Ausgangslage: Die Augsburger Rückrundenmeister zu nennen, wäre vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber zumindest Rückrundeneuropaleagueteilnehmer wäre ein angemessener Titel. Fest steht: Wenn Augsburg dieses Jahr 16 Punkte holt, haben sie die beste Bundesliga-Hinrunde aller Zeiten gespielt. Genau so sicher ist aber: selbst wenn sie weniger Punkte holen, wird niemand in Panik verfallen. Denn Rückstände in Rückrunden aufholen ist anscheinend ihre Spezialität. Andererseits fehlen mit Fürth und Düsseldorf 2 einfach Rückrundenopfer... Und die Hoffenheimer werden nicht noch mal so um einen Abstieg betteln. Die Augsburger sollten also versuchen, einen extremen Rückstand diese Saison zu vermeiden...
Wen werden sie vermissen? Aber können sie das? Mit Ja-Chale Koo und Dong-Won Ji werden 2 Schlüsselspieler mindestens bis zur Rückrunde fehlen. Und sein wir kurz ehrlich: Wenn sich Koo in Wolfsburg immer noch nicht durchsetzen kann, wird er nach 2 starken Jahren in Augsburg lukrativere Reiseziele als die Fuggerstadt angeboten bekommen.
Wer soll's richten? Immerhin haben die Augsburger es dieses Mal geschafft, ihren Trainer und ihre Seele nicht zu vergraulen. Wer vor der Winterpause einen Euro auf Markus Weinzierl als Augsburger Retter gesetzt hat, ist heute wohl ein reicher Mann... Und Sascha Mölders ist einer dieser im Abstiegskampf entscheidenden Spieler. Weil er dir halt im Zweifelsfall trotz gebrochener Nase das entscheidende Tor macht. Solange Mölders fit ist, hat man zumindest bessere Chancen auf den Klassenerhalt.
Halil Altintop ist zurück! Für alle die es vergessen haben: Halil ist der Stürmer von den beiden Altintop-Zwillingen. Und nach seinen letzten Eindrücken als Frankfurter trotzdem der ungefährlichere der beiden. Jetzt soll er in der Augsburger Offensive den südkoreanischen Schwung ersetzen...
Leischtungschträgscher: Aristide Bancé ist immer noch da... und damit der Hauptgrund, warum diese Mannschaft so abhängig von Sascha Mölders war: Ihre Transferbilanz im letzten Sommer war gerade in der Offensive einfach nur grauenhaft. Jetzt macht sich Bancé zum 5 Mal in Folge für seine erste gute Saison seit dem einen starken Jahr in Mainz fit. Oder für weitere Disziplinlosigkeiten...
Best Case Szenario: Die Augsburger Hinrundenkrise wird kaum noch wahr genommen. Dass sie zur Winterpause mit 12 Punkten am Tabellenende hängen? Egal. Selbst bei der großen Kicker-Umfrage glauben nur 7% der User an Augsburg als Absteiger. Und Pep Guardiola hat auch immer noch die schlechtere Wett-Quote, wenn es um zu entlassende Trainer geht. Trotz der 6 Punkte Vorsprung auf Dortmund. Und wie erwartet startet Augsburg in der Rückrunde durch und sichert sich am 33. Spieltag den Klassenerhalt. Ohne dass es irgendjemanden auffällt. Am Ende treffen sich Stefan Reuter, Markus Weinzierl und Walter Seinsch zu einer Perspektivsitzung. Das hauptsächliche Thema: wie kriegen sie es hin, dass über die Augsburger wieder mehr berichtet wird...
Worst Case Szenario: Markus Weinzierl bring im Trainingslager eine völlig neue Idee an: Wir spielen einfach schon in der Hinrunde ordentlich mit.Frei nach dem Motto: Was die Düsseldorfer können... Nach dem sie zu Weihnachten 21 Punkte gesammelt haben, sprechen die ersten schon von der Europa League. Schließlich spielt man ja traditionell eine überragende Rückrunde... Leider kopieren sie aber nicht nur die Düsseldorfer Hinrunde, sondern übernehmen ihre 9 Punkte Rückrunde gleich mit... so steht am Ende völlig überraschend der Abstieg.
Sonntag, 21. Juli 2013
Freitag, 19. Juli 2013
Saisonvorschau: 1899 Hoffenheim
Ausgangslage: Der 1.FC Kaiserslautern stieg nach einer überzeugenden 2. Liga Saison auf... oder auch nicht. Ich bin nebenbei froh, dass ich kein Kaiserslautern-Fan bin... denn selbst ohne jegliche Sympathie für den Traditionsverein kotzt es mich schon an. dass die Hoffenheimer diesen Bail Out bekommen haben.
Für diejenigen, die es schon vergessen haben: Die Hoppenheimer versuchten wirklich alles um abzusteigen und einen Neuaufbau einzuleiten. 4 Cheftrainer, 3 Stammtorhüter, ein Manager der während der Saison verpflichtet und vor Saisonende wieder entlassen wurde... dieser Manager ging bei Rudi Assauer in die Lehre... Das einzige, was fehlte, waren die Verträge für Michael Meier und Peter Neururer... Und dementsprechend verlief auch die Saison: Vom 13. Spieltag an stand man auf einem Relegationsplatz. Vom 23. Spieltag bis zur 82. Minute des 34. Spieltags stand man auf einem direkten Abstiegsplatz. Ich würde gerne behaupten, dass seit langem niemand mehr so um einen Abstieg gebettelt hat... aber in den 2 Saisons davor haben Eintracht Frankfurt und die Hertha ähnlich viel Mühe gegeben.
Die Hoffenheimer ergriffen aber den letzten Rettungsanker und sicherten sich die Zulassung für die erste Liga in der Relegation. Jetzt wollen sie wieder zurück zu ihrer eigentlichen Identität... und ich dachte, deswegen wollten sie Absteigen... und durch gereicht werden bis in die Bezirksliga...
Aber nein, die Hoffenheimer wollen wieder mit jungen, deutschen, in Stuttgart ausgebildeten Spielern für Furore sorgen.
Wen werden sie vermissen? Andreas Müller? Auch wenn er nicht mehr im Amt ist, wird Müller den Titel "Meier des Jahres" gewinnen. Weil seine Transferbilanz im Winter einfach so absurd schlecht ist. Wie schlecht? Man holte Igor de Camargo aus Gladbach. Für die Hoffenheimer absolvierte er dann 8 Spiele und erreichte eine Kicker Durchschnittsnote von 4,88. Da man aber trotzdem die Klasse hielt, musste man den vorher ausgeliehenen Camargo für 1,4 Millionen fest verpflichten... brauchen wird man ihn aber nicht mehr... so viel Geld kann man mit ihm aber auch nicht verdienen... am Ende ist man einfach nur froh, dass Standart Lüttich ihn überhaupt nehmen wollte...
Und an sonsten? Sein wir ehrlich: Nach der Saison werden die Hoffenheimer Fans eher Elefanten und Schlecker als einen ihrer Versager vermissen...
Wer soll's richten? 9 von 13 Zugängen kommen aus dem eigenen Unterbau. Trotzdem kann Hoffenheim nicht ganz aus seiner Haut und verpflichtet mit Akpoguma, Modeste und vor allem Tarik Elyounoussi den fast schon üblichen Buchstabensalat für viel Geld von unbekannten Vereinen. Weil das ja in den letzten Jahren so gut funktioniert hat... Im wesentlichen hofft man wirklich darauf, dass die Jungen sich allesamt entwickeln... Denn die Aufstiegshelden wie Tobias Weis kriegen ihre eigene Trainingsgruppe... damit sie Markus Gisdol beim Neuaufbau nicht im Weg stehen...
Leischtungschträgscher: Dietmar Hopp. Wie immer. Auch wenn er eigentlich keine Funktion ausführt, wird er immer für alles stehen, was in dem Verein passiert. Immerhin ist er all die Spieler von Roger Wittmann schon fast losgeworden.Aber auf ein Mal wird einem bewusst, wie gut die Arbeit von Ralf Rangnick eigentlich war. Denn seit dem Dietmar Hopp Luiz Gustavo zu seinem Freund Franz Beckenbauer transferieren musste und damit sein Mastermind vergraulte... herrscht Chaos und Planlosigkeit in Sinsheim. Kaum zu glauben, dass Hoffenheim vorher einfach nur ein seriös geführter Retortenverein, der einem abgesehen von Angriffen auf den Mäzen kaum Anlässe zum schreiben gab, war. Alle anderen Handelnden Personen wurden seit dem ausgetauscht... Das Resultat war ein konsequentes Abrutschen...
Best Case Szenario: Diese Sache mit den Jugendspielern ausbilden ist ja mal total geil. Da muss man keine Ablöse bezahlen. Beraten werden die von den jeweiligen Eltern, somit kommt da auch gar keine Diskussion auf. (Und wenn man seinen Berater-Kumpel weiterhin helfen will, kann man ja seine Jungspieler an ihn vermitteln... und er nicht unbrauchbare Spieler an dich...) Natürlich gibt es die üblichen Wachstumsschmerzen, aber das große und ganze entwickelt sich in die richtige Richtung. Und am 34. Spieltag schießt der genesene Boris Vukcevic die Hoffenheimer in die Europa League... die entscheiden sich darauf hin nie wieder Geld für Ablösesummen auszugeben..
Worst Case Szenario: Das Problem mit dem Jugendspielern ist aber... So bald man ein paar gute davon hat, werden die anderen Vereine sofort aufgeschreckt und greifen zu. Im Mai geht das ganze "Ich habe halt schon als Kind in der Bettwäsche von Real Madrid, Bayern München, Borussia Dortmund, dem 1.FC Köln (wie jetzt, ihr hattet nur eine Bettwäsche?) geschlafen... nur von einer Karriere in Hoffenheim hab ich nie geträumt" Theater los... Ende August hat Hoffenheim 30 Millionen auf dem Transfermarkt verdient... Die nachwachsende Generation ist aber bei weitem nicht so gut... und im Winter 2014 ist das "wir werden nie wieder Ablösen zahlen" schon wieder vergessen und die Hoffenheimer holen die Pezaouillies und Agebadeimurs für viel Geld aus unbekannten Ländern, um wenigstens die Klasse zu halten...
Für diejenigen, die es schon vergessen haben: Die Hoppenheimer versuchten wirklich alles um abzusteigen und einen Neuaufbau einzuleiten. 4 Cheftrainer, 3 Stammtorhüter, ein Manager der während der Saison verpflichtet und vor Saisonende wieder entlassen wurde... dieser Manager ging bei Rudi Assauer in die Lehre... Das einzige, was fehlte, waren die Verträge für Michael Meier und Peter Neururer... Und dementsprechend verlief auch die Saison: Vom 13. Spieltag an stand man auf einem Relegationsplatz. Vom 23. Spieltag bis zur 82. Minute des 34. Spieltags stand man auf einem direkten Abstiegsplatz. Ich würde gerne behaupten, dass seit langem niemand mehr so um einen Abstieg gebettelt hat... aber in den 2 Saisons davor haben Eintracht Frankfurt und die Hertha ähnlich viel Mühe gegeben.
Die Hoffenheimer ergriffen aber den letzten Rettungsanker und sicherten sich die Zulassung für die erste Liga in der Relegation. Jetzt wollen sie wieder zurück zu ihrer eigentlichen Identität... und ich dachte, deswegen wollten sie Absteigen... und durch gereicht werden bis in die Bezirksliga...
Aber nein, die Hoffenheimer wollen wieder mit jungen, deutschen, in Stuttgart ausgebildeten Spielern für Furore sorgen.
Wen werden sie vermissen? Andreas Müller? Auch wenn er nicht mehr im Amt ist, wird Müller den Titel "Meier des Jahres" gewinnen. Weil seine Transferbilanz im Winter einfach so absurd schlecht ist. Wie schlecht? Man holte Igor de Camargo aus Gladbach. Für die Hoffenheimer absolvierte er dann 8 Spiele und erreichte eine Kicker Durchschnittsnote von 4,88. Da man aber trotzdem die Klasse hielt, musste man den vorher ausgeliehenen Camargo für 1,4 Millionen fest verpflichten... brauchen wird man ihn aber nicht mehr... so viel Geld kann man mit ihm aber auch nicht verdienen... am Ende ist man einfach nur froh, dass Standart Lüttich ihn überhaupt nehmen wollte...
Und an sonsten? Sein wir ehrlich: Nach der Saison werden die Hoffenheimer Fans eher Elefanten und Schlecker als einen ihrer Versager vermissen...
Wer soll's richten? 9 von 13 Zugängen kommen aus dem eigenen Unterbau. Trotzdem kann Hoffenheim nicht ganz aus seiner Haut und verpflichtet mit Akpoguma, Modeste und vor allem Tarik Elyounoussi den fast schon üblichen Buchstabensalat für viel Geld von unbekannten Vereinen. Weil das ja in den letzten Jahren so gut funktioniert hat... Im wesentlichen hofft man wirklich darauf, dass die Jungen sich allesamt entwickeln... Denn die Aufstiegshelden wie Tobias Weis kriegen ihre eigene Trainingsgruppe... damit sie Markus Gisdol beim Neuaufbau nicht im Weg stehen...
Leischtungschträgscher: Dietmar Hopp. Wie immer. Auch wenn er eigentlich keine Funktion ausführt, wird er immer für alles stehen, was in dem Verein passiert. Immerhin ist er all die Spieler von Roger Wittmann schon fast losgeworden.Aber auf ein Mal wird einem bewusst, wie gut die Arbeit von Ralf Rangnick eigentlich war. Denn seit dem Dietmar Hopp Luiz Gustavo zu seinem Freund Franz Beckenbauer transferieren musste und damit sein Mastermind vergraulte... herrscht Chaos und Planlosigkeit in Sinsheim. Kaum zu glauben, dass Hoffenheim vorher einfach nur ein seriös geführter Retortenverein, der einem abgesehen von Angriffen auf den Mäzen kaum Anlässe zum schreiben gab, war. Alle anderen Handelnden Personen wurden seit dem ausgetauscht... Das Resultat war ein konsequentes Abrutschen...
Best Case Szenario: Diese Sache mit den Jugendspielern ausbilden ist ja mal total geil. Da muss man keine Ablöse bezahlen. Beraten werden die von den jeweiligen Eltern, somit kommt da auch gar keine Diskussion auf. (Und wenn man seinen Berater-Kumpel weiterhin helfen will, kann man ja seine Jungspieler an ihn vermitteln... und er nicht unbrauchbare Spieler an dich...) Natürlich gibt es die üblichen Wachstumsschmerzen, aber das große und ganze entwickelt sich in die richtige Richtung. Und am 34. Spieltag schießt der genesene Boris Vukcevic die Hoffenheimer in die Europa League... die entscheiden sich darauf hin nie wieder Geld für Ablösesummen auszugeben..
Worst Case Szenario: Das Problem mit dem Jugendspielern ist aber... So bald man ein paar gute davon hat, werden die anderen Vereine sofort aufgeschreckt und greifen zu. Im Mai geht das ganze "Ich habe halt schon als Kind in der Bettwäsche von Real Madrid, Bayern München, Borussia Dortmund, dem 1.FC Köln (wie jetzt, ihr hattet nur eine Bettwäsche?) geschlafen... nur von einer Karriere in Hoffenheim hab ich nie geträumt" Theater los... Ende August hat Hoffenheim 30 Millionen auf dem Transfermarkt verdient... Die nachwachsende Generation ist aber bei weitem nicht so gut... und im Winter 2014 ist das "wir werden nie wieder Ablösen zahlen" schon wieder vergessen und die Hoffenheimer holen die Pezaouillies und Agebadeimurs für viel Geld aus unbekannten Ländern, um wenigstens die Klasse zu halten...
Donnerstag, 18. Juli 2013
Saisonvorschau: Hertha BSC Berlin
Ausgangslage: Here we go again. Zum 2. Mal in 3 Jahren versucht die Hertha den Betriebsunfall Abstieg zu reparieren.Und nur um zu beweisen, dass sie aus ihren letzten beiden Abstiegen nichts gelernt haben... ist die allgemeine Sprachreglung, dass nur 7 Vereine besser sind als die Berliner. Mit dem Abstieg wird man garantiert nichts zu tun haben. Wenn man die eigenen Möglichkeiten wirklich ausschöpft, startet man nächste Saison halt in der Europa League... Genau so wie 2009/10 und 2010/11... Wenn ihr den Eindruck habt, dass die Hertha aus den letzten 2 Abstiegen nichts gelernt hat, seid ihr nicht allein...
Wen werden sie vermissen? Da geht das Problem auch schon weiter: Die Hertha ist 2 Mal abgestiegen... und den einzigen wirklich Leistungsträger, den man in dieser Zeit abgeben musste, war Raffael. Alle anderen Abgänge (die prominentesten sind Patrick Ebert und Andreas Ottl) wollte man quasi auch los werden. Was nach einem Abstieg auch nicht ungewöhnlich ist... aber das viel größere Problem:
Wer soll's richten? Thomas Kraft, Levan Kobiashvili, Maik Franz, Roman Hubnik, Fabian Lustenberger, Ronny, Adrian Ramos und Pierre Michelle Lasogga... das sind 8 Spieler, die schon nachgewiesen haben, dass Abstiegskampf mit ihnen eine ernst zunehmende Option ist. Natürlich sind sie alle 2 Jahre älter... Was aber in den Fällen Kobiashvili und Franz nicht unbedingt hilft. Natürlich hat die Hertha in der 2. Liga einige junge Talente eingebaut. Aber von denen war nur einer gut genug für unsere abgespeckte U21... Und die Jungs können nicht davon ausgehen, dass sie in Krisenzeiten vernünftig geführt werden...
Leischtungschträgscher: Michael Preetz. Machen wir uns nichts vor: Wer Otto Rehagel als Bundesligatrainer reanimiert... hat eigentlich seine letzte Patrone verschossen. Und das Preetz eigentlich kein guter Bundesligamanager ist, hätten einen nach der Lucien Favre Entlassung auffallen können... Seine wohl am besten ausgebildetste Fähigkeit ist das Vergraulen von Erfolgstrainern... Und das obwohl diese wahrscheinlich mehr mit dem Erfolg zu tun hatten, als er selbst. Dass Preetz die Hertha souverän durch die garantiert kommenden Krisen führen kann, glaubt er doch selbst nicht. Bleibt also die Hoffnung, dass Jos Luhukay wirklich ein guter Trainer ist... aber das dachten wir von Markus Babbel vor 2 Jahren auch... Oh und nur so nebenbei: Bisher hat Luhukay 2 komplette Bundesligasaisons überlebt. Ich sag's ja nur...
Best Case Szenario: Endlich bewegt sich was in Berlin. Also nicht bei der Hertha... aber bei der Union. Die Hertha spielt halt genau die Saison, von der auszugehen war: Die Jungen Talente gucken sich irritiert um, weil ihnen alles zu schnell geht... und die Veteranen gucken entsetzt zurück: "Wie jetzt, du willst Hilfestellungen von MIR? Ich bin doch selber überfordert!" Aber am Ende steht schon vor der Relegation fest, dass zumindest eine Berliner Mannschaft nächste Saison erstklassig spielen wird. Nach einem Stadtderby um den Einzug in die erste Liga wird die Relegation endlich abgeschafft und die Berliner kriegen endlich bodenständigen und ehrlichen Bundesliga-Fußball... dafür müssen sie halt in die Alter Försterei...
Worst Case Szenario: Es ist doch zum Heulen. Die Hertha spielt genau die Saison, von der auszugehen war. Sie stehen 33. Spieltage immer genau über den Strich... Aber am letzten Spieltag dürfen sie nicht nur die Meisterfeier der Dortmunder miterleben... trotz 3 Punkten und 5 Toren Vorsprung vor dem Spieltag stürzt man noch auch Platz 17 ab... Noch viel Schlimmer: Union Berlin scheitert in der Relegation an 1899 Hoffenheim. Und bevor die Hauptstadt wieder von Bundesligafußball träumen darf, wird der Flughafen fertig gestellt.
Wen werden sie vermissen? Da geht das Problem auch schon weiter: Die Hertha ist 2 Mal abgestiegen... und den einzigen wirklich Leistungsträger, den man in dieser Zeit abgeben musste, war Raffael. Alle anderen Abgänge (die prominentesten sind Patrick Ebert und Andreas Ottl) wollte man quasi auch los werden. Was nach einem Abstieg auch nicht ungewöhnlich ist... aber das viel größere Problem:
Wer soll's richten? Thomas Kraft, Levan Kobiashvili, Maik Franz, Roman Hubnik, Fabian Lustenberger, Ronny, Adrian Ramos und Pierre Michelle Lasogga... das sind 8 Spieler, die schon nachgewiesen haben, dass Abstiegskampf mit ihnen eine ernst zunehmende Option ist. Natürlich sind sie alle 2 Jahre älter... Was aber in den Fällen Kobiashvili und Franz nicht unbedingt hilft. Natürlich hat die Hertha in der 2. Liga einige junge Talente eingebaut. Aber von denen war nur einer gut genug für unsere abgespeckte U21... Und die Jungs können nicht davon ausgehen, dass sie in Krisenzeiten vernünftig geführt werden...
Leischtungschträgscher: Michael Preetz. Machen wir uns nichts vor: Wer Otto Rehagel als Bundesligatrainer reanimiert... hat eigentlich seine letzte Patrone verschossen. Und das Preetz eigentlich kein guter Bundesligamanager ist, hätten einen nach der Lucien Favre Entlassung auffallen können... Seine wohl am besten ausgebildetste Fähigkeit ist das Vergraulen von Erfolgstrainern... Und das obwohl diese wahrscheinlich mehr mit dem Erfolg zu tun hatten, als er selbst. Dass Preetz die Hertha souverän durch die garantiert kommenden Krisen führen kann, glaubt er doch selbst nicht. Bleibt also die Hoffnung, dass Jos Luhukay wirklich ein guter Trainer ist... aber das dachten wir von Markus Babbel vor 2 Jahren auch... Oh und nur so nebenbei: Bisher hat Luhukay 2 komplette Bundesligasaisons überlebt. Ich sag's ja nur...
Best Case Szenario: Endlich bewegt sich was in Berlin. Also nicht bei der Hertha... aber bei der Union. Die Hertha spielt halt genau die Saison, von der auszugehen war: Die Jungen Talente gucken sich irritiert um, weil ihnen alles zu schnell geht... und die Veteranen gucken entsetzt zurück: "Wie jetzt, du willst Hilfestellungen von MIR? Ich bin doch selber überfordert!" Aber am Ende steht schon vor der Relegation fest, dass zumindest eine Berliner Mannschaft nächste Saison erstklassig spielen wird. Nach einem Stadtderby um den Einzug in die erste Liga wird die Relegation endlich abgeschafft und die Berliner kriegen endlich bodenständigen und ehrlichen Bundesliga-Fußball... dafür müssen sie halt in die Alter Försterei...
Worst Case Szenario: Es ist doch zum Heulen. Die Hertha spielt genau die Saison, von der auszugehen war. Sie stehen 33. Spieltage immer genau über den Strich... Aber am letzten Spieltag dürfen sie nicht nur die Meisterfeier der Dortmunder miterleben... trotz 3 Punkten und 5 Toren Vorsprung vor dem Spieltag stürzt man noch auch Platz 17 ab... Noch viel Schlimmer: Union Berlin scheitert in der Relegation an 1899 Hoffenheim. Und bevor die Hauptstadt wieder von Bundesligafußball träumen darf, wird der Flughafen fertig gestellt.
Mittwoch, 17. Juli 2013
Saisonvorschau: Eintracht Braunschweig
Ja, es sind nur noch 22 Tage, bis es wieder richtigen ordentlichen Fußball gibt... es ist also höchste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie die Saison ausgehen wird. Auf geht's:
Ausgangslage: Kommt euch das irgendwie bekannt vor? Eine gewachsene Mannschaft kommt endlich in der Bundesliga an. Spiele wie Ken Reichel waren schon dabei, als Eintracht Braunschweig schon mit einem Bein in der Viertklassigkeit stand. Hoffnungsträger wie Dennis Kruppke, Dominique Kumbela, Ermin Bicakcic und Timo Perthel wurden von der Bundesliga eigentlich schon gewogen und als zu leicht befunden. Für sie ist es die allerletzte Chance in der Bundesliga einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen... Und mit Thorsten Oehrl wurde sogar der Hoffnungsträger für die Offensive aus Augsburg verpflichtet. Yapp, Eintracht Braunschweig ist die neue Fortuna aus Düsseldorf.
Und wenn sie überhaupt eine Chance haben wollen (und nicht direkt zum neuen Fürth zu werden), muss ihre Saison auch erst mal genau so losgehen, wie die der Düsseldorfer: Voll euphorisiert müssen sie einen herausragenden Saisonstart hinlegen, damit sie wenigstens ein ordentliches Punkte-Polster haben, bevor sie feststellen: Hey, eigentlich sind wir gar nicht soo gut... Und dann müssen sie hoffen, dass das Punkte-Polster bis zum Ende reicht.
Wen werden sie vermissen? Hmm... lasst mal sehen... Florian Dick, Chris Löwe, Mohamadou Idrissou, Mato Jajalo, Daniel Halfar, Anthony Ujah und Torsten Matuschka. Die haben natürlich alle noch nie für Braunschweig gespielt. Aber es sind allesamt Spieler, deren Saison schon an diesem Wochenende beginnt. Und es sind die Gegenspieler, gegen die man sich nachgewiesener Weise durchsetzen könnte.
Wer soll's richten? Ein Jamaikaner der für Kanada beim Gold Cup aufläuft... Ein Augsburger Auslaufmodell... Und 2 Torhüter, die eigentlich schon in der 2. Liga nicht gut genug waren... Je genauer man hinschaut, um so mehr droht den Braunschweigern das Fürther Schicksal. Denn wie die Fürther setzen sie darauf, dass ihre Spieler den Sprung in die erste Liga schon verkraften werden... Und wirklich besser besetzt als die Fürther sind sie nicht... von daher lautet die Antwort auf die ursprüngliche Frage wohl: Die Aufstiegseuphorie!!!
Leischtungschträger: Werden Torhüter Marjan Petkovic oder Daniel Davari für den einen oder anderen Patzer sorgen? Bestimmt. Werden die Innenverteidiger Deniz Dogan und Bicakcic von ihren Gegenspielern vorgeführt werden? Sicherlich mehr als ein Mal. Werden Dramir Vrancic und Omar Elabdellaoui sich denken: Boah, geht das hier aber schnell... und warum ist der Ball schon wieder weg? Garantiert. Und werden sich Kruppke und Kumbela fragen, warum das Gegnerische Tor auf ein Mal so weit weg steht? Jede Woche mindestens ein Mal... Man hat sich halt dafür entschieden, dass man an seinen Aufstiegshelden festhalten will... und so lange für diese Entscheidung nicht am Ende die falschen den Kopf hin halten müssen, ist das auch alles in Ordnung.
Best Case Szenario: Sie haben sich wirklich Mühe gegeben. Gegen die großen Bayern haben sie nur 7 Gegentore kassiert... in beiden Spielen. In Dortmund haben sie sogar einen Punkt entführt, der den Borussen am Ende zur Meisterschaft fehlt. Und auf Schalke hat man sogar gewonnen... leider im DFB Pokal, wofür es in der Liga keine Punkte gibt. Und so scheitert man am Ende ganz knapp an der Relegation. Was aber kein Problem ist. Kumbela bleibt ein Held und Thorsten Lieberknecht weiterhin der Cheftrainer. Die Mannschaft wird von den Fans weiterhin als die Beste seit der Meistermannschaft 1967 gefeiert. Und nächstes Jahr geht es halt wieder gegen die Gegenspieler, gegen die man sich durchsetzen kann...
Worst Case Szenario: Oh du schöne Aufstiegseuphorie. Wie weit du doch eine Mannschaft tragen kannst. Der verschworene Haufen, der den Vereinsnamen wirklich zum Motto erhebt, erobert die Bundesliga im Sturm. Man braucht ziemlich schnell ein Fernglas um den Relegationsplatz noch zu erkennen... und zwar von oben. Und nachdem der Klassenerhalt am 27. Spieltag quasi gesichert ist, bricht noch mal eine richtige Euphoriewelle aus: Am ende Stürmen die Braunschweiger auf Platz 7. Was dank des DFB Pokalfinales Schalke - Leverkusen für die Europa League reicht... Das Problem: Genau an der Stelle kippt die Stimmung. Denn jetzt gehen alle in Braunschweig davon aus, dass dieser Erfolg ja wiederholbar sein muss. Und so wird Thorsten Lieberknecht im Herbst 2014 entlassen... weil seine Arbeit halt jahrelang zu gut war...
Ausgangslage: Kommt euch das irgendwie bekannt vor? Eine gewachsene Mannschaft kommt endlich in der Bundesliga an. Spiele wie Ken Reichel waren schon dabei, als Eintracht Braunschweig schon mit einem Bein in der Viertklassigkeit stand. Hoffnungsträger wie Dennis Kruppke, Dominique Kumbela, Ermin Bicakcic und Timo Perthel wurden von der Bundesliga eigentlich schon gewogen und als zu leicht befunden. Für sie ist es die allerletzte Chance in der Bundesliga einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen... Und mit Thorsten Oehrl wurde sogar der Hoffnungsträger für die Offensive aus Augsburg verpflichtet. Yapp, Eintracht Braunschweig ist die neue Fortuna aus Düsseldorf.
Und wenn sie überhaupt eine Chance haben wollen (und nicht direkt zum neuen Fürth zu werden), muss ihre Saison auch erst mal genau so losgehen, wie die der Düsseldorfer: Voll euphorisiert müssen sie einen herausragenden Saisonstart hinlegen, damit sie wenigstens ein ordentliches Punkte-Polster haben, bevor sie feststellen: Hey, eigentlich sind wir gar nicht soo gut... Und dann müssen sie hoffen, dass das Punkte-Polster bis zum Ende reicht.
Wen werden sie vermissen? Hmm... lasst mal sehen... Florian Dick, Chris Löwe, Mohamadou Idrissou, Mato Jajalo, Daniel Halfar, Anthony Ujah und Torsten Matuschka. Die haben natürlich alle noch nie für Braunschweig gespielt. Aber es sind allesamt Spieler, deren Saison schon an diesem Wochenende beginnt. Und es sind die Gegenspieler, gegen die man sich nachgewiesener Weise durchsetzen könnte.
Wer soll's richten? Ein Jamaikaner der für Kanada beim Gold Cup aufläuft... Ein Augsburger Auslaufmodell... Und 2 Torhüter, die eigentlich schon in der 2. Liga nicht gut genug waren... Je genauer man hinschaut, um so mehr droht den Braunschweigern das Fürther Schicksal. Denn wie die Fürther setzen sie darauf, dass ihre Spieler den Sprung in die erste Liga schon verkraften werden... Und wirklich besser besetzt als die Fürther sind sie nicht... von daher lautet die Antwort auf die ursprüngliche Frage wohl: Die Aufstiegseuphorie!!!
Leischtungschträger: Werden Torhüter Marjan Petkovic oder Daniel Davari für den einen oder anderen Patzer sorgen? Bestimmt. Werden die Innenverteidiger Deniz Dogan und Bicakcic von ihren Gegenspielern vorgeführt werden? Sicherlich mehr als ein Mal. Werden Dramir Vrancic und Omar Elabdellaoui sich denken: Boah, geht das hier aber schnell... und warum ist der Ball schon wieder weg? Garantiert. Und werden sich Kruppke und Kumbela fragen, warum das Gegnerische Tor auf ein Mal so weit weg steht? Jede Woche mindestens ein Mal... Man hat sich halt dafür entschieden, dass man an seinen Aufstiegshelden festhalten will... und so lange für diese Entscheidung nicht am Ende die falschen den Kopf hin halten müssen, ist das auch alles in Ordnung.
Best Case Szenario: Sie haben sich wirklich Mühe gegeben. Gegen die großen Bayern haben sie nur 7 Gegentore kassiert... in beiden Spielen. In Dortmund haben sie sogar einen Punkt entführt, der den Borussen am Ende zur Meisterschaft fehlt. Und auf Schalke hat man sogar gewonnen... leider im DFB Pokal, wofür es in der Liga keine Punkte gibt. Und so scheitert man am Ende ganz knapp an der Relegation. Was aber kein Problem ist. Kumbela bleibt ein Held und Thorsten Lieberknecht weiterhin der Cheftrainer. Die Mannschaft wird von den Fans weiterhin als die Beste seit der Meistermannschaft 1967 gefeiert. Und nächstes Jahr geht es halt wieder gegen die Gegenspieler, gegen die man sich durchsetzen kann...
Worst Case Szenario: Oh du schöne Aufstiegseuphorie. Wie weit du doch eine Mannschaft tragen kannst. Der verschworene Haufen, der den Vereinsnamen wirklich zum Motto erhebt, erobert die Bundesliga im Sturm. Man braucht ziemlich schnell ein Fernglas um den Relegationsplatz noch zu erkennen... und zwar von oben. Und nachdem der Klassenerhalt am 27. Spieltag quasi gesichert ist, bricht noch mal eine richtige Euphoriewelle aus: Am ende Stürmen die Braunschweiger auf Platz 7. Was dank des DFB Pokalfinales Schalke - Leverkusen für die Europa League reicht... Das Problem: Genau an der Stelle kippt die Stimmung. Denn jetzt gehen alle in Braunschweig davon aus, dass dieser Erfolg ja wiederholbar sein muss. Und so wird Thorsten Lieberknecht im Herbst 2014 entlassen... weil seine Arbeit halt jahrelang zu gut war...
Dienstag, 16. Juli 2013
Haben die Bayern gerade ihren ersten großen Fehler gemacht?
Auf jeden Fall sorgt die Entscheidung für ernstes Kopfschütteln: Die Bayern geben Mario Gomez für angeblich lächerliche 20 Millionen an den AC Florenz ab und holen sich dafür Thiago Alcantara vom großen FC Barcelona. Und ernsthaft: die spannende Frage bleibt: warum?
Und zwar auf so vielen Ebenen. Das Kicker Sonderheft zum Saisonfinale weißt Mario Gomez als den drittbesten aktiven Bundesligatorjäger aus. Umringt von Namen wie Claudio Pizarro, Stefan Kießling und Cacau. Aber: Mario Gomez brauchte nur 236 Spiele um seine 138 Tore zu erzielen. Ein Kießling brauchte 40 Spiele mehr um 27 Tore weniger zu erzielen... bei Cacau will ich gar nicht erst nachrechnen, wie viel schlechter die Quote ist... und als Bayern-Profi war die Bilanz eher steigend als fallend. 0,66 Tore erzielte er für die Bayern pro Spiel. Oder anders ausgedrückt: Nicht zu treffen war für ihn die Ausnahme...
Und wer jetzt behauptet: na ja, in der Bundesliga ist es ja auch einfach, Tore für die Bayern zu erzielen... der soll mir mal schnell alle Stürmer aufzählen, die 12 Tore in einer Champions League Saison erzielt haben. Lionel Messi, na klar. Aber auch nur 2 Mal in seiner Karriere. Cristiano Ronaldo natürlich auch. An sonsten... Zlatan Ibrahimovic? Edson Cavani? Robert Lewandowski? Fehlanzeige. Einzig Mario Gomez konnte mit diesen beiden Übertorjägern mithalten.
Und egal, wie Modern das Spiel noch werden mag und wie viele Aufgaben ein Stürmer noch übernehmen muss: Tore erzielen wird immer die Hauptaufgabe bleiben. Ist Mario Gomez perfekt? Sicherlich nicht. Aber er ist im Strafraum stärker als Lionel Messi. Als er zu den Bayern ging, ging ich eigentlich davon aus, dass er am Ende Gerd Müller als Rekordtorjäger der Bundesliga ablösen würde... Und jetzt wird er auf ein Mal nicht mehr gebraucht... weil er während einer einzigen Vorrunde verletzt war... Quasi so wie Arjen Robben jedes Jahr...
Und weil er nicht ins Spielsystem von Pep Guardiola passt... Nun ist Gomez kein Wehrdienstverweigerer in der Defensivarbeit wie Zlatan Ibrahimovic. Auch wenn er im Gegenpressing nie dass Niveau eines Mario Mandzukic erreichen wird, so bemüht er sich doch und lernt stetig dazu. Und er ist auch erst 27, also noch lange kein Auslaufmodell. Ich würde mal ganz dreist behaupten: Ein Trainer-Messias würde es schaffen, einen Gomez in sein System einzubauen. Denn das, was dem Barca-System fehlte, war echte Torgefahr jenseits von Messi...
Im Allgemeinen 4-2-3-1 System (und dem Wahn der Falschen 9) werden richtig gute Stürmer kaum noch ausgebildet. Und Mittelstürmer die Tore schießen sind wie Verteidiger, die Zweikämpfe gewinnen: Die werden nie vollständig aus der Mode kommen.Ich würde als Mittelstürmer einzig Robert Lewandowski bevorzugen. Und der ist entgegen der Aussage von Jupp Heynckes immer noch nicht in München angekommen...
In Florenz werden sie sich in einem Jahr fragen, wie sie diesen Glücksgriff landen konnten. Gomez dürfte dort ungefähr so gut einschlagen, wie Miroslav Klose bei Lazio Rom. Nur dass Gomez halt auch noch 27 ist und nach einem Jahr gewinnbringend weiterverkauft werden kann... und er ist auch immer noch fit genug um nicht jedes Jahr in der entscheidenden Saisonphase mit Muskelproblemen auszufallen...
Aber hey, anstelle von Mario Gomez hat man jetzt Thiago Alcantara. Nur hatten die Bayern schon vor der Verpflichtung das beste Mittelfeld Europas. Die einzige Variante dort wirklich etwas zu verbessern, wäre wohl die Verpflichtung von Andres Iniesta gewesen. Stattdessen holte man sich einen Spieler, der auf einen alternden Xavi nicht wirklich Druck ausüben konnte...
Natürlich ist Alcantara der Beste Spieler der letzten U21 EM. Allerdings müsste dieser Titel mit einem Sternchen versehen werden: Wurde in Abwesenheit der Jahrgansbesten Mario Götze, Toni Kroos, Andre Schürrle und Julian Draxler geholt. Zumindest die ersten Beiden hätten Alcantara ernsthafte Konkurrenz gemacht. Und beide spielen schon bei den Bayern. Mein Theorie, dass Kroos, der eher den Ball schnell macht, als dass er selber schnell ist, könnte die Xavi Rolle übernehmen, ist damit wohl hinfällig... Aber das Alcantara wirklich ein Upgrade im Mittelfeld da stellt, darf weiterhin bezweifelt werden.
Wobei man festhalten muss: beides ist Jammern auf verdammt hohem Niveau. Frühestens im April werden die Spiele kommen, wo die Bayern-Fans auf ein Mal Mario Gomez vermissen werden... oder sich fragen, warum ein Kroos eigentlich im Winter verkauft wurde... Aber wer wie die Bayern die eigentlich unerreichbaren Ziele (Champions League Titelverteidigung) anstrebt...Der wird am Ende feststellen, dass diese Transfers den Bayern nicht geholfen haben...
Und zwar auf so vielen Ebenen. Das Kicker Sonderheft zum Saisonfinale weißt Mario Gomez als den drittbesten aktiven Bundesligatorjäger aus. Umringt von Namen wie Claudio Pizarro, Stefan Kießling und Cacau. Aber: Mario Gomez brauchte nur 236 Spiele um seine 138 Tore zu erzielen. Ein Kießling brauchte 40 Spiele mehr um 27 Tore weniger zu erzielen... bei Cacau will ich gar nicht erst nachrechnen, wie viel schlechter die Quote ist... und als Bayern-Profi war die Bilanz eher steigend als fallend. 0,66 Tore erzielte er für die Bayern pro Spiel. Oder anders ausgedrückt: Nicht zu treffen war für ihn die Ausnahme...
Und wer jetzt behauptet: na ja, in der Bundesliga ist es ja auch einfach, Tore für die Bayern zu erzielen... der soll mir mal schnell alle Stürmer aufzählen, die 12 Tore in einer Champions League Saison erzielt haben. Lionel Messi, na klar. Aber auch nur 2 Mal in seiner Karriere. Cristiano Ronaldo natürlich auch. An sonsten... Zlatan Ibrahimovic? Edson Cavani? Robert Lewandowski? Fehlanzeige. Einzig Mario Gomez konnte mit diesen beiden Übertorjägern mithalten.
Und egal, wie Modern das Spiel noch werden mag und wie viele Aufgaben ein Stürmer noch übernehmen muss: Tore erzielen wird immer die Hauptaufgabe bleiben. Ist Mario Gomez perfekt? Sicherlich nicht. Aber er ist im Strafraum stärker als Lionel Messi. Als er zu den Bayern ging, ging ich eigentlich davon aus, dass er am Ende Gerd Müller als Rekordtorjäger der Bundesliga ablösen würde... Und jetzt wird er auf ein Mal nicht mehr gebraucht... weil er während einer einzigen Vorrunde verletzt war... Quasi so wie Arjen Robben jedes Jahr...
Und weil er nicht ins Spielsystem von Pep Guardiola passt... Nun ist Gomez kein Wehrdienstverweigerer in der Defensivarbeit wie Zlatan Ibrahimovic. Auch wenn er im Gegenpressing nie dass Niveau eines Mario Mandzukic erreichen wird, so bemüht er sich doch und lernt stetig dazu. Und er ist auch erst 27, also noch lange kein Auslaufmodell. Ich würde mal ganz dreist behaupten: Ein Trainer-Messias würde es schaffen, einen Gomez in sein System einzubauen. Denn das, was dem Barca-System fehlte, war echte Torgefahr jenseits von Messi...
Im Allgemeinen 4-2-3-1 System (und dem Wahn der Falschen 9) werden richtig gute Stürmer kaum noch ausgebildet. Und Mittelstürmer die Tore schießen sind wie Verteidiger, die Zweikämpfe gewinnen: Die werden nie vollständig aus der Mode kommen.Ich würde als Mittelstürmer einzig Robert Lewandowski bevorzugen. Und der ist entgegen der Aussage von Jupp Heynckes immer noch nicht in München angekommen...
In Florenz werden sie sich in einem Jahr fragen, wie sie diesen Glücksgriff landen konnten. Gomez dürfte dort ungefähr so gut einschlagen, wie Miroslav Klose bei Lazio Rom. Nur dass Gomez halt auch noch 27 ist und nach einem Jahr gewinnbringend weiterverkauft werden kann... und er ist auch immer noch fit genug um nicht jedes Jahr in der entscheidenden Saisonphase mit Muskelproblemen auszufallen...
Aber hey, anstelle von Mario Gomez hat man jetzt Thiago Alcantara. Nur hatten die Bayern schon vor der Verpflichtung das beste Mittelfeld Europas. Die einzige Variante dort wirklich etwas zu verbessern, wäre wohl die Verpflichtung von Andres Iniesta gewesen. Stattdessen holte man sich einen Spieler, der auf einen alternden Xavi nicht wirklich Druck ausüben konnte...
Natürlich ist Alcantara der Beste Spieler der letzten U21 EM. Allerdings müsste dieser Titel mit einem Sternchen versehen werden: Wurde in Abwesenheit der Jahrgansbesten Mario Götze, Toni Kroos, Andre Schürrle und Julian Draxler geholt. Zumindest die ersten Beiden hätten Alcantara ernsthafte Konkurrenz gemacht. Und beide spielen schon bei den Bayern. Mein Theorie, dass Kroos, der eher den Ball schnell macht, als dass er selber schnell ist, könnte die Xavi Rolle übernehmen, ist damit wohl hinfällig... Aber das Alcantara wirklich ein Upgrade im Mittelfeld da stellt, darf weiterhin bezweifelt werden.
Wobei man festhalten muss: beides ist Jammern auf verdammt hohem Niveau. Frühestens im April werden die Spiele kommen, wo die Bayern-Fans auf ein Mal Mario Gomez vermissen werden... oder sich fragen, warum ein Kroos eigentlich im Winter verkauft wurde... Aber wer wie die Bayern die eigentlich unerreichbaren Ziele (Champions League Titelverteidigung) anstrebt...Der wird am Ende feststellen, dass diese Transfers den Bayern nicht geholfen haben...
Montag, 15. Juli 2013
Da sind die ganzen Jamaikaner wirklich gedopt!!!
Wer hätte das gedacht?
Ok, das hat natürlich gar nichts mit Fußball zu tun... bei uns wird ja nicht gedopt. Aber es ist halt auch Sommerpause. Und irgendwie muss man die Zeit bis zur Saisonvorschau überbrücken...
Also: Wer hätte das gedacht? Ein Volk, dass zu 90% aus ehemaligen völkerrechtswidrig verschleppten Sklaven besteht, ist doch nicht einfach so schneller als wir armen Weißen. Und ich dachte, die Jamaikaner kiffen deswegen so viel, weil sie sich selbst sonst viel zu schnell bewegen... Und als letzter rassistisch unangebrachter Witz: Wenn die dummen Neger wirklich in Sachen Schnelligkeit genetische Vorteile gehabt hätten... hätten sie dann nicht vor den Sklavenjägern weg rennen können?
Aber hey, wahrscheinlich haben halt nur die ganz harten die Knochenmühle Sklaverei überlebt und aus denen wurden dann die ganz schnellen...
Aber ganz ehrlich: haben wird den Sozialdarwinismus und den Glauben, dass einige Rassen anderen überlegen sind, nicht 1945 überwunden?
Das beste an der Geschichte sind natürlich die Allgemeine Reaktionen: Die Funktionäre sind schockiert, die Medien sprechen von einem Skandal... und wir als die Zuschauer? Zucken mit den Schultern und sagen: "Was? Wirklich?" Wenn es dich als Funktionär der Leichtathletik wirklich überrascht, dass die Jamaikaner (und nicht nur die, auch einen Amerikaner haben sie erwischt) dopen... dann bist du zu naiv für den Job... oder halt aus deren Sicht genau der richtige Mann...
Die ganzen Reaktionen erinnern mich irgendwie an die NSA-Spionage der Amerikanischen Regierung: Unsere Politiker und Medien sind entsetzt, stellen fest, dass das so nicht geht und sprechen von einem Skandal. Und unsere Reaktion ist: Ein Schulter zucken und ein "Ach wirklich? Davon gingen wir irgendwie seit 2002 aus..."
Aber zurück zu den Leichtathleten: Am Ende ist alles wie immer. Dass die DDR zwischen 1968 und 1988 3 mal so viele Goldmedaillen wie der große kapitalistische Bruder holte, lag ja auch nur am Flächendeckenden Doping. Dass bei der überragenden Sprinter-Generation der Amis um die Jahrtausendwende kräftig nachgeholfen wurde, wissen wir mittlerweile auch. Und Lance Armstrong konnte unseren Jan Ullrich und die Tour de France auch nur so lange so krass dominieren, weil er gedopt hat... also besser gedopt hat...
Was mich zu der eigentlich entscheidenden Frage bringt: Warum kriegen wir das nicht hin? Deutschland, dass Land der Dichter und Denker ist anscheinend nicht in der Lage, sich ein geniales und unauffindbares Dopingsystem aufzubauen. Und selbst wenn wir es (wie im Fall Jan Ullrich) versuchen, hinken wir den Amis einfach nur hinterher...
Und sein wir doch mal kurz ehrlich: Uns als Konsumenten ist es doch fast egal, dass die Jamaikaner dopen. Uns stört doch nur, dass wir da nicht hinterher kommen... Und da müssen wir endlich mal eine ordentliche Lösung finden.
Ok, das hat natürlich gar nichts mit Fußball zu tun... bei uns wird ja nicht gedopt. Aber es ist halt auch Sommerpause. Und irgendwie muss man die Zeit bis zur Saisonvorschau überbrücken...
Also: Wer hätte das gedacht? Ein Volk, dass zu 90% aus ehemaligen völkerrechtswidrig verschleppten Sklaven besteht, ist doch nicht einfach so schneller als wir armen Weißen. Und ich dachte, die Jamaikaner kiffen deswegen so viel, weil sie sich selbst sonst viel zu schnell bewegen... Und als letzter rassistisch unangebrachter Witz: Wenn die dummen Neger wirklich in Sachen Schnelligkeit genetische Vorteile gehabt hätten... hätten sie dann nicht vor den Sklavenjägern weg rennen können?
Aber hey, wahrscheinlich haben halt nur die ganz harten die Knochenmühle Sklaverei überlebt und aus denen wurden dann die ganz schnellen...
Aber ganz ehrlich: haben wird den Sozialdarwinismus und den Glauben, dass einige Rassen anderen überlegen sind, nicht 1945 überwunden?
Das beste an der Geschichte sind natürlich die Allgemeine Reaktionen: Die Funktionäre sind schockiert, die Medien sprechen von einem Skandal... und wir als die Zuschauer? Zucken mit den Schultern und sagen: "Was? Wirklich?" Wenn es dich als Funktionär der Leichtathletik wirklich überrascht, dass die Jamaikaner (und nicht nur die, auch einen Amerikaner haben sie erwischt) dopen... dann bist du zu naiv für den Job... oder halt aus deren Sicht genau der richtige Mann...
Die ganzen Reaktionen erinnern mich irgendwie an die NSA-Spionage der Amerikanischen Regierung: Unsere Politiker und Medien sind entsetzt, stellen fest, dass das so nicht geht und sprechen von einem Skandal. Und unsere Reaktion ist: Ein Schulter zucken und ein "Ach wirklich? Davon gingen wir irgendwie seit 2002 aus..."
Aber zurück zu den Leichtathleten: Am Ende ist alles wie immer. Dass die DDR zwischen 1968 und 1988 3 mal so viele Goldmedaillen wie der große kapitalistische Bruder holte, lag ja auch nur am Flächendeckenden Doping. Dass bei der überragenden Sprinter-Generation der Amis um die Jahrtausendwende kräftig nachgeholfen wurde, wissen wir mittlerweile auch. Und Lance Armstrong konnte unseren Jan Ullrich und die Tour de France auch nur so lange so krass dominieren, weil er gedopt hat... also besser gedopt hat...
Was mich zu der eigentlich entscheidenden Frage bringt: Warum kriegen wir das nicht hin? Deutschland, dass Land der Dichter und Denker ist anscheinend nicht in der Lage, sich ein geniales und unauffindbares Dopingsystem aufzubauen. Und selbst wenn wir es (wie im Fall Jan Ullrich) versuchen, hinken wir den Amis einfach nur hinterher...
Und sein wir doch mal kurz ehrlich: Uns als Konsumenten ist es doch fast egal, dass die Jamaikaner dopen. Uns stört doch nur, dass wir da nicht hinterher kommen... Und da müssen wir endlich mal eine ordentliche Lösung finden.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Wo ist eigentlich die Doppelmoral geblieben?
Borussia Dortmund hat es endlich gemacht: sie haben die Götze-Millionen in die Hand genommen und zumindest teure und junge Spieler verpflichtet.Die allgemeinen Reaktionen pendeln irgendwo zwischen "Wie spricht man die den bitte schön aus?" und "Na endlich, das wurde aber auch Zeit."
Und niemand nimmt sich die Zeit an AS St.Etienne und Schachtar Donezk zu denken. Denen wird schließlich auch das Herz aus ihrer jungen Mannschaft gerissen. Und auch deren Spieler ignorieren ihre abgeschlossenen Verträge, weil Michael Zorc mit dem großen Geld wedelt.
"Aber Moment mal, das ist doch was ganz anderes!!!" wird der gemeine Dortmund Fan sagen. Nach Dortmund wechselt man doch nicht nur wegen dem Geld, sondern weil das so ein geiler Verein ist... wegen der größten Stehplatztribüne Europas. Und sagte ich schon, dass das ein geiler Verein ist? Ja klar...
Kleine Information am Rande: Mario Götze ist auch nicht nur wegen des Geldes nach München gewechselt. Sondern wegen der Titel, die er dort holen wird. Und wegen der größeren Herausforderung sich in diesem absoluten Elitekader durchzusetzen. Was nebenbei seine Chancen auf einen Stammplatz in der Nationalmannschaft erhöhen würde... was wiederum unsere Chancen auf einen WM-Titel erhöhen dürfte...
Aber Götze ist doch was ganz anderes, der ist doch dooof. Zumindest so lange, bis er uns zum Weltmeistertitel schießt, dann denken wir noch mal drüber nach. Aber all die Dortmunder Fans, die Götzes Charakter in Frage gestellt haben, müssten jetzt dasselbe mit Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhtitayan machen... aber hey, einheitliche Standards in der Bewertung von Fußballern hat es ja noch nie gegeben...
Auf der nächsten Ebene machen die ersten schon über Julian Draxler Vorwürfe, weil er sich recht offen darüber Gedanken macht, dass er irgendwann seine Ausstiegsklausel nutzen wird. Weil ja auch er nur wegen des Geldes wechseln wird... Auch Draxler wird irgendwo hin wechseln, wo er Titel gewinnen kann. Wichtigere Titel als den DFB Pokal. Was mit einem Verein wie Schalke halt nicht möglich ist. Und das liegt nicht an Draxler, sondern an der Führungsetage...
Es gab in diesem Sommer durchaus Spieler, die nur wegen der Kohle gewechselt sind. Aber diese Spieler wechseln zu Paris St.Germain, AS Monaco oder Anzhi Makhachkala. Also Vereine ohne echte Chance auf international relevante Titel. Und wenn Draxler oder Götze da hin wechseln würden, könnte man sich überlegen, ob man sie vielleicht steinigen sollte... aber bisher kann man ihnen als Fußballer kaum Vorwürfe machen.
Im Gegenteil, die Schalker Fans sollten Dankbar sein, dass Draxler bei diesem Drecksverein (hey, ich sage nur "Jeder Trainer der das Champions League Achtelfinale erreicht hat, wurde vor Saisonende entlassen". Kontert das.) einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat, der ihnen am Ende richtig Kohle einbringen wird. Er hätte auch sagen können: Mein Karriereplan sieht einen ablöse-freien Wechsel im Sommer 2014 vor. Das wäre moralisch vollkommen einwandfrei gewesen, hätte ihn aber auch nur zur Hassfigur gemacht...
Und niemand nimmt sich die Zeit an AS St.Etienne und Schachtar Donezk zu denken. Denen wird schließlich auch das Herz aus ihrer jungen Mannschaft gerissen. Und auch deren Spieler ignorieren ihre abgeschlossenen Verträge, weil Michael Zorc mit dem großen Geld wedelt.
"Aber Moment mal, das ist doch was ganz anderes!!!" wird der gemeine Dortmund Fan sagen. Nach Dortmund wechselt man doch nicht nur wegen dem Geld, sondern weil das so ein geiler Verein ist... wegen der größten Stehplatztribüne Europas. Und sagte ich schon, dass das ein geiler Verein ist? Ja klar...
Kleine Information am Rande: Mario Götze ist auch nicht nur wegen des Geldes nach München gewechselt. Sondern wegen der Titel, die er dort holen wird. Und wegen der größeren Herausforderung sich in diesem absoluten Elitekader durchzusetzen. Was nebenbei seine Chancen auf einen Stammplatz in der Nationalmannschaft erhöhen würde... was wiederum unsere Chancen auf einen WM-Titel erhöhen dürfte...
Aber Götze ist doch was ganz anderes, der ist doch dooof. Zumindest so lange, bis er uns zum Weltmeistertitel schießt, dann denken wir noch mal drüber nach. Aber all die Dortmunder Fans, die Götzes Charakter in Frage gestellt haben, müssten jetzt dasselbe mit Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhtitayan machen... aber hey, einheitliche Standards in der Bewertung von Fußballern hat es ja noch nie gegeben...
Auf der nächsten Ebene machen die ersten schon über Julian Draxler Vorwürfe, weil er sich recht offen darüber Gedanken macht, dass er irgendwann seine Ausstiegsklausel nutzen wird. Weil ja auch er nur wegen des Geldes wechseln wird... Auch Draxler wird irgendwo hin wechseln, wo er Titel gewinnen kann. Wichtigere Titel als den DFB Pokal. Was mit einem Verein wie Schalke halt nicht möglich ist. Und das liegt nicht an Draxler, sondern an der Führungsetage...
Es gab in diesem Sommer durchaus Spieler, die nur wegen der Kohle gewechselt sind. Aber diese Spieler wechseln zu Paris St.Germain, AS Monaco oder Anzhi Makhachkala. Also Vereine ohne echte Chance auf international relevante Titel. Und wenn Draxler oder Götze da hin wechseln würden, könnte man sich überlegen, ob man sie vielleicht steinigen sollte... aber bisher kann man ihnen als Fußballer kaum Vorwürfe machen.
Im Gegenteil, die Schalker Fans sollten Dankbar sein, dass Draxler bei diesem Drecksverein (hey, ich sage nur "Jeder Trainer der das Champions League Achtelfinale erreicht hat, wurde vor Saisonende entlassen". Kontert das.) einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat, der ihnen am Ende richtig Kohle einbringen wird. Er hätte auch sagen können: Mein Karriereplan sieht einen ablöse-freien Wechsel im Sommer 2014 vor. Das wäre moralisch vollkommen einwandfrei gewesen, hätte ihn aber auch nur zur Hassfigur gemacht...
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