Aller höchste Zeit mal den Fußball-Duden zu erweitern:
Podolskien, Verb: Ein Fußballer "podolskiet", in dem er in zumeist bedeutungslosen Spielen gegen höchstens durchschnittliche Torhüter ein Traumtor erzielt. Durch regelmäßiges podolskien kann man in Deutschland den Status eines Nationalhelden erhalten, ohne jemals wirklich was zu leisten.
Herkunft: Benannt wurde dieser Vorgang natürlich nach dem Großmeister dieser Kategorie: Lukas Podolski. Der wurde ursprünglich bekannt dafür, dass er in einem Jahr 2005 5 Mal Torschütze des Monats wurde... als Zweitliga Spieler beim 1.FC Köln.
Nur um mal zu erwähnen, wie weit Podolski diese Disziplin perfektioniert hat: Er wurde insgesamt 12 mal Torschütze des Monats, weil er halt verdammt gut darin war, wunderschöne Tore gegen mittelmäßige Torhüter zu erzielen... auch wenn er in seiner Hochphase beim FC Bayern genau genommen 3 Jahre brauchte um überhaupt auf 12 Bundesligatore (also wenn er gegen halbwegs ordentliche Torhüter antreten musste) zu erzielen.
Podolski war so verdammt gut im podolskien, dass bis zum Ende seiner Karriere alle glaubten, er hätte ja "immer seine Leistung" gebracht, auch wenn er sie genau genommen nur gegen Schweden und San Marino gebracht hat. Wenn er seine Leistung gebracht hat, sah das halt wunderschön aus und blieb deswegen in Erinnerung... Im Gegensatz zum über Jahre hinweg unbrauchbaren Defensivverhalten... Aber wenn man über eine hervorragende Schusstechnik verfügt, ist dies eine Wunderbare Alternative eine erfolgreiche Karriere zu planen...
Aber jetzt, wo Podolski seine Talente nach Asien transferiert hat, nutzt Jogi Löw den Confed Cup um würdige Nachfolger für den wichtigsten Spieler im Konzept der Franzosen und Spanier zu finden... zumindest hoffen dies die Franzosen und Spanier.
An die Spitze des Castings setzte sich hierbei nach 48 äußerst unauffälligen Minuten Karem Demirbay, der derzeit für sein Traumtor gegen Kamerun (mit Ondoa von Sevilla Atletico im Tor... ich erwähne es ja nur...) gefeiert wird.
Die gesamte Fußballwelt hofft jetzt darauf, dass sich Jogi Löw in diesen Spieler verliebt hat und ihn auf 140 Länderspiele kommen lässt... und ihn vor allen immer wieder in den wichtigen Halbfinalspielen bringt... Da dies die einzige seriöse Taktik sein dürfte, die Deutsche Nationalmannschaft langfristig aufzuhalten...
Gerüchteweise werden in Spanien sogar Torhüter wie Ondoa ausgebildet, die sich aufs podolskien lassen spezialisiert haben... nur um die Titelchancen der anderen zu erhöhen.
Weitere erwähnenswerte Kandidaten fürs podolskien sind Andre Schürrle und Serge Gnabry.
Und ja, wenn demnächst einer der Confed Cup Helden gegen Tschechien und Norwegen 2 Traumtore erzielt um seinen Platz im WM Kader zu sichern... schreibt einfach: Dieser Spieler hat sich gerade zu seinem WM Ticket podolskiet... es werden dann schon alle wissen, was ihr gemeint habt...
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Dienstag, 27. Juni 2017
Dienstag, 10. März 2015
Wort des Tages: Janckern
Janckern, Verb, beschreibt das sofortige zu-Boden-Gehen eines Fußballprofis, bevorzugt nach dem man selbst vorher robust seinen Körper in den Zweikampf gestellt hat. Benannt nach dem ehemaligen Bayern-Profi und Nationalspieler Carsten Jancker.
Gestern ist mir bewusst geworden, dass ich alt bin... also dass ich Carsten Jancker als Fußball-Profi noch kenne und ich aber nicht davon ausgehen kann, dass alle anderen dies auch tun...
Carsten Jancker war so was wie DAS fußballerische Hassobjekt meiner Jugend. Ein Spieler wie ein Baum. 90 kg Muskeln verteilt auf 1,90 Meter, die einfach nicht zu verteidigen waren. Weil er sich, sobald jemand wirklich versuchte körperlich Widerstand zu leisten, fallen ließ. Wahrscheinlich reagiere ich auf deswegen so extrem auf David Alabas geschundenen Freistoß.
Guckt euch einfach mal folgende Szene in Minute 6:33 aus dem Champions League Finale 1999 an
Spoiler Alert: Es lohnt sich, das Video bis zum Ende zu gucken...
Aber kommen wir zum wesentlichen: Dem Freistoß, den Jancker da, nennen wir es "geschickt", rausholt. Jancker geht in den Zweikampf mit Ronny Johnson, nicht mit dem Ziel an den Ball zu kommen, sondern nur um den Freistoß rauszuholen. Er sucht selber den Kontakt und geht dann sofort zu Boden als wäre er ein 1,60 großer Floh... wobei das eine Beleidigung für La Pulga Lionel Messi wäre, denn der fällt nicht so leicht...
Und ganz ehrlich: Carsten Jancker hat seine gesamte Karriere aus solchen Szenen aufgebaut... und das (mit einem Champion League Titel bei 2 Finalteilnahmen... und ja, Jancker hat mehr Champions League Finale gespielt als Zlatan Ibrahimovic...) äußerst erfolgreich... so lange er bei den Bayern war...
Das wirklich faszinierende: So bald er die Taktik bei einem anderen Verein anwenden wollte... scheiterte er... gnadenlos... und das, obwohl er nach Italien ging... DER Liga der Schwalbenkönige... aber selbt ein Pipo Inzaghi guckt nur peinlich berührt weg, wenn ein 1,90m Schrank beim leichtesten Kontakt umfällt. 2 Tore erzielte er in 2 Jahren bei Uidnese Calcio... immerhin 4 für den 1.FC Kaiserslautern, bevor es nach China und Österreich weiterging... fällt euch sonst irgendein Bayern-Stürmer ein, der nach seinem Wechsel vom Rekordmeister derart einbrach? Selbst ein steinalter Miroslav Klose und ein ständig verletzter Mario Gomez haben eine bessere Bilanz...
Wobei ich Jancker gar keinen Vorwurf machen will... er hat aus seinen begrenzen Möglichkeiten das maximale rausgeholt... und Jancker war vom Talent her kein Spieler, der unbedingt in die Startelf eines Champions League Finales gehört... so was gilt es immer zu respektieren.
Die viel spannendere Frage ist ja: Warum funktionierte seine Taktik so richtig nur bei den Bayern? Was mich zu der wirklich wichtigen Frage bringt: Ist Jancker der statistische Beweis, dass es bei den Schiedsrichtern doch den ominösen Bayern-Bonus gibt? Nur dass der sich nicht unbedingt bei Fehlentscheidungen wie am Wochenende bei Robert Lewandowski zeigt, sondern in 50-50 Entscheidungen wie vor Alabas Freistoß... Denn Jancker ist der Beweis, dass man sich um Szenen wie der von Alaba am Wochenende eine Karriere aufbauen kann... weil die Schiedsrichter es zulassen.
Jancker wird es nach seinem Wechsel ähnlich ergangen sein, wie Luiz Gustavo, der sich auf ein Mal auch fragend um sah, warum er in Wolfsburg ständig vom Platz fliegt, wenn er doch alles genau so macht wie vorher bei den Bayern auch... Nur das Gustavo die fußballerische Klasse hat um sein Spiel umzustellen, während es für Jancker ohne diesen "Bonus" nur noch für die höchstens zweitklassige österreichische Bundesliga gereicht hat...
Auf jeden Fall sollten die Schiedsrichter aufpassen, dass diese Spielart nicht wieder in Mode kommt...
Gestern ist mir bewusst geworden, dass ich alt bin... also dass ich Carsten Jancker als Fußball-Profi noch kenne und ich aber nicht davon ausgehen kann, dass alle anderen dies auch tun...
Carsten Jancker war so was wie DAS fußballerische Hassobjekt meiner Jugend. Ein Spieler wie ein Baum. 90 kg Muskeln verteilt auf 1,90 Meter, die einfach nicht zu verteidigen waren. Weil er sich, sobald jemand wirklich versuchte körperlich Widerstand zu leisten, fallen ließ. Wahrscheinlich reagiere ich auf deswegen so extrem auf David Alabas geschundenen Freistoß.
Guckt euch einfach mal folgende Szene in Minute 6:33 aus dem Champions League Finale 1999 an
Spoiler Alert: Es lohnt sich, das Video bis zum Ende zu gucken...
Aber kommen wir zum wesentlichen: Dem Freistoß, den Jancker da, nennen wir es "geschickt", rausholt. Jancker geht in den Zweikampf mit Ronny Johnson, nicht mit dem Ziel an den Ball zu kommen, sondern nur um den Freistoß rauszuholen. Er sucht selber den Kontakt und geht dann sofort zu Boden als wäre er ein 1,60 großer Floh... wobei das eine Beleidigung für La Pulga Lionel Messi wäre, denn der fällt nicht so leicht...
Und ganz ehrlich: Carsten Jancker hat seine gesamte Karriere aus solchen Szenen aufgebaut... und das (mit einem Champion League Titel bei 2 Finalteilnahmen... und ja, Jancker hat mehr Champions League Finale gespielt als Zlatan Ibrahimovic...) äußerst erfolgreich... so lange er bei den Bayern war...
Das wirklich faszinierende: So bald er die Taktik bei einem anderen Verein anwenden wollte... scheiterte er... gnadenlos... und das, obwohl er nach Italien ging... DER Liga der Schwalbenkönige... aber selbt ein Pipo Inzaghi guckt nur peinlich berührt weg, wenn ein 1,90m Schrank beim leichtesten Kontakt umfällt. 2 Tore erzielte er in 2 Jahren bei Uidnese Calcio... immerhin 4 für den 1.FC Kaiserslautern, bevor es nach China und Österreich weiterging... fällt euch sonst irgendein Bayern-Stürmer ein, der nach seinem Wechsel vom Rekordmeister derart einbrach? Selbst ein steinalter Miroslav Klose und ein ständig verletzter Mario Gomez haben eine bessere Bilanz...
Wobei ich Jancker gar keinen Vorwurf machen will... er hat aus seinen begrenzen Möglichkeiten das maximale rausgeholt... und Jancker war vom Talent her kein Spieler, der unbedingt in die Startelf eines Champions League Finales gehört... so was gilt es immer zu respektieren.
Die viel spannendere Frage ist ja: Warum funktionierte seine Taktik so richtig nur bei den Bayern? Was mich zu der wirklich wichtigen Frage bringt: Ist Jancker der statistische Beweis, dass es bei den Schiedsrichtern doch den ominösen Bayern-Bonus gibt? Nur dass der sich nicht unbedingt bei Fehlentscheidungen wie am Wochenende bei Robert Lewandowski zeigt, sondern in 50-50 Entscheidungen wie vor Alabas Freistoß... Denn Jancker ist der Beweis, dass man sich um Szenen wie der von Alaba am Wochenende eine Karriere aufbauen kann... weil die Schiedsrichter es zulassen.
Jancker wird es nach seinem Wechsel ähnlich ergangen sein, wie Luiz Gustavo, der sich auf ein Mal auch fragend um sah, warum er in Wolfsburg ständig vom Platz fliegt, wenn er doch alles genau so macht wie vorher bei den Bayern auch... Nur das Gustavo die fußballerische Klasse hat um sein Spiel umzustellen, während es für Jancker ohne diesen "Bonus" nur noch für die höchstens zweitklassige österreichische Bundesliga gereicht hat...
Auf jeden Fall sollten die Schiedsrichter aufpassen, dass diese Spielart nicht wieder in Mode kommt...
Mittwoch, 2. März 2011
Wort des Tages: Schweinsteiger-Ecke
Schweinsteiger-Ecke, Substantiv: Beschreibt einen Eckball, der direkt und zielsicher auf den ersten Verteidiger geschlagen wird.
Man sieht es 2-3 Mal pro Spiel. Eine Ecke, die einfach nur bis zum ersten Verteidiger kommt und keinerlei Gefahr ausstrahlt. Meistens denkt man sich dann: das sind doch Profis, die müssen das doch können... aber entweder ist das treten von Eckbällen wirklich verdammt schwierig, oder aber es ist so gewollt. Man schlägt 2-3 ungefährliche Ecken, damit der Gegner sich sicher fühlt und dann schlägt man zu.
Der König dieser schlecht getretenen Eckbälle ist: Bastian Schweinsteiger. Nur um zu beweisen, wie konstant ungefährlich seine Ecken waren: bis 2004 (vor der Schweini Ära) überlebte Deutschland quasi nur auf grund von Standartsituationen. Es war DIE Stärke der Deutschen mit einem Miroslav Klose und einem Michael Ballack. Die beiden spielten auch nach 2004 weiterhin wichtige Rollen in der Nationalmannschaft. Aber die Ecken wurden auf einmal von Schweini getreten und so erzielten die Deutschen 4 Jahre lang kein Tor nach einer Standartsituation... sprich: Schweinsteiger-Ecken lassen selbst Weltklasse-Kopfballspieler ungefährlich aussehen...
Man sieht es 2-3 Mal pro Spiel. Eine Ecke, die einfach nur bis zum ersten Verteidiger kommt und keinerlei Gefahr ausstrahlt. Meistens denkt man sich dann: das sind doch Profis, die müssen das doch können... aber entweder ist das treten von Eckbällen wirklich verdammt schwierig, oder aber es ist so gewollt. Man schlägt 2-3 ungefährliche Ecken, damit der Gegner sich sicher fühlt und dann schlägt man zu.
Der König dieser schlecht getretenen Eckbälle ist: Bastian Schweinsteiger. Nur um zu beweisen, wie konstant ungefährlich seine Ecken waren: bis 2004 (vor der Schweini Ära) überlebte Deutschland quasi nur auf grund von Standartsituationen. Es war DIE Stärke der Deutschen mit einem Miroslav Klose und einem Michael Ballack. Die beiden spielten auch nach 2004 weiterhin wichtige Rollen in der Nationalmannschaft. Aber die Ecken wurden auf einmal von Schweini getreten und so erzielten die Deutschen 4 Jahre lang kein Tor nach einer Standartsituation... sprich: Schweinsteiger-Ecken lassen selbst Weltklasse-Kopfballspieler ungefährlich aussehen...
und nur um zu verdeutlichen, wie eine Schweinsteiger Ecke aussieht: hier das Original:
Dienstag, 1. Februar 2011
Wort des Tages: Odonkorn
Odokorn, Verb: Ein Spieler odonkort, wenn er sich hauptsächlich auf Grund seiner Schnelligkeit auf den Außen durchsetzt und dann eine Flanke schlägt, die vollkommen ungefährlich ist. Die Fans schrecken erstmal kurz auf, wenn sie den Spieler auf der Außenbahn durchstarten sehen, entspannen sich dann aber wieder, wenn festgestellt wird "ach, der, der odonkort ja nur."
Word History: Odonkorn geht natürlich auf den Großmeister dieser Aktion zurück David Odonkor. In seinen 75 Bundesligaspielen für Borussia Dortmund schlug er regelmäßig die meisten Flanken der Bundesliga in den Strafraum. Da sind insgesamt 8 Torvorlagen doch erschreckend wenig. Aber der David odonkorte so fleißig, dass er mehr WM Turniere gespielt hat als Kevin Kuranyi. Wo er dann lustiger Weise die eine Flanke schlug, an die ganz Deutschland sich erinnert... leider sehen die meisten Highlights von Odonkor eher so aus:
Aktuelle Beispiele: Jakub Blaszcykowski (Borussia Dortmund), Ryan Babel (TSG 1899 Hoffenheim), Theo Walcott (Arsenal London), Änis Ben-Hatira (Hamburger SV). 3 Spieler, bei denen ich mich, wenn sie auf den Außen den Ball haben, ganz entspannt zurücklehne und mir denke: Da passiert eh nix.
Word History: Odonkorn geht natürlich auf den Großmeister dieser Aktion zurück David Odonkor. In seinen 75 Bundesligaspielen für Borussia Dortmund schlug er regelmäßig die meisten Flanken der Bundesliga in den Strafraum. Da sind insgesamt 8 Torvorlagen doch erschreckend wenig. Aber der David odonkorte so fleißig, dass er mehr WM Turniere gespielt hat als Kevin Kuranyi. Wo er dann lustiger Weise die eine Flanke schlug, an die ganz Deutschland sich erinnert... leider sehen die meisten Highlights von Odonkor eher so aus:
ja, ein 10 Minütiges Odonkor-Highlight-Video.
Aber zum Publikumsliebling hat er es geschafft... ich zitiere den am positivsten bewerteten 5(!!!) Monate alten Kommentar unter diesem Video:
So einen wie Odonkor brauchen wir beim BVB wieder.
Nun haben wir Techniker und Leute mit gutem Abschluß.
Doch wenn Nelson weg geht, verlieren wir viel kämpferisches.
Ich hoffe David kommt, wenn sein Vertrag ausläuft zurück zum BVB.
Wenn ich mir vorstelle wie er auf rechts sprintet und bis zum umfällen kämpft.
Er ist durch und durch ein echter Borusse.Was mich vor allem erstaunt, weil auch die heutige Borussia ihren Odonkor hat.
Aktuelle Beispiele: Jakub Blaszcykowski (Borussia Dortmund), Ryan Babel (TSG 1899 Hoffenheim), Theo Walcott (Arsenal London), Änis Ben-Hatira (Hamburger SV). 3 Spieler, bei denen ich mich, wenn sie auf den Außen den Ball haben, ganz entspannt zurücklehne und mir denke: Da passiert eh nix.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Wort des Tages: Vollidiot der Woche
Dieser Blog beschäftigt sich mit den Abgründen des Fussballs. Es geht um die Fehltritte, Aussetzer und andere Peinlichkeiten, die die Mainstream Medien so gerne ignorieren. Da erscheint es doch auch nur logisch, den Titel Vollidiot der Woche einzuführen.
Dieser Titel ist quasi das Gegenstück zum weit verbreiteten Spieler des Spieltages. Die Person, die sich am dümmsten verhalten hat, bekommt die Auszeichnung. Mit vereinschädigendem Verhalten, Tätlichkeiten, dem Ausslassen von 1000% Torchancen oder einfach nur dem Fakt, dass man Michael Meier heißt, qualifiziert man sich für diesen Titel. Er ist nicht ausschließlich für Spieler reserviert.
Grundlegend bleibt aber festzuhalten, dass der Vollidiot der Woche viel mit den Erwartungen zu tun hat. Einem 18-jährigen wird ein krasser Fehler eher verziehen als einem van Buyten. Holger Stanislawski und Stefan Kuntz können gar nicht so krass verkacken wie ein Louis van Gaal oder ein Dieter Hoeneß. Und am Ende der Saison gibt es dann sogar ein All-Vollidiot-Team, welches dann bestimmt von Meier postwended vür 125 Millionen gekauft wird.
Dieser Titel ist quasi das Gegenstück zum weit verbreiteten Spieler des Spieltages. Die Person, die sich am dümmsten verhalten hat, bekommt die Auszeichnung. Mit vereinschädigendem Verhalten, Tätlichkeiten, dem Ausslassen von 1000% Torchancen oder einfach nur dem Fakt, dass man Michael Meier heißt, qualifiziert man sich für diesen Titel. Er ist nicht ausschließlich für Spieler reserviert.
Grundlegend bleibt aber festzuhalten, dass der Vollidiot der Woche viel mit den Erwartungen zu tun hat. Einem 18-jährigen wird ein krasser Fehler eher verziehen als einem van Buyten. Holger Stanislawski und Stefan Kuntz können gar nicht so krass verkacken wie ein Louis van Gaal oder ein Dieter Hoeneß. Und am Ende der Saison gibt es dann sogar ein All-Vollidiot-Team, welches dann bestimmt von Meier postwended vür 125 Millionen gekauft wird.
Dienstag, 23. November 2010
Wort des Tages: "Der psycholigisch Richtige Zeitpunkt"
Jeder, der sich mit Fussball beschäftigt, hat diese Floskel schonmal gehört. Jüngstes Anwender ist Stefan Kuntz der festhielt, dass der Sieg gegen Nürnberg "aus psychologischer Sicht genau zum richtigen Moment" kam
Nun bleibt ja nur eine Frage offen: gibt es einen psychologisch falschen Zeitpunkt für Tore und/oder Siege? Natürlich.
Allerdings stellt man erst Wochen später fest, dass dieser Sieg der Mannschaft nicht wirklich gut getan hat. Ich warte ja immernoch darauf, dass ein Trainer (bevorzugt natürlich ein Experte wie Thomas Tuchel) sich nach dem Spiel hinstellt und sagt: "Dieser Sieg kommt zu einem psychologisch sehr ungünstigen Zeitpunkt, eigentlich haben wir als Mannschaft jetzt gerade dringend eine Niederlage gebraucht."
Und wo wir schon dabei sind: welcher Zeitpunkt ist der psychologisch beste um Tore zu schießen? Die 2. Minute, damit der Gegner gleich geschockt ist? Kurz vor der Pause, damit der gegnerische Trainer auch ja 15 Minuten lang reagieren kann? Kurz nach der Pause, damit alle Halbzeitansagen des gegnerischen Trainers über den haufen geworfen werden? Oder doch in der 93. Minute mit dem Abpfiff, damit man dann auch auf der sicheren Seite ist?
Anders gefragt: Gibt es überhaupt einen psycholigisch falschen Moment um Tore zu schießen?
Nun bleibt ja nur eine Frage offen: gibt es einen psychologisch falschen Zeitpunkt für Tore und/oder Siege? Natürlich.
Allerdings stellt man erst Wochen später fest, dass dieser Sieg der Mannschaft nicht wirklich gut getan hat. Ich warte ja immernoch darauf, dass ein Trainer (bevorzugt natürlich ein Experte wie Thomas Tuchel) sich nach dem Spiel hinstellt und sagt: "Dieser Sieg kommt zu einem psychologisch sehr ungünstigen Zeitpunkt, eigentlich haben wir als Mannschaft jetzt gerade dringend eine Niederlage gebraucht."
Und wo wir schon dabei sind: welcher Zeitpunkt ist der psychologisch beste um Tore zu schießen? Die 2. Minute, damit der Gegner gleich geschockt ist? Kurz vor der Pause, damit der gegnerische Trainer auch ja 15 Minuten lang reagieren kann? Kurz nach der Pause, damit alle Halbzeitansagen des gegnerischen Trainers über den haufen geworfen werden? Oder doch in der 93. Minute mit dem Abpfiff, damit man dann auch auf der sicheren Seite ist?
Anders gefragt: Gibt es überhaupt einen psycholigisch falschen Moment um Tore zu schießen?
Dienstag, 16. November 2010
Wort des Tages: ABSTIEGSKAMPF
weil der 1.FC Köln den ja so wunderbar ernst nimmt.
Eigentlich ist das Wort Abstiegskampf ein Unwort. Klassenerhaltskampf wäre korrekter. Und das Wort Abstiegskampf steht nun mal für Kampf um oder für den Abstieg. Und die Vereine da unten kämpfen ja nicht um den Abstieg sonder um den Klassenerhalt. Zumindest theoretisch. In den letzten Jahren hatte man alledings öfters den Eindruck, dass Vereine den Abstiegskampf zu wörtlich nehmen.
Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu alt. Ich meine, ich kenne noch die magischen 40 Punkte, die man zum Klassenerhalt braucht. Kurzes Quiz: Wann hatte das letzte mal der Tabellen 15. 40 Punkte? In den letzten Jahren war es doch immer irgendwie so, dass der nicht Absteigt, der sich irgendwie am wenigsten dumm anstellt. Schließlich reichen derzeit eher 30 als 40 Punkte um zumindest die Relegation zu erreichen. Letzte Saison hätten es eher 5 als nur 2 Mannschaften verdient gehabt abzusteigen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Derzeit muss man sich schon echt anstrengen um abzusteigen. Daher ist die Leistung von Hertha, die es letztes Jahr trotz eines viel zu guten Kaders geschafft hat, nicht hoch genug einzuschätzen.
Und jetzt für diejenigen, die Jünger sind als ich: Abstiegskampf, er früher war:
Ganz ehrlich, diese 7 1/2 Minuten mit Neuville, Schneider (beides Vize-Weltmester 2002 und WM 3. 2006), Jan-Aage Fjörtoft (so cool muss man das die Saison entscheidende Tor erstmal schießen), Andres Köpke (wahrscheinlich als einziger Europameister und 3 facher Absteiger) und Frank Baumann (der vielleicht am meisten unterschätzteste Spieler der Bundesligageschichte) als Depp haben mehr fussballerische Klasse als alles, was Hertha, Bochum und Nürnberg über die gesamte Saison gezeigt haben.
Und das der Bundesligakeller seit einigen Jahren doch sehr schwach ist, sollte in betracht gezogen werden, wenn man davon spricht, wie stark doch die Bundesliga ist....
Eigentlich ist das Wort Abstiegskampf ein Unwort. Klassenerhaltskampf wäre korrekter. Und das Wort Abstiegskampf steht nun mal für Kampf um oder für den Abstieg. Und die Vereine da unten kämpfen ja nicht um den Abstieg sonder um den Klassenerhalt. Zumindest theoretisch. In den letzten Jahren hatte man alledings öfters den Eindruck, dass Vereine den Abstiegskampf zu wörtlich nehmen.
Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu alt. Ich meine, ich kenne noch die magischen 40 Punkte, die man zum Klassenerhalt braucht. Kurzes Quiz: Wann hatte das letzte mal der Tabellen 15. 40 Punkte? In den letzten Jahren war es doch immer irgendwie so, dass der nicht Absteigt, der sich irgendwie am wenigsten dumm anstellt. Schließlich reichen derzeit eher 30 als 40 Punkte um zumindest die Relegation zu erreichen. Letzte Saison hätten es eher 5 als nur 2 Mannschaften verdient gehabt abzusteigen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Derzeit muss man sich schon echt anstrengen um abzusteigen. Daher ist die Leistung von Hertha, die es letztes Jahr trotz eines viel zu guten Kaders geschafft hat, nicht hoch genug einzuschätzen.
Und jetzt für diejenigen, die Jünger sind als ich: Abstiegskampf, er früher war:
Ganz ehrlich, diese 7 1/2 Minuten mit Neuville, Schneider (beides Vize-Weltmester 2002 und WM 3. 2006), Jan-Aage Fjörtoft (so cool muss man das die Saison entscheidende Tor erstmal schießen), Andres Köpke (wahrscheinlich als einziger Europameister und 3 facher Absteiger) und Frank Baumann (der vielleicht am meisten unterschätzteste Spieler der Bundesligageschichte) als Depp haben mehr fussballerische Klasse als alles, was Hertha, Bochum und Nürnberg über die gesamte Saison gezeigt haben.
Und das der Bundesligakeller seit einigen Jahren doch sehr schwach ist, sollte in betracht gezogen werden, wenn man davon spricht, wie stark doch die Bundesliga ist....
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