Ok... zugegeben... mache ich auch ständig. Aber egal:
Klaus Allofs, Vollidiot der Woche: Wisst ihr was gerade passiert ist? Bastian Schweinsteiger hat zum ersten Mal in seiner Karriere 3 Liga Spiele in Folge verloren. ZUM ERSTEN MAL. Als Hamburger passiert dir so was gefühlt ein Mal im Monat.
Und was muss sich Schweinsteiger als Repräsentant der Bayern vorwerfen lassen? Mangelnde Professionalität und Seriosität.
Das wirklich faszinierende an den Bayern im Sommer 2015: Ich habe das Gefühl, dass die eigentlich noch wollen, aber wirklich nicht mehr können... Wenn man bedenkt, dass die Robert Lewandowski mit gebrochenem Gesicht aufgestellt haben... in einem für sie völligst bedeutungslosen Spiel... Ein Klaus Allofs zu seiner Aktiven Zeit hätte sich mit der Verletzung 6 Wochen lang krank schreiben lassen und jetzt wirft er dem Polen vor, dass er trotz dieser Verletzung immer noch versucht, Torschützenkönig zu werden? Eigentlich (aus medizinischer Sicht) gibt es nur einen Vorwurf, den man den Bayern machen kann: dass sie ihre angeschlagenen und übermüdeten Spieler überhaupt aufstellen...
Und ja, die Bayern sind quasi in der 60. Minute des DFB-Pokal Halbfinales mit voller Wucht gegen eine Unsichtbare Wand gefahren. Bis zur 60. sah es in dem Spiel nach einem souveränem Weiterkommen der Bayern aus, seitdem schleppen sie sich nur noch qualvoll über den Platz.
Selbst der eine Pflichtspiel Sieg im Rückspiel gegen Barcelona sollte eigentlich nicht zählen, denn sein wir kurz ehrlich: Sobald sicher gestellt war (mit dem zwischenzeitlichen 1:2), dass Barca ins Finale einziehen wird, haben die die weitere Teilnahme an dem Spiel verweigert. Und trotzdem haben die Bayern "nur" 3:2 gewonnen...
Aber wisst ihr was: Diese Reaktion ist vollkommen menschlich. Da sind wir wieder bei meiner ursprünglichen These: Klaus Allofs hat halt keine Ahnung, wovon er spricht, wenn der den Bayern "mangelnde Professionalität" vorwirft. Denn obwohl Allofs ein guter Fußballer war... verglichen mit einem Schweinsteiger sind seine "Erfolge" lächerlich.
Machen wir es mal an ganz einfachen Zahlen fest: Klaus Allofs hat in seinen 18 Jahren als Profi an 547 offiziellen Spielen teilgenommen. Schweinsteiger hatte am Wochenende sein 500. Bayern-Spiel. Dazu kommen 109 Länderspiele. D.h.: Bastian Schweinsteiger hat rein quantitativ in 12 Jahren schon eine ganze Saison mehr gespielt als Allofs in seiner gesamten Karriere... wenn man jetzt noch bedenkt, dass ein moderner Mittelfeldspieler 4 KM pro Spiel mehr läuft als ein Stürmer der 80er Jahre... Und dass man inzwischen ganz andere Schläge und Tritte weg stecken muss las in den 80ern... Ein Allofs hätte schon längst die Weiße Fahne geschwenkt...
Oder nehmen wir einfach mal die Anzahl der (Halb-)Final Teilnahmen... Und Klaus Allofs war gar kein schlechter. 6 Mal hat er den Nationalen Pokal gewonnen. 2 Mal stand er im Finale des Pokalsieger-Pokals... Dazu stand er in einem WM und EM Finale. Das ist eine Beeindruckende Bilanz... bis einem Bewusst wird, dass Bastian Schweinsteiger 4 Jahre braucht um sie zu erreichen... vielleicht etwas überspitzt, da er "nur" in einem EM Halbfinale gestanden hat...
Trotzdem stehen 4 Champions League Halbfinale in Serie in seiner Vita. 5 davon gab es in den letzten 6 Jahren... 3 Mal stand er in einem WM Halbfinale, 2 Mal schaffte er es bei einer EM so weit (und das dritte mal kommt nächsten Sommer).
Dieses Niveau und diese Konstanz erreicht man nur, wenn man sich absolut professionell gibt. Auf einer Intensität, die Klaus Allofs gar nicht nachvollziehen kann, weil er sie (weder als Spieler, noch als Manager) je miterlebt hat: Was die Bayern in diesem Jahrzehnt abliefern ist absurd. Bayern, Barca und Real sind (mit Abstand) die besten Mannschaften dieser Dekade... und die ist erst zur Hälfte vorbei...
Und solange Allofs nicht selber eine ähnliche Erfolgsbilanz vorweisen kann, sollte er den Bayern keine Vorwürfe machen. Er kann einfach nicht wissen, wie Körper und Geist eine derartige jahrelange Höchstbelastung weg steckt.
Jetzt hat die Mannschaft (was nach den vorherigen Höchstleistungen nachvollziehbar sein muss) ein kleines Tief. Nebenbei wären 80% aller Mannschaften weltweit froh darüber, wenn sie das als Tief verkaufen müssten. Aber es ist das erste echte Tief seit dem Ende der Ära Magath. Also zum ersten Mal seit dem Jahr 2007 hat man wirklich das Gefühl, dass die Bayern nicht mehr können. Und Barca hatte dieses Tief nebenbei im Dezember auf... Real hat es ebenfalls jetzt gerade... nur um mal zu erwähnen, wie menschlich das doch ist.
Aber ganz ehrlich: Als Manager der Konkurrenz sollte man denen deswegen keinen Vorwurf machen...
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Dienstag, 19. Mai 2015
Donnerstag, 5. September 2013
Meier des Jahres - Revisited
Was jetzt schon? Wie soll man denn so schnell die Transfers mit etwas Abstand beurteilen? Gar nicht, na klar.
Hier geht es auch mehr um das große Werk des Michael Meiers. Denn die jüngeren unter uns (und dazu zähle ich in diesem Fall ja auch selber) kennen Meier als den Manager, der Borussia Dortmund fast in den Ruin getrieben hat... und danach dne 1.FC Köln ganz souverän in die 2. Liga gemanget hat. Und viele fragen sich: Wie konnte man diesem Funktionär jemals so vertrauen?
Nun ja, die bittere Wahrheit: er war mal ein verdammt erfolgreicher Manager. Und weit mehr als ein One Hit Wonder. Den letzten Titel holten die Kölner im Jahre 1983... und der Manager damals war Michael Meier. Den gefühlt einzigen Titel, den Bayer Leverkusen jemals geholt hat, war ebenfalls unter Meier. Und mit Leverkusen einen Titel zu holen, ist, wie wir mittlerweile wissen, so ziemlich die schwierigste Aufgabe in der Fußball-Welt...
Und selbst bevor er den BVB fast in den Ruin getrieben hat... holte er schon einen Pokalsieg, 2 Meisterschaften und sogar den Henkelpott in den Pott. Er kann quasi immernoch behaupten, dass er als Dortmunder Manager eine bessere Bilanz al Michael Zorc hat... Anders ausgedrückt: Zwischen 83 und 97 war Meier der erfolgreichste Manager, der nicht auf den Namen Uli Hoeneß hörte.
Das Problem: danach wollte er unbedingt der beste Manager der Bundesliga werden. Also Uli Hoeneß ablösen. Eine Aufgabe, an der in 25 Jahren so ziemlich jeder gescheitert ist. Dabei hat er sich halt (deutlich) übernommen. Und sein 2. Versuch in Köln? Nun ja, sagen wir es so: Seit dem er da weg ist, wurde auch deutlich, dass er nicht das (einzige) Problem in Köln war.
Nebenbei könnte Meier auch einfach das prominentest Opfer des Bosman-Urteils sein. Für diejenigen, die den Fußball nicht anders kennen als mit 40plus Millionen Ablösen: Bis ins Jahr 1995/96 gab es einerseits keine ablösefreien Wechsel, sondern jeder Verein erhielt bei Vetragsende eine angemessene Entschädigung vom neuen Arbeitgeber. Gleichzeitig berechneten sich diese angemessenen Entschädigungen aus dem Alter und dem Gehalt des wechselnden Profis. Und bei dieser Rechnung kam man nie auf 100 Millionen... Nur so zum Vergleich: Heiko Herrlich war damals mit 11 Millionen der komplett den Rahmen sprengende Rekordtransfer der Bundesliga... heutzutage bezahlt man für Bankspieler mehr als das Doppelte.
Irrealer Weise sorgten ablösefreie Wechsel zum explodieren der Ablösesummen... eine Rechnung, die jeden Mathematiker in die Verzweiflung treiben sollte... Aber die Verträge wurden einfach mal extrem lang und dementsprechend schwierig wurde es, Spieler gute ablösefrei zu bekommen.
Und der einzige Bundesliga-Manager, der das Spiel bis zur letzten Konsequenz mitspielte, war Michael Meier. Er holte Koller, Rosicky, Amaroso und Co.. Und er hat sich damit krass verspekuliert.
Aber gut, bekanntlich ist nichts vergänglicher als der Ruhm von gestern. Was mich zu der nächsten spannenden Frage bringt: wird diese Kategorie in 10 Jahren "Allofs des Jahres" heißen? Der war auch jahrelang der zweitbeste Manager der Bundesliga... Andererseits ist seine letzte wirklich gute Transferperiode auch schon Ewigkeiten her... und bei all den Brasilianischen Diven und gescheiterten Linksverteidigern, die er nach Bremen gelotst hat, könnte man jetzt schon eine Top Ten der schlechtesten Transfers zusammenstellen...
Hier geht es auch mehr um das große Werk des Michael Meiers. Denn die jüngeren unter uns (und dazu zähle ich in diesem Fall ja auch selber) kennen Meier als den Manager, der Borussia Dortmund fast in den Ruin getrieben hat... und danach dne 1.FC Köln ganz souverän in die 2. Liga gemanget hat. Und viele fragen sich: Wie konnte man diesem Funktionär jemals so vertrauen?
Nun ja, die bittere Wahrheit: er war mal ein verdammt erfolgreicher Manager. Und weit mehr als ein One Hit Wonder. Den letzten Titel holten die Kölner im Jahre 1983... und der Manager damals war Michael Meier. Den gefühlt einzigen Titel, den Bayer Leverkusen jemals geholt hat, war ebenfalls unter Meier. Und mit Leverkusen einen Titel zu holen, ist, wie wir mittlerweile wissen, so ziemlich die schwierigste Aufgabe in der Fußball-Welt...
Und selbst bevor er den BVB fast in den Ruin getrieben hat... holte er schon einen Pokalsieg, 2 Meisterschaften und sogar den Henkelpott in den Pott. Er kann quasi immernoch behaupten, dass er als Dortmunder Manager eine bessere Bilanz al Michael Zorc hat... Anders ausgedrückt: Zwischen 83 und 97 war Meier der erfolgreichste Manager, der nicht auf den Namen Uli Hoeneß hörte.
Das Problem: danach wollte er unbedingt der beste Manager der Bundesliga werden. Also Uli Hoeneß ablösen. Eine Aufgabe, an der in 25 Jahren so ziemlich jeder gescheitert ist. Dabei hat er sich halt (deutlich) übernommen. Und sein 2. Versuch in Köln? Nun ja, sagen wir es so: Seit dem er da weg ist, wurde auch deutlich, dass er nicht das (einzige) Problem in Köln war.
Nebenbei könnte Meier auch einfach das prominentest Opfer des Bosman-Urteils sein. Für diejenigen, die den Fußball nicht anders kennen als mit 40plus Millionen Ablösen: Bis ins Jahr 1995/96 gab es einerseits keine ablösefreien Wechsel, sondern jeder Verein erhielt bei Vetragsende eine angemessene Entschädigung vom neuen Arbeitgeber. Gleichzeitig berechneten sich diese angemessenen Entschädigungen aus dem Alter und dem Gehalt des wechselnden Profis. Und bei dieser Rechnung kam man nie auf 100 Millionen... Nur so zum Vergleich: Heiko Herrlich war damals mit 11 Millionen der komplett den Rahmen sprengende Rekordtransfer der Bundesliga... heutzutage bezahlt man für Bankspieler mehr als das Doppelte.
Irrealer Weise sorgten ablösefreie Wechsel zum explodieren der Ablösesummen... eine Rechnung, die jeden Mathematiker in die Verzweiflung treiben sollte... Aber die Verträge wurden einfach mal extrem lang und dementsprechend schwierig wurde es, Spieler gute ablösefrei zu bekommen.
Und der einzige Bundesliga-Manager, der das Spiel bis zur letzten Konsequenz mitspielte, war Michael Meier. Er holte Koller, Rosicky, Amaroso und Co.. Und er hat sich damit krass verspekuliert.
Aber gut, bekanntlich ist nichts vergänglicher als der Ruhm von gestern. Was mich zu der nächsten spannenden Frage bringt: wird diese Kategorie in 10 Jahren "Allofs des Jahres" heißen? Der war auch jahrelang der zweitbeste Manager der Bundesliga... Andererseits ist seine letzte wirklich gute Transferperiode auch schon Ewigkeiten her... und bei all den Brasilianischen Diven und gescheiterten Linksverteidigern, die er nach Bremen gelotst hat, könnte man jetzt schon eine Top Ten der schlechtesten Transfers zusammenstellen...
Sonntag, 23. Dezember 2012
Da denkt man sich: Na, vor Weihnachten wird ja nix mehr passieren...
und auf ein Mal ist Dieter Hecking Trainer in Wolfsburg. Ja, DER Dieter Hecking und nicht Bernd Schuster... Nachdem schon der neue Manager aus einem laufenden Vertrag herausgekauft wurde, bedient man sich jetzt beim Trainer auch bei einem direkten Konkurrenten... Gut für Wolfsburg, schlecht für Nürnberg.
Eigentlich wäre alles andere dumm gewesen. Auch wenn ich einen Schuster gerne mal in Aktion gesehen hätte: Die meisten Trainer sind nicht ohne Grund arbeitslos. Und die meisten guten Trainer haben halt meistens auch einen Job... Und wenn man einen Trainer haben will, der perspektivisch arbeitet... macht der das meistens schon woanders. So wie Hecking in Nürnberg halt.
Ablösesummen für Trainer zahlen galt eigentlich als ein Tabu. Warum sollte man auch Ablöse für jemanden zahlen, denn man nach höchstens 2 Jahren Abfinden muss? Dann doch lieber Peter Neururer... Der ist eigentlich immer frei...
Ist das jetzt ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen? Für Nürnberg (und Mainz, denen das wohl als nächstes passieren wird) auf jeden Fall ein schlechtes. Das eine, worauf man sich bisher verlassen konnte, war doch, dass wenigstens dein Trainer bleibt, bis du ihn entlässt... Gute Spieler sind relativ schnell weg (auch da können sie in Nürnberg ein Lied von singen), ein guter Trainer bleibt im schlimmsten Fall 15 Jahre...
Gerade Klaus Allofs kennt die Bedeutung eines guten Trainers. Schließlich war er zum ersten Mal in seiner Karriere auf Trainersuche. Und wir dachten, das dauerte so lange, weil er keine Ahnung hat wie so was funktioniert. Jetzt wissen wir: er hat sich gegen den Willen seines Chefs und für einen guten Trainer entschieden. Und das ganze so gekonnt, dass eine große Weihnachtsüberraschung draus wurde. Der große Vorteil für Hecking und Nürnberg war halt, dass die sich nicht wochenlang fragen lassen mussten, wann der Wechsel denn nun kommt...
Die gute Nachricht: Spielern glaubt man relativ schnell, dass sie gut sind, als Trainer musst du schon 3 Jahre lang herausragende Arbeit abliefern, damit das jemand mitbekommt. Und das waren immerhin 3 Jahre, in denen Nürnberg wenig bis gar nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt hat.
Wird dadurch ein neuer Trend ausgelöst? (International ist der nebenbei nicht so neu, Andre Villas-Boas soll 15 Millionen Ablsöe gekostet haben und war nach nicht mal einen Jahr wieder weg.) Im Endeffekt ist es die größtmögliche Anerkennung für die Arbeit, die Dieter Hecking in Nürnberg geleistet hat. Und wir haben mit Tuchel, Slomka, Streich, Favre und Schaaf noch einige Trainer, die großartige Arbeit leisten... Und zwar nicht erst seit diesem Sommer. Und mit Schalke ist schon der nächste Verein auf der Suche. Nicht unwahrscheinlich, dass sie auch auf Schalke die Bedeutung... ach vergesst es, auf Schalke ist alles unwahrscheinlich, was mit Logik und Vernunft zu tun hat...
Aber: Gute Trainerleistungen werden mittlerweile wahrgenommen. Und die neue (junge) Trainergeneration weiß um ihren Wert. Deswegen wechselt Hecking zum 2. Mal in seiner Karriere von heute auf morgen den Job innerhalb der Bundesliga. Und deswegen zieht sich die Vertragsverlängerung eines Slomkas so lange hin.
Eigentlich wäre alles andere dumm gewesen. Auch wenn ich einen Schuster gerne mal in Aktion gesehen hätte: Die meisten Trainer sind nicht ohne Grund arbeitslos. Und die meisten guten Trainer haben halt meistens auch einen Job... Und wenn man einen Trainer haben will, der perspektivisch arbeitet... macht der das meistens schon woanders. So wie Hecking in Nürnberg halt.
Ablösesummen für Trainer zahlen galt eigentlich als ein Tabu. Warum sollte man auch Ablöse für jemanden zahlen, denn man nach höchstens 2 Jahren Abfinden muss? Dann doch lieber Peter Neururer... Der ist eigentlich immer frei...
Ist das jetzt ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen? Für Nürnberg (und Mainz, denen das wohl als nächstes passieren wird) auf jeden Fall ein schlechtes. Das eine, worauf man sich bisher verlassen konnte, war doch, dass wenigstens dein Trainer bleibt, bis du ihn entlässt... Gute Spieler sind relativ schnell weg (auch da können sie in Nürnberg ein Lied von singen), ein guter Trainer bleibt im schlimmsten Fall 15 Jahre...
Gerade Klaus Allofs kennt die Bedeutung eines guten Trainers. Schließlich war er zum ersten Mal in seiner Karriere auf Trainersuche. Und wir dachten, das dauerte so lange, weil er keine Ahnung hat wie so was funktioniert. Jetzt wissen wir: er hat sich gegen den Willen seines Chefs und für einen guten Trainer entschieden. Und das ganze so gekonnt, dass eine große Weihnachtsüberraschung draus wurde. Der große Vorteil für Hecking und Nürnberg war halt, dass die sich nicht wochenlang fragen lassen mussten, wann der Wechsel denn nun kommt...
Die gute Nachricht: Spielern glaubt man relativ schnell, dass sie gut sind, als Trainer musst du schon 3 Jahre lang herausragende Arbeit abliefern, damit das jemand mitbekommt. Und das waren immerhin 3 Jahre, in denen Nürnberg wenig bis gar nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt hat.
Wird dadurch ein neuer Trend ausgelöst? (International ist der nebenbei nicht so neu, Andre Villas-Boas soll 15 Millionen Ablsöe gekostet haben und war nach nicht mal einen Jahr wieder weg.) Im Endeffekt ist es die größtmögliche Anerkennung für die Arbeit, die Dieter Hecking in Nürnberg geleistet hat. Und wir haben mit Tuchel, Slomka, Streich, Favre und Schaaf noch einige Trainer, die großartige Arbeit leisten... Und zwar nicht erst seit diesem Sommer. Und mit Schalke ist schon der nächste Verein auf der Suche. Nicht unwahrscheinlich, dass sie auch auf Schalke die Bedeutung... ach vergesst es, auf Schalke ist alles unwahrscheinlich, was mit Logik und Vernunft zu tun hat...
Aber: Gute Trainerleistungen werden mittlerweile wahrgenommen. Und die neue (junge) Trainergeneration weiß um ihren Wert. Deswegen wechselt Hecking zum 2. Mal in seiner Karriere von heute auf morgen den Job innerhalb der Bundesliga. Und deswegen zieht sich die Vertragsverlängerung eines Slomkas so lange hin.
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