Ausgangslage: Ach ja... die Hertha... Da spielen die Berliner schon mal eine richtig geile Saison... und machen danach sofort alles verkehrt, was man verkehrt machen kann... alles? Nun ja... Fast...
Immerhin hat man es vermieden, das vermeintliche Pokemon, dass einem aus der Europa League geschossen hat, auch noch selbst zu verpflichten... so wie Schalke das vor Jahren gemacht hat...
Dass nebenbei Teemu Pukki mitten in den PokemonGo Hype ein persönliches Revival feiert, kann auch kein Zufall sein...
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Hertha eigentlich nur eine geile Hinrunde gespielt hat... Bereits in der Rückrunde war man plötzlich nur noch Fünfzehnter... Das ist der Relegationsplatz. Derzeit scheint es für die Hertha aber sogar schwer, dieses Rückrundenniveau abzurufen...
Da wird einem nebenbei erst bewusst, wie erbärmlich Wolfsburg in der letzten Rückrunde war... Dass die es nicht geschafft haben, die komplett einbrechenden Berliner einzuholen...
Aber ja, wenn die Hertha dieses Jahr wieder unten rein rutscht, kann keiner mehr von einer Überraschung sprechen. Der einzige Ausreißer war halt der Herbst 2015... Und jetzt sind alle ein wenig entsetzt, wie schnell doch der graue Alltag sie wieder eingeholt hat...
Am Ende hat das Ausscheiden aus der Europa League wahrscheinlich sogar was positives... das letzte Mal, als man in diesem Wettbewerb für Aufsehen sorgte, stieg man nebenbei als abgeschlagener Tabellenletzter ab...
Wer soll's richten? Offensichtlich Vedad Ibisevic. In Stuttgart fragt man sich, ob man den wirklich unbedingt vom Hof jagen musste... in Berlin ist er das einzige, was wirklich zwischen der Hertha und ganz bitterem Abstiegskampf steht. Ibisevic ist halt einer dieser extrem raren Stürmer. Einer, der auch bei einer Gurkenmannschaft 15 Tore erzielen kann... und in der Regel 13 Scorerpunkte pro Saison sammelt. Genau solche Stürmer sucht mal als Abstiegskämpfer verzweifelt. Deswegen war Darmstadt so froh, als Sandro Wagner so eingeschlagen ist... und drückt jetzt ganz heftig die Daumen, dass Sven Schipplock genau so gut funktioniert.
Und bei der Hertha hoffen halt alle, dass Ibisevic nicht (schon wieder) eine seiner Schaffenskrisen hat. Denn der Rest des Kaders...
Wen werden sie vermissen? Ronny? Ach ne, der ist immer noch da... aber hey... wenn man den HSV genau studiert hat, wird einem jetzt schon die grundlegende Geschichte dieser Saison bewusst: Am Ende wird genau dieser Ronny mit einer völlig absurden Standart den Klassenerhalt für die Hertha sichern... ihr habt es hier zu erst gelesen...
Leischtungschträgscher: Pal Dardai macht gerade richtig ernst. Den Kapitän hat er schon mal abgesägt. Den langjährigen Stammtorwart bereits in der letzten Saison... Und ja, das erst eigene Halbjahr war überragend. Genau so wie die die EM der Ungarn, die ebenfalls irgendwie auf seinem Mist gewachsen ist. Aber genau genommen könnte Dardai nur den längsten Dead Coach Bounce der jüngeren Bundesligageschichte erlebt haben... Wie der junge Trainer reagiert, wenn es es Gegenwind gibt, werden wir dieses Jahr erleben. Und ja, das könnte zum Viktor Skripnik 2.0 werden... also sehr unterhaltsam werden...
Best Case Szenario: Er beweist es allen: Er ist doch ein richtig guter Coach. Einer, der mit seinen Ideen den Unterschied ausmachen kann... Und der einen Verein ganz alleine ganz weit nach vorne bringen kann... der Höhepunkt ist der DFB Pokalfinale 2018. Oder doch das Europa League Halbfinale in der Selben Saison? Ne, eigentlich muss da doch das enge Duell mit Barcelona im Champions League Achtelfinale 2019 erwähnt werden. Man kann sich als Hertha Fan einfach nicht darauf einigen, was jetzt DAS HIGHLIGHT der Ära Dardai ist...
Worst Case Szenario: So wird diese Frage auch im Jahr 2025 in den Berliner Sportkneipen noch heiß diskutiert. Wenn sich alle an die gute alte Zeit erinnern. Während auf der Leinwand gezeigt wird, wie der Carlo Ancelotti Nachfolger Pal Dardai seinen 3. Meistertitel in Folge "feiert"... also so wie man als Bayern-Trainer halt Meisterschaften feiert...
Denn die inzwischen plötzlich wieder abgestiegenen Berliner mussten inzwischen erkennen, dass es kein Traumduo Dardai-Michael Preetz gab... es gab einfach nur diesen absolut genialen Trainer, der diesen Vollpfosten von einem Sportdirektor mit durch geschleppt hat...
Donnerstag, 18. August 2016
Mittwoch, 17. August 2016
Saisonvorschau: VfL Wolfsburg
Ausgangslage: Der VfL Wolfsburg steht nach einem alles in allem Katastrophalen Vorjahr vor der wichtigsten Saison ihrer Vereinsgeschichte. Klingt übertrieben? Ist es aber ganz bestimmt nicht.
Denn noch hat Wolfsburg extreme Vorteile gegenüber Großteilen den Konkurrenz: Eine Mannschaft, die Real Madrid vor ernsthafte Probleme gestellt hat, wäre da der eine wesentliche. Und ja, die Wolfsburger Mannschaft war letzte Saison eigentlich zu gut besetzt um das europäische Geschäft komplett zu verpassen... dieses Jahr sollte sie das eigentlich wieder sein...
Dazu kommt einer der besten Trainer der Liga. Das wird von einem Dieter Hecking zumindest immer behauptet. Und allein schon dass er eine derart enttäuschende Saison überlebt hat ohne in Frage gestellt zu werden. Allerdings wird er jetzt liefern müssen.
Genau so wie der ehemals beste Manager der Liga Klaus Allofs. Auch wenn die letzten ganz großen Geniestreiche von ihm schon ein paar Jahre zurück liegen... Aber er muss jetzt definitiv liefern, denn sonst moderiert er schon den 2. Niedergang eines Titelanwärters in Folge...
Und noch profitiert er ja auch von den VW-Millionen. Ob es die in den nächsten Jahren noch in dem gewohnten Ausmaß geben wird, kann auch keiner seriös vorhersagen.
Im Ergebnis... steht Wolfsburg ganz kurz vor der "Champions League Falle": Dem Phänomen, dass du deine Mannschaft auf Champions League Niveau bezahlst diesen Wettbewerb aber kaum noch erreicht. Da man aber selber noch den Anspruch hat, die großen Fleischtöpfe zu erreichen, musst du ja trotzdem finanziell nachlegen...
Klar, noch kann man von einem Ausrutscher reden. Und wenn die wieder 4. werden, war dieses eine Jahr auch kein Problem. Aber was macht Wolfsburg eigentlich, wenn es nur zu Platz 5 reicht? Wenn man 3 oder 4 Jahre auf das große Geld verzichten muss?
Und eines wird ja gerade deutlich: Das einzige, was Spieler nach Wolfsburg zieht, ist die Kombination aus großem Geld und der Aussicht auf die Champions League... Und sobald eines von beidem nicht mehr gesichert ist...
Wer soll's richten? Wird Marcel Schäfer auf ein Mal wieder ein Thema... Ok, ganz so schlecht ist diese Mannschaft doch noch nicht... aber sie sind auch nicht mehr weit davon entfernt, Schäfer wieder in die erste Mannschaft zu stellen... Schließlich ist er der einzige Spieler, der als Identifikationsfigur für den Verein taugt... also es sei denn man will wirklich alles auf die Karte Söldner setzen... Nur um das mal zu belegen: Schäfer und Diego Benaglio sind die einzigen verbliebenen Spieler aus der Meistersaison 2009...
Aber hey, immerhin könnte Allofs nach 3 jähriger Suche endlich den brauchbaren Mittelstürmer gefunden haben... Und es ist nicht Zaza!!!
Wen werden sie vermissen? Wer ist eigentlich noch da? Selbst in Darmstadt werden sie sich gerade mit einem "Hey, wenigstens geht es Wolfsburg noch schlechter als uns" aufbauen... auch wenn das hauptsächlich daran liegt, dass Wolfsburg gute Spieler verliert... Aber niemand kann halt vorhersagen, wer von den enttäuschenden Stars alles noch bleiben wird und wer noch das Weite sucht. Am deutlichsten wird das bei
Leischtungschträgscher: Julian Draxler. Wenn der gekonnt hätte... wäre er nach 6 Wochen in Wolfsburg weiter gezogen... vielleicht hätte er mal mit Max Kruse offen darüber reden sollen, wie man eigentlich in Wolfsburg überleben kann... dann wäre ihm aufgefallen, dass permanente Taxifahrten nach Berlin gar nicht sein Lebenstraum sind...
Jetzt hat der kleine Julian Angst davor, dass er in dem einen Jahr in der Pampa von den großen Vereinen komplett vergessen wird... und dass dann im nächsten Sommer keiner die 70 Millionen festgeschriebene Ablöse für ihn bezahlen will... Und dann muss der 3 (in Worten DREI) Jahre in diesem Kaff spielen... warum hat ihn davor bei der Vertragsunterschrift keiner gewarnt?
Best Case Szenario: "Na dann halt nicht." denkt sich Klaus Allofs nach dem katastrophalen Saisonstart. Wenn ihr nicht wollt, müsst ihr auch nicht. Er verkauft zwar keinerlei Spieler (so nötig hat er es einfach nicht) aber Draxler und Dante werden auf die Tribüne verbannt. Permanent. Ab sofort sollen nur noch Spieler für Wolfsburg auflaufen, die auch wirklich Bock auf den Verein haben...
Das sind zwar überraschend wenige... aber hey, die Truppe um Schäfer und Maximilian Arnold kämpft leidenschaftlich und erreicht sogar den Klassenerhalt. Der frenetisch gefeiert wird. Und Wolfsburg merkt sogar Deutschlandweit den Effekt: sie steigen in der Beliebtheitstabelle bis auf einen nie erreichten Platz 16!!!
Und Julian Draxler? Der wird zur Saison 2017/18 begnadigt und darf aufs Feld zurück kehren. Als Maskottchen. Da niemand gewillt ist für ihn eine Ablöse zu bezahlen, muss er in dieser Rolle seinen gesamten Vertrag "abtanzen"... danach wird ihm vor dem Stadion eine Statue gebaut. Als Mahnmal für alle Wolfsburger, die den neuen auf eigene Talente setzenden Weg gerne wieder gegen die "gute alte Zeit mit der Söldnertruppe" tauschen wollen würden...
Worst Case Szenario: Es geht einfach nicht mehr... Eine weitere Rückholaktion wegen defekter Bremsen zwingen VW zu einer schwierigen Entscheidung: Man kann sich wirklich nur noch einen Bundesligisten als Aushängeschild leisten. Das Dumme für die Wolfsburger ist: Man entscheidet sich für Bayern München... Ohne die Millionen hält man noch 3 Jahre lang die Klasse... danach geht es... nun ja... ungebremst nach unten... Im Jahr 2025 spielt man in der Landesliga Niedersachsen eine bedeutende Rolle... Und dient als Sparring Partner für die immer noch sehr erfolgreiche Frauenmannschaft.
Denn noch hat Wolfsburg extreme Vorteile gegenüber Großteilen den Konkurrenz: Eine Mannschaft, die Real Madrid vor ernsthafte Probleme gestellt hat, wäre da der eine wesentliche. Und ja, die Wolfsburger Mannschaft war letzte Saison eigentlich zu gut besetzt um das europäische Geschäft komplett zu verpassen... dieses Jahr sollte sie das eigentlich wieder sein...
Dazu kommt einer der besten Trainer der Liga. Das wird von einem Dieter Hecking zumindest immer behauptet. Und allein schon dass er eine derart enttäuschende Saison überlebt hat ohne in Frage gestellt zu werden. Allerdings wird er jetzt liefern müssen.
Genau so wie der ehemals beste Manager der Liga Klaus Allofs. Auch wenn die letzten ganz großen Geniestreiche von ihm schon ein paar Jahre zurück liegen... Aber er muss jetzt definitiv liefern, denn sonst moderiert er schon den 2. Niedergang eines Titelanwärters in Folge...
Und noch profitiert er ja auch von den VW-Millionen. Ob es die in den nächsten Jahren noch in dem gewohnten Ausmaß geben wird, kann auch keiner seriös vorhersagen.
Im Ergebnis... steht Wolfsburg ganz kurz vor der "Champions League Falle": Dem Phänomen, dass du deine Mannschaft auf Champions League Niveau bezahlst diesen Wettbewerb aber kaum noch erreicht. Da man aber selber noch den Anspruch hat, die großen Fleischtöpfe zu erreichen, musst du ja trotzdem finanziell nachlegen...
Klar, noch kann man von einem Ausrutscher reden. Und wenn die wieder 4. werden, war dieses eine Jahr auch kein Problem. Aber was macht Wolfsburg eigentlich, wenn es nur zu Platz 5 reicht? Wenn man 3 oder 4 Jahre auf das große Geld verzichten muss?
Und eines wird ja gerade deutlich: Das einzige, was Spieler nach Wolfsburg zieht, ist die Kombination aus großem Geld und der Aussicht auf die Champions League... Und sobald eines von beidem nicht mehr gesichert ist...
Wer soll's richten? Wird Marcel Schäfer auf ein Mal wieder ein Thema... Ok, ganz so schlecht ist diese Mannschaft doch noch nicht... aber sie sind auch nicht mehr weit davon entfernt, Schäfer wieder in die erste Mannschaft zu stellen... Schließlich ist er der einzige Spieler, der als Identifikationsfigur für den Verein taugt... also es sei denn man will wirklich alles auf die Karte Söldner setzen... Nur um das mal zu belegen: Schäfer und Diego Benaglio sind die einzigen verbliebenen Spieler aus der Meistersaison 2009...
Aber hey, immerhin könnte Allofs nach 3 jähriger Suche endlich den brauchbaren Mittelstürmer gefunden haben... Und es ist nicht Zaza!!!
Wen werden sie vermissen? Wer ist eigentlich noch da? Selbst in Darmstadt werden sie sich gerade mit einem "Hey, wenigstens geht es Wolfsburg noch schlechter als uns" aufbauen... auch wenn das hauptsächlich daran liegt, dass Wolfsburg gute Spieler verliert... Aber niemand kann halt vorhersagen, wer von den enttäuschenden Stars alles noch bleiben wird und wer noch das Weite sucht. Am deutlichsten wird das bei
Leischtungschträgscher: Julian Draxler. Wenn der gekonnt hätte... wäre er nach 6 Wochen in Wolfsburg weiter gezogen... vielleicht hätte er mal mit Max Kruse offen darüber reden sollen, wie man eigentlich in Wolfsburg überleben kann... dann wäre ihm aufgefallen, dass permanente Taxifahrten nach Berlin gar nicht sein Lebenstraum sind...
Jetzt hat der kleine Julian Angst davor, dass er in dem einen Jahr in der Pampa von den großen Vereinen komplett vergessen wird... und dass dann im nächsten Sommer keiner die 70 Millionen festgeschriebene Ablöse für ihn bezahlen will... Und dann muss der 3 (in Worten DREI) Jahre in diesem Kaff spielen... warum hat ihn davor bei der Vertragsunterschrift keiner gewarnt?
Best Case Szenario: "Na dann halt nicht." denkt sich Klaus Allofs nach dem katastrophalen Saisonstart. Wenn ihr nicht wollt, müsst ihr auch nicht. Er verkauft zwar keinerlei Spieler (so nötig hat er es einfach nicht) aber Draxler und Dante werden auf die Tribüne verbannt. Permanent. Ab sofort sollen nur noch Spieler für Wolfsburg auflaufen, die auch wirklich Bock auf den Verein haben...
Das sind zwar überraschend wenige... aber hey, die Truppe um Schäfer und Maximilian Arnold kämpft leidenschaftlich und erreicht sogar den Klassenerhalt. Der frenetisch gefeiert wird. Und Wolfsburg merkt sogar Deutschlandweit den Effekt: sie steigen in der Beliebtheitstabelle bis auf einen nie erreichten Platz 16!!!
Und Julian Draxler? Der wird zur Saison 2017/18 begnadigt und darf aufs Feld zurück kehren. Als Maskottchen. Da niemand gewillt ist für ihn eine Ablöse zu bezahlen, muss er in dieser Rolle seinen gesamten Vertrag "abtanzen"... danach wird ihm vor dem Stadion eine Statue gebaut. Als Mahnmal für alle Wolfsburger, die den neuen auf eigene Talente setzenden Weg gerne wieder gegen die "gute alte Zeit mit der Söldnertruppe" tauschen wollen würden...
Worst Case Szenario: Es geht einfach nicht mehr... Eine weitere Rückholaktion wegen defekter Bremsen zwingen VW zu einer schwierigen Entscheidung: Man kann sich wirklich nur noch einen Bundesligisten als Aushängeschild leisten. Das Dumme für die Wolfsburger ist: Man entscheidet sich für Bayern München... Ohne die Millionen hält man noch 3 Jahre lang die Klasse... danach geht es... nun ja... ungebremst nach unten... Im Jahr 2025 spielt man in der Landesliga Niedersachsen eine bedeutende Rolle... Und dient als Sparring Partner für die immer noch sehr erfolgreiche Frauenmannschaft.
Dienstag, 16. August 2016
Saisonvorschau: 1.FC Köln
Ausgangslage: Niemals wird es wieder so werden wie es war... Einer der größten Leischtungschträgscher... einer der Vereine, wegen den irgendjemand einfach mit so einem Blog, der den ganzen Scheiß sammelt, der im Fußball so passiert, anfangen musste... ist seriös geworden. Was vor 4 Jahren noch unvorstellbar war, ist mittlerweile Realität.
Ich meine, Peter Stöger geht in seine 4. Saison als Kölner Cheftrainer. Der letzte leitende Angestellte, der das von sich behaupten konnte... war Hennes Weisweiler in der Saison 1979/80... Wenn Stöger diese Saison durchhalten sollte, schließt er zum Rekordtrainer (ebenfalls Weisweiler... von 48-52) auf. Länger als 4 Jahre am Stück hat es noch nie ein Trainer in Köln ausgelassen... anders ausgedrückt: Im Jahr 2025 dürfte das neue Maskottchen in Stögi umbenannt werden...
Dass diese extrem stabil geführte Mannschaft auf ein Mal einbricht. Also so krass einbricht, dass man in den Abstiegskampf gerät... ist eigentlich unvorstellbar. Vielleicht wird es dieses Jahr zum ersten Mal unter Stöger nicht offensichtlich (also tabellarisch) besser... Aber der Verein wird sich weiter entwickeln...
Wer soll's richten? Schließlich... hat man ein Genie als Manager. Jörg Schmadtke ist definitiv einer der ganz großen Manager. Seine neuste absurde Bestleistung: Er hat es geschafft, dass ein deutscher Nationalspieler und EM Stammspieler seinen Vertrag in Köln bis 2021 verlängert... ohne Ausstiegsklausel... Der letzte Spieler, bei dem das gelungen ist, dürfte Pierre Littbarski gewesen sein...
Und besser kann man die Entwicklung des Eff Zehs nicht mit einer Personalie zusammenfassen.
Wen werden sie vermissen? Ja, man hat Yannick Gerhardt an den VfL Wolfsburg verkauft... allerdings für gutes Geld... Und selbst das ist eher ein gutes Zeichen für die Kölner. Schließlich bildet man endlich wieder gute Spieler aus. Die für gute Vereine interessant sind. Das ist ihnen halt auch schon ne Weile nicht mehr passiert. Jetzt könnte es wieder Normalität werden... Und mit den 12 Millionen kann Schamdtke ja was vernünftiges anstellen...
Leischtungschträgscher: Die Eierköpfe von Schiedsrichtern. Frei nach dem Motto: Wenn die im Verein keine Fehler mehr machen, dann können wir ja endlich...
Und ja, normalerweise gleichen sich solche Fehlentscheidungen zumindest gefühlt und halbwegs im Verlaufe einer Saison aus... in Köln letztes Jahr? Nun ja... laut den Statistikern von wahretabelle.de würde der 1.FC Köln in der Europa League starten. Denn man kommt da auf 12 nicht gegebene Elfmeter...
Nun mag man ja die Methoden der wahren Tabelle in Frage stellen. Dass Köln letztes Jahr extremes Pech mit den Schiedsrichterleistungen hatte, steht dagegen nicht zur Debatte.
Best Case Szenario: Dies ist das Jahr des großen Comebacks. Endlich läuft es mal wieder so richtig geil. Selbst die Schiedsrichter spielen im ersten Halbjahr richtig gut mit... Die Rückrundenvorschau beginnt mit einem "Der große Herausforderer des Rekordmeisters... ist der erste Bundesligameister." Mehr konnte man sich eigentlich nicht erträumen...
Worst Case Szenario: Aber... die Stadt hyperventiliert. Selbst ein Jörg Schmadtke kann in solchem Momenten den eigenen Boulevard nicht ruhig halten. In allen Zeitungen steht nach dem Rückrundenauftakt das große "Jetzt werden wir endlich wieder Meister!!!". Schließlich ist man gerade am FC Bayern vorbeigezogen...
Natürlich kann man aber dieses Niveau nicht über 34 Spieltage halten... Und am Ende der Saison wird Peter Stögers Kopf erfolgreich vom Boulevard gefordert... weil der die sicher geglaubte Meisterschaft UND das Minimalziel Champions League Qualifikation leichtfertig hergeschenkt hat. So einen Vollpfosten will man doch nicht als Trainer haben...
Ich meine, Peter Stöger geht in seine 4. Saison als Kölner Cheftrainer. Der letzte leitende Angestellte, der das von sich behaupten konnte... war Hennes Weisweiler in der Saison 1979/80... Wenn Stöger diese Saison durchhalten sollte, schließt er zum Rekordtrainer (ebenfalls Weisweiler... von 48-52) auf. Länger als 4 Jahre am Stück hat es noch nie ein Trainer in Köln ausgelassen... anders ausgedrückt: Im Jahr 2025 dürfte das neue Maskottchen in Stögi umbenannt werden...
Dass diese extrem stabil geführte Mannschaft auf ein Mal einbricht. Also so krass einbricht, dass man in den Abstiegskampf gerät... ist eigentlich unvorstellbar. Vielleicht wird es dieses Jahr zum ersten Mal unter Stöger nicht offensichtlich (also tabellarisch) besser... Aber der Verein wird sich weiter entwickeln...
Wer soll's richten? Schließlich... hat man ein Genie als Manager. Jörg Schmadtke ist definitiv einer der ganz großen Manager. Seine neuste absurde Bestleistung: Er hat es geschafft, dass ein deutscher Nationalspieler und EM Stammspieler seinen Vertrag in Köln bis 2021 verlängert... ohne Ausstiegsklausel... Der letzte Spieler, bei dem das gelungen ist, dürfte Pierre Littbarski gewesen sein...
Und besser kann man die Entwicklung des Eff Zehs nicht mit einer Personalie zusammenfassen.
Wen werden sie vermissen? Ja, man hat Yannick Gerhardt an den VfL Wolfsburg verkauft... allerdings für gutes Geld... Und selbst das ist eher ein gutes Zeichen für die Kölner. Schließlich bildet man endlich wieder gute Spieler aus. Die für gute Vereine interessant sind. Das ist ihnen halt auch schon ne Weile nicht mehr passiert. Jetzt könnte es wieder Normalität werden... Und mit den 12 Millionen kann Schamdtke ja was vernünftiges anstellen...
Leischtungschträgscher: Die Eierköpfe von Schiedsrichtern. Frei nach dem Motto: Wenn die im Verein keine Fehler mehr machen, dann können wir ja endlich...
Und ja, normalerweise gleichen sich solche Fehlentscheidungen zumindest gefühlt und halbwegs im Verlaufe einer Saison aus... in Köln letztes Jahr? Nun ja... laut den Statistikern von wahretabelle.de würde der 1.FC Köln in der Europa League starten. Denn man kommt da auf 12 nicht gegebene Elfmeter...
Nun mag man ja die Methoden der wahren Tabelle in Frage stellen. Dass Köln letztes Jahr extremes Pech mit den Schiedsrichterleistungen hatte, steht dagegen nicht zur Debatte.
Best Case Szenario: Dies ist das Jahr des großen Comebacks. Endlich läuft es mal wieder so richtig geil. Selbst die Schiedsrichter spielen im ersten Halbjahr richtig gut mit... Die Rückrundenvorschau beginnt mit einem "Der große Herausforderer des Rekordmeisters... ist der erste Bundesligameister." Mehr konnte man sich eigentlich nicht erträumen...
Worst Case Szenario: Aber... die Stadt hyperventiliert. Selbst ein Jörg Schmadtke kann in solchem Momenten den eigenen Boulevard nicht ruhig halten. In allen Zeitungen steht nach dem Rückrundenauftakt das große "Jetzt werden wir endlich wieder Meister!!!". Schließlich ist man gerade am FC Bayern vorbeigezogen...
Natürlich kann man aber dieses Niveau nicht über 34 Spieltage halten... Und am Ende der Saison wird Peter Stögers Kopf erfolgreich vom Boulevard gefordert... weil der die sicher geglaubte Meisterschaft UND das Minimalziel Champions League Qualifikation leichtfertig hergeschenkt hat. So einen Vollpfosten will man doch nicht als Trainer haben...
Montag, 15. August 2016
Und der Rest der Welt so: NEIIIN!!!!
Tu's nicht!!! Du kannst uns doch nicht so hängen lassen!!! Poldi, wir brauchen dich!!! Ohne dich wird es doch langsam echt unfair... Nimm uns nicht alle Hoffnungen...
Und ein Franz Beckenbauer, der irgendwo ein "Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber wir werden in den nächsten Jahren nicht zu besiegen sein." raus haut...
Ganz ehrlich... in meinem Kopf sitzt gerade ein Xavi vor einem Keyboard und arbeitet an seinem eigenen Abschiedsbrief... So nach dem Motto: Ich möchte mich persönlich bei Lukas Podolski für seine jahrelang überragenden Auftritte im Nationalteam bedanken. Ohne seine Leistungen im Finale der EM 2008 und des Halbfinales der WM 2010 wäre unsere legendäre Dominanz viel schwerer umzusetzen gewesen. Man stelle sich vor wir hätten damals gegen 11 gute Gegner antreten müssen. Auch dass wir dank seines noch viel überzeugenderen Auftrittes im Halbfinale 2012 gegen Italien antreten durften, hat uns extrem geholfen. Ich weiß nicht, ob wir das alles ohne Prinz Poldi geschafft hätten. Danke dafür.
Damit bleibt Poldis letzte große Leistung... wie er uns erklärt hat, dass wir uns alle ja mal hin und wieder am Sack kratzen. Genau das wird uns in 2 Jahren fehlen...
Immerhin muss man eines Lukas Podolski hoch anrechnen: Er erspart uns die Peinlichkeit, dass wir ihn in 2 Jahren "Rekordnationalspieler" nennen müssen... obwohl er in seinen letzten 30 Spielen insgesamt 120 Minuten auf dem Platz stand.
Ich meine ernsthaft: Wir hätten dann praktisch 2 Rekordnationalspieler führen müssen. Zum einen denjenigen, der auf Grund von Einwechslungen in den letzten 10 Minuten auf die meisten Spiele kommt. Zum anderen Lothar Matthäus, der selbst aus dem Urlaub kommend noch den Abwehrchef gegeben hat. Und damit wirklich am längsten für Deutschland auf dem Platz stand.
Und wenn ihr das für übertrieben haltet... dann sei darauf hingewiesen, dass seit dem Weltmeistertitel 2014 Lukas Podolski ein einziges Mal in der Startelf stand: Gegen Gibraltar. In diesen 13 Länderspielen wurde er allerdings 6 Mal in den letzten 10 Minuten eingewechselt. Nur um mal ganz sachlich festzuhalten, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Lukas P. und allen anderen Deutschen Nationalspielern mit mehr als 100 Spielen gibt...
Um das noch mal zu verdeutlichen: Ein Philipp Lahm kommt in 113 Länderspielen auf 9.903 Minuten im Nationalmannschaftstrikot... Ein Podolski nur auf 7.953 in 129... das ist doch schon ein Unterschied... Matthäus kommt auf unfassbare 12.233. Jürgen Klinsmann "nur" auf 8.671 in 110... Thomas Häßler kommt als letzter Vergleichswert auf 7.717 Minuten in 102 Spielen.
Was sagen uns diese Zahlen? Nun ja... alle Nationalspieler mit 100 Spielen stand im Schnitt über 70 Minuten auf dem Platz... außer Poldi, bei dem sind es nur 61. Oder anders ausgedrückt: All diese Spieler waren bis in ihre letzten Jahre Stammspieler und Schlüsselfiguren... außer Poldi, der war einfach nur ein Ergänzungsspieler...
Und kann sich damit Rekord-Ergänzungsspieler nennen... und Weltmeister...
Wenn man dann noch bedenkt, dass er sein Debüt in einer der schwächsten deutschen Nationalmannschaften aller Zeiten gab. Podolski musste sich halt nicht einen Marco Reus, Andre Schürrle oder Mario Götze verdrängen um ins Team zu kommen (wie ein Leroy Sane das machen muss), sondern ihm wurde der Platz als Heiland quasi hinterher geworfen. Und er war danach dann auf Jahre konkurrenzlos. Hey, wahrscheinlich wäre er nie Nationalspieler geworden, wenn er 5 Jahre später oder 10 Jahre früher geboren worden wäre. Er war einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Und in 15 Jahren wird sich niemand mehr erklären können, wie dieser Spieler die 2. Meisten Einsätze im Nationalmannschaftstrikot hat. Man wird seine Leistungen mit den Leuten vergleichen, die um ihn herum stehen... Was (um ein weiteres Alleinstellungsmerkmal aufzuzeigen) im Gegensatz zu Poldi alles Spieler sind, die sich beim Rekordmeister FC Bayern durchgesetzt haben... Und dann werden die Experten vor dem unlösbaren Rätsel stehen und sich fragen: "Wie konnte das passieren?"
Und dann werde ich vorpreschen und schreien "Ich war dabei!!! Ich hab's Live gesehen!"
Aber anscheinend hat er jetzt sogar selbst erkannt, dass es einfach nicht mehr reicht. Festgestellt, dass er nur noch auf Grund längst vergangener Lorbeeren nominiert wird... und jetzt erspart er Jogi Löw endgültig den Schritt, den dieser schon vor der WM 2014 hätte durchziehen können... zumindest wenn es nach dem Leischtungschprinzschip gegangen wäre... Oh warte, dann doch eher 2010... aber egal, Details.
Ich muss zugeben: Es war eine gute Zeit. Podolski wird auf ewig mein Lieblings-Nationalspieler sein. Solange er dabei war, wusste man: Löw wird etwas unfassbar dummes und absolut nicht nachvollziehbares machen. Einfach mal eine gut funktionierende Elf umstellen um zu gucken, ob die Dinge nicht doch besser werden, wenn er Podolski aufstellt. Schaden kann's ja nicht.
Sich danach dann wundern, dass der bis dahin stark spielende, aber irgendwie demontierte Mario Götze danach plötzlich ohne jegliches Selbstvertrauen spielt... Und hinterher behaupten, dass er den Götze ja immer ganz besonders viel Vertrauen geschenkt hat...
Aber das ist nun ja endgültig vorbei. Da muss man dann halt noch mal all die guten alten Erinnerungen raus holen. Das gehört sich als Podolski Fan an einem Tag wie diesem einfach mal...
Und ein Franz Beckenbauer, der irgendwo ein "Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber wir werden in den nächsten Jahren nicht zu besiegen sein." raus haut...
Ganz ehrlich... in meinem Kopf sitzt gerade ein Xavi vor einem Keyboard und arbeitet an seinem eigenen Abschiedsbrief... So nach dem Motto: Ich möchte mich persönlich bei Lukas Podolski für seine jahrelang überragenden Auftritte im Nationalteam bedanken. Ohne seine Leistungen im Finale der EM 2008 und des Halbfinales der WM 2010 wäre unsere legendäre Dominanz viel schwerer umzusetzen gewesen. Man stelle sich vor wir hätten damals gegen 11 gute Gegner antreten müssen. Auch dass wir dank seines noch viel überzeugenderen Auftrittes im Halbfinale 2012 gegen Italien antreten durften, hat uns extrem geholfen. Ich weiß nicht, ob wir das alles ohne Prinz Poldi geschafft hätten. Danke dafür.
Damit bleibt Poldis letzte große Leistung... wie er uns erklärt hat, dass wir uns alle ja mal hin und wieder am Sack kratzen. Genau das wird uns in 2 Jahren fehlen...
Immerhin muss man eines Lukas Podolski hoch anrechnen: Er erspart uns die Peinlichkeit, dass wir ihn in 2 Jahren "Rekordnationalspieler" nennen müssen... obwohl er in seinen letzten 30 Spielen insgesamt 120 Minuten auf dem Platz stand.
Ich meine ernsthaft: Wir hätten dann praktisch 2 Rekordnationalspieler führen müssen. Zum einen denjenigen, der auf Grund von Einwechslungen in den letzten 10 Minuten auf die meisten Spiele kommt. Zum anderen Lothar Matthäus, der selbst aus dem Urlaub kommend noch den Abwehrchef gegeben hat. Und damit wirklich am längsten für Deutschland auf dem Platz stand.
Und wenn ihr das für übertrieben haltet... dann sei darauf hingewiesen, dass seit dem Weltmeistertitel 2014 Lukas Podolski ein einziges Mal in der Startelf stand: Gegen Gibraltar. In diesen 13 Länderspielen wurde er allerdings 6 Mal in den letzten 10 Minuten eingewechselt. Nur um mal ganz sachlich festzuhalten, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Lukas P. und allen anderen Deutschen Nationalspielern mit mehr als 100 Spielen gibt...
Um das noch mal zu verdeutlichen: Ein Philipp Lahm kommt in 113 Länderspielen auf 9.903 Minuten im Nationalmannschaftstrikot... Ein Podolski nur auf 7.953 in 129... das ist doch schon ein Unterschied... Matthäus kommt auf unfassbare 12.233. Jürgen Klinsmann "nur" auf 8.671 in 110... Thomas Häßler kommt als letzter Vergleichswert auf 7.717 Minuten in 102 Spielen.
Was sagen uns diese Zahlen? Nun ja... alle Nationalspieler mit 100 Spielen stand im Schnitt über 70 Minuten auf dem Platz... außer Poldi, bei dem sind es nur 61. Oder anders ausgedrückt: All diese Spieler waren bis in ihre letzten Jahre Stammspieler und Schlüsselfiguren... außer Poldi, der war einfach nur ein Ergänzungsspieler...
Und kann sich damit Rekord-Ergänzungsspieler nennen... und Weltmeister...
Wenn man dann noch bedenkt, dass er sein Debüt in einer der schwächsten deutschen Nationalmannschaften aller Zeiten gab. Podolski musste sich halt nicht einen Marco Reus, Andre Schürrle oder Mario Götze verdrängen um ins Team zu kommen (wie ein Leroy Sane das machen muss), sondern ihm wurde der Platz als Heiland quasi hinterher geworfen. Und er war danach dann auf Jahre konkurrenzlos. Hey, wahrscheinlich wäre er nie Nationalspieler geworden, wenn er 5 Jahre später oder 10 Jahre früher geboren worden wäre. Er war einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Und in 15 Jahren wird sich niemand mehr erklären können, wie dieser Spieler die 2. Meisten Einsätze im Nationalmannschaftstrikot hat. Man wird seine Leistungen mit den Leuten vergleichen, die um ihn herum stehen... Was (um ein weiteres Alleinstellungsmerkmal aufzuzeigen) im Gegensatz zu Poldi alles Spieler sind, die sich beim Rekordmeister FC Bayern durchgesetzt haben... Und dann werden die Experten vor dem unlösbaren Rätsel stehen und sich fragen: "Wie konnte das passieren?"
Und dann werde ich vorpreschen und schreien "Ich war dabei!!! Ich hab's Live gesehen!"
Aber anscheinend hat er jetzt sogar selbst erkannt, dass es einfach nicht mehr reicht. Festgestellt, dass er nur noch auf Grund längst vergangener Lorbeeren nominiert wird... und jetzt erspart er Jogi Löw endgültig den Schritt, den dieser schon vor der WM 2014 hätte durchziehen können... zumindest wenn es nach dem Leischtungschprinzschip gegangen wäre... Oh warte, dann doch eher 2010... aber egal, Details.
Ich muss zugeben: Es war eine gute Zeit. Podolski wird auf ewig mein Lieblings-Nationalspieler sein. Solange er dabei war, wusste man: Löw wird etwas unfassbar dummes und absolut nicht nachvollziehbares machen. Einfach mal eine gut funktionierende Elf umstellen um zu gucken, ob die Dinge nicht doch besser werden, wenn er Podolski aufstellt. Schaden kann's ja nicht.
Sich danach dann wundern, dass der bis dahin stark spielende, aber irgendwie demontierte Mario Götze danach plötzlich ohne jegliches Selbstvertrauen spielt... Und hinterher behaupten, dass er den Götze ja immer ganz besonders viel Vertrauen geschenkt hat...
Aber das ist nun ja endgültig vorbei. Da muss man dann halt noch mal all die guten alten Erinnerungen raus holen. Das gehört sich als Podolski Fan an einem Tag wie diesem einfach mal...
Freitag, 12. August 2016
Saisonvorschau: Hamburger SV
Ausgangslage: Und ganz Deutschland guckt neidisch auf Hamburg. Ganz ehrlich: Gab es jemals in der Geschichte des deutschen Sports einen Verein, der so beständig Scheiße gebaut hat und dem trotzdem immer weitere Millionen hinterher geworfen wurden? Um das mal zu relativieren: Selbst in Hoffenheim hat ein gewisser Dietmar Hopp dann relativ schnell gesagt: Seht mal zu, dass ihr euch selber tragen könnte...
So fragt sich ganz Deutschland halt: Warum haben wir keinen Klaus-Michael Kühne...
Wirklich absurd wird das ganze, wenn der Kicker dann einzelne Spieler fragt, ob nicht unnötig Druck aufgebaut wird, wenn man jetzt schon wieder von Europa redet. Weil, jetzt kommt's, man das Darlehen, mit denen Kühne als quasi Nachfolger von Peter Knäbel die ganzen tollen Spieler gekauft hat, nur zurück haben will, wenn man die Europa League erreicht... praktisch bedeutet das: Wenn die Spieler nicht zünden, hat Kühne sie dem HSV quasi geschenkt.
Was, da Kühne die Spieler quasi selbst ausgesucht hat, auch vernünftig ist. Schließlich kann ein Dietmar Baiersdorfer, wenn die Spieler nicht zünden, mit dem Finger auf Kühne zeigen und sagen: Der wollte die haben, ich musste die nur holen...
Und ja, wenn man das so darstellt, ist das eigentlich schwer mit den Grundlagen der DFL vermittelbar. Oder anders ausgedrückt: In München fragt ein Hasan Ismaik sich, warum es bei ihm jedes Mal großes Geschrei gibt, wenn er den Sportdirektor entlassen will, bevor es Geld gibt...
Ok, Ismaik will immer ein bisschen mehr als Kühne... aber so sehr unterscheiden sich die beiden von ihrer Arbeitsweise gar nicht. Von der Intention natürlich. Kühne ist halt hauptsächlich ein alter HSV Fan, der will, dass es seinem Verein wieder besser geht... der aber gleichzeitig nach all den beschissenen Jahren den Funktionären nicht mehr traut.
Und der HSV hat halt einfach nur Glück, dass Kühne Hamburg und nicht Werder-Fan ist.
Wer soll's richten? Es gibt gute Nachrichten für die Joe Zinnbauers und Alexander Zornigers dieser Welt. Nur weil man ursprünglich mal als schlechter Bundesligatrainer angefangen hat, muss man nicht auf ewig in der Kaste de Michael Oennings verweilen. Man kann sich zumindest in die Kaste der Armin Vehs vorarbeiten. Und das hat Bruno Labbadia auf jeden Fall geschafft. Also selbst wenn er beim HSV irgendwann entlassen wird, kriegt er auf Grund seiner hier geleisteten Arbeit hinterher weitere Jobangebote. Und um daraus endgültig das erste Kompliment an Labbadia zu machen: Zu Recht.
Ganz zu Anfang war Labbadia ein Trainer, der seine Mannschaft in schöner Regelmäßigkeit verloren hat. Deswegen wurde er in Hamburg entlassen... zwischen 2 Europa League Halbfinalspielen in 2010... oder anders ausgedrückt: Mitten in den größten Erfolg der letzten 20 Jahre...
Inzwischen (was ich nicht habe kommen sehen, da bin ich auch ehrlich) ist er ein guter Bundesligatrainer. Was gut für den HSV ist... denn wenn sie einen großartigen Bundesligatrainer hätten, müssten sie die Darlehen an Kühne zurückzahlen und das will ja auch keiner... jedenfalls nicht sofort...
Auf dem Platz hat der HSV definitiv die Beste Mannschaft seit langem. Dass ist halt das gefährliche (für den Rest der Liga), wenn man einem Baiersdorfer Geld zum Spieler einkaufen gibt: Der hat eine richtig gute Bilanz. Und das schlimmste: Im Gegensatz zu den letzten Kühne-Transfers (und ja, der Mann hat van der Vaart zurück geholt... gut angelegtes Geld) haben diese Spieler allesamt eine Perspektive. Es wird quasi unmöglich sein einen Alen Halilovic in 2 Jahren nicht gewinnbringend zu verkaufen... Die Frage ist nur, wie viel Geld man damit macht.
Wen werden sie vermissen? Warte, was? Haben die wirklich Janoslav Drobny gehen lassen? Zu einem direkten Konkurrenten und Lokalrivalen? Ja, klar, Drobny war nur die beste (und wahrscheinlich viel zu teure) Nummer 2 der Liga... aber: Rene Adler hat in seiner Bundesligakarriere noch nie die gesamten 34 Spiele im Tor gestanden... Hamburg brauchte diese Nummer 2 auch...
Oh und Gojko Kacar ist endgültig weg... ein Spieler, den man gefühlt seit August 2010 loswerden wollte... endlich hat es geklappt... dass der nebenbei auch mal einer der "Retter" für den Verein war... drauf geschissen...
Leischtungschträgscher: Bakery Jatta. Ok, anders. Die Berichtserstattung über Bakery Jatta. Am Ende werden alle diesen Jatta feiern. Sie haben damit ja schon angefangen. Und in 3 Jahren werden sie alle feiern, wie wunderbar integriert dieser arme Junge doch ist, während wir um ihn herum die Mauern hochziehen und die Grenzen dicht machen. Und wenn Jatta dann Hamburg im Juni 2019 zum DFB Pokal Titel schießt, werden die Grenzkontrollen drastisch umgestellt. Die 16 jährigen Jungen müssen, während auf sie in den Lauf eines Maschinengewehrs gucken, einen Ball 150 Mal jonglieren. Wer das schafft wird an einen Profiverein übergeben, wer nicht wird abgewiesen...
Bakery Jatta ist wahrscheinlich der beste Fußballer unter all diesen Flüchtlingen. Allein schon deswegen ist er keine schöne Flüchtlings-Vorzeige-Geschichte. Sondern eher eine tragische. Denn wenn selbst die fähigsten Menschen keine Chancen in ihrem eigenen Land sehen...
Vor allem wird der Fakt, dass er gegen einen Ball treten kann, der einzige sein, warum er hier bleiben darf. Und warum wir ihn mögen.
Ich sage an der Stelle immer: Solche Ausnahmetalente sind die schlechtesten Vorführbeispiele. Da für sie ganz andere Bewertungskriterien gelten als für die normal-begabten Menschen.
Best Case Szenario: So wirklich will das nicht. Also nicht so, wie gewünscht. Klar, Michael Gregoritsch und Halilovic zeigen, dass sie das großartigste Mittelfeldduo um das sie alle beneiden, werden KÖNNEN. Und das sie langfristig niemand aufhalten können WIRD. Und Luca Waldschmidt liegt auf Kurs Torschützenkönig... im Jahr 2019.
Das verwirrende: In Hamburg nimmt man dies sogar wahr. Und anstatt in Panik zu verfallen und nach Köpfen zu verlangen, weil man nicht direkt nach Europa durchstartet, erfreut man sich in der Hansestadt an Platz 8 und einer blendenden Perspektive.
Worst Case Szenario: Wow, gehen die ab. Der HSV spiel so schnell, da kommt ein Uwe Seeler gar nicht mehr hinterher. Die Liga wird im Sturm erobert. Man hat bis zum 30. Spieltag sogar noch die Chance Meister zu werden... bricht aber am Ende ein wenig ein und landet "nur" auf Platz 4.
Dummer Weise kann man die Schlüsseltalente nicht halten... verdient aber 100 Millionen auf dem Transfermarkt. JETZT ist doch der Zeitpunkt für den großen Angriff. Jetzt muss man sich in der Champions League etablieren. Also holt man sich... Ricardo Carvalho, Patrice Evra, Bastian Schweinsteiger und Zlatan Ibrahimovic für den ganz großen Angriff... Ein Jahr später ist man mit einer völlig überteuerten und perspektivlosen Mannschaft wieder Elfter... Und im Europa League Viertelfinale gescheitert...
So fragt sich ganz Deutschland halt: Warum haben wir keinen Klaus-Michael Kühne...
Wirklich absurd wird das ganze, wenn der Kicker dann einzelne Spieler fragt, ob nicht unnötig Druck aufgebaut wird, wenn man jetzt schon wieder von Europa redet. Weil, jetzt kommt's, man das Darlehen, mit denen Kühne als quasi Nachfolger von Peter Knäbel die ganzen tollen Spieler gekauft hat, nur zurück haben will, wenn man die Europa League erreicht... praktisch bedeutet das: Wenn die Spieler nicht zünden, hat Kühne sie dem HSV quasi geschenkt.
Was, da Kühne die Spieler quasi selbst ausgesucht hat, auch vernünftig ist. Schließlich kann ein Dietmar Baiersdorfer, wenn die Spieler nicht zünden, mit dem Finger auf Kühne zeigen und sagen: Der wollte die haben, ich musste die nur holen...
Und ja, wenn man das so darstellt, ist das eigentlich schwer mit den Grundlagen der DFL vermittelbar. Oder anders ausgedrückt: In München fragt ein Hasan Ismaik sich, warum es bei ihm jedes Mal großes Geschrei gibt, wenn er den Sportdirektor entlassen will, bevor es Geld gibt...
Ok, Ismaik will immer ein bisschen mehr als Kühne... aber so sehr unterscheiden sich die beiden von ihrer Arbeitsweise gar nicht. Von der Intention natürlich. Kühne ist halt hauptsächlich ein alter HSV Fan, der will, dass es seinem Verein wieder besser geht... der aber gleichzeitig nach all den beschissenen Jahren den Funktionären nicht mehr traut.
Und der HSV hat halt einfach nur Glück, dass Kühne Hamburg und nicht Werder-Fan ist.
Wer soll's richten? Es gibt gute Nachrichten für die Joe Zinnbauers und Alexander Zornigers dieser Welt. Nur weil man ursprünglich mal als schlechter Bundesligatrainer angefangen hat, muss man nicht auf ewig in der Kaste de Michael Oennings verweilen. Man kann sich zumindest in die Kaste der Armin Vehs vorarbeiten. Und das hat Bruno Labbadia auf jeden Fall geschafft. Also selbst wenn er beim HSV irgendwann entlassen wird, kriegt er auf Grund seiner hier geleisteten Arbeit hinterher weitere Jobangebote. Und um daraus endgültig das erste Kompliment an Labbadia zu machen: Zu Recht.
Ganz zu Anfang war Labbadia ein Trainer, der seine Mannschaft in schöner Regelmäßigkeit verloren hat. Deswegen wurde er in Hamburg entlassen... zwischen 2 Europa League Halbfinalspielen in 2010... oder anders ausgedrückt: Mitten in den größten Erfolg der letzten 20 Jahre...
Inzwischen (was ich nicht habe kommen sehen, da bin ich auch ehrlich) ist er ein guter Bundesligatrainer. Was gut für den HSV ist... denn wenn sie einen großartigen Bundesligatrainer hätten, müssten sie die Darlehen an Kühne zurückzahlen und das will ja auch keiner... jedenfalls nicht sofort...
Auf dem Platz hat der HSV definitiv die Beste Mannschaft seit langem. Dass ist halt das gefährliche (für den Rest der Liga), wenn man einem Baiersdorfer Geld zum Spieler einkaufen gibt: Der hat eine richtig gute Bilanz. Und das schlimmste: Im Gegensatz zu den letzten Kühne-Transfers (und ja, der Mann hat van der Vaart zurück geholt... gut angelegtes Geld) haben diese Spieler allesamt eine Perspektive. Es wird quasi unmöglich sein einen Alen Halilovic in 2 Jahren nicht gewinnbringend zu verkaufen... Die Frage ist nur, wie viel Geld man damit macht.
Wen werden sie vermissen? Warte, was? Haben die wirklich Janoslav Drobny gehen lassen? Zu einem direkten Konkurrenten und Lokalrivalen? Ja, klar, Drobny war nur die beste (und wahrscheinlich viel zu teure) Nummer 2 der Liga... aber: Rene Adler hat in seiner Bundesligakarriere noch nie die gesamten 34 Spiele im Tor gestanden... Hamburg brauchte diese Nummer 2 auch...
Oh und Gojko Kacar ist endgültig weg... ein Spieler, den man gefühlt seit August 2010 loswerden wollte... endlich hat es geklappt... dass der nebenbei auch mal einer der "Retter" für den Verein war... drauf geschissen...
Leischtungschträgscher: Bakery Jatta. Ok, anders. Die Berichtserstattung über Bakery Jatta. Am Ende werden alle diesen Jatta feiern. Sie haben damit ja schon angefangen. Und in 3 Jahren werden sie alle feiern, wie wunderbar integriert dieser arme Junge doch ist, während wir um ihn herum die Mauern hochziehen und die Grenzen dicht machen. Und wenn Jatta dann Hamburg im Juni 2019 zum DFB Pokal Titel schießt, werden die Grenzkontrollen drastisch umgestellt. Die 16 jährigen Jungen müssen, während auf sie in den Lauf eines Maschinengewehrs gucken, einen Ball 150 Mal jonglieren. Wer das schafft wird an einen Profiverein übergeben, wer nicht wird abgewiesen...
Bakery Jatta ist wahrscheinlich der beste Fußballer unter all diesen Flüchtlingen. Allein schon deswegen ist er keine schöne Flüchtlings-Vorzeige-Geschichte. Sondern eher eine tragische. Denn wenn selbst die fähigsten Menschen keine Chancen in ihrem eigenen Land sehen...
Vor allem wird der Fakt, dass er gegen einen Ball treten kann, der einzige sein, warum er hier bleiben darf. Und warum wir ihn mögen.
Ich sage an der Stelle immer: Solche Ausnahmetalente sind die schlechtesten Vorführbeispiele. Da für sie ganz andere Bewertungskriterien gelten als für die normal-begabten Menschen.
Best Case Szenario: So wirklich will das nicht. Also nicht so, wie gewünscht. Klar, Michael Gregoritsch und Halilovic zeigen, dass sie das großartigste Mittelfeldduo um das sie alle beneiden, werden KÖNNEN. Und das sie langfristig niemand aufhalten können WIRD. Und Luca Waldschmidt liegt auf Kurs Torschützenkönig... im Jahr 2019.
Das verwirrende: In Hamburg nimmt man dies sogar wahr. Und anstatt in Panik zu verfallen und nach Köpfen zu verlangen, weil man nicht direkt nach Europa durchstartet, erfreut man sich in der Hansestadt an Platz 8 und einer blendenden Perspektive.
Worst Case Szenario: Wow, gehen die ab. Der HSV spiel so schnell, da kommt ein Uwe Seeler gar nicht mehr hinterher. Die Liga wird im Sturm erobert. Man hat bis zum 30. Spieltag sogar noch die Chance Meister zu werden... bricht aber am Ende ein wenig ein und landet "nur" auf Platz 4.
Dummer Weise kann man die Schlüsseltalente nicht halten... verdient aber 100 Millionen auf dem Transfermarkt. JETZT ist doch der Zeitpunkt für den großen Angriff. Jetzt muss man sich in der Champions League etablieren. Also holt man sich... Ricardo Carvalho, Patrice Evra, Bastian Schweinsteiger und Zlatan Ibrahimovic für den ganz großen Angriff... Ein Jahr später ist man mit einer völlig überteuerten und perspektivlosen Mannschaft wieder Elfter... Und im Europa League Viertelfinale gescheitert...
Donnerstag, 11. August 2016
Saisonvorschau: FC Ingolstadt 04
Ausgangslage: Ach ja... Ingolstadt... noch nie wurde der Umschwung von "Ach guckt mal, wie niedlich, ein sympathischer Neuling" zu "Können die bitte wieder absteigen" so schnell vollzogen, wie hier.
Den Fans ist halt dann doch bewusst geworden, dass das 04 gar nicht für 1904 steht. Und dass Ingolstadt völlig unmotiviert unter den Lex VW fällt...
Als nächstes viel den Gegnern auf, dass Ingolstadt hauptsächlich kratzt, beißt und auf Zeitspiel setzt... was ich ja schon wieder sympathisch finde...
Vor allem wird die Frage, ob Ingolstadt wirklich ekliger war als ihr großes Vorbild aus Augsburg nie sachlich beantwortet werden... ich sag das mal so: die einen wurden von einem Aufstiegsspezialisten, der in der Bundesliga regelmäßig an seine Grenzen stößt, trainiert... die anderen von einem Trainer, der für einen der größten Vordenker der Fußballnation als einzige Option für seinen Verein war...
Im Wesentlichen präsentierte sich Ingolstadt genau so, wie sich eine Mannschaft aus eigentlich aussortierten Bundesligaspielern halt präsentiert. Nur halt in der Punktzahl etwas erfolgreicher... dafür halt auch mit etwas weniger Fans.
Und ja, sachlich gesehen braucht niemand Ingolstadt. Sie sind der 6. beliebteste Verein in Bayern... und haben den geringsten Anhang der Bundesliga... Um mal einen völlig absurden Vergleich zu bringen: 13 Zweitligisten hatten letzte Saison einen höheren Zuschauerschnitt als der Bundesliganeuling. Selbst in Bielefeld werden jedes Wochenende mehr Menschen im Stadion gezählt... BIELEFELD!!! In der Stadt die es nicht gibt...
Aber das ist halt der Moment, in dem einen auffällt, dass man sich immer noch sportlich qualifizieren muss. Und dass die wichtigste Aufgabe immer noch darin besteht, die sportliche Qualität auf den Platz zu bringen. Und da hat Ingolstadt überragende Arbeit geleistet.
Die wirkliche Bedrohung besteht ja darin, dass in Ingolstadt wirklich was am Wachsen ist. Aber in einer Region, die traditionell so übersättigt ist (die Leute gucken halt lieber den beschissenen Zweitligafußball unter der Führung einer Diva als 1 Stunde zu fahren um Bundesliga zu sehen), dass der Verein nie wirklich Anklang finden wird...
Wer soll's richten? Niemand braucht Ingolstadt. Außer vielleicht Markus Kauczinski. Nach dem er durch die Relegation UND den Schiedsrichter um sein Bundesligadebüt mit Karlsruhe betrogen worden ist, darf er jetzt, 12 Monate zu spät, endlich einen Bundesligisten übernehmen.
Und das ist halt das absurde am Fußball: Auf ein Mal hat man doch einen Grund für Ingolstadt zu sein. Denn dass Kauczinski jetzt auf seiner ersten Bundesligastation scheitert, kann ich irgendwie auch nicht wollen.
Am ehesten für diese Mannschaft steht Marvin Matip. Ein faszinierender Spieler. Denn der weiß, dass er nicht wirklich gut genug ist für die Bundesliga... Die Aussage, dass er nicht mit seinem Bruder Joel zusammenspielen will, weil das bedeutet, dass er auf die Bank muss, ist da schon sehr eindeutig. Matip ist einer dieser Spieler, die alles abrufen müssen um mitzuhalten. Die das aber auch machen.
Wen werden sie vermissen? Natürlich musste auch der FC Ingolstadt dem Erfolg Tribut zollen. Wer die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte spielt, weckt halt Begehrlichkeiten. Und andere Vereine haben halt beeindruckende Argumente. Aber: Der ganz große Exodus blieb aus. 3 Stammspieler hat man verloren. Bei anderen Vereinen sind 3 Stammspieler übrig geblieben. Vor allem aber sind die wirklich identitätsstiftenden Spieler geblieben. Was bedeutet: Ingolstadt wird diese Saison genau so unangenehm zu spielen sein wie letzte Saison...
Leischtungschträgscher: Die spielen hauptsächlich im Gegnertrikot. Dass wir "Fans" uns über die unattraktive Spielweise aufregen ist ja das eine... aber glaubt irgendein Profi, dass Ingolstadt seine Spielweise umstellt, wenn sie in den Medien jammern? Warum sollten die? Die sehen doch, dass das funktioniert.
Und so grenzwertig die Spielweise teilweise sein mag: Sie ist eigentlich immer im Rahmen des Legalen. Und sich als Profi darüber zu beschweren, dass eine Mannschaft den legalen Rahmen ausnutzt, ist schon irgendwie armselig. Sollte man sich da nicht eher eine Scheibe von Abschneiden?
Best Case Szenario: "Wir können auch anders!" gibt Kauczinski zum ersten Spieltag bekannt. Und tatsächlich: Ingolstadt hat sein Spiel komplett revolutioniert. Die spielen jetzt Tiki Taka... Das Problem ist halt: Genau genommen ist dieses Tiki Taka auch nur eine geschickte Form des Zeitspiels: Ingolstadt hat das Spiel mit dem Ball so weit perfektioniert, dass sie gegen Köln mit 88% Ballbesitz und ohne einen einzigen Torschuss 1:0 gewinnen... Das Tor schießt ein völlig genervter Antony Modeste, weil er einfach auch mal am Spiel teilnehmen können.
Spannend ist das nicht. Aber es reicht halt gegen die meisten Bundesligisten um sicher in der Bundesliga zu bleiben.
Worst Case Szenario: Das geht so nicht weiter. Wenn selbst RB nach 4 berauschenden Spieltagen in der Beliebtheitstabelle an einem vorbei zieht... muss man dringend was tun. Fraglich ist nur was? Man kann entweder auf die eigenen Talente setzen... nach einem kurzen Blick auf den eigenen Kader (ähm... ein gewisser Christian Ortag ist als 4. Torwart der einzige vom Verein ausgebildete Spieler im Kader? Wow!) entscheidet sich Kauczinski doch dafür, berauschenden Offensivfußball spielen zu lassen... was auch besser funktioniert als erwartet... also zumindest der Teil mit dem Tore schießen fällt den Ingolstädtern überraschend einfach... nur steigen sie am Ende der Saison mit 111 Gegentoren ab...
Den Fans ist halt dann doch bewusst geworden, dass das 04 gar nicht für 1904 steht. Und dass Ingolstadt völlig unmotiviert unter den Lex VW fällt...
Als nächstes viel den Gegnern auf, dass Ingolstadt hauptsächlich kratzt, beißt und auf Zeitspiel setzt... was ich ja schon wieder sympathisch finde...
Vor allem wird die Frage, ob Ingolstadt wirklich ekliger war als ihr großes Vorbild aus Augsburg nie sachlich beantwortet werden... ich sag das mal so: die einen wurden von einem Aufstiegsspezialisten, der in der Bundesliga regelmäßig an seine Grenzen stößt, trainiert... die anderen von einem Trainer, der für einen der größten Vordenker der Fußballnation als einzige Option für seinen Verein war...
Im Wesentlichen präsentierte sich Ingolstadt genau so, wie sich eine Mannschaft aus eigentlich aussortierten Bundesligaspielern halt präsentiert. Nur halt in der Punktzahl etwas erfolgreicher... dafür halt auch mit etwas weniger Fans.
Und ja, sachlich gesehen braucht niemand Ingolstadt. Sie sind der 6. beliebteste Verein in Bayern... und haben den geringsten Anhang der Bundesliga... Um mal einen völlig absurden Vergleich zu bringen: 13 Zweitligisten hatten letzte Saison einen höheren Zuschauerschnitt als der Bundesliganeuling. Selbst in Bielefeld werden jedes Wochenende mehr Menschen im Stadion gezählt... BIELEFELD!!! In der Stadt die es nicht gibt...
Aber das ist halt der Moment, in dem einen auffällt, dass man sich immer noch sportlich qualifizieren muss. Und dass die wichtigste Aufgabe immer noch darin besteht, die sportliche Qualität auf den Platz zu bringen. Und da hat Ingolstadt überragende Arbeit geleistet.
Die wirkliche Bedrohung besteht ja darin, dass in Ingolstadt wirklich was am Wachsen ist. Aber in einer Region, die traditionell so übersättigt ist (die Leute gucken halt lieber den beschissenen Zweitligafußball unter der Führung einer Diva als 1 Stunde zu fahren um Bundesliga zu sehen), dass der Verein nie wirklich Anklang finden wird...
Wer soll's richten? Niemand braucht Ingolstadt. Außer vielleicht Markus Kauczinski. Nach dem er durch die Relegation UND den Schiedsrichter um sein Bundesligadebüt mit Karlsruhe betrogen worden ist, darf er jetzt, 12 Monate zu spät, endlich einen Bundesligisten übernehmen.
Und das ist halt das absurde am Fußball: Auf ein Mal hat man doch einen Grund für Ingolstadt zu sein. Denn dass Kauczinski jetzt auf seiner ersten Bundesligastation scheitert, kann ich irgendwie auch nicht wollen.
Am ehesten für diese Mannschaft steht Marvin Matip. Ein faszinierender Spieler. Denn der weiß, dass er nicht wirklich gut genug ist für die Bundesliga... Die Aussage, dass er nicht mit seinem Bruder Joel zusammenspielen will, weil das bedeutet, dass er auf die Bank muss, ist da schon sehr eindeutig. Matip ist einer dieser Spieler, die alles abrufen müssen um mitzuhalten. Die das aber auch machen.
Wen werden sie vermissen? Natürlich musste auch der FC Ingolstadt dem Erfolg Tribut zollen. Wer die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte spielt, weckt halt Begehrlichkeiten. Und andere Vereine haben halt beeindruckende Argumente. Aber: Der ganz große Exodus blieb aus. 3 Stammspieler hat man verloren. Bei anderen Vereinen sind 3 Stammspieler übrig geblieben. Vor allem aber sind die wirklich identitätsstiftenden Spieler geblieben. Was bedeutet: Ingolstadt wird diese Saison genau so unangenehm zu spielen sein wie letzte Saison...
Leischtungschträgscher: Die spielen hauptsächlich im Gegnertrikot. Dass wir "Fans" uns über die unattraktive Spielweise aufregen ist ja das eine... aber glaubt irgendein Profi, dass Ingolstadt seine Spielweise umstellt, wenn sie in den Medien jammern? Warum sollten die? Die sehen doch, dass das funktioniert.
Und so grenzwertig die Spielweise teilweise sein mag: Sie ist eigentlich immer im Rahmen des Legalen. Und sich als Profi darüber zu beschweren, dass eine Mannschaft den legalen Rahmen ausnutzt, ist schon irgendwie armselig. Sollte man sich da nicht eher eine Scheibe von Abschneiden?
Best Case Szenario: "Wir können auch anders!" gibt Kauczinski zum ersten Spieltag bekannt. Und tatsächlich: Ingolstadt hat sein Spiel komplett revolutioniert. Die spielen jetzt Tiki Taka... Das Problem ist halt: Genau genommen ist dieses Tiki Taka auch nur eine geschickte Form des Zeitspiels: Ingolstadt hat das Spiel mit dem Ball so weit perfektioniert, dass sie gegen Köln mit 88% Ballbesitz und ohne einen einzigen Torschuss 1:0 gewinnen... Das Tor schießt ein völlig genervter Antony Modeste, weil er einfach auch mal am Spiel teilnehmen können.
Spannend ist das nicht. Aber es reicht halt gegen die meisten Bundesligisten um sicher in der Bundesliga zu bleiben.
Worst Case Szenario: Das geht so nicht weiter. Wenn selbst RB nach 4 berauschenden Spieltagen in der Beliebtheitstabelle an einem vorbei zieht... muss man dringend was tun. Fraglich ist nur was? Man kann entweder auf die eigenen Talente setzen... nach einem kurzen Blick auf den eigenen Kader (ähm... ein gewisser Christian Ortag ist als 4. Torwart der einzige vom Verein ausgebildete Spieler im Kader? Wow!) entscheidet sich Kauczinski doch dafür, berauschenden Offensivfußball spielen zu lassen... was auch besser funktioniert als erwartet... also zumindest der Teil mit dem Tore schießen fällt den Ingolstädtern überraschend einfach... nur steigen sie am Ende der Saison mit 111 Gegentoren ab...
Mittwoch, 10. August 2016
Saisonvorschau: FC Augsburg
Ausgangslage: Die Augsburger erlebten gerade die erfolgreichste Saison ihrer Vereinsgeschichte. Und das obwohl sie nur 12. wurden. Schließlich haben die Fuggerstädter früher von Pflichtspielen in Anfield geträumt. 2016 spielte man nicht nur in einem der legendärsten Stadien der Welt, man hatte bis zum Schluss die Chance den späteren Europa League Finalisten rauszukegeln...
Das Problem ist halt: Die Saison 2015/16 wird auf lange Zeit die Beste in der bleiben. Und jetzt geht es halt doch wieder "nur" um den Klassenerhalt. Realistisch gesehen auf Jahre hinweg.
Denn die Liga hat halt in den letzten Jahren an Substanz gewonnen... und selbst die "Wir rutschen da mal überraschend rein, weil die anderen schwächeln" Mannschaften dürften in Zukunft nicht mehr aus Augsburg, sondern aus Hamburg und Köln kommen. Und diese Mannschaften müssen halt an Wolfsburg und Leipzig vorbei. Am Ende gibt es auch maximal 7 Startplätze in Europa. Dass Augsburg da noch mal rein rutscht ist extrem unwahrscheinlich.
Andererseits hat Augsburg nachgewiesen, dass sie ein sehr stabiler Bundesligist geworden sind. Einer der selbst in seiner Ausreißer-Saison mit der Zusatzbelastung am Ende souverän der Klasse hält.
Die spannende Frage ist halt: Wie lange kann man mit "Nur um den Klassenerhalt" spielen die Euphorie hoch halten.
Denn auch eines bleibt festzuhalten: Am Ende braucht Augsburg nur einen Ausrutscher um dann doch wieder abzusteigen. Dass ist das ganz große Problem dieser "Wir spielen nur mit" Mannschaften: Im Gegensatz zu all den Wolfsburgern, die sich einen Ausreißer nach unten erlauben können, würde es den Augsburgern eher wie Freiburg oder Hannover ergehen, wenn sie wirklich mal schwächeln.
Wer soll's richten? Offensichtlich Dirk Schuster. Ein Trainerwechsel ist halt gerade für solche Verein sehr kritisch. Schließlich fängt die Erfolgsgrundlage dieser Vereine meistens ein außerordentlich guter Trainer. Und wenn man einen schlechten hat, endet das ganz schnell wie in Hannover unter Frontzeck...
Schuster ist im Gegensatz zu diesem definitiv ein Trainertalent. Der in Darmstadt außergewöhnliche Leistungen vollbracht hat. Der einzige Vorwurf, den er sich ständig anhören muss, ist ja, dass er faktisch keinen Fußball spielen lassen hat... Also zumindest keinen, der was in der Bundesliga verloren hatte. Und die größere Leistung war halt die extreme Wagenburg-Mentalität zu erschaffen, die unmögliches möglich gemacht hat.
Jetzt... muss er halt wirklich Fußball spielen lassen. Das hätte er in Darmstadt auch gemusst. Denn die Bundesliga wird schon Lösungen für den angewandten Spielstil gefunden. Ob er das kann, wird eine der spannendsten Fragen der Augsburger Saison.
Wen werden sie vermissen? Tobias Werner. Und ja, Augsburg ist der einzige Bundesligist der Welt, der einen Tobias Werner vermissen kann. Denn jetzt ist eigentlich nur noch Daniel Baier übrig... und Jan-Ingwer Callsen-Bracker als Ergänzungsspieler. Dass sind die 2 letzten verbliebenen Aufstiegshelden von 2011. Und klar, das sind ganz normale Vorgänge. Das alle Aufstiegshelden irgendwann aus der Mannschaft geflogen sind, ist früher sogar mal den Bayern passiert. Das zeigt halt auch nur, dass man mittlerweile fast ein richtig etablierter Bundesligist ist.
Aber irgendwie geht halt doch etwas verloren, wenn sich solche Spieler verabschieden.
Leischtungschträgscher: Die sind halt in Augschburg rar gesät. Raul Bobadilla ist früher gerne mal unmotiviert vom Platz geflogen. Das war aber im wesentlichen vor seiner Augsburger Zeit
Takashi Usami ist in Europa schon 2 Mal gescheitert... den Vorwurf mussten sich aber schon andere Asiaten anhören, nur um in Augsburg dann doch zu funktionieren.
Augsburg ist als Verein einfach viel zu gut um vorher schon festzulegen, wer sich daneben benehmen wird.
Best Case Szenario: Bereits nach 20 Spieltagen wird eines klar: Es geht bei den Augsburgern nicht um "diese Saison". Man liegt souverän auf Platz 9 und kann bereits anfangen, die nächste Saison zu planen. Und daran ändert sich auch 2018 und 2019 nichts. Erst 2021 wird es in Augsburg wirklich spannend. Denn da es irgendwie konstant aufwärts geht, muss man in der Saison quasi die Europa League offiziell anvisieren, da man ja ein halbwegs realistisches Saisonziel ausgeben muss... und einfach nur Mitspielen nach all den Jahren nicht mehr seriös wird.
Worst Case Szenario: Nach 8 Niederlagen aus 9 Spielen zum Auftakt stellt Stefan Reuter fest: Das wird so nichts. Also entlässt er den neuen Trainer... zum ersten Mal in Augsburgs Bundesligageschichte während der Saison. Nach 2 Spielen mit Interimstrainer Manuel Baum holt er zunächst Huub Stevens... was überraschender Weise auch nicht wirklich funktioniert. Also übernimmt zur Winterpause Callsen-Bracker, da der ja eh nicht mehr wirklich mitspielt. Nach 30 Spieltagen wird aber deutlich: Die Mannschaft braucht doch noch mal einen neuen Impuls um die Relegation zu erreichen... also übernimmt als letzter Strohhalm Felix Magath... Augsburg hält auch wirklich nach der Relegation die Klasse... und nach der Saison den Rekord für die meisten Cheftrainer in einer Saison... ein Titel, auf den in Augsburg wirklich keiner scharf war...
Das Problem ist halt: Die Saison 2015/16 wird auf lange Zeit die Beste in der bleiben. Und jetzt geht es halt doch wieder "nur" um den Klassenerhalt. Realistisch gesehen auf Jahre hinweg.
Denn die Liga hat halt in den letzten Jahren an Substanz gewonnen... und selbst die "Wir rutschen da mal überraschend rein, weil die anderen schwächeln" Mannschaften dürften in Zukunft nicht mehr aus Augsburg, sondern aus Hamburg und Köln kommen. Und diese Mannschaften müssen halt an Wolfsburg und Leipzig vorbei. Am Ende gibt es auch maximal 7 Startplätze in Europa. Dass Augsburg da noch mal rein rutscht ist extrem unwahrscheinlich.
Andererseits hat Augsburg nachgewiesen, dass sie ein sehr stabiler Bundesligist geworden sind. Einer der selbst in seiner Ausreißer-Saison mit der Zusatzbelastung am Ende souverän der Klasse hält.
Die spannende Frage ist halt: Wie lange kann man mit "Nur um den Klassenerhalt" spielen die Euphorie hoch halten.
Denn auch eines bleibt festzuhalten: Am Ende braucht Augsburg nur einen Ausrutscher um dann doch wieder abzusteigen. Dass ist das ganz große Problem dieser "Wir spielen nur mit" Mannschaften: Im Gegensatz zu all den Wolfsburgern, die sich einen Ausreißer nach unten erlauben können, würde es den Augsburgern eher wie Freiburg oder Hannover ergehen, wenn sie wirklich mal schwächeln.
Wer soll's richten? Offensichtlich Dirk Schuster. Ein Trainerwechsel ist halt gerade für solche Verein sehr kritisch. Schließlich fängt die Erfolgsgrundlage dieser Vereine meistens ein außerordentlich guter Trainer. Und wenn man einen schlechten hat, endet das ganz schnell wie in Hannover unter Frontzeck...
Schuster ist im Gegensatz zu diesem definitiv ein Trainertalent. Der in Darmstadt außergewöhnliche Leistungen vollbracht hat. Der einzige Vorwurf, den er sich ständig anhören muss, ist ja, dass er faktisch keinen Fußball spielen lassen hat... Also zumindest keinen, der was in der Bundesliga verloren hatte. Und die größere Leistung war halt die extreme Wagenburg-Mentalität zu erschaffen, die unmögliches möglich gemacht hat.
Jetzt... muss er halt wirklich Fußball spielen lassen. Das hätte er in Darmstadt auch gemusst. Denn die Bundesliga wird schon Lösungen für den angewandten Spielstil gefunden. Ob er das kann, wird eine der spannendsten Fragen der Augsburger Saison.
Wen werden sie vermissen? Tobias Werner. Und ja, Augsburg ist der einzige Bundesligist der Welt, der einen Tobias Werner vermissen kann. Denn jetzt ist eigentlich nur noch Daniel Baier übrig... und Jan-Ingwer Callsen-Bracker als Ergänzungsspieler. Dass sind die 2 letzten verbliebenen Aufstiegshelden von 2011. Und klar, das sind ganz normale Vorgänge. Das alle Aufstiegshelden irgendwann aus der Mannschaft geflogen sind, ist früher sogar mal den Bayern passiert. Das zeigt halt auch nur, dass man mittlerweile fast ein richtig etablierter Bundesligist ist.
Aber irgendwie geht halt doch etwas verloren, wenn sich solche Spieler verabschieden.
Leischtungschträgscher: Die sind halt in Augschburg rar gesät. Raul Bobadilla ist früher gerne mal unmotiviert vom Platz geflogen. Das war aber im wesentlichen vor seiner Augsburger Zeit
Takashi Usami ist in Europa schon 2 Mal gescheitert... den Vorwurf mussten sich aber schon andere Asiaten anhören, nur um in Augsburg dann doch zu funktionieren.
Augsburg ist als Verein einfach viel zu gut um vorher schon festzulegen, wer sich daneben benehmen wird.
Best Case Szenario: Bereits nach 20 Spieltagen wird eines klar: Es geht bei den Augsburgern nicht um "diese Saison". Man liegt souverän auf Platz 9 und kann bereits anfangen, die nächste Saison zu planen. Und daran ändert sich auch 2018 und 2019 nichts. Erst 2021 wird es in Augsburg wirklich spannend. Denn da es irgendwie konstant aufwärts geht, muss man in der Saison quasi die Europa League offiziell anvisieren, da man ja ein halbwegs realistisches Saisonziel ausgeben muss... und einfach nur Mitspielen nach all den Jahren nicht mehr seriös wird.
Worst Case Szenario: Nach 8 Niederlagen aus 9 Spielen zum Auftakt stellt Stefan Reuter fest: Das wird so nichts. Also entlässt er den neuen Trainer... zum ersten Mal in Augsburgs Bundesligageschichte während der Saison. Nach 2 Spielen mit Interimstrainer Manuel Baum holt er zunächst Huub Stevens... was überraschender Weise auch nicht wirklich funktioniert. Also übernimmt zur Winterpause Callsen-Bracker, da der ja eh nicht mehr wirklich mitspielt. Nach 30 Spieltagen wird aber deutlich: Die Mannschaft braucht doch noch mal einen neuen Impuls um die Relegation zu erreichen... also übernimmt als letzter Strohhalm Felix Magath... Augsburg hält auch wirklich nach der Relegation die Klasse... und nach der Saison den Rekord für die meisten Cheftrainer in einer Saison... ein Titel, auf den in Augsburg wirklich keiner scharf war...
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