Mittwoch, 2. November 2016

Erwarte ich am Ende zu viel von den Leuten Part 2

Oder genauer ausgedrückt: Was würde ich eigentlich von einem Fachmagazin erwarten.

In Teil 1 letzte Woche habe ich ja ausführlich erörtert, dass mir der Fokus in unserer derzeitigen Berichtserstattung viel zu sehr auf dem "Yeah! Wie Geil! Wir haben Bayern-Jäger!" liegt. Anstatt den Zustand dieser Mannschaften kritisch zu beurteilen.

Und ja... im Donnerstags-Kicker gab es sogar einen vernünftigen Ansatz mit einer Brauchbaren Perspektive. Was mir aber bei all den derzeitigen Beiträgen fehlt ist ja ein: Was fehlt den Mannschaften oder einzelnen Spielern um wirklich die Bayern herauszufordern. An welchen Stellen müssen sich Köln und Leipzig verbessern, damit die Hoffnung auf ein spannendes Saisonfinale berechtigt wird...

Und gerade diese beiden Mannschaften... sind ja rein fußballerisch die spannendsten Vereine der Liga.
Die Kölner sind seit Jahren auf den Aufsteigenden Ast. Und solange Jörg Schmadtke und Peter Stöger dort das sagen haben, ist zumindest kein großartiger Einbruch zu erwarten. Im Idealfall (ja, Hypemaschine an) können die beiden so gut werden wie Jürgen Klopp und Michael Zorc. (For the Record: Den Idealfall erreicht man in 99 von 100 Fällen nicht... aber 2009 hat auch niemand geahnt, dass die beiden die neue Borussia bis ins Champions League Finale führen würden... und auf deren Niveau von 2008/09 ist Köln inzwischen angekommen...)

Leipzig hat halt das Geld und mit Ralf Rangnick einen Experten, der genau weiß, wo er es anlegen muss... und er hat jetzt schon einen Kader voller junger Talente. Da kann man halt wirklich mal die Frage stellen: Was fehlt den Spielern noch?

Und ja... in Ansätzen macht der Kicker das. Also in den 3 Seiten Naby Keita Propaganda wird auch 9 Zeilen über konkret seine Schwächen gesprochen. Aber das ist ein furchtbares Verhältnis.
Und Keita ist so ein wunderschönes Beispiel. Denn der Junge (das habe ich dem Artikel zumindest entnommen) hat echt das Potenzial ein Mittelfeldspieler bei einem Meisterkandidaten zu werden. Aber er ist noch relativ weit weg davon, dies zu sein.

Anstatt mir allerdings zu erklären, wie Keita gewisse Situationen bei gegnerischen Ballbesitz besser lösen muss... und da kann man auch gerne mal mit Grafiken ins Detail gehen... (dafür müsste man ihn allerdings gründlich scouten...) Weiß ich jetzt, warum der Junge welchen Mittelnamen hat... Ähm... danke.

Ein weiteres konkretes Beispiel wäre Jonas Hector. Der ist offensichtlich ein Linksverteidiger auf Nationalmannschaftsniveau. Was Köln aber unbedingt braucht, ist ein Zentraler Mittelfeldspieler auf Nationalmannschaftsniveau. Und die sind wesentlich schwieriger zu finden.
Jetzt fände ich es total spannend, die Spiele oder Situationen von Hector im Zentralen Mittelfeld zu analysieren. Und dann die Situationen aufzuzeigen, in denen er seine Schwächen zeigt. Schwachstellen, an denen er arbeiten muss...

Die Scoutingberichte zu solchen Situationen gibt es garantiert. Es ist halt unwahrscheinlich, dass die Vereine sie freiwillig raus geben. Mann muss sich also schon selber als Redaktion die Mühe machen...

Ein weiteres spannendes Beispiel wäre es ja... das Umschaltverhalten der Berliner und ihrer Gegner zu beobachten. Also es ist offensichtlich, dass die Hertha mit Alexander Esswein und Mitchell Weiser nur 2 Höchstgeschwindigkeitsfußballer in ihren Reihen haben. Spannend wäre es jetzt mal zu analysieren, in wie weit sich das auf die Konter der Herthaner auswirken... die halt rein logisch meistens über Rechts laufen müssen. Ihre Rechte Seite ist halt schon am gegnerischen Strafraum, bevor die Linke überhaupt losgerannt ist...
Und dann im nächsten Schritt, ob dieses Tempo am Ende Einfluss auf die Spielweise des Gegners hat. Ob die im Zweifelsfall über die Rechte Seite aggressiver vorgehen als über die Linke, weil sie sich Links mehr gegen Konter absichern müssen... Und ja, ich bin mir relativ sicher, dass ein Stöger sich darüber vor dem Spiel gegen die Berliner Gedanken gemacht hat...

Ich habe ja selber zu wenig Ahnung vom Fußball, um so weit ins Detail zu gehen. Die Jungs von der Spielverlagerung konnten das schon immer, werden dafür aber vom Rest der Fachwelt, die sich lieber mit Packing beschäftigt, eher belächelt als ernst genommen...

Aber das faszinierende an den Analysen und Vorschauen dieser Taktik-Nerds: Man konnte durch diese Seite selber ein besserer Fußballfan werden. Ich war ja selber immer sehr stolz, wenn mir beim Gucken von Spielen selber Dinge aufgefallen sind, die vorher (oder noch besser hinterher) dort beschrieben wurden.

Das sollte ja die eigentliche Aufgabe eines Fachmagazins sein: Euch alle intelligentere Zuschauer werden zu lassen. An der Stelle muss ich auch ehrlich zugeben: Das letzte Mal, dass mich der Kicker auf etwas Aufmerksam gemacht hat (und das nicht nur von der Spielverlagerung abgeschrieben war) ist gefühlt Jahre her.

Das ist halt Schade. Weil da wirklich auch viel verschwendet wird. Und der Kicker muss ja nicht (oder besser kann gar nicht) sein ganzes Niveau aufs Taktiknerd-Level verschieben... aber 4 Seiten jede Woche... wäre das zu viel verlangt? Und ja, wenn wir in Amerika leben würden, hätte sich der Kicker die Spielverlagerung schon längst ins Boot geholt und sicher gestellt, dass diese klugen Köpfe ihre Weisheiten bei ihnen verbreiten... aber die Amis haben halt auch ein ganz anderes Verhältnis zum Sportjournalismus: So dumm das Volk an vielen Stellen gehalten wird: Als Sportfans sind sie wesentlich gebildeter als ich...

Wenn der Kicker, anstatt uns nur zu erzählen, was für ein Toller Hecht dieser oder jener Spieler oder dessen Vater doch ist, wirklich auf die Schwächen von Spielern aufmerksam machen würde. Dann könnte ich das nächste Mal, wenn Keita in einer Balleroberungsaktion kommt, darauf achten, wie er diese löst. Dann könnte ich wahrnehmen, wie sich dieser Spieler entwickelt und müsste mich nicht mehr nur auf mein Gefühl (und den nächsten Kicker Artikel in 6-12 Monaten) verlassen, um zu behaupten, dass Keita jetzt viel besser ist als vor 2 Monaten...

Wenn ich weiß, dass Hector der Rundumblick eines Toni Kroos fehlt (ok, das Beispiel kommt von David Alabas "Krisenartikel"... Der aber abgesehen von dem Titelblatt wesentlich besser war als erwartet... weil man nach dem Lesen wirklich wusste, worauf man bei Alaba als Mittelfeldspieler mal achten könnte... und ich gehe irgendwie davon aus, dass Hector dasselbe Problem haben dürfte... Da das halt die größte Umstellung für Außenverteidiger ist: Dass man jetzt auf 360Grad und nicht mehr nur auf 180 achten muss...), kann ich darauf achten, wie Hector Aktionen in seinem Rücken wahrnimmt und auf sie reagiert.
Das wären alles Dinge, die ich super spannend finden würde. Die mir aber jemand erklären muss.

Und ja, ich würde mir vom Kicker eine Serie zu Hertha, Köln und Leipzig wünschen. In denen der Kicker ganz sachlich und zielgerichtet erklärt, auf welchen Positionen etwas passieren muss, damit man wirklich auf das Niveau Bayern-Jäger kommen kann. Mit der Prognose, ob sich ein eigener Spieler in die benötigte Rolle entwickeln kann, oder ob man auf dem Transfermarkt zuschlagen muss.

Für mich wäre da zum Beispiel einer der primären Kandidaten Matthias Lehmann. Aber zu dem werde ich wahrscheinlich noch mal ausführlicher etwas schreiben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Mannschaft mit Lehmann im Zentralen Mittelfeld wirklich Bayern-Jäger sein kann. Gerade weil der in den letzten 2 Jahren eine absurde Entwicklung für sein Alter und sein eigentlich erwartbares Leistungsvermögen genommen hat. Aber es ist trotzdem davon auszugehen, dass Köln da zeitnah ein Upgrade braucht, wenn sie wirklich den nächsten Schritt gehen wollen.

Wenn uns als Fans jemand wirklich erklären würde, wo die Schwachstellen unserer Mannschaft liegen. Könnten wir selber viel genauer drauf achten, ob sich da wirklich etwas entwickelt. Und wir würden das, was auf dem Platz passiert, besser verstehen...

Da komme ich dann aber selber zu dem Schluss: Ja... ich erwarte zu viel. Unsere Livekommentatoren sehen sich halt viel zu sehr als Unterhalter. (Noch viel Schlimmer: Die meisten der Zuschauer sehen sie viel zu sehr als Unterhalter...) Sonst hätten wir ja auch schon längst das Konzept mit dem Experten an der Seite des "Play-by-Play" Kommentators aus Amerika übernommen.
Und ja, wenn ihr eine Amerikanischen Sportübertragung guckt, werdet ihr sehr schnell feststellen, dass da immer ein Ex-Trainer neben dem Journalisten sitzt, der einem Live erklärt, was da gerade passiert ist. Hier gibt es jetzt ganz langsam die ersten Gedankengänge, so was einzuführen... also natürlich nicht von den Veranstaltern, sondern von deren Kritikern...

Und auch der Kicker betrachtet sich selber nicht als Lehrer, sondern als Informationsdienst. Die sammeln halt alle Daten und Stimmen zu den Spielen und Spielern. Und fragen ihn danach, was ihr erster Trainer ihnen damals so beigebracht hat... aber wirklich in die Analyse zu gehen, ist halt nicht der Anspruch, den dieses Blatt an sich selber zu haben scheint.
Man muss an der Stelle aber auch mal Fair sein: Solange es nicht um unsere Nationalhelden geht (wo denen dann halt doch, wie allerdings auch allen, regelmäßig alle Sicherungen raus knallen), machen sie da auch einen guten Job.

Ich würde mir halt wünschen, dass sie sich mehr Mühe dabei geben würden, auch dem Freizeitanalytiker noch mit neuem Wissen zu versorgen. Wie gesagt: 4 Seiten pro Woche würden mir komplett reichen... Und dass man sich im Allgemeinen mehr Zeit nimmt, uns wirklich zu erklären, was auf dem Platz passiert. Oder besser noch: Uns vorher sagt, worauf man achten sollte.

Was zum Beispiel auch richtig geil wäre: In jedem Donnerstags-Kicker eine Doppelseite: Matchup des Spieltages. In dem der Kicker sich ein das Spiel prägendes Duell des kommenden Spieltages raus sucht, die Spielweise der entscheidenden Akteure analysiert und dann eine wirkliche Prognose abgibt: Das Duell Coke gegen Rausch (um das erste Beispiel zu nennen, was mir einfällt) wird folgenden Einfluss auf das Spiel Schalke gegen Köln nehmen und wenn Rausch sich in diesen oder jenen Aspekten durchsetzt, sollte Köln das Spiel dominieren und gewinnen... Dann wüsste man schon vorher, worauf man achten muss, wenn man sich für dieses Spiel bei Sky entscheidet.
Und ja, ein ganz großes Problem dabei ist... dass man dann als Experte auch mal daneben liegen würde. Aber wisst ihr was: Das ist für einen Experten gar nicht so schlimm. Schlimmer ist es, wenn man keine Analysen und Ausführungen parat hat, die zu vernünftigen Prognosen führen können...

An der Stelle möchte ich zum Abschluss noch erwähnen, dass das, was ich hier verlange, wirklich geht. Also mein absolutes Lieblingsmagazin aus Deutschland, die Five, kann genau das immer wieder einbauen. Da gibt es ein Mal im Monat einen One-on-One Artikel, in dem 2 Spieler und ihr Einfluss auf ihre Mannschaften verglichen wird. Mit dem Urteil, wer jetzt gerade besser oder wichtiger ist. Einen vernünftigen Scouting Report und eine Einführung in elementare Spielzüge einzelner Mannschaften gibt es dort auch monatlich. Da hat man nach jeder Ausgabe das Gefühl, dass man wirklich was gelernt hat... Das geht also durchaus. (Oh und ja, meine Best Case- Worst Case Szenarios sind direkt aus der Five Vorschau geklaut... die Sicherungen rausnehmen und absoluten Blödsinn schreiben, können die nebenbei auch...)
Wenn einer von euch ein vergleichbares Fußball-Magazin kennt, kann er es mir gerne nennen.

Dienstag, 1. November 2016

Breaking News: Der Rest der Welt atmet auf!

Und ja, ich werde Teil 2 noch bringen... aber wenn etwas derart wichtiges passiert.


Jogi Löw darf weiterhin alles in seiner Macht stehende unternehmen um zu verhindern, dass wir weitere Titel bei großen Turnieren holen!!! Und Spanien atmet durch...
Hey, er behauptet, dass er immer noch "die gleiche Motivation wie zu beginn" fühlt. Und das, obwohl sein einfachster Joker Lukas Podolski ihn nicht mehr unterstützen will...

Ich finde ja nichts so faszinierend, wie die Personalie Jogi Löw. Also wie einfach wir uns von dem blenden lassen. Ich vergleiche das gerade mit Berti Vogts. Der hat formell gesehen genau so viele Titel geholt, wie Jogi... Sogar in weniger Turnieren. Trotzdem ist er am Ende aus dem Amt getrieben worden. Nach dem er davor nach jedem Turnier als Mülleimer der Nation genutzt worden ist.

Aufgefallen ist mir das... als ich das erste mal in dieser Saison den Doppelpass von Sport1 gesehen habe. Und dort bei der "Haben wir eigentlich Weltklasse Trainer?" Debatte einer sagt: Naja, wir haben den Besten der Welt mit Jogi Löw. Da habe ich erst Mal laut gelacht... dann wurde mir bewusst, dass ich der einzige war, der das witzig fand... alle anderen nickten anerkennend... Nachdem sie Thomas Tuchel und Jürgen Klopp die Weltklasse abgesprochen haben... Ehrlich: Fragt euch mal selber, wie viele Titel wir mit diesen Trainern, die bisher jede Mannschaft nach vorne gebracht haben, holen könnten... DAVOR haben die Spanier Angst, nicht vor einer Verlängerung mit Jogi.

Ernsthaft... Jogi Löw ist vom Titel "Bester Trainer der Welt" so weit entfernt, wie Günther Oettinger vom Amt des Bundespräsidenten... und Oettinger wäre gerade der einzige, der sich selber ins Gespräch bringen könnte und der abgelehnt werden würde...

Zu behaupten, dass Löw überhaupt zu den besten Trainern der Welt gehört, ist unfassbar naiv. Und so gar nicht reflektierend. Oder anders gesagt: Dinge, die man als deutscher Sportjournalist halt macht. Da sind wir wieder beim Verkäufer-Syndrom: Anstatt die Leistungen von Beliebten Leuten kritisch zu hinterfragen, springt man lieber auf den Zug mit auf und sichert sich so die Sympathie der Leute...

Und ich behaupte mal ganz dreist: Der Jogi weiß das sogar. Also wenn Jogi Löw uns beweisen wollen würde, dass er wirklich ein herausragender Trainer ist... hätte er nach der EM aufgehört und das Erbe von Pep Guardiola angetreten. Das hätte er ja schon im Januar 2016 problemlos bekannt geben können... Aber warum sollte er das tun? Er kann dabei nur verlieren. Denn seine bisherige Vereinstrainer-Bilanz spricht nicht dafür, dass er sich im täglichen Geschäft gut anstellen würde...
Dabei würden sich Löws größtes Problem sogar lösen: wenn er Bayern-Trainer wird, sogar das größte Problem der Bundesliga: Dann macht ihm nämlich niemand einen Vorwurf, wenn er sich so gar nicht für Dortmunder Spieler interessiert.

Es gibt ja die eine Sache, die ich dem Löw hoch anrechne: Dass er das Wie über alles stellt. Es geht Jogi Löw nicht hauptsächlich darum, Titel zu holen, sondern guten Fußball zu spielen. Und dass er dabei so verdammt unerfolgreich ist, macht ihn das sogar sympathisch. Also es macht unsere Mannschaft definitiv im Ausland sympathisch: Die Deutsche Mannschaft war bei den letzten 4 Turnieren jeweils definitiv die fußballerisch beste Mannschaft des Turniers. Es ist die eine Mannschaft, die schon beim ersten Spiel voll auf Sieg spielt und aufs 2. oder 3. Tor geht, während dem Rest der Welt zum Auftakt auch ein Unentschieden reicht. Dass man sich darauf wirklich verlassen kann, rechne ich dem Löw echt hoch an.

Löw war halt auch der einzige Trainer der Welt, der mit den Spaniern zu ihrer Hochzeit mitspielen wollte. Anstatt sich mit 9 Mann am eigenen 16er zu vergraben. Obwohl einer der wirklich weltbesten Trainer Jose Mourinho über Jahre nachgewiesen hat, dass dies die eine Variante ist, wie man Barca und seine Ableger besiegt.
Und sachlich gesehen hatte er keine Chance gegen die Spanier zu spielen. Schließlich trat er gegen 7 Mann an, die diese Spielidee vom Tiki Taka und dem Gegenpressing in der Muttermilch aufgenommen haben... während er auf Poldi setzen musste...

Das ist ja das wirklich faszinierende an Luis Aragones und Vincente del Bosque. Beides bessere Nationaltrainer als Jogi. Denn die haben darauf verzichtet, ihrer Mannschaft eine eigene Spielphilosophie aufzuzwingen. Weil sie auch wussten, dass die Zeit dafür gar nicht reicht. Die haben ihre Spieler einfach gefragt: "Was könnt ihr am besten? Ok, genau das spielen wir."
Und so holte Spanien dann 3 Titel in Folge. Mit stumpfen Ergebnisfußball und Ballverwaltung.

So blöd das klingt (da sind wir jetzt bei der unerfolgreich These): Genau daran muss man Jogi Löws Arbeit messen. Er hat jetzt, wo die Spanischen Superhirne Xavi und Iniesta zu alt für Sommerspielerein sind, die mit Abstand beste Auswahl der Welt. Er kann Spieler zu Hause lassen, die in jeder anderen Mannschaft der Welt Stammspieler wären. Und seine einzige Aufgabe besteht darin, die eine Auswahl zu finden, die den Titel holt.

Es ist ja nicht so, dass Jogi Löw an unglücklichen Umständen gescheitert ist. An Fehlentscheidungen der Schiedsrichter. An skandalösen Phantomtoren. Nein: Der Mann ist jedes Mal an sich selbst gescheitert.

Bereits 2 Mal hat ihn das Festhalten an einem nicht (mehr) fitten Schweinsteiger eine mögliche EM-Finalteilnahme gekostet. 2012 ist er dafür noch durchs Dorf getrieben worden. 2016 nehmen wir so was nur noch Schulter zuckend hin. Das ist halt der Preis, den "wir" dafür bezahlen müssen, dass "wir" den geilsten Fußball des Turniers anbieten.

Und ja, Schweinsteiger hat diese Halbfinal-Niederlagen mit dem einen Spiel im Maracana wieder gut gemacht. Also er hat die eine gut gemacht, die andere provoziert. Er hätte uns trotzdem allen mehr geholfen, wenn er gemeinsam mit Phillip Lahm zurückgetreten wäre...
Aber selbst bei diesem absoluten Erfolg...
Zeigte sich Löws andere Schwäche: Er muss unbedingt das Trainergenie mit den absolut genialen Lösungen sein. Also wir reden von einem Trainer, der einen Champions League Finale erfahrenen Marcel Schmelzer krampfhaft ignoriert, um uns allen zu beweisen, dass sein Back Up Erik Durm eigentlich die bessere Option ist. Er muss unbedingt der Trainer sein, der Shkodran Mustafi entdeckt hat. Und ja, bei der einen dieser beiden Personalie hat er Recht behalten. Aber ganz ehrlich: Es ist nicht Jogi Löws Aufgabe, solche Talente zu entdecken. Wenn das seine Passion ist... dann muss er halt Trainer bei Borussia Mönchengladbach werden...
Und was heute viele vergessen: Mustafis Verletzung war DIE Entscheidende Personalie der WM. Das gerne verdrängte Spiel gegen Algerien hat eindrucksvoll nachgewiesen, dass der Junge damals noch nicht so weit war

Natürlich klingt das am Ende extrem arrogant und erfolgsverwöhnt... aber es ist trotzdem ein Fakt. In 10 Jahren Nationaltrainer nur einen Titel zu holen, ist keine überragende Bilanz. Und wenn man (wie Löw nach 2018) 12 Jahre im Amt ist, sollte man als Erbe von Sepp Herberger mehr als einen Titel im Briefkopf haben.

Und ja, diese Darstellung ist sehr Einseitig. Aber trotzdem noch selbstkritischer, als alles, was der DFB gerade anbietet:

Denn eine frühzeitige und völlig überflüssige Verlängerung mit Löw wird beim DFB halt benutzt um Politik zu machen. Und um seine Wiederwahl zu sichern...

Reinhard Grindel wollte doch eigentlich in dem Laden aufräumen, oder? Jetzt besteht dieses Aufräumen aus einem Anbiedern bei der ebenfalls nicht aufgeräumten Uefa um die nächste Europameisterschaft zu sichern... Bevor die WM Vergabe intern aufgeklärt ist. Und er nutzt eine einzelne Personalie zur Verbesserung seines eigenen Images. So sieht Aufräumarbeit a la CDU aus...

Das ist, für diejenigen, die die Hetze ertragen haben, auch der eigentliche Punkt: Die Personalie Löw und vor allem das "Warum?" belegt halt auch gerade, dass auch der DFB eigentlich keinen Bock hat seine Politik zu überdenken, sondern lieber weiter damit beschäftigt ist, seine Fehltritte zu überdecken. Nach dem Motto: "Uns wird vorgeworfen, dass wir bei der Aufklärung der WM Vergabe nur das nötigste machen... aber guckt mal, ich habe Jogi Löw vom Weitermachen überzeugt! DAS zählt doch wirklich! Wählt mich!" Und so wurden sich 98% der Stimmen gesichert...

An einer kritischen Auseinandersetzung mit einzelnen Fragen hat halt öffentlich niemand Interesse. Bei den Plakativen Aktionen sind wir alle dabei.

Montag, 31. Oktober 2016

Worst of des "Warum auch mit einem Rekord zufrieden sein" Wochenendes

Die Beste Nachricht für alle Hamburger gleich vorne weg: St.Pauli hat dieses Wochenende nicht verloren... ok, noch nicht...

Aber ganz ehrlich: Die erste Mannschaft des HSVs ist derzeit so finster... wenn die neue Rekorde aufstellen, fällt das kaum jemanden mehr auf. Also dass die jetzt seit 663 Minuten ohne eigenen Bundesliga-Treffer sind, was ein neuer persönlicher Bestwert ist, geht im Montags-Kicker vollkommen unter... Da müssen die wohl wirklich für den Kölner Bundesligarekord gehen. Der liegt bei 1033 Minuten... das ist doch machbar...

Von mir aus... können sie bis dahin auch die andere aktuelle Serie ausbauen: Noch nie musste man 3 Spiele in Folge einen Platzverweis hinnehmen.
Und Bobby Woods völlig unmotiverter Platzverweis zeigte ja auch, wie es um das Nervenkostüm der Hamburger bestellt ist. Da geht noch einiges.

Ernsthaft... dieser Verein hat ja in den letzten Jahren echt unfassbares geleistet... also gut, Dietmar Beiersdorfer findet, dass er und seine Kollegen "sehr gute Arbeit geleistet" und "Stabilität reinbekommen" haben... und er sieht zum ersten Mal seit langen "wieder Perspektive im Kader"... Aber ganz nüchtern betrachtet: 2 Negativrekorde in einer Woche haben nicht mal die All Bawful Allstars unter Joe Zinnbauer oder Michael Oenning aufgestellt...

Und der wirkliche Abgrund... zeigt sich an ganz anderen Stellen des Kleingedruckten im Kicker: Auf der "Guckt mal, wir haben alle möglichen absurden Statistiken in unseren Datenbanken" Seite steht zum FC Ingolstadt folgender Satz: "Erst 3 Teams starteten zuvor so schlecht bzw. noch schlechter." Und dann werden Saarbrücken, 1860 München und Duisburg aufgezählt... und dann ich so: Fehlt da nicht wer? Also in der Tabelle, die bei mir an der Wand hängt... steht der HSV noch hinter Ingolstadt... Und müsste demnach auch auf dieser Liste auftauchen... Aber alle Experten sind sich ja ziemlich einig, dass das, was der HSV anbietet, nichts mit "Bundesligafußball" zu tun hat...

Aber hey, die größtmögliche Peinlichkeit hat man sich ja wenigstens erspart. Also ja, es gab diesen Verzweiflungsschuss von Pierre Michelle Lasogga aus 35 Metern... aber er ist danach nicht jubelnd in Markus Gisdols Arme gesprungen... Wenn die mich nicht sonst ständig bedienen würden, würde ich mich an der Stelle echt beschweren...

Alex Nouri: Es ist doch schön, wenn ein Trainerwechsel alle Probleme löst, oder? Ich meine... unter Viktor Skripnik würde jetzt eine ungesunde Mischung aus Panik und Weltuntergangstimmung herrschen...
Um mal festzuhalten, wie krass rückfällig die Bremer Hintermannschaft geworden ist: Das 0:1 wurde durch einen Einwurf an der Mittellinie eingeleitet... dadurch wurden auch nur 2 Verteidiger "gepackt"... die restlichen 5 lieferten allerdings nur freundlichen Begleitschutz für Maximilian Philipp... ich sag an der Stelle ja immer: Mittelklassestürmer wie Lionel Messi aussehen zu lassen kann kein gutes Defensivkonzept sein...
Und ja, Werder Bremen ist Defensiv gerade wieder so am Arsch, das Gegentorvorlagen quasi kaum noch nachvollziehbar sind... Also ja, es war echt Aufwand und ein reines Ausschlussverfahren, was mich zum dem Schluss hat kommen lassen, das formell gesehen Niklas Moisander (und nicht Milos Veljkovic, aber versucht mal in nem Bild Highlightvideo eine 13 und eine 18 auseinander zu halten...) das 3:1 mit seinem Kopfball aufgelegt hat. Bei anderen Vereinen würden solche Patzer halt auch in der Berichtserstattung auftauchen, bei Werder spricht man von "einer abgefälschten Flanke"... Was ja auch nachvollziehbar ist... ich meine Moisander war so ziemlich der einzige Hanseat, der an diesem Wochenende wenigstens mal versucht hat ein Tor zu verhindern... ihn dann in den Sachmedien damit auch noch aufzuziehen, wäre schon unvernünftig...

Thomas Tuchel, Vollidiot... der letzten 4 Wochen: Könnt ihr euch noch an die gute alte Zeit erinnern? Als die Dortmunder in Hochgeschwindigkeit ihre Gegner zerlegten? Das dürfte jetzt ungefähr 4 Wochen her sein... dann musste Tuchel völlig unmotiviert ansprechen, dass er und seine Jungs von den ganzen Fouls genervt sind... Das Ergebnis war natürlich, dass die Gegner jetzt Respektsabstand halten, weil ja niemand den BvB ärgern will dass die Gegner den BvB jetzt noch aggressiver bearbeiten. Das funktioniert ja auch hervorragend. Und es ist nicht mal wirklich unfair oder unsportlich... es war einfach nur dämlich vom Tuchel die ganze Welt darauf hinzuweisen, wie man gegen seine Mannschaft vorgehen muss...

Freitag, 28. Oktober 2016

Vorschau auf den 9. Spieltag

Und ja, ich habe meine 2. Teil in die nächste Woche verschoben... Shit happens und so...

Der Freitag Abend:
Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt: Super Fun Fact des Wochenendes: Wenn Gladbach dieses Spiel nicht gewinnt, war ihr Saisonstart in der Summe genau so katastrophal wie in der Letzten, Lucien Favre zum überstürzten Rücktritt bewegenden Saison... ich sag's ja nur...

Der Samstag Nachmittag:
1.FSV Mainz 05 - FC Ingolstadt 04: Viel schlimmer als die 4 Punkte, die Ingolstadt jetzt schon vom Relegationsrang trennen, sind ja die Mannschaften, die vor ihnen so rumhängen... Denn es ist wirklich nicht davon auszugehen, dass Wolfsburg und Schalke da unten hängen bleiben... das könnte ganz schnell eine ganz traurige Saison werden...
Aber hey, um mal Optimismus zu verbreiten: Mainz hat bisher in der Bundesliga gegen Ingolstadt 0 Punkte geholt und 0 Tore erzielt...

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen: Zyniker könnten behaupten, dass die DFL Roger Schmidts Sperre ja zwingend auf den DFB-Pokal legen musste... da man sonst keine Gelegenheit mehr findet, diese komplett anzuwenden... Was dann zu echten Komplikationen führen könnte...
Andererseits... ist Bayer ja nur an genau dem Punkt, an dem sie jedes Jahr standen... und an dem sie bisher unter Schmidt immer die Kurve gekriegt haben...

Werder Bremen - SC Freiburg: Christian Streich hat ja mit seinen "Man muss als Trainer auch mal Fluchen dürfen" Aussagen definitiv recht. Die Frage ist aber halt, ob man den Druck rauslässt, in dem man wie ein Rohrspatz vor sich hin flucht, oder ob man Verbal auf einen Kollegen losgeht...
Um das mal an einem "Artverwandten" Beispiel festzumachen: Jürgen Klopps "militaristische Jubelarien" sind auch nur ein Ventil für den aufgestauten Druck, dass nicht jedem gefällt... aber es würde niemand auf die Idee kommen, Klopp deswegen auf die Tribüne zu schicken. Darüber denkt man erst nach, wenn er seinen Druck an Schiedsrichtern auslässt... ich sag es ja nur...

FC Augsburg - Bayern München: Das einzige gute an dieser offiziell englischen, aber praktisch nur bayrischen Woche: wenigstens muss man nicht weit reisen...
Nebenbei fragen sich die ersten, ob man wirklich immer die Bayern live zeigen muss, wo es doch andere Spiele gegeben hätte, die mehr Spannung versprachen und lieferten...

SV Darmstadt - RB Leipzig: Wie freundlich von den Darmstädtern: Die richten extra an dem Tag, an den die Neulinge in der Ewigen Tabelle am VfB Leipzig vorbeiziehen können, einen "Traditionstag" aus... Man plant "verschiedene Old-School-Aktionen"... meine Frage ist ja: Sind auch rassistische Fangesänge geplant? Die scheinen ja zumindest bei Ostdeutschen Traditionsfans wieder auf dem Vormarsch zu sein... da kann man den Leuten von RB ja zeigen, wie viel schöner die Liga wäre, wenn man da echte Ostdeutsche Fans im Stadion hätte...

Das Spitzenspiel am Abend:
Borussia Dortmund - Schalke 04: Die gute Nachricht vor dem Derby für die Borussen: Auch nach dem Spieltag wird man definitiv weit vor den Knappen stehen... Da wird einem auch das eigentlich schöne an diesem Derby bewusst: Keiner der beiden kann sich eigentlich auch nur ein Unentschieden leisten... das sollte ein großartiges Spiel werden...

Der Sonntag:
TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC Berlin: Wahnsinn: Die Hertha spiel ihr 2. Spitzenspiel nacheinander... Das hat es gefühlt seit 1933 nicht mehr gegeben... Und wenn alles nach Plan läuft, dürfen sie auch dieses Wochenende wieder lesen, dass sie jetzt der große Bayern-Jäger sind...

1.FC Köln - Hamburger SV: Und da ist sie wieder: Eine dieser Chancen für die aktuellen HSV Profis, sich in den Geschichtsbüchern zu verewigen. Alles, was sie brauchen... sind 29 Minuten ohne eigenen Treffer... An der Stelle muss man ja erwähnen, dass der HSV bisher immer an genau diesen historischen Stellen dann doch gescheitert ist, weil irgendein Experte doch zufälliger Weise ein Tor erzielt hat... Jetzt kann man sich mal wieder in den Annalen verewigen. Lasst diese Chance nicht ungenutzt verstreichen!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Erwarte ich am Ende zu viel von den Leuten?

Es ist ja nicht so, dass ich mich ständig freue Recht zu behalten. Eigentlich ist bei mir eher das Gegenteil des Fall: Ich würde mich gerne eines besseren Belehren lassen... So wie von Christian Streich gerade... Nur um das mal erwähnt zu haben. Der Mann hat mit seiner Einschätzung irgendwie auch recht...

Aber... nun ja... dieses Wochenende kam am Samstag um 17:57 der erste "Jetzt ist Hertha offizielle Bayern-Verfolger Artikel" raus... Da war der Spieltag noch nicht mal durch...

Und da fängt ja auch schon das größte Problem mit dem Sportjournalismus an: Die Redakteure sehen sich selber viel zu sehr als Verkäufer und viel zu wenig als Experten.
Das fiel mir nebenbei dieses Wochenende auf, bevor die Bundesliga-Berichterstattung überhaupt los ging... als Markus Opdenhövel direkt behauptete, dass das ja die spannendste Dritte Liga aller Zeiten ist... weil nach 10 Spieltagen den Tabellendritten und den Tabellen-16. (also Abstiegskämpfer und Aufstiegskämpfer) sagenhafte 3 Punkte trennen. Das Problem daran: Die Dritte Liga ist schon immer sehr eng. Solche Konstellationen sind nichts ungewöhnliches. So absurd das klingt.
Als gebürtiger Rostocker verfolge ich die Dritte Liga ja viel genauer, als mir persönlich lieb ist. Deswegen kann ich auch behaupten: Es gibt ganze 2 Dinge, auf die man sich in der Dritten Liga verlassen kann: Hansa Rostock wird am Ende irgendwie die Klasse halten und der VfL Osnabrück bricht am Ende ein und verspielt den Aufstieg. Der Rest... ist eine reine Lotterie.

Um mal zu belegen, wie belanglos die aktuelle angeblich ach so spannende Drittligatabelle wirklich ist: Die Würzburger Kickers standen letztes Jahr zur Winterpause mit 8 Punkten Rückstand auf Platz 3 im gesicherten Mittelfeld... Am Ende der Saison sind sie dann durchmarschiert.

Oh und an der Stelle sei nochmal Darmstadt 98 erwähnt, die nach der 2013er Saison eigentlich vor dem Abgrund Regionalliga standen und 12 Monate später ähnlich sensationell wie Würzburg als Dritter in die Zweite Liga aufgestiegen sind. Solche Geschichten sind in der Dritten Liga nichts ungewöhnliches.

Da gibt es natürlich auch Gründe für. Die meisten Drittligisten hangeln sich von Saison zu Saison. Und stellen sich im Sommer regelmäßig ein neues Team zusammen, da überraschend wenige ihrer Spieler einen Vertrag haben, der länger als 12 Monate läuft. Die Manager der Dritten Liga hoffen quasi allesamt, dass sie die Konstellation (um die 2-3 Fixpunkte im Kader) gefunden haben, die in dieser Saison zum Aufstieg reicht.
Deswegen spielen sich die Drittligisten im Endeffekt 30 Spieltage lang ein. Und erst 8 Spieltage vor Schluss lohnt es sich dann wirklich auf die Tabelle zu gucken. Und wer dann seinen Lauf kriegt, steigt am Ende auf. Genau so funktioniert im Wesentlichen die 3. Liga.
Und ja, Duisburg sieht gerade wie der sichere Aufsteiger aus... Allerdings mit lächerlichen 14 Toren nach 12 Spielen... wenn sich der Rest ein wenig besser auf deren Angriff einstellt, sind die ganz schnell da oben weg... Obwohl sie uns gerade als Überteam "verkauft" werden...

Da sind wir ja auch beim eigentlichen Grundproblem: Wenn Opdenhövel ehrlich und sachlich an diesen Teil seiner Sendung gehen würde... würde die Anmoderation eher so klingen:

"Wir zeigen ihnen jetzt die Dritte Liga. Das ist auch ganz lustig, weil man nie vorhersagen kann, wie es ausgeht. Aber wir zeigen ihnen am Ende keine Tabelle, weil die gerade genau genommen vollkommen egal ist. Wir hoffen aber, dass wir ihnen jetzt schon die Spieler vorstellen können, die dann im April den Aufstieg entscheiden werden. Bleiben sie also dran und merken sie sich die Namen."

Das klingt natürlich unglaublich unsexy. Deswegen lässt der Opdenhövel das natürlich. Denn seine Aufgabe ist es ja nicht, uns die Verhältnisse der Dritten Liga zu erklären... sondern uns diese als möglichst attraktiv zu verkaufen.

Deswegen (um ein weiteres aktuelles Beispiel zu nennen) erzählt uns der Kommentator von Darmstadt - Frankfurt ja auch nicht, was für ein unfassbar schlechtes Spiel wir da gerade sehen... sondern sagt die ganze Zeit "Bleiben sie dran, da kommt noch was ganz Großes!" Auch wenn das "ganz Große" nur ein Gurkentor ist...
Das schöne an der Sportschau ist dabei natürlich, dass sie mit solchen Ansagen wenigstens keine Werbeunterbrechungen einleiten... und ja, ich bin alt genug um genau das erlebt zu haben... damals, beim Privatfernsehen...

Aber bei den "Live-Kommentatoren" kann ich das ja noch fast nachvollziehen... Denn da hat die Übertragung ja auch 2 Seiten der Medaille. Denn wir als Zuschauer wollen halt auch unterhalten werden. Und wir fühlen uns im Durchschnitt eher schlecht unterhalten, wenn man uns permanent drauf hinweist, was für eine Grütze wir da gerade sehen...

Aber das die Nachtberichtserstattung oftmals dasselbe Niveau erreicht... stört mich halt definitiv...
Alle hoffen darauf, dass Hertha oder RB Leipzig wirklich zum Bayern-Jäger mutiert. Damit sie hinterher behaupten können: Das haben wir ja gleich gesagt. Das habt ihr als erste exklusiv bei uns gelesen. Und ja, genau dann wird das auch raus geholt.
Wenn ihr jetzt denkt: Der übertreibt doch, so was würde ein Fachmagazin doch nie machen... dann holt mal den Außenteil vom aktuellen Kicker raus. Glaubt ihr, der Kicker würde seine "Fiesta Mexicana" Schlagzeile noch mal ausgraben, wenn das damals die einzige Torvorlage von Marco Fabian geblieben wäre? Oder die ""Labbadias Aus wird die Probleme nicht lösen" Schlagzeile, wenn Markus Gisdol mit 7 Punkten gestartet wäre? Diese Dinge bauen sie nur ein, damit wir alle bemerken, dass sie und das ja vorausgesagt haben... So was stärkt halt unser Vertrauen in das Medium.

Aber: Niemand wird hinterher erwähnen, dass man die Hertha zum Bayern-Jäger gemacht hat, wenn sich die Tabelle normalisiert hat und die Hertha 10 bis 15 Punkte hinter den Bayern liegt... In dem Fall werden diese Schlagzeilen ganz schnell wieder ganz tief vergraben.

Und das ist halt ein grundlegendes Problem der Internet-Zeit: Es geht nicht mehr darum richtig zu berichten, es geht darum als erster eine möglichst prägnante Schlagzeile in den Umlauf zu bringen. Was die Journalistische Arbeit (hauptsächlich neben dem Sport, also wenn es um wirklich wichtige Dinge geht.) unfassbar schwierig macht. Denn wirklich gute Recherche-Arbeit kostet Zeit... Stumpfe Schlagzeilen dagegen nicht.
Und am Ende bringt der gut recherchierte Artikel auch noch weniger als die rausgerotzte Schlagzeile...

Dazu kommt natürlich, um zurück zum Sport zu kommen, der Leicster Faktor. Also dass da das Unvorhersehbare wirklich passiert ist. wirkt sich natürlich jetzt natürlich auf unsere Experten aus. Da will sich hinterher keiner Vorwerfen lassen, dass er das nicht hat kommen sehen. Da schreibt man doch lieber gleich seine Schlagzeilen, damit man hinterher behaupten kann: Wir haben gleich dran geglaubt...

Wie könnte man dieses Problem lösen? Nun ja, mit guter, detaillierter und tiefgründiger Analyse als Fachmagazin. Und wie ich mir das vorstellen könnte, beschreibe ich morgen. Yeah! Sequel Baiting.

Montag, 24. Oktober 2016

Worst of des "Jetzt sich jetzt nicht in den Dienst der Sache stellt" Wochenendes.

Ganz ehrlich... warum tun die mir das an? Also warum spielen die schon wieder eine "So ist der HSV nicht zu retten" Saison... Wobei doch jetzt schon fest steht, dass man sich am Ende wieder irgendwie retten wird... macht mir doch keine Hoffnung... und wenn, dann haltet euch wenigstens dieses Mal an euren Aufsichtsratsboss und zieht das durch...

Karl Gernandt sagte schließlich klar und deutlich: "Wer sich jetzt nicht in den Dienst der Sache stellt, spielt leichtfertig mit den Werten des HSV." (Warnung an alle anonymen Fußball-Fans: Der Link geht auf deren Homepage, ihr könntet für die NSA danach als Hamburg Fan gelten... und man kann ja derzeit für alle anderen Vereine eine Rechtfertigung finden...)
Das war natürlich eine ganz klare Ansage an Rene Adler. Der sich halt als einziger gegen die Klatschen zu wehren scheint, für die der neue HSV halt steht. Das geht so nicht. Ganz ehrlich, wenn er darauf keinen Bock hat, muss er sich einen neuen Verein suchen...

Dabei ist doch unter Markus Gisdol so vieles so viel besser geworden. Mit Lewis Holtby hat in dieser Saison zum ersten Mal ein Mittelfeldspieler (oder ganz allgemein ein anderer Spieler als Bobby Wood) für für Torgefahr gesorgt. Ok, vor dem eigenen Kasten... aber irgendwo muss man ja mit dem Toreschießen anfangen...

Damit... und das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen... hat Hamburg fast so viele Eigentore wie richtige Tore erzielt... Oh und wo ich gerade auf Rene Adler rumgehackt habe: Der ist mit einer Torvorlage gefährlichster Aufbauspieler der Hanseaten. Und damit meine ich nicht die Gegentorvorlagen... Ich meine diese Richtigen "Ich spiele meinen Mitspieler an und der schießt den Ball dann ins Tor" Vorlagen...
Wobei... in Hamburg wären sie ja derzeit schon stolz, wenn jemand einen Pass zum Mitspieler bringt und der danach dann aufs Tor schießt... Muss ja kein gefährlicher Torschuss sein... es reicht ja eine Verzweiflungstat aus 45 Metern... ernsthaft... ich sehe Pierre Michelle Lasogga am nächsten Wochenende aus 40 Metern einfach mal draufhalten um danach jubelnd dem Gisdol in die Arme zu springen...

Rudi Völler, Vollidiot der Woche: Oh ja... Eigentlich... stand das auch schon am Freitag Abend fest, als ich von seinem "Beef" mit Mario Basler gelesen habe. Es gibt nur einen Pausenclown und der heißt Rudi... Ok, seit dem Franz Beckenbauer gefühlt Steckbrieflich gesucht wird, gibt es nur noch einen Pausenclown und der heißt Rudi... aber das ist halt zu lang, um es zu einem Schlachtgesang zu machen...
Rudi musste jedenfalls seinen Trainer verteidigen... weil dieser... nun ja... Ausdrücke wie "Leck mich am Arsch" "Was bist du denn für ein Spinner" und "Halt doch einfach die Schnauze" in Richtung seines Kollegens abgesondert hat.
Das sind ja immer meine liebsten Streitgespräche... also wenn man erst Beleidigungen raus haut und dann am Ende nur noch ein "Halt doch die Schnauze" übrig hat...

Wirklich episch war da allerdings Julian Nagelsmann, der hinterher den Eindruck vermittelte, dass ja nichts ungewöhnliches vorgefallen sei... so was hört er anscheinend regelmäßig... also... das stimmt wahrscheinlich sogar... also den Satz "Du hast den Fußball erfunden." wird er wahrscheinlich wirklich jeden Montag in Hoffneheims Tante Emma Laden hören.... Wenn auch in einer anderen Tonlage

Aber das wirklich schöne an der Situation in Leverkusen ist ja, dass Roger Schmidt sich das halt auch echt leisten kann. Ich meine, es ist ja nicht so, dass seine eigene Mannschaft seine Aufmerksamkeit bräuchte. Die ist ja so gut wie im Achtelfinale der Champions League... zumindest nach der Wahrnehmung des Trainers... und die Qualifikation für 2017/18 ist auch schon gebucht. Er verlässt sich halt drauf, dass die Mannschaft wie jedes Jahr die Kurve kriegt, wenn es eng wird... Da kann man sich dann ja in aller Ruhe mit Wolfsburgs designierten nächsten Trainer beschäftigen. Also zumindest sicher stellen, dass der Mann keinerlei Interesse an seinem eigenen Job hat....

Aber zurück zum Großmeister der sinnlosen Aussagen: Rudi sah natürlich kein Fehlverhalten seines leitenden Angestellten... sondern eine Verschwörung... Zitat aus dem Kicker: "Der Schiedsrichter hatte ein bisschen Angst, weil es zu viele gehört hatten." Ähm... ich sag das mal so... wenn dein Trainer so laut seinen Kollegen beleidigt, dass man das noch in Köln hört, ist nicht der Schiri das Problem...
Und der zweite Teil: "Es fällt auf, dass es immer unseren Trainer erwischt." Und ja... es fällt schon auf, dass sich immer wieder Schmidt wie ein Vollidiot aufführt... Also falls Rudi das vergessen hat: Roger Schmidt war der einzige Trainer der letzten 65 Jahre, der fast einen Spielabbruch provoziert hätte, weil er mit einer Regelauslegung nicht einverstanden war... Und ja, das war dieses Jahr... Und wer so ein Verhalten an den Tag legt, wird halt regelmäßiger auf die Tribüne geschickt als andere Trainer... das liegt aber nicht daran, dass Schmidt unter besonderer Beobachtung steht... das liegt daran, dass er nicht beim FC Bayern unter Vertrag steht...

Das großartigste Zitat zum Leverkusener Wochenende lieferte allerdings... Kevin Volland: "Denn egal gegen welche Mannschaft du in der 6. Minute einen Platzverweis bekommst, wirft das den Plan über den Haufen." Das hängt natürlich ganz stark vom Plan ab. Wenn der "Ich wollte möglichst früh geduscht sein, damit ich danach mein Konzert in Köln rechtzeitig und ausgeruht erreiche" lautet...
Wobei man an der Stelle erwähnen muss: Selbst Hamburgs Matchplan vorige Woche ist durch einen Platzverweis über den Haufen geworfen worden... ok, dieser Matchplan lautete "Wir lassen uns widerstandslos abschießen" und warum das da gerade mal zu 10. nicht ging, hat keiner verstanden...

Aber hey, damit es für die Leverkusener wenigstens ein Erfolgserlebnis gibt... schreibe ich Bernd Leno wenigstens noch eine Torvorlage zum 0:3 gut... aber auch nur, weil sie in Leverkusen sonst vielleicht heulen... Jetzt... stellen sie wenigstens den Spitzenreiter in dieser Wertung... das ist doch auch mal was...

Norbert Meier: Ähm... wo wir schon beim Thema "Beleidigungen sind": Wenn Schmidt auf die Tribüne geschickt wird, muss Meier auch... Ich wollte es nur erwähnt haben... Nur weil es ihm beim Torjubel passiert ist und der Wortlaut es nicht in den Kicker geschafft hat, ist die Aktion an sich nicht besser...

Valerien Ismael: Make it happen, Klaus. Dein Ruf ist nach wie vor so gut, du kannst das. Setze alles auf die Karte Nagelsmann und hoffe, dass der im Sommer zu dir kommt... und lasse so lange Ismael diesen Trümmerhaufen verwalten. Es gibt für mich als Blogger keine besseren Vorstellungen als "Lass mal die Erfolgskonzepte des HSVs kopieren"... Du hast mein vollstes Vertrauen.
Ich meine, die Werkself ist so gut... die lässt Darmstadt 98 "Hacke, Spitze, eins, zwei, drei"" spielen. Das muss man erst Mal hinkriegen... da guckt sogar das Hamburger Original neidisch...

Julian Günther-Schmidt: Erster Bundesliga-Einsatz, erste Torchance... und direkt die erste Nominierung zum Gomez der Woche: Da wird doch sogar das Original neidisch... Wobei ja gerade bei jungen Debütanten das Prinzip gilt: Jetzt kann es vor dem gegnerischen Tor nur noch besser werden.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Das Problem an der so schön engen Tabelle

Alle so "Yeah, davon haben wir geträumt: Kein Durchmarsch der Bayern! Die schwächeln gerade! Das ist die Chance auf einen spannenden... nun ja zumindest April"...

Ähm... kurz gesagt: Nein.

Denn jetzt kommt der absolute Schocker: Die wirkliche Tabelle ist genau so Eng wie letztes Jahr.

Und ja, die Entwicklung in Köln ist absolut faszinierend. Eine der spannendsten Geschichten der aktuellen Bundesliga. Vor allem, weil Köln halt unter Peter Stöger und Jörg Schmadtke konstant besser wird. Und ein Ende dieses Weges nicht wirklich absehbar ist.
Aber selbst die Kölner Fans scheinen das Wort "Champions League" nur sehr ironisch in den Mund zu nehmen. Sprich: Selbst Platz 4 wäre eine riesige Sensation.
Jetzt sollen sie den Kampf um die Meisterschaft offen halten? Ja, genau. Der einzige weniger bedrohlicher Verfolger als Köln... wäre Bayer Vizekusen... (Frei nach dem Motto: "Hey, wir liegen nur -3 Punkte vor Bayer und die spielen in Unterhachingen... sollten wir nicht langsam Panik schieben..." "Ne, wir haben ja noch 90 Minuten bis zum Saisonende, das reicht...")
Nur um mal festzuhalten, wie absurd der derzeitige Lauf der Domstädter ist: In den letzten 3 Wochen war Anthony Modeste besser und effektiver als Robert Lewandowski... oder als Pierre-Emerick Aubameyang... Nun war Modeste in den ersten Saisonmonaten schon immer besser als erwartet... aber dieses Niveau wird er nicht übers ganze Jahr halten.
Und die wirklich spannende Frage wird im nächsten Sommer kommen: Wie ersetzt man so einen Stürmer, wenn man dem Gesetzen des Geschäfts nachgeben musste?

Zum Spitzenspiel reist man dann ja dieses Wochenende zur ebenfalls in Lauerstellung liegenden Hertha. Und ja, Pal Dadrai belegt gerade, dass er mehr als nur "Dead Coach Bouncen" kann... Beeindruckend. Aber das ganze basiert halt auch auf einer absurd hohen Chancenverwertung von (laut Kicker) 41,4 Prozent. 5% besser als Mainz auf Platz 2. Oder (solche Zahlenspiele sagen immer überraschend viel aus) der Abstand zwischen Hertha und Mainz ist so große wie zwischen dem 2. und dem 6. Anders ausgedrückt: Wenn ihr das Gefühl habt, dass bei der Hertha derzeit jeder (2.) Schuss ein Treffer ist... täuscht dieses Gefühl euch gar nicht so sehr, wie ihr gedacht habt... Und sobald dieser Wert wieder im Normalen Bereich angekommen ist... Wird der Hertha auf ein Mal auffallen, dass sie sich kaum Chancen erspielen. Nur 5 Mannschaften (und ja, da sind Hamburg und Ingolstadt dabei) sind seltener vorm Gegnerischen Tor anzutreffen.
Und diese 41,4% wird man nicht halten können.

Bleibt also... RB Leipzig. Und da wird sich der gemeine Fußballfan doch sagen "Nee, dann doch lieber ein Durchmarsch." Natürlich ist der Weg zum echten Bayernjäger bei RB am deutlichsten vorgezeichnet. Die werden in den nächsten 4 Jahren definitiv in die Champions League einziehen, es sich dort gemütlich machen und in 10 Jahren selbstverständlich die Bayern jagen. Und die werden sich wundern, warum auf ein Mal all die ehemaligen Bayern Hasser doch hinter ihnen stehen... was sie so sehr verwirrt, dass RB Meister wird. Damn, das hätte mir zum Worst Case Szenario zu Saisonbeginn einfallen sollen...
Aber auch diese junge Mannschaft wird noch ihre Wachstumsschmerzen durchleben. Selbst der Einzug in die Champions League wäre eine Sensation.

Solche Mannschaften kann man halt eigentlich nicht als Bayern-Jäger verkaufen. Es sei denn, man will künstlich Spannung generieren... Ich vergleiche das mal mit der Tour de France. Da wird euch vor den wichtigen Bergetappen auch niemand erzählen, wie knapp der Abstand zwischen dem Favoriten auf den Gesamtsieg und den Experten, der die eine Außreißer-Etappe gewonnen hat, ist. Die werden immer darauf hinweisen, wie weit das Gelbe Trikot vor den relevanten Verfolgern liegt. Und wenn dann überraschend jemand ganz weit vorne liegt, sagen alle immer: Machen sie sich da kein falsches Bild, der wird in den Bergen abgehängt werden...

Und dann... wird einem das eigentliche Problem klar. Ja, die Bayern haben 2 Bundesligaspiele in Folge nicht gewonnen. Ihren Vorsprung auf den am ehesten relevanten Verfolger aus Dortmund hat man in der Zeit trotzdem auf beruhigende 4 Punkte erhöht... dieselben 4 Punkte, die man vor 12 Monaten auch hatte...
Dazu kommt, dass Bayer Leverkusen wieder erst darauf wartet, dass ihr Trainer kurz vor der Entlassung steht, bevor sie auch die belanglosen Gegner so ernst nehmen, dass man sie zumindest mit 1:0 schlägt...
Bayer Leverkusen ist dabei das ganz große Rätsel der Bundesliga. Und gleichzeitig die größte Endtäuschung. Schließlich hatten sie vor der Saison einen extremen Startvorteil gegenüber Dortmund: Sie mussten keine 100 Millionen Euro ausgeben nur um ihr Niveau doch nicht zu halten. Eigentlich sollte Bayer in der Position der Kölner sein. 2 Punkte hinter den Bayern auf der Lauer liegend. Und gegen Dortmund hat man ja auch eindrucksvoll nachgewiesen, was in dieser Mannschaft steckt. Aber direkt danach verliert man halt völlig unmotiviert in Bremen...

Und ja, Bayer Leverkusen hätte man es zutrauen können, die Distanz zu den Bayern eng zu halten. Und die zumindest zu nerven, so wie es Dortmund letztes Jahr gemacht hat.

So... hat der Rekordmeister zwar "nur" 2 Punkte Vorsprung auf Platz 2... Aber halt auch schon wieder 4 auf Dortmund und 7 auf Leverkusen...

Und wer euch jetzt erzählen will, dass diese Bundesligasaison spannender wird als die Letzte... macht seinen Job nicht wirklich seriös. Das solltet ihr halt alle bedenken, bevor ihr spannungsgeladen ins Wochenende startet und auf einen weiteren Punktverlust der Bayern hofft...