Und diese Liga ist so super... so einzigartig... so großartig... da kann echt jeder jeden schlagen...
Also abgesehen vom aktuellen Tabellenzweiten... der gewann auch das 4. Spiel in Folge nicht. Und insgesamt nur 2 von 10 Spielen... Das ganze ging schließlich damit los, dass Schalke als Vizemeister mit 5 Niederlagen in die Saison startete... Obwohl es dieses mal die Bayern persönlich waren, die als Tabellenzweiter antraten... Und der SC Freiburg zu Gast war, der zuletzt 1997 einen Punkt aus München entführen konnte... Es war überhaupt erst ihr drittes Unentschieden beim Rekordmeister...
Also selbst unter den bestmöglichen Voraussetzungen ist für den Tabellenzweiten derzeit kein Sieg zu holen... Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass dies ein gutes Zeichen für die Qualität der Liga sein kann...
Aber immerhin geht man jetzt nicht als Tabellenzweiter in das Spitzenspiel mit den Dortmundern, man hat also zumindest die theoretische Chance etwas zu holen.
Ein ganz großes Sonderlob geht nebenbei an Lisa Müller: Die Ehefrau von Thomas brauchte echt einen großen Kicker-Artikel, damit ihr plötzlich auffiel, dass ihr Mann erstaunlich viel Zeit auf den Ersatzbänken der Stadien verbringt... und nahm dies als Ansatz, sich mal zu beschweren... Auch wenn sie sich sonst nicht so mit Fußball zu beschäftigen scheint, immerhin den Kicker liest sie...
Das Große Wettrennen am anderen Ende der Tabelle kann nebenbei auch kein gutes Zeichen sein... also dem Fakt, dass wir immer noch keinen Tabellenletzten haben, weil sich Düsseldorf und Stuttgart gleichmäßig unfähig präsentieren. Und dass Hannover 96 als dritter auch nicht weit weg von den beiden ist. Bereits jetzt trennen den Tabellen-15 (die ebenfalls nicht großartigen Nürnberger) 4 Punkte von dem Relegationsrang. Anders ausgedrückt: Der Abstand zwischen den designierten Absteigern und dem Rest der Liga war nach 10 Spieltagen seit der Einführung der 3 Punkte Regel noch nie so groß. Und ja, ich hatte einfach keinen Bock noch weitere Tabellen durchzuklicken, es kann durchaus sein, dass diese 4 Punkte der größte Abstand auf Platz 16 nach 10 Spieltagen aller Zeiten ist...
Lustiger Weise weist der Kicker bei anderen Gelegenheiten auf solche Statistischen Eigenheiten hin... Beispiele: Nur eine Mannschaft schaffte es jemals nach einem Start mit 11 Puntken aus 10 Spielen noch in die Champions League... nur 4 kamen noch in die Europa League... so was erfährt man, wenn es um die Situation in Leverkusen geht.. oder der überaus lustige Fakt, dass Manuel Neuer seit 428 Minuten keinen Ball mehr gehalten hat... Aber dass der Abstiegskampf jetzt schon entschieden sein könnte, weil 3 Mannschaften einfach mal deutlich schlechter sind als der Rest... das wollen sie uns lieber verheimlichen. Denn man will uns ja nicht erzählen, dass die Liga im Keller so schlecht ist, wie selten zuvor...
Und es gibt ja auch keine offensichtlichen Ansätze für Verbesserungen bei den Vereinen. Die haben sich ja systematisch und strategisch in diese Situation manövriert. Auch wenn Friedhelm Funkel und seine Düsseldorfer am wenigsten dafür können... Die haben sich halt als Zweitligamannschaft in diese Liga geschmuggelt. Jetzt spielen sich mit Rouwen Hennings und Marvin Duksch das Ultimative "Marius Ebbers Angreifer-Duo" (Memo an mich selbst: Die Positionbeschreibung für den "Marius Ebbers Angreifer" fertig machen...): Gut genug um in der 2. Liga für den Aufstieg zu sorgen, aber in der 1. Liga minimal überfordert. Das könnte auf die gesamte Mannschaft inklusive Trainerstab zutreffen...
Der VfB Stuttgart muss dagegen schon die kleinen Erfolge feiern... also der Fakt, dass man dieses Mal keinen Gegentreffer selber direkt vorbereitet hat, ist schon mal ein Fortschritt. Und Mario Gomez kam immerhin dieses Wochenende ein Mal so frei zum Abschluss, dass er sich für den Titel "Gomez der Woche" bewerben konnte... worauf ich dann wirklich den "Früher hat Gomez solche Chancen regelmäßig genutzt" Satz vom Kommentator hören durfte... Ein Trainerwechsel wird die Probleme vor Ort jedenfalls nicht lösen können, das hat man ja bereits versucht... Jetzt... hofft man irgendwie auf die Winterpause? Setzt dann darauf, dass der gerade schwer in der Kritik stehende und diesen Kader zusammenstellende Sportdirektor da dann die richtigen Verstärkungen findet? Oder man vertraut einfach auf Jürgen Klinsmann? Ich sag das mal so: Wer im Jahr 2018 über Klinsmann als Heilsbringer nachdenkt, der ist im absoluten Panik Modus angekommen...
Und Hannover ist immer noch im internen Streit mit seinem Präsidenten Martin Kind... Also anderweitig beschäftigt. Zwar kann man immer wieder phasenweise mithalten, aber am Ende kommt halt zu wenig dabei rum. Natürlich kann man sich darauf berufen, dass der Videobeweis am Ende immer gegen Hannover angewendet wird... Was nebenbei auch gelogen ist. Fakt ist aber: Die guten Spieler aus der Vorsaison stehen mittlerweile bei den wenigen eigenen Treffer im Gegnertrikot Spalier, die One Season Wonder sind noch da... Oh und Fossum und Anton sorgen im direkten Zusammenspiel für die Torvorlage zum 1:2... gerade Waldemar Anton als Kapitän wirkt dieses Jahr einfach ein wenig überfordert. Was er in seinem Alter auch sein darf. Dass der 22 Jahre alte Anton in Hannover als Führungsspieler agieren muss, weil es sonst keiner kann, sollte alles über die Planungen im Sommer aussagen...
Wo aber gerade der fragwürdige Elfmeter angesprochen worden ist: Warum wird eigentlich Timo Werner bis heute für jeden Faller gleich an seine dreiste Schwalbe erinnert, aber bei Mark Uth wird vom man muss "seinem eigenen Glück auch etwas auf die Sprünge helfen" geschrieben? Also all die Leute, die damals Werner als die neue Sau durchs Dorf getrieben haben, müssten es jetzt bei Uth auch tun... aber wenn man so was für einen Traditionsverein macht, ist es halt... clever?
Und wer sich jetzt fragt, warum es abgesehen von der Überschrift keinen Satz zur "Super League" gab? Nun ja... was soll man dazu sagen, wenn es keinerlei Neuigkeiten gibt? Natürlich gibt es private Investoren, die eine derartige Liga planen. Und natürlich arbeiten die permanent und strategisch daran, dass diese Liga umgesetzt wird. All das sollte niemanden überraschen. Die einzige Überraschung ist ja, das Arsenal London in dieser Liga gesetzt sein soll...
Montag, 5. November 2018
Donnerstag, 1. November 2018
Wir haben dann abgestimmt
Und wir haben uns natürlich dafür entschieden, dass potenziell hochklassiger Fußball uns nicht wirklich interessiert. Sondern dass wir lieber uninspirierten Bayern bei der Erfüllung einer lästigen Pflichtaufgabe zugucken, als 2 Kandidaten für das Internationale Geschäft bei einem Duell auf Augenhöhe... So sind wir halt.
Und da habe ich auch gar kein Problem mit. Außer dass es minimal unfair erscheint, dass Union Berlin in und mit Dortmund ein Fußballfeuerwerk abliefert, was uns aber nicht live gezeigt worden ist. Genau so sollte Pokal aussehen. Und ja, es waren gefühlt mehr Gästefans in Dortmund als Fans insgesamt in Leipzig...
Dazu, um die Fehlentscheidungen der ARD "rund" zu machen, gab es eine Rudelbildung im Elfmeterschießen zwischen Köln und Schalke... Das muss man erst Mal hinbekommen... Und die endgültige Wiederauferstehung von Bayer Leverkusen (wer hätte das gedacht... also das der "geisterskranke" Karim Bellarabi der Schlüssel für eine bessere Leverkusener Gegenwart ist?). Oder anders ausgedrückt: Alle anderen Optionen wären die deutlich besseren gewesen.
Trotzdem hat sich die Mehrheit für die Bayern am Dienstag entschieden... obwohl die als einzige genau das gebracht haben, was erwartbar war: Einen dreckigen Arbeitssieg mit Gegentor. So waren wir wenigstens "dabei", als Thomas Müller sein erstes Pflichtspieltor seit 14 Spielen erzielte. Ist doch auch mal was schönes.
Und ja, mehr als dreckige Pflichtsiege braucht man derzeit nicht wirklich von den Bayern zu erwarten. Das soll auch gar kein Vorwurf sein. Dieses Konzept ziehen sie mittlerweile immerhin wieder souverän durch. Und mit einem weiteren dreckigen Sieg in Dortmund können sie am Samstag Abend Tabellenführer werden. Was ihnen auch zuzutrauen ist. Aber müssen wir wirklich als Zeitzeugen dabei sein, wie die sich derzeit durch ihre Aufgaben würgen? Anscheinend wollen wir das.
Wenn jetzt also in der nächsten Runde wieder die Bayern bevorzugt gezeigt werden... oder 2019 in der 2. Runde gegen irgendeine unterklassige Mannschaft... dann beschwert euch nicht, sondern erinnert euch daran, dass wir im Herbst 2019 als Konsumgemeinschaft entschieden haben, dass wir das genau so wollen. Was nebenbei auch nicht weiter schlimm ist. Schlimm ist es nur, wenn man meckert,weil man das bekommt, was man will...
Und da habe ich auch gar kein Problem mit. Außer dass es minimal unfair erscheint, dass Union Berlin in und mit Dortmund ein Fußballfeuerwerk abliefert, was uns aber nicht live gezeigt worden ist. Genau so sollte Pokal aussehen. Und ja, es waren gefühlt mehr Gästefans in Dortmund als Fans insgesamt in Leipzig...
Dazu, um die Fehlentscheidungen der ARD "rund" zu machen, gab es eine Rudelbildung im Elfmeterschießen zwischen Köln und Schalke... Das muss man erst Mal hinbekommen... Und die endgültige Wiederauferstehung von Bayer Leverkusen (wer hätte das gedacht... also das der "geisterskranke" Karim Bellarabi der Schlüssel für eine bessere Leverkusener Gegenwart ist?). Oder anders ausgedrückt: Alle anderen Optionen wären die deutlich besseren gewesen.
Trotzdem hat sich die Mehrheit für die Bayern am Dienstag entschieden... obwohl die als einzige genau das gebracht haben, was erwartbar war: Einen dreckigen Arbeitssieg mit Gegentor. So waren wir wenigstens "dabei", als Thomas Müller sein erstes Pflichtspieltor seit 14 Spielen erzielte. Ist doch auch mal was schönes.
Und ja, mehr als dreckige Pflichtsiege braucht man derzeit nicht wirklich von den Bayern zu erwarten. Das soll auch gar kein Vorwurf sein. Dieses Konzept ziehen sie mittlerweile immerhin wieder souverän durch. Und mit einem weiteren dreckigen Sieg in Dortmund können sie am Samstag Abend Tabellenführer werden. Was ihnen auch zuzutrauen ist. Aber müssen wir wirklich als Zeitzeugen dabei sein, wie die sich derzeit durch ihre Aufgaben würgen? Anscheinend wollen wir das.
Wenn jetzt also in der nächsten Runde wieder die Bayern bevorzugt gezeigt werden... oder 2019 in der 2. Runde gegen irgendeine unterklassige Mannschaft... dann beschwert euch nicht, sondern erinnert euch daran, dass wir im Herbst 2019 als Konsumgemeinschaft entschieden haben, dass wir das genau so wollen. Was nebenbei auch nicht weiter schlimm ist. Schlimm ist es nur, wenn man meckert,weil man das bekommt, was man will...
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Passives Abseits Leser wissen es exklusiv
Also weil der Autor halt einfach mal daneben gelegen hat... Zum Beispiel hat sich der Hamburger SV doch nicht in Wiesbaden blamiert... da verlässt man sich ein Mal auf die...
Und ja, bevor ihr jetzt selber anfangt als Reaktion auf die große Beweihräucherung der letzten Tage alte Beiträge zu durchforsten um hervorzuheben, wo ich falsche Prognosen getroffen habe... Und dann feststellt, dass Jogi Löw auf ganz andere Art und Weise die Titelverteidigung verkackt hat, als hier vorher gesagt... Spreche ich einige der offensichtlichen Fehltritte einfach mal selber an.
Sei es nur um Heiko Herrlich und Bruno Labbadia Mut zu machen. Denn genau genommen geht es vorrangig um 3 Trainer, deren Entwicklung ich nicht kommen sah:
Niko Kovac ist mittlerweile Bayern-Trainer und DFB-Pokalsieger. Und klar, ich könnte mir einreden, dass Eintracht Frankfurt am Ende doch eingebrochen ist und so die einfache Teilnahme an der Europa League verspielt hat. Aber am Ende kann man den Erfolg nicht leugnen.
Pal Dardai lässt auf einmal attraktiven Fußball spielen. Mit hohem Tempo und viel Esprit. Selbst den Duda hat er zum funktionieren gebracht. Man sieht doch deutliche Fortschritte in dem Spiel der Hertha.
Und Manuel Baum hat mit Augsburg auch letzte Saison souverän den Klassenerhalt geschafft. Und ist stand jetzt wieder auf dem Weg zu einer sorgenfreien Saison. In Augsburg muss man sich derzeit eher mit der Frage beschäftigen, wie lange man sich selbst noch "eine sorgenfreie Saison" als großen Erfolg verkaufen kann...
Allen 3 Trainern habe ich für die letzte Saison einen harten Abstiegskampf prognostiziert. Wobei, Baum noch nicht mal das, meine Worte gingen in die Richtung: Die werden abgeschlagen Letzter... ähm... ja...
Und ja, die 10 absurden Thesen von damals waren bewusst übertrieben angelegt. Dass überhaupt welche davon zugetroffen haben, überrascht mich ehrlicher Weise. Aber gerade bei den 3 angesprochenen Trainern ging es ja hauptsächlich darum, dass ich einfach nicht geglaubt habe, dass die "gut" sind... sind sie anscheinend.
Die Beurteilungen von Trainerleistungen sind ja allgemein etwas verdammt schwieriges. Klar, es gibt einige wenige Fälle wie Julian Nagelsmann, bei dem nicht nur einen "Dead Coach Bounce" erlebt, sondern wirklich substanzielle Verbesserungen in der Mannschaft, die eindeutig auf den Trainer zurückzuführen sind, wahrnehmen kann.
Und es gibt auf der anderen Seite Michael Oenning, der irgendwie 2 Vereine davon überzeugen konnte, dass man ihm die erste Mannschaft anvertraut... was macht der eigentlich mittlerweile?
Der Rest der Trainer bewegen sich irgendwo dazwischen: Sie machen nicht wirklich was kaputt, aber sie bringen die Mannschaft irgendwie auch nicht wirklich vorwärts. Deswegen werden die Trainer ja so oft ausgetauscht: Es gibt verdammt viele austauschbare Trainer und dann eine wenige, die wirklich den Unterschied ausmachen.
Aber der wirkliche Einfluss eines Trainers ist halt immer schwer zu fassen. Weil sich die Frage "Würde ein anderer Trainer aus der selben Mannschaft mehr raus holen" immer schwer zu beantworten ist.
Das kann man ja auch ganz praktisch an Tayfun Korkut fest machen: Der war im Frühjahr angeblich der Schlüssel für eine überragende Rückrunde... und ist dann im Herbst alleine an der Talfahrt Schuld... obwohl sich an seiner Trainingsarbeit wenig bis nichts geändert haben wird. Ist Korkut jetzt überragend oder furchtbar?
Hätte ein beliebiger anderer Trainer denselben Effekt auslösen können? War es für die Stuttgarter Profis einfach nur wichtig, eine andere Stimme in der Kabine zu hören und was die sagt ist vollkommen egal? Warum brauchen die Stuttgarter Profis anscheinend so häufig eine neue Stimme?
Und natürlich die aller spannendste Fragen: Wie würde Korkut in dem Umfeld, welches die Berliner für Dardai geschaffen haben, funktionieren? Und wie lange würde ein Dardai sich ohne Legendenstatus in Stuttgart halten?
Vielleicht sollte man die Beurteilungen von Trainern daran fest machen, wie lange sie in Stuttgart funktioniert haben...
Ein weiteres prominentes Beispiel spielt sich gerade bei Real Madrid ab: Dort hat Zinedine Zidane gefühlt überragende Arbeit geleistet, in dem er... ja was eigentlich... das glücklich gerade so gewinnen perfektioniert hat? Sich auf die überragenden individuellen Fähigkeiten eines Cristiano Ronaldos verlassen hat? Als er erkannt hat, dass beides aufgebraucht sein könnte, hat er sich jedenfalls direkt verabschiedet. Und gilt deswegen immer noch als überragender Trainer. Seine Erfolge sprechen halt für sich.
Den übersättigten Scherbenhaufen durfte Julen Lopetegui verwalten. Was einem im Sommer noch als großen Coup angekündigt worden ist. Weil der ja als amtierender Weltmeister kommen sollte... Hat nicht so ganz funktioniert. Und ungefähr genau so gut funktioniert jetzt Real Madrid. Ob dies aber wirklich an der Arbeit des Trainers liegt... oder daran, dass der große Real Zyklus einfach zu Ende geht und man danach selbst als Real erst Mal ein gewisses Tief durchmachen muss? Oder anders ausgedrückt: Würde ein anderer Trainer wirklich so viel besser aussehen?
Letztes Prominentes Beispiel: Pep Guardiola. Der gilt im Allgemeinen als Genie. Einer der großartigsten Trainer aller Zeiten. Und er brachte mit der "Falschen 9" die letzte ganz große Innovation... Dass sich diese Innovation eher als Trugbild herausstellte? Details... Genau so wie der Fakt, dass Guardiola genau genommen immer einen überragenden Kader zur Verfügung hatte, mit der man auch einfach mal Nationaler Meister werden muss... und dass er International nur etwas gerissen hat, als er Xavi, Andres Iniesta und einen gewissen Lionel Messi zur Verfügung hatte. Anders ausgedrückt: Mit den Leuten holt auch ein Luis Enrique den Champions League Titel...
Wie gut oder schlecht Guariola als Fußball-Lehrer wirklich ist, lässt sich schwer nachvollziehen. Weil man halt auch nicht beurteilen kann, ob ein anderer Trainer mit diesen Möglichkeiten größere oder ähnlich große Erfolge feiern würde...
Aber im Wesentlichen sind das alles nur Ausflüchte, die rechtfertigen sollen, dass ich bei 3 guten Trainern offensichtlich daneben lag. Und nachdem Kovac schon befördert worden ist, bleibt festzuhalten: Auch Dardai und Baum werden, wenn es mal dazu kommt, nach dem Ende ihrer derzeitigen Tätigkeit Angebote von besseren Vereinen bekommen...
Vielleicht ist dies der einzig wirklich Maßstab, mit dem man die Arbeit eines Trainers beurteilen kann: Ist deine nächste Anstellung besser als deine Letzte? Dann scheinst du bei deinem vorherigen Job irgendwen beeindruckt zu haben? Ist dein neuer Verein eher schlechter aufgestellt als dein alter Arbeitgeber, hofft halt irgendein verzweifelter Verein auf deinen gute Ruf...
Und ja, bevor ihr jetzt selber anfangt als Reaktion auf die große Beweihräucherung der letzten Tage alte Beiträge zu durchforsten um hervorzuheben, wo ich falsche Prognosen getroffen habe... Und dann feststellt, dass Jogi Löw auf ganz andere Art und Weise die Titelverteidigung verkackt hat, als hier vorher gesagt... Spreche ich einige der offensichtlichen Fehltritte einfach mal selber an.
Sei es nur um Heiko Herrlich und Bruno Labbadia Mut zu machen. Denn genau genommen geht es vorrangig um 3 Trainer, deren Entwicklung ich nicht kommen sah:
Niko Kovac ist mittlerweile Bayern-Trainer und DFB-Pokalsieger. Und klar, ich könnte mir einreden, dass Eintracht Frankfurt am Ende doch eingebrochen ist und so die einfache Teilnahme an der Europa League verspielt hat. Aber am Ende kann man den Erfolg nicht leugnen.
Pal Dardai lässt auf einmal attraktiven Fußball spielen. Mit hohem Tempo und viel Esprit. Selbst den Duda hat er zum funktionieren gebracht. Man sieht doch deutliche Fortschritte in dem Spiel der Hertha.
Und Manuel Baum hat mit Augsburg auch letzte Saison souverän den Klassenerhalt geschafft. Und ist stand jetzt wieder auf dem Weg zu einer sorgenfreien Saison. In Augsburg muss man sich derzeit eher mit der Frage beschäftigen, wie lange man sich selbst noch "eine sorgenfreie Saison" als großen Erfolg verkaufen kann...
Allen 3 Trainern habe ich für die letzte Saison einen harten Abstiegskampf prognostiziert. Wobei, Baum noch nicht mal das, meine Worte gingen in die Richtung: Die werden abgeschlagen Letzter... ähm... ja...
Und ja, die 10 absurden Thesen von damals waren bewusst übertrieben angelegt. Dass überhaupt welche davon zugetroffen haben, überrascht mich ehrlicher Weise. Aber gerade bei den 3 angesprochenen Trainern ging es ja hauptsächlich darum, dass ich einfach nicht geglaubt habe, dass die "gut" sind... sind sie anscheinend.
Die Beurteilungen von Trainerleistungen sind ja allgemein etwas verdammt schwieriges. Klar, es gibt einige wenige Fälle wie Julian Nagelsmann, bei dem nicht nur einen "Dead Coach Bounce" erlebt, sondern wirklich substanzielle Verbesserungen in der Mannschaft, die eindeutig auf den Trainer zurückzuführen sind, wahrnehmen kann.
Und es gibt auf der anderen Seite Michael Oenning, der irgendwie 2 Vereine davon überzeugen konnte, dass man ihm die erste Mannschaft anvertraut... was macht der eigentlich mittlerweile?
Der Rest der Trainer bewegen sich irgendwo dazwischen: Sie machen nicht wirklich was kaputt, aber sie bringen die Mannschaft irgendwie auch nicht wirklich vorwärts. Deswegen werden die Trainer ja so oft ausgetauscht: Es gibt verdammt viele austauschbare Trainer und dann eine wenige, die wirklich den Unterschied ausmachen.
Aber der wirkliche Einfluss eines Trainers ist halt immer schwer zu fassen. Weil sich die Frage "Würde ein anderer Trainer aus der selben Mannschaft mehr raus holen" immer schwer zu beantworten ist.
Das kann man ja auch ganz praktisch an Tayfun Korkut fest machen: Der war im Frühjahr angeblich der Schlüssel für eine überragende Rückrunde... und ist dann im Herbst alleine an der Talfahrt Schuld... obwohl sich an seiner Trainingsarbeit wenig bis nichts geändert haben wird. Ist Korkut jetzt überragend oder furchtbar?
Hätte ein beliebiger anderer Trainer denselben Effekt auslösen können? War es für die Stuttgarter Profis einfach nur wichtig, eine andere Stimme in der Kabine zu hören und was die sagt ist vollkommen egal? Warum brauchen die Stuttgarter Profis anscheinend so häufig eine neue Stimme?
Und natürlich die aller spannendste Fragen: Wie würde Korkut in dem Umfeld, welches die Berliner für Dardai geschaffen haben, funktionieren? Und wie lange würde ein Dardai sich ohne Legendenstatus in Stuttgart halten?
Vielleicht sollte man die Beurteilungen von Trainern daran fest machen, wie lange sie in Stuttgart funktioniert haben...
Ein weiteres prominentes Beispiel spielt sich gerade bei Real Madrid ab: Dort hat Zinedine Zidane gefühlt überragende Arbeit geleistet, in dem er... ja was eigentlich... das glücklich gerade so gewinnen perfektioniert hat? Sich auf die überragenden individuellen Fähigkeiten eines Cristiano Ronaldos verlassen hat? Als er erkannt hat, dass beides aufgebraucht sein könnte, hat er sich jedenfalls direkt verabschiedet. Und gilt deswegen immer noch als überragender Trainer. Seine Erfolge sprechen halt für sich.
Den übersättigten Scherbenhaufen durfte Julen Lopetegui verwalten. Was einem im Sommer noch als großen Coup angekündigt worden ist. Weil der ja als amtierender Weltmeister kommen sollte... Hat nicht so ganz funktioniert. Und ungefähr genau so gut funktioniert jetzt Real Madrid. Ob dies aber wirklich an der Arbeit des Trainers liegt... oder daran, dass der große Real Zyklus einfach zu Ende geht und man danach selbst als Real erst Mal ein gewisses Tief durchmachen muss? Oder anders ausgedrückt: Würde ein anderer Trainer wirklich so viel besser aussehen?
Letztes Prominentes Beispiel: Pep Guardiola. Der gilt im Allgemeinen als Genie. Einer der großartigsten Trainer aller Zeiten. Und er brachte mit der "Falschen 9" die letzte ganz große Innovation... Dass sich diese Innovation eher als Trugbild herausstellte? Details... Genau so wie der Fakt, dass Guardiola genau genommen immer einen überragenden Kader zur Verfügung hatte, mit der man auch einfach mal Nationaler Meister werden muss... und dass er International nur etwas gerissen hat, als er Xavi, Andres Iniesta und einen gewissen Lionel Messi zur Verfügung hatte. Anders ausgedrückt: Mit den Leuten holt auch ein Luis Enrique den Champions League Titel...
Wie gut oder schlecht Guariola als Fußball-Lehrer wirklich ist, lässt sich schwer nachvollziehen. Weil man halt auch nicht beurteilen kann, ob ein anderer Trainer mit diesen Möglichkeiten größere oder ähnlich große Erfolge feiern würde...
Aber im Wesentlichen sind das alles nur Ausflüchte, die rechtfertigen sollen, dass ich bei 3 guten Trainern offensichtlich daneben lag. Und nachdem Kovac schon befördert worden ist, bleibt festzuhalten: Auch Dardai und Baum werden, wenn es mal dazu kommt, nach dem Ende ihrer derzeitigen Tätigkeit Angebote von besseren Vereinen bekommen...
Vielleicht ist dies der einzig wirklich Maßstab, mit dem man die Arbeit eines Trainers beurteilen kann: Ist deine nächste Anstellung besser als deine Letzte? Dann scheinst du bei deinem vorherigen Job irgendwen beeindruckt zu haben? Ist dein neuer Verein eher schlechter aufgestellt als dein alter Arbeitgeber, hofft halt irgendein verzweifelter Verein auf deinen gute Ruf...
Dienstag, 30. Oktober 2018
Die einzige Option heute abend ist...
Nicht einschalten. Was anderes machen. Den DFB Pokal in den Öffentlich Rechtlichen ignorieren.
Denn wenn wir am Ende doch alle wieder einschalten um zu sehen, wie Bayerns B-Elf eine Amateurmannschaft auseinander nimmt, wird die ARD uns das weiterhin zeigen. Oder aber es gibt einen absoluten Grottenkick und wir gucken uns das absolute Elend an...
Und ja, das "Vielleicht wird es ja spannend" Szenario läuft genau darauf hinaus: Die Bayern haben überhaupt keinen Bock und 0 Esprit, schießen aber doch irgendwann das entscheidende Tor. Und das wird uns dann als "ein toller Pokalfight" verkauft.
Wenn Axel Balkausky jetzt bekannt gibt, dass die Bayern ja nur die 3. Wahl war... Werden sich Hoeneß und Rummenigge über diese Respektslosigkeit aufregen. Aber genau genommen ist dies Teil des Problems. Denn es sollte eigentlich nur die 7. Wahl sein. Allerdings fällt einem dann auf, wie beschissen die Voraussetzungen dieses mal einfach sind.
Denn die Kombination von relativen Lospech, einem ungünstigen Bundesligaspielplan und dem Rahmenterminkalender sorgen dafür, dass alle spannenden Spiele am Mittwoch ausgetragen werden sollten. Gladbach - Leverkusen, Leipzig - Hoffenheim und Köln - Schalke hätte man jeweils eine Mannschaft, die im Donnerstag - Sonntag - Dienstag Rhythmus spielen müssten, was nicht gewollt sein kann. Außer Schalke, aber die mussten halt am Sonntag antreten, weil ihr Gegner aus der Europa League antrat. Was am Ende ein großen Glück ist, denn am Ende kann niemand wirklich wollen, dass Köln - Schalke im Free TV gezeigt wird. Köln dürfte eine der wenigen Mannschaften sein, die Schalke auf ihr Niveau runter ziehen um zu gewinnen und nicht anders herum...
Aber gut, daran, dass alle wirklich spannenden Spiele am Mittwoch stattfinden müssen, kann man halt nichts ändern. Das Warum dahinter will aber natürlich auch niemand aussprechen: Da es mittlerweile fast ausschließlich englische Wochen gibt, hat man erstaunlich wenig Freiraum bei den Ansetzungen seiner Partien. Aber darüber, dass der internationale Rahmenterminkalender zu voll ist, reden wir ja nur, wenn die Nationalmannschaften spielen.
Aber selbst dann hat man ein Niedersachsen-Nicht-Derby als reines Bundesligaduell. Was dann plötzlich der größte Werbefail der Medienabteilung von Hannover 96 sein könnte. Denn selbst die bewerben das Spiel als ein "Ist nicht relevant, ihr könnt was anderes gucken."
Und Borussia Dortmund - Union Berlin. Dass diese Spiel auch am Mittwoch stattfinden muss, ist genau genommen nicht zu entschuldigen. Denn Union hätte bei entsprechender Planung einfach am Samstag spielen können. Und klar, das Spiel ist unwesentlich spannender als Rödlinghausen - Bayern. Aber es sind wenigstens ist es unwesentlich spannender. Man könnte halt mal 2 Traditionsvereine gegeneinander spielen sehen. Ein bisschen auf den Ostalgie-Faktor setzen. Und auf die allgemein recht hohe Beliebtheit des Alternativvereins aus Berlin.
Das Fernsehgeld als Belohnung für das jahrelang vorbildliche Verhalten des Vereins und seiner Fans. Das hätte man ja nicht explizit so sagen müssen, man hätte es aber mitschwingen lassen können. In dem man zum Beispiel darauf hinweist, wie schön die Stimmung im Dortmunder Stadion ist, wenn die Dortmunder Ultras nicht damit beschäftigt sind die Erfolgsfans des Gegners zu verhöhnen und auch die Gästefans eine Choreo präsentieren wollen. Aber die ARD geht davon aus, dass ein Schlachtfest der Bayern immer noch mehr Zuschauer zieht.
Und da kommen wir dann zum Ausgangspunkt: Die einzige Variante dies zu ändern, ist: Heute abend den Fernseher und (vor allem, da wird wirklich gezählt) Livestream auszulassen. Dass ist quasi eine der wenigen Momente im Leben, wo man einfach mal RTL2 einschalten sollte. Denn am Ende entscheiden wir das immer noch mit unserem Kollektiven Konsumverhalten...
Aber sein wir ehrlich: Das wird am Ende nicht passieren. Die Quoten werden so angemessen sein, dass sie ARD sich bestätigt fühlen. Und in der nächsten Runde kriegen wir dann Wehen Wiesbaden - Bayern aufgetischt. Und wir werden auch dass dann wieder konsumieren...
So sind wir halt... Wenn Fußball läuft, schalten wir ein, egal, ob es bessere Optionen geben würde...
Denn wenn wir am Ende doch alle wieder einschalten um zu sehen, wie Bayerns B-Elf eine Amateurmannschaft auseinander nimmt, wird die ARD uns das weiterhin zeigen. Oder aber es gibt einen absoluten Grottenkick und wir gucken uns das absolute Elend an...
Und ja, das "Vielleicht wird es ja spannend" Szenario läuft genau darauf hinaus: Die Bayern haben überhaupt keinen Bock und 0 Esprit, schießen aber doch irgendwann das entscheidende Tor. Und das wird uns dann als "ein toller Pokalfight" verkauft.
Wenn Axel Balkausky jetzt bekannt gibt, dass die Bayern ja nur die 3. Wahl war... Werden sich Hoeneß und Rummenigge über diese Respektslosigkeit aufregen. Aber genau genommen ist dies Teil des Problems. Denn es sollte eigentlich nur die 7. Wahl sein. Allerdings fällt einem dann auf, wie beschissen die Voraussetzungen dieses mal einfach sind.
Denn die Kombination von relativen Lospech, einem ungünstigen Bundesligaspielplan und dem Rahmenterminkalender sorgen dafür, dass alle spannenden Spiele am Mittwoch ausgetragen werden sollten. Gladbach - Leverkusen, Leipzig - Hoffenheim und Köln - Schalke hätte man jeweils eine Mannschaft, die im Donnerstag - Sonntag - Dienstag Rhythmus spielen müssten, was nicht gewollt sein kann. Außer Schalke, aber die mussten halt am Sonntag antreten, weil ihr Gegner aus der Europa League antrat. Was am Ende ein großen Glück ist, denn am Ende kann niemand wirklich wollen, dass Köln - Schalke im Free TV gezeigt wird. Köln dürfte eine der wenigen Mannschaften sein, die Schalke auf ihr Niveau runter ziehen um zu gewinnen und nicht anders herum...
Aber gut, daran, dass alle wirklich spannenden Spiele am Mittwoch stattfinden müssen, kann man halt nichts ändern. Das Warum dahinter will aber natürlich auch niemand aussprechen: Da es mittlerweile fast ausschließlich englische Wochen gibt, hat man erstaunlich wenig Freiraum bei den Ansetzungen seiner Partien. Aber darüber, dass der internationale Rahmenterminkalender zu voll ist, reden wir ja nur, wenn die Nationalmannschaften spielen.
Aber selbst dann hat man ein Niedersachsen-Nicht-Derby als reines Bundesligaduell. Was dann plötzlich der größte Werbefail der Medienabteilung von Hannover 96 sein könnte. Denn selbst die bewerben das Spiel als ein "Ist nicht relevant, ihr könnt was anderes gucken."
Und Borussia Dortmund - Union Berlin. Dass diese Spiel auch am Mittwoch stattfinden muss, ist genau genommen nicht zu entschuldigen. Denn Union hätte bei entsprechender Planung einfach am Samstag spielen können. Und klar, das Spiel ist unwesentlich spannender als Rödlinghausen - Bayern. Aber es sind wenigstens ist es unwesentlich spannender. Man könnte halt mal 2 Traditionsvereine gegeneinander spielen sehen. Ein bisschen auf den Ostalgie-Faktor setzen. Und auf die allgemein recht hohe Beliebtheit des Alternativvereins aus Berlin.
Das Fernsehgeld als Belohnung für das jahrelang vorbildliche Verhalten des Vereins und seiner Fans. Das hätte man ja nicht explizit so sagen müssen, man hätte es aber mitschwingen lassen können. In dem man zum Beispiel darauf hinweist, wie schön die Stimmung im Dortmunder Stadion ist, wenn die Dortmunder Ultras nicht damit beschäftigt sind die Erfolgsfans des Gegners zu verhöhnen und auch die Gästefans eine Choreo präsentieren wollen. Aber die ARD geht davon aus, dass ein Schlachtfest der Bayern immer noch mehr Zuschauer zieht.
Und da kommen wir dann zum Ausgangspunkt: Die einzige Variante dies zu ändern, ist: Heute abend den Fernseher und (vor allem, da wird wirklich gezählt) Livestream auszulassen. Dass ist quasi eine der wenigen Momente im Leben, wo man einfach mal RTL2 einschalten sollte. Denn am Ende entscheiden wir das immer noch mit unserem Kollektiven Konsumverhalten...
Aber sein wir ehrlich: Das wird am Ende nicht passieren. Die Quoten werden so angemessen sein, dass sie ARD sich bestätigt fühlen. Und in der nächsten Runde kriegen wir dann Wehen Wiesbaden - Bayern aufgetischt. Und wir werden auch dass dann wieder konsumieren...
So sind wir halt... Wenn Fußball läuft, schalten wir ein, egal, ob es bessere Optionen geben würde...
Montag, 29. Oktober 2018
Worst of des "Als Spitzenteam gewinnst du vielleicht hier." Wochenendes
Ähm... was das von Adi Hütter angesprochene "Hier" in Nürnberg liegt, sollte man das vielleicht scheitern...
Andererseits... war dies eines von den klassischen Bundesligawochenenden... wo von der Top 7 der Tabelle ausschließlich die Bayern gewinnen konnten. Alles wie gefühlt immer also...
Und ja, dass der SC Freiburg am Freitag Abend gewinnen konnte, kam für alle überraschend, die die Tabelle und diesen Blog nicht lesen... Weil wir gerade so gut dabei sind: Passives Abseits Leser wissen es früher, Part 4... Dabei wusste ich bei meiner Prognose vom letzten Montag noch nicht mal, wer gegen Mönchengladbach antreten würde... ich wusste nur, dass Gladbach nichts holen würde.
Ein ganz großes Lob muss man aber der taktischen Meisterleistung von Florian Kohfeldt aussprechen. Der wusste ja schon vorm Anstoß, dass ein Sieg nur ein Sprung auf Platz 2 bedeuten würde. Und damit, was ein langfristiges Problem geben würde, hätte man den Bayern die Möglichkeit gegeben, nächstes Wochenende direkt von Platz 3 auf Platz 1 zu springen. Das wollte Kohfeld unbedingt verhindern... Und so sprach er Marco Friedl sein "volles Vertrauen" aus. Was halt ungefähr so gut funktioniert, wie man das in Deutschland unter Merkel erwarten kann...
Oder aber Heiko Herrlich ist heimlich doch ein Trainergenie, dass nur auf den richtigen Moment gewartet hat um seine Geheimwaffe Karim Bellarabi einzusetzen... es ist wahrscheinlicher, dass das alles ein ganz geschickter Plan von Kohfeldt ist...
Wo ich schon dabei bin: Wie unfassbar dumm ist denn bitte schön die Regelauslegung vor dem 2:3? Also dem "Abseitstor", dass nach eingreifen des Videoassistenten doch gegeben wurde, weil der "Stocherversuch" von Sven Bender eine neue Spielsituation erschaffen haben soll... SEID IHR EIGENTLICH ALLE BESCHEUERT?
Also warum wird dieses Wochenende mal wieder an allen anderen Stellen über den Videobeweis gestritten, aber an der nicht?
Und nur weil unsere professionnellen Experten dazu nicht in der Lage sind, zitiere ich mal für die das Regelwerk:
" 'Aus einer Stellung einen Vorteil zu ziehen' bedeutet: - aus einer früheren Abseitsposition heraus einen Ball zu spielen, der von einem Gegner abgeprallt ist."
Es wäre ja was anderes, wenn Bender einen kontrollierten Ball zurück spielt... also quasi so, wie das der VfB Stuttgart es derzeit im Wochenrhythmus macht. Aber dieses gestreckte Bein als gezielte und kontrollierte Aktion zu bewerten...
Und wenn man wirklich zu dem Schluss kommt, dass das Regelkonform war, sollte man wenigstens mal erwähnen, dass diese Regel komplett bescheuert ist. Dass ein unkontrollierter und missglückter Abwehrversuch nicht zu einer neuen Spielsituation führt. Und dass Yuya Osako aus seiner vorherigen Abseitsposition einen entscheidenden, ein Tor bringenden Vorteil hatte.
Mit dem Fakt, dass die Kicker Redakteure keine Ahnung von Geographie haben, habe ich mich ja mittlerweile arrangiert. Aber dass die anscheinend nicht mal das Regelwerk ihres Hauptarbeitsfeldes gelesen haben, ist schon bedenklich.
Aber wahrscheinlich würden wir darüber ganz anders reden, wenn Werder Bremen wirklich noch zum Ausgleich gekommen wäre. Denn dann hätte Rudi Völler uns alle darauf hingewiesen, wie klar Abseits das doch gewesen ist. So... war der mit anderen Dingen beschäftigt. Und unsere Journalisten schreiben halt nur über die Dinge, auf die sie offensichtlich hingewiesen werden.
Und ja, dieselbe Kritik, die an den Kicker geht, geht auch an den VAR Günsch. Und an den Fritz, der sich von seiner ursprünglich richtigen Entscheidung abbringen lässt.
Gute Nachrichten gibt es dagegen für die Schalker. Denn die sind mittlerweile immerhin wieder an dem Punkt angekommen, an dem sie Gegner konstant auf ihr eigenes furchtbares Niveau herunter ziehen. Und vor allem behaupten die Verantwortlichen der Gegner, in diesem Fall Ralf Rangnick, dass es ein "0:0 der besseren Sorte" gewesen sei. War es bestimmt, wenn man auf Antifußball und Fehlpässe steht. Schalke 04 hatte laut Kicker.de eine Passquote von 53%, die dann irgendwie in der Druckausgabe auf 56% gestiegen ist. Aber Details... Als Profimannschaft sollte man doch in der Lage sein, mehr als jeden 2. Pass zum Mitspieler zu bringen... also deutlich mehr...
Nebenbei lobt sich Rangnick damit schon wieder für Dinge, die er Ralph Hasenhüttl vorgeworfen hätte. Und ja, als Sportdirektor wäre er mit dem Angebotenen auf keinen Fall zufrieden gewesen...
Fortuna Düsseldorf und der VfB Stuttgart: Das ist doch mal ein Kopf an Kopf Rennen. Dieses Wochenende war es die Fortuna, die trotz einer 0:3 Heimschlappe einen Platz in der Tabelle gutmachte. Gleichzeitig schaffte es der VfB technisch gesehen trotz einer 0:4 Schlappe seinen vorletzten Tabellenplatz zu verteidigen. Bei mir stellt sich da ja folgende Frage: Wenn die beiden diesen Gleichschritt bis zum Saisonende beibehalten, gibt es dann nach dem 34. Spieltag ein Entscheidungsspiel um zu klären, wer von den beiden wirklich letzter ist?
In Stuttgart gibt es ja gerade die spannende Frage, ob man, nach der Torvorlage von Benjamin Pavard in der Vorwoche, jetzt dank Christian Gentner wirklich 2 Mal als Vorlagengeber zum Tor des Monats auftaucht oder nicht...
Die gute Nachricht für beide: Mit Hannover 96 und dem 1.FC Nürnberg gibt es halt noch 2 weitere Kandidaten, die in das Rennen um Platz 18 eingreifen wollen. Und ja, Nürnberg hat gerade einen Punkt gegen ein angebliches Spitzenteam geholt. Man muss aber auch mal festhalten, dass Eintracht Frankfurt dort gepunktet hat, obwohl sie 80 Minuten lang praktisch gar nicht am Spiel teilgenommen haben. Dass ist ja das Grundproblem dieser 3 Mannschaften: Solange sich der Gegner nicht wert, sind sie in der Lage halbwegs mitzuspielen...
Andererseits... war dies eines von den klassischen Bundesligawochenenden... wo von der Top 7 der Tabelle ausschließlich die Bayern gewinnen konnten. Alles wie gefühlt immer also...
Und ja, dass der SC Freiburg am Freitag Abend gewinnen konnte, kam für alle überraschend, die die Tabelle und diesen Blog nicht lesen... Weil wir gerade so gut dabei sind: Passives Abseits Leser wissen es früher, Part 4... Dabei wusste ich bei meiner Prognose vom letzten Montag noch nicht mal, wer gegen Mönchengladbach antreten würde... ich wusste nur, dass Gladbach nichts holen würde.
Ein ganz großes Lob muss man aber der taktischen Meisterleistung von Florian Kohfeldt aussprechen. Der wusste ja schon vorm Anstoß, dass ein Sieg nur ein Sprung auf Platz 2 bedeuten würde. Und damit, was ein langfristiges Problem geben würde, hätte man den Bayern die Möglichkeit gegeben, nächstes Wochenende direkt von Platz 3 auf Platz 1 zu springen. Das wollte Kohfeld unbedingt verhindern... Und so sprach er Marco Friedl sein "volles Vertrauen" aus. Was halt ungefähr so gut funktioniert, wie man das in Deutschland unter Merkel erwarten kann...
Oder aber Heiko Herrlich ist heimlich doch ein Trainergenie, dass nur auf den richtigen Moment gewartet hat um seine Geheimwaffe Karim Bellarabi einzusetzen... es ist wahrscheinlicher, dass das alles ein ganz geschickter Plan von Kohfeldt ist...
Wo ich schon dabei bin: Wie unfassbar dumm ist denn bitte schön die Regelauslegung vor dem 2:3? Also dem "Abseitstor", dass nach eingreifen des Videoassistenten doch gegeben wurde, weil der "Stocherversuch" von Sven Bender eine neue Spielsituation erschaffen haben soll... SEID IHR EIGENTLICH ALLE BESCHEUERT?
Also warum wird dieses Wochenende mal wieder an allen anderen Stellen über den Videobeweis gestritten, aber an der nicht?
Und nur weil unsere professionnellen Experten dazu nicht in der Lage sind, zitiere ich mal für die das Regelwerk:
" 'Aus einer Stellung einen Vorteil zu ziehen' bedeutet: - aus einer früheren Abseitsposition heraus einen Ball zu spielen, der von einem Gegner abgeprallt ist."
Es wäre ja was anderes, wenn Bender einen kontrollierten Ball zurück spielt... also quasi so, wie das der VfB Stuttgart es derzeit im Wochenrhythmus macht. Aber dieses gestreckte Bein als gezielte und kontrollierte Aktion zu bewerten...
Und wenn man wirklich zu dem Schluss kommt, dass das Regelkonform war, sollte man wenigstens mal erwähnen, dass diese Regel komplett bescheuert ist. Dass ein unkontrollierter und missglückter Abwehrversuch nicht zu einer neuen Spielsituation führt. Und dass Yuya Osako aus seiner vorherigen Abseitsposition einen entscheidenden, ein Tor bringenden Vorteil hatte.
Mit dem Fakt, dass die Kicker Redakteure keine Ahnung von Geographie haben, habe ich mich ja mittlerweile arrangiert. Aber dass die anscheinend nicht mal das Regelwerk ihres Hauptarbeitsfeldes gelesen haben, ist schon bedenklich.
Aber wahrscheinlich würden wir darüber ganz anders reden, wenn Werder Bremen wirklich noch zum Ausgleich gekommen wäre. Denn dann hätte Rudi Völler uns alle darauf hingewiesen, wie klar Abseits das doch gewesen ist. So... war der mit anderen Dingen beschäftigt. Und unsere Journalisten schreiben halt nur über die Dinge, auf die sie offensichtlich hingewiesen werden.
Und ja, dieselbe Kritik, die an den Kicker geht, geht auch an den VAR Günsch. Und an den Fritz, der sich von seiner ursprünglich richtigen Entscheidung abbringen lässt.
Gute Nachrichten gibt es dagegen für die Schalker. Denn die sind mittlerweile immerhin wieder an dem Punkt angekommen, an dem sie Gegner konstant auf ihr eigenes furchtbares Niveau herunter ziehen. Und vor allem behaupten die Verantwortlichen der Gegner, in diesem Fall Ralf Rangnick, dass es ein "0:0 der besseren Sorte" gewesen sei. War es bestimmt, wenn man auf Antifußball und Fehlpässe steht. Schalke 04 hatte laut Kicker.de eine Passquote von 53%, die dann irgendwie in der Druckausgabe auf 56% gestiegen ist. Aber Details... Als Profimannschaft sollte man doch in der Lage sein, mehr als jeden 2. Pass zum Mitspieler zu bringen... also deutlich mehr...
Nebenbei lobt sich Rangnick damit schon wieder für Dinge, die er Ralph Hasenhüttl vorgeworfen hätte. Und ja, als Sportdirektor wäre er mit dem Angebotenen auf keinen Fall zufrieden gewesen...
Fortuna Düsseldorf und der VfB Stuttgart: Das ist doch mal ein Kopf an Kopf Rennen. Dieses Wochenende war es die Fortuna, die trotz einer 0:3 Heimschlappe einen Platz in der Tabelle gutmachte. Gleichzeitig schaffte es der VfB technisch gesehen trotz einer 0:4 Schlappe seinen vorletzten Tabellenplatz zu verteidigen. Bei mir stellt sich da ja folgende Frage: Wenn die beiden diesen Gleichschritt bis zum Saisonende beibehalten, gibt es dann nach dem 34. Spieltag ein Entscheidungsspiel um zu klären, wer von den beiden wirklich letzter ist?
In Stuttgart gibt es ja gerade die spannende Frage, ob man, nach der Torvorlage von Benjamin Pavard in der Vorwoche, jetzt dank Christian Gentner wirklich 2 Mal als Vorlagengeber zum Tor des Monats auftaucht oder nicht...
Die gute Nachricht für beide: Mit Hannover 96 und dem 1.FC Nürnberg gibt es halt noch 2 weitere Kandidaten, die in das Rennen um Platz 18 eingreifen wollen. Und ja, Nürnberg hat gerade einen Punkt gegen ein angebliches Spitzenteam geholt. Man muss aber auch mal festhalten, dass Eintracht Frankfurt dort gepunktet hat, obwohl sie 80 Minuten lang praktisch gar nicht am Spiel teilgenommen haben. Dass ist ja das Grundproblem dieser 3 Mannschaften: Solange sich der Gegner nicht wert, sind sie in der Lage halbwegs mitzuspielen...
Freitag, 26. Oktober 2018
Passives Abseits Leser wissen es früher, Teil 3
Und ja, das ist reine Selbstbeweihräucherung. Und ohne den heutigen Teil hätte ich den gestrigen nicht geschrieben. Aber... es fühlt sich halt verdammt gut an... Auch wenn es irgendwie unnötig teuer ist, wenn man sich nur deswegen den Donnerstag-Kicker kauft...
Schon auf dessen Titelseite steht die Schlagzeile: "Kein Platz mehr für Müller?" Und dann wird im Innenteil ausführlich dargelegt, warum sowohl Niko Kovac als auch Jogi Löw in den für sie persönlich entscheidenden Spielen nicht auf diese Legende setzten...
Dass Thomas Müller genau genommen nicht mehr gut genug für die erste Elf des FC Bayern ist, hat der aufmerksame Leser hier bereits vor über einem Jahr gelesen. Inklusive eine Respektsbekundung an die erbrachten Leistungen. Aber halt auch den Fakt, dass ein Müller sein Maximum ausreizen muss um den Bayern zu helfen, ignorierend.
Nebenbei an der Stelle nochmal großen Dank an Christophe Dugarry, der meine Lehrmeinung, wenn auch etwas unsachlich, im Wesentlichen ins Französische übersetzt hat. Die Idee, dass einige Bayern Spieler, auch wenn ich eher an Franck Ribery und Arjen Robben gedacht habe, seit geraumer Zeit davon profitieren, dass die Bundesliga so absurd schwach geworden ist, dürfte dem einen oder anderen Leser auch bekannt vorkommen. (Memo an mich selbst: ich muss meine Labels sorgfältiger gestalten, damit ich so was wieder finde...)
Und es ist ja nicht so, dass wir eine kurzzeitige Formkrise erleben. Es ist eher so, dass langsam deutlich wird, dass Müllers Statistiken durch sein Umfeld extrem inflationär aussehen... und dass es jetzt langsam deutlich wird, dass es für ihn auf dem allerhöchsten Niveau einfach nicht reicht. Da reicht ja auch ein Blick auf die entscheidenden Spiele gegen Real und Atletico. Denn zum Ausscheiden der Bayern in der Champions League hat Thomas Müller in den letzten 3 Jahren als Offensivspieler 0 Scorerpunkte beigetragen.
Das eigentlich faszinierende ist ja der Stimmungswandel in der Berichtserstattung. Wenn ein Pep Guardiola diesen Müller in wichtigen Spielen auf die Bank gesetzt hat, war der Aufschrei groß: Wie kann man nur auf Müller verzichten?
Selbst ein Carlo Ancelotti, der nur die suboptimale Müller Version trainieren durfte, musste sich diese Frage gefallen lassen, die sich bei Jupp Heynckes einfach nicht gestellt hat. Jetzt... wird dieselbe Frage zum wohl ersten Mal in Müllers Karriere sachlich gestellt... und man kommt zu dem Schluss, dass andere derzeit oder mittlerweile einfach besser sind. Oder dass selbst im Fall Renato Sanches davon auszugehen ist, dass er besser sein wird, wenn die Bayern wieder um den Champions League Titel mitspielen.
Und klar, noch ist es ein Thema, dass auf die Titelseite kommt. Dass uns auch noch 2 Monate beschäftigen wird. Aber der Trainer muss sich im Jahr 2018 halt keine Vorwürfe mehr machen lassen, wenn er zu dem logischen Schluss kommt, dass er besser andere aufstellen sollte.
Fun Fact: Dass die Bayern mit der Verpflichtung von Heynckes den Generationswechsel noch weiter vor sich herschieben und der nächste Trainer dies dann ausbaden muss, habt ihr auch hier gelesen. Auch wenn ich hinterher zugeben musste, dass Heynckes ein absurd guter Trainer ist, bleibt das Grundproblem des verweigerten Generationswechsels bis heute bestehen...
Die "Thomas Müller wird mit 31 Jahren die Bayern verlassen" Prognose sieht jedenfalls derzeit schlechter aus als je zu vor... Auch nur, weil es eher fraglich ist, dass er so lange durchhält.
Schon auf dessen Titelseite steht die Schlagzeile: "Kein Platz mehr für Müller?" Und dann wird im Innenteil ausführlich dargelegt, warum sowohl Niko Kovac als auch Jogi Löw in den für sie persönlich entscheidenden Spielen nicht auf diese Legende setzten...
Dass Thomas Müller genau genommen nicht mehr gut genug für die erste Elf des FC Bayern ist, hat der aufmerksame Leser hier bereits vor über einem Jahr gelesen. Inklusive eine Respektsbekundung an die erbrachten Leistungen. Aber halt auch den Fakt, dass ein Müller sein Maximum ausreizen muss um den Bayern zu helfen, ignorierend.
Nebenbei an der Stelle nochmal großen Dank an Christophe Dugarry, der meine Lehrmeinung, wenn auch etwas unsachlich, im Wesentlichen ins Französische übersetzt hat. Die Idee, dass einige Bayern Spieler, auch wenn ich eher an Franck Ribery und Arjen Robben gedacht habe, seit geraumer Zeit davon profitieren, dass die Bundesliga so absurd schwach geworden ist, dürfte dem einen oder anderen Leser auch bekannt vorkommen. (Memo an mich selbst: ich muss meine Labels sorgfältiger gestalten, damit ich so was wieder finde...)
Und es ist ja nicht so, dass wir eine kurzzeitige Formkrise erleben. Es ist eher so, dass langsam deutlich wird, dass Müllers Statistiken durch sein Umfeld extrem inflationär aussehen... und dass es jetzt langsam deutlich wird, dass es für ihn auf dem allerhöchsten Niveau einfach nicht reicht. Da reicht ja auch ein Blick auf die entscheidenden Spiele gegen Real und Atletico. Denn zum Ausscheiden der Bayern in der Champions League hat Thomas Müller in den letzten 3 Jahren als Offensivspieler 0 Scorerpunkte beigetragen.
Das eigentlich faszinierende ist ja der Stimmungswandel in der Berichtserstattung. Wenn ein Pep Guardiola diesen Müller in wichtigen Spielen auf die Bank gesetzt hat, war der Aufschrei groß: Wie kann man nur auf Müller verzichten?
Selbst ein Carlo Ancelotti, der nur die suboptimale Müller Version trainieren durfte, musste sich diese Frage gefallen lassen, die sich bei Jupp Heynckes einfach nicht gestellt hat. Jetzt... wird dieselbe Frage zum wohl ersten Mal in Müllers Karriere sachlich gestellt... und man kommt zu dem Schluss, dass andere derzeit oder mittlerweile einfach besser sind. Oder dass selbst im Fall Renato Sanches davon auszugehen ist, dass er besser sein wird, wenn die Bayern wieder um den Champions League Titel mitspielen.
Und klar, noch ist es ein Thema, dass auf die Titelseite kommt. Dass uns auch noch 2 Monate beschäftigen wird. Aber der Trainer muss sich im Jahr 2018 halt keine Vorwürfe mehr machen lassen, wenn er zu dem logischen Schluss kommt, dass er besser andere aufstellen sollte.
Fun Fact: Dass die Bayern mit der Verpflichtung von Heynckes den Generationswechsel noch weiter vor sich herschieben und der nächste Trainer dies dann ausbaden muss, habt ihr auch hier gelesen. Auch wenn ich hinterher zugeben musste, dass Heynckes ein absurd guter Trainer ist, bleibt das Grundproblem des verweigerten Generationswechsels bis heute bestehen...
Die "Thomas Müller wird mit 31 Jahren die Bayern verlassen" Prognose sieht jedenfalls derzeit schlechter aus als je zu vor... Auch nur, weil es eher fraglich ist, dass er so lange durchhält.
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Heute in der Beliebten Serie: "Passives Abseits Leser wissen es früher!"
Denn jetzt ist es tatsächlich auch bei den Leuten angekommen, die sich voll beruflich mit Fußball beschäftigen: Mittelstürmer sind doch wichtig. Wer hätte das gedacht?
Also ja. selbst einem Rainer Holzschuh ist es mittlerweile aufgefallen, dass richtig gute Mittelstürmer doch was feines sind. Ein Journalist, der als Kicker-Herausgeber seit 8 Jahren Robert Lewandowski bei der Arbeit zuschauen darf... Das ging ja fix...
Jetzt zählt er, dank Paco Alcacer all die wichtigen Mittelstürmer auf, die es so gibt. Weil genau dieser Spieler natürlich gerade auch sehr schön verdeutlicht, dass ein Knipser im Zentrum den Unterschied ausmachen kann. Gut, dass hätte man auch daran erkennen können, dass Borussia Dortmund auf Platz 18 abgestürzt ist, als sie Lewandowski an die Bayern abgeben mussten... aber wer will sich schon so im Detail mit Fußball beschäftigen.
Jetzt kommt Holzschuh zu dem Schluss, dass "den Begriff der 'Falschen Neun' zu kreieren und in Ausbildung wie Wettbewerb umzusetzen" die "größte Fahrlässigkeit des letzten Jahrzehnts" war. Herzlichen Glückwunsch. Alles Dinge, die man hier bereits 2013 lesen konnte.
Hier wurde immer die Meinung verbreitet, dass der "Falsche Neun" Hype absoluter Bullshit ist. Denn, nur so als Erinnerung, die einzige Mannschaft, die wirklich mit der Flaschen Neun erfolgreichen Angriffsfußball gespielt hat: Der FC Barcelona unter Pep Guardiola. Und der hat halt, wenn man ihn kritisch betrachtet, in der Champions League auch nur mit einem gewissen Lionel Messi etwas gerissen...
Messi ist halt eine absolute Ausnahmeerscheinung. Ein Jahrtausendtalent. Der vielleicht beste Fußballer aller Zeiten. Die einzigen echten Konkurrenten sind Pele und Cristiano Ronaldo. Der dann auch noch von 2 überragenden Zuarbeitern in Xavi und Andres Iniesta in Szene gesetzt worden ist...
Anders ausgedrückt: Mit den 3 Spielern kannst du jedes System spielen lassen und es funktioniert. Dass bedeutet aber nicht, dass sich der Rest der Welt da was abgucken kann...
Und selbst die Spanier haben mit der Falschen 9 nur verteidigt. Was aber halt keinem aufgefallen ist.
Faszinierender Weise gab es allerdings auch genau genommen nur einen einzigen Trainer neben Guardiola, der auf den "Flasche 9 als Angriffssystem und nicht als gelebter Pragmatismus" Zug aufgesprungen ist. Und der wird jetzt am Ende des Kommentars, der alle großartigen Mittelstürmer der letzten Jahre aufzählt, natürlich explizit dafür gelobt, dass er jetzt das erkannt hat, was alle anderen Übungsleiter (inklusive Pep Guardiola, der ohne Messi auch mit echten Mittelstürmer agieren ließ) längst erkannt haben.
Natürlich fehlt den Deutschen der wirklich gute Mittelstürmer. Aber dass die durchaus fähigen Optionen Kuranyi, Kruse, (zwischenzeitlich auch) Gomez und Wagner in der Nationalmannschaft keine Rolle gespielt haben, liegt hauptsächlich daran, dass Jogi Löw, einem nicht existierenden Trend hinterher rennend, jahrelang geglaubt hat, dass er es sich leisten kann diese Optionen zu vergraulen.
Ihn jetzt dafür zu loben, dass er endlich auch erkannt hat, was alle anderen schon lange wussten, ist mal wieder absurd. Aber so ist das halt bei allen Einschätzungen um die Person Löw...
Kritisch betrachtet war Löw die Person, die repräsentativ für die Fahrlässigkeit, die da begangen worden ist, steht. Aber wer will Löw schon kritisch betrachten...Da wird der Kicker noch 6 Monate für brauchen... aber vergesst ja nicht, wo ihr es zuerst gelesen habt...
Also ja. selbst einem Rainer Holzschuh ist es mittlerweile aufgefallen, dass richtig gute Mittelstürmer doch was feines sind. Ein Journalist, der als Kicker-Herausgeber seit 8 Jahren Robert Lewandowski bei der Arbeit zuschauen darf... Das ging ja fix...
Jetzt zählt er, dank Paco Alcacer all die wichtigen Mittelstürmer auf, die es so gibt. Weil genau dieser Spieler natürlich gerade auch sehr schön verdeutlicht, dass ein Knipser im Zentrum den Unterschied ausmachen kann. Gut, dass hätte man auch daran erkennen können, dass Borussia Dortmund auf Platz 18 abgestürzt ist, als sie Lewandowski an die Bayern abgeben mussten... aber wer will sich schon so im Detail mit Fußball beschäftigen.
Jetzt kommt Holzschuh zu dem Schluss, dass "den Begriff der 'Falschen Neun' zu kreieren und in Ausbildung wie Wettbewerb umzusetzen" die "größte Fahrlässigkeit des letzten Jahrzehnts" war. Herzlichen Glückwunsch. Alles Dinge, die man hier bereits 2013 lesen konnte.
Hier wurde immer die Meinung verbreitet, dass der "Falsche Neun" Hype absoluter Bullshit ist. Denn, nur so als Erinnerung, die einzige Mannschaft, die wirklich mit der Flaschen Neun erfolgreichen Angriffsfußball gespielt hat: Der FC Barcelona unter Pep Guardiola. Und der hat halt, wenn man ihn kritisch betrachtet, in der Champions League auch nur mit einem gewissen Lionel Messi etwas gerissen...
Messi ist halt eine absolute Ausnahmeerscheinung. Ein Jahrtausendtalent. Der vielleicht beste Fußballer aller Zeiten. Die einzigen echten Konkurrenten sind Pele und Cristiano Ronaldo. Der dann auch noch von 2 überragenden Zuarbeitern in Xavi und Andres Iniesta in Szene gesetzt worden ist...
Anders ausgedrückt: Mit den 3 Spielern kannst du jedes System spielen lassen und es funktioniert. Dass bedeutet aber nicht, dass sich der Rest der Welt da was abgucken kann...
Und selbst die Spanier haben mit der Falschen 9 nur verteidigt. Was aber halt keinem aufgefallen ist.
Faszinierender Weise gab es allerdings auch genau genommen nur einen einzigen Trainer neben Guardiola, der auf den "Flasche 9 als Angriffssystem und nicht als gelebter Pragmatismus" Zug aufgesprungen ist. Und der wird jetzt am Ende des Kommentars, der alle großartigen Mittelstürmer der letzten Jahre aufzählt, natürlich explizit dafür gelobt, dass er jetzt das erkannt hat, was alle anderen Übungsleiter (inklusive Pep Guardiola, der ohne Messi auch mit echten Mittelstürmer agieren ließ) längst erkannt haben.
Natürlich fehlt den Deutschen der wirklich gute Mittelstürmer. Aber dass die durchaus fähigen Optionen Kuranyi, Kruse, (zwischenzeitlich auch) Gomez und Wagner in der Nationalmannschaft keine Rolle gespielt haben, liegt hauptsächlich daran, dass Jogi Löw, einem nicht existierenden Trend hinterher rennend, jahrelang geglaubt hat, dass er es sich leisten kann diese Optionen zu vergraulen.
Ihn jetzt dafür zu loben, dass er endlich auch erkannt hat, was alle anderen schon lange wussten, ist mal wieder absurd. Aber so ist das halt bei allen Einschätzungen um die Person Löw...
Kritisch betrachtet war Löw die Person, die repräsentativ für die Fahrlässigkeit, die da begangen worden ist, steht. Aber wer will Löw schon kritisch betrachten...Da wird der Kicker noch 6 Monate für brauchen... aber vergesst ja nicht, wo ihr es zuerst gelesen habt...
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