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Freitag, 5. Juni 2026

Passives Abseits vs Investoren Teil 2: 1860 München. The Final Edition

 Vielleicht motivieren mich ja die aktuellen Ereignisse, endlich diese Serie in Gang zu bringen. Oder mein allgemeines Desinteresse in Sachen Weltmeisterschaft führt dazu, dass ich im Sommer nur dieses Projekt angehe.

Aber zunächst mal muss man kurz festhalten: Wieso schafft es der DFB eigentlich nicht, seine Regularien anzupassen und etwas fairer zu gestalten. Also die einfachste Variante zumindest etwas den Wind aus der "Die Meister müssen aufsteigen" Debatte zu nehmen, wäre es doch, die Meister wenigstens aufsteigen zu lassen, wenn einer Mannschaft die Lizenz entzogen bekommt. 

Also das ist jetzt ja kein einmaliger Vorfall. Es passiert allein 1860 München bereits zum 2. Mal nach 2017. Dazu kommen wir gleich. Dazu kommen Türkgücü München (2021/22), VfR Aalen (2018/2019) und Kickers Offenbach (2012/2013). Als Bonusfeature eröffnete Carl Zeiss Jena die Drittligahistorie mit einem Lizenzentzug. Man hatte genügend Anlässe, um eine entsprechende Anpassung vorzunehmen.

Und ja, es ist lustig, weil es Lok Leipzig trifft. Trotzdem ist der einzige Grund, warum die jetzt nicht aufsteigen dürfen, das Regelwerk des DFBs. Die könnten da problemlos reinschreiben: Wenn einem Verein die Lizenz entzogen wird, rückt als Erstes der in den Aufstiegsspielen gescheiterte Verein nach. Wenn 2 Vereinen die Lizenz entzogen wird, hält der 17. die Klasse.

Aber zurück zum Chaos in München. Die haben es Mal wieder verkackt und müssen zum 2. Mal in die Regionalliga. Alles nur, weil dieser böse Investor den Verein kaputt gemacht hat. Oh, warte... Ismaik hat den Verein de facto 2017 gerettet und nicht verdammt. Ohne den hätte man den Weg von Lok Leipzig einschlagen und in der Kreisklasse neu starten müssen. Der Verein konnte, zumindest in erster Instanz, durch den Investor überleben. Nur durch den Investor. Der hat also die Tradition bewahrt.

Nur ist leider das Chaos Teil dieser Tradition. Und deswegen passt das halt auch zur Vereinsgeschichte, wenn sie sich an einen chaotischen Investor verkaufen. Deswegen gelten sie ja auch weiterhin als Traditionsverein. 

Ich habe bereits in der "alten Serie" darüber geschrieben, wie absurd es ist, dass 1860 weiterhin als Traditionsverein gilt, nachdem sie ihre Seele verkauft haben. Und ich habe auch direkt nach dem Einstieg zusammengefasst, wie kaputt das da alles ist und das es garantiert nicht gut gehen wird. #PassivesAbseitsLeserwissenesfrüher.

Das Problem daran: Der gemeine Fan, der sich nicht wirklich mit dem Verein auseinandersetzt, kann jetzt mit dem Finger auf das Scheitern zeigen und laut brüllen "Guckt mal! Investoren sind Scheiße! Ein Hoch aufs 50+1!" 
Und die 60er selbst können sich einreden, dass es ja nur an diesem Scheiß-Investor liegt. Dabei sprechen die "Legenden" des letzten Lizenzentzuges deutlich davon, dass es eben nicht nur an dem Investor lag. Es gibt genügend Leute aus dem direkten Vereinsumfeld, die mindestens genauso viel Schuld haben...

Vor allem hat der Verein es ja ganz Alleine geschafft, sich in die Situation zu manövrieren, in der ein Ishmaik die letzte Option war. Man muss das nochmal festhalten: Die Optionen damals lauteten: Entweder wir lassen uns auf einen offensichtlichen Scharlatan ein, oder wir lösen den Verein auf. Man hat sich bei der Wahl zwischen Cholera und Pest für die falsche Option entschieden.

Vielleicht würde der neu gegründete Verein ohne Ismaik mittlerweile ebenfalls in der Regionalliga spielen. Das wäre zumindest im Rahmen des Möglichen. Nur wäre das auch das realistische Limit für sie gewesen: mit dem Fansupport in der 4. oder 3. Liga rumgurken. Es gibt genügend Beispiele von Traditionsvereinen, die dort ihre Nische gefunden haben. Aber bei 1860 wurde weiterhin lieber groß geträumt. Also entschied man sich für den Investor, der von der Champions League redete.

Jetzt bleibt aber die Frage: War es wirklich etwas Schlechtes, dass der Investor den Verein weitere 15 Jahre am Leben erhalten hat? Es gab ja die 10 % Chance, dass das vielleicht doch gut geht. Und man hatte ja dieses Jahr nochmal das klare Ziel, mit seinem Elitekader aufzusteigen. Das hat man halt verkackt. Das ist eine Frage, auf die selbst die 1860-Ultras keine klare Antwort finden werden... Und vor allem ist es eine Antwort, die sie vor 15 Jahren mit "Wir gehen diesen Weg mit" beantwortet haben. Denn die Fans hätten dem ganzen ja ganz schnell ein Ende machen können, wenn sie den United of Manchester Weg gegangen und ihren eigenen Gegenverein gegründet hätten. Man hat sich aber lieber an der Illusion festgehalten, dass der eigene Verein doch überlebt... und das der alte Glanz zurückkommt.

Im Wesentlichen lernen wir hier eine Sache: Kaputte und chaotische Vereine bleiben kaputte und chaotische Vereine. Ein Investor schafft es nicht, diese Vereine mit ihren Strukturen magisch zu heilen und in ein seriös geführtes Konstrukt zu verwandeln.

Aber ein seriöser Investor hätte 1860 ja auch nicht mit der Kneifzange angefasst. Allein schon, weil er das Millionengrab Allianz-Arena mit eingekauft hätte. Und so großartig dieses Stadion für die Bayern ist... für den kleinen Verein war es quasi der Sarg. Da haben dann all die Verantwortlichen seit dem Abstieg aus der Bundesliga ihre Nägel reingehämmert. Und Ismaik hat das unvermeidbare "Den Deckel drauf machen" nochmal 15 Jahre rausgezögert.

Jetzt mögen optimistische Fans behaupten: Genau deswegen brauchen wir 50+1! Um solche Vereine vor fiesen Investoren zu schützen. Ihr wollt also im Wesentlichen Vereinen helfen, denen nicht zu helfen ist. Gute Idee.

Wobei... sowohl 1860 als auch ihr "Brother in Crime" KFC Uerdingen beweisen ja, dass solche Vereine trotz 50+1 diesen fiesen Investoren auf den Leim gehen. Diese Regel führt nur dazu, dass das ganze noch viel chaotischer wird. Diese Vereine aber als Argument gegen Investoren anzubringen, funktioniert nur, wenn man einen sehr begrenzten Horizont hat. Denn die Wurzel des Problems sind nicht die externen Investoren, sondern die chaotischen Strukturen innerhalb des Vereins.

Donnerstag, 20. Mai 2021

Passives Abseits vs Tradition Teil 9: Ein Gütesiegel ohne Verfallsdatum

Erinnert ihr euch noch an diese kleine Serie? Nun ja, Traditionen muss man pflegen, sonst gehen sie verloren... oder tun sie genau das nicht und bleiben so oder so für die Ewigkeit.

In der dritten Liga passiert gerade etwas wirklich Erstaunliches: Die Traditionsvereine arbeiten an ihrem Comeback. Dynamo Dresden ist schon sicher aufgestiegen. Hansa Rostock hat zumindest die Relegation sicher. Und 1860 München muss die bösen Emporkömmlinge aus Ingolstadt schlagen um diese zu erreichen.

Und ja, Ingolstadt sind in dieser Konstellation für den Gemeinen Fan die Bösewichte, weil sie halt keine offensichtliche Tradition haben. Der Verein wurde schließlich erst in diesem Jahrtausend durch eine Fusion "gegründet". 1860 ist dagegen noch älter als die TSG Hoffenheim.

Aber sind die Löwen wirklich noch ein Traditionsverein? Oder ist dieser nicht gestorben, als Hasan Ismaik den Verein übernommen hat? Denn machen wir uns nichts vor: Ismaik steht für alles, was die Traditionsfans bekämpfen wollen: Ein Investor, der permanent versucht das Prinzip 50+1 auszuhebeln. Kein treuer Fan, der seinen Verein (wieder) nach oben führen will, wie Dietmar Hopp, sondern ein Spekulant, der mit diesem Verein seinen Reichtum vermehren will. Und ein Ignorant, der immer wieder versucht möglichst brachial vorzugehen.

Trotzdem wurde nur Hopp im Fadenkreuz abgebildet. Großflächige Aktionen gegen Ismaik bleiben bis jetzt aus. Der einzige Widerstand gegen ihn kommt aus dem Fanlanger der 60er, denn die kriegen ja direkt mit, was dieser Mensch mit ihrem Verein vorhat. 

Stellen wir uns mal vor, wenn Ismaik sein Geld nicht in einen ehemaligen Deutschen Meister stecken würde, sondern in die Ingolstädter. Dann müssten sie sich ständig den Vorwurf gefallen lassen, dass sie ja nur künstlich nach oben gepumpt werden und gar nichts in der 2. Liga zu suchen habe.
Aber praktisch ist Ingolstadt doch der Verein, in dem weitgehend gut gearbeitet und seriös gewirtschaftet wird. Deswegen haben sie in den letzten 10 Jahren mehr Bundesligasaisons gespielt, als Dynamo, Hansa und 1860 zusammen. Aber die Münchener und genau genommen auch die Rostocker mit Rolf Elgeti sind die Vereine, die am Tropf des Investors hängen und ohne diesen kaum überlebensfähig war.

Aber anstatt die seriöse Arbeit der Ingolstädter zu schätzen, wünscht man sich lieber die Rückkehr des Chaosklubs 1860 in die 2. Liga. Obwohl die doch jahrelang intensiv daran gearbeitet haben, dass der Verein in der Versenkung verschwindet. 

Für mich persönlich ist der Traditionsverein 1860 in dem Moment gestorben, als sie ihre Seele an Ismaik verkauft haben. Vor allem, weil die ja nicht wegen einer unglücklichen Saison und einer falschen Schiedsrichterentscheidung in die beschissene Lage gerutscht sind, dass sie einen Investor brauche. Nein, in dem Verein wurde jahrelang darauf hingearbeitet, dass man sich entweder verkauft oder pleite geht. Also selbst die Führungskräfte des Hamburger SV wirken im Vergleich zu 1860 kompetent und seriös.

Sie sind damit auf demselben Status wie RB Leipzig. Nur ist mir das halt relativ egal, solange sie gut spielen, sollen sie aufsteigen. Wenn Ingolstadt besser ist, haben sie es halt verdient. Am Ende braucht ja jeder Profiverein externe Gelder um erfolgreich zu sein. Bei dem einen kommen sie von Audi, beim anderen von VW...

Aber 1860 hat halt eine Sonderposition, denn es hätte ja einen Alternativweg gegeben. Den Pfad, den Lokomotive Leipzig nach ihrem letzten Konkurs eingeschlagen haben. Damals wurde der Verein einfach neu gegründet und begann in der Kreisklasse. Aber man kehrte dank des Rückhalts der Fans auf einem gesunden Fundament in die Regionalliga zurück. Natürlich ist der Etat eines Regionalligisten immer auf Kante genäht und das man den Aufstieg in die dritte Liga verpasst hat, hat ihnen richtig weh getan. Trotzdem ist das Fundament so solide, dass man besser durch die Krise kommt, als Schalke 04, Werder Bremen oder Real Madrid.

Natürlich müsste man dann als 1860 Fan auch anerkennen, dass die Regionalliga wahrscheinlich das Limit ist. Vielleicht steigt man mal in die 3. Liga auf, aber da kann es dann nur noch um den Klassenerhalt gehen. Aber Liebe kennt ja keine Ligazugehörigkeit. Nebenbei soll in der Fanszene auch genau dieser Diskurs geführt worden sein.

Und es gibt ja genügend Beispielen von Traditionsvereinen, die eben nicht von der Landkarte verschwinden, sondern von den Fans getragen in der Regionalliga ihre Nische finden. Ich verlinke hier mal demonstrativ das Duell zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen. Das schwierigste war es ja immer für diese Vereine, anzuerkennen, dass sie nicht mehr ganz oben mitspielen können. Aber sie müssen dies halt auch gar nicht tun, denn dank ihrer festen Verwurzelung in der Region überleben sie auch in tieferen Ligen, solange sie vernünftig wirtschaften. Und klar, Aachen und Essen haben ihre Insolvenzverfahren durchgemacht. Aber diese sind ja eher der jahrelangen Misswirtschaft, die sie erst in die Regionalliga geführt hat, geschuldet. Wenn die früher anerkannt hätten, dass sie auch in der Regionalliga den Rückhalt der Fans haben würden, hätten sie sich nicht so verschulden müssen... 

Also gerade bei Lok sieht man ja, dass ein vernünftiger Neustart möglich ist. Und das man nicht unbedingt nach Profifußball streben muss um als Traditionsverein zu überleben.

1860 entschied sich dagegen und wollte doch lieber den Investor bei seiner Idee mit dem Verein Geld zu verdienen unterstützen. Das finde ich ja auch legitim. Nur sollten die Fans es dann vermeiden über andere von Investoren abhängigen "Vereine" zu lästern. Oder gar gegen solche Kunstprodukte zu protestieren. Und ja, die Fans von 1860 hätten auch ihr "United of Manchester" gründen und genau das durchziehen können. Sie entschieden sich dafür doch lieber den Investorenverein weiter zu unterstützen.

Als Freund von Konsequenz wäre es natürlich auch angemessen, wenn die "Ordnungshüter" aus nehmen wir mal Dortmund 1860 auf die Liste der zu bekämpfenden Vereine setzt. Aber dann müssten sich die Borussia-Anhänger ja damit auseinandersetzen, dass sie Fans einer Kommanditgesellschaft auf Aktien sind... 

RB Fans haben da einen entscheidenden Vorteil: Sie sind einfach ehrlich. Die müssen keine moralischen Verrenkungen vollziehen um zu erklären, dass der Investor hinter ihrem Verein ja nicht so schlimm ist, sondern können offen zugeben, dass sie einfach nur guten Fußball sehen wollen. So wie 90 % der Fußballfans weltweit...

Donnerstag, 24. Januar 2013

Wie tief steckt 1860 München im Chaos?

Nun ja... selbst Lothar Matthäus dementiert Interesse an dem eigentlich gar nicht freien Trainerposten... Und der hat sich bis jetzt doch überall ins Gespräch gebracht... wenn selbst der nicht will...

Aber der Reihe nach: Am 30. Mai 2011 hat der TSV seine Seele verkauft. An einen jordanischen Geschäftsmann... dessen Geld reichte anscheinend nicht, um sich einen guten Englischen Verein zu kaufen... Jetzt will er den Verein aber so schnell wie möglich auf einer Stufe mit Barca und Real Madrid sehen... also nicht nur in des Champins League, sondern als Titelfavorit... und zwar möglichst schon diese Saison. Spätestens da hätte irgendjemanden auffallen müssen, dass Ismaik vielleicht nicht der cleverste Investor ist... Aber 1860 hatte halt die freie Auswahl: Seele verkaufen oder Insolvenz anmelden... Seelen werden anscheinend überbewertet.

Seit dem gibt es einen ewigen Machtkampf. Schon die Besetzung des Aufsichtsrates war ein Akt für sich. Und über allem wacht angeblich die DFL, die sicher stellen will, dass ihr 50plus1 Heiligtum erhalten bleibt. Und Präsident Dieter Schneider macht in dem Punkt sogar einen richtig guten Job: er will eigentlich nur, dass der Verein gesund und wieder lebensfähig wird.

Ismaik will dagegen... nun ja, in die Champions League halt. Und er will, dass der Verein dafür neue Schulden aufnimmt... Denn im Gegensatz zu den Scheichs in Paris und Manchester hat er nicht das nötige Kleingeld, um sich so eine Mannschaft aus der eigenen Tasche zu leisten...

Die logische Konsequenz aus diesen unvereinbaren Standpunkten: ein endloser Streit. Schneider kann (und will wohl auch nicht) den Tropf an dem der Verein hängt nicht öffentlich die Meinung sagen... Ishmaik wirft Schneider (und der gesamten Führung) Inkompetenz vor... Tatsächlich? Der Verein spielt in der 2. Liga in einem völlig überdimensionalen Stadion, deren (zu 60 gehörender) Bauleiter wegen Bestechungsgeldern ins Gefängnis musste... Der Verein stand kurz vor der Pleite... was erwartet Ismaik da? Eine fähige Führungsetage? Die wäre nie so verzweifelt gewesen, um auf ihn zuzugehen...

Und wie unfähig die Leute, die da sitzen, immer noch sind, beweisen sie jetzt gerade wieder. Anscheinend bringen sich die ersten schon in Position, den Ishmaik-treuen Präsidenten zu spielen, sobald der Schneider losgeworden ist. Von außen betrachtet ist doch Schneider der einzig Gute in diesem Schmiereintheater... und Ishmaik hat schon nachgewiesen, dass er kein bedächtiger Investor ist... sondern eher ein bockiges Kind... will man sich so jemanden wirklich ausliefern?

Ich habe mich nebenbei schon im Mai mit einem 1860 Fan (gibt es mehr als den einen?) unterhalten... Und war mal wieder fasziniert, wie dicht Fan und Fanatismus doch zusammen liegen (hier spricht nebenbei der Neid, mir fehlt genau diese Hingabe). Der Mann ist einer der krassesten "Traditionalisten" die ich kenne, der bei jeder Gelegenheit auf Dietmar Hopp oder Red Bull flucht... Weil die halt in Retorten-Vereine ohne Tradition investieren... 1860 hat dagegen doch so viel Tradition, die erhaltenswert ist. Und er hat sich halt Ausreden einfallen lassen, warum der Investor ja gut ist... Es ist faszinierend, wenn man sehen muss, wie intelligente Menschen versuchen sich Dummheiten einzureden...
Ich habe ihm da schon gesagt, dass das nicht gut enden wird... und dass der Traditionsverein 1860 München für mich Konkurs gegangen ist... alles, was ihm übrig geblieben ist, ist ein Retorten-Verein... Und zwar ein noch viel schlimmerer als 1899 Hoffenheim... Denn in Hoppenheim wurde lange Zeit vernünftig und nachhaltig investiert. Hopp macht garantiert auch nicht alles richtig... aber als "Investor" ist er der Beste, den man haben kann...

Am Ende wird diese Geschichte ein großer Sieg für das 50plus1 werden. Deutsche Vereine können nicht so einfach zu Investitionen oder Spielzeugen gemacht werden... und wenn man das will, muss man halt nach Spanien oder England gehen...

Dienstag, 18. Januar 2011

ist das nicht Wettbewerbsverzerrung?

Lest ihr das auch? Beinah wöchentlich, aber zumindest alle 6 Monate? Bayern München retter 1860 München. Ohne die Hilfe der Bayern hätte man die Löwen schon längst aufgelöst. Und das, obwohl die jedes Jahr gute Talente verkaufen können... aber hier ist mein Problem damit: ist das nicht unfair?
Gut, die Bayern waren schon immer hilfsbereit. Aber meistens in Form von kostenlosen Freundschaftsspielen und nicht in Form von 2 Millionen Euro... die man dann irgendwann mal zurückzahlen muss... oder auch nicht... und das verzehrt doch ein wenig das Geld (und 2 Millionen sind in der 2. Liga viel Geld). Müsste die DFL da nicht mal im Sinne der Gerechtigkeit eingreifen und sagen: Entweder ihr verlangt eure 2 Millionen zurück, oder ihr gebt allen anderen Profi-Vereinen auch 2 Millionen, die sie vielleicht irgendwann mal zurückzahlen müssen... oder auch nicht.
Vor allem wird es ja anscheinend auch nicht besser, sondern eher von Transferperiode zu Transferperiode schlimmer. Inzwischen ist es so weit, dass ein bereits verkaufter, aber wieder zurückgeliehener Spieler weiterverliehen wird um Geld zu sparen. Es ist quasi noch viel schlimmer als in Bielefeld. Und ohne die 2 Millionen, wäre 1860 entweder jetzt pleite, oder sie hätten vor Saisonbeginn so viele Spieler verkaufen müssen, dass sie jetzt genau so stark aufgestellt sind wie Bielefeld....