. Irgendwie ging ich davon aus, dass es eher einen undisziplinierten Youngstar treffen würde, als einen doch schon recht gestandenen Trainer aus der Risikogruppe... aber anscheinend lernt man die aus.
Aber ja: Dies ist der erste Bundesligaspieltag, an dem schon die "Vorschau" wie ein "Worst of" aussieht. Da kann man sich doch richtig auf all die Fehlleistungen am Wochenende freuen... Das wird definitiv episch.
Oh und 2 Worte zum "Aussetzen des Abstieges": Auf den ersten Blick wäre das die vernünftigste Variante. Gerade wo Dynamo Dresden doch diesen extremen Wettbewerbsnachteil hat. Aber hier ist das Problem (welches auch die Premiere League schon sehr direkt angesprochen hat): Wenn es keine Absteiger gibt, wird die Liga sehr schnell sehr belanglos. In der Bundesliga würde dies dazu führen, dass im Endeffekt 9 Vereine nur noch aus Spaß an der Freude an diesem Wettbewerb teilnehmen. Von der Europa League sind sie realistisch gesehen zu weit weg, aber der Klassenerhalt ist noch nicht endgültig gesichert. Oder man ist halt noch nicht sicher abgestiegen. Diese Mannschaften müssten sich dann bei unsicherer Gesamtlage und Geisterspielen irgendwie selbst motivieren...
In der Zweiten Liga würde die Zahl dieser Mannschaften auf 14 ansteigen. Oder zumindest 12, wenn man Greuther Fürth und Darmstadt noch Chancen auf einen Aufstieg gibt. Das dürfte zahlreiche interessante Spiele geben...
Montag, 11. Mai 2020
Leipzig raus aus Sachsen!
Warte, kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor? Oh, natürlich... Es ist die Grundforderung Der Partei Die Partei in Leipzig... Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der Fußball ihnen jetzt eventuell hilft...
Verwirrt? Gut. Dann geht es auch wie mir bei den aktuellen Entwicklungen in Sachen Neustart. Denn die belegen nur, wie wenig Gedanken sich die DFL wirklich gemacht hat.
Also das Gesundheitsamt in Dresden hat dann die hier gestellte "Wie viele Corona Fälle darf eine Mannschaft haben, bevor..." Frage mit 2 beantwortet. Nun bin ich mir an der Stelle nicht ganz sicher, ob die nur für Dresden, oder für ganz Sachsen entscheiden. Wenn letzteres der Fall ist, wäre es echt sinnvoller, wenn RB Leipzig bis zum Saisonende nach Köln umzieht. Da scheint man mit Corona Fällen bei Fußballmannschaften entspannter umzugehen...
Mich fasziniert es ja, dass die DFL anscheinend nie mit den Gesundheitsämtern gesprochen hat. Man hätte sich da zumindest mal eine grobe Orientierung einholen können, wie deren Reaktionen auf positive Befunde aussehen. Und nur um das noch mal zu verdeutlichen: Wenn die wirklich geglaubt haben, dass sie ohne einen einzigen positiven Corona Befund durch die Saison kommen... dann sollten die geschlossen wegen Inkompetenz zurücktreten.
Was die ganze Sache noch absurder macht, ist ja der Fakt, dass die DFL in Person von Christian Seifert jetzt kein Problem damit hat, dass die gesamte Dresdener Mannschaft jetzt 2 Wochen in Quarantäne muss...
Berichtigt mich, wenn ich falsch liege, aber Dresden kann jetzt 2 Wochen lang kein Training organisieren. Noch nicht mal in kleinen Gruppen. Und sie haben nicht genügend Fitnessgeräte für angemessenes Heimtraining... Aber die DFL will einfach nur das nächste Spiel gegen Hannover (und eventuell das gegen Fürth) verlegen...
Also alle anderen kriegen 2 Wochen Vorsprung im Mannschaftstraining und Dresden kriegt dafür mehr englische Wochen... also zusätzlich zu dem Rückstand noch weniger Gelegenheiten diese Rückstände aufzuholen... Soll das wirklich der Plan sein? Hat Dresden unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt?
Die großartigste Perle von Seifert ist ja das "Es gibt sicherlich eine Größe, dann ist es irgendwann nicht mehr machbar." Aber solange es nur Dresden betrifft, die dann deswegen absteigen, ist es ja noch keine relevante Größe.
Also stellt euch einfach mal vor es würde den Hamburger SV betreffen. Die müssten jetzt 2 Wochen kollektiv in Quarantäne und dürften dann hinterher ohne angemessenes Training in den Aufstiegskampf eingreifen. Wie groß wäre der nationale Aufschrei, dass das ja übelste Wettbewerbsverzerrung ist. Aber Dresden ist halt nur einer dieser kleinen Pissvereine. Who cares.
Und ich ging davon aus, dass wir erst nach dem Derby Dortmund - Schalke über einen Abbruch reden müssen, weil die Fans der Gewinnermannschaft spontane Straßenfeste veranstalten... Aber es ging doch noch viel schneller als erwartet.
Und alles, weil man sich anscheinend einfach keinen Plan gemacht hat, was passiert, wenn es doch einen positiven Fall gibt. Aber hey, das wird bestimmt der einzige Fall werden.
Eigentlich hätte die DFL schon vor der Ankündigung des Neustarts mit den örtlichen Gesundheitsämtern klären müssen, was bei einem positiven Befund passieren soll. Jetzt sollte es dringend nachgeholt werden. Einfach nur, damit alle Bescheid wissen und man entsprechend planen kann...
Aber wahrscheinlich wäre das Ergebnis gewesen, dass man das Ganze so halt nicht machen kann. Und das man sich halt doch in den Gemeinden treffen muss, bei denen man nach einem positiven Befund nicht alles auf den Kopf stellen muss. Man hätte also die "Können wir wirklich überall spielen, oder sollten wir den Rahmen klein halten" Debatte, die hier bereits mehrfach angerissen worden ist und die alle anderen führen, einfach mal durchgehen sollen.
Aber wenn man als Leuchtturmprojekt unbedingt als erste Liga wieder spielen will, hat man für solche Diskurse einfach keine Zeit. Da richtet man sein gesamtes Konzept lieber an einem illusorischen Idealfall aus.
Wirklich grotesk wird es dann, wenn die DFL plötzlich Regeln fürs Jubeln aufstellt... Also ein kurzer Ellenbogenkontakt sei dann erlaubt... ähm... WHAT THE FLYING FUCK? Wieso lassen wir Leute Entscheidungen treffen, die anscheinend noch nie ein Bundesligaspiel gesehen haben?
Also für diese Ahnungslosen: Wenn Robert Lewandowski sich in einem Ringkampf gegen Neven Subotic durchsetzt um den hereingeschlagenen Eckball ins Netz zu köpfen... ist es kein Problem, wenn er hinterer Flankengeber Serge Gnabry umarmt. Das Problem ist, dass er sich vorher im körperliche Zweikampf gegen wahrscheinlich mehrere Verteidiger durchsetzen musste. Und Gnabry hatte halt mit all den Subotic im Verlaufe des Spieles ebenfalls seine Berührungspunkte. So läuft das halt in der Bundesliga.
Falls die Führungsriege das wirklich nicht mitbekommen hat: Fußball ist ein Vollkontaktsport. Ein Lewandowski liefert sich quasi ständig Ringkämpfe mit verschiedensten Verteidigern. Außer er spielt gegen Werder "Social Distancing" Bremen... Der Torjubel ist da echt das geringste Problem.
Und ja, die einzige Grundlage, auf der dieser Spaß funktionieren kann, ist die Annahme, dass Leute mit negativen Testergebnissen (also alle, die auf dem Platz stehen) andere nicht anstecken können. Wenn das nicht funktioniert, gibt es eh bald positive Testwellen und einen Abbruch. Aber Umarmungen beim Torjubel werden auf die Ausbreitung keinen relevanten Einfluss haben.
In positiven Befunden... ähm Nachrichten: Anscheinend ist es mittlerweile immerhin bei den Bundesligisten angekommen, dass man seine praktisch ins Risiko gehende Belegschaft mal befragen müsste, ob sie das eigentlich wollen. Und ihnen die Option zu geben im Zweifelsfall zu Hause zu bleiben. Immerhin. Eigentlich hätte man zu erst mit denen klären müssen, ob sie da mitmachen, aber besser spät als nie.
Aber der DFL fällt jetzt schon der Fakt auf die Füße, dass sie verdammt viele kritische Punkte einfach nur bei Seite geschoben haben um unbedingt wieder zu spielen. Am Ende dürfte dabei raus kommen, dass die anderen, die eine gründlichere Vorbereitung durchgezogen und mehr kritische Punkte vorher geklärt haben, die Saison dafür dann auch zu Ende spielen können.
Denn Stand Jetzt steuern wir einem erneuten Abbruch entgegen.
Verwirrt? Gut. Dann geht es auch wie mir bei den aktuellen Entwicklungen in Sachen Neustart. Denn die belegen nur, wie wenig Gedanken sich die DFL wirklich gemacht hat.
Also das Gesundheitsamt in Dresden hat dann die hier gestellte "Wie viele Corona Fälle darf eine Mannschaft haben, bevor..." Frage mit 2 beantwortet. Nun bin ich mir an der Stelle nicht ganz sicher, ob die nur für Dresden, oder für ganz Sachsen entscheiden. Wenn letzteres der Fall ist, wäre es echt sinnvoller, wenn RB Leipzig bis zum Saisonende nach Köln umzieht. Da scheint man mit Corona Fällen bei Fußballmannschaften entspannter umzugehen...
Mich fasziniert es ja, dass die DFL anscheinend nie mit den Gesundheitsämtern gesprochen hat. Man hätte sich da zumindest mal eine grobe Orientierung einholen können, wie deren Reaktionen auf positive Befunde aussehen. Und nur um das noch mal zu verdeutlichen: Wenn die wirklich geglaubt haben, dass sie ohne einen einzigen positiven Corona Befund durch die Saison kommen... dann sollten die geschlossen wegen Inkompetenz zurücktreten.
Was die ganze Sache noch absurder macht, ist ja der Fakt, dass die DFL in Person von Christian Seifert jetzt kein Problem damit hat, dass die gesamte Dresdener Mannschaft jetzt 2 Wochen in Quarantäne muss...
Berichtigt mich, wenn ich falsch liege, aber Dresden kann jetzt 2 Wochen lang kein Training organisieren. Noch nicht mal in kleinen Gruppen. Und sie haben nicht genügend Fitnessgeräte für angemessenes Heimtraining... Aber die DFL will einfach nur das nächste Spiel gegen Hannover (und eventuell das gegen Fürth) verlegen...
Also alle anderen kriegen 2 Wochen Vorsprung im Mannschaftstraining und Dresden kriegt dafür mehr englische Wochen... also zusätzlich zu dem Rückstand noch weniger Gelegenheiten diese Rückstände aufzuholen... Soll das wirklich der Plan sein? Hat Dresden unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt?
Die großartigste Perle von Seifert ist ja das "Es gibt sicherlich eine Größe, dann ist es irgendwann nicht mehr machbar." Aber solange es nur Dresden betrifft, die dann deswegen absteigen, ist es ja noch keine relevante Größe.
Also stellt euch einfach mal vor es würde den Hamburger SV betreffen. Die müssten jetzt 2 Wochen kollektiv in Quarantäne und dürften dann hinterher ohne angemessenes Training in den Aufstiegskampf eingreifen. Wie groß wäre der nationale Aufschrei, dass das ja übelste Wettbewerbsverzerrung ist. Aber Dresden ist halt nur einer dieser kleinen Pissvereine. Who cares.
Und ich ging davon aus, dass wir erst nach dem Derby Dortmund - Schalke über einen Abbruch reden müssen, weil die Fans der Gewinnermannschaft spontane Straßenfeste veranstalten... Aber es ging doch noch viel schneller als erwartet.
Und alles, weil man sich anscheinend einfach keinen Plan gemacht hat, was passiert, wenn es doch einen positiven Fall gibt. Aber hey, das wird bestimmt der einzige Fall werden.
Eigentlich hätte die DFL schon vor der Ankündigung des Neustarts mit den örtlichen Gesundheitsämtern klären müssen, was bei einem positiven Befund passieren soll. Jetzt sollte es dringend nachgeholt werden. Einfach nur, damit alle Bescheid wissen und man entsprechend planen kann...
Aber wahrscheinlich wäre das Ergebnis gewesen, dass man das Ganze so halt nicht machen kann. Und das man sich halt doch in den Gemeinden treffen muss, bei denen man nach einem positiven Befund nicht alles auf den Kopf stellen muss. Man hätte also die "Können wir wirklich überall spielen, oder sollten wir den Rahmen klein halten" Debatte, die hier bereits mehrfach angerissen worden ist und die alle anderen führen, einfach mal durchgehen sollen.
Aber wenn man als Leuchtturmprojekt unbedingt als erste Liga wieder spielen will, hat man für solche Diskurse einfach keine Zeit. Da richtet man sein gesamtes Konzept lieber an einem illusorischen Idealfall aus.
Wirklich grotesk wird es dann, wenn die DFL plötzlich Regeln fürs Jubeln aufstellt... Also ein kurzer Ellenbogenkontakt sei dann erlaubt... ähm... WHAT THE FLYING FUCK? Wieso lassen wir Leute Entscheidungen treffen, die anscheinend noch nie ein Bundesligaspiel gesehen haben?
Also für diese Ahnungslosen: Wenn Robert Lewandowski sich in einem Ringkampf gegen Neven Subotic durchsetzt um den hereingeschlagenen Eckball ins Netz zu köpfen... ist es kein Problem, wenn er hinterer Flankengeber Serge Gnabry umarmt. Das Problem ist, dass er sich vorher im körperliche Zweikampf gegen wahrscheinlich mehrere Verteidiger durchsetzen musste. Und Gnabry hatte halt mit all den Subotic im Verlaufe des Spieles ebenfalls seine Berührungspunkte. So läuft das halt in der Bundesliga.
Falls die Führungsriege das wirklich nicht mitbekommen hat: Fußball ist ein Vollkontaktsport. Ein Lewandowski liefert sich quasi ständig Ringkämpfe mit verschiedensten Verteidigern. Außer er spielt gegen Werder "Social Distancing" Bremen... Der Torjubel ist da echt das geringste Problem.
Und ja, die einzige Grundlage, auf der dieser Spaß funktionieren kann, ist die Annahme, dass Leute mit negativen Testergebnissen (also alle, die auf dem Platz stehen) andere nicht anstecken können. Wenn das nicht funktioniert, gibt es eh bald positive Testwellen und einen Abbruch. Aber Umarmungen beim Torjubel werden auf die Ausbreitung keinen relevanten Einfluss haben.
In positiven Befunden... ähm Nachrichten: Anscheinend ist es mittlerweile immerhin bei den Bundesligisten angekommen, dass man seine praktisch ins Risiko gehende Belegschaft mal befragen müsste, ob sie das eigentlich wollen. Und ihnen die Option zu geben im Zweifelsfall zu Hause zu bleiben. Immerhin. Eigentlich hätte man zu erst mit denen klären müssen, ob sie da mitmachen, aber besser spät als nie.
Aber der DFL fällt jetzt schon der Fakt auf die Füße, dass sie verdammt viele kritische Punkte einfach nur bei Seite geschoben haben um unbedingt wieder zu spielen. Am Ende dürfte dabei raus kommen, dass die anderen, die eine gründlichere Vorbereitung durchgezogen und mehr kritische Punkte vorher geklärt haben, die Saison dafür dann auch zu Ende spielen können.
Denn Stand Jetzt steuern wir einem erneuten Abbruch entgegen.
Donnerstag, 7. Mai 2020
Diese Selbstbeweihräucherung
Auch von einem Fredi Bobic, den ich ja sonst schätze... Also dass "wir die ersten, die die Situation unter medizinischen Gesichtspunkten absolut sauber gestalten" sein wollen... Wenn wir genau genommen einfach nur die ersten sein wollen und alles andere ist anscheinend... nun ja... sekundär.
Ich prognostiziere hier mal, dass wir vor Saisonende die Debatte führen werden, ob die Saison nicht doch noch abgebrochen werden muss... Und dass dann keiner einen Plan hat, ab wann man ernsthaft darüber reden muss...
Mir fällt das ja besonders an einer Stelle auf: Den Spielorten. Also andere, die sich nachhaltiger mit einen Neustart beschäftigen, machen sich halt nicht nur über das "ob" und "wie", sondern vor allem auch über das "wo" Gedanken.
Also einige praktische Beispiele: Die NBA denkt gerade darüber nach ihre Saison in Disney World fortzuführen. Oder in Las Vegas. Also wirklich auf kleinstem Raum. Die MLB soll eventuell in Arizona in die neue Saison starten. Auch wenn es da derzeit eher nach einem "Jeder kriegt Heimspiele" Modell hinauslaufen wird, werden solche Modelle zumindest diskutiert.
In Portugal soll, laut Montags-Kicker, ausschließlich in den alten EM Stadien gespielt werden, weil die als einzige groß genug sind um die Hygieneregeln einzuhalten.
Und die Premiere League will sich ebenfalls auf 10 "neutrale Spielorte" einigen. Auch wenn es da bereits schon die Ankündigung einer Klage von Brighton angekündigt worden ist. Spannend ist hier bei: Es geht bei den Stadien nicht um die Größe und Ausstattung, sondern um ihre Lage. Deshalb fehlen Anfield und Wembley, da sie in Wohngebieten liegen und das den Briten zu heiß ist...
Und ja, es gibt überall auch Widerstand gegen diese Pläne... aber so ist das halt, wenn man offen über "Wie kann es weiter gehen" Modelle redet.
In Deutschland gehen wir dagegen davon aus, dass wir 5 Mannschaften aus ganz Deutschland ins Waldstraßenviertel schicken um dort gegen RB Leipzig anzutreten... Was soll schon schief gehen?
Und die Allgemeine Reaktion auf die positiven Test scheint ja auch zu sein "Augen zu und durch."
Immerhin scheint man sich darauf geeinigt zu haben, dass man die DFB Pokalspiele ans Ende der Saison legt, damit die 33 DFL Mannschaften, die damit nichts zu tun haben, möglichst schnell in die Sommerpause können. Aber wie man den 1.FC Saarbrücken als Regionalligisten in diesen Wettbewerb integrieren, wenn noch nicht fest steht, ob die 4. Ligen auch zu Ende gespielt werden... damn. Also ja, das Worst Case Szenario bedeutet, dass Saarbrücken irgendwann im Juni an einem Pokal-Heimspiel ohne Fans und ohne jegliche Spielpraxis seit 7. März teilnehmen darf... und das die Fernsehstationen darauf bestehen, dass dieses Spiel trotzdem ausgetragen wird, weil es für die Millionen im Fernsehvertrag wichtig ist, dass das 0:12 dann übertragen wird...
Versteht mich dabei nicht falsch: Ich bin vollkommen dafür, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Ich freue mich drauf. Nicht wegen den Millionen der Fernsehgelder, sondern wegen uns normalen Menschen.
Geht einfach mal kurz in euch: Wie oft habt ihr in den letzten Wochen abends auf Kicker.de um dann festzustellen, dass da quasi nichts passiert... weil die einzigen neuen Ergebnisse aus Weißrussland kommen? Hey, vielleicht hat der eine oder andere sogar angefangen auf die weißrussische Liga zu wetten, weil es halt sonst nichts gibt...
Es ist auch echt faszinierend, wie all die großen Onlineportale jetzt irgendwie auf ihre Inhalte kommen müssen... und ich selbst habe ja nur deswegen mit dem "Re-Worst Of" angefangen... Auf Kicker.de heißt dasselbe Konzept "Lieblingsspiele"... oder "Heute vor..."
Und es ist ja nicht nur der Sport, der still steht. Sondern auch alle Kultur- und Tanzveranstaltungen. Ich werde ja gerade zum ersten Mal seit meinem 18. Geburtstag 3 Monate am Stück auf keinem Konzert gewesen sein... und das ist die optimistische Zeitlinie, es könnten wesentlich mehr Monate werden... Die aktuellen Hollywood Blockbuster wurden auf unbestimmte Zeit verlegt. Genau so wie verschiedene Fernsehserien, die eigentlich in "Post-Production" sein sollten, aber auch erst Mal nicht fertig gestellt werden können. An der Stelle fällt mir auf, dass das neue Alicia Keys Album eigentlich schon draußen sein sollte...
Und plötzlich ist "Tiger King" das wichtigste Thema, weil es das einzige Thema ist... Nur um mal festzuhalten, was Corona so mit uns anstellt.
Das Herdentier Mensch arbeitet halt nicht unter der Woche, damit er am Wochenende die Beine hochlegen und nichts erleben kann. Zumindest nicht jedes verdammt Wochenende. Aber genau das passiert uns gerade. Und das frustriert halt auch auf Dauer.
Und genau da kommt der Fußball ins Spiel. Denn er hat die größte Reichweite und ist, für uns dann auch relativ risikolos zu konsumieren. Auch wenn das dann nur alleine auf der Couch ist. Man hätte wieder etwas, was sein soziales Leben strukturiert. Neuen Gesprächsthemen im Freundeskreis, auch wenn dieser sich in Discord oder Teamspeak Server verschoben haben sollte. Deswegen ist es auch unabhängig von den TV Geldern nicht ganz unwichtig, dass es endlich wieder Fußball gibt. Und je näher der Neustart kommt, um so größer wird das Kribbeln werden. Auch wenn doch eigentlich alles Relevante schon entschieden ist...
Mir auch vollkommen egal, wenn sich dafür junge Männer, die so weit weg von der Risikogruppe sind, wie ein Mann eben nur sein kann, deswegen dann mit Corona infizieren. Ich bin da Optimist: Die werden das schon überleben. (Hier wird direkt 3 Mal aufs Holz geklopft, damit sich dieser Satz nicht noch rächt...) Aber sie gehen dieses Risiko auch ein, damit wir zumindest in diesem einen Punkt zu unserem regulären Sozialleben zurückkehren können. Und der Fußball genießt da halt schon einen Sonderstatus, weil er der kleinste gemeinsame Nenner ist. Das Produkt, für das sich die meisten Deutschen interessieren.
Aber genau das macht es halt auch verdammt wichtig, dass der Neustart entsprechend vorbereitet wird. Dass man in den nächsten 2 Wochen klärt, wie das im Detail ablaufen soll. Und bei dieser Diskussion dürfen halt die wichtigen Fragen nicht fehlen: Ist es sinnvoll in allen Stadien zu spielen? Ab wie vielen Corona Fällen in einer Mannschaft wird die Saison doch noch abgebrochen? Wie gehen wir mit Spielern um, die persönlich zu viel Angst haben und lieber nicht spielen würden? Schließlich kann ja auch noch keiner abschätzen, wie schlimm die Langzeitfolgen für einen Sportler sein können...
Da kann ich es schon nachvollziehen, wenn jemand sagt "Ich würde die Saison lieber aussetzen, weil mir meine Gesundheit wichtig ist." Man sollte solche Spieler auch nicht verurteilen, sondern ihre Sorgen ernst nehmen. Am besten in den man auf ein "Wenn ihr auf 80%-90% eures Gehaltes verzichtet, verzichten wir auf euch" einigt. Und wenn sich ein Birger Verstraete dann als einziger für diesen Schritt entscheidet, dreht man ihm bei nächster Gelegenheit da keinen Strick draus... Aber wahrscheinlicher ist es, dass Spieler, die nicht antreten wollen, vertragsbrüchig werden... Und es für die Spieler gar keine Option sein wird, ihre Bedenken zu äußern.
All diese Fragen und Probleme stehen weiterhin im Raum, aber niemand will sie anscheinend ansprechen...
Ich prognostiziere hier mal, dass wir vor Saisonende die Debatte führen werden, ob die Saison nicht doch noch abgebrochen werden muss... Und dass dann keiner einen Plan hat, ab wann man ernsthaft darüber reden muss...
Mir fällt das ja besonders an einer Stelle auf: Den Spielorten. Also andere, die sich nachhaltiger mit einen Neustart beschäftigen, machen sich halt nicht nur über das "ob" und "wie", sondern vor allem auch über das "wo" Gedanken.
Also einige praktische Beispiele: Die NBA denkt gerade darüber nach ihre Saison in Disney World fortzuführen. Oder in Las Vegas. Also wirklich auf kleinstem Raum. Die MLB soll eventuell in Arizona in die neue Saison starten. Auch wenn es da derzeit eher nach einem "Jeder kriegt Heimspiele" Modell hinauslaufen wird, werden solche Modelle zumindest diskutiert.
In Portugal soll, laut Montags-Kicker, ausschließlich in den alten EM Stadien gespielt werden, weil die als einzige groß genug sind um die Hygieneregeln einzuhalten.
Und die Premiere League will sich ebenfalls auf 10 "neutrale Spielorte" einigen. Auch wenn es da bereits schon die Ankündigung einer Klage von Brighton angekündigt worden ist. Spannend ist hier bei: Es geht bei den Stadien nicht um die Größe und Ausstattung, sondern um ihre Lage. Deshalb fehlen Anfield und Wembley, da sie in Wohngebieten liegen und das den Briten zu heiß ist...
Und ja, es gibt überall auch Widerstand gegen diese Pläne... aber so ist das halt, wenn man offen über "Wie kann es weiter gehen" Modelle redet.
In Deutschland gehen wir dagegen davon aus, dass wir 5 Mannschaften aus ganz Deutschland ins Waldstraßenviertel schicken um dort gegen RB Leipzig anzutreten... Was soll schon schief gehen?
Und die Allgemeine Reaktion auf die positiven Test scheint ja auch zu sein "Augen zu und durch."
Immerhin scheint man sich darauf geeinigt zu haben, dass man die DFB Pokalspiele ans Ende der Saison legt, damit die 33 DFL Mannschaften, die damit nichts zu tun haben, möglichst schnell in die Sommerpause können. Aber wie man den 1.FC Saarbrücken als Regionalligisten in diesen Wettbewerb integrieren, wenn noch nicht fest steht, ob die 4. Ligen auch zu Ende gespielt werden... damn. Also ja, das Worst Case Szenario bedeutet, dass Saarbrücken irgendwann im Juni an einem Pokal-Heimspiel ohne Fans und ohne jegliche Spielpraxis seit 7. März teilnehmen darf... und das die Fernsehstationen darauf bestehen, dass dieses Spiel trotzdem ausgetragen wird, weil es für die Millionen im Fernsehvertrag wichtig ist, dass das 0:12 dann übertragen wird...
Versteht mich dabei nicht falsch: Ich bin vollkommen dafür, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Ich freue mich drauf. Nicht wegen den Millionen der Fernsehgelder, sondern wegen uns normalen Menschen.
Geht einfach mal kurz in euch: Wie oft habt ihr in den letzten Wochen abends auf Kicker.de um dann festzustellen, dass da quasi nichts passiert... weil die einzigen neuen Ergebnisse aus Weißrussland kommen? Hey, vielleicht hat der eine oder andere sogar angefangen auf die weißrussische Liga zu wetten, weil es halt sonst nichts gibt...
Es ist auch echt faszinierend, wie all die großen Onlineportale jetzt irgendwie auf ihre Inhalte kommen müssen... und ich selbst habe ja nur deswegen mit dem "Re-Worst Of" angefangen... Auf Kicker.de heißt dasselbe Konzept "Lieblingsspiele"... oder "Heute vor..."
Und es ist ja nicht nur der Sport, der still steht. Sondern auch alle Kultur- und Tanzveranstaltungen. Ich werde ja gerade zum ersten Mal seit meinem 18. Geburtstag 3 Monate am Stück auf keinem Konzert gewesen sein... und das ist die optimistische Zeitlinie, es könnten wesentlich mehr Monate werden... Die aktuellen Hollywood Blockbuster wurden auf unbestimmte Zeit verlegt. Genau so wie verschiedene Fernsehserien, die eigentlich in "Post-Production" sein sollten, aber auch erst Mal nicht fertig gestellt werden können. An der Stelle fällt mir auf, dass das neue Alicia Keys Album eigentlich schon draußen sein sollte...
Und plötzlich ist "Tiger King" das wichtigste Thema, weil es das einzige Thema ist... Nur um mal festzuhalten, was Corona so mit uns anstellt.
Das Herdentier Mensch arbeitet halt nicht unter der Woche, damit er am Wochenende die Beine hochlegen und nichts erleben kann. Zumindest nicht jedes verdammt Wochenende. Aber genau das passiert uns gerade. Und das frustriert halt auch auf Dauer.
Und genau da kommt der Fußball ins Spiel. Denn er hat die größte Reichweite und ist, für uns dann auch relativ risikolos zu konsumieren. Auch wenn das dann nur alleine auf der Couch ist. Man hätte wieder etwas, was sein soziales Leben strukturiert. Neuen Gesprächsthemen im Freundeskreis, auch wenn dieser sich in Discord oder Teamspeak Server verschoben haben sollte. Deswegen ist es auch unabhängig von den TV Geldern nicht ganz unwichtig, dass es endlich wieder Fußball gibt. Und je näher der Neustart kommt, um so größer wird das Kribbeln werden. Auch wenn doch eigentlich alles Relevante schon entschieden ist...
Mir auch vollkommen egal, wenn sich dafür junge Männer, die so weit weg von der Risikogruppe sind, wie ein Mann eben nur sein kann, deswegen dann mit Corona infizieren. Ich bin da Optimist: Die werden das schon überleben. (Hier wird direkt 3 Mal aufs Holz geklopft, damit sich dieser Satz nicht noch rächt...) Aber sie gehen dieses Risiko auch ein, damit wir zumindest in diesem einen Punkt zu unserem regulären Sozialleben zurückkehren können. Und der Fußball genießt da halt schon einen Sonderstatus, weil er der kleinste gemeinsame Nenner ist. Das Produkt, für das sich die meisten Deutschen interessieren.
Aber genau das macht es halt auch verdammt wichtig, dass der Neustart entsprechend vorbereitet wird. Dass man in den nächsten 2 Wochen klärt, wie das im Detail ablaufen soll. Und bei dieser Diskussion dürfen halt die wichtigen Fragen nicht fehlen: Ist es sinnvoll in allen Stadien zu spielen? Ab wie vielen Corona Fällen in einer Mannschaft wird die Saison doch noch abgebrochen? Wie gehen wir mit Spielern um, die persönlich zu viel Angst haben und lieber nicht spielen würden? Schließlich kann ja auch noch keiner abschätzen, wie schlimm die Langzeitfolgen für einen Sportler sein können...
Da kann ich es schon nachvollziehen, wenn jemand sagt "Ich würde die Saison lieber aussetzen, weil mir meine Gesundheit wichtig ist." Man sollte solche Spieler auch nicht verurteilen, sondern ihre Sorgen ernst nehmen. Am besten in den man auf ein "Wenn ihr auf 80%-90% eures Gehaltes verzichtet, verzichten wir auf euch" einigt. Und wenn sich ein Birger Verstraete dann als einziger für diesen Schritt entscheidet, dreht man ihm bei nächster Gelegenheit da keinen Strick draus... Aber wahrscheinlicher ist es, dass Spieler, die nicht antreten wollen, vertragsbrüchig werden... Und es für die Spieler gar keine Option sein wird, ihre Bedenken zu äußern.
All diese Fragen und Probleme stehen weiterhin im Raum, aber niemand will sie anscheinend ansprechen...
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