Was natürlich nicht bedeutet... dass unsere Kellerkinder sich nicht trotzdem gemeldet haben...
Maik Walpurgis wird dann neuer Trainer in Ingolstadt. Und wenn ihr (nach der Frage "Wer ist das eigentlich?") versucht zu verstehen, warum der (im Gegensatz zu allen anderen) dieses Angebot angenommen hat... wahrscheinlich hat Thomas Linke ihm gedroht, dass er ihn sonst als Bundespräsidenten vorschlägt...
Oder aber... es geht Linke jetzt wie den Brexit Wählern... und er googlet nach der Wahl das erste Mal, was er da gerade entschieden hat...
Aber den Ingolstädtern kann man halt beinah keinen Vorwurf machen... Das ist halt nen Job, den sich nicht mal Jos Luhukay antun wollte. Und der wird nicht all zu viele Angebote von Bundesligisten ablehnen können... Und es ist ja nicht so, dass man schon über Monate im Voraus wusste, das man im November einen neuen Trainer brauchen würde...
Anders ausgedrückt: In Ingolstadt ist alle schön, schließlich können die immer noch über den Hamburger SV lachen...
Eigentlich ist es Schade, dass es heute Abend eine Aufsichtsratssitzung in Hamburg gibt... Denn Dietmar Beiersdorfer ist einfach zu unterhaltsam. Es ist einfach herrlich, wie planlos der gerade durch den Verein stolpert...
Und das faszinierendste: In seiner erste Ära beim HSV sah er noch echt wie ein guter Manager aus. Damals dachten am Ende alle, dass Bernd Hoffmann und sein Größenwahn das Problem beim HSV ist...
Jetzt...
Also ganz ehrlich... so dumm kann man sich doch gar nicht anstellen. Also nicht als Profiverein. Jedem Karnevalsverein wäre das peinlich...
Nur für diejenigen, die es vergessen haben: Der Turnbeutelvergesser Peter Knäbel wurde am 9. Mai 2016 entlassen. Offiziell sucht der HSV spätestens seit diesem einen neuen Sportdirektor. Und sein Beuteschema hat man ja auch direkt und klar formuliert. Also so klar, dass Christian Hochstätter im September seinen Vertrag in Bochum bis 2020 verlängerte...
Ja... mit dem Spitzenkandidaten auf den Job hat erst Mal 4 Monate lang keiner gesprochen... Wenn die im August einfach mal über nen Berater lose angefragt hätten, ob Hochstätter sich das vorstellen könnte... Ich meine, wir reden von Bochum. Der einzige Mensch auf der Welt, der diese Stadt geil findet, ist Herbert Grönemeyer. Und selbst der ist dann doch nach London gezogen...
Wenn die Hamburger also in der Sommerpause wenigstens mal angefragt hätte... dann hätte Hochstätter doch noch mit seiner Vertragsverlängerung warten können... Es ist ja nicht so, dass sein Vertrag in 6 Monaten ausgelaufen wäre...
Aber der HSV musste ja vorher noch Nico Jan Hoogma absagen... lassen... oder so. Also das einzige, was nach der Personalie Hoogma fest steht, ist doch, dass Beiersdorfer nicht gut darin ist, mit Sportdirektoren zu verhandeln... Denn normaler Weise findet man am Ende so einer gescheiterten Verhandlungen wenigstens eine Formulierung, mit der beide Parteien das Gesicht wahren können...
Und allein schon wie das gelaufen ist, stellt dem Didi kein gutes Zeugnis bei dieser Aufgabe aus.
Danach... kriegt er dann nicht die Freigabe für seinen nächsten Kandidaten. An dessen Ablöseforderungen er irgendwie selber Schuld ist.
Man denkt ja echt jedes Jahr, dass der HSV sein Höchstmaß an Inkompetenz erreicht hat... und dann gibt es mal eine solide Saison, die uns alle auf die falsche Fährte führt... nur damit die Unfähigkeit noch heftiger zurück schlägt.
Und ja, ich gehe immer noch davon aus, dass der Kühne im Winter doch wieder 15 Millionen auf den Tisch haut und der HSV die nötigen Verstärkungen bekommt um wenigstens noch die Relegation zu erreichen. Das weder die DFL noch der Fußballgott den nötigen Anstand hat und die einfach mal absteigen lässt...
Aber selbst das sehe ich mittlerweile positiv. Immerhin bleibt mir der HSV so erhalten... und wird mich weiterhin unterhalten. Erste Liga und keiner weiß warum...
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Montag, 14. November 2016
Donnerstag, 11. August 2016
Saisonvorschau: FC Ingolstadt 04
Ausgangslage: Ach ja... Ingolstadt... noch nie wurde der Umschwung von "Ach guckt mal, wie niedlich, ein sympathischer Neuling" zu "Können die bitte wieder absteigen" so schnell vollzogen, wie hier.
Den Fans ist halt dann doch bewusst geworden, dass das 04 gar nicht für 1904 steht. Und dass Ingolstadt völlig unmotiviert unter den Lex VW fällt...
Als nächstes viel den Gegnern auf, dass Ingolstadt hauptsächlich kratzt, beißt und auf Zeitspiel setzt... was ich ja schon wieder sympathisch finde...
Vor allem wird die Frage, ob Ingolstadt wirklich ekliger war als ihr großes Vorbild aus Augsburg nie sachlich beantwortet werden... ich sag das mal so: die einen wurden von einem Aufstiegsspezialisten, der in der Bundesliga regelmäßig an seine Grenzen stößt, trainiert... die anderen von einem Trainer, der für einen der größten Vordenker der Fußballnation als einzige Option für seinen Verein war...
Im Wesentlichen präsentierte sich Ingolstadt genau so, wie sich eine Mannschaft aus eigentlich aussortierten Bundesligaspielern halt präsentiert. Nur halt in der Punktzahl etwas erfolgreicher... dafür halt auch mit etwas weniger Fans.
Und ja, sachlich gesehen braucht niemand Ingolstadt. Sie sind der 6. beliebteste Verein in Bayern... und haben den geringsten Anhang der Bundesliga... Um mal einen völlig absurden Vergleich zu bringen: 13 Zweitligisten hatten letzte Saison einen höheren Zuschauerschnitt als der Bundesliganeuling. Selbst in Bielefeld werden jedes Wochenende mehr Menschen im Stadion gezählt... BIELEFELD!!! In der Stadt die es nicht gibt...
Aber das ist halt der Moment, in dem einen auffällt, dass man sich immer noch sportlich qualifizieren muss. Und dass die wichtigste Aufgabe immer noch darin besteht, die sportliche Qualität auf den Platz zu bringen. Und da hat Ingolstadt überragende Arbeit geleistet.
Die wirkliche Bedrohung besteht ja darin, dass in Ingolstadt wirklich was am Wachsen ist. Aber in einer Region, die traditionell so übersättigt ist (die Leute gucken halt lieber den beschissenen Zweitligafußball unter der Führung einer Diva als 1 Stunde zu fahren um Bundesliga zu sehen), dass der Verein nie wirklich Anklang finden wird...
Wer soll's richten? Niemand braucht Ingolstadt. Außer vielleicht Markus Kauczinski. Nach dem er durch die Relegation UND den Schiedsrichter um sein Bundesligadebüt mit Karlsruhe betrogen worden ist, darf er jetzt, 12 Monate zu spät, endlich einen Bundesligisten übernehmen.
Und das ist halt das absurde am Fußball: Auf ein Mal hat man doch einen Grund für Ingolstadt zu sein. Denn dass Kauczinski jetzt auf seiner ersten Bundesligastation scheitert, kann ich irgendwie auch nicht wollen.
Am ehesten für diese Mannschaft steht Marvin Matip. Ein faszinierender Spieler. Denn der weiß, dass er nicht wirklich gut genug ist für die Bundesliga... Die Aussage, dass er nicht mit seinem Bruder Joel zusammenspielen will, weil das bedeutet, dass er auf die Bank muss, ist da schon sehr eindeutig. Matip ist einer dieser Spieler, die alles abrufen müssen um mitzuhalten. Die das aber auch machen.
Wen werden sie vermissen? Natürlich musste auch der FC Ingolstadt dem Erfolg Tribut zollen. Wer die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte spielt, weckt halt Begehrlichkeiten. Und andere Vereine haben halt beeindruckende Argumente. Aber: Der ganz große Exodus blieb aus. 3 Stammspieler hat man verloren. Bei anderen Vereinen sind 3 Stammspieler übrig geblieben. Vor allem aber sind die wirklich identitätsstiftenden Spieler geblieben. Was bedeutet: Ingolstadt wird diese Saison genau so unangenehm zu spielen sein wie letzte Saison...
Leischtungschträgscher: Die spielen hauptsächlich im Gegnertrikot. Dass wir "Fans" uns über die unattraktive Spielweise aufregen ist ja das eine... aber glaubt irgendein Profi, dass Ingolstadt seine Spielweise umstellt, wenn sie in den Medien jammern? Warum sollten die? Die sehen doch, dass das funktioniert.
Und so grenzwertig die Spielweise teilweise sein mag: Sie ist eigentlich immer im Rahmen des Legalen. Und sich als Profi darüber zu beschweren, dass eine Mannschaft den legalen Rahmen ausnutzt, ist schon irgendwie armselig. Sollte man sich da nicht eher eine Scheibe von Abschneiden?
Best Case Szenario: "Wir können auch anders!" gibt Kauczinski zum ersten Spieltag bekannt. Und tatsächlich: Ingolstadt hat sein Spiel komplett revolutioniert. Die spielen jetzt Tiki Taka... Das Problem ist halt: Genau genommen ist dieses Tiki Taka auch nur eine geschickte Form des Zeitspiels: Ingolstadt hat das Spiel mit dem Ball so weit perfektioniert, dass sie gegen Köln mit 88% Ballbesitz und ohne einen einzigen Torschuss 1:0 gewinnen... Das Tor schießt ein völlig genervter Antony Modeste, weil er einfach auch mal am Spiel teilnehmen können.
Spannend ist das nicht. Aber es reicht halt gegen die meisten Bundesligisten um sicher in der Bundesliga zu bleiben.
Worst Case Szenario: Das geht so nicht weiter. Wenn selbst RB nach 4 berauschenden Spieltagen in der Beliebtheitstabelle an einem vorbei zieht... muss man dringend was tun. Fraglich ist nur was? Man kann entweder auf die eigenen Talente setzen... nach einem kurzen Blick auf den eigenen Kader (ähm... ein gewisser Christian Ortag ist als 4. Torwart der einzige vom Verein ausgebildete Spieler im Kader? Wow!) entscheidet sich Kauczinski doch dafür, berauschenden Offensivfußball spielen zu lassen... was auch besser funktioniert als erwartet... also zumindest der Teil mit dem Tore schießen fällt den Ingolstädtern überraschend einfach... nur steigen sie am Ende der Saison mit 111 Gegentoren ab...
Den Fans ist halt dann doch bewusst geworden, dass das 04 gar nicht für 1904 steht. Und dass Ingolstadt völlig unmotiviert unter den Lex VW fällt...
Als nächstes viel den Gegnern auf, dass Ingolstadt hauptsächlich kratzt, beißt und auf Zeitspiel setzt... was ich ja schon wieder sympathisch finde...
Vor allem wird die Frage, ob Ingolstadt wirklich ekliger war als ihr großes Vorbild aus Augsburg nie sachlich beantwortet werden... ich sag das mal so: die einen wurden von einem Aufstiegsspezialisten, der in der Bundesliga regelmäßig an seine Grenzen stößt, trainiert... die anderen von einem Trainer, der für einen der größten Vordenker der Fußballnation als einzige Option für seinen Verein war...
Im Wesentlichen präsentierte sich Ingolstadt genau so, wie sich eine Mannschaft aus eigentlich aussortierten Bundesligaspielern halt präsentiert. Nur halt in der Punktzahl etwas erfolgreicher... dafür halt auch mit etwas weniger Fans.
Und ja, sachlich gesehen braucht niemand Ingolstadt. Sie sind der 6. beliebteste Verein in Bayern... und haben den geringsten Anhang der Bundesliga... Um mal einen völlig absurden Vergleich zu bringen: 13 Zweitligisten hatten letzte Saison einen höheren Zuschauerschnitt als der Bundesliganeuling. Selbst in Bielefeld werden jedes Wochenende mehr Menschen im Stadion gezählt... BIELEFELD!!! In der Stadt die es nicht gibt...
Aber das ist halt der Moment, in dem einen auffällt, dass man sich immer noch sportlich qualifizieren muss. Und dass die wichtigste Aufgabe immer noch darin besteht, die sportliche Qualität auf den Platz zu bringen. Und da hat Ingolstadt überragende Arbeit geleistet.
Die wirkliche Bedrohung besteht ja darin, dass in Ingolstadt wirklich was am Wachsen ist. Aber in einer Region, die traditionell so übersättigt ist (die Leute gucken halt lieber den beschissenen Zweitligafußball unter der Führung einer Diva als 1 Stunde zu fahren um Bundesliga zu sehen), dass der Verein nie wirklich Anklang finden wird...
Wer soll's richten? Niemand braucht Ingolstadt. Außer vielleicht Markus Kauczinski. Nach dem er durch die Relegation UND den Schiedsrichter um sein Bundesligadebüt mit Karlsruhe betrogen worden ist, darf er jetzt, 12 Monate zu spät, endlich einen Bundesligisten übernehmen.
Und das ist halt das absurde am Fußball: Auf ein Mal hat man doch einen Grund für Ingolstadt zu sein. Denn dass Kauczinski jetzt auf seiner ersten Bundesligastation scheitert, kann ich irgendwie auch nicht wollen.
Am ehesten für diese Mannschaft steht Marvin Matip. Ein faszinierender Spieler. Denn der weiß, dass er nicht wirklich gut genug ist für die Bundesliga... Die Aussage, dass er nicht mit seinem Bruder Joel zusammenspielen will, weil das bedeutet, dass er auf die Bank muss, ist da schon sehr eindeutig. Matip ist einer dieser Spieler, die alles abrufen müssen um mitzuhalten. Die das aber auch machen.
Wen werden sie vermissen? Natürlich musste auch der FC Ingolstadt dem Erfolg Tribut zollen. Wer die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte spielt, weckt halt Begehrlichkeiten. Und andere Vereine haben halt beeindruckende Argumente. Aber: Der ganz große Exodus blieb aus. 3 Stammspieler hat man verloren. Bei anderen Vereinen sind 3 Stammspieler übrig geblieben. Vor allem aber sind die wirklich identitätsstiftenden Spieler geblieben. Was bedeutet: Ingolstadt wird diese Saison genau so unangenehm zu spielen sein wie letzte Saison...
Leischtungschträgscher: Die spielen hauptsächlich im Gegnertrikot. Dass wir "Fans" uns über die unattraktive Spielweise aufregen ist ja das eine... aber glaubt irgendein Profi, dass Ingolstadt seine Spielweise umstellt, wenn sie in den Medien jammern? Warum sollten die? Die sehen doch, dass das funktioniert.
Und so grenzwertig die Spielweise teilweise sein mag: Sie ist eigentlich immer im Rahmen des Legalen. Und sich als Profi darüber zu beschweren, dass eine Mannschaft den legalen Rahmen ausnutzt, ist schon irgendwie armselig. Sollte man sich da nicht eher eine Scheibe von Abschneiden?
Best Case Szenario: "Wir können auch anders!" gibt Kauczinski zum ersten Spieltag bekannt. Und tatsächlich: Ingolstadt hat sein Spiel komplett revolutioniert. Die spielen jetzt Tiki Taka... Das Problem ist halt: Genau genommen ist dieses Tiki Taka auch nur eine geschickte Form des Zeitspiels: Ingolstadt hat das Spiel mit dem Ball so weit perfektioniert, dass sie gegen Köln mit 88% Ballbesitz und ohne einen einzigen Torschuss 1:0 gewinnen... Das Tor schießt ein völlig genervter Antony Modeste, weil er einfach auch mal am Spiel teilnehmen können.
Spannend ist das nicht. Aber es reicht halt gegen die meisten Bundesligisten um sicher in der Bundesliga zu bleiben.
Worst Case Szenario: Das geht so nicht weiter. Wenn selbst RB nach 4 berauschenden Spieltagen in der Beliebtheitstabelle an einem vorbei zieht... muss man dringend was tun. Fraglich ist nur was? Man kann entweder auf die eigenen Talente setzen... nach einem kurzen Blick auf den eigenen Kader (ähm... ein gewisser Christian Ortag ist als 4. Torwart der einzige vom Verein ausgebildete Spieler im Kader? Wow!) entscheidet sich Kauczinski doch dafür, berauschenden Offensivfußball spielen zu lassen... was auch besser funktioniert als erwartet... also zumindest der Teil mit dem Tore schießen fällt den Ingolstädtern überraschend einfach... nur steigen sie am Ende der Saison mit 111 Gegentoren ab...
Freitag, 8. Januar 2016
Rückrundenvorschau: FC Ingolstadt
Die guten Nachrichten: Ingolstadt ist auf dem besten Weg zum Augsburg 2.0 zu werden. 2.0 bedeutet hier: Mit VW im Rücken. Und ja, technisch gesehen ist es Audi, aber Audi ist eine 100%ige Tochterfirma von VW... Aber wir sind ja noch bei den guten Nachrichten: Man hat sich mit ausreichend Bayern-Genen versorgt, einen fähigen Trainer gefunden und ist seit dem konstant auf dem Weg nach oben.
Die schlechten Nachrichten: Was passiert, wenn irgendjemanden mal auffällt, dass man nicht ständig Ausnahmen für VW schaffen kann? Dann wird Ingolstadt auf ein Mal zum Politikum. Wie eng verwandt muss man mit VW sein um unter den Lex VW zu fallen? Kommt als nächstes Seat, MAN und Skoda? Und die spannendste Frage: Warum wehren sich alle so krass gegen RB Leipzig, aber keiner sagt was gegen Ingolstadt... aber merken so was ja nur, wenn es im Vereinsnahmen steht...
Fakt ist: Wenn der DFB oder die DFL Regelverstöße gegen das 50Plus1 ahndet, wird das nicht bei den Bayern oder in Wolfsburg passieren... (Und ja, mir ist bewusst, dass es noch keine Verstöße gab...)
Anderseits... ist der allgemein sehr unwahrscheinliche Fall dass der DFB sich mal sachlich mit der Gemengelage VW in der Bundesliga beschäftigen könnte auch die einzige schlechte Nachricht. Deren Sorgen will ich haben.
Wer soll's richten? Ein gefährlicher Stürmer? Ingolstadt ist die ungefährlichste Mannschaft der Liga. Und realistisch gesehen... werden 22 Tore nicht zum Klassenerhalt reichen... Auch wenn man hinten absurd sicher steht. Das Problem ist halt: Stürmer, die dir 10 Tore im Jahr garantieren, sind schon im Sommer für Vereine wie Ingolstadt kaum zu finden... jetzt im Winter ist es quasi aussichtslos.
Leischtungschträgscher: Lukas Hinterseer. Was? Ich habe die Gelegenheit, mich über den Neffen von Hansi Hinterseer lustig zu machen, viel zu lange verstreichen lassen... Immerhin weiß der Lukas schon, was er machen kann, wenn es für die Bundesliga nicht mehr reicht: Schlagersänger werden.
Wen wird Jogi Löw aus dem Hut zaubern? Elias Kachunga... und wer jetzt an Gerald Asamoah und "Kabinen-DJ" denkt, ist ein Rassist... Aber Kachunga soll gemeinsam mit Moritz Hartmann die Doppelspitze bilden. Schließlich wissen wir seit Jahren, dass es Jogi Löw eigentlich nicht um das erzielen von Toren geht...
Was wird es denn nun werden? Das Kicker-Interview mit Marvin Matip endet eigentlich absurd... mit der Frage: "Der FCI schafft den Klassenerhalt über die Relegation: Würden sie diesen Satz unterschreiben?" Wirklich?
Um das mal festzuhalten: Ingolstadt muss eine absurd schlechte Rückrunde spielen um auf den Relegationsplatz zu landen. In 75% der Fälle reichen 32 Punkte um diesen Platz zu erreichen. Und die Konkurrenz macht nur bedingt den Eindruck, dass die allesamt in der Rückrunde durchstarten werden.
Nur um das mal zu verdeutlichen: Im für Ingolstadt günstigsten Fall reichen Siege gegen Hannover, Darmstadt und Hoffenheim um den Klassenerhalt zu sichern (und ja, man hätte sich in den letzten Jahren durchaus mit 29 Punkten retten können... ohne Relegation.) Wahrscheinlich wird Ingolstadt gegen genau diese 3 Mannschaften nicht gewinnen. Aber die 3 Siege und 5 Unentschieden, die sie noch brauchen, werden sie schon noch irgendwo einsammeln.
Die schlechten Nachrichten: Was passiert, wenn irgendjemanden mal auffällt, dass man nicht ständig Ausnahmen für VW schaffen kann? Dann wird Ingolstadt auf ein Mal zum Politikum. Wie eng verwandt muss man mit VW sein um unter den Lex VW zu fallen? Kommt als nächstes Seat, MAN und Skoda? Und die spannendste Frage: Warum wehren sich alle so krass gegen RB Leipzig, aber keiner sagt was gegen Ingolstadt... aber merken so was ja nur, wenn es im Vereinsnahmen steht...
Fakt ist: Wenn der DFB oder die DFL Regelverstöße gegen das 50Plus1 ahndet, wird das nicht bei den Bayern oder in Wolfsburg passieren... (Und ja, mir ist bewusst, dass es noch keine Verstöße gab...)
Anderseits... ist der allgemein sehr unwahrscheinliche Fall dass der DFB sich mal sachlich mit der Gemengelage VW in der Bundesliga beschäftigen könnte auch die einzige schlechte Nachricht. Deren Sorgen will ich haben.
Wer soll's richten? Ein gefährlicher Stürmer? Ingolstadt ist die ungefährlichste Mannschaft der Liga. Und realistisch gesehen... werden 22 Tore nicht zum Klassenerhalt reichen... Auch wenn man hinten absurd sicher steht. Das Problem ist halt: Stürmer, die dir 10 Tore im Jahr garantieren, sind schon im Sommer für Vereine wie Ingolstadt kaum zu finden... jetzt im Winter ist es quasi aussichtslos.
Leischtungschträgscher: Lukas Hinterseer. Was? Ich habe die Gelegenheit, mich über den Neffen von Hansi Hinterseer lustig zu machen, viel zu lange verstreichen lassen... Immerhin weiß der Lukas schon, was er machen kann, wenn es für die Bundesliga nicht mehr reicht: Schlagersänger werden.
Wen wird Jogi Löw aus dem Hut zaubern? Elias Kachunga... und wer jetzt an Gerald Asamoah und "Kabinen-DJ" denkt, ist ein Rassist... Aber Kachunga soll gemeinsam mit Moritz Hartmann die Doppelspitze bilden. Schließlich wissen wir seit Jahren, dass es Jogi Löw eigentlich nicht um das erzielen von Toren geht...
Was wird es denn nun werden? Das Kicker-Interview mit Marvin Matip endet eigentlich absurd... mit der Frage: "Der FCI schafft den Klassenerhalt über die Relegation: Würden sie diesen Satz unterschreiben?" Wirklich?
Um das mal festzuhalten: Ingolstadt muss eine absurd schlechte Rückrunde spielen um auf den Relegationsplatz zu landen. In 75% der Fälle reichen 32 Punkte um diesen Platz zu erreichen. Und die Konkurrenz macht nur bedingt den Eindruck, dass die allesamt in der Rückrunde durchstarten werden.
Nur um das mal zu verdeutlichen: Im für Ingolstadt günstigsten Fall reichen Siege gegen Hannover, Darmstadt und Hoffenheim um den Klassenerhalt zu sichern (und ja, man hätte sich in den letzten Jahren durchaus mit 29 Punkten retten können... ohne Relegation.) Wahrscheinlich wird Ingolstadt gegen genau diese 3 Mannschaften nicht gewinnen. Aber die 3 Siege und 5 Unentschieden, die sie noch brauchen, werden sie schon noch irgendwo einsammeln.
Dienstag, 28. Juli 2015
Saisonvorschau: FC Ingolstadt 04
Ausgangslage: Augsburg 2.0? Das würde in Ingolstadt wohl jeder auf den ersten Blick sofort so unterschreiben. Und ja, die Gemeinsamkeiten zwischen Augsburg und Ingolstadt sind enorm.
Beide Vereine kommen nicht zufällig aus Bayern... und ja, dort ist die wirtschaftliche Potenz einfach eine andere.
Und beide spielten 5 Jahre 2. Liga und stiegen am Ende eines natürlichen Wachstumsprozesses auf. Allein schon deswegen ist Ingolstadt nicht mit der absurden Überraschungsgeschichten aus Darmstadt zu vergleichen: Ingolstadt hat die Voraussetzung erste Liga zu spielen.
Wer soll's richten? Da geht der muntere Augschburg Vergleich auch schon weiter: Ramazan Özcan, Tobias Levels, Marvin Matip, Almog Cohen, Elias Kachunga, Mathew Leckie und Tomas Pekhart kommen dem übermäßig Fußball-interessierten Vollfan irgendwie bekannt vor. Aber halt auch nur irgendwie. Sie wurden halt von diversen Bundesligisten gewogen und als eigentlich zu leicht befunden. Und damit ähnelt auch der Kader erstaunlich dem der ersten Augsburger Bundesligasaison um Jentzsch, Callsen-Bracker und Baier.
Was ja auch logisch ist: Im Gegensatz zu Darmstadt hat man halt auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten diese (für Zweitligisten) recht kostspieligen Profis zu verpflichten. Auch wenn Geld keine Tore schießt, so hilft es doch ungemein dabei...
Leischtungschträgscher: Aber halt nur bis zu einem gewissen Punkt. Was halt viele im aktuellen Augsburg-Hype vergessen: Der Weg dahin war verdammt eng. Und es war mehrmals kurz vor knapp. Und ja, die Augsburger standen nicht nur ein Mal vor der Wahl "Entlassen wir unseren Trainer, oder ziehen wir es durch?" Sie haben damals die richtige Entscheidung getroffen. Können die Ingolstädter das auch? Was ist da eigentlich genau die richtige Entscheidung?
Wen werden sie vermissen? Ernsthaft... woher soll ich das wissen? Ernsthaft: Wer aus dem Stegreif 2 Spieler nennen kann, die letztes Jahr in Ingolstadt gespielt haben und jetzt gewechselt sind... braucht dringend andere Hobbys...
Best Case Szenario: Es ist echt knapp... bis zur 92. Minute des 34. Spieltages hält Ingolstadt zumindest den Relegationsrang. Und ist damit nach einer turbulenten Saison eigentlich voll im Soll... aber dann kommt da dieser ominöse Elfmeterpfiff in Augsburg... und Hamburg kriegt einen Elfmeter, obwohl keiner ihrer Spieler überhaupt in Strafraumnähe ist, einen Elfmeter zugeschoben, der sie am Ende auf Platz 16 und Ingolstadt in die 2. Liga schiebt... anders kann man das gar nicht ausdrücken...
Aber Ingolstadt hat selbst bei den 9 Niederlagen in Serie im Herbst an Ralph Hasenhüttl festgehalten. Und die Mannschaft ist gemeinsam mit ihrem Coach gewachsen. So geht sie in fast unveränderter Form als Top Favorit 2016/17 in die Zweitligasaison und schafft im Sommer das eigentlich unmögliche: Sie schlagen den HSV in der Relegation.
Worst Case Szenario: Nichts ist mehr so, wie es war... zumindest im Sommer 2016. Klar, die Klasse hat man gerade so gehalten... aber zu welchem Preis? Der Erfolgstrainer Hasenhüttl musste im Oktober gehen. Der Sportdirektor Thomas Linke folgt Anfang Januar. All die Spieler, die gerade so geradeaus laufend die Klasse gehalten haben, verlassen im Sommer den Verein. Und 2017 steigt Ingolstadt als Tabellenletzter ab... Und von dem sagenhaften Niveau, dass sie unter Linke erreicht haben, träumen sie auch 20 Jahre später noch... während Linke und Hasenhüttl längst als Duo auf Schalke deutscher Meister wurden... DAS hätte einzig und allein Ingolstadt verhindern können...
Beide Vereine kommen nicht zufällig aus Bayern... und ja, dort ist die wirtschaftliche Potenz einfach eine andere.
Und beide spielten 5 Jahre 2. Liga und stiegen am Ende eines natürlichen Wachstumsprozesses auf. Allein schon deswegen ist Ingolstadt nicht mit der absurden Überraschungsgeschichten aus Darmstadt zu vergleichen: Ingolstadt hat die Voraussetzung erste Liga zu spielen.
Wer soll's richten? Da geht der muntere Augschburg Vergleich auch schon weiter: Ramazan Özcan, Tobias Levels, Marvin Matip, Almog Cohen, Elias Kachunga, Mathew Leckie und Tomas Pekhart kommen dem übermäßig Fußball-interessierten Vollfan irgendwie bekannt vor. Aber halt auch nur irgendwie. Sie wurden halt von diversen Bundesligisten gewogen und als eigentlich zu leicht befunden. Und damit ähnelt auch der Kader erstaunlich dem der ersten Augsburger Bundesligasaison um Jentzsch, Callsen-Bracker und Baier.
Was ja auch logisch ist: Im Gegensatz zu Darmstadt hat man halt auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten diese (für Zweitligisten) recht kostspieligen Profis zu verpflichten. Auch wenn Geld keine Tore schießt, so hilft es doch ungemein dabei...
Leischtungschträgscher: Aber halt nur bis zu einem gewissen Punkt. Was halt viele im aktuellen Augsburg-Hype vergessen: Der Weg dahin war verdammt eng. Und es war mehrmals kurz vor knapp. Und ja, die Augsburger standen nicht nur ein Mal vor der Wahl "Entlassen wir unseren Trainer, oder ziehen wir es durch?" Sie haben damals die richtige Entscheidung getroffen. Können die Ingolstädter das auch? Was ist da eigentlich genau die richtige Entscheidung?
Wen werden sie vermissen? Ernsthaft... woher soll ich das wissen? Ernsthaft: Wer aus dem Stegreif 2 Spieler nennen kann, die letztes Jahr in Ingolstadt gespielt haben und jetzt gewechselt sind... braucht dringend andere Hobbys...
Best Case Szenario: Es ist echt knapp... bis zur 92. Minute des 34. Spieltages hält Ingolstadt zumindest den Relegationsrang. Und ist damit nach einer turbulenten Saison eigentlich voll im Soll... aber dann kommt da dieser ominöse Elfmeterpfiff in Augsburg... und Hamburg kriegt einen Elfmeter, obwohl keiner ihrer Spieler überhaupt in Strafraumnähe ist, einen Elfmeter zugeschoben, der sie am Ende auf Platz 16 und Ingolstadt in die 2. Liga schiebt... anders kann man das gar nicht ausdrücken...
Aber Ingolstadt hat selbst bei den 9 Niederlagen in Serie im Herbst an Ralph Hasenhüttl festgehalten. Und die Mannschaft ist gemeinsam mit ihrem Coach gewachsen. So geht sie in fast unveränderter Form als Top Favorit 2016/17 in die Zweitligasaison und schafft im Sommer das eigentlich unmögliche: Sie schlagen den HSV in der Relegation.
Worst Case Szenario: Nichts ist mehr so, wie es war... zumindest im Sommer 2016. Klar, die Klasse hat man gerade so gehalten... aber zu welchem Preis? Der Erfolgstrainer Hasenhüttl musste im Oktober gehen. Der Sportdirektor Thomas Linke folgt Anfang Januar. All die Spieler, die gerade so geradeaus laufend die Klasse gehalten haben, verlassen im Sommer den Verein. Und 2017 steigt Ingolstadt als Tabellenletzter ab... Und von dem sagenhaften Niveau, dass sie unter Linke erreicht haben, träumen sie auch 20 Jahre später noch... während Linke und Hasenhüttl längst als Duo auf Schalke deutscher Meister wurden... DAS hätte einzig und allein Ingolstadt verhindern können...
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