Ich meine, die haben Silly bei ihrer Aufstiegsfeier spielen lassen... Das ist DIE TRADITIONSKAPELLE der DDR... also zumindest die, die bei solchen Gelegenheiten gerne ausgepackt wird... Die waren quasi im Gegensatz zu RB wirklich dabei, als die Vereine, deren Trikots sie trugen, groß waren... also Europapokal-groß... Dazu durfte Sebastian Krumbiegel mit einem Kinderchor das neue Vereinslied einführen... Bleibt nur eine Frage offen: Wo waren die Puhdys?
Das wirklich faszinierende: Der durchschnittliche RB Fan kann halt damit so gar nichts anfangen... Also der kennt beide "Bands" vielleicht vom Courage Zeigen in Leipzig... Dafür werden sie jetzt in Dresden, Magdeburg und Rostock mehr CDs verkaufen... läuft bei denen...
Immerhin hatten die den Anstand, kein Energie Cottbus Trikot zu tragen...
2 wichtige Lektionen könnte man hier gelernt haben: Zum einen sollte man seine Aufstiegsfeiern vielleicht doch einfach gleich abhalten und nicht 8 Tage später... Zum anderen sollte man seine Bands dann auch richtig buchen und denen das ganze nicht (von Seiten des MDRs) als ein "Fußballfest für die Ostdeutschen Klubs" verkaufen sollen... Und ja, Silly hat eigentlich alles genau richtig gemacht... denn dem MDR sollte es halt nicht nur um den Aufstieg von RB gehen... sondern auch um die Aufstiege von Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue... die halt auch im Sendegebiet liegen...
Aber eigentlich... soll es hier ja um was ganz anderes gehen...
RB Leipzig hat gerade einen Traditionsverein gerettet!!!
Also gut, nicht direkt... schließlich muss der Traditionsverein in die Relegation. Aber dank des doch recht unmotivierten und verkaterten Auftritt der Dosenkicker beim MSV Duisburg ermöglichte es dem guten, alten, ehemaligen Bundesligisten tatsächlich noch, auf den Relegationsplatz zu springen.
Und der völlig belanglose FSV Frankfurt ist trotz des eigenen Sieges abgestiegen...
Wenn es für RB noch um "etwas gegangen wäre", hätten die garantiert ihren ersten Torwart aufgestellt... und der Torwart wäre nicht ihr bester Mann auf dem Rasen gewesen...
Das wirklich tolle daran ist ja: Da es sich hier bei nur um den FSV Frankfurt handelt, bleibt der kollektive Aufschrei einfach aus...
Aber stellt euch mal vor, was los gewesen wäre, wenn das Ergebnis anders herum ausgegangen wäre... also wenn die Frankfurter die Klasse gehalten hätten, weil sie gegen unmotivierte Retortenkicker antreten durften und der ehrliche und mühevoll arbeitende Traditionsverein müsste dafür und deswegen in die Dritte Liga... Dann würden die MSV Fans den Shitstorm lostreten und alle RB Hater Deutschlands würden darauf einsteigen... So geht diese einmalige Chance sinnlose Hate Kommentare zu veröffentlichen einfach unter... weil es keine FSV Fans gibt...
Fußballfans können so wunderbar selektiv sein... Ich meine, dieses Mal wäre die Kritik an der Mannschaft und den Verantwortlichen wirklich angebracht. Wenn es für den Gegner noch um essenzielle Fragen geht (und nicht nur für den, auch andere Vereine sind von deinem Auftritt abhängig), gehört es sich einfach nicht, dass man dann schon eine bessere B-Elf auf den Rasen schickt... weil das halt auch Wettbewerbsverzerrung ist.
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Dienstag, 17. Mai 2016
Mittwoch, 3. Februar 2016
Ist Dietmar Hopps Traum gescheitert?
Dem einen oder anderen wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich mich gerade ziemlich auf die Berichterstattung über die TSG 1899 Hoffenheim fixiere.
Und ja, ich bleibe auch dabei: Die Debatte, die derzeit geführt wird, ist sinnlos. Sie kommt aber alle 2 Jahre auf. Wenn es darum gehen würde, ob (und warum) Max Kruse oder Mario Gomez die bessere Wahl als Mittelstürmer wäre, würde ich die Debatte ja durchaus verlogen. Und als interessant einschätzen. Da es aber um völlig absurde Namen geht, nervt es mich eigentlich nur.
Aber... als ich gestern den Artikel über den MSV Duisburg gelesen habe, fiel mir das eigentliche Problem der Hoppenheimer auf. Und damit auch der Grund, warum ständig über die EM Chancen von Kevin Volland geschrieben wird.
Das mag jetzt erst Mal absurd klingen, wird aber Sinn ergeben.
Eine 6 Kilometer lange Lichterkette. Ein Anstieg der Mitgliederzahlen um 30%. Steigende Umsatzzahlen beim Merchandise... das sind schon paradoxe Reaktionen auf einen Zwangsabstieg in die Dritte Liga. Aber in Duisburg war genau das die Reaktion der Menschen auf die Unfähigkeit der Führungsetage ihres Vereins.
Aber ja, der Lizenzentzug der Duisburger hat das Volk emotional bewegt. Und die "Erschütterung" war deutschlandweit zu spüren. Und all das in einer Region, in der man Fußballtechnisch so ziemlich am verwöhntesten ist. Will man diesen Sport auf aller höchstem Niveau sehen, geht man nach Dortmund. Steht man mehr auf tragik-komisches Schmierentheater, schließt man sich Schalke 04 an. Interessiert man sich für ehrlichen Zweitligafußball, geht man zum VfL Bochum... und wer wirklich auf Tradition steht, geht zu Rot-Weiss Essen... Einem Verein mit so viel Tradition, dass er nach alter Rechtschreibung geschrieben wird...
Trotzdem interessieren sich immer noch tausende Menschen für Duisburg. Also trotz all der Konkurrenz hat man einen Zuschauerschnitt, der über dem von Darmstadt und Ingolstadt liegt. Jetzt überlegt euch mal, wie viele Leute in Ingolstadt ins Stadion gehen würden, wenn die Tabellenletzter in der 2. Liga wären (Spoiler: Schon als Zweitliga-Spitzenteam waren es nicht mal 10.000)... oder in Sinsheim...
Das ist die Grundlage für eine schöne 3 Seitige Story im Kicker.
Und das ist halt der entscheidende Unterschied zu den Hoffenheimern. Wenn die dieses Jahr absteigen, ist uns das vollkommen egal. Also abgesehen von den (immerhin respektablen) 28.000 Zuschauern, die zu jedem Heimspiel kommen... wobei der eine oder andere von denen halt auch sagen wird: Na gut, war schön, dass ich mal nen Bundesligist in meiner Nähe hatte... aber dann fahre ich halt doch wieder nach Stuttgart... So weit weg ist das ja nicht.
Die Allgemeine Reaktion auf einen Hoffenheimer Abstieg wird ein Schulterzucken sein. Ok, die Schadenfreude wird noch mal kurz hoch kochen. Aber wirklich nur ganz kurz.
Denn sein wir ehrlich: Die Zeiten, in denen die Hoppenheimer die Nation bewegt haben, sind mittlerweile vorbei. Das liegt zum einen natürlich an RB Leipzig. Also den Turbokapitalisten, die einen Fußballverein als Werbeplattform gründen. In dem Moment ist dem durchschnittlichen Fußball Fan halt aufgefallen, dass Dietmar Hopp halt eigentlich nur den Traum lebt, den sie selber haben.
Und ja, es gab beim mittlerweile eingestellten Fifa Manager von EA zwischenzeitlich sogar genau diese Spielfunktion: Gründe deinen eigenen Dorfverein und führe ihn von der Kreisliga in die Champions League. Weil halt jeder Kreisliga-Kicker in der Dritten Halbzeit mal still und heimlich genau davon geträumt hat seinen Dorfverein in die Bundesliga zu führen. Hopp hat das halt durchgezogen. Aber er hat halt keine Werbeplattform für SAP erschaffen wollen. Er hat halt sein Privatvermögen investiert, anstatt den Verein zu nutzen um Geld zu scheffeln. Deswegen ersetzte RB halt das alte Feindbild Nummer 1. Und auf bei Feindbildern gilt das alte Prinzip von Erik Meijer: Nichts ist scheißer als der 2. Platz.
Problem Nummer 2 für die Hoffenheimer ist halt... der SV Darmstadt 98. Dieser Traditionsverein hatte wahrscheinlich die schlechtesten Voraussetzungen aller ehemaligen Bundesligisten diesseits von Tasmania Berlin. Die standen mit mehr als einem Bein in der Regionalliga und spielen mittlerweile Bundesliga. Auf einem grausamen Rasen in einem grausamen Stadion. Wenn die es geschafft haben, trotz Hoffenheim in die Bundesliga zu kommen... können sich die Anhänger von Kaiserslautern und 1860 München einfach nicht mehr darüber beschweren, dass ihr Verein in Liga 2 rumdümpelt.
Augsburg, Braunschweig, Paderborn, Ingolstadt und Darmstadt haben halt nachgewiesen, dass Kompetenz die wichtigste Grundlage für den Erfolg im Fußballgeschäft ist. Dass es einigen Traditionsvereinen daran mangelt, wird mittlerweile selbst der eigene Anhang einsehen. Und damit auch, dass es nicht an den Retortenvereinen liegt, dass man selber nicht mehr den Status hat, der einem eigentlich gebührt... Dann fällt es natürlich auch schwerer diese Retortenvereine zu hassen.
Und damit... muss sich der Kicker halt jetzt auseinander setzen. Wir reden hier halt nicht von einem Lokalblatt. Sondern von einer Zeitschrift, die ganz Fußball-Deutschland bedienen muss. Möglichst in jedem Artikel.
Ein großer "Mit diesen Taktischen kniffen versucht Huub Stevens den Abstieg zu vermeiden" Artikel wäre fußballerisch vielleicht spannend und aufschlussreich. Aber viel zu viele würden den halt übergehen. Nach dem Motto "Wen interessiert denn das bitte?"
Kevin Vollands EM Chancen dagegen... da ist die Reaktion ein "Oh ja, im Sommer ist ja EM... und Volland ist ja einer unserer potenziellen Helden... vielleicht sollte ich den doch mal im Auge behalten."
Und das ist halt der Punkt, an dem Dietmar Hopps Traum gescheitert ist. Es interessiert sich einfach mal niemand wirklich für seinen Verein, sondern höchstens für das Einzelschicksal seiner Angestellten. Die Frage ob Kevin Volland noch in EM Form kommt ist für uns aller wichtiger als die Frage, ob diese Form alleine reicht um Hoffenheim vor dem Abstieg zu retten.
Weil die Zeiten, in denen Hoffenheim uns (als gemeinen Fußball-Fan) emotional berührt hat, vorbei sind.
Und mir geht es halt auf der Meta Ebene nicht anders. Also abgesehen von der Fixierung auf die EM Chancen der Abstiegskandidaten gibt es halt auch nichts, worüber ich selber schreiben könnte, wenn ich an Hoffenheim denke. Weil es halt auch mir ziemlich egal ist, ob die nun absteigen oder nicht.
Und ja, ich bleibe auch dabei: Die Debatte, die derzeit geführt wird, ist sinnlos. Sie kommt aber alle 2 Jahre auf. Wenn es darum gehen würde, ob (und warum) Max Kruse oder Mario Gomez die bessere Wahl als Mittelstürmer wäre, würde ich die Debatte ja durchaus verlogen. Und als interessant einschätzen. Da es aber um völlig absurde Namen geht, nervt es mich eigentlich nur.
Aber... als ich gestern den Artikel über den MSV Duisburg gelesen habe, fiel mir das eigentliche Problem der Hoppenheimer auf. Und damit auch der Grund, warum ständig über die EM Chancen von Kevin Volland geschrieben wird.
Das mag jetzt erst Mal absurd klingen, wird aber Sinn ergeben.
Eine 6 Kilometer lange Lichterkette. Ein Anstieg der Mitgliederzahlen um 30%. Steigende Umsatzzahlen beim Merchandise... das sind schon paradoxe Reaktionen auf einen Zwangsabstieg in die Dritte Liga. Aber in Duisburg war genau das die Reaktion der Menschen auf die Unfähigkeit der Führungsetage ihres Vereins.
Aber ja, der Lizenzentzug der Duisburger hat das Volk emotional bewegt. Und die "Erschütterung" war deutschlandweit zu spüren. Und all das in einer Region, in der man Fußballtechnisch so ziemlich am verwöhntesten ist. Will man diesen Sport auf aller höchstem Niveau sehen, geht man nach Dortmund. Steht man mehr auf tragik-komisches Schmierentheater, schließt man sich Schalke 04 an. Interessiert man sich für ehrlichen Zweitligafußball, geht man zum VfL Bochum... und wer wirklich auf Tradition steht, geht zu Rot-Weiss Essen... Einem Verein mit so viel Tradition, dass er nach alter Rechtschreibung geschrieben wird...
Trotzdem interessieren sich immer noch tausende Menschen für Duisburg. Also trotz all der Konkurrenz hat man einen Zuschauerschnitt, der über dem von Darmstadt und Ingolstadt liegt. Jetzt überlegt euch mal, wie viele Leute in Ingolstadt ins Stadion gehen würden, wenn die Tabellenletzter in der 2. Liga wären (Spoiler: Schon als Zweitliga-Spitzenteam waren es nicht mal 10.000)... oder in Sinsheim...
Das ist die Grundlage für eine schöne 3 Seitige Story im Kicker.
Und das ist halt der entscheidende Unterschied zu den Hoffenheimern. Wenn die dieses Jahr absteigen, ist uns das vollkommen egal. Also abgesehen von den (immerhin respektablen) 28.000 Zuschauern, die zu jedem Heimspiel kommen... wobei der eine oder andere von denen halt auch sagen wird: Na gut, war schön, dass ich mal nen Bundesligist in meiner Nähe hatte... aber dann fahre ich halt doch wieder nach Stuttgart... So weit weg ist das ja nicht.
Die Allgemeine Reaktion auf einen Hoffenheimer Abstieg wird ein Schulterzucken sein. Ok, die Schadenfreude wird noch mal kurz hoch kochen. Aber wirklich nur ganz kurz.
Denn sein wir ehrlich: Die Zeiten, in denen die Hoppenheimer die Nation bewegt haben, sind mittlerweile vorbei. Das liegt zum einen natürlich an RB Leipzig. Also den Turbokapitalisten, die einen Fußballverein als Werbeplattform gründen. In dem Moment ist dem durchschnittlichen Fußball Fan halt aufgefallen, dass Dietmar Hopp halt eigentlich nur den Traum lebt, den sie selber haben.
Und ja, es gab beim mittlerweile eingestellten Fifa Manager von EA zwischenzeitlich sogar genau diese Spielfunktion: Gründe deinen eigenen Dorfverein und führe ihn von der Kreisliga in die Champions League. Weil halt jeder Kreisliga-Kicker in der Dritten Halbzeit mal still und heimlich genau davon geträumt hat seinen Dorfverein in die Bundesliga zu führen. Hopp hat das halt durchgezogen. Aber er hat halt keine Werbeplattform für SAP erschaffen wollen. Er hat halt sein Privatvermögen investiert, anstatt den Verein zu nutzen um Geld zu scheffeln. Deswegen ersetzte RB halt das alte Feindbild Nummer 1. Und auf bei Feindbildern gilt das alte Prinzip von Erik Meijer: Nichts ist scheißer als der 2. Platz.
Problem Nummer 2 für die Hoffenheimer ist halt... der SV Darmstadt 98. Dieser Traditionsverein hatte wahrscheinlich die schlechtesten Voraussetzungen aller ehemaligen Bundesligisten diesseits von Tasmania Berlin. Die standen mit mehr als einem Bein in der Regionalliga und spielen mittlerweile Bundesliga. Auf einem grausamen Rasen in einem grausamen Stadion. Wenn die es geschafft haben, trotz Hoffenheim in die Bundesliga zu kommen... können sich die Anhänger von Kaiserslautern und 1860 München einfach nicht mehr darüber beschweren, dass ihr Verein in Liga 2 rumdümpelt.
Augsburg, Braunschweig, Paderborn, Ingolstadt und Darmstadt haben halt nachgewiesen, dass Kompetenz die wichtigste Grundlage für den Erfolg im Fußballgeschäft ist. Dass es einigen Traditionsvereinen daran mangelt, wird mittlerweile selbst der eigene Anhang einsehen. Und damit auch, dass es nicht an den Retortenvereinen liegt, dass man selber nicht mehr den Status hat, der einem eigentlich gebührt... Dann fällt es natürlich auch schwerer diese Retortenvereine zu hassen.
Und damit... muss sich der Kicker halt jetzt auseinander setzen. Wir reden hier halt nicht von einem Lokalblatt. Sondern von einer Zeitschrift, die ganz Fußball-Deutschland bedienen muss. Möglichst in jedem Artikel.
Ein großer "Mit diesen Taktischen kniffen versucht Huub Stevens den Abstieg zu vermeiden" Artikel wäre fußballerisch vielleicht spannend und aufschlussreich. Aber viel zu viele würden den halt übergehen. Nach dem Motto "Wen interessiert denn das bitte?"
Kevin Vollands EM Chancen dagegen... da ist die Reaktion ein "Oh ja, im Sommer ist ja EM... und Volland ist ja einer unserer potenziellen Helden... vielleicht sollte ich den doch mal im Auge behalten."
Und das ist halt der Punkt, an dem Dietmar Hopps Traum gescheitert ist. Es interessiert sich einfach mal niemand wirklich für seinen Verein, sondern höchstens für das Einzelschicksal seiner Angestellten. Die Frage ob Kevin Volland noch in EM Form kommt ist für uns aller wichtiger als die Frage, ob diese Form alleine reicht um Hoffenheim vor dem Abstieg zu retten.
Weil die Zeiten, in denen Hoffenheim uns (als gemeinen Fußball-Fan) emotional berührt hat, vorbei sind.
Und mir geht es halt auf der Meta Ebene nicht anders. Also abgesehen von der Fixierung auf die EM Chancen der Abstiegskandidaten gibt es halt auch nichts, worüber ich selber schreiben könnte, wenn ich an Hoffenheim denke. Weil es halt auch mir ziemlich egal ist, ob die nun absteigen oder nicht.
Mittwoch, 5. Juni 2013
Lizenz zum Relegationsentzug
Oder so... Die Saison ist jetzt nämlich endgültig beendet. Ein letztes Playoff-Spiel um die Dritte Liga fehlt uns noch. Lustiger Weise mit der Beteiligung von 1860 München. Anscheinend haben die im allgemeinen Chaos um ihren Investor doch etwas richtig gemacht... nur halt leider an der falschen Stelle...
Danach gibt es noch einen Haufen Hängepartien in Sachen Lizenz. Auch wenn die Bundesliga davon befreit bleibt, schon in Liga 2 geht es los: Stand jetzt darf der MSV Duisburg nächstes Jahr nicht in der 2. Liga antreten. Auch wenn das noch ne Weile dauern dürfte, bis die durch alle Instanzen sind.
Was mich aber als erstes irritiert: Nicht etwa der durch die Relegation um seinen Aufstieg gebrachte VFL Osnabrück dürfte gerade für den MSV nachrücken, sondern der Tabellen-17. aus Sandhausen. Ja, wir hätten dann genau einen einzigen Absteiger. Hier kommt die spannende Frage: Warum? Wie schwierig wollen wir es den Vereinen eigentlich noch machen. Noch absurder wäre es natürlich, wenn sich Dynamo Dresden durch finanzielle Unregelmäßigkeiten einen Vorteil erschlichen hätte, das Geld um den Kader mit den sie Osnabrück geschlagen haben aber gar nicht besitzen und somit Zwangsabsteigen müsste... nur damit dann trotzdem nicht Osnabrück nachrückt. Aber nach DFL Logik würde genau das passieren. Ich sag's ja nur.
Völlig absurd wird das Verhältnis dann in Liga 3. Dort sind sie kurz davor Alemannia Aachen zurück in die Liga zu holen... Einen Verein, der gerade sein Insolvenzverfahren eröffnet hat... das nennt man dann auch spanische Verhältnisse... Und genau so unangenehme. Aber auch hier dürfen die Relegations (oder in diesem Fall eher Playoff-Teilnehmer) nicht für die bankrotten Vereine nachrücken... Anscheinend würde die Dritte Liga lieber mit 19. Mannschaften als mit den Sportfreunden Lotte die neue Saison beginnen... Wobei das bei einem nicht mehr eingleisigen Unterbau natürlich wesentlich schwieriger ist als bei einer einheitlichen Liga...
Aber um mal eine andere Frage zu stellen: Warum gibt es überhaupt Aufstiegsplayoffs in die Dritte Liga? Und die Frage, ob der Retortenverein RB und Lotte nicht beide den Aufstieg verdient hätten, kommt nicht von dem Leipziger, der diesen Blog betreut, sondern von einem Kicker-Leser aus Berlin... Um die Rechnung einfach zu machen: Warum haben wir nicht 4 Regionalligen mit 4 Aufsteigern? Und aus der 3. Liga lässt man einfach auch 4 Mannschaften absteigen. Im Zweifelsfall einfach die 4, die die Lizenz nicht bekommen...
Das Problem beginnt natürlich mit der 5. Regionalliga Bayern. Nur um mal den sportlichen Zwang einer Regionalliga Bayern zu verdeutlichen: 14 der 20 Starter galten diese Saison als Aufsteiger. Von den 5 vorherigen Regionalligastarten sind 4 die 2. Mannschaft eines Profiteams... Es war also nicht so, dass einfach haufenweise Mannschaften aus Bayern sowieso auf diesem Niveau gespielt haben und sich dieses Bundesland deswegen ihre eigene Regionalliga verdient hat... Und um die sportliche Relevanz weiter zu hinterfragen: 1860 München hat sich in dieser Liga durchgesetzt... aber nur wegen ihnen müssen wir jetzt diese Play-Offs dazwischen schalten... und deswegen (und wegen ein wenig Los-Pech) startet Lotte, die sich in der angeblich stärksten Regionalliga durchgesetzt haben, immer noch in der Vierthöchsten Spielklasse... Fair sieht irgendwie anders aus. Transparenz auch...
Danach gibt es noch einen Haufen Hängepartien in Sachen Lizenz. Auch wenn die Bundesliga davon befreit bleibt, schon in Liga 2 geht es los: Stand jetzt darf der MSV Duisburg nächstes Jahr nicht in der 2. Liga antreten. Auch wenn das noch ne Weile dauern dürfte, bis die durch alle Instanzen sind.
Was mich aber als erstes irritiert: Nicht etwa der durch die Relegation um seinen Aufstieg gebrachte VFL Osnabrück dürfte gerade für den MSV nachrücken, sondern der Tabellen-17. aus Sandhausen. Ja, wir hätten dann genau einen einzigen Absteiger. Hier kommt die spannende Frage: Warum? Wie schwierig wollen wir es den Vereinen eigentlich noch machen. Noch absurder wäre es natürlich, wenn sich Dynamo Dresden durch finanzielle Unregelmäßigkeiten einen Vorteil erschlichen hätte, das Geld um den Kader mit den sie Osnabrück geschlagen haben aber gar nicht besitzen und somit Zwangsabsteigen müsste... nur damit dann trotzdem nicht Osnabrück nachrückt. Aber nach DFL Logik würde genau das passieren. Ich sag's ja nur.
Völlig absurd wird das Verhältnis dann in Liga 3. Dort sind sie kurz davor Alemannia Aachen zurück in die Liga zu holen... Einen Verein, der gerade sein Insolvenzverfahren eröffnet hat... das nennt man dann auch spanische Verhältnisse... Und genau so unangenehme. Aber auch hier dürfen die Relegations (oder in diesem Fall eher Playoff-Teilnehmer) nicht für die bankrotten Vereine nachrücken... Anscheinend würde die Dritte Liga lieber mit 19. Mannschaften als mit den Sportfreunden Lotte die neue Saison beginnen... Wobei das bei einem nicht mehr eingleisigen Unterbau natürlich wesentlich schwieriger ist als bei einer einheitlichen Liga...
Aber um mal eine andere Frage zu stellen: Warum gibt es überhaupt Aufstiegsplayoffs in die Dritte Liga? Und die Frage, ob der Retortenverein RB und Lotte nicht beide den Aufstieg verdient hätten, kommt nicht von dem Leipziger, der diesen Blog betreut, sondern von einem Kicker-Leser aus Berlin... Um die Rechnung einfach zu machen: Warum haben wir nicht 4 Regionalligen mit 4 Aufsteigern? Und aus der 3. Liga lässt man einfach auch 4 Mannschaften absteigen. Im Zweifelsfall einfach die 4, die die Lizenz nicht bekommen...
Das Problem beginnt natürlich mit der 5. Regionalliga Bayern. Nur um mal den sportlichen Zwang einer Regionalliga Bayern zu verdeutlichen: 14 der 20 Starter galten diese Saison als Aufsteiger. Von den 5 vorherigen Regionalligastarten sind 4 die 2. Mannschaft eines Profiteams... Es war also nicht so, dass einfach haufenweise Mannschaften aus Bayern sowieso auf diesem Niveau gespielt haben und sich dieses Bundesland deswegen ihre eigene Regionalliga verdient hat... Und um die sportliche Relevanz weiter zu hinterfragen: 1860 München hat sich in dieser Liga durchgesetzt... aber nur wegen ihnen müssen wir jetzt diese Play-Offs dazwischen schalten... und deswegen (und wegen ein wenig Los-Pech) startet Lotte, die sich in der angeblich stärksten Regionalliga durchgesetzt haben, immer noch in der Vierthöchsten Spielklasse... Fair sieht irgendwie anders aus. Transparenz auch...
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