Einer der erfahrensten Spieler fliegt ohne Angabe von Gründen einfach so aus der Mannschaft. Kommt zugegeben nicht all zu häufig vor, aber wenn, dann trifft es immer... Hanno Balitsch. Faszinierend, oder?
Balitsch ist ein grundsolider Defensiver Mittelfeldspieler. Bei den Vereinen aus dem unteren Mittelfeld kann er durchaus eine wichtige Rolle spielen. Bei den größeren Vereinen wie Bayer Leverkusen reicht es halt nur für die Rolle des Ergänzungsspielers. So kam er mit 20 Jahren in die Liga und so verlässt er sie nach 12 Jahren wieder. Dazwischen gab es nie irgendwelche Skandale oder Probleme...
Aber: Halt auch nur eine einzige Vertragsverlängerung. Bezeichnender Weise in Hannover. Wo er (aber dazu später mehr) sich wie alle anderen Spieler auch nicht weiter entwickelt hat... Was sein 2. Versuch als Ergänzungsspieler in Leverkusen beweisen würde.
Und dort wurde er dann zum ersten Mal ohne Angabe von Gründen entlassen. Dasselbe passiert ihm jetzt in Nürnberg. Anscheinend verbreitet Hanno Balitsch eine negative Grundstimmung. Zumindest wenn ihm die (Aus)-Richtung der Mannschaft nicht passt. Und wieder ein Mal ist Balitsch "völlig überrascht" von der Entwicklung.
Immerhin (und das muss man ihm hoch anrechnen) macht er jetzt keinen Stress sondern spielt für die 2. Mannschaft (um auch selbst in Form zu bleiben). Und ein ablösefreier Balitsch wird schon genügend Interessenten in Erster und Zweiter Liga finden. Nur: dieser Verein sollte sich vorher genau klar machen, was für einen Spieler er sich da holt. Und er sollte ihn zum Stammspieler in einem defensiv ausgerichteten System machen. Den ein Spieler, der dir von der Bank aus helfen kann, ist Balitsch anscheinend nicht. Oder ein Spieler, der die Entwicklung eines jungen Trainers und einer progressiven Spielidee unterstützt... eher auch nicht.
Aber hey, die gute Nachricht: Der Hamburger SV hat weder noch... Bezeichnend ist aber, dass die Ausbootung von Balitsch anscheinend einen ähnlich guten Effekt auf die Mannschaft gehabt hat, wie sonst nur ein spontaner Trainerwechsel... Denn sein wir kurz ehrlich: Die Mannschaft mit Balitsch hätte gegen Braunschweig verlieren können... und so eine Mannschaft bricht dann meistens nach einem 0:1 gegen einen Champions League Teilnehmer auseinander. Nürnberg kam am Wochenende zurück... hey, vielleicht sollten die Vereine öfters ihre Führungsspieler und seltener die Trainer rausschmeißen... andererseits... verdient Michael Wiesinger wahrscheinlich weniger Geld...
Um noch mal eine provokanten Gedanken in den Raum zu schmeißen: Ist Michael Ballack nicht am Ende genau dasselbe passiert. Auch bei ihm stellte man (und sein Comeback in Leverkusen gab Jogi Löw im Endeffekt ja Recht, auch wenn das "wie" dadurch nicht richtiger wird) fest, dass man mit ihm in einer kleineren Rolle kaum arbeiten kann. Weil er halt seinem Selbstverständnis nach immer ein Führungsspieler sein muss. Seine Karriere baute sich ja auch auf diesem Selbstverständis auf. Und er war es bei selbst den Bayern und bei Chelsea... Was er aber am Ende nicht mehr konnte, war: Erkennen, dass es für diese Rolle nicht mehr reicht... aber dass er einer Mannschaft in einer anderen Rolle trotzdem helfen könnte. Und genau dasselbe passierte jetzt Hanno Balitsch im Kleinen, also in Nürnberg.
Und noch was Interessantes: Selbst die jungen Trainer können so eine Ausbootung inzwischen bringen. Und werden, zumindest bei ordentlich geführten Bundesligisten (also nicht dem HSV) dabei unterstützt. Nicht das erste Mal, dass mir dieser Gedanke in diesem Jahr kommt...
Natürlich ist diese Machtverschiebung in Richtung Trainer noch nicht bei allen angekommen. Was natürlich auch daran liegt, dass die Trainer nicht immer Recht haben... Bruno Labbadia ist doch daran gescheitert, dass er unbedingt William Kvist aus der ersten Elf nehmen wollte. Damit er schön eren Fußball spielen lassen kann. Frei nach Uli Hoeneß: Damit fing die ganze Scheiße doch an. Und die wesentliche Veränderung unter Thomas Schneider... Kvist spielt wieder und der VfB dadurch klarer und strukturierter... Aber selbst ein Bruno Labbadia durfte das mit Kvist erst mal eine ganze Weile versuchen.
Aber eigentlich sollte es hier ja um Balitsch und Nürnberg gehen und nicht um Ballack und die Trainer an sich... naja, so ein Artikel muss einem auch selbst mal entgleiten dürfen...
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Dienstag, 24. September 2013
Dienstag, 20. März 2012
Eigentlich wollte ich mich ja mit dem DFB Pokal beschäftigen
und mit der spannenden Frage, ob man sich 3 Siege gegen die Bayern in einer Saison herbeireden kann... Der Kicker hat schon versucht den Bayern das Losglück einzureden und es ist ihnen nur theoretisch geglückt (denn theoretisch könnte der Weg ins Final ja wirklich über Olympique Marseille und APOEL Nikosia führen...). Wenn das jetzt mat den 3 Siegen in einer Saison gegen den Rekordmeister für Mönchengladbach genau so funktioniert, liegen sie bis zur 89. Minute vorne nur um nach Verlängerung zu verlieren...
Borussia Dortmund versucht sich derweil einzureden, dass ein Auswärtsspiel bei eienr 2.Liga Spitzenmannschaft schwerer ist als manch ein Bundesligaspiel. Und natürlich haben sie das vor 2 Wochen in Augsburg auch schon mal geprobt. Aber die Relegationsbilanz (nur 4 von 14 Zweitligaspitzenteams konnten sich gegen Bundesligaabstiegskandidaten durchsetzen) spricht eine andere Sprache...
Aber dann hat sich Michael Ballacks Berater mal wieder zu Wort gemeldet... und es verfestigt sich der Eindruck, dass Ballack einfach schlecht beraten ist... Also der Reihe nach: New York Red Bulls haben sich wirklich gegen eine Ballack-Verpflichtung entschieden... weil sie keinen "Verteidiger" sondern einen Spielmacher brauchen. Michael Becker nennt das einen "ungeheuerlichen Vorfall". Echt ein Skandal, dass die sich einfach für einen anderen, jüngeren Spieler entscheiden... aber damit ist ja noch nicht mal Schluß, Becker kommt erst richtig in Fahrt:
Schon irgendwie traurig: der einzige Deutsche Weltklasse Feldspieler der letzten 10 Jahre hat ein besseres Karriereende verdient als durch einen sich wie ein beleidigtes Kleinkind aufführenden Berater vertreten zu werden... Schon das Nationalmannschaftsende und das Engagemant bei Bayer Leverkusen waren im wesentlichen 2 Desaster... Während man beim ersten noch Jogi Löw die (Teil-)Schuld in die Schuhe schieben konnte, wird es jetzt immer deutlicher, dass doch Michael Ballack (und sein Berater) das eigentliche Problem sind...
Borussia Dortmund versucht sich derweil einzureden, dass ein Auswärtsspiel bei eienr 2.Liga Spitzenmannschaft schwerer ist als manch ein Bundesligaspiel. Und natürlich haben sie das vor 2 Wochen in Augsburg auch schon mal geprobt. Aber die Relegationsbilanz (nur 4 von 14 Zweitligaspitzenteams konnten sich gegen Bundesligaabstiegskandidaten durchsetzen) spricht eine andere Sprache...
Aber dann hat sich Michael Ballacks Berater mal wieder zu Wort gemeldet... und es verfestigt sich der Eindruck, dass Ballack einfach schlecht beraten ist... Also der Reihe nach: New York Red Bulls haben sich wirklich gegen eine Ballack-Verpflichtung entschieden... weil sie keinen "Verteidiger" sondern einen Spielmacher brauchen. Michael Becker nennt das einen "ungeheuerlichen Vorfall". Echt ein Skandal, dass die sich einfach für einen anderen, jüngeren Spieler entscheiden... aber damit ist ja noch nicht mal Schluß, Becker kommt erst richtig in Fahrt:
"Warum sollte man einen No-Name-Spieler holen, den keiner kennt, der seit Monaten nicht gespielt hat? Und das, während ein Michael Ballack zu haben ist?"Schon krass, wie die Ballack Fraktion an Realitätsverlust leidet... Also erstens: Der No-Name Spieler ist 10 Jahre jünger und wahrscheinlich ein ganzes Ende billiger... Und zweitens: der Spieler, der seit Monaten nicht mehr gespielt hat, heißt Michael Ballack... Stephen Irelands letzter Einsatz ist gerade mal 10 Tage her... das letzte relevante Spiel, dass Ballack geprägt hat, war gefühlt 2008. Aber hey, Becker ist sich trotzdem sicher, dass Ballack am Ende in der MLS auftauchen wird... auch wenn die beiden gerade wieder beweisen, dass sie in der Spätphase einer großen Karriere mehr Stress machen, als sie wert sind...
Schon irgendwie traurig: der einzige Deutsche Weltklasse Feldspieler der letzten 10 Jahre hat ein besseres Karriereende verdient als durch einen sich wie ein beleidigtes Kleinkind aufführenden Berater vertreten zu werden... Schon das Nationalmannschaftsende und das Engagemant bei Bayer Leverkusen waren im wesentlichen 2 Desaster... Während man beim ersten noch Jogi Löw die (Teil-)Schuld in die Schuhe schieben konnte, wird es jetzt immer deutlicher, dass doch Michael Ballack (und sein Berater) das eigentliche Problem sind...
Dienstag, 31. Januar 2012
Michael Ballack hat etwas ganz entscheidenes nicht begriffen
Wenn er sich bei der Ballack-Löw-Intrige wirklich weiterhin als Opfer darstellen will, kann er sich jetzt nicht so verhalten, dass er Jogi Löw am Ende mit seiner Entscheidung recht gibt.
Um mal für alle die Chronologie darzustellen: Eigentlich sollte das Wolfgang Hölzhäuser Interview im Kölner Express mit Michael Ballack und nicht über Michael Ballack geführt werden. So als Steilvorlage für ein "Es geht hier nicht um die Person Oliver Kahn, sondern um ein Fußball-WM in Deutschland"... Als Ballack erfuhr, dass er am Samstag nicht spielen würde, sagte er diese Interview ab und so "nutzte" Holzhäuser diesen Termin um die Idee der Diplomatie endgültig zu beerdigen. Dass Berater Michael Becker gleichzeitig behauptete, Ballack sei ein "Bauernopfer", weil Leverkusen sich nicht traut den Trainer zu entlassen... gab der ganzen Geschichte dann wohl den Rest...
Damit muss (auch wenn Robin Dutt anderes verlauten lässt) das Spiel gegen den FSV Mainz sein letztes für Leverkusen gewesen sein... und damit endet seine Bundesliga-Karriere genau so wie seine Nationalmannschaftskarriere...
Offensichtlich hat Ballack den Zeitpunkt zum Absprung verpasst. Oder zumindest den Zeitpunkt seine Ansprüche etwas zurückzustellen... weil er halt auch seinen eigenen Ansprüchen genau genommen nicht mehr genügt. Und wenn er das gemerkt hätte, hätte er dieser Bayer-Elf (genauso wie der Nationalelf) durchaus noch helfen können.
Natürlich ist es schwierig sich dies einzugestehen. Schließlich war Michael Ballack (und sein Kumpel Thorsten Frings hatte irgendwie dasselbe Problem) jahrelang der beste Deutsche Feldspieler. Und wer war halt 10 Jahre lang "Capitano", Leitwolf und Führungsspieler, bevor wir darüber Debatten geführt haben... Aber wenn sich einer der zumindest erfolgreicheren Ex-Spieler (Rudi Völler hat schließlich all die Titel, die Ballack nie holen wird... Champions League Sieger und Weltmeister...) für einen Einsetzt und man diese Geste dann einfach ignoriert... weil alles andere ein Eingestehen des Alt werdens wäre...
Ballack ist nicht der erste Weltklasse-Athlet, der versucht sich sein eigenens Alt werden nicht einzugestehen. Und wenn man jahrelang wie selbstverständlich vorne weg marschiert ist, kann man das von heute auf morgen wahrscheinlich einfach nicht abstellen. Andererseits... Oliver Kahn hat es geschafft... Und Kahn war wiederum ein Profi, der immer so verbissen aufgetreten ist, dass man das von ihm am wenigsten erwarten konnte...
Aber wahrscheinlich hatte Kahn genügend Leute in seinem Umfeld, die ihm oft genug gesagt haben: "hey, es geht hier nicht um Oliver Kahn, sondern um eine Fußball-WM in Deutschland..." so oft, bis er es ihnen irgendwann geglaubt hat...
Und ganz ehrlich: vor 2006 hätte ich nie gedacht, dass ich Oliver Kahn mal als ein Positiv-Beispiel anbringen würde... Aber dieses "sein Ego zurücknehmen" hat ihm am Ende beinah mehr Respekt eingebracht als all die Titel (und das sind verdammt viele), die er vorher gesammelt hat. Michael Ballack hat sich für den umgekehrten Weg entschieden...
Um mal für alle die Chronologie darzustellen: Eigentlich sollte das Wolfgang Hölzhäuser Interview im Kölner Express mit Michael Ballack und nicht über Michael Ballack geführt werden. So als Steilvorlage für ein "Es geht hier nicht um die Person Oliver Kahn, sondern um ein Fußball-WM in Deutschland"... Als Ballack erfuhr, dass er am Samstag nicht spielen würde, sagte er diese Interview ab und so "nutzte" Holzhäuser diesen Termin um die Idee der Diplomatie endgültig zu beerdigen. Dass Berater Michael Becker gleichzeitig behauptete, Ballack sei ein "Bauernopfer", weil Leverkusen sich nicht traut den Trainer zu entlassen... gab der ganzen Geschichte dann wohl den Rest...
Damit muss (auch wenn Robin Dutt anderes verlauten lässt) das Spiel gegen den FSV Mainz sein letztes für Leverkusen gewesen sein... und damit endet seine Bundesliga-Karriere genau so wie seine Nationalmannschaftskarriere...
Offensichtlich hat Ballack den Zeitpunkt zum Absprung verpasst. Oder zumindest den Zeitpunkt seine Ansprüche etwas zurückzustellen... weil er halt auch seinen eigenen Ansprüchen genau genommen nicht mehr genügt. Und wenn er das gemerkt hätte, hätte er dieser Bayer-Elf (genauso wie der Nationalelf) durchaus noch helfen können.
Natürlich ist es schwierig sich dies einzugestehen. Schließlich war Michael Ballack (und sein Kumpel Thorsten Frings hatte irgendwie dasselbe Problem) jahrelang der beste Deutsche Feldspieler. Und wer war halt 10 Jahre lang "Capitano", Leitwolf und Führungsspieler, bevor wir darüber Debatten geführt haben... Aber wenn sich einer der zumindest erfolgreicheren Ex-Spieler (Rudi Völler hat schließlich all die Titel, die Ballack nie holen wird... Champions League Sieger und Weltmeister...) für einen Einsetzt und man diese Geste dann einfach ignoriert... weil alles andere ein Eingestehen des Alt werdens wäre...
Ballack ist nicht der erste Weltklasse-Athlet, der versucht sich sein eigenens Alt werden nicht einzugestehen. Und wenn man jahrelang wie selbstverständlich vorne weg marschiert ist, kann man das von heute auf morgen wahrscheinlich einfach nicht abstellen. Andererseits... Oliver Kahn hat es geschafft... Und Kahn war wiederum ein Profi, der immer so verbissen aufgetreten ist, dass man das von ihm am wenigsten erwarten konnte...
Aber wahrscheinlich hatte Kahn genügend Leute in seinem Umfeld, die ihm oft genug gesagt haben: "hey, es geht hier nicht um Oliver Kahn, sondern um eine Fußball-WM in Deutschland..." so oft, bis er es ihnen irgendwann geglaubt hat...
Und ganz ehrlich: vor 2006 hätte ich nie gedacht, dass ich Oliver Kahn mal als ein Positiv-Beispiel anbringen würde... Aber dieses "sein Ego zurücknehmen" hat ihm am Ende beinah mehr Respekt eingebracht als all die Titel (und das sind verdammt viele), die er vorher gesammelt hat. Michael Ballack hat sich für den umgekehrten Weg entschieden...
Dienstag, 21. Juni 2011
Ich muss ja zugeben,
dass ich bei meinem ursprünglichen Ballack-fliegt-aus-der-Nationalmannschaft Post vor einem Halben Jahr doch relativ weit daneben lag. Ich ging davon aus, dass die erneute schwere Verletzung uns das allgemeine Drama ersparen wird. Aber wie es aussieht, ist der netter Herr Löw ein noch größeres Arschloch als alle gedacht haben. Zumindest, wenn man den Aussagen von Ballack glaubt (und ich glaube ihm eher als Jogi Löw... dafür ist Löws Liste an menschlichen Verfehlungen einfach zu lang). Wenn Ballacks Aussagen wirklich so stimmen...
...dann hat Jogi Löw zunächst einem Spieler Mut gemacht sich extra nochmal für die Nationalmannschaft reinzuhängen und ja nicht aufzgeben, obwohl er eigentlich schon wusste, dass er nicht mehr mit diesem Spieler plant.
Aber das alleine reichte dem Herrn Löw ja noch nicht mal. Nachdem besagter Spieler laut eigener Aussage selber zu der Erkenntnis gekommen ist, dass ein Rücktritt vielleicht doch angemessener wäre, verkündet der Bundestrainer, während dieser Spieler im Urlaub und damit noch für 3 Tage nicht zu erreichen ist, dass man nicht mehr mit ihm plane... und ein 98 facher Nationalspieler muss diese Nachricht eine Stunde vor uns per SMS erfahren.
Holy motherfucking shit. Ernsthaft. Wenn Ballacks Aussagen stimmen (wenn wir ehrlich sind, werden wir nie erfahren, wer von den beiden in dieser Schlammschlacht wirklich noch bei der Wahrheit bleibt... ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Ballacks Sicht auf die Dinge nicht völlig frei erfunden ist)... sagte ich schon holy motherfucking shit? Und eigentlich hätte sich Löw vorher nur fragen lassen müssen, warum er einen Miroslav Klose und einen Lukas Podolski so bevorzugt, während er einen eher verdienteren Ballack wie Dreck behandelt. Jetzt sollte die Fragestellung eigentlich eine andere sein: "Herr Löw, sind sie ein Arschloch?", oder "War es wirklich zu viel verlangt, dass Michael Ballack seinen Abschied selber verkünden darf?" und wenn wir schon dabei sind: "Sollte unsere Nationalmannschaft von so einem Arschloch trainiert werden?"
Was mich aber an diesem ganzen Drama: Unsere Medien manchen diese Geschichte zu der eigentliche Farce. Sport1.de nennt ihre Bilderserie zu dem Thema "ohne Rücksicht auf große Namen." Das klingt genau nach der kritischen Analyse, die wir brauchen. Aber selbst der Kicker stellt sich eindeutig und ohne zu hinterfragen hinter Löw. Und den absoluten Vogel schießt kicker-Herrausgeber Rainer Holzschuh ab. Ich zitiere aus seinem Kommentar im Montagskicker:
Wenn Ballack wirklich die Wahrheit gesagt hat... bleibt in meinen Augen eigentlich nur noch der Rücktritt von Löw oder sein Rauswurf eine Option. Weil die Art und Weise echt alles toppt, was es in der deutschen Nationalmannschaft so gab. Aber es sieht so aus, als würde ein wirklich gutes Spiel bei der Europameisterschaft 2008 und eine spielerisch richtig Starke WM reichen um Jogi Löw für alles die Absolution zu geben.
So einen Umgang hat kein Sportler der Welt verdient. Und Michael Ballack 2 mal nicht. Schließlich hatte Ballack mit den Erfolgen der Deutschen Nationalmannschaft in den letzten 10 Jahren mehr zu tun als Jogi Löw. Nur um das nochmal zu verdeutlichen: Die "Das werden wir unseren Kindern erklären müssen" Liste beinhaltet im wesentlichen die Spieler, mit denen Michael Ballack versuchen musste, internationale Titel zu holen. Und er ist verdammt dicht dran gekommen.
...dann hat Jogi Löw zunächst einem Spieler Mut gemacht sich extra nochmal für die Nationalmannschaft reinzuhängen und ja nicht aufzgeben, obwohl er eigentlich schon wusste, dass er nicht mehr mit diesem Spieler plant.
Aber das alleine reichte dem Herrn Löw ja noch nicht mal. Nachdem besagter Spieler laut eigener Aussage selber zu der Erkenntnis gekommen ist, dass ein Rücktritt vielleicht doch angemessener wäre, verkündet der Bundestrainer, während dieser Spieler im Urlaub und damit noch für 3 Tage nicht zu erreichen ist, dass man nicht mehr mit ihm plane... und ein 98 facher Nationalspieler muss diese Nachricht eine Stunde vor uns per SMS erfahren.
Holy motherfucking shit. Ernsthaft. Wenn Ballacks Aussagen stimmen (wenn wir ehrlich sind, werden wir nie erfahren, wer von den beiden in dieser Schlammschlacht wirklich noch bei der Wahrheit bleibt... ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Ballacks Sicht auf die Dinge nicht völlig frei erfunden ist)... sagte ich schon holy motherfucking shit? Und eigentlich hätte sich Löw vorher nur fragen lassen müssen, warum er einen Miroslav Klose und einen Lukas Podolski so bevorzugt, während er einen eher verdienteren Ballack wie Dreck behandelt. Jetzt sollte die Fragestellung eigentlich eine andere sein: "Herr Löw, sind sie ein Arschloch?", oder "War es wirklich zu viel verlangt, dass Michael Ballack seinen Abschied selber verkünden darf?" und wenn wir schon dabei sind: "Sollte unsere Nationalmannschaft von so einem Arschloch trainiert werden?"
Was mich aber an diesem ganzen Drama: Unsere Medien manchen diese Geschichte zu der eigentliche Farce. Sport1.de nennt ihre Bilderserie zu dem Thema "ohne Rücksicht auf große Namen." Das klingt genau nach der kritischen Analyse, die wir brauchen. Aber selbst der Kicker stellt sich eindeutig und ohne zu hinterfragen hinter Löw. Und den absoluten Vogel schießt kicker-Herrausgeber Rainer Holzschuh ab. Ich zitiere aus seinem Kommentar im Montagskicker:
"Da hat ein alternder Sportstar nicht begriffen, dass nachrückende junge Talente schon immer die etablierten Platzhirsche vor sich hergetrieben und früher oder später verdrängt haben;"Und ich dachte, Podolskis Einstufung in die internationale Klasse wäre fragwürdig... Ganz ehrlich, hat der Mann das letzte Ballack Statement überhaupt gelesen, bevor er seinen Kommentar geschrieben hat? Ich lese es jetzt zum 5. Mal, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich eine andere Erklärung bekommen habe, als der Kicker (obwohl meine Erklärung die im Kicker abgedruckte ist...) Wie kann man Michael Ballacks Statement bitte so ignorieren? Das sind richtig heftige Vorwürfe, die da erhoben werden. Und ein kritischer Journalist sollte diesen Vorwürfen vielleicht mal auf den Grund gehen... Aber anscheinend beweihräuchern sich unsere kritischen Journalisten lieber an den Erfolgen der Nationalmannschaft...
Wenn Ballack wirklich die Wahrheit gesagt hat... bleibt in meinen Augen eigentlich nur noch der Rücktritt von Löw oder sein Rauswurf eine Option. Weil die Art und Weise echt alles toppt, was es in der deutschen Nationalmannschaft so gab. Aber es sieht so aus, als würde ein wirklich gutes Spiel bei der Europameisterschaft 2008 und eine spielerisch richtig Starke WM reichen um Jogi Löw für alles die Absolution zu geben.
So einen Umgang hat kein Sportler der Welt verdient. Und Michael Ballack 2 mal nicht. Schließlich hatte Ballack mit den Erfolgen der Deutschen Nationalmannschaft in den letzten 10 Jahren mehr zu tun als Jogi Löw. Nur um das nochmal zu verdeutlichen: Die "Das werden wir unseren Kindern erklären müssen" Liste beinhaltet im wesentlichen die Spieler, mit denen Michael Ballack versuchen musste, internationale Titel zu holen. Und er ist verdammt dicht dran gekommen.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Jetzt ist dann endlich eine Endscheidung gefallen
Die Nationalmannschaftskarriere des Michael Ballacks ist beendet. Er verzichtet sogar auf das Gnadenbrot gegen Brasilien. Und nur um das einmal festzuhalten: I told you so.
Aber es war echt geschickt vom Jogi Löw, so lange mit der Entscheidung zu warten, bis es eh so was von abzusehen war und alle so sehr gelangweilt von dem Thema waren, dass niemand mehr widerspricht. Und sein wir ehrlich: wahrscheinlich hätte selbst eine starke Bundesligasaison Michael Ballack nicht mehr geholfen.
Ich hoffe ja, dass wenigstens einer unserer kritischen Journalisten den Arsch in der Hose hat und die alles entscheidende Frage stellte: "Herr Löw, wo ist der qualitative Unterschied zwischen Michael Ballack und Miroslav Klose?" Frei nach dem Motto: Wer a sagt muss auch b zahlen.
Miroslav Klose wird auf Grund von seinen Leistungen in der Nationalmannschaft seit 2 Jahren quasi durchgeschleppt. Mit sportlichen Leistungen hat er sich jedenfalls nicht qualifiziert. Dennoch ist er für Jogi Löw gesetzt. Nun sind wir uns alle einig, dass niemand in den letzten 10 Jahren mehr für die Nationalmannschaft geleistet hat als Michael Ballack. Man nehme nur die WM 2002. Während Miroslav Klose stolzer Weise Saudi Arabien abgeschossen hat... erzielte Michael Ballack die entscheidenden Tore im Viertel- und Halbfinale. Die allgemeine Rechnung lautet. Mit Michael Ballack im Finale wären wir Weltmeister geworden... ohne Miroslav Klose wären wir auch ins Finale gekommen...
Also zurück zur entscheidenden Frage: Wieso stützt Jogi Löw die einen und lässt die andern fallen? Und Klose ist ja nun nicht das einzige Beispiel (hust Podolski hust). Eine ehrliche Antwort auf diese Frage würde mich einfach mal interessieren...
Aber es war echt geschickt vom Jogi Löw, so lange mit der Entscheidung zu warten, bis es eh so was von abzusehen war und alle so sehr gelangweilt von dem Thema waren, dass niemand mehr widerspricht. Und sein wir ehrlich: wahrscheinlich hätte selbst eine starke Bundesligasaison Michael Ballack nicht mehr geholfen.
Ich hoffe ja, dass wenigstens einer unserer kritischen Journalisten den Arsch in der Hose hat und die alles entscheidende Frage stellte: "Herr Löw, wo ist der qualitative Unterschied zwischen Michael Ballack und Miroslav Klose?" Frei nach dem Motto: Wer a sagt muss auch b zahlen.
Miroslav Klose wird auf Grund von seinen Leistungen in der Nationalmannschaft seit 2 Jahren quasi durchgeschleppt. Mit sportlichen Leistungen hat er sich jedenfalls nicht qualifiziert. Dennoch ist er für Jogi Löw gesetzt. Nun sind wir uns alle einig, dass niemand in den letzten 10 Jahren mehr für die Nationalmannschaft geleistet hat als Michael Ballack. Man nehme nur die WM 2002. Während Miroslav Klose stolzer Weise Saudi Arabien abgeschossen hat... erzielte Michael Ballack die entscheidenden Tore im Viertel- und Halbfinale. Die allgemeine Rechnung lautet. Mit Michael Ballack im Finale wären wir Weltmeister geworden... ohne Miroslav Klose wären wir auch ins Finale gekommen...
Also zurück zur entscheidenden Frage: Wieso stützt Jogi Löw die einen und lässt die andern fallen? Und Klose ist ja nun nicht das einzige Beispiel (hust Podolski hust). Eine ehrliche Antwort auf diese Frage würde mich einfach mal interessieren...
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