Und auch nichts darüber hören...
Das scheint zumindest der allgemeine Grundtenor des Kickers in Sachen "Dopingfall in Stuttgart und Freiburg" zu sein. Aufklärung sieht jedenfalls anders aus...
Am Donnerstags-Kicker gab es einen kurzen Bericht darüber, wie die beiden Klubs aktuell auf die Vorwürfe reagieren und am Montag gab es ein Interview mit Dr. Rainer Koch... Der natürlich behauptet, dass der DFB alles in seiner Macht stehende macht um Doping aufzuklären und dass Vorwürfe "unseriös und inakzeptabel" sind... Ich will ja nichts sagen, aber das hat der Radsport-Verband auch jahrelang behauptet... Wenn man als Kicker wirklich für Aufklärung sorgen will, fragt man nicht den DFB...
Die Sportschau hatte wenigstens den Anstand, mal wirklich bei wesentlichen Leuten nachzufragen... und kriegt schockierende Antworten...
Eine Angemessene Reaktion des Kickers wäre es meines Erachtens, das Thema auf die Titelseite zu packen. Und ihm richtig viel Zeit zu widmen... Denn die 70er Jahre sind so lange her, dass selbst ich, der Carsten Jancker noch kennt, die Spiele damals nicht verfolgen konnte... Von uns hat keiner Toni Schumachers "Anpfiff" gelesen. Und das ist wahrscheinlich auch gar nicht nötig um ein sachliche Diskussion zu führen...
Und das wäre dringend nötig... Denn es gibt durchaus Diskussionsbedarf... selbst bei den sonst so sympathischen Feiburgern... denn das die Radsportler gedopt haben, stellt niemand mehr in Frage... dass dem Team Telekom dabei ein gewisser Andreas Schmid geholfen hat, gilt als erwiesen... derselbe Arzt hat jahrelang den SC Freiburg betreut.
Logische Konsequenz: Der Fußball muss sauber sein, denn Ärzte haben ja bekanntlich nur begrenzte Kapazitäten an Dopingmitteln und so viel, wie den Radsportlern gespritzt worden ist, kann da gar nichts mehr übrig geblieben sein... Dumm nur, dass die Freiburger weiterhin mit ihm zusammengearbeitet haben, als die ganzen Radsportler damit aufgehört haben...
Dasselbe gilt für Eufemiano Fuentes, also DEM SYNONYM für Doping-Ärzte, der nebenbei auch Fußballer behandelt hat... Der ehemalige Chef-Arzt von Juventus Turin wurde sogar wegen Sportbetrug verurteilt, weil er Jahrelang seine Spieler mit Epo behandelt haben soll... Und damals war Juventus noch richtig erfolgreich... Lustiger Weise war Juventus selber da nichts nachzuweisen... Wenn die damals beim Manipulationsskandal doch auch irgendeinen Handlanger hätten opfern können...Darüber muss sich der gemeine Fußball-Fan aber keine Sorgen machen, denn der Kicker verschweigt ihm solche Zusammenhänge...
Aber hey, im Fußball bringt Doping ja nichts... schließlich liefen die gedopten Profis in den 70ern halb so viel wie die ungedopten Profis heute... Logisch, oder?
Die Sportschau nennt da absurde Zahlen... ein moderner Mittelfeldspieler läuft 648 Km im Jahr... oder mehr als 15 Marathonläufe im Jahr... unter Wettbewerb-Bedingungen... Das ist unfassbar viel. Also kein Marathon-Spezialist startet in 15 Marathonläufen im Jahr... sondern in so 5 oder 6, auf die er sich ausgiebig vorbereitet...
Aber hey, ein Marathonlauf ist ja auch was ganz anderes, da muss man ja nur laufen und nicht auch noch im höchsten Tempo Schläge und Tritte einstecken... warte was? Wie genau soll man das überhaupt schaffen, ohne dass die Ärzte wirklich alles, was machbar ist, ausreizen?
Wisst ihr, was der erste Konsequente Schritt zur Aufarbeitung von Doping wäre? Wenn man jeden Experten, der sich vor eine Kamera stellt und behauptet, dass "Fußball ja viel zu komplex sei" um zu dopen, sofort ins Wort fällt. Und ihn danach dann entlässt... und ja, ich gucke damit Mehmet Scholl an... Wobei ich dem sogar glaube, dass er nicht gedopt war... Die Verweigerung von halb- oder gänzlich illegalen Substanzen wäre zumindest die einfachste Erklärung, warum Scholl immer wieder verletzt ausgefallen ist...
Oh und DAS Torschlagargument gegen das weit verbreitete "das bringt doch eh nicht" brachte völlig unbeabsichtigt Benedikt Höwedes gestern Abend auf Sky. Auf die Frage, was denn bei seiner letzten Großchance los war, antwortete er ehrlich mit einem "da fehlte mir einfach die Kraft"... nach einem intensiven Spiel (in dem Schalke absolut Wahnsinnige 124 Kilometer gelaufen sein soll) ist das sogar logisch... aber was meint ihr, wie wird Höwedes reagieren, wenn ihn nächstes Jahr in der Winterpause ein Doktor einer renommierten Deutschen Universität anruft... und ihm das Angebot macht, dass er da eine Möglichkeit kennen könnte, die dabei helfen würde, dass Höwedes das nächste Mal in einer ähnlichen Situation noch genügen Kraft haben könnte... dann lässt er nebenbei noch fallen, dass andere Spitzenspieler das bei ihm auch schon genommen hätten und damit sehr zufrieden sein... kann ein Höwedes dann überhaupt nein sagen... Ok, ja, kann er, er ist Schalker und bereit Weltmeister... es ist also nicht so, dass er deswegen die Chance auf irgendwelche weiteren Titel aufgibt...
Aber hey... wir müssen uns da keine Sorgen machen, dass wirklich was aufgedeckt wird. Solange das führende Fußballmagazin im Land keine Veranlassung zu sehen, da irgendwas in die Gänge zu leiten... und der DFB wäre schön blöd sich selber ans Bein zu pinkeln... Für den Kicker ist es halt wichtiger das 3597. Interview mit Phillip Lahm zu führen... der sich 9 Jahre lang gar nicht verletzt hat, obwohl er ein Wahnsinns-Pensum absolviert hat... aber hey, Lahm ist nun echt der letzte, den ich nach kritischen Themen wie Doping befragen würde, zumindest da bin ich mit dem Kicker mal auf Wellenlänge...
Mittwoch, 11. März 2015
Dienstag, 10. März 2015
Wort des Tages: Janckern
Janckern, Verb, beschreibt das sofortige zu-Boden-Gehen eines Fußballprofis, bevorzugt nach dem man selbst vorher robust seinen Körper in den Zweikampf gestellt hat. Benannt nach dem ehemaligen Bayern-Profi und Nationalspieler Carsten Jancker.
Gestern ist mir bewusst geworden, dass ich alt bin... also dass ich Carsten Jancker als Fußball-Profi noch kenne und ich aber nicht davon ausgehen kann, dass alle anderen dies auch tun...
Carsten Jancker war so was wie DAS fußballerische Hassobjekt meiner Jugend. Ein Spieler wie ein Baum. 90 kg Muskeln verteilt auf 1,90 Meter, die einfach nicht zu verteidigen waren. Weil er sich, sobald jemand wirklich versuchte körperlich Widerstand zu leisten, fallen ließ. Wahrscheinlich reagiere ich auf deswegen so extrem auf David Alabas geschundenen Freistoß.
Guckt euch einfach mal folgende Szene in Minute 6:33 aus dem Champions League Finale 1999 an
Spoiler Alert: Es lohnt sich, das Video bis zum Ende zu gucken...
Aber kommen wir zum wesentlichen: Dem Freistoß, den Jancker da, nennen wir es "geschickt", rausholt. Jancker geht in den Zweikampf mit Ronny Johnson, nicht mit dem Ziel an den Ball zu kommen, sondern nur um den Freistoß rauszuholen. Er sucht selber den Kontakt und geht dann sofort zu Boden als wäre er ein 1,60 großer Floh... wobei das eine Beleidigung für La Pulga Lionel Messi wäre, denn der fällt nicht so leicht...
Und ganz ehrlich: Carsten Jancker hat seine gesamte Karriere aus solchen Szenen aufgebaut... und das (mit einem Champion League Titel bei 2 Finalteilnahmen... und ja, Jancker hat mehr Champions League Finale gespielt als Zlatan Ibrahimovic...) äußerst erfolgreich... so lange er bei den Bayern war...
Das wirklich faszinierende: So bald er die Taktik bei einem anderen Verein anwenden wollte... scheiterte er... gnadenlos... und das, obwohl er nach Italien ging... DER Liga der Schwalbenkönige... aber selbt ein Pipo Inzaghi guckt nur peinlich berührt weg, wenn ein 1,90m Schrank beim leichtesten Kontakt umfällt. 2 Tore erzielte er in 2 Jahren bei Uidnese Calcio... immerhin 4 für den 1.FC Kaiserslautern, bevor es nach China und Österreich weiterging... fällt euch sonst irgendein Bayern-Stürmer ein, der nach seinem Wechsel vom Rekordmeister derart einbrach? Selbst ein steinalter Miroslav Klose und ein ständig verletzter Mario Gomez haben eine bessere Bilanz...
Wobei ich Jancker gar keinen Vorwurf machen will... er hat aus seinen begrenzen Möglichkeiten das maximale rausgeholt... und Jancker war vom Talent her kein Spieler, der unbedingt in die Startelf eines Champions League Finales gehört... so was gilt es immer zu respektieren.
Die viel spannendere Frage ist ja: Warum funktionierte seine Taktik so richtig nur bei den Bayern? Was mich zu der wirklich wichtigen Frage bringt: Ist Jancker der statistische Beweis, dass es bei den Schiedsrichtern doch den ominösen Bayern-Bonus gibt? Nur dass der sich nicht unbedingt bei Fehlentscheidungen wie am Wochenende bei Robert Lewandowski zeigt, sondern in 50-50 Entscheidungen wie vor Alabas Freistoß... Denn Jancker ist der Beweis, dass man sich um Szenen wie der von Alaba am Wochenende eine Karriere aufbauen kann... weil die Schiedsrichter es zulassen.
Jancker wird es nach seinem Wechsel ähnlich ergangen sein, wie Luiz Gustavo, der sich auf ein Mal auch fragend um sah, warum er in Wolfsburg ständig vom Platz fliegt, wenn er doch alles genau so macht wie vorher bei den Bayern auch... Nur das Gustavo die fußballerische Klasse hat um sein Spiel umzustellen, während es für Jancker ohne diesen "Bonus" nur noch für die höchstens zweitklassige österreichische Bundesliga gereicht hat...
Auf jeden Fall sollten die Schiedsrichter aufpassen, dass diese Spielart nicht wieder in Mode kommt...
Gestern ist mir bewusst geworden, dass ich alt bin... also dass ich Carsten Jancker als Fußball-Profi noch kenne und ich aber nicht davon ausgehen kann, dass alle anderen dies auch tun...
Carsten Jancker war so was wie DAS fußballerische Hassobjekt meiner Jugend. Ein Spieler wie ein Baum. 90 kg Muskeln verteilt auf 1,90 Meter, die einfach nicht zu verteidigen waren. Weil er sich, sobald jemand wirklich versuchte körperlich Widerstand zu leisten, fallen ließ. Wahrscheinlich reagiere ich auf deswegen so extrem auf David Alabas geschundenen Freistoß.
Guckt euch einfach mal folgende Szene in Minute 6:33 aus dem Champions League Finale 1999 an
Spoiler Alert: Es lohnt sich, das Video bis zum Ende zu gucken...
Aber kommen wir zum wesentlichen: Dem Freistoß, den Jancker da, nennen wir es "geschickt", rausholt. Jancker geht in den Zweikampf mit Ronny Johnson, nicht mit dem Ziel an den Ball zu kommen, sondern nur um den Freistoß rauszuholen. Er sucht selber den Kontakt und geht dann sofort zu Boden als wäre er ein 1,60 großer Floh... wobei das eine Beleidigung für La Pulga Lionel Messi wäre, denn der fällt nicht so leicht...
Und ganz ehrlich: Carsten Jancker hat seine gesamte Karriere aus solchen Szenen aufgebaut... und das (mit einem Champion League Titel bei 2 Finalteilnahmen... und ja, Jancker hat mehr Champions League Finale gespielt als Zlatan Ibrahimovic...) äußerst erfolgreich... so lange er bei den Bayern war...
Das wirklich faszinierende: So bald er die Taktik bei einem anderen Verein anwenden wollte... scheiterte er... gnadenlos... und das, obwohl er nach Italien ging... DER Liga der Schwalbenkönige... aber selbt ein Pipo Inzaghi guckt nur peinlich berührt weg, wenn ein 1,90m Schrank beim leichtesten Kontakt umfällt. 2 Tore erzielte er in 2 Jahren bei Uidnese Calcio... immerhin 4 für den 1.FC Kaiserslautern, bevor es nach China und Österreich weiterging... fällt euch sonst irgendein Bayern-Stürmer ein, der nach seinem Wechsel vom Rekordmeister derart einbrach? Selbst ein steinalter Miroslav Klose und ein ständig verletzter Mario Gomez haben eine bessere Bilanz...
Wobei ich Jancker gar keinen Vorwurf machen will... er hat aus seinen begrenzen Möglichkeiten das maximale rausgeholt... und Jancker war vom Talent her kein Spieler, der unbedingt in die Startelf eines Champions League Finales gehört... so was gilt es immer zu respektieren.
Die viel spannendere Frage ist ja: Warum funktionierte seine Taktik so richtig nur bei den Bayern? Was mich zu der wirklich wichtigen Frage bringt: Ist Jancker der statistische Beweis, dass es bei den Schiedsrichtern doch den ominösen Bayern-Bonus gibt? Nur dass der sich nicht unbedingt bei Fehlentscheidungen wie am Wochenende bei Robert Lewandowski zeigt, sondern in 50-50 Entscheidungen wie vor Alabas Freistoß... Denn Jancker ist der Beweis, dass man sich um Szenen wie der von Alaba am Wochenende eine Karriere aufbauen kann... weil die Schiedsrichter es zulassen.
Jancker wird es nach seinem Wechsel ähnlich ergangen sein, wie Luiz Gustavo, der sich auf ein Mal auch fragend um sah, warum er in Wolfsburg ständig vom Platz fliegt, wenn er doch alles genau so macht wie vorher bei den Bayern auch... Nur das Gustavo die fußballerische Klasse hat um sein Spiel umzustellen, während es für Jancker ohne diesen "Bonus" nur noch für die höchstens zweitklassige österreichische Bundesliga gereicht hat...
Auf jeden Fall sollten die Schiedsrichter aufpassen, dass diese Spielart nicht wieder in Mode kommt...
Montag, 9. März 2015
Worst of des "Als die Schiedsrichter die Bundesliga ruinierten" Wochenendes
Übertrieben? Vielleicht... andererseits... gab es dieses Wochenende EIN MAL die Kicker-Note 2 für Manuel Gräfe und auf der Gegenseite 7 Schiedsrichter, die Zusammen auf eine Durchschnittsnote von 5,0 kamen... Und dazwischen Daniel Sibert, der einfach nur eine normale und unauffällige Leistung abliefert...
Vor allem: die Schiedsrichter fördern mit ihrer Leistung genau die Schauspieleinlagen und Schwalben, über die sie sich dann hinterher beschweren.
Fangen wir am Freitag Abend mit Dr. Felix Brych an. Der stellt Thomas Kraft für seine Tätlichkeit gegen Christian Gentner nicht vom Platz... weil der sich nicht theatralisch fallen lässt... Doppelt bitter: in der Vorwoche wird der VfB Stuttgart genau dafür bestraft, dass Lars Stindl erst provoziert und sich dann fallen lässt... obwohl man natürlich darüber diskutieren kann, ob ein Platzverweis für Martin Harnik in der Schlussminute wirklich eine Schwächung für den VfB ist... Aber: Es kann den Profis des VfBs niemand mehr einen Vorwurf machen, wenn sie sich ab sofort bei jeder Kleinigkeit auf den Boden werfen und sich den Kopf halten. Die Schiedsrichter haben ihnen gezeigt, dass das mehr bringt als fair und männlich stehen zu bleiben...
Am Samstag in Hannover ging das ganze dann im selben Stil weiter. Da setzt David Alaba sich in bester Carsten Jancker Manier körperlich gegen 3 Leute durch, nur um beim ersten Widerstand sofort theatralisch umzufallen... und anstatt von Schiedsrichter Tobias Welz dafür (wie es sich auf internationaler Bühne gehört hätte) ausgelacht zu werden, kriegt er auch noch den Freistoß... und wieder wird mit Joao Pereira der Spieler bestraft, der sich wie ein Mann in den Zweikampf stellt... und wieder ist die Lektion: Ihr müsst euch einfach fallen lassen...
Die nächste schlechte Lektion dieses Wochenendes: ihr könnt den Gegner auch einfach aus dem Spiel treten, das ist kein Problem. Beigebracht von Peter Gagelmann in Hamburg. Dabei mache ich Velon Behrami nicht mal den Vorwurf, dass er die Grenzen austestet und als fußballerisch unterlegener Spieler aggressiver zu Werke geht. Man muss aber auch mal aussprechen: Dass sich weder Mkhitaryan noch Reus an diesem Wochenende verletzt hat, hing in keinster Weise damit zusammen, dass sie vom Schiedsrichter geschützt worden sind... Und die aller wichtigste Aufgabe der Schiedsrichter in jeder Liga sollte es doch sein, sicher zustellen, dass sich niemand durch übermäßig hartes Einsteigen der Gegenspieler ernsthaft verletzt...
Die Absolute Krönung war dann jedoch, dass Gagelmann, nachdem er Behrami 3 mal hätte vom Platz stellen müssen, diesen noch extra nach 55 Minuten darauf hinweist, dass er bei der nächsten Aktion vom Platz fliegen wird.... ERNSTHAFT? GEHT'S NOCH? Der Mann hätte nach 3 Minuten das erste Mal, nach 32. Minuten das 2. Mal (wenn es wenigstens für die erste Attacke Gelb gegeben hätte) und nach 55 Minuten das 3. Mal vom Platz gestellt werden MÜSSEN und der Schiedsrichter gibt ihm dann nochmal eine letzte Warnung, damit der Trainer ihn ja auf jeden Fall einen neuen Spieler bringen kann, der die Dortmunder Profis dann fröhlich weiter umtreten kann...
Und das Dortmund unter diesen Umständen ihr Spiel nicht durchdrücken kann, erscheint auch logisch...
Zu guter Letzt: Bastian Dankert setzt einfach mal aus Willkür feststehende Regeln außer Kraft und gibt Christian Fuchs für sein klares taktisches Foul nicht die dann konsequente 2. Gelbe Karte... eigentlich sollten Schiedsrichter bei taktischen Fouls viel härter Durchgreifen. Es gibt in jedem Spiel so viele Fouls im Mittelfeld, die nur den Gegenangriff unterbrechen sollen, damit den Spielfluss stören und die nicht mit Gelb bestraft werden, dass man sich als Zuschauer fragen muss, ob es diese Regel mit Gelb für die taktischen Fouls überhaupt noch gibt... Und an diesem Wochenende signalisiert Dankert den Spielern, dass es nicht so schlimm ist, wenn man als schon verwarnter Spieler ein taktisches Foul begeht...
Wenn sich der Trend dieses Wochenendes fort setzt, werden wir demnächst eine Liga sehen, in der nur noch geholzt, geheult und taktisch gefoult wird... ist natürlich eine Überreaktion, aber dieses Wochenende war es extrem übel.
Robin Dutt und Huub Stevens: DAS EIGENTLICH HIGHLIGHT des Wochenendes ist dieses Video zur Lage in Stuttgart. Ich zitiere Robin Dutt: "Wir führen immer die gleiche Art von Gesprächen, wie sieht er das Spiel, er fragt mich, wie ich's gesehen habe, wie sehen wir die Gesamtsituation, darüber sprechen wir, so machen wir das eigentlich, seit ich hier bin, das macht eigentlich immer sehr viel Spaß." Warte, was? Robin Dutt und Huub Stevens haben gerade "sehr viel Spaß", wenn sie die Situation in Stuttgart analysieren? Sind wir uns sicher, dass die beiden nicht in Geheimer Mission unterwegs sind? Der eine im Namen der Stuttgarer Kickers, der andere in eigener Mission, weil er immer noch bockig darüber ist, dass er im Sommer nicht direkt weiter verpflichtet worden ist...
Ich stell mir das gerade so vor: Dutt und Stevens sitzen zusammen und gucken sich das Spiel vom Wochenende an... Dann warten sie schon gespannt auf die Highlights. So "Jetzt kommt gleich die Szene, in der der Baumgartl wieder ein Gegentor vorbereitet... genau wie letzte Woche"... "Wie geil, auf die Szene habe ich mich schon den ganzen morgen gefreut"... "Was meinst du, wie lange lassen die uns das noch machen?" "Ich wünschte, wir könnten das ewig durchziehen, das macht so viel Spaß"...
Vor allem: die Schiedsrichter fördern mit ihrer Leistung genau die Schauspieleinlagen und Schwalben, über die sie sich dann hinterher beschweren.
Fangen wir am Freitag Abend mit Dr. Felix Brych an. Der stellt Thomas Kraft für seine Tätlichkeit gegen Christian Gentner nicht vom Platz... weil der sich nicht theatralisch fallen lässt... Doppelt bitter: in der Vorwoche wird der VfB Stuttgart genau dafür bestraft, dass Lars Stindl erst provoziert und sich dann fallen lässt... obwohl man natürlich darüber diskutieren kann, ob ein Platzverweis für Martin Harnik in der Schlussminute wirklich eine Schwächung für den VfB ist... Aber: Es kann den Profis des VfBs niemand mehr einen Vorwurf machen, wenn sie sich ab sofort bei jeder Kleinigkeit auf den Boden werfen und sich den Kopf halten. Die Schiedsrichter haben ihnen gezeigt, dass das mehr bringt als fair und männlich stehen zu bleiben...
Am Samstag in Hannover ging das ganze dann im selben Stil weiter. Da setzt David Alaba sich in bester Carsten Jancker Manier körperlich gegen 3 Leute durch, nur um beim ersten Widerstand sofort theatralisch umzufallen... und anstatt von Schiedsrichter Tobias Welz dafür (wie es sich auf internationaler Bühne gehört hätte) ausgelacht zu werden, kriegt er auch noch den Freistoß... und wieder wird mit Joao Pereira der Spieler bestraft, der sich wie ein Mann in den Zweikampf stellt... und wieder ist die Lektion: Ihr müsst euch einfach fallen lassen...
Die nächste schlechte Lektion dieses Wochenendes: ihr könnt den Gegner auch einfach aus dem Spiel treten, das ist kein Problem. Beigebracht von Peter Gagelmann in Hamburg. Dabei mache ich Velon Behrami nicht mal den Vorwurf, dass er die Grenzen austestet und als fußballerisch unterlegener Spieler aggressiver zu Werke geht. Man muss aber auch mal aussprechen: Dass sich weder Mkhitaryan noch Reus an diesem Wochenende verletzt hat, hing in keinster Weise damit zusammen, dass sie vom Schiedsrichter geschützt worden sind... Und die aller wichtigste Aufgabe der Schiedsrichter in jeder Liga sollte es doch sein, sicher zustellen, dass sich niemand durch übermäßig hartes Einsteigen der Gegenspieler ernsthaft verletzt...
Die Absolute Krönung war dann jedoch, dass Gagelmann, nachdem er Behrami 3 mal hätte vom Platz stellen müssen, diesen noch extra nach 55 Minuten darauf hinweist, dass er bei der nächsten Aktion vom Platz fliegen wird.... ERNSTHAFT? GEHT'S NOCH? Der Mann hätte nach 3 Minuten das erste Mal, nach 32. Minuten das 2. Mal (wenn es wenigstens für die erste Attacke Gelb gegeben hätte) und nach 55 Minuten das 3. Mal vom Platz gestellt werden MÜSSEN und der Schiedsrichter gibt ihm dann nochmal eine letzte Warnung, damit der Trainer ihn ja auf jeden Fall einen neuen Spieler bringen kann, der die Dortmunder Profis dann fröhlich weiter umtreten kann...
Und das Dortmund unter diesen Umständen ihr Spiel nicht durchdrücken kann, erscheint auch logisch...
Zu guter Letzt: Bastian Dankert setzt einfach mal aus Willkür feststehende Regeln außer Kraft und gibt Christian Fuchs für sein klares taktisches Foul nicht die dann konsequente 2. Gelbe Karte... eigentlich sollten Schiedsrichter bei taktischen Fouls viel härter Durchgreifen. Es gibt in jedem Spiel so viele Fouls im Mittelfeld, die nur den Gegenangriff unterbrechen sollen, damit den Spielfluss stören und die nicht mit Gelb bestraft werden, dass man sich als Zuschauer fragen muss, ob es diese Regel mit Gelb für die taktischen Fouls überhaupt noch gibt... Und an diesem Wochenende signalisiert Dankert den Spielern, dass es nicht so schlimm ist, wenn man als schon verwarnter Spieler ein taktisches Foul begeht...
Wenn sich der Trend dieses Wochenendes fort setzt, werden wir demnächst eine Liga sehen, in der nur noch geholzt, geheult und taktisch gefoult wird... ist natürlich eine Überreaktion, aber dieses Wochenende war es extrem übel.
Robin Dutt und Huub Stevens: DAS EIGENTLICH HIGHLIGHT des Wochenendes ist dieses Video zur Lage in Stuttgart. Ich zitiere Robin Dutt: "Wir führen immer die gleiche Art von Gesprächen, wie sieht er das Spiel, er fragt mich, wie ich's gesehen habe, wie sehen wir die Gesamtsituation, darüber sprechen wir, so machen wir das eigentlich, seit ich hier bin, das macht eigentlich immer sehr viel Spaß." Warte, was? Robin Dutt und Huub Stevens haben gerade "sehr viel Spaß", wenn sie die Situation in Stuttgart analysieren? Sind wir uns sicher, dass die beiden nicht in Geheimer Mission unterwegs sind? Der eine im Namen der Stuttgarer Kickers, der andere in eigener Mission, weil er immer noch bockig darüber ist, dass er im Sommer nicht direkt weiter verpflichtet worden ist...
Ich stell mir das gerade so vor: Dutt und Stevens sitzen zusammen und gucken sich das Spiel vom Wochenende an... Dann warten sie schon gespannt auf die Highlights. So "Jetzt kommt gleich die Szene, in der der Baumgartl wieder ein Gegentor vorbereitet... genau wie letzte Woche"... "Wie geil, auf die Szene habe ich mich schon den ganzen morgen gefreut"... "Was meinst du, wie lange lassen die uns das noch machen?" "Ich wünschte, wir könnten das ewig durchziehen, das macht so viel Spaß"...
Freitag, 6. März 2015
Vorschau auf den 24. Spieltag
Der Freitag Abend:
VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin: Kaum lässt man sich in einem endlos langen Beitrag darüber aus, dass mehr Spieltermine hauptsächlich dazu führen würde, dass furchtbare Bundesligaspiele nicht mehr in der Konferenz gezeigt werden können... liefert der Spielplan mit Stuttgart gegen Hertha den besten Beweis für diese These. Und ja, dieses Spiel wird furchtbar. Das will man wahrscheinlich nicht mal als Stuttgart Fan sehen, weil einer weitere Heimniederlage den Abstieg schon fast besiegeln könnte...
Der Samstag Nachmittag:
FC Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Vielleicht war Jens Keller ja doch nicht das Problem, wenn Marco Höger zugeben muss, dass den Schalkern letzte Woche "die Einstellung" fehlte... wenn man im für die Fans wichtigsten Spiel des Jahres nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel geht, fehlen ganz andere Sachen...
Hamburger SV - Borussia Dortmund: Ich finde es ja niedlich, dass uns Veteranen wie Sebastian Kehl jetzt einreden wollen, dass der BvB immer noch in Abstiegsgefahr steckt... nur um das mal zu verdeutlichen: Dortmund hat jetzt schon mehr Punkte auf dem Konto, als der HSV letzte Saison nach 34 Spieltagen...
Was eine Champions League Teilnahme allerdings unwahrscheinlich macht: Dortmund müsste alle Spiele gewinnen, um auf die notwendigen 61 Punkte zu kommen... das wird nicht passieren...
FC Augsburg - VfL Wolfsburg: Was bei dem Hype um das Tor von Marvin Hitz völlig unter ging: Die Überraschungsmannschaft schlecht hin ist seit 4 Spielen ohne Sieg... und das VOR dem Duell mit der zweitbesten Mannschaft Deutschlands... solche Statistiken lassen eine Europa League Teilnahme der Dortmunder realistisch aussehen...
Hannover 96 - Bayern München: Hier eine völlig absurde Statistik: Arjen Robben steht vor seinem 100. Bundesliga-Sieg im 126. Einsatz... oder im 127.. Selbst die größten Optimisten dürften nicht daran glauben, sich das noch länger verzögern lässt... Der vorherige Rekord für 100 Siege stand bei 148 Partien und wird auf jeden Fall fallen... Anders ausgedrückt: Robben hat in 5 1/2 Jahren Bundesliga ganze 13 Spiele verloren... so viele wie Heiko Westermann jedes Jahr... ok, ich habe jetzt nicht nachgeschlagen, ob Westermann bei jeder HSV Niederlage auf dem Platz stand, aber der HSV als ganzes hat seit 2010/11 jedes Jahr mindestens 13 Spiele verloren...
SC Freiburg - SV Werder Bremen: Kann man mit einer Torwart-Situation eigentlich schlechter umgehen, als Werder im Jahr 2015? Schon die Spekulationen in der Winterpause waren extrem... und liefen auf ein "Wir nehmen jeden Ersatztorwart der Liga" hinaus... Jetzt hat man den Beweis, dass im Ist-Zustand weder Wolf noch Casteels wirklich ein souveräner Rückhalt sind und man genau so gut mit dem Torwart der A-Jugend auflaufen könnte... und ganz ehrlich: Schlimmer würde das auch nicht sein...
Das Spitzenspiel am Abend:
1.FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach: Martin Schmidt muss in den nächsten Wochen nachweisen, ober er wirklich der nächste Viktor Skripnik ist, oder doch nur Joe Zinnbauer 2.0 ist... die gute Nachricht für Schmidt: Spekulationen, ob einer seiner Vorgänger auch sein Nachfolger wird, sind fast ausgeschlossen... Es sei denn Thomas Tuchel lässt sich wirklich dazu erweichen, bei seinem alten Verein als Feuerwehrmann einzuspringen, bevor er im Sommer RB Leipzig übernimmt...
Der Sonntag:
1.FC Köln - Eintracht Frankfurt: Köln ist so lustig... da starten die genau so in die Rückrunde wie sie in die Hinrunde gestartet sind... Und trotzdem müssen sie sich auf ein Mal mit einer Untergangstimmung beschäftigen... Aber ganz ehrlich: So defensiv stabil, wie sich die Domstädter bisher präsentiert haben... Glaubt wirklich irgendjemand, dass Stuttgart, Freiburg und Paderborn an denen vorbeiziehen kann?
SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen: Wo wir auch schon beim Thema sind... es gibt eine gute Nachricht für die Paderborner: Sie sind der einzige Bundesligist, gegen den Leverkusen noch nie gewinnen konnte... und ja, das ist die einzige gute Nachricht...
VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin: Kaum lässt man sich in einem endlos langen Beitrag darüber aus, dass mehr Spieltermine hauptsächlich dazu führen würde, dass furchtbare Bundesligaspiele nicht mehr in der Konferenz gezeigt werden können... liefert der Spielplan mit Stuttgart gegen Hertha den besten Beweis für diese These. Und ja, dieses Spiel wird furchtbar. Das will man wahrscheinlich nicht mal als Stuttgart Fan sehen, weil einer weitere Heimniederlage den Abstieg schon fast besiegeln könnte...
Der Samstag Nachmittag:
FC Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Vielleicht war Jens Keller ja doch nicht das Problem, wenn Marco Höger zugeben muss, dass den Schalkern letzte Woche "die Einstellung" fehlte... wenn man im für die Fans wichtigsten Spiel des Jahres nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel geht, fehlen ganz andere Sachen...
Hamburger SV - Borussia Dortmund: Ich finde es ja niedlich, dass uns Veteranen wie Sebastian Kehl jetzt einreden wollen, dass der BvB immer noch in Abstiegsgefahr steckt... nur um das mal zu verdeutlichen: Dortmund hat jetzt schon mehr Punkte auf dem Konto, als der HSV letzte Saison nach 34 Spieltagen...
Was eine Champions League Teilnahme allerdings unwahrscheinlich macht: Dortmund müsste alle Spiele gewinnen, um auf die notwendigen 61 Punkte zu kommen... das wird nicht passieren...
FC Augsburg - VfL Wolfsburg: Was bei dem Hype um das Tor von Marvin Hitz völlig unter ging: Die Überraschungsmannschaft schlecht hin ist seit 4 Spielen ohne Sieg... und das VOR dem Duell mit der zweitbesten Mannschaft Deutschlands... solche Statistiken lassen eine Europa League Teilnahme der Dortmunder realistisch aussehen...
Hannover 96 - Bayern München: Hier eine völlig absurde Statistik: Arjen Robben steht vor seinem 100. Bundesliga-Sieg im 126. Einsatz... oder im 127.. Selbst die größten Optimisten dürften nicht daran glauben, sich das noch länger verzögern lässt... Der vorherige Rekord für 100 Siege stand bei 148 Partien und wird auf jeden Fall fallen... Anders ausgedrückt: Robben hat in 5 1/2 Jahren Bundesliga ganze 13 Spiele verloren... so viele wie Heiko Westermann jedes Jahr... ok, ich habe jetzt nicht nachgeschlagen, ob Westermann bei jeder HSV Niederlage auf dem Platz stand, aber der HSV als ganzes hat seit 2010/11 jedes Jahr mindestens 13 Spiele verloren...
SC Freiburg - SV Werder Bremen: Kann man mit einer Torwart-Situation eigentlich schlechter umgehen, als Werder im Jahr 2015? Schon die Spekulationen in der Winterpause waren extrem... und liefen auf ein "Wir nehmen jeden Ersatztorwart der Liga" hinaus... Jetzt hat man den Beweis, dass im Ist-Zustand weder Wolf noch Casteels wirklich ein souveräner Rückhalt sind und man genau so gut mit dem Torwart der A-Jugend auflaufen könnte... und ganz ehrlich: Schlimmer würde das auch nicht sein...
Das Spitzenspiel am Abend:
1.FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach: Martin Schmidt muss in den nächsten Wochen nachweisen, ober er wirklich der nächste Viktor Skripnik ist, oder doch nur Joe Zinnbauer 2.0 ist... die gute Nachricht für Schmidt: Spekulationen, ob einer seiner Vorgänger auch sein Nachfolger wird, sind fast ausgeschlossen... Es sei denn Thomas Tuchel lässt sich wirklich dazu erweichen, bei seinem alten Verein als Feuerwehrmann einzuspringen, bevor er im Sommer RB Leipzig übernimmt...
Der Sonntag:
1.FC Köln - Eintracht Frankfurt: Köln ist so lustig... da starten die genau so in die Rückrunde wie sie in die Hinrunde gestartet sind... Und trotzdem müssen sie sich auf ein Mal mit einer Untergangstimmung beschäftigen... Aber ganz ehrlich: So defensiv stabil, wie sich die Domstädter bisher präsentiert haben... Glaubt wirklich irgendjemand, dass Stuttgart, Freiburg und Paderborn an denen vorbeiziehen kann?
SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen: Wo wir auch schon beim Thema sind... es gibt eine gute Nachricht für die Paderborner: Sie sind der einzige Bundesligist, gegen den Leverkusen noch nie gewinnen konnte... und ja, das ist die einzige gute Nachricht...
Mittwoch, 4. März 2015
Brauchen wir das?
Ist ja die viel spannendere Frage. Also müssen wir wirklich für ein paar (Hundert) Millionen die Sportschau opfern. Und ja, wenn meine Theorie von gestern umgesetzt wird, wäre dass das Ende der relevanten Sportschau...
Der erste Punkt ist: Wir werden eh nicht an die Zahlen der Premiere League ran kommen... dass die überhaupt bezahlt werden, ist eigentlich irre... kann sich so ein Deal überhaupt rechnen? Also für die Fernsehstationen... Und ja, die haben diese Absurden Milliarden nur für den englischen Markt bezahlt, die internationale Vermarktung kommt erst noch... eigentlich kann man sich das gar nicht vorstellen... Aber die haben halt auch 2 Pay-Per-View Anbieter und wir nur einen...
Aber: Welchen Einfluss hat denn der TV Deal genau? Laut ESPN sind die 20 Premiere League Vereine eh schon unter den 40. Reichsten der Welt... Ändert sich da wirklich etwas, wenn sie jetzt alle unter den Top 30 sind? Und ja, viel weiter wird es nicht gehen...
Und mehr Geld als Borussia Dortmund hat Manchester City nicht erst seit dem neuen TV-Deal... trotzdem kam die Borussia in den letzten 2 Jahren in der Champions League weiter als der Scheich-Klub. Tendenz steigend.
Und wenn all die Oligachen- und Scheich-Projekte eines bewiesen haben, dann das Geld halt doch nur bis zu einem gewissen Niveau Tore garantiert. Man kann sich als Paris St.Germain einen Zlatan Ibrahimovic, der einem 25 Liga-Tore im Jahr garantiert, kaufen, aber ein Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo ist (trotz festgeschriebener Ablösesumme... Barca und Real könnte es nicht mal verhindern, wenn Paris den Weltfußballern jeweils 130 Mio im Jahr anbietet) nicht zu bekommen. Die bleiben lieber bei ihren erfolgreichen Vereinen...
Und genau diese Oligachen-Struktur wird den Geldvorteil am Ende wieder ausgleichen. Hat er bisher immer gemacht. Denn wenn die Premiere League etwas bewiesen hat, dann das Investoren keinen Bock auf langfristige Projekte wie eine ordentliche Jugendakademie haben... Die wollen nicht in 5 Jahren Erfolge, sondern jetzt gleich. Deswegen kaufen sie lieber Spieler, als sie auszubilden... und für diese Spieler werden absurde Ablösesummen bezahlt... das war auch schon immer so... Das wird auch so bleiben. Deswegen wird die Premiere League durch all das Geld nicht zwingend besser.
Für einen Robbie Keane wurden in seiner Karriere 103 Millionen Euro Ablöse bezahlt... Und jetzt kommt's: Für 2 Champions League Tore in 9 Spielen!!! Der war noch nicht mal gut... Wenn der in Deutschland herumgereicht worden wäre, wie eine Edelhure und dann mal ein Jahr Champions League gespielt hätte, wäre er auf insgesamt 25 Millionen Euro Ablöse gekommen... wenn überhaupt... und trotzdem kein besserer Spieler...
Nur so als Vergleicht: Ein Adam Lallana kostete diesen Sommer 31 Millionen Euro. Da fragt ihr euch doch bestimmt auch: Wer? Genau... solche Spieler gibt es in der Bundesliga mit Sicherheit auch: Gutes Nationales Niveau, dass bei einem kleineren Verein geparkt und ausgebildet wird, bis es mit Mitte 20 den Sprung zum großen Klub wagt... bei uns heißen diese Spieler Lars Stindl und kosten 3 Millionen...
Nur weil Spieler in England übertrieben teuer sind und dort inzwischen ein separater Transfermarkt aufgemacht worden ist, heißt das nicht gleich, dass die Spieler dadurch gut sind... es heißt halt nur, dass da im restlichen Europa nur ganz wenige Werksvereine wie der VfL Wolfsburg überhaupt mit bieten können... und das auch nur, wenn es um ein absolutes Prestigeobjekt wie einen frisch gekürten, am Siegtor im WM Finale beteiligten, Nationalhelden geht... Aber ganz ehrlich: Wen stört's?
Nehmen wir ein etwas ungenaues Beispiel: TSG 1899 Hoffenheim. Also sogar ein Verein, der eigentlich keine Spieler aus finanziellen Gründen abgeben muss... Im Jahr 2010 musste man Carlos Eduardo, als sein Herz und seine Seele an einen (deswegen ist das Beispiel ungenau) finanziell übermächtigen Mittelklasse Klub aus Russland abgeben... nicht weil Rubin Kasan die bessere Perspektive oder wärmeres Klima zu bieten hatte... sondern bereit war, wesentlich mehr Geld zu bezahlen...
Für dieses unersetzliche Puzzlestück holte man Gylfi Sigurdsson und Roberto Firmino... den einen der beiden konnte man wieder nach England zurück verkaufen, und machte deswegen keine Miesen... der andere ist mittlerweile besser als Eduardo... Keiner der beiden kostete wirklich viel Ablöse... Und wenn Firmino in diesem oder nächsten Sommer weiter zieht, wird Hoffenheims Scoutingabteilung den nächsten Offensiven Mittelfeldspieler suchen und finden, der den Engländern einfach nicht auffällt... und 3-4 Jahre später verkauft man den dann wieder... bevorzugter Weise nach England...
Welchen Profi, der wie Sigurdsson dem Ruf des großen Geldes bei Mittelmäßigen Vereinen gefolgt ist, vermisst die Bundesliga denn wirklich?
Und falls ihr wirklich glaubt, dass die Spitzenverein einfach den Markt an Weltklasse-Fußballern leer kaufen wird und die alle samt bei sich parken werden... vergesst ist. Aus einem einfachen Grund: Die Champions League... und da werden weiterhin nur 4 englische Mannschaften dran teilnehmen... von denen eine in schöner Regelmäßigkeit (also häufiger als die Deutschen) in der Gruppenphase hängen bleibt...
Und wovon reden ALLE Profifußballer? Sie wollen die Champions League Hymne hören. Bevorzugt im März... und als Stammspieler. Deswegen wird sich ein Stindl gegen Stoke City und für Schalke 04 entscheiden. Oder ein Schürrle für Wolfsburg und gegen Tottenham... Die Deutschen Mannschaften geben dir eine realistische Chance, als Stammspieler in einem Champions League Achtelfinale aufzulaufen... hey, selbst Kevin Prince Boateng hat das geschafft...
Sorgen muss sich die Bundesliga erst machen, wenn die F.A. es schafft, Jugendakademien in die Lizenzbedingungen zu schreiben... ein Chelsea London, dass sich Spitzenspieler kaufen UND einen eigenen Mario Götze ausbilden kann? Das sollte einem Angst bereiten. Solange sie nur sinnlos Millionen in Mittelklasse-Spieler pulvern, wird ihnen all das Geld der Welt nichts bringen.
Die Bundesliga ist die Beste Ausbildungsliga der Welt. Und: Wir haben mit dem FC Bayern einen Verein, der jedes Jahr um den Champions-League Titel mitspielt. Einer der absoluten Spitzenvereine, der sich sogar die Spieler kaufen kann, an die Paris und Man City nicht rankommt. Denn sobald die Bayern in so einen Poker einsteigt, überwiegt die Chance auf den Titel die paar Millionen, die man mehr bekommt... meistens... Und wer sich wirklich fürs Geld entscheidet, wird den Bayern nicht fehlen...
Dazu hat man mit Borussia Dortmund einen Verein, der für die Besten der Besten der Besten ausbildet. Wo sind die letzten BvB-Stützen hingewechselt? Real Madrid, Manchester United und Bayern München... also Champions League Titel Anwärter... Ein Marco Reus wäre auch nicht zu Man City gewechselt, sondern nur zur Creme-de-la-Creme.
Wenn man dann noch bedenkt, dass selbst Werder Bremen und der VfB Stuttgart Stammspieler für die Königlichen ausbilden kann... Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den man gegenüber der Premiere League hat... und der ist mehr Wert als die 100 Millionen mehr, die ein Samstags-20:30-Spiel bringen würde...
Was mich zur meiner ursprünglichen Frage zurückbringt: Brauchen wird das? Nö, das brauchen wir nicht.
Der erste Punkt ist: Wir werden eh nicht an die Zahlen der Premiere League ran kommen... dass die überhaupt bezahlt werden, ist eigentlich irre... kann sich so ein Deal überhaupt rechnen? Also für die Fernsehstationen... Und ja, die haben diese Absurden Milliarden nur für den englischen Markt bezahlt, die internationale Vermarktung kommt erst noch... eigentlich kann man sich das gar nicht vorstellen... Aber die haben halt auch 2 Pay-Per-View Anbieter und wir nur einen...
Aber: Welchen Einfluss hat denn der TV Deal genau? Laut ESPN sind die 20 Premiere League Vereine eh schon unter den 40. Reichsten der Welt... Ändert sich da wirklich etwas, wenn sie jetzt alle unter den Top 30 sind? Und ja, viel weiter wird es nicht gehen...
Und mehr Geld als Borussia Dortmund hat Manchester City nicht erst seit dem neuen TV-Deal... trotzdem kam die Borussia in den letzten 2 Jahren in der Champions League weiter als der Scheich-Klub. Tendenz steigend.
Und wenn all die Oligachen- und Scheich-Projekte eines bewiesen haben, dann das Geld halt doch nur bis zu einem gewissen Niveau Tore garantiert. Man kann sich als Paris St.Germain einen Zlatan Ibrahimovic, der einem 25 Liga-Tore im Jahr garantiert, kaufen, aber ein Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo ist (trotz festgeschriebener Ablösesumme... Barca und Real könnte es nicht mal verhindern, wenn Paris den Weltfußballern jeweils 130 Mio im Jahr anbietet) nicht zu bekommen. Die bleiben lieber bei ihren erfolgreichen Vereinen...
Und genau diese Oligachen-Struktur wird den Geldvorteil am Ende wieder ausgleichen. Hat er bisher immer gemacht. Denn wenn die Premiere League etwas bewiesen hat, dann das Investoren keinen Bock auf langfristige Projekte wie eine ordentliche Jugendakademie haben... Die wollen nicht in 5 Jahren Erfolge, sondern jetzt gleich. Deswegen kaufen sie lieber Spieler, als sie auszubilden... und für diese Spieler werden absurde Ablösesummen bezahlt... das war auch schon immer so... Das wird auch so bleiben. Deswegen wird die Premiere League durch all das Geld nicht zwingend besser.
Für einen Robbie Keane wurden in seiner Karriere 103 Millionen Euro Ablöse bezahlt... Und jetzt kommt's: Für 2 Champions League Tore in 9 Spielen!!! Der war noch nicht mal gut... Wenn der in Deutschland herumgereicht worden wäre, wie eine Edelhure und dann mal ein Jahr Champions League gespielt hätte, wäre er auf insgesamt 25 Millionen Euro Ablöse gekommen... wenn überhaupt... und trotzdem kein besserer Spieler...
Nur so als Vergleicht: Ein Adam Lallana kostete diesen Sommer 31 Millionen Euro. Da fragt ihr euch doch bestimmt auch: Wer? Genau... solche Spieler gibt es in der Bundesliga mit Sicherheit auch: Gutes Nationales Niveau, dass bei einem kleineren Verein geparkt und ausgebildet wird, bis es mit Mitte 20 den Sprung zum großen Klub wagt... bei uns heißen diese Spieler Lars Stindl und kosten 3 Millionen...
Nur weil Spieler in England übertrieben teuer sind und dort inzwischen ein separater Transfermarkt aufgemacht worden ist, heißt das nicht gleich, dass die Spieler dadurch gut sind... es heißt halt nur, dass da im restlichen Europa nur ganz wenige Werksvereine wie der VfL Wolfsburg überhaupt mit bieten können... und das auch nur, wenn es um ein absolutes Prestigeobjekt wie einen frisch gekürten, am Siegtor im WM Finale beteiligten, Nationalhelden geht... Aber ganz ehrlich: Wen stört's?
Nehmen wir ein etwas ungenaues Beispiel: TSG 1899 Hoffenheim. Also sogar ein Verein, der eigentlich keine Spieler aus finanziellen Gründen abgeben muss... Im Jahr 2010 musste man Carlos Eduardo, als sein Herz und seine Seele an einen (deswegen ist das Beispiel ungenau) finanziell übermächtigen Mittelklasse Klub aus Russland abgeben... nicht weil Rubin Kasan die bessere Perspektive oder wärmeres Klima zu bieten hatte... sondern bereit war, wesentlich mehr Geld zu bezahlen...
Für dieses unersetzliche Puzzlestück holte man Gylfi Sigurdsson und Roberto Firmino... den einen der beiden konnte man wieder nach England zurück verkaufen, und machte deswegen keine Miesen... der andere ist mittlerweile besser als Eduardo... Keiner der beiden kostete wirklich viel Ablöse... Und wenn Firmino in diesem oder nächsten Sommer weiter zieht, wird Hoffenheims Scoutingabteilung den nächsten Offensiven Mittelfeldspieler suchen und finden, der den Engländern einfach nicht auffällt... und 3-4 Jahre später verkauft man den dann wieder... bevorzugter Weise nach England...
Welchen Profi, der wie Sigurdsson dem Ruf des großen Geldes bei Mittelmäßigen Vereinen gefolgt ist, vermisst die Bundesliga denn wirklich?
Und falls ihr wirklich glaubt, dass die Spitzenverein einfach den Markt an Weltklasse-Fußballern leer kaufen wird und die alle samt bei sich parken werden... vergesst ist. Aus einem einfachen Grund: Die Champions League... und da werden weiterhin nur 4 englische Mannschaften dran teilnehmen... von denen eine in schöner Regelmäßigkeit (also häufiger als die Deutschen) in der Gruppenphase hängen bleibt...
Und wovon reden ALLE Profifußballer? Sie wollen die Champions League Hymne hören. Bevorzugt im März... und als Stammspieler. Deswegen wird sich ein Stindl gegen Stoke City und für Schalke 04 entscheiden. Oder ein Schürrle für Wolfsburg und gegen Tottenham... Die Deutschen Mannschaften geben dir eine realistische Chance, als Stammspieler in einem Champions League Achtelfinale aufzulaufen... hey, selbst Kevin Prince Boateng hat das geschafft...
Sorgen muss sich die Bundesliga erst machen, wenn die F.A. es schafft, Jugendakademien in die Lizenzbedingungen zu schreiben... ein Chelsea London, dass sich Spitzenspieler kaufen UND einen eigenen Mario Götze ausbilden kann? Das sollte einem Angst bereiten. Solange sie nur sinnlos Millionen in Mittelklasse-Spieler pulvern, wird ihnen all das Geld der Welt nichts bringen.
Die Bundesliga ist die Beste Ausbildungsliga der Welt. Und: Wir haben mit dem FC Bayern einen Verein, der jedes Jahr um den Champions-League Titel mitspielt. Einer der absoluten Spitzenvereine, der sich sogar die Spieler kaufen kann, an die Paris und Man City nicht rankommt. Denn sobald die Bayern in so einen Poker einsteigt, überwiegt die Chance auf den Titel die paar Millionen, die man mehr bekommt... meistens... Und wer sich wirklich fürs Geld entscheidet, wird den Bayern nicht fehlen...
Dazu hat man mit Borussia Dortmund einen Verein, der für die Besten der Besten der Besten ausbildet. Wo sind die letzten BvB-Stützen hingewechselt? Real Madrid, Manchester United und Bayern München... also Champions League Titel Anwärter... Ein Marco Reus wäre auch nicht zu Man City gewechselt, sondern nur zur Creme-de-la-Creme.
Wenn man dann noch bedenkt, dass selbst Werder Bremen und der VfB Stuttgart Stammspieler für die Königlichen ausbilden kann... Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den man gegenüber der Premiere League hat... und der ist mehr Wert als die 100 Millionen mehr, die ein Samstags-20:30-Spiel bringen würde...
Was mich zur meiner ursprünglichen Frage zurückbringt: Brauchen wird das? Nö, das brauchen wir nicht.
Dienstag, 3. März 2015
Warum Montagsspiele sinnlos wären
Oder: Die Vorschau aufs DFB-Pokal Achtelfinale.
Die Frage, ob man mehr Geld von den Fernseh-Stationen kassieren könnte, wenn man Montagsspiele in der Bundesliga einführt, beschäftigt doch gerade die Nation... Und die Mehrzahl der Zuschauer behauptet, dass sie dann nicht einschalten würden...
Dabei ist die ehrliche Wahrheit doch: Wenn die Bayern spielen... bestimmt. Der gemeine Deutsche schaltet den Fernseher ein, wenn die Bayern auflaufen, unabhängig davon, ob das Freitag (wie gegen Wolfsburg), Samstag Nachmittag, Samstag Abend (es gab schon vor Jahren, als das Abendspiel noch neu war, die Statistik, dass die Sportschau-Zuschauerzahlen extrem davon abhängig sind, ob die Bayern 15:30 oder 18:30 spielen) oder Sonntag (was so gut wie nie passiert, aber dazu gleich mehr) ist.
Und wenn die Bayern Montags spielen würden... oder am 2. Weihnachtsfeiertag... oder am Independence Day... Die Leute würden einschalten...
Das Problem am Montagsspiel ist halt: da würde es nie die Bayern geben... und auch kein Dortmund, Gladbach, Wolfsburg, Leverkusen oder Schalke. Es gäbe mehr spiele wie... Freiburg - Köln...
Und um das mal zu relativieren: die ARD zeigt lieber Dresden als Drittklassigen und Offenbach als Viertklassigen Verein, bevor sie uns Freiburg gegen Köln antun...
Und alle Europa League Starter wären doch sofort vom Montagsspiel ausgeschlossen... weil halt niemand wollen kann, dass die Bayern am Montag gegen Dortmund spielen... und danach beide am Mittwoch in der Champions League antreten müssen...
Die Europa League Starter kämen vielleicht noch in Frage, aber selbst da wird sich der Deutsche eher für die Pause vor als nach dem Europapokal-Auftritt entscheiden... Schließlich haben wir (im Gegensatz zu den Italienern) verstanden, dass wir uns in dem Wettbewerb den Vierten Startplatz in der Champions League sichern... Aber die würden es immerhin bevorzugen, am Montag als am Samstag zu spielen.
Aber im wesentlichen wird es am Montag die Überraschungsmannschaft der Bundesliga und ganz viel Abstiegskampf geben.... und ja, Abstiegskampf ist das spannendste, was es gibt... wenn man ihn in Konferenzen guckt... weil einem dann die sportlichen Schwächen und zähen Phasen nicht so auffallen... und weil Mannschaft A halt auf ein Mal auf das Tor am anderen Ende der Welt reagieren muss... Aber für die Aussicht auf "Mehr Freiburg - Köln" wird sich niemand das Sky-Abo kaufen...
Das sieht man doch am Freitag. Oder plant ihr regelmäßig euren Freitag anhand des Bundesligaspiels. Ich bin offensichtlich jemand, der viel zu viel Zeit mit Fußball verbringt, das Freitags-Spiel interessiert mich trotzdem nur ein Mal alle 3 Monate... Weil halt auf den Freitag dasselbe zutrifft, wie auf den Montag.
Gibt es trotzdem Möglichkeiten, die Einnahmen zu steigern? Garantiert. In dem man ein "Sonntag-Nacht" (also 20:30) Spiel einführt. Ein drittes Sonntagsspiel für den 3. Europaleague Starter... und vor allem: Mehr Auswahl für Sky. Derzeit hat man den Eindruck, dass die DFL festlegt, wer Samstag Abend spielt. Und die machen das nach dem "Jeder darf mal" Prinzip... und so kommt es halt vor, dass der Klassiker Dortmund - Schalke um 18:30 in der Sportschau läuft... gemeinsam mit den Bayern...
Was meint ihr, wieviel würde Sky dafür zahlen um um 18:30 das beste Spiel des Samstags zu zeigen? Gefolgt von dem 2. Besten, die dann beide hinterher im Aktuelle Sportstudio gezeigt werden?
Natürlich würde dies bedeuten, dass sich der Sportschau-Zuschauer von den Bayern verabschieden müssten, weil Sky immer genau die auswählen würde... Und man müsste auch durchrechnen, wie viel weniger die Sportschau dann zahlen wollen würde, denn da würde es garantiert zu Einbrüchen kommen... Andererseits kriegt man das auch wieder rein, wenn das ZDF dafür um 22:30 ein wirklich aktuelles und nicht 3 Stunden abgestandenes Spitzenspiel zeigen kann...
Aber im wesentlichen muss man den TV Stationen mehr Macht geben, wenn man von denen mehr Geld will... nicht, dass ich das fordere, ich lege es nur da...
Die Frage, ob man mehr Geld von den Fernseh-Stationen kassieren könnte, wenn man Montagsspiele in der Bundesliga einführt, beschäftigt doch gerade die Nation... Und die Mehrzahl der Zuschauer behauptet, dass sie dann nicht einschalten würden...
Dabei ist die ehrliche Wahrheit doch: Wenn die Bayern spielen... bestimmt. Der gemeine Deutsche schaltet den Fernseher ein, wenn die Bayern auflaufen, unabhängig davon, ob das Freitag (wie gegen Wolfsburg), Samstag Nachmittag, Samstag Abend (es gab schon vor Jahren, als das Abendspiel noch neu war, die Statistik, dass die Sportschau-Zuschauerzahlen extrem davon abhängig sind, ob die Bayern 15:30 oder 18:30 spielen) oder Sonntag (was so gut wie nie passiert, aber dazu gleich mehr) ist.
Und wenn die Bayern Montags spielen würden... oder am 2. Weihnachtsfeiertag... oder am Independence Day... Die Leute würden einschalten...
Das Problem am Montagsspiel ist halt: da würde es nie die Bayern geben... und auch kein Dortmund, Gladbach, Wolfsburg, Leverkusen oder Schalke. Es gäbe mehr spiele wie... Freiburg - Köln...
Und um das mal zu relativieren: die ARD zeigt lieber Dresden als Drittklassigen und Offenbach als Viertklassigen Verein, bevor sie uns Freiburg gegen Köln antun...
Und alle Europa League Starter wären doch sofort vom Montagsspiel ausgeschlossen... weil halt niemand wollen kann, dass die Bayern am Montag gegen Dortmund spielen... und danach beide am Mittwoch in der Champions League antreten müssen...
Die Europa League Starter kämen vielleicht noch in Frage, aber selbst da wird sich der Deutsche eher für die Pause vor als nach dem Europapokal-Auftritt entscheiden... Schließlich haben wir (im Gegensatz zu den Italienern) verstanden, dass wir uns in dem Wettbewerb den Vierten Startplatz in der Champions League sichern... Aber die würden es immerhin bevorzugen, am Montag als am Samstag zu spielen.
Aber im wesentlichen wird es am Montag die Überraschungsmannschaft der Bundesliga und ganz viel Abstiegskampf geben.... und ja, Abstiegskampf ist das spannendste, was es gibt... wenn man ihn in Konferenzen guckt... weil einem dann die sportlichen Schwächen und zähen Phasen nicht so auffallen... und weil Mannschaft A halt auf ein Mal auf das Tor am anderen Ende der Welt reagieren muss... Aber für die Aussicht auf "Mehr Freiburg - Köln" wird sich niemand das Sky-Abo kaufen...
Das sieht man doch am Freitag. Oder plant ihr regelmäßig euren Freitag anhand des Bundesligaspiels. Ich bin offensichtlich jemand, der viel zu viel Zeit mit Fußball verbringt, das Freitags-Spiel interessiert mich trotzdem nur ein Mal alle 3 Monate... Weil halt auf den Freitag dasselbe zutrifft, wie auf den Montag.
Gibt es trotzdem Möglichkeiten, die Einnahmen zu steigern? Garantiert. In dem man ein "Sonntag-Nacht" (also 20:30) Spiel einführt. Ein drittes Sonntagsspiel für den 3. Europaleague Starter... und vor allem: Mehr Auswahl für Sky. Derzeit hat man den Eindruck, dass die DFL festlegt, wer Samstag Abend spielt. Und die machen das nach dem "Jeder darf mal" Prinzip... und so kommt es halt vor, dass der Klassiker Dortmund - Schalke um 18:30 in der Sportschau läuft... gemeinsam mit den Bayern...
Was meint ihr, wieviel würde Sky dafür zahlen um um 18:30 das beste Spiel des Samstags zu zeigen? Gefolgt von dem 2. Besten, die dann beide hinterher im Aktuelle Sportstudio gezeigt werden?
Natürlich würde dies bedeuten, dass sich der Sportschau-Zuschauer von den Bayern verabschieden müssten, weil Sky immer genau die auswählen würde... Und man müsste auch durchrechnen, wie viel weniger die Sportschau dann zahlen wollen würde, denn da würde es garantiert zu Einbrüchen kommen... Andererseits kriegt man das auch wieder rein, wenn das ZDF dafür um 22:30 ein wirklich aktuelles und nicht 3 Stunden abgestandenes Spitzenspiel zeigen kann...
Aber im wesentlichen muss man den TV Stationen mehr Macht geben, wenn man von denen mehr Geld will... nicht, dass ich das fordere, ich lege es nur da...
Montag, 2. März 2015
Worst of des Derby Wochenendes
Hey, nur weil Schalke komplett überfordert und chancenlos war, bedeutet dass ja nicht, dass man nicht über das große Derby schreiben kann... man kann halt nur schlechter einzelne Schalker hervorheben...
Am Ende hatten die Schalker sogar Glück... wenn die Dortmunder schon in der ersten Halbzeit auf ihre Jubelutensilien geschossen hätten... hätten sie bestimmt auch früher das 1:0 erzielt... Der Dialog beim ersten Freistoß muss wohl so gelaufen sein:
Pierre-Emerick Aubameyang: "Du, Marco, wir haben ein Problem... unsere Kostüme liegen am anderen Ende des Spielfeldes..."
Marco Reus: "Hmm... da können wir wohl erst in der 2. Hälfte mit dem Tore schießen anfangen... kriegen wir das hin?"
Auba: "Ich geb mir Mühe..."
Hey, habt ihr eine bessere Erklärung dafür, dass die beiden in der ersten Halbzeit ein regelrechtes Wettschießen um den Titel "Gomez der Woche" veranstaltet haben... gewonnen hat nebenbei der Gambuner, als er sich gegen das leere Tor und für Matija Nastasics Hacke entschied...
Marco Reus: Ja, der kriegt auch noch seinen eigenen Eintrag... kann es sein, dass Reus sich gerade zum "Elite-Nelson-Valdez" entwickelt? Also der Typ Spieler, der unfassbar viel Aufwand betreibt, aber gleichzeitig einen irreal geringen Ertrag einfährt? Und der genau genommen verdammt einfach (halt mit der "lass den doch machen, da passiert eh nichts" Einstellung...) zu verteidigen ist...
Glaubt ihr mir nicht, nur weil Reus in dieser Woche 3 Tore erzielt hat... habt ihr euch die Tore und vor allem die Vorlagengeber mal angeguckt? Timo Baumgartl, Giorgio Chiellini und Timon Wellenreuther... Was haben die alle gemeinsam? Genau: Sie tragen nicht das Trikot der Borussen. Was mich zu meiner ursprünglichen These zurückbringt: Marco Reus ist verdammt einfach zu verteidigen, der ist komplett ungefährlich... es sei denn, man spielt ihn selbst an... das sollte man zwingend vermeiden...
Henrikh Mkhitaryan: Mikkidinges war in dieser Saison so ungefährlich... es gab echt schon Gerüchte, dass der HSV ihn unbedingt als das entscheidende Puzzlestück in seinem Angriff sieht und ihn verpflichte will... Leider ist er jetzt Derby-Held und damit mindestens für 12 Monate ein Heiliger und nicht mehr zu verkaufen... Schade, Mkhitaryan beim HSV gemeinsam mit Ivica Olic und am besten noch Nelson Valdez wäre echt eine Attraktion gewesen...
Lukas Kruse: Der Naive Träumer... glaubt wirklich, dass Paderborn jetzt schon "tabellarisch" da stehen, wo sie "vor der Saison von allen gesehen wurden"... dabei sind sie noch gar nicht Letzter... Und werden es wohl auch nicht mehr... denn es gibt ja noch den
VfB Stuttgart, Optimismusverbreiter der Woche: Der VfB spielt gegen einen Verein, der im Jahr 2015 fast genau so schlecht ist, wie man selbst... und das Spiel sieht ungefähr so aus, wie das halt aussieht, wenn 2 Mannschaften, die so gut sind wie der VfB aktuell, aufeinander treffen... trotzdem sieht ausgerechnet Martin Harnik "einen Schritt in die Richtige Richtung"... Was sogar stimmt... schließlich hat sich der Führungsspieler Harnik dieses mal in der Schlussphase nicht wie sonst immer versteckt, sondern wollte mal richtig herausragen... mit einem Platzverweis für eine Tätlichkeit...
Aber hey, zum eigentlich Positiven: Man ist laut Robin Dutt "offensiv stark verbessert aufgetreten"... weil man sich so viele Chancen erspielt hat, wie gegen Hoffenheim und Dortmund zusammen...
Das Problem dabei: das muss nicht unbedingt etwas über das eigene Niveau aussagen... Gegen die 2. schlechteste Rückrundenmannschaft der Liga würden wahrscheinlich sich selbst 4 Fahnenstangen, ein Medizinball und Günther Netzer im Rentenalter mehr Chancen heraus spielen... Nur weil der Gegner diese Woche schwächer war, muss man selbst nicht besser gespielt haben...
Hannover 96: Bin ich eigentlich der einzige, den ein Abstieg nicht mehr zwingend überraschen würde? Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll... da sind die Fans, die den Rücktritt ihres Präsidenten (ohne den sie höchstens in der 3. Liga spielen würden) fordern, anstatt ihre Mannschaft bei einem Krisengipfel bedingungslos zu unterstützen...
Da ist der Manager Dirk Dufner, der ständig vom Potenzial redet, dass derzeit aber niemand zu sehen bekommt... und wie oft haben wir das "Wir sind eigentlich zu stark um unten reinzurutschen" schon gehört? Sind nicht Hertha und Frankfurt mit genau der Einstellung abgestiegen?
Da ist der Führungsspieler Lars Stindl, der sich in einer dämliche Aktion mit Gelb-Rot vom Platz stellen lässt und zeitgleich noch langfristig den Konkurrenten aus Stuttgart stärkt, weil Harnik länger gesperrt werden könnte...
Und das schlimmste ist ja: Es gibt 2 Varianten, die 2. schlechteste Rückrundenmannschaft zu sein. Die eine: "Wir hatten ein absurd schweres Auftaktprogramm, aber jetzt, wo die ganzen guten Gegner weg sind..." Die andere "Holy Shit, jetzt kommen als nächstes Bayern, Gladbach und Dortmund"... und ja, Hannover hat sich für die 2. Variante entschieden...
Und wenn sie nach 26 Spieltagen immer noch 27 Punkte haben, wird es auf ein Mal verdammt eng... aber hey, das Spiel gegen die Bayern beginnt ja optimistischer Weise auch bei "0:0"... und mit nem bisschen Glück steht es nach 10 Minuten auch immer noch so...
Peter Stöger: Dafür, dass wir richtig Scheiße begonnen haben, war es doch am Ende gar nicht schlecht... ok, dass hat er direkt nach dem Spiel nicht direkt so gesagt... aber es klang doch stark danach... und das absurder Weise nicht mal völlig unberechtigt... wann war denn bitte schön das letzte mal ein Spiel mit Bayern-Beteiligung in der 67. Minute noch spannend? Köln hat das hinbekommen, dafür Respekt...
Martin Schmidt, Kapitän Offensichtlich: "Wenn du in Führung gehst, wird vieles leichter"... und ja, Schmidt musste erst Bundesligatrainer werden um zu dieser Erkenntnis zu gelangen...
Das Hamburger Fußballelend: Ernsthaft, ich sitze gerade in Hamburg... und es ist echt faszinierend, dass man hier echt Probleme hat, an einen Kicker zu kommen, weil die Tanken und Supermärkte einem lieber das Saisonvorschau-Heft (als die Welt in Hamburg noch rosig aussah) andrehen wollen, als den Aktuellen Montagskicker mit Hamburger Funktionären auf der Titelseite...
Das frustrierendste an der aktuelle Situation: Letztes Jahr konnte man sich den möglichen Abstieg wenigstens mit einem "hey, wenigstens kriegen wir dann wieder ein richtiges Derby" schön reden können... dieses Jahr... ist die einzige reale Hoffnung auf ein Derby Hamburg-St.Pauli der Aufstieg vom HSV II in die 3. Liga... finster...
Am Ende hatten die Schalker sogar Glück... wenn die Dortmunder schon in der ersten Halbzeit auf ihre Jubelutensilien geschossen hätten... hätten sie bestimmt auch früher das 1:0 erzielt... Der Dialog beim ersten Freistoß muss wohl so gelaufen sein:
Pierre-Emerick Aubameyang: "Du, Marco, wir haben ein Problem... unsere Kostüme liegen am anderen Ende des Spielfeldes..."
Marco Reus: "Hmm... da können wir wohl erst in der 2. Hälfte mit dem Tore schießen anfangen... kriegen wir das hin?"
Auba: "Ich geb mir Mühe..."
Hey, habt ihr eine bessere Erklärung dafür, dass die beiden in der ersten Halbzeit ein regelrechtes Wettschießen um den Titel "Gomez der Woche" veranstaltet haben... gewonnen hat nebenbei der Gambuner, als er sich gegen das leere Tor und für Matija Nastasics Hacke entschied...
Marco Reus: Ja, der kriegt auch noch seinen eigenen Eintrag... kann es sein, dass Reus sich gerade zum "Elite-Nelson-Valdez" entwickelt? Also der Typ Spieler, der unfassbar viel Aufwand betreibt, aber gleichzeitig einen irreal geringen Ertrag einfährt? Und der genau genommen verdammt einfach (halt mit der "lass den doch machen, da passiert eh nichts" Einstellung...) zu verteidigen ist...
Glaubt ihr mir nicht, nur weil Reus in dieser Woche 3 Tore erzielt hat... habt ihr euch die Tore und vor allem die Vorlagengeber mal angeguckt? Timo Baumgartl, Giorgio Chiellini und Timon Wellenreuther... Was haben die alle gemeinsam? Genau: Sie tragen nicht das Trikot der Borussen. Was mich zu meiner ursprünglichen These zurückbringt: Marco Reus ist verdammt einfach zu verteidigen, der ist komplett ungefährlich... es sei denn, man spielt ihn selbst an... das sollte man zwingend vermeiden...
Henrikh Mkhitaryan: Mikkidinges war in dieser Saison so ungefährlich... es gab echt schon Gerüchte, dass der HSV ihn unbedingt als das entscheidende Puzzlestück in seinem Angriff sieht und ihn verpflichte will... Leider ist er jetzt Derby-Held und damit mindestens für 12 Monate ein Heiliger und nicht mehr zu verkaufen... Schade, Mkhitaryan beim HSV gemeinsam mit Ivica Olic und am besten noch Nelson Valdez wäre echt eine Attraktion gewesen...
Lukas Kruse: Der Naive Träumer... glaubt wirklich, dass Paderborn jetzt schon "tabellarisch" da stehen, wo sie "vor der Saison von allen gesehen wurden"... dabei sind sie noch gar nicht Letzter... Und werden es wohl auch nicht mehr... denn es gibt ja noch den
VfB Stuttgart, Optimismusverbreiter der Woche: Der VfB spielt gegen einen Verein, der im Jahr 2015 fast genau so schlecht ist, wie man selbst... und das Spiel sieht ungefähr so aus, wie das halt aussieht, wenn 2 Mannschaften, die so gut sind wie der VfB aktuell, aufeinander treffen... trotzdem sieht ausgerechnet Martin Harnik "einen Schritt in die Richtige Richtung"... Was sogar stimmt... schließlich hat sich der Führungsspieler Harnik dieses mal in der Schlussphase nicht wie sonst immer versteckt, sondern wollte mal richtig herausragen... mit einem Platzverweis für eine Tätlichkeit...
Aber hey, zum eigentlich Positiven: Man ist laut Robin Dutt "offensiv stark verbessert aufgetreten"... weil man sich so viele Chancen erspielt hat, wie gegen Hoffenheim und Dortmund zusammen...
Das Problem dabei: das muss nicht unbedingt etwas über das eigene Niveau aussagen... Gegen die 2. schlechteste Rückrundenmannschaft der Liga würden wahrscheinlich sich selbst 4 Fahnenstangen, ein Medizinball und Günther Netzer im Rentenalter mehr Chancen heraus spielen... Nur weil der Gegner diese Woche schwächer war, muss man selbst nicht besser gespielt haben...
Hannover 96: Bin ich eigentlich der einzige, den ein Abstieg nicht mehr zwingend überraschen würde? Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll... da sind die Fans, die den Rücktritt ihres Präsidenten (ohne den sie höchstens in der 3. Liga spielen würden) fordern, anstatt ihre Mannschaft bei einem Krisengipfel bedingungslos zu unterstützen...
Da ist der Manager Dirk Dufner, der ständig vom Potenzial redet, dass derzeit aber niemand zu sehen bekommt... und wie oft haben wir das "Wir sind eigentlich zu stark um unten reinzurutschen" schon gehört? Sind nicht Hertha und Frankfurt mit genau der Einstellung abgestiegen?
Da ist der Führungsspieler Lars Stindl, der sich in einer dämliche Aktion mit Gelb-Rot vom Platz stellen lässt und zeitgleich noch langfristig den Konkurrenten aus Stuttgart stärkt, weil Harnik länger gesperrt werden könnte...
Und das schlimmste ist ja: Es gibt 2 Varianten, die 2. schlechteste Rückrundenmannschaft zu sein. Die eine: "Wir hatten ein absurd schweres Auftaktprogramm, aber jetzt, wo die ganzen guten Gegner weg sind..." Die andere "Holy Shit, jetzt kommen als nächstes Bayern, Gladbach und Dortmund"... und ja, Hannover hat sich für die 2. Variante entschieden...
Und wenn sie nach 26 Spieltagen immer noch 27 Punkte haben, wird es auf ein Mal verdammt eng... aber hey, das Spiel gegen die Bayern beginnt ja optimistischer Weise auch bei "0:0"... und mit nem bisschen Glück steht es nach 10 Minuten auch immer noch so...
Peter Stöger: Dafür, dass wir richtig Scheiße begonnen haben, war es doch am Ende gar nicht schlecht... ok, dass hat er direkt nach dem Spiel nicht direkt so gesagt... aber es klang doch stark danach... und das absurder Weise nicht mal völlig unberechtigt... wann war denn bitte schön das letzte mal ein Spiel mit Bayern-Beteiligung in der 67. Minute noch spannend? Köln hat das hinbekommen, dafür Respekt...
Martin Schmidt, Kapitän Offensichtlich: "Wenn du in Führung gehst, wird vieles leichter"... und ja, Schmidt musste erst Bundesligatrainer werden um zu dieser Erkenntnis zu gelangen...
Das Hamburger Fußballelend: Ernsthaft, ich sitze gerade in Hamburg... und es ist echt faszinierend, dass man hier echt Probleme hat, an einen Kicker zu kommen, weil die Tanken und Supermärkte einem lieber das Saisonvorschau-Heft (als die Welt in Hamburg noch rosig aussah) andrehen wollen, als den Aktuellen Montagskicker mit Hamburger Funktionären auf der Titelseite...
Das frustrierendste an der aktuelle Situation: Letztes Jahr konnte man sich den möglichen Abstieg wenigstens mit einem "hey, wenigstens kriegen wir dann wieder ein richtiges Derby" schön reden können... dieses Jahr... ist die einzige reale Hoffnung auf ein Derby Hamburg-St.Pauli der Aufstieg vom HSV II in die 3. Liga... finster...
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