Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Michael Meier hat seinen eigenen Ehrenplatz in der Passives Abseits Hall of Shame als schlechtester Manager der Bundesliga-Neuzeit. Noch vor Dieter Hoeneß. Und dem Vorjahressieger Felix Magath.
Und ja, ich weiß, eigentlich habe ich diesen Titel schon an Frank Arnesen vergeben... (und Felix Magath tauchte in der Liste gar nicht auf...) Aber 3 Monate machen einen halt ein bisschen schlauer.
Natürlich sehen Arnesens Abschlusstransfers immer noch wie eine Panikattacke aus... und der van der Vaart-Transfer wurde mehr oder weniger über seinen Kopf hinweg durchgezogen. Aber Arnesen sieht vor der Winterpause halt doch eher wie ein "Master of Panic" als wie ein "Meier des Jahres" aus. Hamburg ist 7. und hat irrealer Weise sogar Kontakt direkten Kontakt zu den Europa League Plätzen... und kann sogar ohne van der Vaart gewinnen...
Unsere 3 übrigen Kandidaten haben alle eins gemeinsam: sie werden in der Winterpause keinen Schaden mehr "anrichten" können:
Platz 3: Manfred Paula: Ja, klar, es ist immer schwer, den Augsburgern Vorwürfe zu machen... Ein Verein der komplett ohne Ruf und fast ohne Budget einkaufen gehen muss, hat quasi kaum eine Chance nur Hochkaräter und Volltreffer zu ziehen. Aber so daneben sollte man auch nicht liegen... Giovanni Sio, Andreas Ottl, Jan Moravek, Arsitide Bance und Knowledge Musona sollten die stützen zum erneuten Klassenerhalt sein... Der einzige, der wirklich was stützt, ist der Unbekannteste: Kevin Vogt. Wenn man sich diese Bilanz anguckt, ist es kein wunder, dass Augsburg nur 8 Punkte hat, Paula zum Leiter des Jugendzentrums hochgelobt wurde und Jürgen Rollmann im Winter den Kader "optimieren" will...
Platz 2: Immernoch Markus Babbel: Ja, er lag bei mir schon ganz früh ganz weit vorne. Und eigentlich braucht man nur Worte, um die ganze Misere zu beschreiben: Führungsspieler Tim Wiese. Dazu noch eine mittlere Katastrophe mit Eren Derdyiok und fertig ist der "Relegationsplatz"-Cocktail.
Platz 1 und damit endlich doch Titelverteidiger: Felix Magath: Um nicht alles nochmal aufzuzählen: Er verstärkte seine Mannschaft für 20 Millionen Euro... Und am Ende musste er trotzdem Diego, Simon Kjaer und Thomas Kahlenberg aufstellen... 3 Spieler, die er auf dem Transfermarkt einfach nicht losgeworden ist...
Um aber hier auch nochmal was neues zu erzählen: 1. Auffälligkeit: Alle 3 sind nicht mehr im Amt. Offensichtlich merken doch mehr Vereine (also alle außer Dynamo Dresden), dass eine ordentliche Arbeit im Management beinah genauso essentiell ist, wie eine ordentliche Arbeit auf dem Trainingsplatz. Und wenn man beim Nachzählen kleinlich ist... wurden mit Paula, Magath und Babbel 3 Manager entlassen, mit Magath und Babbel aber nur 2 Trainer... und das bringt uns direkt zu
2.: Die Doppelfunktion (oder im Falle Magath sogar die "ich mach einfach alles" Funktion) führte im Endeffekt nur zur Doppelentlassung. Markus Babbel hat in einem selbstkritischen Moment schon zugegeben, dass der Job als Manager ihn auch den Trainerposten gekostet haben könnte. Anscheinend ist es doch vernünftig, die sportliche Verantwortung aufzuteilen. Denn selbst wenn sie wie Slomka und Schmadtke in Hannover eigentlich permanent gegeneinander arbeiten, kommt dabei doch mehr rum als wenn den Job nur einer macht.
2 interessante Entwicklungen, die man durchaus weiterverfolgen könnte: Werden die Manager in Zukunft häufiger als ihre Trainer in die Pflicht genommen? Und ist die Zeit der Alleinverantwortlichen nach Englischen Vorbild erst mal vorbei?
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Donnerstag, 13. Dezember 2012
Freitag, 23. Dezember 2011
Hat sich Markus Babbel am Ende übeschätzt?
Sein wir ganz ehrlich: der große Verlierer der Berliner Schlammschlacht ist (noch) Markus Babbel. (Auch weil sich in Berlin noch niemand traut, offen Michael Preetz und den Umgang mit seinen 3 Trainern zu hinterfragen...) Viele seiner Aussagen waren... sagen wir undiplomatisch... seinen noch Arbeitgeber quasi als Marionette zu bezeichnen ist alles andere als clever...
der einzig brauchbare Verlgeich ist nun mal die Wutreden von Thomas Doll. Und die findet man bis heute auf Youtube... Was aber viel schlimmer ist: Doll war seitdem in der Bundesliga nie wieder ein Thema... Und alles was Thomas Doll genau genommen gemacht hat, ist: vor den Medien bedingungslos vor seine Spieler zu stehen... Trotzdem ist der Mann seit dem nicht mehr vermittelbar... Babbel dagegen... beschimpfte seine eigenen Vorgesetzten... Egal ob seine Darstellung nun stimmt oder nicht... alle Manager der Bundesliga werden erstmal vor ihm zurückschrecken.
Die viel spannendere Frage lautet ja dennoch: für wen hält sich Markus Babbel eigentlich? Für das uneheliche Kind von Giovanni Trappatoni und Ottmar Hitzfeld? Dafür, dass er als Trainer andauernd von den Medien als Jupp Heynckes-Nachfolger ins Gespräch gebracht wird, obwohl er noch nie wirklich was geleistet hat, kann er wenig... Aber dass er permanent davon spricht, Titel gewinnen zu wollen, ohne als Trainer jemals wirklich was geleistet zu haben... kann er schon eher was.
Erinnern wir uns: Babbel startete als Interims-Trainer beim VfB Stuttgart in der Rückrunde durch. Er kam am Ende sogar bis in die Champions League... nur muss man dazu sagen: Mit der Stuttgarter Mannschaft der letzten Jahre in der Rückrunde durchzustarten war ungefähr so schwer... wie das 2. Marko Reuss Tor gegen Schalke Mittwoch abend...Die Mannschaft hat sich jahrelang immer wieder auf ihren Erfolgen ausgeruht und brauchte einen Trainerwechsel um ihr Potentzial abzurufen... das sollte eigentlich mehr über die Führungsspieler der Stuttgarter als über ihre Trainer aussagen...
Ein halbes Jahr später war Stuttgart wieder 16. und Markus Babbel wurde entlassen. Schuld war daran natürlich diese doofe Trainerausbildung, die Babbel absolvieren musste... das ein guter Jung-Trainer (siehe Stanislawski, Holger) beides durchaus verbinden kann... (auch wenn der zugegebener Weise keine Champions League spielen musste...)
Aber als junger Aufstrebender Trainer bekam er trotzdem eine großartige Chance: er durfte die Hertha zurück in die Bundesliga führen. Bei einem derart bundesligatauglichen Kader gibt es wirklich schwerere Aufgaben... Jetzt galt es aber diesen großartigen Erfolg zu bestätigen (und nebenbei die Mannschaft und ihre jungen Spieler zu entwickeln). Anfang November stellte Babbel dann fest, dass das eigentlich nicht sein Ding ist... er will lieber den nächsten Schritt machen und um Titel spielen. Bezeichnender Weise holten die Berliner ihren letzten Bundesligasieg unter Babbel vor dieser Feststellung... Eine wirkliche Entwicklung ist derweil nur bei Pierre-Michelle Lasogga zu sehen...
Aber ganz ehrlich und auch ohne den ganzen Stress, den er jetzt bei seinem Abschied gemacht hat: was sollte Schalke 04 dazu bringen, sich in diesem Moment wirklich und ernsthaft mit einem Babbel zu beschäftigen... und die Schalker spielen noch nicht mal ernsthaft um die Titel mit...
In der Trainer-Hierachie standen jedenfalls andere Trainer vorher schon deutlich vor Babbel... Und ein Robin Dutt hat gerade erst bewiesen, dass man für jahrelange seriöse Arbeit irgendwann die Angebote eines Vize-Titelkandidatens bekommt (auch wenn das gerade nicht sooo gut läuft)... Jürgen Klopp gilt als das ideale Vorbild für eine Trainerkarriere (vor allem, weil er behaupten kann, dass er gemeinsam mit Michael Zorc den Titelkandidaten selber gebaut zu haben)... Thomas Tuchel ist quasi der nächste Kandidat für eine Beförderung (oder er baut halt demnächst seinen eigenen Doll... bei seinem Umgang mit den Medien stehen die Chancen 50/50...) Mirko Slomka wird wohl nie wieder so lange auf ein passendes Angebot warten müssen, wie nach seiner Entlassung auf Schalke. Marco Kurzs großartige Leistungen werden nur nicht so anerkannt, weil sie halt in Kaiserslautern und im Abstiegskampf stattfinden... Und Und Und...
Markus Babbel sollte derweil erstmal beweisen, dass er bei einem kleineren Verein (wie es die Hertha derzeit ja nun mal ist) längerfristig gute Arbeit leisten kann, bevor er von höheren Weihen träumt... und eine Tour durch die Türkei und Saudi Arbien erscheint nicht mal so abwegig... aber am Ende muss er dann irgendwann feststellen: Selbst Schuld... und das nicht nur wegen der Aussagen um seine Entlassung
der einzig brauchbare Verlgeich ist nun mal die Wutreden von Thomas Doll. Und die findet man bis heute auf Youtube... Was aber viel schlimmer ist: Doll war seitdem in der Bundesliga nie wieder ein Thema... Und alles was Thomas Doll genau genommen gemacht hat, ist: vor den Medien bedingungslos vor seine Spieler zu stehen... Trotzdem ist der Mann seit dem nicht mehr vermittelbar... Babbel dagegen... beschimpfte seine eigenen Vorgesetzten... Egal ob seine Darstellung nun stimmt oder nicht... alle Manager der Bundesliga werden erstmal vor ihm zurückschrecken.
Die viel spannendere Frage lautet ja dennoch: für wen hält sich Markus Babbel eigentlich? Für das uneheliche Kind von Giovanni Trappatoni und Ottmar Hitzfeld? Dafür, dass er als Trainer andauernd von den Medien als Jupp Heynckes-Nachfolger ins Gespräch gebracht wird, obwohl er noch nie wirklich was geleistet hat, kann er wenig... Aber dass er permanent davon spricht, Titel gewinnen zu wollen, ohne als Trainer jemals wirklich was geleistet zu haben... kann er schon eher was.
Erinnern wir uns: Babbel startete als Interims-Trainer beim VfB Stuttgart in der Rückrunde durch. Er kam am Ende sogar bis in die Champions League... nur muss man dazu sagen: Mit der Stuttgarter Mannschaft der letzten Jahre in der Rückrunde durchzustarten war ungefähr so schwer... wie das 2. Marko Reuss Tor gegen Schalke Mittwoch abend...Die Mannschaft hat sich jahrelang immer wieder auf ihren Erfolgen ausgeruht und brauchte einen Trainerwechsel um ihr Potentzial abzurufen... das sollte eigentlich mehr über die Führungsspieler der Stuttgarter als über ihre Trainer aussagen...
Ein halbes Jahr später war Stuttgart wieder 16. und Markus Babbel wurde entlassen. Schuld war daran natürlich diese doofe Trainerausbildung, die Babbel absolvieren musste... das ein guter Jung-Trainer (siehe Stanislawski, Holger) beides durchaus verbinden kann... (auch wenn der zugegebener Weise keine Champions League spielen musste...)
Aber als junger Aufstrebender Trainer bekam er trotzdem eine großartige Chance: er durfte die Hertha zurück in die Bundesliga führen. Bei einem derart bundesligatauglichen Kader gibt es wirklich schwerere Aufgaben... Jetzt galt es aber diesen großartigen Erfolg zu bestätigen (und nebenbei die Mannschaft und ihre jungen Spieler zu entwickeln). Anfang November stellte Babbel dann fest, dass das eigentlich nicht sein Ding ist... er will lieber den nächsten Schritt machen und um Titel spielen. Bezeichnender Weise holten die Berliner ihren letzten Bundesligasieg unter Babbel vor dieser Feststellung... Eine wirkliche Entwicklung ist derweil nur bei Pierre-Michelle Lasogga zu sehen...
Aber ganz ehrlich und auch ohne den ganzen Stress, den er jetzt bei seinem Abschied gemacht hat: was sollte Schalke 04 dazu bringen, sich in diesem Moment wirklich und ernsthaft mit einem Babbel zu beschäftigen... und die Schalker spielen noch nicht mal ernsthaft um die Titel mit...
In der Trainer-Hierachie standen jedenfalls andere Trainer vorher schon deutlich vor Babbel... Und ein Robin Dutt hat gerade erst bewiesen, dass man für jahrelange seriöse Arbeit irgendwann die Angebote eines Vize-Titelkandidatens bekommt (auch wenn das gerade nicht sooo gut läuft)... Jürgen Klopp gilt als das ideale Vorbild für eine Trainerkarriere (vor allem, weil er behaupten kann, dass er gemeinsam mit Michael Zorc den Titelkandidaten selber gebaut zu haben)... Thomas Tuchel ist quasi der nächste Kandidat für eine Beförderung (oder er baut halt demnächst seinen eigenen Doll... bei seinem Umgang mit den Medien stehen die Chancen 50/50...) Mirko Slomka wird wohl nie wieder so lange auf ein passendes Angebot warten müssen, wie nach seiner Entlassung auf Schalke. Marco Kurzs großartige Leistungen werden nur nicht so anerkannt, weil sie halt in Kaiserslautern und im Abstiegskampf stattfinden... Und Und Und...
Markus Babbel sollte derweil erstmal beweisen, dass er bei einem kleineren Verein (wie es die Hertha derzeit ja nun mal ist) längerfristig gute Arbeit leisten kann, bevor er von höheren Weihen träumt... und eine Tour durch die Türkei und Saudi Arbien erscheint nicht mal so abwegig... aber am Ende muss er dann irgendwann feststellen: Selbst Schuld... und das nicht nur wegen der Aussagen um seine Entlassung
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