Und da das mein Lieblingsfeindbild ist, werde ich ihn vermissen. Wirklich Schade.
Schließlich wendete sich der Bayern-Präsident an die Leitmedien und ließ dort ein "Wir müssen aufhören, den Populismus voranzutreiben" verbreiten... Großartig. Der größte Populist nutzt den einfachsten Weg um anderen das zu verbieten, was er selber permanent macht. Ein ganz klares "Das darf nur Ich... weil ich Bayern-Präsident bin."
Und ja, wir reden von genau dem Typen, der letztens gerade verbreiten ließ, dass der DFB "nur noch von Amateuren durchsetzt ist." Einen Satz, den ich ihn sogar durchgehen ließ, weil ich nicht den Eindruck erwecken wollte, dass ich ständig nur auf Gelegenheiten warte gegen ihn zu schießen...
Karl-Heinz Rummenigge ist immer noch der Letzte, der sich über Populismus aufregen darf... denn er ist der größte Populist, den die Liga hervorgebracht hat. Er argumentiert immer lautstark und Medienwirksam. Und nutzt den Fakt aus, dass ihm in den Medien niemand widersprechen will. Weil diese Medien ja von seinen Statements abhängig sind und wenn sie ihn kritisch hinterfragen, geht er zu den nächsten, die dies nicht tun...
Dazu kommt, dass er immer einseitig zum Wohle seines FC Bayerns argumentiert. Auch wenn dies manchmal nicht mal offensichtlich erscheint. Dazu kommt, dass er ein ganz schlechter Verlierer ist.
Gucken wir uns doch mal sein derzeitiges Problem an: da geht es mal wieder um 50+1. Und dem Fakt, dass er beim letzten Mal zum Bundestag des DFBs nur seinen Ersatzmann geschickt hat... wodurch er anderen Populisten (und ja, ein Bundestag ist immer eine populistische Veranstaltung, das ist auch nichts schlechtes) den Freiraum gegeben hat, ihre Meinung in den Vordergrund zu stellen. Und dass sein Verein diese Schlacht dann verloren hat, hat Kalle genau so gut verkraftet wie die Halbfinalniederlage 2017 gegen Real Madrid. Deswegen muss er jetzt bei jeder Gelegenheit nachtreten. In der Hoffnung, dass er so das Meinungsbild doch nachträglich ändern kann. Gute Strategie...
Aber den Bayern kann das 50+1 doch egal sein... das ist doch kein Thema, von dem die profitieren... ähm... doch.
Natürlich sind die Bayern die einzigen, die auch ohne 50+1 international wettbewerbsfähig sind. (also neben Barcelona und Real Madrid...) Und solange die Liga nicht komplett einbricht, wird dies auch so bleiben. Aber die Bayern sehen halt auch, dass die Liga eher schwächer als stärker wird... was ihnen langfristig halt eher schadet als hilft. Schließlich schaffen die Bayern es seit Jahren nicht wirklich in den Halbfinalspielen in den höchsten Gang zu schalten. Und wenn sie es versuchen, brechen sofort Muskelverletzungen auf.
Aber da zeigt sich ja auch der Interessenskonflikt: Die Bayern hätten gerne, damit sie halbwegs gefordert werden, weitere Mannschaften in der Liga, die wirklich im Internationalen Geschäft mitmischen. Die das Leistungsniveau und den Anspruch zu haben in ein internationales Halbfinale einzuziehen. Und wenn es nur die Europa League ist. Die internationale Realität sieht halt so aus, dass man dafür einen Investor braucht, an sonsten schafft man es nicht das entstandene Loch zu schließen.
80% der Bundesligisten wollen aber eigentlich nur Bundesliga spielen... und mal gelegentlich am Internationalen Geschäft teilnehmen. Einige wie Schalke und Leverkusen gelegentlicher als Frankfurt oder Freiburg. Aber keine dieser Mannschaften hat wirklich den "Wir spielen um die Internationalen Titel mit" Anspruch. In der Champions League wären sie alle glücklich, wenn es fürs Achtelfinale reicht. Das reicht aber den Bayern nicht. Und die einzigen, die da eventuell ausbrechen, sind RB Leipzig und Borussia Dortmund. Der eine Verein verstößt praktisch gegen das 50+1, der andere ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Und selbst diese Mannschaften spielen (noch nicht, oder nicht mehr) ernsthaft um die internationalen Titel mit.
Das Problem... die Bayern sind die einzigen, die mehr Mannschaften dieser Art haben wollen. Denn für die klassischen, Investor-losen Vereine ist die Bundesliga halt das Paradies: Hier können sie in einer Umsatz-starken und attraktiven Liga mitspielen. Und kriegen im geschlossenen System ihren Teil vom Kuchen ab. Schön für sie.
Aber sobald sich der Markt endgültig für Investoren geöffnet wird, bricht dieses Paradies zusammen. Deswegen funktioniert auch das "Lasst das doch jeden für sich entscheiden" nicht. Denn dass allgemeine Kostenniveau in der Bundesliga wird dann steigen... und dann heißt es entweder mitbieten oder im Abstiegskampf verschwinden. Und ja, die Vereine, die sich dann dagegen entscheiden, entscheiden sich auch langfristig gegen die Bundesliga. Die wird es geben... Dessen muss man sich aber bewusst sein. Und die Vereine, die strikt gegen das 50+1 sind, sind sich dessen bewusst.
Also am lautesten flucht halt der 1.FC St.Pauli. Ein Verein, der sich schlecht an Investoren verkaufen kann (sie haben es schon geschafft als alternative Image zu kommerzialisieren, ohne dass ihnen das jemand vorwirft, was eine große Leistung ist...) und der damit in einem geöffneten Markt noch größere Probleme als jetzt schon haben wird. Und dieses "jetzt schon" bedeutet halt "Alle 2 Jahre heftiger Abstiegskampf in Liga 2". St.Pauli würde natürlich als Marke erhalten bleiben, aber von der Fußballlandschaft verschwinden. Natürlich sind die da dagegen.
Und das kann man halt auf einige weitere Vereine ausweiten. Auch ein SC Freiburg wird dann die Wahl haben: "Wollen wir da mitspielen oder nicht?"
Fragt euch einfach mal, wie viele Premiere League Vereine es gibt, die 2018 nicht irgendwelchen Investoren gehören, sondern sich freiwillig an die 50+1 Regel hält. Das dürfte dort selbst in der 3. Liga schwer werden...
Natürlich habe ich als Freiburg und St.Pauli wenig Interesse an einer Idee, die meine Existenzgrundlage gefährdet... Und als Bayern Interesse an einem System, welches langfristig dazu führt, dass man in der Liga wieder halbwegs gefordert wird.
Das ist ja auch der Punkt, an dem ich Rummenigge vollkommen Recht gebe. Aus seiner Sicht ergibt das alles Sinn. Und natürlich nutzt er seine Möglichkeiten aus um seine Sicht lautstark und eindeutig zu positionieren. Alles, was ich von ihm verlange, ist ja, dass er sich dabei ein bisschen mehr Mühe gibt... damit es nicht ganz so auffällig ist... In dem er zum Beispiel nicht anderen das vorwirft, was er selber macht... das wirkt immer konstruktiver...
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Montag, 30. Juli 2018
Mittwoch, 4. April 2018
Karl-Heinz Rummenigge ist ein schlechter Verlierer
Welch schockierende Erkenntnis... Die für die regelmäßigen Besucher dieses Blogs bestimmt völlig überraschend kommt...
Schließlich hat Kalle schon nachgewiesen, dass er an Niederlagen auf dem Fußballplatz gerne mal ein Jahr lang knabbert... und sich dann, was die Faktenlage betrifft, eher auf Augenhöhe mit der AfD bewegt, als mit seriöser Problembewältigung...
Und jetzt... hat der auf ein Mal eine Schlacht als Funktionär im Kampf um das 50+1 verloren... Wie fies von der DFL... da muss man sich natürlich sofort "geistig ein Stück von verabschieden"...
Wobei man da den Rummenigge ein wenig in Schutz nehmen muss... der kommt halt aus Bayern... und da heißt Demokratie halt: Wie bestimmen alles so, wie es der CSU am besten passt... Und das seit 60 Jahren... da kann man gerne mal verdrängen, das eine Demokratie eigentlich anders funktioniert...
Dabei spricht Kalle sogar viele richtige Dinge an... also ja, die DFL hat ein das Grundproblem, dass sie für 36 Profiklubs die möglichst beste Entscheidung treffen muss... und von diesen 36 spielen nur 7 international... (Davon 5 gewollt, die anderen beiden müssen halt teilnehmen...) Da kann es durchaus passieren, dass die anderen 29 (also die deutliche Mehrheit) Entscheidungen treffen, die für diese 7 ungünstig sind... Demokratie hieß ursprünglich halt mal: Wir entscheiden so, wie es die meisten und nicht die Reichsten wollen...
Und es ist durchaus auch möglich, dass bei solchen Veranstaltungen falsche Entscheidungen getroffen werden...
Dass Rummenigge allerdings Andreas Rettig "Populismus" vorwirft... ist eigentlich das Eingeständnis seiner Niederlage: Diese Schlacht hat er halt verloren. Deswegen ist er jetzt beleidigt.
Ganz ehrlich: Sowohl Rettig als auch Rummennigge sind... Politiker. Oder Lobbyisten. Oder beides, was ja mittlerweile geht. Solchen Leuten Populismus vorzuwerfen, ist absurd. Da kann man auch seinen Spielern vorwerfen, dass sie schwitzen... Und ja, das ist eine Hagen Rether Referenz: Aber das ist doch der Populist! Nein, das ist der Demagoge!
Dabei weiß Rummenigge selber doch ganz genau, dass Populisten ein vorhandenes Machtvakuum gerne ausnutzen um ihre Interessen durchzusetzen. Also seine Lobbyvereinigung hat ja genau dasselbe gemacht, als es im Zuge des Fifa Korruptionsskandals einen Interimspräsidenten bei der Uefa gab... und deswegen muss der 4. der Bundesliga jetzt nicht mehr in diese doofe Qualifikation, an der man scheitern könnte... Wie gesagt: Rummenigge weiß ganz genau, wie man dieses Spiel spielt. Er ist jetzt nur persönlich beleidigt, dass ein Mal im Leben andere das mit ihm gemacht haben, was er sonst immer mit ihnen durchzieht.
Und wenn ihr euch mal die letzten Aussagen von Rummenigge durchlest (folgt einfach den Links oben...), dann ist das eine Aneinanderreihung von Populistischer Kackscheiße.
Das werfe ich ihm ja noch nicht mal vor. Der Mann ist ein Spitzenfunktionär, der versucht seine Position auszunutzen um die Stimmung möglichst in die Richtung seines Vereins zu drehen. Es ist quasi seine Aufgabe ein Populist zu sein. Genau so wie es das, mit anderen Zielen, die Aufgabe vom Rettig ist.
Und da sich in den Deutschen Medien niemand traut ihm zu widersprechen oder kritisch nachzufragen, ist es "Populistische Interviews zu geben" halt seine beste Option.
Aber anderen den Vorwurf zu machen, weil sie dieselbe Taktik in ihrem Spezialgebieten anwenden... ist genau genommen albern...
Ehrlicher Weise müsste Rummenigge folgendes sagen: Ich habe die besagte Liga-Versammlung unterschätzt. Ich hätte da selber aufkreuzen sollen und keinen Mittelsmann schicken, der bei dieser Diskussion anscheinend vollkommen versagt hat. Das war mein Fehler, damit müssen wir jetzt arbeiten.
Und ja, Rummenigge wäre genau die Person gewesen, die man als Gegenpool für Rettigs Schauspiel gebraucht hätte. Und der uns dann in einer hitzigen Debatte ein wirkliches Spektakel geliefert hätte. Halt mal so einen richtigen Diskurs mit 2 Leuten auf Augenhöhe, die Versuchen die Stimmung in ihre Richtung zu drehen. Mit cleveren Redebeiträgen auf beiden Seiten... So wie man das von früher aus dem Bundestag kannte... Und so, wie die beiden es jetzt hinterher in den Medien machen... nur halt in Live, mit offenem Visier und Ergebnis.
Eigentlich ist das ja sogar was gutes... denn es stärkt indirekt die Rolle der DFL und seiner Tagungen... ich sag das mal so: Wenn die sich das nächste Mal treffen, werden Rummenigge und die 2 Vereine, die gar nicht anwesend waren, dabei sein. Rummenigge wird sich entsprechend vorbereiten... denn anscheinend werden auf diesen Sitzungen doch wichtige Dinge entschieden. Zu denen man nicht irgenjemanden schicken sollte, von dem der gemeine Fußball Fan noch nie was gehört hat. Und das wertet die DFL-Tagung definitiv auf, selbst wenn die Entscheidung in Sachen 50+1 beim nächsten Mal überdacht werden sollte...
Schließlich hat Kalle schon nachgewiesen, dass er an Niederlagen auf dem Fußballplatz gerne mal ein Jahr lang knabbert... und sich dann, was die Faktenlage betrifft, eher auf Augenhöhe mit der AfD bewegt, als mit seriöser Problembewältigung...
Und jetzt... hat der auf ein Mal eine Schlacht als Funktionär im Kampf um das 50+1 verloren... Wie fies von der DFL... da muss man sich natürlich sofort "geistig ein Stück von verabschieden"...
Wobei man da den Rummenigge ein wenig in Schutz nehmen muss... der kommt halt aus Bayern... und da heißt Demokratie halt: Wie bestimmen alles so, wie es der CSU am besten passt... Und das seit 60 Jahren... da kann man gerne mal verdrängen, das eine Demokratie eigentlich anders funktioniert...
Dabei spricht Kalle sogar viele richtige Dinge an... also ja, die DFL hat ein das Grundproblem, dass sie für 36 Profiklubs die möglichst beste Entscheidung treffen muss... und von diesen 36 spielen nur 7 international... (Davon 5 gewollt, die anderen beiden müssen halt teilnehmen...) Da kann es durchaus passieren, dass die anderen 29 (also die deutliche Mehrheit) Entscheidungen treffen, die für diese 7 ungünstig sind... Demokratie hieß ursprünglich halt mal: Wir entscheiden so, wie es die meisten und nicht die Reichsten wollen...
Und es ist durchaus auch möglich, dass bei solchen Veranstaltungen falsche Entscheidungen getroffen werden...
Dass Rummenigge allerdings Andreas Rettig "Populismus" vorwirft... ist eigentlich das Eingeständnis seiner Niederlage: Diese Schlacht hat er halt verloren. Deswegen ist er jetzt beleidigt.
Ganz ehrlich: Sowohl Rettig als auch Rummennigge sind... Politiker. Oder Lobbyisten. Oder beides, was ja mittlerweile geht. Solchen Leuten Populismus vorzuwerfen, ist absurd. Da kann man auch seinen Spielern vorwerfen, dass sie schwitzen... Und ja, das ist eine Hagen Rether Referenz: Aber das ist doch der Populist! Nein, das ist der Demagoge!
Dabei weiß Rummenigge selber doch ganz genau, dass Populisten ein vorhandenes Machtvakuum gerne ausnutzen um ihre Interessen durchzusetzen. Also seine Lobbyvereinigung hat ja genau dasselbe gemacht, als es im Zuge des Fifa Korruptionsskandals einen Interimspräsidenten bei der Uefa gab... und deswegen muss der 4. der Bundesliga jetzt nicht mehr in diese doofe Qualifikation, an der man scheitern könnte... Wie gesagt: Rummenigge weiß ganz genau, wie man dieses Spiel spielt. Er ist jetzt nur persönlich beleidigt, dass ein Mal im Leben andere das mit ihm gemacht haben, was er sonst immer mit ihnen durchzieht.
Und wenn ihr euch mal die letzten Aussagen von Rummenigge durchlest (folgt einfach den Links oben...), dann ist das eine Aneinanderreihung von Populistischer Kackscheiße.
Das werfe ich ihm ja noch nicht mal vor. Der Mann ist ein Spitzenfunktionär, der versucht seine Position auszunutzen um die Stimmung möglichst in die Richtung seines Vereins zu drehen. Es ist quasi seine Aufgabe ein Populist zu sein. Genau so wie es das, mit anderen Zielen, die Aufgabe vom Rettig ist.
Und da sich in den Deutschen Medien niemand traut ihm zu widersprechen oder kritisch nachzufragen, ist es "Populistische Interviews zu geben" halt seine beste Option.
Aber anderen den Vorwurf zu machen, weil sie dieselbe Taktik in ihrem Spezialgebieten anwenden... ist genau genommen albern...
Ehrlicher Weise müsste Rummenigge folgendes sagen: Ich habe die besagte Liga-Versammlung unterschätzt. Ich hätte da selber aufkreuzen sollen und keinen Mittelsmann schicken, der bei dieser Diskussion anscheinend vollkommen versagt hat. Das war mein Fehler, damit müssen wir jetzt arbeiten.
Und ja, Rummenigge wäre genau die Person gewesen, die man als Gegenpool für Rettigs Schauspiel gebraucht hätte. Und der uns dann in einer hitzigen Debatte ein wirkliches Spektakel geliefert hätte. Halt mal so einen richtigen Diskurs mit 2 Leuten auf Augenhöhe, die Versuchen die Stimmung in ihre Richtung zu drehen. Mit cleveren Redebeiträgen auf beiden Seiten... So wie man das von früher aus dem Bundestag kannte... Und so, wie die beiden es jetzt hinterher in den Medien machen... nur halt in Live, mit offenem Visier und Ergebnis.
Eigentlich ist das ja sogar was gutes... denn es stärkt indirekt die Rolle der DFL und seiner Tagungen... ich sag das mal so: Wenn die sich das nächste Mal treffen, werden Rummenigge und die 2 Vereine, die gar nicht anwesend waren, dabei sein. Rummenigge wird sich entsprechend vorbereiten... denn anscheinend werden auf diesen Sitzungen doch wichtige Dinge entschieden. Zu denen man nicht irgenjemanden schicken sollte, von dem der gemeine Fußball Fan noch nie was gehört hat. Und das wertet die DFL-Tagung definitiv auf, selbst wenn die Entscheidung in Sachen 50+1 beim nächsten Mal überdacht werden sollte...
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